Jon Krakauer In eisige Höhen

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Inhaltsangabe zu „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer

Das Drama am Mount Everest Mount Everest, 10. Mai 1996: Keiner der Männer, die zum Gipfel drängen, bemerkt den aufziehenden Schneesturm. Jon Kakauer, der als Journalist selbst zum Zeitzeugen wurde, schildert in seinem Millionenbestseller die bisher größte Katastrophe am Berg der Berge und die Sucht nach Erlebnissen, für die kein Preis zu hoch scheint. (Quelle:'Audio CD/20.01.2011')

Meiner Meinung nach ist es ein absolutes Must-Read-Buch für jeden, der sich für den Gipfel der Welt interessiert.

— NiWa
NiWa

eher ein Sachroman, dennoch sehr spannend, aber ich würde es wegen der vielen Charakter und Wechsel der Handlungsebenen eher lesen als hören

— Buchina
Buchina

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  • Das Drama am Mount Everest

    In eisige Höhen
    NiWa

    NiWa

    18. June 2017 um 09:27

    1996 hat sich am Mount Everest eine Tragödie ereignet, die mehrere Todesopfer gefordert hat. Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer war live dabei und verarbeitet in diesem Buch seine traumatische Erfahrung. Er zeigt, dass nicht der Mount Everest von Bergsteigern sondern die Höhenbegeisterten nach wie vor vom Berg bezwungen werden.Es handelt sich hierbei um ein Sachbuch mit subjektiven Tönen, weil Autor und Journalist Jon Krakauer die Ereignisse aus erster Hand schildert. Er beschreibt seine Erlebnisse, seine Sicht der Begebenheiten und geht auch darauf ein, dass es aufgrund des Sauerstoffmangels zu unterschiedlichen Wahrnehmungen der Ereignisse kommen kann. Daher ist es schwierig in diesem Zusammenhang von der einen absoluten Wahrheit zu sprechen.Die Wahrheit ist, dass der Mount Everest als höchster Berg der Welt nicht nur die größte Herausforderung für geübte Bergsteiger ist, sondern bereits jahrzehntelang als kommerzielles Ziel für wohlhabende Touristen herhalten muss. Dieser Entwicklung und ihren Folgen gibt der Autor genauso viel Raum, wie den Ereignissen von 1996. Dabei geht er auf die Problematik ein, dass sich Expeditionsführer in einer Zwickmühle befinden. Einerseits kann es keine Garantie für die Eroberung des Gipfels geben, andrerseits möchten sie natürlich zufriedene Kunden haben, weil ihr wirtschaftliches Überleben davon abhängig ist. So wird manches Risiko vielleicht schneller eingegangen, als es vernünftig ist. Dabei darf man nicht vergessen, dass viele dieser Everest-Touristen keine versierten Bergsteiger sind.Jon Krakauer hingegen sind Berge nicht fremd. Zwar hätte er nicht gedacht, dass er eines Tages am Everest stehen wird, dennoch bringt er Gipfelerfahrung mit. Dadurch hat er einen sachverständigen Blick auf den Ablauf und das Drama von 1996. Gleichzeitig geht er auf die Geschichte des Everest, große Namen und die Gier nach dem Gipfel ein, die kaum jemanden kurz vorm Ziel zur Umkehr bewegt.Der Mount Everest ist eine Herausforderung, der man sich bestimmt nicht oft im Leben stellt. Den Gipfel der Welt zu erklimmen, ist für viele Bergsteiger ein Traum, den es sich hart zu erkämpfen gilt. Krakauer schildert minutiös welchen Strapazen der menschliche Körper ausgesetzt ist. Es ist nicht nur Muskelarbeit, die hier gefordert wird, sondern man muss sich als Ganzes auf die Höhenluft einstellen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfallerkrankungen, schneidende Kälte, brütende Hitze, Schlaflosigkeit und permanenter Sauerstoffmangel sind nur einige Widrigkeiten, die es auf dem Weg zum Gipfel zu überwinden gilt. All dies beschreibt Jon Krakauer und geht anschließend auf die unglücklichen Umstände ein, die 1996 etliche Todesopfer am Mount Everest gefordert haben.Einziger Kritikpunkt ist, dass Krakauer über Bergsteiger und -führer namentlich richtig herzieht. Er beschreibt sexuelle Eskapaden oder unnötige Luxusgüter, die von Sherpas mitgeschleppt werden müssen und geht auf - seiner Meinung nach - mangelnde Vorbereitung mancher Bergführer ein. Es ist vollkommen in Ordnung, Schuldzuweisungen und Mutmaßungen auszusprechen, allerdings hätte er etwas subtiler vorgehen können.Sprecher Christian Brückner leiht auch Robert De Niro seine deutsche Stimme und so hatte ich das Bild dieses berühmten Schauspielers vor Augen, was doch recht passend ist. Die Tonqualität ist etwas merkwürdig, weil es klingt, als ob Jon Krakauer bei sich im Wohnzimmer sitzt und seine Erfahrungen auf Tonband spricht. Es hört sich wie eine alte Aufnahme auf Kassette an, was der Erzählung meiner Meinung nach hohe Authentizität verleiht.Für mich ist „In eisige Höhen“ ein authentischer Blick auf den Mount Everest. Ich habe mit hohem Interesse und großer Faszination den Begebenheiten rund um Gipfelstürmern, dem Berg und letztendlich dem Drama von 1996 gelauscht, mir dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, die Scherpas bewundert und den Kopf über manch risikofreudigen Expeditionstrupp geschüttelt. Meiner Meinung nach ist es ein absolutes Must-Read-Buch für jeden, der sich für den Gipfel der Welt interessiert und aus erster Hand erfahren will, wie sich dieses Drama ereignet hat.

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    • 10
  • Packendes (reales) Bergsteiger-Drama

    In eisige Höhen
    BuechermonsterBlog

    BuechermonsterBlog

    18. April 2013 um 18:36

    Jon Krakauer war einer von 33 Bergsteigern, die im Frühjahr 1996 den Aufstieg auf den Mount Everest wagten. Rückblickend berichtet der Journalist über den dramatischen Verlauf der Expedition, die schließlich 12 Menschen das Leben kosten sollte. Der amerikanische Journalist Jon Krakauer ist seit Kindertagen fasziniert von der Besteigung hoher Berggipfel, was nicht zuletzt auf die Freundschaft seines Vaters mit dem berühmten Bergsteiger Willi Unsoeld zurückzuführen ist, der in den 1960er Jahren der ersten amerikanischen Everest-Expedition angehörte. Im Erwachsenenalter geht Krakauer seiner Leidenschaft dann auch selbst aktiv nach und kombiniert seine abenteuerlichen Ausflüge mit seiner Tätigkeit als Autor, so schreibt er unter anderem für das Outdoor-Magazin “Outside”. Dieses beauftragt ihn 1996 mit einem Artikel, in dem sich Krakauer kritisch mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Bergsteigens am höchsten Gipfel der Welt auseinandersetzen soll. Der Journalist beginnt mit den Recherchen und kommt schließlich zu dem Entschluss, selbst den Everest zu besteigen, um aus erster Hand über die Thematik berichten zu können. Tatsachenbericht über das Drama am Mount Everest vom 10./11. Mai 1996 Nun ist Jon Krakauer zwar ein relativ geübter Kletterer, verfügt aber über keine größeren Erfahrungen im Extrem-Bergsteigen, wie es bei der Erklimmung eines 8000er-Gipfels eigentlich hilfreich wäre. Sein Auftraggeber finanziert ihm jedoch eine gut organisierte Expedition, die unter der Leitung des erfahrenen Bergführers Rob Hall zum Dach der Welt aufbrechen soll. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen kann: Kurz nach Erreichen des Gipfels wird die Gruppe von einem Wetterumschwung überrascht, der sehr schnell in einem heftigen Schneesturm endet. Beim folgenden hochdramatischen Abstieg kommen insgesamt 12 der 33 aufgebrochenen Kletterer ums Leben. Krakauer schreibt anschließend zwar den Artikel für das Outdoor-Magazin, doch um die Tragödie in seinem vollen Ausmaß schildern und verarbeiten zu können, hat der der Amerikaner seine Erlebnisse zudem im Buch “In eisige Höhen” verarbeitet. Über das Extrembergsteigen und den höchsten Berg der Welt Der Journalist beginnt seinen Tatsachenbericht direkt auf dem Gipfel des Mount Everest und nimmt den dramatischen Ausgang der Expedition gleich in den ersten Sätzen vorweg. Was nach einem fatalen Spannungkiller klingt, entpuppt sich jedoch schnell als kluger Schachzug, denn so hängt die Katastrophe im Folgenden wie ein Damoklesschwert über der Erzählung Krakauers und lässt mit dem Wissen über den dramatischen Ausgang so manche Schilderung ungleich folgenschwerer erscheinen. Jon Krakauer liefert anschließend eine detaillierte Aufbereitung der Ereignisse, beginnend mit dem Auftrag durch das “Outside”-Magazin und der Zusammenstellung der Expeditionsgruppe. Garniert wird das Ganze mit jeder Menge Hintergrundwissen über die Geschichte des Mount Everest, das der Autor immer wieder in kleinen Dosen an geeigneten Stellen einfließen lässt. Die zunehmende Kommerzialisierung des Mount Everest Die erste Hälfte konzentriert sich dabei weniger auf die Besteigung von 1996 selbst, sondern widmet sich zu großen Teilen dem Extrembergsteigen an sich. Krakauer setzt sich kritisch mit der immer stärker zunehmenden Kommerzialisierung der Everest-Expeditionen auseinander: Während in den Anfangsjahren noch ein gewisser Forscherdrang den Antrieb für die Bezwingung des 8848 Meter hohen Berges lieferte, ging es in der jüngeren Vergangenheit primär darum, möglichst viel Kapital aus dem Mythos “Mount Everest” zu schlagen. Der Berg entwickelte sich immer mehr zur Touristenattraktion für abenteuerlustige Wohlhabende, die mithilfe gut ausgebildeter Bergführer nahezu ohne Vorkenntnisse eine Besteigung des Berges in Angriff nehmen können – wie es strenggenommen auch Krakauer selbst getan hat, wenn auch “getarnt” als Recherchearbeit. Spannend, informativ und selbstkritisch Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass der Autor seine persönliche Rolle während der Expedition selbst sehr gut einschätzen kann und sich einer gewissen Teilschuld an der Katastrophe nicht entziehen will. Er geht mit sich selbst und seinen Mit-Kletterern durchaus hart ins Gericht und sucht nach Gründen, wie es zur Tragödie vom 10. und 11. Mai 1996 kommen konnte. Diese Nachbetrachtung ist trotz der subjektiven Erzählweise erstaunlich sachlich und sehr interessant, gleiches gilt für die Schilderung des eigentlichen Unglückes, die vorrangig den zweiten Teil des Buches einnimmt. Minutiös schilert Krakauer Auf- und Abstieg am Berg und liefert ein genaues Protokoll des Everest-Dramas. Hier kommt dem Autor seine journalistische Erfahrung merklich zugute, denn Krakauer schreibt spannend, informativ und sehr anschaulich, sodass sich der Leser fast selbst als Mitglied der Expedition fühlen kann. Gelegentlich etwas zu langatmig und detailbesessen, dafür aber mit tollem Sprecher Allerdings muss man auch konstatieren, dass sich gewisse Längen in der Erzählung nicht verleugnen lassen, zudem schweift Jon Krakauer gelegentlich ab und kommt wiederholt von Hölzchen aufs Stöckchen, was manchmal zu sehr vom eigentlichen Fokus der Geschichte ablenkt. Außerdem ist er an manchen Stellen vielleicht etwas zu detailverliebt, was für Kenner der Materie sicherlich interessant sein mag, den Kletter-unerfahrenen Durchschnittleser hin und wieder aber etwas überfordern dürfte. Dafür hat die Hörbuchversion des Sachbuches noch einen Trumpf in der Hand, denn diese wurde von Christian Brückner eingelesen, den man als deutsche Synchronstimme von Robert De Niro kennt. Dessen engagierte und mitreißende Lesung macht das Hören noch einmal ein ganzes Stück unterhaltsamer. Fazit: Packende Schilderung der dramatischen Everest-Tragödie, die neben einer fesselnder Erzählung jede Menge Hintergrundwissen bietet und dabei noch einen kritischen Blick auf die Entwicklung des Extrembergsteigens wirft.

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  • Rezension zu "In eisige Höhen" von Jon Krakauer

    In eisige Höhen
    Bri

    Bri

    22. January 2012 um 15:10

    Ab 8000 Metern Höhe ist jeder für sich selbst verantwortlich und kaum mehr zurechnungsfähig - eine eiskalte Gemeinschaftsrezension von Bücherelfe und Bri Bergsteigen alleine ist schon nicht ganz ohne, doch Extrem-Bergsteigen und das auch noch am Mount Everest ist mehr als gefährlich. Wer sich in dieses Abenteuer stürzt, darf alles sein, nur kein Abenteurer. Der Autor, Jon Krakauer, erhält von der Zeitschrift „Outside“ den Auftrag, einen Artikel zur Kommerzialisierung des Mount Everest zu schreiben. Aber Krakauer ist nicht nur Journalist sondern er war in der Vergangenheit auch ein leidenschaftlicher Bergsteiger. Und wenn er sich eines Themas annimmt, dann richtig. Also schliesst er sich nach längerer Vorbereitung einer Expedition an - einer Expedition, die in einem eiskalten Drama endet. Acht Menschen verlieren ihr Leben. Unter ihnen Scott Fischer und Rob Hall , beides ganz grosse Fische im kleinen Teich der Extrem-Bergsteiger-Community. Geführte Touren auf den Mount Everest mit all ihren Begleiterscheinungen - zu viele Menschen gleichzeitig auf dem Weg nach oben, Banalisierung des Berges und der Gefahr, Vermüllung - stoßen nicht bei allen Profi- und Extrembergsteigern auf Gegenliebe. Auch das Volk der Sherpa befindet sich hier im Zwiespalt, ist das Lastentragen für sie doch eine einträgliche Sache, doch andererseits ist der Mount Everest ein heiliger Berg, dessen Name auf tibetisch Mutter des Universums bedeutet, und die Sherpa sind auserkoren die Mutter des Universum zu schützen. Ein Dilemma, das dem Aberglauben Vorschub leistet. So sind auch die Ereignisse um den 10. Mai 1996 aus der Sicht der Sherpas behaftet von diesem Aberglauben. Atemlos hört man Christian Brückner zu, der die minutiös von Krakauer recherchierten und geschilderten Vorkommnisse und vor allem Versäumnisse des Tages, die in ihrer Summe unweigerlich in einem Drama enden müssen, grandios vor dem inneren Auge des Zuhörers erstehen lässt. Kann man den fatalen Wetterumschwung, den niemand hat voraussehen können, mit unangemessenem Verhalten am Berg erklären? Sicherlich nicht. Eines ist aber klar: 33 Bergsteiger hatten sich an diesem Tag gegen Mitternacht auf den Kräfte zehrenden Weg zum Gipfel begeben. Nicht alle werden ihn zeitig genug erreichen, um den Abstieg heil zu überstehen. Hörbücher zu rezensieren, ist keine einfache Sache. Während wir beim gedruckten Buch mit Post-Its bewaffnet gleich die entscheidenden Seiten markieren und am Ende diese nochmals ruckzuck hervorholen können, bleibt beim Hörbuch nurmehr die Erinnerung an das was da in unsere Gehörgänge gerauscht ist. Christian The Voice Brückner schafft es extrem gut, die schier unglaublichen Geschehnisse um den 10. Mai 1996 am Mount Everest zu lesen und in unserem Gedächtnis zu verankern. Er spricht so eindringlich und gefühlvoll, dass einem schon beim Zuhören die Kälte entgegenschlägt und die Erschöpfung der Expeditionsteilnehmer am eigenen Leib spürbar wird. Und auch wenn man schon zu Beginn des Hörbuchs weiss, dass am Ende ein Drama steht, hofft und bangt man mit allen Beteiligten mit. Und ganz nebenbei lernen wir einiges zum Thema Extrem-Bergsteigen. Fazit: Ein Hörbuch, das alles hat, was man sich von einem Hörbuch wünschen kann. Absolute Hörempfehlung!

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  • Rezension zu "In eisige Höhen - Das Drama am Mount Everest" von Jon Krakauer

    In eisige Höhen
    bücherelfe

    bücherelfe

    22. January 2012 um 10:52

    Eine eiskalte Gemeinschaftsrezension von Bücherelfe und Bri. Bergsteigen alleine ist schon nicht ganz ohne, doch Extrem-Bergsteigen und das auch noch am Mount Everest ist mehr als gefährlich. Wer sich in dieses Abenteuer stürzt, darf alles sein, nur kein Abenteurer. Der Autor, Jon Krakauer, erhält von der Zeitschrift „Outside“ den Auftrag, einen Artikel zur Kommerzialisierung des Mount Everest zu schreiben. Aber Krakauer ist nicht nur Journalist sondern er war in der Vergangenheit auch ein leidenschaftlicher Bergsteiger. Und wenn er sich eines Themas annimmt, dann richtig. Also schliesst er sich nach längerer Vorbereitung einer Expedition an - einer Expedition, die in einem einem eiskalten Drama endet. Acht Menschen verlieren ihr Leben. Unter ihnen Scott Fischer und Rob Hall , beides ganz grosse Fische im kleinen Teich der Extrem-Bergsteiger-Community. Geführte Touren auf den Mount Everest mit all ihren Begleiterscheinungen - zu viele Menschen gleichzeitig auf dem Weg nach oben, Banalisierung des Berges und der Gefahr, Vermüllung - stoßen nicht bei allen Profi- und Extrem-Bergsteigern auf Gegenliebe. Auch das Volk der Sherpa befindet sich hier im Zweispalt, ist das Lastentragen für sie doch eine einträgliche Sache, doch andererseits ist der Mount Everest ein heiliger Berg, dessen Name auf tibetisch "Mutter des Universums" bedeutet, und die Sherpa sind auserkoren die "Mutter des Universums" zu schützen. Ein Dilemma, das dem Aberglauben Vorschub leistet. So sind auch die Ereignisse um den 10. Mai 1996 aus der Sicht der Sherpas behaftet von diesem Aberglauben. Atemlos hört man Christian Brückner zu, der die minutiös von Krakauer recherchierten und geschilderten Vorkommnisse und vor allem Versäumnisse des Tages, die in ihrer Summe unweigerlich in einem Drama enden müssen, grandios vor dem inneren Auge des Zuhörers erstehen lässt. Kann man den fatalen Wetterumschwung, den niemand hat voraussehen können, mit unangemessenem Verhalten am Berg erklären? Sicherlich nicht. Eines ist aber klar: 33 Bergsteiger hatten sich an diesem Tag gegen Mitternacht auf den Kräfte zehrenden Weg zum Gipfel begeben. Nicht alle werden ihn zeitig genug erreichen, um den Abstieg heil zu überstehen. Hörbücher zu rezensieren, ist keine einfache Sache. Während wir beim gedruckten Buch mit Post-Its bewaffnet gleich die entscheidenden Seiten markieren und am Ende diese nochmals ruckzuck hervorholen können, bleibt beim Hörbuch nurmehr die Erinnerung an das was da in unsere Gehörgänge gerauscht ist. Christian -The Voice - Brückner schafft es extrem gut, die schier unglaublichen Geschehnisse um den 10. Mai 1996 am Mount Everest zu lesen und in unserem Gedächtnis zu verankern. Er spricht so eindringlich und gefühlvoll, dass einem schon beim Zuhören die Kälte entgegenschlägt und die Erschöpfung der Expeditionsteilnehmer am eigenen Leib spürbar wird. Und auch wenn man schon zu Beginn des Hörbuchs weiss, dass am Ende ein Drama steht, hofft und bangt man mit allen Beteiligten mit. Und ganz nebenbei lernen wir einiges zum Thema Extrem-Bergsteigen. Fazit: Ein Hörbuch, das alles hat, was man sich von einem Hörbuch wünschen kann. Absolute Hörempfehlung!

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  • Rezension zu "In eisige Höhen" von Jon Krakauer

    In eisige Höhen
    michella propella

    michella propella

    18. December 2009 um 12:35

    auf einfühlsame weise nimmt die stimme von christian brückner den hörer mit auf den gipfel des mount everest. der amerikanische journalist jon krakauer erfüllt sich im auftrag eines amerikanischen bergsteigermagazins einen lebenstraum, der als albtraum enden sollte: 1996 verunglücken durch ein unwetter mehrere expeditionen. dieses buch ist sein versuch, die ereignisse zu rekonstruieren und die hintergründe offenzulegen. fesselnd, überwältigend; auch für all jene, die nie einen fuß auf einen berg gesetzt haben oder setzen werden.

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  • Rezension zu "In eisige Höhen" von Jon Krakauer

    In eisige Höhen
    Melli2505

    Melli2505

    02. October 2008 um 23:21

    Ich habe mir das Buch als ungekürzte Lesung von Christian Brückner angehört. Die Geschichte hat eine Menge Emotionen in mir aufgewirbelt. Kopfschütteln, Wut, Mitleid... Ich kann kaum in Worte fassen, was ich da gehört habe. Sicher steht es uns nicht zu darüber zu urteilen, wenn wir noch nie einen Achttausender erklommen haben. Aber was bringt einen Menschen dazu, unbedingt auf solch einen Berg zu steigen?! Wenn man sich was beweisen möchte, warum muss man sein Leben derart riskieren?! Keine Ahnung. Wie gesagt, ich will nicht urteilen, aber die Fragen gehen mir nicht aus dem Kopf. Krakauer hat versucht, alle Informationen von der Expedition zusammenzutragen, um das Erlebte zu verarbeiten. Und er sagt ja auch gleich ganz zu Anfang, dass er sich nicht an alles korrekt erinnern kann. Er hat die Erinnerungen von den anderen Expeditionsteilnehmern gesammelt und mit all diesen Informationen das Buch geschrieben. Ich finde auch, dass er mit den anderen und besonders mit sich sehr hart ins Gericht geht. Ich mag noch nicht mal im entferntesten daran denken, wie ich in solch einer schier ausweglosen Situation gehandelt hätte. Noch dazu im dehydrierten Zustand und unter extremen Sauerstoffmangel. Es ist für mich unfassbar, dass trotz dieses verehrenden Unglücks (welches ja nicht das einige war!) weiterhin kommerzielle Expeditionen, mit Teilnehmern die noch nicht mal gute Bergsteiger sind, auf die höchsten Gipfel dieser Welt stattfinden. Trotzdem bekommt dieses Buch von mir 5 Sterne weil es so schonungslos ehrlich ist, und es vielleicht das Bergsteigen ein bisschen verändert hat. P.s. Ich liebe die Berge und das Bergwandern! Aber ich bleibe doch lieber in den Alpen, vorzugsweise im Montafon

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