Jon Cohen

 4 Sterne bei 103 Bewertungen
Autorenbild von Jon Cohen (©Andy Shelter / Insel Verlag)

Lebenslauf von Jon Cohen

Die Magie der Realität: Der amerikanische Autor und Drehbuchautor Jon Cohen, geboren 1958 in Swarthmore, lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Philadelphia. Während seiner Arbeit als Krankenpfleger auf der Intensivstation begann er zu schreiben. Entdeckt wurde er von der National Endowment for the Arts, der ihm ein Autoren-Stipendium gewährte. Daraufhin wurde er zum Vollzeit Autor und veröffentlichte mehrere Romane, bevor Cohen sich dem Verfassen von Drehbüchern zuwandte. Da ihn aber die Tätigkeit als Krankenschwester überhaupt dazu ermutigt habe zu schreiben, bezeichnet er diese immer noch als seine Muse. Die Handlungen seiner Romane sind darauf ausgerichtet zu zeigen, dass die Welt die für uns so gewöhnlich scheint, eigentlich eine ganz außergewöhnliche ist und, dass die Wurzeln der Magie in der Realität zu finden sind. Diese Sichtweise verarbeitet er auch in seinen Drehbüchern, was ihn dazu qualifizierte an der Seite von Steven Spielberg für den Blockbuster Minority Reports zu schreiben. Außerdem wurde er schon für den Nebula Award-Bestes Drehbuch nominiert. Der in Amerika schon berühmte Autor agiert nun durch zahlreiche Übersetzungen international, unter anderem auch in Deutschland.

Alle Bücher von Jon Cohen

Cover des Buches Die wundersame Mission des Harry Crane9783458363620

Die wundersame Mission des Harry Crane

 (102)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Die verkehrte Welt des Henry Miles9783426603659

Die verkehrte Welt des Henry Miles

 (1)
Erschienen am 01.09.1996
Cover des Buches Coming to Term0813540534

Coming to Term

 (0)
Erschienen am 15.05.2007
Cover des Buches Almost Chimpanzee9780312611767

Almost Chimpanzee

 (0)
Erschienen am 20.12.2011

Neue Rezensionen zu Jon Cohen

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Rezension zu "Die wundersame Mission des Harry Crane" von Jon Cohen

cos life is worth more than gold
Keksisbabyvor 2 Monaten

Es gibt Momente die verändern dein ganzes Leben. Harry wollte nur ein Los kaufen, eines das ihn aus der Knechtschaft seines Bürojobs in einen echten Wald befördert. In diesem Moment geschieht ein Unfall und er verliert seine Frau. Irgendwo in den Wäldern Pennsylvanias teilt eine junge Ehefrau und ihr Kind dasselbe Schicksal und von einem Tag auf den anderen müssen sie ohne ihren geliebten Ehemann und Vater auskommen. Oriana die Tochter verliert sich in einer Märchenwelt, um eine Erklärung für den Tod ihres Vaters zu finden. An einem schicksalshaften Tag als Harry beschließt er könne ohne Beth nicht weiterleben, kreuzen sich die Wege der beiden und verändert ihr Leben für immer. Ein geheimnisvolles Buch über den alten Grumm weist ihnen den Weg wie ein normales Leben wieder möglich sein kann und das die unverständlichen Erlebnisse in einen Kontext zu setzen scheint, der größer ist und Sinn stiftend.

 

