In eisige Höhen

von Jon Krakauer 
4,5 Sterne bei142 Bewertungen
In eisige Höhen
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Igelmanu66s avatar

Faszinierendes Thema, extrem spannend geschildert. Das lässt den Leser nicht kalt!

Christian_Woehls avatar

Spannend, packend, authentisch. Krakauers Bericht aus erster Hand lässt einen nicht los.

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Inhaltsangabe zu "In eisige Höhen"

Im Mai 1996 nahm der amerikanische Journalist Jon Krakauer an einer Mount-Everest-Expedition teil. Das Unternehmen endete in einer Katastrophe, fünf von Krakauers Kameraden kamen auf tragische Weise in einem peitschenden Schneesturm ums Leben, er selbst konnte sich mit letzter Kraft in Sicherheit bringen. Am Ende hatten zwölf Menschen ihr Leben verloren. Minutiös und eindrucksvoll schildert Krakauer den dramatischen Verlauf der Expedition. Er äußert sich kritisch über die Auswüchse des modernen Alpinismus mit seinen oft tödlichen Folgen, vermittelt aber zugleich einen Eindruck von der magischen Anziehungskraft und der Faszination des Bergsteigens.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492229708
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.04.2000
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    MiGus avatar
    MiGuvor 2 Monaten
    Ein dramatischer Augenzeugenbericht

    Kurze Inhaltsangabe
    Im Mai 1996 nahm der Journalist Jon Krakauer an einer Expedition auf den Mount Everest teil und erlebt dabei eine Katastrophe, bei der fünf seiner Kameraden bei einem Schneesturm ums Leben kamen.
    Er selbst konnte sich in Sicherheit bringen doch insgesamt starben 12 Menschen.

    Meinung
    Als im Mai die Katastrophe ihren Lauf nahm, erlebte Jon Krakauer hautnah die Geschehnisse. In seinem Roman „In eisige Höhen“, der ein Augenzeugenbericht ist, erzählt er von diesem dramatischen Ereignis und äußert sich teilweise auch sehr kritisch.
    In seinem Vorwort bemerkt der Leser direkt, wie wichtig es ihm ist, noch einmal dieses Erlebnis Revue passieren zu lassen, davon zu berichten, was ihn so belastet.
    Die Erzählung ist in Kapitel chronologisch mit Datum und Höhenmeter versehen, aufgeteilt.


    Der Autor berichtet nicht sofort über die Katastrophe, sondern lässt den Leser teilhaben an den Vorbereitungen dieser Expedition. So erinnert er sich an die anderen Teilnehmer, die sich teilweise selbst zurückerinnern und berichtet von zwischenmenschlichen Gesprächen, die damals stattgefunden haben.
    Er berichtet von der Faszination der Berge, das Glücksgefühl, wenn man erschöpft im Lager ankommt, die eisige Kälte, wenn man den Minusgraden ausgesetzt ist und die menschliche Anspannung untereinander in der Gruppe oder die, die andere Gruppen betreffen.
    Dies machte für mich diese Erzählung sehr bewegend, denn man weiß, dass einige dieser Personen den Berg nicht lebend verlassen werden.

    So ging es mir auch mit der chronologischen Aufteilung der Kapitel.
    Sie machen die Erzählung fesselnder aber auch beklemmender, denn man weiß, das tragische Schicksal kommt näher und näher …
    Diverse Fotoabbildungen begleiten die Erzählung und halfen mir persönlich dabei, das Basislager vorstellen zu können.
    Ein bisschen schwierig fand ich den verständlicherweise sehr emotionalen Schreibstil von Jon Krakauer, der zwischendurch auch kleine Wiederholungen beinhaltet.
    Da von diesem Schicksal sehr viele Menschen betroffen waren, tauchen in diesem Roman natürlich auch sehr viele Namen auf.
    Diese waren für mich schon teilweise schwer, zuzuordnen, doch zwischendurch verwirrte mich der Autor zusätzlich damit, dass er die Personen mal mit dem Vornamen ansprachen und einige Seiten später wieder mit dem Nachnamen.
    Andererseits ist es eben jener emotionale, sehr persönliche Schreibstil, der diese Erzählung dem Leser näherbringt.
    So ist es nicht verwunderlich, wenn man selbst emotional wird und um jeden verunglückten, trauert und sich über jeden Überlebenden freut.

