Die wundersame Mission des Harry Crane

von Jon Cohen 
4,2 Sterne bei18 Bewertungen
Die wundersame Mission des Harry Crane
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killerprincesss avatar

Schöne Geschichte über Trauer & das Loslassen, wie man sich gegenseitig helfen kann & dabei trotzdem auch immer lustig geschrieben.

M

Ein berührendes Erwachsenenmärchen. Erst trocken, dann spannend bis zu atemloser Aufgeregtheit.

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Inhaltsangabe zu "Die wundersame Mission des Harry Crane"

Seit Harry auf Bäume klettern kann, weiß er, wie man sicher durchs Leben kommt: Man muss sich nur gut festhalten. Doch ein kleines Mädchen lehrt ihn eine noch viel wichtigere Lektion: Sie zeigt ihm, wie man loslässt.
Harry Crane braucht nicht viel zum Glücklichsein: seine Frau Beth und die sichere Geborgenheit von Bäumen und Wäldern. Als Beth völlig überraschend stirbt, steht er vor dem Nichts – und beschließt, in den tiefen Wäldern Pennsylvanias zu verschwinden. Dabei kommt ihm allerdings das Schicksal in die Quere, in Gestalt der zehnjährigen Oriana, die an die Magie der Märchen glaubt. Sie hat ihren Vater verloren, ist aber felsenfest davon überzeugt, dass er nicht tot, sondern nur verwandelt ist – und es liegt an ihr, den Zauber zu brechen. In Harry sieht sie den Schlüssel zur Lösung des Rätsels. Und Harry? Findet sich schneller, als ihm lieb ist, mittendrin in einer aberwitzigen Mission: Er soll Orianas Märchen wahr werden lassen …Ein Roman, zartbitter, witzig und rührend schön, über Trauer und Verlust, über die Macht von Geschichten und die heilende Kraft von Bäumen – ein Roman, der sprüht vor Fantasie, Fabulierlust und ungebrochener Lebensfreude.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458363620
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:536 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:02.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 14 Stunden
    Eine nette Geschichte, aber mit zu vielen Längen, die mich leider nicht fesseln konnte beim Lesen.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut. Der Klappentext klingt nach einer märchenhaften Geschichte, solche, wie ich sie gern lese.
    Leider hat mir der Stil im Buch nicht gefallen. Die Figuren sind gut ausgeformt, sie werden auch detailliert dargestellt, aber ich glaube das auch ein Merkmal, was ich nicht so mochte. Denn für mich verliert sich die Geschichte immer wieder in Kleinigkeiten und langgezogenen Erklärungen. Was mir auch nicht gefallen hat, sind die manchmal schnellen Wechsel in der Perspektive.
    Ich fand es sehr vorhersehbar, was im Verlauf der Geschichte geschehen wird. Es kam da leider für mich auch keine überraschenden Wendungen auf.
    Mir hat die Emotionalität im Buch gefehlt. Die Figuren wirken in Bezug auf Emotionen, eher blass.
    Vor allem zu Beginn, die beiden Handlungsstränge handeln jeweils von einem Todesfall, eine Beerdigung, aber das kommt kein wirkliches Gefühl bei mir als Leser an.
    Eine Figur hat mir gefallen, die Bibliothekarin und ihre Leidenschaft für die Welt der Bücher.
    Die Idee, eine Art kleines märchenhaftes Büchlein immer wieder auch im Buch auftauchen zu lassen und dieses dann auch als Buch samt Cover abzubilden, hat mir als Idee auch gefallen.
    Es gab Szenen im Buch, ich konnte da keinen Humor darin sehen für mich, aber auch das ist ja immer Geschmackssache. Ebenso wie das Buch und seine Geschichte, es hat mich leider nicht berührt beim Lesen und mir war es viel zu lang erzählt und es konnte mich nicht in seinen Bann ziehen.
    Ich mochte auch noch gern die Fakten zu Bäumen im Buch, auch wenn es ein paar Fachbegriffe gab, wo ich mir eine Art Glossar gewünscht hätte, zum Nachlesen im Buch.

    Eine nette Geschichte, aber mit zu vielen Längen, die mich leider nicht fesseln konnte beim Lesen.
    Schön waren die Buchtipps im Buch. 2,5 Sterne

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    Mauserl96s avatar
    Mauserl96vor 19 Stunden
    Eine märchenhafte Liebesgeschichte


    Inhalt:
    Nachdem Harrys große Liebe Beth, bei einem tragischen Unfall stirbt, ist alles was ihm noch bleibt, ein Job in der Forstbehörde, der ihn nicht erfüllt. Ein zerknitterter Lottoschein, der nur Pech gebracht hat. Sowie eine Wohnung, in der er sich nicht mehr Zuhause fühlt.
    Harry stürzt in ein tiefes Loch und gibt sich selbst die Mitschuld an dem Tod seiner Frau. Wäre er auf dem Weg zum Kino nicht noch zum Lottoladen gelaufen, würde sie vielleicht noch leben. Harry weiß jetzt, dass alles Geld der Welt wertlos ist, wenn man seine große Liebe verloren hat. Seine Schuldgefühle ziehen ihn in die Wälder von Pennsylvania, zu seinen geliebten Bäumen, dort will er für immer verschwinden. 
    Durch schicksalhafte Umstände trifft er dort auf die 10-jährige Oriana und ihre Mutter Amanda. Auch sie haben sehr plötzlich, einen geliebten Menschen verloren: Orianas Vater Dean. Doch für Oriana ist Dean nicht tot. Sie glaubt noch an Märchen und Wunder, sie denkt ihr Vater hat sich in ein Tier des Waldes verwandelt. 
    Mit Harry findet sie jemanden, der ein offenes Ohr für Ihre Märchen hat. Durch Oriana beginnt auch er wieder an das Gute zu glauben. Gegenseitig helfen sie sich, die Trauer zu überwinden, in dem sie das Märchen des alten Grum wahr werden lassen. 

    S. 188 "Dazu sind Bücher doch da, oder? Um einen zu trösten, zu beruhigen, auf andere Gedanken zu bringen."

    Das Cover:
    Durch das liebevoll gestaltete Cover, bin ich gleich auf das Buch aufmerksam geworden. Es ist wunderschön und sehr detailliert ausgearbeitet. Als ich es dann das erste mal in der Hand hielt, war ich sofort in das Buch verliebt. Es wirkt außerdem sehr geheimnisvoll, mit dem goldenen Blatt und der schönen geschwungenen Schrift. Mein erster Gedanke war: Das perfekte Märchen für den Herbst. Auch wenn die Geschichte ja eigentlich gar nicht im Herbst spielt ;)

    Meine Meinung:
    "Die wundersame Mission des Harry Crane" hat mich vom ersten Lesemoment an, voll in ihren Bann gezogen. Jon Cohen hat es geschafft, mich in eine Welt zu entführen, in der ich selbst wieder anfange, an Wunder und Märchen zu glauben. Der Roman liest sich recht flüssig und gleich am Anfang wird eine Spannung aufgebaut, die sich das ganze Buch über durchzieht. Man ist von Anfang an, mittendrin im Geschehen.
    Die Geschichte wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven der Charaktere erzählt. So fällt es leicht die Protagonisten mit all ihren Gefühlen und Gedanken besser kennenzulernen. Es ist sehr interessant, wie jeder ganz auf seine Weise mit der Trauer umgeht. 
    Die kleine Oriana, Harry, Amanda und auch Olive die alte Bibliothekarin habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Auch die "Geschichte des alten Grum" und wie sie in die Hauptgeschichte eingebaut wurde, hat mir sehr gut gefallen. An ihr sieht man mal wieder, dass alles Geld der Welt nicht glücklich macht, wenn die wahre Liebe fehlt bzw. wir Menschen im Leben nicht das machen können, was wir am meisten lieben. Alles in allem ist Jon Cohen mit "Die wundersame Mission des Harry Crane" ein sehr schöner Liebesroman, mit vielen märchenhaften Elementen gelungen, aus dem man so einiges mitnehmen kann. Ich wurde mal wieder daran erinnert, dass man die Welt viel öfter mal durch Kindes Augen betrachten sollte. Zudem sollte sich jeder von uns die Chance zum Glücklichsein geben, auch wenn es nicht für alles im Leben eine sichere Garantie gibt. Denn am Ende der Geschichte sieht man mal wieder, egal wie viel Kummer und Leid ein Mensch erfahren musste, es ist nie zu spät für einen Neuanfang.

    Wer Märchen mag und wem etwas Kitsch ab und an nichts ausmacht, wird mit diesem Buch viele schöne Lesestunden haben. 

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Schöne Geschichte über Trauer & das Loslassen, wie man sich gegenseitig helfen kann & dabei trotzdem auch immer lustig geschrieben.
    Die wundersame Mission des Harry Crane

    Meinung

    Das Buch beginnt zunächst ziemlich traurig, weil wir Harry auf der Beerdigung seiner Frau Beth kennenlernen. Wie schlecht es ihm ohne sie geht und seine Schuldgefühle sind mir von Anfang an sehr nah gegangen. Kurze Zeit später lernen wir auch Amanda kennen, die ebenfalls ihren Ehepartnern verloren hat. Doch Amanda kann es sich nicht leisten, in Trauer zu versinken, weil sie für ihre Tochter Oriana stark sein muss und das Leben ja nunmal einfach weitergeht.

    Eine Zeit lang verfolgt der Leser die beiden Geschichten getrennt voneinander und ich war sehr gespannt, wann und wie die beiden aufeinander treffen würden. Es sind relativ dramatische Umstände, die dazu führen, dass bei Harry im Kopf eine Sicherung durchbrennt und er sich in sein Auto setzt und weit weg von seinem Zuhause in einen Wald fährt. Am absoluten Tiefpunkt seines Lebens lernt er Oriana und Amanda kennen und sie verhelfen ihm dazu, wieder Mut zu finden. Im weiteren Verlauf ist die Geschichte manchmal traurig, wenn es um Erinnerungen und Schuldgefühle geht, aber häufig ist sie auch sehr märchenhaft, verschroben und wirklich witzig. Dazu trägt jeder Charakter bei: Harry mit seiner Liebe zu Bäumen, Oriana, die an Märchen glaubt, Ronnie, der überall Zeichen von seinem toten besten Freund vermutet und die uralte, aber ziemlich gewitzte Bibliothekarin. Nur Amanda war in ihrer Art manchmal ein bisschen zu steif und ernst. Doch auch diesen Part brauchte die Geschichte.

    Später nimmt die Geschichte einen echt verrückten Lauf. Manche Dinge kann man erahnen, ja ich habe sie mir auch gewünscht! Aber wie es zu den Geschehnissen kommt, fand ich wirklich nicht vorhersehbar, sondern erzählerisch super gelöst.

    Fazit
    Mir hat die Geschichte viel gegeben. Ich fand sie ergreifend, die Verschrobenheit der Charaktere und die witzige Erzählweise haben mir unheimlich gut gefallen. Nur mit Orianas Besessenheit von Märchen kam ich nicht ganz so zurecht. Im Mittelteil ca. hatte die Geschichte auch eine kleine Durststrecke, dass mich andere Dinge ein wenig abgelenkt haben. Aber irgendwann ging es wieder spannend weiter und am Ende hatte ich sogar echt Pipi in den Augen - ich bin also sehr glücklich und zufrieden mit dieser Geschichte.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 2 Tagen
    Leider zeimlich vorhersehbar

    Broschiert: 537 Seiten

    Verlag: Insel Verlag (2. Oktober 2018)

    ISBN-13: 978-3458363620

    ASIN: 3458363629

    Originaltitel: Harry's Trees

    Übersetzung: Alexandra Kranefeld

    Preis: 15,95 €

    auch als E-Book erhältlich


    Leider ziemlich vorhersehbar


    Inhalt:

    Als Harry Crane seine geliebte Frau Beth durch einen Unfall verliert, fällt er in ein schwarzes Loch. Er zieht sich in die Wälder der Endless Mountains in Pennsylvania zurück, wo er die neunjährige Oriana und ihre Mutter Amanda kennenlernt, die ebenso wie Harry trauern, denn vor einem Jahr ist Amandas Mann Dean ganz plötzlich verstorben. 