„Die wundersame Mission des Harry Crane“ fiel mir durch Zufall beim Stöbern in der Bibliothek in die Hände. Eigentlich bin ich immer recht zielstrebig in dem was ich Lesen möchte und nur selten fallen mir Bücher vor die Füße, doch dieses Buch erregte meine Aufmerksamkeit. Es handelt sich auch um eine recht außergewöhnliche Geschichte. Drei Menschen die versuchen in ihrer Trauer und Verlust wieder zurück ins Leben zu finden, treffen aufeinander. Unterschiedlicher könnten die Personen gar nicht sein. Harry der sich die Schuld am Tot seiner Frau gibt und der noch dazu eine Schadensersatzauszahlung von mehreren Millionen erhält und doch nichts Anderes möchte als in der Natur bei seinen Bäumen zu leben. Amanda, die sich nun versucht allein mit ihrer Tochter Oriana durch Leben zu schlagen, nachdem ihr Mann plötzlich gestorben ist und die die Begeisterung ihrer Tochter für Märchen eher beängstigend findet. Und Oriana die an Magie und Gestaltenwandler glaubt, die glaubt der Geist ihres Vaters hätte sich in einen Vogel verwandelt und würde nun über sie wachen. Es hat mir Spaß gemacht zu lesen, wie die drei zusammenwachsen und durch ihre Zufallsbegegnung wieder Kraft schöpfen. Niedlich war auch die Geschichte des alten Grumm, die man versteht, sobald die schrullige Bibliothekarin ihre Lebensgeschichte erzählt. Der Autor hat sich sehr bemüht die Geschichte graphisch darzustellen, so dass man das Gefühl als Leser bekommt, ebenfalls von diesem Märchen angezogen zu werden. Aber trotz all dem Lob hatte das Buch für mich auch Schwachstellen. Ich fand Harrys großen Bruder Wolf zu anstrengend. Er wirkt wirklich wie ein realer böser Wolf, der sich das ganze Gold einverleiben will und der am Ende Freundschaft mit einem verstümmelten, aber bösartigen Hund schließt. Zwei Seelengefährten die in den Sonnenuntergang fahren, da Wolf es nicht so hat mit Frauen. Dann der gierige Immobilienhändler, dessen einziges Trachten ist, Geld zu machen und der sich am Ziel seiner Träume wähnt, als er über das Gold stolpert, waren mir auch zu Klischeebehaftet. Aber am meisten hat mich Oriana gegen Ende des Buches genervt. Es drehte sich immer nur darum das Geld los zu werden. Sie hat mich emotional einfach nicht berührt. Einerseits scheint sie klug genug um Goldankauf zu recherchieren andererseits ergab ihr magisches Denken für mich aber keinerlei Struktur, kein nachvollziehbares Konstrukt. Ebenso fanatisch wie der autistisch veranlagte Harry seine Baumarten runterbetet, betet Oriana ihr zusammenkonstruierte Märchenwelt herunter. Meine Lieblingsfigur und damit Lichtblick in einem langatmigen Buch, war die Bibliothekarin, wegen ihres Stoizismus und ihrer Abgeklärtheit, sowie ihrer Liebe zu Büchern.

 

Ein Zufallsfund der mir ein paar Stunden Lesevergnügen bescherte, aber der mich emotional nicht so tief berührt hat, wie der Klappentext versprach. Es war eine solide Geschichte über Trauerverarbeitung, aber mein Herz berühren konnte Oriana und ihre magische Welt leider nicht.

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Rezension zu "Die wundersame Mission des Harry Crane" von Jon Cohen

Ein wundersames modernes Märchen
Flaventusvor 5 Monaten

Bücher, die das Wort “wundersam” im Titel tragen, enthalten nicht selten auch wundersame Geschichten. “Die wundersame Mission des Harry Crane” ist ein solches Buch, das sich in vielerlei Hinsicht etwas ungewöhnlich dem Leser präsentiert.

Märchen

Das Buch lässt sich durchaus als modernes Märchen verstehen, das mit absonderlichen Charakteren und einem skurrilen Humor daherkommt. Und natürlich mit vielen Zufällen, die jenseits jeglicher Realität stehen. So mancher wird sich vielleicht (zumindest in Ansätzen) in der Person sehen, die in ihrem Hamsterrad den Alltag herunterleiert und kaum Freude am Leben finden kann, so wie der titelgebende Harry Crane. Bis ihn eines Tages ein Schicksalsschlag aus dem Alltagstrott herausholt, oblgeich auch auf tragische Art und Weise. Dass das Schicksal gleichzeitig an anderer Stelle zuschlägt und beide Schicksalwege sich treffen, gehört zu solchen Geschichten dazu.

Bis sich die beiden Wege kreuzen und ein wenig darüber hinaus ist das Buch gut geschrieben und weiß den Leser auf seine Art mitzunehmen. Dann verheddert sich Cohen allerdings ein wenig und die ein oder andere Länge schleicht sich ein, wenn die Haupthandlung ein wenig aus den Augen verloren und wenn die emotionale Ebene ignoriert wird. Glücklicherweise sind diese Phasen nicht sonderlich ausgeprägt und halten sich einigermaßen im Rahmen, stoppen aber den Lesefluss merklich.

Den skurrilen Humor findet man in diesem Buch an vielen Stellen und als Leser muss man schon offen dafür sein. Er bleibt oftmals dezent im Hintergrund und überzeugt nicht durch große Lacher, sondern eher durch dezente Schmunzler. Dazu passend sind die Protagonisten und die Bewohner der Städte, in denen die Geschichte angesiedelt ist, durch die Reihe etwas absonderlich. Das mag manchmal etwas anstrengend sein, aber es passt zu der Erzählung.

Fazit

Natürlich handelt es sich bei diesem Buch nicht um ein Märchen im klassischen Sinne, sondern eher um ein modernes Märchen mit viel Magie und Zwischenmenschlichkeit  (ohne ins Übernatürliche abzudriften). So absonderlich die Gestalten im Buch sich darstellen, so absonderlich ist auch die Geschichte. Diese Art von ungewöhnlicher Erzählung muss man sicherlich mögen, denn sie ist fern jeglicher Realität. Besonders tiefgründig ist dieses Buch dabei ebenfalls nicht, obgleich der Leser durchaus angeregt wird, über die Moral der Geschichte zu reflektieren.

Diese Buchvorstellung findet sich auch auf meinem Blog.


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M

Rezension zu "Die wundersame Mission des Harry Crane" von Jon Cohen

Ein wunderbares Buch
miracle-bunnyvor 8 Monaten

Eine wirklich schöne Geschichte an die man noch lange zurück denkt.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch ein wunderschönes phantasievolles Märchen für Erwachsene. Es vereint Liebe, Witz und Trauer in gleichem Mass und lässt einen nicht mehr los.

Wer in diesem Buch die kleine Oriana nicht von Anfang an in sein Herz schliesst, den verstehe ich nicht. Die 10jährige ist so perfekt beschrieben in ihrer Art und vorallem in ihrem Denken das man das Mädchen stehts vor Augen hat und sie einfach in die Arme nehmen möchte.

Zudem findet man sich so schnell in der Geschichte zurecht und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen weil man in dieser Welt bleiben möchte.

Ich habe noch selten ein Buch gelesen bei dem ich gleichzeitig geweint, gelacht und geträumt habe.

Wirklich wunderbar.

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

98 Beiträge
Zum Thema
Cover des Buches Die wundersame Mission des Harry Craneundefined

Manchmal braucht es kein Wunder, sondern ein Märchen …


Nach dem Tod seiner Frau glaubt Harry Crane nicht mehr an ein Happy End – bis er auf schicksalhafte Weise ein kleines Mädchen trifft, das ihm hilft, den Neuanfang zu wagen. Jon Cohen erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: Die wundersame Mission des Harry Crane ist ein Roman über Trauer und Verlust, über die Macht von Geschichten und über den Mut, noch einmal von vorn zu beginnen – zartbitter, fantasievoll und rührend schön.

Worum geht’s genau?
Als seine Frau Beth vollkommen überraschend stirbt, steht Harry Crane vor dem Nichts. Vier Millionen Dollar Schmerzensgeld sollen ihm über den Verlust hinweghelfen, doch Harry will für immer in den tiefen Wäldern von Pennsylvania verschwinden – bis er auf die zehnjährige Oriana trifft. Auch sie hat jemanden verloren: ihren Vater. Das Mädchen ist fest davon überzeugt, dass er nicht tot, sondern nur verwandelt ist, und sie den Zauber mit Harrys Hilfe brechen kann. Gemeinsam machen die beiden ihr Märchen wahr – aber der böse Wolf ist ihnen schon auf den Fersen …

Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »

Wollt Ihr Harry Crane und Oriana auf ihrer wundersamen Mission begleiten? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 8. Oktober über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

Wenn morgen vier Millionen Dollar auf Eurem Konto wären – was würdet Ihr mit dem Vermögen machen?


Über den Autor: Jon Cohen ist ein amerikanischer Autor und Drehbuchschreiber. Während seiner Arbeit als Krankenpfleger auf der Intensivstation begann er zu schreiben und veröffentlichte mehrere Romane, bevor er sich dem Verfassen von Drehbüchern zuwandte. Er ist Co-Autor von Steven Spielbergs Film Minority Report und arbeitete bereits für Fox, Warner Bros. und Sony. Heute lebt Jon Cohen mit seiner Frau in Philadelphia.

PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

797 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

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