Jon Øysten Flink Ficken und Sterben

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Inhaltsangabe zu „Ficken und Sterben“ von Jon Øysten Flink

Wenn man vorhat, sich umzubringen, sollte wenigstens die richtige Musik dazu laufen. Zu dumm, wenn der iPod auf Shuffle steht und ein fröhliches Lied die lebensmüde Stimmung zunichtemacht. Wenn einem also nicht nach Leben und nicht mehr nach Sterben zumute ist, was bleibt dann noch, außer Sex? Und in dieser Situation ist es auch schon egal, mit wem man fickt. Jon Østein Flinks drittes Buch – das erste, welches ins Deutsche übersetzt wurde – hat 2009 den Norwegischen Youth Critics' Prize gewonnen. Übersetzt wurde das Buch von Gabriele Haefs.

Guter Anfang, bleibt aber für mich leider zu oberflächlich und unglaubwürdig.

— nordfrau
nordfrau

Außergewöhnliche Buchidee, leider absolut schlecht umgesetzt

— Kendall
Kendall

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  • Jon Øysten Flink - Ficken und sterben

    Ficken und Sterben
    nordfrau

    nordfrau

    19. December 2016 um 10:04

    Die Grundidee dieses Büchleins (137 Seiten) fand ich ganz spannend. Ein über 30jähriger Schriftsteller ist dabei sich das Leben nehmen, will aber seine eigenen Todesgeräusche nicht hören. "Ich weiß nicht so ganz, wie die ausfallen werden, aber sicher wird es ein ugrisches Gurgeln und ein gotisches Schluchzen geben." Also greift er zum iPod und sucht sich passende musikalische Untermalung. Doch der iPod steht auf Shuffle und als er endgültig zur Tat schreiten will, beraubt ihn ein fröhliches Lied seiner Selbstmordstimmung. Was nun? Es beginnt eine Aneinanderreihung einzelner mehr oder weniger skurriler Episoden, meistens geht es dabei um Sex verschiedenster Art. Einerseits gibt es - vielleicht auf Grund seiner Depression - weder Höhen noch Tiefen, ihm ist alles egal, die Geschichte plätschert so dahin, andererseits nimmt er an einem Literaturwettbewerb teil, sicher diesen zu gewinnen, hat Sex, wannimmer sich die Gelegenheit bietet, begleitet seine Verlobte zu Familienfeierlichkeiten, kümmert sich um seine Finanzen. Irgendwie wurde ich mit der Hauptfigur nicht richtig warm. Sie bleibt einfach zu widersprüchlich für mich, oder besser gesagt unglaubwürdig. Alles in allem ein Buch mit ausbaufähigen Ansätzen, das mir leider zu oberflächlich geblieben ist. "...das schönste im Leben sind trotz allem die Illusionen über das Leben, so sagt man in Japan..."

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  • Ficken und Sterben

    Ficken und Sterben
    GothicQueen

    GothicQueen

    04. June 2014 um 18:54

    Ein wirklich verrücktes Buch, was ich unbedingt haben musste, als es neu herauskam. Das Cover sieht klasse aus. Nur leider verspricht das Buch nicht das, was es vorgibt zu sein. Klar, es ist lustig gemacht. Der Protagonist will sich umbringen, steht schon am Fenster. Und dann stellt sich auf seinem iPod ein neues Lied ein, was ihn aus der Todesstimmung herausbringt. Also wird umdisponiert. Und weiter gehts mit komischem Allerlei. Mir war es leider zu strange. Ich würde jetzt fragen: Was für einen Sinn hat dieses Buch? Doch ich weiß, dass nicht jedes Buch einen Sinn, oder gar eine Moral hat. Ich kam einfach nicht dahinter und fand es teilweise echt verwirrend. Nochmal würde ich es vermutlich nicht lesen. Und wenn ich jemandem ein Buch empfehlen wollte, der auf Skurril steht, dann auch sicher nicht dieses... 

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  • Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Ø. Flink

    Ficken und Sterben
    Sky

    Sky

    29. July 2011 um 16:48

    Meine Meinung Es ist fast schon schicksalhaft, wenn man sich mit einer Hängematte auf einer Toilette umbringen will, alles schon vorbereitet hat und der Abschiedsbrief im Büro deponiert ist und plötzlich einen die ganze Stimmung vermiest wird, weil man unbedingt seine Todesgeräusche überdenken wollte. Wenn der IPod doch nur nicht auf Shuffle gestellt gewesen wäre und damit kein fröhliches Lied alles vermasselt hätte. Doch so ist es nun einmal passiert, was bleibt einen also nur noch als ins nächste Bordell zu gehen und die Nacht mit einer Japanerin zu verbringen? Eine Odyssee beginnt mit ungewissem Ausgang. Als ich die Buchdeckel zugeklappt habe, war ich ziemlich enttäuscht. Der Anfang klang vielversprechend und brachte mich irgendwie, aufgrund seiner Bizarrität, zum Schmunzeln. Was ein einzelner Song nicht ausrichten kann? Doch danach ging es bergab. Man hat ein seltsames Ereignis an das Nächste gereiht. Der Protagonist nimmt einen mit in seine verkorkste Welt und man merkt wie planlos er selbst oft ist. So fühlt man sich auch als Leser, irgendwie hilflos und planlos während man durch die Zeilen wandert. Man weiß einfach nicht worauf, dass alles hinauslaufen soll. Es gibt Momente in denen man sich fragt, warum sie jetzt stattfinden. Es gibt Momente, die für manche Leser einfach wahrscheinlich moralisch anstößig sind. Dies ist ja auch nicht negativ, aber manche Stellen waren fast schon zu abgedreht und passten nicht ganz in den Verlauf der Geschichte. Vom Protagonisten erfahren wir seine komplette Bandbreite der Depressionen und wie sein gesamtes Leben den Bach runtergehen zu scheint. Da bleibt ihm anscheinend nur der Sex. Doch am Ende gibt es doch noch Hoffnung und scheint sich alles zum Guten zu wenden. Hoffnungsschimmer und Glück kommen auf und werden wieder brutal zerschlagen. Wobei das Ende zu konstruiert wirkt und wie mit einen Paukenschlag kommt. Passend zur Geschichte ist auch die Wortwahl. Sie ist umgangssprachlich und fügt sich ins Gesamtbild des Buches ein. Die Aufmachung des Buches passt wiederum sehr gut zum Buch. Der Titel trifft die Geschichte gut und das Bild ist mit dem Trauerkranz in der Kondomverpackung fasst das Buch gut zusammen. Fazit Man merkt es der Rezension an. Es ist schwer das Buch richtig zu bewerten. Es ist ein Buch, welches einen gefällt oder nicht. Es hatte gute Ideen, aber die Umsetzung hätte besser sein können. Es ist unterhaltend, aber von so einem tollen Anfang, hätte ich mehr erwartet.

