Jon Øysten Flink

 2.7 Sterne bei 18 Bewertungen

Alle Bücher von Jon Øysten Flink

Ficken und Sterben

Ficken und Sterben

 (18)
Erschienen am 14.03.2011

Neue Rezensionen zu Jon Øysten Flink

Neu
nordfraus avatar

Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Øysten Flink

Jon Øysten Flink - Ficken und sterben
nordfrauvor 2 Jahren

Die Grundidee dieses Büchleins (137 Seiten) fand ich ganz spannend. Ein über 30jähriger Schriftsteller ist dabei sich das Leben nehmen, will aber seine eigenen Todesgeräusche nicht hören.

"Ich weiß nicht so ganz, wie die ausfallen werden, aber sicher wird es ein ugrisches Gurgeln und ein gotisches Schluchzen geben."

Also greift er zum iPod und sucht sich passende musikalische Untermalung. Doch der iPod steht auf Shuffle und als er endgültig zur Tat schreiten will, beraubt ihn ein fröhliches Lied seiner Selbstmordstimmung. Was nun? 

Es beginnt eine Aneinanderreihung einzelner mehr oder weniger skurriler Episoden, meistens geht es dabei um Sex verschiedenster Art. Einerseits gibt es - vielleicht auf Grund seiner Depression - weder Höhen noch Tiefen, ihm ist alles egal, die Geschichte plätschert so dahin, andererseits nimmt er an einem Literaturwettbewerb teil, sicher diesen zu gewinnen, hat Sex, wannimmer sich die Gelegenheit bietet,  begleitet seine Verlobte zu Familienfeierlichkeiten, kümmert sich um seine Finanzen.  Irgendwie wurde ich mit der Hauptfigur nicht richtig warm. Sie bleibt einfach zu widersprüchlich für mich, oder besser gesagt unglaubwürdig.

Alles in allem ein Buch mit ausbaufähigen Ansätzen, das mir leider zu oberflächlich geblieben ist.

"...das schönste im Leben sind trotz allem die Illusionen über das Leben, so sagt man in Japan..."

Kommentieren0
12
Teilen
GothicQueens avatar

Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Øysten Flink

Ficken und Sterben
GothicQueenvor 5 Jahren

Ein wirklich verrücktes Buch, was ich unbedingt haben musste, als es neu herauskam. Das Cover sieht klasse aus. Nur leider verspricht das Buch nicht das, was es vorgibt zu sein. Klar, es ist lustig gemacht. Der Protagonist will sich umbringen, steht schon am Fenster. Und dann stellt sich auf seinem iPod ein neues Lied ein, was ihn aus der Todesstimmung herausbringt. Also wird umdisponiert. Und weiter gehts mit komischem Allerlei. Mir war es leider zu strange. Ich würde jetzt fragen: Was für einen Sinn hat dieses Buch? Doch ich weiß, dass nicht jedes Buch einen Sinn, oder gar eine Moral hat. Ich kam einfach nicht dahinter und fand es teilweise echt verwirrend. Nochmal würde ich es vermutlich nicht lesen. Und wenn ich jemandem ein Buch empfehlen wollte, der auf Skurril steht, dann auch sicher nicht dieses... 

Kommentieren0
0
Teilen
Skys avatar

Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Øysten Flink

Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Ø. Flink
Skyvor 7 Jahren

Meine Meinung
Es ist fast schon schicksalhaft, wenn man sich mit einer Hängematte auf einer Toilette umbringen will, alles schon vorbereitet hat und der Abschiedsbrief im Büro deponiert ist und plötzlich einen die ganze Stimmung vermiest wird, weil man unbedingt seine Todesgeräusche überdenken wollte. Wenn der IPod doch nur nicht auf Shuffle gestellt gewesen wäre und damit kein fröhliches Lied alles vermasselt hätte. Doch so ist es nun einmal passiert, was bleibt einen also nur noch als ins nächste Bordell zu gehen und die Nacht mit einer Japanerin zu verbringen? Eine Odyssee beginnt mit ungewissem Ausgang.

Als ich die Buchdeckel zugeklappt habe, war ich ziemlich enttäuscht. Der Anfang klang vielversprechend und brachte mich irgendwie, aufgrund seiner Bizarrität, zum Schmunzeln. Was ein einzelner Song nicht ausrichten kann? Doch danach ging es bergab. Man hat ein seltsames Ereignis an das Nächste gereiht. Der Protagonist nimmt einen mit in seine verkorkste Welt und man merkt wie planlos er selbst oft ist. So fühlt man sich auch als Leser, irgendwie hilflos und planlos während man durch die Zeilen wandert. Man weiß einfach nicht worauf, dass alles hinauslaufen soll. Es gibt Momente in denen man sich fragt, warum sie jetzt stattfinden. Es gibt Momente, die für manche Leser einfach wahrscheinlich moralisch anstößig sind. Dies ist ja auch nicht negativ, aber manche Stellen waren fast schon zu abgedreht und passten nicht ganz in den Verlauf der Geschichte. Vom Protagonisten erfahren wir seine komplette Bandbreite der Depressionen und wie sein gesamtes Leben den Bach runtergehen zu scheint. Da bleibt ihm anscheinend nur der Sex. Doch am Ende gibt es doch noch Hoffnung und scheint sich alles zum Guten zu wenden. Hoffnungsschimmer und Glück kommen auf und werden wieder brutal zerschlagen. Wobei das Ende zu konstruiert wirkt und wie mit einen Paukenschlag kommt. Passend zur Geschichte ist auch die Wortwahl. Sie ist umgangssprachlich und fügt sich ins Gesamtbild des Buches ein.
Die Aufmachung des Buches passt wiederum sehr gut zum Buch. Der Titel trifft die Geschichte gut und das Bild ist mit dem Trauerkranz in der Kondomverpackung fasst das Buch gut zusammen.

Fazit
Man merkt es der Rezension an. Es ist schwer das Buch richtig zu bewerten. Es ist ein Buch, welches einen gefällt oder nicht. Es hatte gute Ideen, aber die Umsetzung hätte besser sein können. Es ist unterhaltend, aber von so einem tollen Anfang, hätte ich mehr erwartet.

Kommentieren0
11
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 25 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

Worüber schreibt Jon Øysten Flink?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks