Jon Kabat-Zinn

 4,4 Sterne bei 70 Bewertungen
Autor von Gesund durch Meditation, Im Alltag Ruhe finden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jon Kabat-Zinn

Prof. Jon Kabat-Zinn, geboren 1944 in New York, ist ein weltweit angesehener Meditationslehrer und Gründer der Stress Reduction Clinic in Massachusetts und Ihm ist es als erstem gelungen, die Achtsamkeitspraxis (MBSR) systematisch in die medizinische Betreuung zu integrieren. Außerdem gehört er zu den wenigen ausgewählten Wissenschaftlern, die bei dem vom Dalai Lama ins Leben gerufenen Mind and Life Institute mitarbeiten.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jon Kabat-Zinn

Cover des Buches Gesund durch Meditation (ISBN: 9783426878378)

Gesund durch Meditation

 (27)
Erschienen am 01.02.2019
Cover des Buches Im Alltag Ruhe finden (ISBN: 9783426878668)

Im Alltag Ruhe finden

 (12)
Erschienen am 04.11.2019
Cover des Buches Mit Kindern wachsen (ISBN: 9783867813150)

Mit Kindern wachsen

 (5)
Erschienen am 25.07.2020
Cover des Buches Wer sich verändert, verändert die Welt (ISBN: 9783466347360)

Wer sich verändert, verändert die Welt

 (4)
Erschienen am 23.07.2018
Cover des Buches Achtsamkeit für Anfänger (ISBN: 9783867812641)

Achtsamkeit für Anfänger

 (3)
Erschienen am 06.12.2019
Cover des Buches Das Abenteuer Achtsamkeit (ISBN: 9783867811149)

Das Abenteuer Achtsamkeit

 (1)
Erschienen am 30.06.2015
Cover des Buches Die heilende Kraft der Achtsamkeit (ISBN: 9783867813426)

Die heilende Kraft der Achtsamkeit

 (1)
Erschienen am 15.03.2021

Neue Rezensionen zu Jon Kabat-Zinn

Cover des Buches Wer sich verändert, verändert die Welt (ISBN: 9783466347360)gsimaks avatar

Rezension zu "Wer sich verändert, verändert die Welt" von Christophe André

Der kleine Kolibri
gsimakvor 2 Jahren

Meine Meinung

Dieses Buch befasst sich mit Achtsamkeit. Es zeigt uns, dass jeder Mensch etwas dafür tun kann, um unsere Welt besser und schöner zu machen. Wir sollten mit uns selber klar kommen und Achtsamkeit praktizieren. Nur so können wir etwas bewirken. Die Gier nach Macht und Besitz ist leider sehr weit verbreitet. Gerade reiche Menschen sind oft sehr unglücklich. Übermässiger Konsum macht immer nur kurzfristig glücklich.

Die Autoren Christophe André, Jon Kabat-Zinn, Matthieu Ricard und Pierre Rabhi zeigen Möglichkeiten auf, um mit uns und unserer Umwelt in Einklang zu kommen. Der Natur wieder näher zu kommen. Ihre Worte spenden Trost. Den können wir wirklich gebrauchen. Sie zeigen uns, dass wir gar nicht so machtlos sind, wie es den Anschein hat. Wann waren wir eigentlich das letzte mal richtig Dankbar? Wann haben wir das letzte mal geholfen, ohne an unseren eigenen Vorteil zu denken? Ich habe dieses Buch mehrmals zur Seite gelegt und das Gelesene sacken lassen. Habe mich gefragt, wann unsere Umweltkatastrophen endlich auch unsere Politiker eingreifen lassen. Nicht nur mit leeren Worten. Taten will ich sehen. Und zwar sofort! Es ist nicht 5 vor 12. Es ist 5 nach 12! Dennoch darf man nicht resignieren. Meditation und Altruismus sind die beiden Zauberworte, um der Achtsamkeit mit jedem Tag ein Stück näher zu kommen. Das Buch beginnt mit einer indischen Legende. Darin geht es um einen Kolibri, der seinen winzigen Schnabel immer wieder mit Wasser füllt, um einen großen Waldbrand zu löschen. Ein Gürteltier verspottet ihn deswegen. Der Kolibri lässt sich nicht aus der Fassung bringen. Recht hat der Kolibri. Wenn er auch den Brand nicht alleine damit löschen kann, so gibt er doch sein Bestes! Man findet mehrere Legenden, die die Thematik auf den Punkt bringen.

Im Alltag hört man oft so Dinge wie: >>Was bringt es, wenn ich auf die Umwelt achtgebe, und in anderen Ländern kennt man noch nicht einmal das Wort Umweltschutz<<? Da ich nun mal in unserem Land lebe, eine eigene Meinung habe und das Wort Umweltschutz kenne, versuche ich mein Bestes zu geben. Wenn ich mir heute ein super-teures Auto kaufen würde, gäbe es bestimmt viele Menschen, die es auch haben wollen. Wenn ich statt Duschgels (in Plastik verpackt!) die gute alte Seife verwende, gibt es absolut keine Neider.

Wir wissen eigentlich alles, was die Autoren uns in diesem Buch vermitteln. Wir wissen was hoher Fleischkonsum mit unserer Umwelt anrichtet. Das Methan, welches Nutztiere ausscheiden, belastet unsere Umwelt enorm. Das Massensterben dieser Nutztiere ist auch nicht mehr tragbar. Dieses Thema hat mich am meisten gepackt. Wer kein Mitgefühl für Tiere hat, hat es auch nicht für Menschen!

Fazit

Empathie, Altruismus und Meditation bringen uns der Achtsamkeit mit jedem Tag ein Stück näher. Wir sind nicht machtlos. Politiker sind mächtig. Wir sind jedoch in der Überzahl! Wenn jeder für sich täglich das Beste gibt, kann unsere Welt (Natur) besser werden. Wer ehrenamtliche Aufgaben übernimmt, ist auf dem besten Weg die Welt liebenswerter zu machen.

Im Anhang befinden sich Adressen verschiedener Umweltorgansiationen. Besonders die Umwelterziehung für Kinder und die Kolibri-Bewegung (2007 von Pierre Rabhi gegründet) sind erwähnenswert. Des weiteren bekommt man Tipps für informative Lektüre und wo man sich ehrenamtlich einbringen kann.

Eine klare Empfehlung von mir. Danke Christophe André, Jon Kabat-Zinn, Matthieu Ricard und Pierre Rabhi 

    Die Essenz der Achtsamkeit ist universell. Sie ist ein wesentliches Merkmal der Natur des menschlichen Geistes und nicht einer bestimmten Ideologie, Glaubensrichtung oder Kultur zugehörig. (Seite 77)

    Jon Kabat-Zinn



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Cover des Buches Wer sich verändert, verändert die Welt (ISBN: 9783466347360)B

Rezension zu "Wer sich verändert, verändert die Welt" von Christophe André

Änderungen von Innen nach Außen
belanaherminevor 3 Jahren

Inhalt

In diesem Buch haben sich 4 Wissenschaftler zusammengetan, deren Hauptinteresse und -arbeitsgebiet mit dem menschlichen Wohlergehen zu tun hat.

Nach einem einführenden Kapitel stellen sie in einem jeweils eigenen Kapitel ihre Ansichten dazu, wie wir Menschen glücklicher, ausgeglichener und positiver wirksam für uns und unsere Umwelt werden können und mit unserer eigenen Wandlung auch Wandlungen in der Welt anstoßen. Ein weiteres Kapitel wurde von Ilios Kotsou und Caroline Lesire geschrieben, die auf der inneren Titelseite erwähnt werden. Das Schlusswort versucht noch einmal, Mut zum eigenen Handeln zu machen.

Der Anhang enthält kurze Beschreibungen von Projekten, die zum Teil lokal, zum Teil weltweit agieren und denen man sich anschließen kann. Es werden Ansprechpartner und Internetadressen genannt. Zum Teil wird man auf die eigene Suche im Internet verwiesen. Kurze Biografien der 4 Hauptautoren sowie eine gemeinsame Seite für Caroline Lesire und Ilios Kotsou schließen sich an. 5 Seiten Anmerkungen verweisen auf benutzte Quellen und weitere Lektüre.

Subjektive Eindrücke

Das ist definitiv ein Buch zum Mut-Machen.

Das Buch beginnt mit einer wirklich bewegenden Geschichte, aber auch innerhalb der Kapitel finden sich immer wieder sehr schöne Geschichten, die das manchmal sehr sachlich Erzählte noch einmal auf einer emotionalen Ebene ansprechen und damit zumindest mich noch einmal ganz anders und tiefer gehend erreichen.

Sicherlich wissen die meisten über Meditation Bescheid und wissen, wie es geht. Es gibt ja genügend Anleitungen dazu. Hier wird gar nicht so sehr auf das Meditieren als "Aktion" eingegangen als vielmehr darauf, wie wir uns dadurch verändern und die Veränderungen in die Welt tragen können. Das hat mir noch einmal eine neue Sicht auf das Thema Meditation eröffnet.

Der Anhang, in dem Projekte beschrieben und Kontaktinfos gegeben werden, ist sehr inspirierend. Da gibt es nun kein Herausreden mehr. Man kann sofort mit der Umsetzung der Anregungen des Buches beginnen.

Neben der Geschichte von Kolibri ist mir folgender Satz von S. 143 besonders im Gedächtnis geblieben: "Wir vergessen häufig, dass es nicht die Zeit ist, die vorübergeht, sondern wir."

Fazit

Lesen - ohne Wenn und Aber.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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Cover des Buches Gesund durch Meditation (ISBN: 9783426878378)Dr_Ms avatar

Rezension zu "Gesund durch Meditation" von Jon Kabat-Zinn

Wieder das Kommando im eigenen Körper übernehmen
Dr_Mvor 3 Jahren

Unser Körper folgt unserem Geist. Falls man darauf noch nicht selbst gekommen ist, erfährt man es gleich zu Beginn dieses Buches. Es handelt sich bei ihm um einen der besten Texte zum Thema Selbstheilung, die ich kenne. Im Grunde erklärt sein Autor eine Prozedur, die bereits vor über 2500 Jahren von Buddha entdeckt wurde. Leider verbinden sich mit Buddha eine Menge falscher Behauptungen, beispielsweise die, dass er ein Religionsstifter sei. Der Buddhismus kennt viele Spielarten, darunter auch religiöse. Nun machen Menschen aus allem Möglichen eine Religion. Buddha selbst hielt wohl von Religionen nichts. Fragen nach der Wiedergeburt und anderem Unfug wich er stets aus. Erfunden hat er diese Legenden schon gar nicht, sie bestanden schon vor ihm.

Moderne Neurowissenschaftler oder Psychologen sehen in Buddha heute, was er schon damals tatsächlich war, nämlich der erste und wohl bedeutendste Psychotherapeut. Ihn beschäftigte die Frage, warum Menschen unglücklich sind. Seine Erkenntnis über die Ursachen dieses Gefühls beschreibt der Begriff Erleuchtung. Daraus leitet sich eine Methode ab, die man "Achtsamkeitsmeditation" nennt.

Bei ihr handelt es sich ausschließlich nur um ein Training unseres Geistes. Beobachtet man kommentarlos die Vorgänge in seinem Kopf, dann stellt man leicht fest, dass sich dort ein einziges Chaos abspielt. Ständig kommen neue Gedanken auf und verschwinden wieder. Manchen geht man nach, anderen nicht. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie einen genau von dem Moment ablenken, der gerade ist. Unser Leben findet gerade jetzt statt, aber wir befinden uns fast immer geistig ganz woanders als gerade dort, wo wir wirklich sind. Die Gegenwart nehmen wir nur bedingt wahr, weil wir uns vom eigenen Autopiloten lenken lassen, um mehr Zeit mit Gedanken an alles Mögliche zu verschwenden. Wir leben also größtenteils unbewusst. Und das hat gravierende Folgen.

Uns überkommen Gefühle, über die wir nur schwer Kontrolle gewinnen können. Angst beispielsweise. Bei vielen Menschen steigert sie sich bis in eine Angst vor der Angst. Man fühlt sich ausgeliefert und glaubt schließlich nichts dagegen machen zu können. Nicht selten findet dieser Prozess ein tragisches Ende.

Unser Körper kommt durch viele kleine, aber ständig wirkende Belastungen des sogenannten modernen Lebens wie Krach, ständige Erreichbarkeit, Zeitnot oder das leidige Multitasking in Stresszustände, die wiederum eine Spirale zu noch mehr Stress und körperlichen Langzeitfolgen auslösen können. Will man solche Folgen rückgängig machen oder verhindern, dann muss man die Herrschaft über seinen Verstand zurückgewinnen und ihn dazu erziehen, zu machen, was man will, anstatt ihn sich ungehindert austoben zu lassen.

Allerdings ist das nicht ganz so einfach, denn unser Verstand ist ein raffinierter Geselle. Wenn wir das nämlich als Ziel ausgeben, wird er es nach Kräften sabotieren und dabei leider auch gewinnen. Nichts wollen und nichts tun – das ist, kurz und verwirrend gesagt, unsere Rettung. Für unsere kulturelle Prägung klingt das völlig absurd. Und das ist leider auch der Grund, warum viele Menschen damit entweder nichts anfangen können oder scheitern.

Unter „nichts tun“ versteht man die Achtsamkeitsmeditation und alle damit im Zusammenhang stehenden Ansätze. Sie werden in diesem Buch ausführlich beschrieben und hervorragend gelehrt. Im Gegensatz zu Büchern von Buddhisten geht der Autor ausführlich auf alle Probleme ein, auf die ein von der westlichen Kultur geprägter Mensch dabei trifft. Und außerdem fehlen glücklicherweise die vielen buddhistische Begriffe und der ganze entsprechende kulturelle Hintergrund, der den Kern des Ganzen für unseren Kulturkreis nicht wirklich herausarbeitet, dafür aber Esoteriker bedient.

Der Autor leitete eine amerikanische Stressklinik, in der innerhalb von acht Wochen ein Programm abgespult wird, das offenbar sehr hilfreich ist. Es besteht aus drei Komponenten: dem Body Scan, Yoga und einer Sitzmeditation, in der man nichts weiter tun muss, als den eigenen Atem zu beobachten und das Aufkommen und Verschwinden von Gedanken, die der eigene Verstand erfindet, weil ihm gerade fürchterlich langweilig ist. Sowie man sich an einen Gedanken heftet und ihn verfolgt, vergisst man das Beobachten des Atems. Da sieht man, wie unser Verstand arbeitet. Statt nun ärgerlich zu werden und das Ganze zu kommentieren, lässt man einfach los und beginnt erneut mit dem einfachen Beobachten. Erwartet man durch diese Übung mit der Zeit Fortschritte, steht man erneut auf verlorenem Posten. Wieder hat unser Verstand einen seiner Tricks angewandt und unsere Aufmerksamkeit an sich gezogen und gewonnen. Nichts tun bedeutet nur zu beobachten und nichts wollen keine Erwartungen zu haben, die man ständig überprüft. Das ist ungewohnt, aber anders geht es nicht. Einfach üben und nichts hinterfragen – das allein hilft.

Der Text ist in fünf Teile unterteilt: (1) Die Praxis der Achtsamkeit, (2) Die neue Sicht von Gesundheit und Krankheit, (3) Stress, (4) Praktische Anwendungen im Alltag, (5) Der Pfad der Achtsamkeit. Besonders im vierten Teil geht der Autor auf die üblichen Alltagsprobleme stressgeplagter Zeitgenossen ein, also auf Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Furcht, Angst und Panik, Essgewohnheiten, Umweltstress und anderes.

Das Achtwochenprogramm der Klinik wird an mehreren Stellen besprochen. Es beginnt zunächst mit dem sogenannten Body Scan. Dabei lenkt man die eigene Aufmerksamkeit mit dem Atem fließend durch seinen Körper und nimmt ihn so wahr. Ähnlich wie bei der progressiven Muskelentspannung fühlt man sich danach viel leichter und gelöster. Nach zwei Wochen beginnt die Sitzmeditation. Später dann kommen die im Buch kurz beschrieben Yoga-Übungen hinzu. Auch hier fehlt glücklicherweise das ganze esoterische Brimborium, mit dem Yoga oft begleitet wird. Die Übungen füllen während des Klinikaufenthalts mehrere Stunden aus. Im Alltag wird man das nicht durchhalten können. Doch tatsächlich reichen ein bis zwei Stunden täglich aus, wenn man dabei bleibt.

Nachweisbar kommt es mit diesen Übungen zur Beruhigung und Entstressung von Körper und Geist, was zu einer schrittweisen Gesundung führt. Unser Körper verfügt, solange noch Kraft in ihm ist, über eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit. Man muss ihm dabei eben nur helfen.

Dieses Buch ist wohl die beste Anleitung dazu. Allerdings wird man mit ihm allein bleiben, was die Sache im Gegensatz zu einem Klinikaufenthalt mit einer vorgegebenen Tagesstruktur nicht einfacher macht.

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