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  • Rezension zu "Ficken und Sterben" von Jon Ø. Flink

    Ficken und Sterben
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    10. June 2011 um 09:20

    Ein 38-jähriger Mann steht am Fenster der Bürotoilette und will springen. Das geht natürlich nicht ohne den passenden Soundtrack, daher ist der iPod dabei. Auf dem Schreibtisch liegt sein Abschiedsbrief, den die Kollegen erst am folgenden Morgen finden werden. Bis dahin, so zumindest der Plan, weilt Jon Øystein Flinks Ich-Erzähler längst schon im Jenseits und ist die Sorgen seines Lebens endlich los. Doch ein Plan wäre kein Plan, wenn er nicht misslingen würde – die Shuffle-Funktion spielt dem Lebensmüden einen gemeinen Streich und wechselt auf einen Hit, der so gar nicht in die Todesstimmung passen möchte. Ein Moment, in dem man als Leser eigentlich Mitleid haben sollte, jedoch eher zum Schmunzeln animiert wird. Die Lust am Sterben plötzlich verloren, werden die Selbstmordpläne erst einmal über den Haufen geworfen – was jedoch nicht bedeutet, dass die Idee an sich und die auslösenden Sorgen ebenfalls verschwunden sind. Welche Sorgen genau den Protagonisten plagen, wird erst im Laufe des Buches bekannt. Oder eben nicht, denn selbst nach den knapp hundertvierzig Seiten ist der Leser teilweise noch ziemlich ratlos und weiß nicht so recht, was er von Ficken und Sterben halten soll. Natürlich fallen zu allererst der Titel und die Covergestaltung ins Auge – eine Kondomverpackung mit Grabkranz als Inhalt und das schlimme F-Wort im Titel kann man durchaus als unkonventionell bezeichnen. Aber eben auch als Aufmerksamkeit erregend und auf eine gewisse Weise ansprechend. Es provoziert eben, und diese Provokation wird auch im Buch selbst fortgesetzt. Nicht nur die verwendete und überaus zum Protagonisten passende Umgangssprache lässt das eine oder andere Mal die Augenbraue nach oben schießen, auch inhaltlich stoßen manche Aussagen und Kommentare des Selbstmörders übel auf. Sofern man denn ein zartes Gemüt hat und generell eher wenig mit dieser Art Umgangston zu tun hat oder zu tun haben will. Denn eines ist wohl klar: So satt der Protagonist das Leben hat, so vollmundig ist auch sein Umgang damit. Ohne Rücksicht auf Verluste oder familäre Beziehungsbande lebt er sein Leben weiter wie bisher, und der Leser kommt nicht umhin, sich zu fragen, warum genau eigentlich dieses doch offensichtlich ganz nette Leben überhaupt ein Ende finden sollte. Dass das Ende (sowohl des Lebens als auch des Buches) schnell vorhersehbar ist, tut dem unterhaltenden Aspekt keinen Abbruch – gegenteilig gewinnt Ficken und Sterben mit jeder Seite an Unterhaltungswert. Inwieweit Jon Øystein Flinks Bücher in Deutschland wirklich Erfolg haben werden, bleibt vermutlich abzuwarten. In das Anti-Pop-Programm des UBooks-Verlages passen sie jedoch nahezu perfekt rein. Sollten also weitere Titel dieses Autors ihren Weg in eine deutsche Übersetzung finden, werden sich einige der Genre-Giganten aus deutschen Gefilden warm anziehen müssen. Denn die norwegische Konkurrenz schläft nicht – ein Reinlesen lohnt sich in jedem Fall, alles andere ist dann wohl – wie bei den meisten UBooks-Titeln – einfach Geschmackssache. Fazit: Ficken und Sterben wirkt erstmal wie die Aneinanderreihung abstruser Erlebnisse eines eigentlich lebensmüden Mannes nach seinem gescheiterten Selbstmordversuch. Erst nach dem Lesen und längerem Wirkenlassen findet die eigentliche Aussage den Weg in die Gedanken des Lesers und beißt sich dort fest. Ein Buch, das nachhallt, jedoch seine Zeit braucht, um die volle Wirkung entfalten zu können. Wertung: dreieinhalb Sterne Handlung: 3/5 Charaktere: 3,5/5 Lesespaß: 3,5/5 Preis/Leistung: 3/5

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