    Fazit
    „In eisige Höhen“ ist ein dramatischer Roman, der von einem schrecklich tragischen Unglück berichtet und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt.
    Hätte diese Katastrophe verhindert werden können?
    Was verleitet Menschen dazu ausgerechnet diesen Berg bezwingen zu wollen?
    Ich selbst kann diese Faszination zwar nicht nachempfinden aber der Autor hat es zumindest geschafft, mich mit dieser Expedition zu fesseln und um jeden einzelnen Menschen zu bangen.










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    thiefladyXmysteriousKathas avatar
    thiefladyXmysteriousKathavor 10 Monaten
    In eisige Höhen...

    In eisige Höhen

    Vor einigen Wochen habe ich den Film „Everest“ (2015) gesehen und war absolut fasziniert von diesem Berg, der Geschichte rund um Rob Halls Expedition und dem Bergsteigen an sich. Der Film (auch wenn er viel kritisiert wurde) ist meiner Meinung nach sehr sehenswert. Anschließend habe ich recherchiert, was man für Bücher zu diesem Thema bzw. zur Tragödie am Mount Everest lesen kann und fand u.a. dieses Buch von Jon Krakauer in der Buchhandlung. Wer einen sehr detaillierten und meiner Meinung nach ehrlichen Bericht der Ereignisse lesen will, sollte zu „In eisige Höhen“ greifen.

    Inhalt

    Jon Krakauers packender Weltbestseller erzählt die Hintergründe zur Tragödie am Mount Everest.
    Mehrere Gruppen drängten im Mai 1996 auf den Gipfel. Darunter die um den erfahrenen neuseeländischen Bergsteiger Rob Hall sowie die »Mountain Madness Expedition« des US-Amerikaners Scott Fischer. Krakauer, Mitglied in Rob Halls Team, stand selbst auf dem Gipfel und erlebte danach hautnah Halls Todeskampf und den seiner Gefährten mit. Sein schonungslos offenes Buch ist ein Meilenstein der Bergliteratur und führte monatelang die deutschen Bestsellerlisten an.

     

    Meine Meinung

    Wie bereits gesagt finde ich das Thema der Mount Everest-Besteigungen unglaublich faszinierend und schaue mir gerne Dokus oder Filme dazu an und wollte nun aus erster Hand vom Journalist Jon Krakauer lesen, wie die Tragödie von 1996 zustande kam und wie er es erlebt hat. Wer sich mit dem Thema beschäftigt wird wissen, dass auch Anatoli Boukreev ein Buch zu den Ereignissen geschrieben hat und seine Darstellungen stark von Krakauers abweichen. Boukreevs Rolle bei der Everest-Tragödie wurde ja auch äußerst kontrovers diskutiert. Wer nun recht mit seinen Darstellungen hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich finde, dass Jon Krakauer journalistisch gesehen tolle Arbeit geleistet hat und sein Buch ist sehr selbstkritisch und ehrlich. Außerdem erfährt man viel über den Berg und seine Geschichte. Daher kann ich das Buch nur empfehlen und werde sicherlich aber auch einmal zu Boukreevs Buch greifen. Krakauer hat übrigens bei meiner vorliegenden Auflage ein Nachwort hinzugefügt, in welchem er den „Streit“ mit Boukreev thematisiert. Auch dieses Nachwort ist äußerst informativ und interessant.

    Eine solche Geschichte ist unmöglich zu bewerten, da man keine Sterne für eine Tragödie vergeben kann, aber wenn man den Schreibstil und die journalistische Arbeit des Autors betrachtet, dann möchte ich gerne 5 Sterne vergeben.

    An alle, die bei der Tragödie umkamen: Ruht in Frieden!

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Faszinierendes Thema, extrem spannend geschildert. Das lässt den Leser nicht kalt!
    Die Faszination des Bergs

    »Jeder, der einigermaßen bei Verstand war, hätte nein gesagt. Aber das konnte ich nicht. Denn etwas tief in meinem Herzen befahl mir zu gehen, und die Anziehungskraft des Everest wirkte auf mich stärker als irgendeine andere Kraft auf Erden.«

     

    Der amerikanische Journalist Jon Krakauer nahm im Mai 1996 an einer organisierten Besteigung des Mount Everest teil. Diese Expedition endete in einer Katastrophe, am Ende waren zwölf Tote zu beklagen.

     

    Mit dem Thema Bergsteigen habe ich mich bislang noch nie beschäftigt, kenne als Namen lediglich Reinhold Messner und ansonsten das, was man aus aktuellen Anlässen schon mal in der Presse liest. Nach diesem Buch bin ich um einiges schlauer.

     

    Jon Krakauer versteht es, zu erzählen. Da er im Wesentlichen berichtet, was er selbst erlebt hat, ist man als Leser ganz intensiv in der Handlung, scheint die Eiseskälte fast spüren zu können, die Verzweiflung und Angst wird greifbar. Genau wie die Faszination und die für den Nicht-Bergsteiger manchmal schwer nachvollziehbare Begeisterung für diesen Hochrisikosport. Die Vorkommnisse sind so spannend geschildert, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. Selbst wenn man um die Ereignisse von 1996 und damit um den Ausgang der Ereignisse weiß.

     

    Der Autor bemüht sich sehr, dem Leser zu erklären, was jemanden antreibt, der sein Leben riskiert, um den Gipfel eines Achttausenders zu bezwingen. Und es ist ja nicht nur das Risiko, sondern der potentielle Gipfelstürmer muss auch bereit sein, über Wochen hinweg unglaubliche Mühsal und Schmerzen auf sich zu nehmen. Da muss man nicht nur topfit sein, sondern auch eine ganz spezielle Geisteshaltung haben.

    Apropos topfit: Ein Thema, dem Jon Krakauer sich hier widmet, ist die Kommerzialisierung des Bergsports. Diese wird offenbar heiß diskutiert und scheint zu polarisieren. Sollte nur derjenige auf den Berg dürfen, der ihn auch alleine bezwingen könnte? Krakauer war Teilnehmer einer solchen Expedition und befasst sich im Rahmen seiner Aufarbeitung mit dem Pro und Contra.

     

    Ich schrieb gerade Aufarbeitung und genau das ist dieses Buch. Als Überlebender muss der Autor einen Weg finden, mit den schlimmen Ereignissen im Kopf weiterzuleben. Er versucht sich in einer Fehleranalyse: Was ist verkehrt gelaufen? Was hätte man anders machen müssen? Was war einfach unausweichliches Schicksal? Es geht um Fragen wie Risikoabwägung, Verantwortung und Mitmenschlichkeit. Er spart dabei auch nicht mit Selbstkritik, plagt sich mit Schuldgefühlen. Das machte den Bericht für mich sehr glaubwürdig.

     

    Auch an anderen Stellen gibt es kritische Worte. Beispielsweise wenn es um die Vermüllung der Berge geht. Es ist für mich ein schwer vorstellbarer Punkt, dass man sich in eine Region begibt, in der die Natur eigentlich „der Chef“ sein sollte und dann dort auf Müllberge stößt.

     

    Eine ganze Reihe von Fotos ergänzen den Bericht. Man sieht Bilder der Expeditionsmitglieder, Bilder der Verstorbenen. Man sieht sie aufsteigen, sieht schwer beeindruckende Fotos vom Everest – der Gedanke, so etwas mal mit eigenen Augen sehen zu wollen, will sich einem aufdrängen. Ich habe auch immer wieder eine Aufnahme angeschaut, auf der die Fundorte einiger Leichen bzw. die Punkte, an denen bestimmte Personen zuletzt gesehen wurden, eingezeichnet sind.

     

    Fazit: Faszinierendes Thema, extrem spannend geschildert. Das lässt den Leser nicht kalt!

     

    »Unglücklicherweise sind gerade jene, die darauf programmiert sind, Schmerzen einfach zu ignorieren und immer weiter gen Gipfel zu steigen, regelmäßig auch darauf programmiert, die Zeichen großer, nahe bevorstehender Gefahren zu übersehen. Dem entspringt ein zentrales Dilemma, in dem sich jeder Everest-Bergsteiger irgendwann befinden wird: Nur wer extrem motiviert ist, kommt durch, aber wer übermotiviert ist, findet möglicherweise den Tod. Darüber hinaus wird in Höhen über 8.000 Meter die Trennungslinie zwischen angemessenem Eifer und versessenem Gipfelfieber immer dünner. Kein Wunder also, daß die Flanken des Everest von Leichen übersät sind.«

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    Fleur91s avatar
    Fleur91vor einem Jahr
    Das Leben schreibt die tragischsten Geschichten

    Im Mai 1996 geschah ein großes Unglück auf dem Mount Everest, dass vielen Leuten das Leben gekostet hat. Darunter auch den erfahrenen Berführern Rob Hall und Scott Fischer. Beide Inhaber von Firmen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Bergsteiger auf den Gipfel zu bringen. Jon Krakauer war im Mai 1996 einer von ihnen. Ein Journalist, der in Rob Halls Team war und einen Artikel über diese Besteigung schreiben sollte. In diesem Buch verarbeitet er das Erlebte und beschreibt die Vorbereitungen der Expedition sowie den Ablauf der Gipfelbesteigung, in deren Verlauf mehrere Bergsteiger nach einem Wetterumschwung  ums Leben kamen.

    Ich bin eigentlich keine Leserin von Tatsachenberichten, aber dieser hier hat mich schon länger interessiert. Über das Unglück hab ich schon einiges gelesen und wusste schon grob bescheid über das, was bei der Gipfelbesteigung passiert ist.

    Das Buch lässt sich sehr gut lesen und reißt einen einfach mit, obwohl ich selbst auch nichts mit Bergsteigen zu tun habe.

    Wer sich für Bergsteigen oder dieses Unglück interessiert, der kommt an diesem Buch eigentlich nicht vorbei.

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    emilayanas avatar
    emilayanavor 2 Jahren
    Eine wahre, unglaublich erzählte Geschichte

    In eisige Höhen

     

    Genre: Drama / Tatsachenbericht

    Autor: Jon Krakauer

    Verlag: Piper

    Preis: 11€

    Seiten: ca. 400

     

    1.     Handlung: Jon Krakauers packender Weltbestseller erzählt die Hintergründe zur Tragödie am Mount Everest. Mehrere Gruppen drängten im Mai 1996 auf den Gipfel. Darunter die um den erfahrenen neuseeländischen Bergsteiger Rob Hall sowie die »Mountain Madness Expedition« des US-Amerikaners Scott Fischer. Krakauer, Mitglied in Rob Halls Team, stand selbst auf dem Gipfel und erlebte danach hautnah Halls Todeskampf und den seiner Gefährten mit.

    Jon Krakauer ist Journalist und macht eine geführte Everest Besteigung mit, die in einem großen Unglück endet.

    2.     Schreibstil: Da Krakauer ein Journalist ist, kann er sehr gut schreiben. Besonders hat mich die Gratwanderung zwischen Sachlichkeit und Geschichte fasziniert. Das Buch ist trotz der wahren Begebenheit und der recht unausgeschmückten Handlung unglaublich spannend. Man kann sich fast nicht losreißen.

    3.     Charaktere: Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben. Es gibt immer wieder Rückblenden, beziehungsweise „Lebenslüfe“ von erwähnten Personen. Krakauer bewertet die Leute um sich herum auch sehr streng, genauso wie sich selbst. Am ende des Buches werden auch die weiteren Schicksale der Personen erzählt. Das Buch ist sehr persönlich, denn man bekommt immer wieder kleine Einblicke in die Gedanken Krakauers. Er hat sich nie vollkommen vergeben, obwohl ihn selber keinerlei Schuld trifft. Krakauer kritisiert allerdings vor allem den russischen Bergführer Antoli Boukreev, der daraufhin sein eigenes Buch „Der Gipfel“ zu den Ereignissen auf den Everest im Jahr 1996.

    4.     Umsetzung: Manchmal haben die Rückblenden ein wenig das Tempo herausgenommen, was allerdings nicht weiter schlimm war, da vor allem diese sehr fesselnd geschrieben waren. Auch die Bilder in der Mitte des Buches fand ich sehr gut. Man hat fast schon eine Gänsehaut bekommen als man diese gesehen hat. Die Menschen, über die man vorher so viele Details erfahren hat, die Orte an denen die Fehler passiert sind. Manchmal, vor allem am Anfang des Buches hat man Charaktere leicht durcheinander schmeißen können, da es so viele waren, doch mit den Hintergrundgeschichten hat sich das bald gelegt.

    5.     Cover: Das Cover ist schlicht gehalten, aber passend.

    6.     Ende: Beim Ende des Buches möchte ich jetzt nicht die Katastrophe an sich bewerten, den „Höhepunkt“, sondern die kritische Auseinandersetzung Krakauers mit dem Erlebten. Er beschreibt, wie er danach noch mit Überlebenden geredet hat und wie er selber alles verarbeitet oder auch nicht verarbeitet. Besonders geht er auch selber in einem gewissen Maße kritisch mit seinem Buch um indem er „Hassbriefe“ Mit hineinnimmt. In diesem speziellen kritisiert eine Angehörige die Bewertung des Verhaltens. Allerdings fand ich das Nachwort, in dem es um Boukreevs Buch ging ein wenig übertrieben, allerdings auch nicht uninteressant. Man weiß natürlich nicht welche Sicht die korrektere ist, doch ich tendiere da stark zu Krakauers, Ich finde allerdings „nur“ als Buch gesehen ist „in eisigen Höhen“ ein unglaublich gutes Buch, was eine wahre Geschichte spannend erzählt.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:          35  / 40

    2.     Schreibstil:        15 / 15

    3.     Charaktere:       17 / 20

    4.     Umsetzung:        9 / 10

    5.     Cover:                  3 / 5

    6.     Ende                     8/ 10

     

                                                            87 / 100

     

    Gesamtwertung:   8,7 P

    Genrewertung:      9 P

     

     

     

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    rokats avatar
    rokatvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Fantastisch geschrieben, packend und lange nicht mehr loslassend...
    Ein fantastisches Buch

    Jon Krakauer beschreibt in seinem Buch die Geschehnisse am Mount Everest 1996. Geplant als Artikel über die Auswüchse des Massentourismus am Mount Everest, wurde aufgrund der tragischen Ereignisse, bei denen viele Menschen starben, ein ganzes Buch daraus.

    Zu Beginn beschreibt Krakauer die Vorbereitungen für die Expedition, charakterisiert seine Kameraden und wie man sich auf so einer Reise näher kommt und erzählt, wie die Bergsteiger sich immer mehr dem Gipfel nähern. Insbesondere für Bergfreunde ist das faszinierend, auch wie er die Einflüsse des Sauerstoffmangels und der extremen Verhältnisse am Berg schildert.

    Der Kern der Geschichte, die verhängnisvolle Ereignisse am Tag der Besteigung selbst beschreibt Krakauer unglaublich packend und so plastisch, dass ich manchmal die Bilder so deutlich vor mir gesehen habe, und oftmals eine Pause einlegen musste, weil mir das alles so nahe ging. Sogar geträumt habe ich von diesem Buch, und noch einige Tage immer wieder Szenen vor mir gesehen und darüber nachgedacht. Dadurch, dass Krakauer selbst dabei war, zusätzlich aber auch mit den anderen Expeditionsteilnehmern gesprochen hat, bekommt man ein Bild und kann sich selbst die Emotionen vorstellen, die in diesen Menschen gewesen sein mussten.

    Fazit: Ein geniales Buch, das fesselt und nicht so schnell loslässt - meiner Meinung nach aber nichts für schwache Nerven!

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Rezension zu "in eisige Höhen" von Jon Krakauer

    Puuuh.. Nicht schlecht..
    Das erste Buch, das ich nach dem Lesebeginn ziemlich schnell wieder auf den SuB getan habe, dann weiterlas und irgendwann nicht mehr aufhören konnte..
    Am Anfang kam ich so gar nicht in Jon Krakauers Buch hinein. Es war irgendwie langweilig (geschrieben). Aber irgendwann wurde es dann richtig krass und ich konnte es gar nicht mehr aus den Händen legen.
    Jon Krakauer erzählt offen und schonungslos seine Geschichte am Mount Everest - "die schlimmste Katastrophe, die sich je auf dem Dach der Welt ereignet hat".

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    Pelusas avatar
    Pelusavor 4 Jahren
    Das Dach der Welt und seine Schattenseiten

    Da ich ein großer Bergfan bin und selbst gerne in die Berge gehe, war es nur eine Frage der Zeit, dass ich auch mal ein Buch zu diesem Thema lese. Dieses Buch, mein erstes in Sachen Berge, ist hervorragend geschrieben und liest sich wie ein Roman, aber es ist ein Tatsachenbericht und angesichts dessen sehr traurig und schockierend zugleich. Ich habe mich zuvor noch nie mit dem Mount Everest und seinen Bedingungen beschäftigt und mit diesem Buch erfährt man vieles ohne ein Insider sein zu müssen. Wie lange man sich vorbereiten muss, welche Rahmenbedingungen nötig sind und wie es am Berg selbst zu geht. Die Frage wohin der ganze Müll geht, den allein eine Expedition verursacht. Denn es ist inzwischen ein Massentourismus und Geld spielt hier anscheinend keine Rolle. Das horrende Summen bezahlt werden um überhaupt den Berg besteigen zu dürfen, dass es sich inzwischen nur noch um ein lukratives Geschäft handelt und Menschen egal welchen Alters und welcher Kondition diesen Berg raufgeschafft werden. Das alles lässt diesen Berg in einen ganz anderem Licht erscheinen und zeigt das der Mensch meint alles "besitzen" zu müssen. Ein "Muss" für jeden Bergfan!

    Kommentare: 2
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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 6 Jahren
    Rezension zu "In eisige Höhen" von Jon Krakauer

    'Zwischen Qual und Vergnügen bestand ein dermaßen eklatantes Mißverhältnis, wie ich es noch auf keinem anderen Berg erlebt hatte.'

    Inhalt und mein Eindruck:
    Jon Krakauer wurde 1996 von der Zeitschrift 'Outside' nach Nepal geschickt, um über die Kommerzialisierung des Bergsteigens am Mount Everest zu schreiben. Er schließt sich einer geführten Tour an und steht schließlich selbst auf dem Gipfel. Doch dann geschieht eine Katastrophe: aufgrund eines Schneesturms sterben mehrere Mitglieder verschiedener Expeditionen.

    Jon Krakauer versuchte, die Ereignisse zu vergessen, doch die Everest-Besteigung hatte ihn völlig aus der Bahn geworfen, und er fühlte sich regelrecht gezwungen, die Erlebnisse im Detail aufzuschreiben, um das Trauma verarbeiten zu können. Das Buch ist das Resultat dieser 'Notwendigkeit', und so spürt man auf jeder Seite, wie stark sich der Autor mit dem Everest, der Geschichte seiner Besteigung und der Tragödie vom 10. Mai 1996 auseinandergesetzt hat. Es ist ihm durch diese detaillierten Beschreibungen gelungen, dem Leser den Berg und die Katastrophe von 1996 nahe zu bringen. Dabei ist das Buch sehr flüssig geschrieben und ist durch die Abbildungen und die Karte von den verschiedenen Stationen/Etappen sehr anschaulich. Krakauers Erläuterungen sind stets spannend, und so ist 'In eisige Höhen' nicht nur ein packender Bericht, sondern auch ein lehrreiches Sachbuch zu den Themen Bergsteigen und Mount Everest.

    Mein Resümee:
    Spannend, erschreckend, faszinierend. Sehr empfehlenswert.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "In eisige Höhen" von Jon Krakauer

    Jon Krakauer, Autor und Bergsteiger, hat im Mai '96 als Teilnehmer an einer 'kommerziellen' Mount-Everest Besteigung teilgenommen. Minutiös dokumentiert er die Expedition, die Teilnehmer, die Bergführer, den Berg und letztlich das Unternehmen, dass auf tragische Weise scheitert.
    Neben den unglaublichen Anstrengungen, derer es bedarf um einen 8.000er zu besteigen, kommen unwägbare Faktoren wie das Wetter und das Ego und die Charaktere der unterschiedlichsten Bergsteiger hinzu.
    Wäre es ein fiktiver Roman, man würde die Ereignisse vermutlich als zu phantastisch und überzogen beschreiben. Das Grausame ist, dass es sich überwiegend um Fakten handelt. Überwiegend, weil einige Dinge bis heute ungeklärt sind.
    Wer bereits andere Krakauer-Werke kennt (u.a. Into the wild), weiß, daß John Krakauer ausnehmend gut recherchiert und dass er die Gabe besitzt, die Leser mit seinen Dokumentationen zu fesseln. In eisige Höhen ist für mich sein bisher bestes Buch. Unglaublich dramatisch und In jeder Hinsicht atemberaubend.

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