    Oriana hat ihre ganz eigene Art, mit dem Tod ihres Vaters umzugehen - eine Art, die Amanda sehr beunruhigt. Doch in Harry findet das Mädchen einen Menschen, der bereit ist, sich auf Märchen einzulassen. So erleben die beiden ein ganz besonderes Abenteuer und wachsen daran.


    Meine Meinung:

    Der Anfang des Buches hat mich stark begeistert. Die große Liebe zwischen Beth und Harry war in allen Sätzen spürbar und ging mir unter die Haut. Leider driftete die Geschichte dann aber ziemlich schnell ins leicht Kitschige und vor allem leicht Vorhersehbare ab. Zwar gibt es immer wieder mal gefühlvolle Stellen, aber wirklich verzaubern konnte mich der Roman nicht. 


    Der Schreibstil gefiel mir ganz gut. Er war flüssig zu lesen und es gab einige Sätze, die ich mir merken wollte. Allerdings musste ich mich auch durch manche Längen quälen. Hier hätte man die Beschreibungen durchaus rigoros straffen können. 


    Mit den Charakteren kam ich nicht so gut klar. Harry ist ein durch und durch guter Typ, während sein großer Bruder Wolf der Böse ist. Das war mir zu sehr schwarz-weiß. Bei Oriana störte mich, dass sie manchmal wie ein kleines Kind ist, dann aber wieder mehr Durchblick hat als die Erwachsenen. Und die Männer in dem kleinen Städtchen werden mir einfach zu platt und hinterwäldlerisch dargestellt. Hier hat der Autor etwas zu heftig in die Klischeekiste gegriffen.


    Die Handlung ist bald vorhersehbar und kann nicht wirklich überraschen. Schnell ahnt man, wie die Story enden wird. Am besten gefiel mir, wie gezeigt wird, dass man auf unterschiedliche Arten trauern kann, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, mit einem Verlust und Schuldgefühlen fertig zu werden. 


    ★★★☆☆


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    Miannavor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Ein berührendes Erwachsenenmärchen. Erst trocken, dann spannend bis zu atemloser Aufgeregtheit.
    Unerwartet spannend und berührend

    Harrys Frau Beth wird vor einer Baustelle von einem Kran erschlagen und alles nur weil er sie hat stehen lassen, um ein Los zu kaufen. Die Trauer und die Schuld setzen ihm zu und so flieht er in die Wälder. Dort begegnet er der zehnjährigen Oriana, die fest an das Wunder von Märchen glaubt. Es beginnt eine wunderliche Freundschaft.

    Die Geschichte läuft schleppend an, beginnt nichtssagend. Die Erzählung um Harry und seine Trauer wirkt nüchtern und distanziert. Zu Beginn lässt sich kaum erahnen, welche Spannung die Geschichte noch mit sich bringen wird. Ist man über den trockenen Teil hinweg nimmt die Erzählung an Fahrt auf. Die Spannung steigert sich zunehmend und wird durch die ausführlichen Beschreibungen der Umgebungen, Gedanken und Situationen gebremst. Irgendwann wird die Aufregung zu groß, um den detaillierten Ausführungen in Ruhe folgen zu können. Es kommt der Drang auf, Absätze und Seiten zu überspringen. Einige Situationen wirken sehr bedrohlich, erinnern an einen Thriller. Die Geschichte lässt die Lesenden letztendlich atemlos und gehetzt zurück.

    Die ausgedehnten Natur- und Personenbeschreibungen sorgen besonders in den ersten zwei Dritteln des Buches für Atmosphäre, lassen die Erzählung tiefer und lebendiger wirken. Der Schreibstil ist eher klar. Poetische und kluge Gedanken sowie humorvolle Aussagen passen sich gut in das Textgefüge. Das Lesen macht Spaß und es gibt immer wieder absurd witzige Situationen.

    Die Charaktere werden im Laufe der Erzählung interessant, der Leidensdruck und die Hoffnungen der Einzelnen werden spürbar. Harry, Oriana, Amanda und die Bibliothekarin sind sehr liebenswert. Es wird eine Nähe zu den Charakteren hergestellt, die mitleiden und mitfreuen lässt. Ähnlich einem Märchen gibt es passenderweise „gute“ und „böse“ Personen, die aufeinanderprallen. Die Geschichte hat einen moralischen und lehrreichen Anklang. Ganz märchenhaft wird am Ende alles Gut. Auf Dauer ist es jedoch zu viel des Guten/ bzw. des Bösen.

    Ein berührendes Erwachsenenmärchen. Erst trocken, dann spannend bis zu atemloser Aufgeregtheit.

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    natalia_bvor 5 Tagen
    jeder hat eine Geschichte ...

    Die wundersame Mission des Harry Crane von Jon Cohen erzählt von Menschen, die schwere Schicksalsschläge erfahre haben und wie jeder von ihnen damit umgegangen ist. Das Kleine Mädchen Oriana, die ihren Vater verloren hat und sich deshalb in die Welt der Märchen flüchtet, um eine Erklärung für seinen Tod zu finden. Die starke Amanda, die für ihre Tochter sorgen und es sich deshalb nicht leisten kann von der Trauen mitgerissen zu werden. Und schließlich Harry, der von dem ganz großen Gewinn träumt und nach dem Unfalltod seiner Frau Beth sich die Schuld für die Tragödie gibt.
    Mich hat die Handlung sehr berührt, der Autor hat die Schicksale der Haupt- und Nebenfiguren sehr einfühlsam gestaltet. Das Buch hebt sich ab aus der Masse der aktuell vorherrschenden Psychothriller und Horrorgeschichten.

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    ducedas avatar
    ducedavor 6 Tagen
    Wunderschön erzählt, fast wie ein Märchen

    Die wundersame Mission des Harry Crane- das ist eines von den Büchern, bei denen man schon nach den ersten Sätzen weiß, das man es lieben wird, dass man wahrscheinlich irgendwann gar nicht mehr aufhören kann zu lesen und dass man am Schluss etwas traurig zurückbleibt, weil es dann fertig ist, aber dafür tausendmal reicher durch eine wunderschöne Geschichte. 

    Harry Crane verliert an einem ganz normalen Abend völlig überraschend und durch einen tragischen Unfall seine Frau Beth, den Mittelpunkt seines Lebens und sein ein und alles. Er gibt sich die Schuld an ihrem Tod und ist unfähig, diese Schuld abzuladen, steckt fest in seinem traurigen Leben mit seinem langweiligen Job, bis er irgendwann ausbricht und sich in den Wald aufacht, zu den Bäumen, seiner zweiten großen Liebe. Dort, im Wad, trifft er auf Oriana, ein Mädchen, das ein Jahr zuvor, am selben Tag wie Harry, einen ebenso großen Verlust einstecken musste, als plötzlich ihr Vater verstarb. Auch Oriana zieht es immer wieder in den Wald, wo sie ihrer Trauer durch ihre riesengroße Fantasie zu verarbeiten versucht, aber dabei immer mehr die Realität aus den Augen verliert und dich in die Märchenwelt begibt. Doch gemeinsam mit Harry, und einem wahnsinnigen Plan, den die beiden durch das Lesen eines Märchens entwickeln, gelingt es ihr nach und nach wieder im Leben anzukommen und den Verlist ihres Vaters zu akzeptieren. 

    Das Buch von Jon Cohen hat einen tollen Schreibstil, der den Leser in eine märchenhafte Welt mitnimmt und ihm sehr einfühlsam nach und nach all die Tragik erzählt, die geschehen musste, um Harry und Oriana als die Menschen, die sie gerade sind, kennenzulernen. Die beiden sind beide tolle Charaktere, die man als Leser schnell lieb gewinnt, weil sie außergewöhnliche Arten haben und einfach beide dadurch sehr einnehmend sind. Harry, Oriana und auch einige andere Charaktere im Buch machen große Entwicklungen während der Geschichte durch, die der Autor sehr eindrücklich schildert und die Geschichte umso schöner macht. Allgemein macht der Schreibstil es sehr einfach, sich auf das Geschriebene einzulassen und ganz in diese Welt zu versinken, mit den Protagonisten mitzufühlen und mitzufiebern, das ist einfach toll, wenn ein Autor es versteht, auf diese Art mit Worten umzugehen. 
    Das Buch ist nicht unbedingt spannend, es ist ja auch kein Thriller, sondern ein Buch voller gemischter Gefühle und Emotionen, das aus dem Leben erzählt, aber dafür ist es genauso fesselnd und hat mich sehr bereichert, die Handlung ist unvorhersehbar und einfallsreich und ich bin sehr dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, Harry und Oriana kennen zu lernen, diese beiden wundervollen Menschen, und ein Stück ihrer Geschichte mitzuerleben!

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch, dass Mut macht
    Ein Buch, dass Mut macht

    Zum Inhalt:
    Als seine Frau Beth vollkommen überraschend stirbt, steht Harry Crane vor dem Nichts und er will nicht mehr weiter leben. Als er auf die zehnjährige Oriana trifft, die ihren Vater verloren hat, verändert sich plötzlich alles.
    Meine Meinung:
    Das Buch war völlig anders als ich es erwartet hatte. Ich hatte gedacht, dass das Buch ein bisschen wie Harold Fry sei, ist es aber so überhaupt nicht. Das bedeutet aber nicht, dass es mir nicht gefallen hätte, es hat mir gut gefallen. Die Geschichte um Harry und Oriana hat mir gut gefallen. Sie zeigt, dass vieles anders ist, wenn man sich darauf einlässt, wenn man loslässt. Das neues nur passieren kann, wenn man altes ziehen lässt. Und das es keine Garantien gibt, für nichts. Und das aber auch kein Grund ist, sich nicht auf neues einzulassen. Der Schreibstil ist gut und dadurch liest sich das Buch auch flott weg. Die Protagonisten und da möchte ich besonders auch Amanda erwähnen, gefallen mir sehr gut. 
    Fazit:
    Ein Buch, dass Mut macht.

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    Lunamoniquevor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Ein beeindruckender Roman über Trauer, Verlust und die Liebe zu Mensch, Natur und Büchern. Mitreißend, spannend und unterhaltsam.
    Warmherzig, humorvoll, lehrreich

    „Die wundersame Mission des Harry Crane“ ist das neueste Werk von Schriftsteller und Drehbuchautor Jon Cohen. Schicksalsschläge verändern die Welt von gleich zwei Familien.

    Harry Crane verliert sein geliebte Frau Beth auf tragische Weise. Er gibt sich die Schuld an dem Unglück. Auch Amanda Jeffers und ihre neunjährige Tochter Oriana sind in Trauer. Ehemann und Vater Dean stirbt völlig überraschend. Die Wege der Drei kreuzen sich auf besondere Weise.

    Der Einstieg mit dem The Weekly-Artikel kommt unerwartet. Nach und nach wird die Bedeutung klar. Hauptfigur Harry Crane schleicht sich schnell ins Leserherz. Die Geschichte seiner großen Liebe und der Tag, der alles beendet, berührt. Die Themen „Trauer, Verlust, Einsamkeit“ werden bald ungewöhnlich mit einer großen Prise Humor umgesetzt. Mit dem heiteren Blick auf große und kleine Wunder steigt der Unterhaltungswert und hält sich auf einem hohen Niveau. Energiebündel Oriana findet ganz besondere Auswege, um mit ihrer Trauer umzugehen. Märchen und Phantasien verströmen einen mitreißenden Zauber. Deans Tod hat nicht nur Auswirkungen auf das Leben von Amanda und Oriana. Das Thema „Schuld“ zieht weite Kreise. Alle Charaktere wirken sehr real, jede noch so absurde Reaktion ist verständlich. Unmöglich sich der Magie der Geschichte zu entziehen. Sie bietet Trost und Hoffnung. Dank Wirbelwind Oriana gibt es für alles eine Erklärung, auch wenn diese sich oft sehr kurios anhören. Die Story nimmt immer mehr Fahrt auf. Action, Spannung, überraschende Wendungen. Die Liebe zur Natur und zu den Büchern steht im Vordergrund. Gier, Intrigen, Strategien, das Böse zeigt Zähne und will seinen Anteil. Nicht nur in Harrys Leben geht es zu wie auf einer Achterbahn. Das Netz zieht sich enger. Humorvoll und warmherzig spinnt Autor Jon Cohen seine Fäden. Was ist das wirklich Wichtige im Leben? Welcher Plan geht auf? Unerwartet steuert alles auf einen Showdown zu. Die Zeit drängt. Nichts ist mehr sicher. Das Ende lässt sich vorausahnen. Der Zauber entwickelt sich ganz von alleine und nimmt gefangen.

    Das magische Cover mit den intensiven Farben und einem Hinweis passt perfekt zum Inhalt. Der Titel hat eine besondere Anziehungskraft. Eine schöne und effektvolle Gestaltung. Dem Buch würdig. „Die wundersame Mission des Harry Crane“ hat gleich mehrere Botschaften parat, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu schwenken. Augenzwinkern inklusive. Sehr empfehlenswert und lehrreich für jung und alt! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. :)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Tagen
    Alles nur ein Märchen?

    Beschreibung:
    Seit Harry auf Bäume klettern kann, weiß er, wie man sicher durchs Leben kommt: Man muss sich nur gut festhalten.

    Doch ein kleines Mädchen lehrt ihn eine noch viel wichtigere Lektion: Sie zeigt ihm, wie man loslässt.

    Harry Crane braucht nicht viel zum Glücklichsein: seine Frau Beth und die sichere Geborgenheit von Bäumen und Wäldern. Als Beth völlig überraschend stirbt, steht er vor dem Nichts – und beschließt, in den tiefen Wäldern Pennsylvanias zu verschwinden. Dabei kommt ihm allerdings das Schicksal in die Quere, in Gestalt der zehnjährigen Oriana, die an die Magie der Märchen glaubt. Sie hat ihren Vater verloren, ist aber felsenfest davon überzeugt, dass er nicht tot, sondern nur verwandelt ist – und es liegt an ihr, den Zauber zu brechen. In Harry sieht sie den Schlüssel zur Lösung des Rätsels. Und Harry? Findet sich schneller, als ihm lieb ist, mittendrin in einer aberwitzigen Mission: Er soll Orianas Märchen wahr werden lassen …

    Der Autor:

    Jon Cohen ist ein amerikanischer Autor und Drehbuchschreiber. Seinen ersten Roman, Max Lakeman und die schöne Fremde, schrieb der ehemalige Krankenpfleger zwischen seinen Diensten auf der Intensivstation. Es folgten zwei weitere Romane, dann wandte er sich dem Verfassen von Drehbüchern zu. Er arbeitete für Fox, Warner Bros. und Sony, u. a. ist er Co-Autor des Films Minority Report von Steven Spielberg. Jon Cohen lebt mit seiner Frau in Philadelphia.

    Meine Meinung:
    Harry hat seine Frau durch einen tragischen Unfall verloren. Er macht sich Vorwürfe und vermisst sie sehr.
    Die zehnjährige Oriana trauert um ihren Vater Dean. Sie erschafft sich in ihrem verwunschenen Wald eine Märchenwelt, glaubt sie doch fest daran, dass ihr Vater verwandelt ist und sie ihn mit Hilfe von Harry retten kann.
    Werden sie sich gegenseitig Trost spenden? Und gibt es Märchen wirklich?

    Die Geschichte erzählt sehr viel über das Leben. Liebe, Verlust, Hoffnung, Trauer, Neubeginn ... Neben den vielen märchenhaften Elementen findet man sich in der Realität wieder, die schmerzhaft ist, aber auch voller positiver, verändernder Begegnungen. Wo Schatten ist, muss auch Licht sein.
    Harry liebt Bäume und arbeitet bei der Forstbehörde. Der Job ist kein Zuckerschlecken, und er fühlt sich überhaupt nicht wohl damit.
    Sein Leben bekommt durch Oriana aber wieder Sinn, und man erahnt leider schon sehr früh, wohin sich die Handlung bewegt. Zu vorhersehbar. Und auch zu gewollt, wenn man bedenkt, wie sehr Harry an seiner Beth hing.

    Der Schreibstil war recht flüssig, wobei das Buch durchaus hätte gekürzt werden können. Bildhafte Beschreibungen sind immer etwas Gutes, aber wenn es zu ausufernd ist und sich auf Nebenhandlungen bezieht, die nicht unbedingt notwendig wären, stoppt das den Lesefluss immens. Da gab es einige Längen.

    Was ich eine tolle Idee fand, war, dass das "Buch des alten Grum" tatsächlich in der Geschichte zu lesen war. Und dass, genau wie in den Märchen, dem Leser Botschaften mitgegeben werden.
    Was ist wichtig? Reich sein an Schätzen, oder im Leben das zu haben, was wirklich glücklich macht? Und irgendwo lauert der böse Wolf ...

    Die Nebenfiguren haben viel Platz eingenommen: Wolf, Harrys großmäuliger Bruder, Olive, die Bibliothekarin, Ronnie, Deans Freund, der sich Vorwürfe wegen seines Todes macht, Stu, der Immobilienmakler.
    Mir war es ein bisschen zu viel.

    Die märchenhaften Anspielungen waren gut gestreut und stachen immer wieder heraus. Man findet sehr viele Märchen in dem Buch. Und auch die Empfindungen und Gedanken von Harry bezüglich der Natur und der Bäume waren interessant.

    Alles in allem ist die Geschichte mal etwas anderes, die mich jedoch trotzdem nicht gänzlich für sich einnehmen konnte.
    Dafür war sie zu vorhersehbar und zu an manchen Stellen zu langatmig.

    3 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insel_Verlags avatar

    Manchmal braucht es kein Wunder, sondern ein Märchen …


    Nach dem Tod seiner Frau glaubt Harry Crane nicht mehr an ein Happy End – bis er auf schicksalhafte Weise ein kleines Mädchen trifft, das ihm hilft, den Neuanfang zu wagen. Jon Cohen erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: Die wundersame Mission des Harry Crane ist ein Roman über Trauer und Verlust, über die Macht von Geschichten und über den Mut, noch einmal von vorn zu beginnen – zartbitter, fantasievoll und rührend schön.

    Worum geht’s genau?
    Als seine Frau Beth vollkommen überraschend stirbt, steht Harry Crane vor dem Nichts. Vier Millionen Dollar Schmerzensgeld sollen ihm über den Verlust hinweghelfen, doch Harry will für immer in den tiefen Wäldern von Pennsylvania verschwinden – bis er auf die zehnjährige Oriana trifft. Auch sie hat jemanden verloren: ihren Vater. Das Mädchen ist fest davon überzeugt, dass er nicht tot, sondern nur verwandelt ist, und sie den Zauber mit Harrys Hilfe brechen kann. Gemeinsam machen die beiden ihr Märchen wahr – aber der böse Wolf ist ihnen schon auf den Fersen …

    Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »

    Wollt Ihr Harry Crane und Oriana auf ihrer wundersamen Mission begleiten? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 8. Oktober über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

    Wenn morgen vier Millionen Dollar auf Eurem Konto wären – was würdet Ihr mit dem Vermögen machen?


    Über den Autor: Jon Cohen ist ein amerikanischer Autor und Drehbuchschreiber. Während seiner Arbeit als Krankenpfleger auf der Intensivstation begann er zu schreiben und veröffentlichte mehrere Romane, bevor er sich dem Verfassen von Drehbüchern zuwandte. Er ist Co-Autor von Steven Spielbergs Film Minority Report und arbeitete bereits für Fox, Warner Bros. und Sony. Heute lebt Jon Cohen mit seiner Frau in Philadelphia.

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    Letzter Beitrag von  Rosebudvor 9 Stunden
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    Becky_Bloomwoodvor einem Monat
    Die Leseprobe ist bezaubernd!
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    MrsFraservor einem Monat
    Das hört sich gleichsam kindlich magisch, als auch tieftraurig an. Eine traurige Männerseele und ein optimistisches kleines Mädchen - Stoff für eine großartige Geschichte!
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