Mord im Auftrag Gottes

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Inhaltsangabe zu „Mord im Auftrag Gottes“ von Jon Krakauer

Als Allen Lafferty am Abend des 24. Juli 1985 nach Hause kam, war die Haustür abgeschlossen, und drinnen plärrte der Fernseher. Wenig später fand er seine Frau Brenda auf dem Küchenfußboden liegend - mit durchgeschnittener Kehle. Seine Tochter Erica lag reglos und blutüberströmt in ihrem Kinderbettchen. Ausgehend von diesem grausigen Doppelmord, zu dem sich Allens Brüder Ron und Dan Lafferty bekannten, untersucht Jon Krakauer den Ursprung religiösen Fanatismus. Die Laffertys sind Mormonen aus Utah, und ihr Prophet verbietet ihnen Fernseher und Zeitungen, Musik und Alkohol. Den Auftrag zu diesem Mord jedoch haben sie von Gott bekommen. Jon Krakauer schildert die Geschichte dieser erst 170 Jahre alten Religion. Mit heute elf Millionen Mitgliedern werden die Mormonen bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine der größten Religionsgemeinschaften der Erde sein. Diese glänzende Reportage zeigt, wie bedrohlich es sein kann, wenn Menschen glauben, einen direkten Draht zu Gott zu haben.

Jon Krakauer in gewohnter Qualität berichtet verwirrende Wahrheiten und gibt Einblick in eine "etwas andere" Religion!

— Wortteufel
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  • Netter charakterstarker Protagonist wird Opfer der LUFTSCHRAUBE.....

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    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    Lee Child, Jack Reacher.... vor zehn Jahren gefühlt hart an der Grenze der "politically incorrect"... Lösungsmodelle für zwischenmenschliche Konfilkte die eine stark körperbetonte Komponente beinhalteten. Jack Reacher der Antiheld im Amerika des George W. Bush. Diese Buch habe ich in einer Wanne geschossen. Lee Child kenne ich , Jack Reacher ist tough, der Bestellerhinweis des Spiegels hätte Warnung sein sollen. Vor zehn Jahren waren die Reacher-Romane Bückware, zumindest in einem -manchmal ZEIT lesendem- Umfeld. Ein zynischer, beinharter Held, mit einem militärischen Background, nicht der grosse Kommunikator, Träger des Gold-T-Shirts: Fuck you Marshall Rosenberg! Die ersten Romane waren erfrischend..... Immer wieder der einsame Cowboy, auf dem Weg ins Nirgendwo, ins Herz der amerikanischen Finsternis, ein Mann, seine Zahnbürste eine Mission. Jack Reacher, Reiseleiter in das Herz der amerikanischen "Bestie" unter der Herr schaft der Bushs. Zerstörer der Illusion des großen weiten Landes, der Heimat der Menschenrecht, Menschen die sich in der Sonne der Ostküstenliberalen sonnten..... Er hat uns wieder ein Stück Amerika gezeigt. Die Blaupause, der Idealentwurf des Lebens in ländlicher Idiotie/Agonie, dort weit Draußen im Westen... da wo Nebraska, Kansas und Omaha aufeinanderstoßen.... Abgesehen von einer ganz GROBEN Irritation über das wiederholte Auftauchen des Terminus der "LUFTSCHRAUBE" [Kampagne: deutsche Wörte in deoitsche Bücher] ist dieses Buch ein klassischer Reacher, nur mit dem Unterschied zu den anderen Büchern der Reihe, dass er SEX hat (mit der Frau eines Angehörigen der Nationalgarde, dem eine Sprengfalle -während seiner zweiten Dienstzeit im Irak - das Grosshirn zerfetzt hat); in der Reihenfolge DUSCHEN, S... haben, ESSEN, S.. Haben, DUSCHEN) und eine komplette Kleinstadt zerlegt.... Die Handlung in einem Satz? OK! Jack wird wegen Landstreicherei aufgegriffen, über die Countygrenze expediert und stösst in der Wüste auf die Leiche eines verdursteten jungen Menschen. Die Polizeikräfte der Kleinstadt "Despair" mögen ihn nicht wirklich, die Stadt selber ist Eigentum eines wiedergeborenen Christen, der an die Apokalypse glaubt und mit seinem Recyclingpark, in dem er für das Militär zerstörte Panzer verschrotten lässt, seinen persönlichen Beitrag zum beschleunigten Armageddon leisten möchte. Er benötigt hierfür das Uran, welches zur Panzerung der Fahrzeuge diente und zwanzig Tonnen TNT., welches er gegen Ende des Romans in einen Container verpackt nach New York oder L.A. verbringen möchte um dort eine "schmutzige Bombe" zu zünden. Deren Explosion (er packt auch einige iranische Autos in den Sprengkörper) soll die USA zu einem Vergeltungsschlag auf den Iran nötigen, der seinerseits wiederum den Staat Israel in eine nukleare Wüste verwandeln soll..... So der Temple und die Klagemauer verschwunden sind, kann der neue Messias auftreten?! Ich lasse mal offen, ob und wo die Bombe gezündet wird, ich erwähne nur am Rande, dass die "nette" Stadt namens HOPE von scheinbar jungen allein reisenden Frauen überschwemmt wird, die Reacher alle kennen lernt.... Das Setting hat etwas von Davis Lynch, hat etwas von "Wild at Heart", gibt es in dieser dichten engen geschlossenen Form vielleicht wirklich nur nikn den Staaten oder Kanada..... weit draussen im Nirgendwo.... Dass Buch enthält einige Perlen.... die gehen leider in den viel zu langen Landschaftsbeschreibungen und Wiederholungen unter..... Reacher philosophiert über das Verhältnis von Nation und Soldaten, über Pflicht und Gehorsam und kommt am Ende zu der Einsicht, dass manchmal für die Entscheidung zu desertieren mehr Mut erforderlich ist, als für ein stumpfes "Augen zu und durch". Lieber Lee Child, für diesen völlig unerwarteten Aufruf zu zivilem Ungehorsam erhält der Roman den Punkt!!!!!  

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    • 6
  • 'Was für den einen Glaube ist, gilt dem anderen als Wahn...'

    Mord im Auftrag Gottes
    sabatayn76

    sabatayn76

    25. June 2013 um 21:13

    Inhalt: Im Juli 1984 findet Allen Lafferty seine Frau Brenda und seine 15 Monate alte Tochter Erica ermordet in der gemeinsamen Wohnung. Der Verdacht fällt sehr schnell auf Allens Brüder Ron und Dan, mormonische Fundamentalisten. Anhand der Morde entwirft Jon Krakauer ein komplexes Bild der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und bietet Einblicke in Überzeugungen, die Geschichte usw. der Mormonen bzw. der mormonischen Fundamentalisten. Mein Eindruck: Ich hatte mich bislang nur wenig mit den Mormonen beschäftigt und war beim Lesen ernsthaft erschrocken und entsetzt ob der bizarren Gedankenwelt und der obskuren Einstellungen der Mitglieder. Alles in allem ist Jon Krakauer ein sehr spannendes Buch gelungen, das fesselt, sich flüssig liest und sehr lehrreich ist. Ich habe durch 'Mord im Auftrag Gottes' sehr viel gelernt, fand den Detailreichtum von Krakauers Schilderungen jedoch bisweilen zu ausufernd und unnötig. Auch hat mir zuweilen der rote Faden gefehlt, und ich empfand das Buch als etwas unstrukturiert. Mein Resümee: Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Mord im Auftrag Gottes" von Jon Krakauer

    Mord im Auftrag Gottes
    Babscha

    Babscha

    Als Allen Lafferty am 24. Juli 1984 nach Hause kommt, findet er seine Frau und seine kleine Tochter ermordet in der Wohnung auf. Der Verdacht fällt schnell auf seine beiden älteren Brüder Dan und Ron, die nach ihrer Festnahme die Tat unumwunden zugeben und behaupten, auf Weisung Gottes gehandelt zu haben, der durch ihre Hand zwei Ungläubige vom Angesicht der Erde tilgen wollte. Die Beweggründe der unglaublichen Verbrechen werden klarer, nachdem bekannt wird, dass die beiden Fanatiker einem fundamentalistischen Zweig der Mormonen in Utah angehören. Der angesehene und hochinvestigative Journalist Jon Krakauer führt dem Leser in seinem interessanten und hervorragend recherchierten Buch die ganze teils abstruse Welt der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wie die Glaubensgemeinschaft der Mormonen mit vollem Namen heißt, und ihren diversen radikalen Splittergruppen vor Augen. In einem Zeitfenster von rund 170 Jahren berichtet er von den ersten Anfängen ihres Gründers Joseph Smith, einer äußerst zwielichtigen Gestalt, die etwa 1830 mit markigen Thesen und insbesondere einer vehement verfochtenen und bis ins Extrem auch vor- und ausgelebten Polygamie auf sich aufmerksam macht, von der bis heute wechselhaften Geschichte der Kirche unter verschiedensten machtgetriebenen Führern, die ihre Handlungen und Aussagen immer auf so genannte Offenbarungen Gottes stützen, von den das Individuum extrem manipulierenden, unterdrückenden und beschränkenden Glaubengrundsätzen, wie auch vom andauernden inneren Kampf der Kirche sowohl mit ihren Abtrünnigen in den eigenen Reihen wie auch mit der US-Regierung selbst, mit der die Mormonen insbesondere wegen ihrer massiven Unterdrückung und Geringschätzung der Frauen seit Anbeginn in hartem Clinch liegen. Krakauer versucht auf Grundlage des ganzen geradezu abenteuerlichen Gedankenguts der fundamentalistischen Abspaltungen dieser Kirche, denen die Laffertys sich verschrieben hatten, den Brückenschlag zu den beiden Morden an deren eigenen Familienmitgliedern, um die Taten aus diesem Blickwinkel irgendwie erklärbar zu machen. Der Autor bleibt bei seiner gesamten Recherche stets sachlich und neutral und lässt insofern die Fakten selbst auf den Leser wirken. Eine gelungene Reportage, die den Blickwinkel für brandgefährliche extreme Glaubensrichtungen weit öffnet, vor der offensichtlich auch die zivilisierte westliche Welt nicht sicher ist, es auch nie gewesen ist.

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    • 2
  • Rezension zu "Mord im Auftrag Gottes" von Jon Krakauer

    Mord im Auftrag Gottes
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    17. October 2010 um 11:51

    Hier hat er wieder zugeschlagen. Eine Expedition in das Herzen der Finsternis, in rurale Peripherie im amerikanischen Westen, wo das exotischste eine Tomate auf einem "Hackfleischmedaillion im Teigmantel" darstellt. Éin Schwager tötet seine Schwägerin und deren Tochter. Soweit alles im grünen Bereich. Krakauer entwickelt ein Psychogramm des Täters und dessen sozialen Umfeldes. Was treibt Menschen in den transzendentalen Wahnsinn? Was veranlasst sie entweder Messdiener zu werden , oder unbotsmässige Schlampen in die Hölle zu schicken? Was ist das für eine "Black Box"- Mormonen? Polygamie, da war was, sind das nicht die netten jungen Männer in den Anzügen, die in Grossstädten Ersemester belästigen und einem Gespräche über Gott aufzwingen möchten? Krakauer entwirft eine Geschchte dieser Sekte, fokussiert die Brennpunkte des Ausweichen von religiösen Fundamentalisten vor dem protestantischen Mainstream. Die Flucht der Anderen vor den Jägern des "ewig Anderen". Das "us" gegen die "them". Dsa ganze mutiert leider gegen Ende zu einer religiösen Freakshow, die Tat bleibt singulär. Hier wird das Buch shr amerikanisch. Es richtet sich vorwiegend an Leser aus "gods own country". Schwächeln wir nicht schon manchmal, wenn Grisham die Unterschiede zwischen Methodisten und Quäkern beschreibt? Was ist das für ein Land auf der anderen Seite des grossen Teiches, in dem Rednecks mit selbstgebauten Düngerbomben Regierungsgebäude in die Luft blasen, Militias ubnd Minutemen Jagd aus alles machen, was irgendwie entfernt liberal oder so sein könnte. Was ist das für ein Land in dem Ärzte erschossen werden, die Abbrüche vornehmen? Hier klemmt dann das Buch ein wenig. Es verlüft auf amerikanischen Gleisen. Für europäische Leser hätten noch einige Dinge erläutert werden müssen, klar wir haben in Rom ein religiöses Oberhaupt einer grossen Sekte, welches für Amerikaner auch niocht immer nachvollziehbare Dinge selig- oder heilig spricht, aber schade eigentlich... Lieber Lektor, lieber Piper Verlag schautr doch mal, was originär Theme sind, die eher für den amerikanischen Binnemarkt tauglich sind, kürzt hier die Manuskripte, hängt einen Apparat an, und bringt mehr Titel wie "In eisigen Höhen"!

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  • Rezension zu "Mord im Auftrag Gottes" von Jon Krakauer

    Mord im Auftrag Gottes
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    08. October 2008 um 21:04

    Religiöser fundamentalismus - erschreckend anschaulich.