Jon Osborne

 3,6 Sterne bei 187 Bewertungen
Autor*in von Töte mich, Sieh dich um und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jon Osborne

Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783404168361)

Töte mich

 (141)
Erschienen am 16.08.2013
Cover des Buches Sieh dich um (ISBN: 9783404169719)

Sieh dich um

 (36)
Erschienen am 16.05.2014
Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783838768779)

Töte mich

 (8)
Erschienen am 22.07.2011
Cover des Buches Sieh dich um (ISBN: 9783838770659)

Sieh dich um

 (1)
Erschienen am 15.01.2015
Cover des Buches Kill Me Once (ISBN: 9780099550921)

Kill Me Once

 (1)
Erschienen am 13.01.2011

Neue Rezensionen zu Jon Osborne

Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783404168361)
Miiis avatar

Rezension zu "Töte mich" von Jon Osborne

schwache Umsetzung
Miiivor einem Jahr

Eine Reihe von Morden erschüttert die Bevölkerung. Schnell erkennt man ein Muster. Morde berührter Serienkiller werden kopiert und ihre Fehler, derentwegen man sie damals geschnappt hat, werden dieses Mal ausgebessert. Nathan Stiedowe verfolgt das Ziel, der perfekte Killer zu werden. Ihm auf der Spur ist die FBI Agentin Dana Whitestone, die mit allen Mitteln versucht, den Killer zur Strecke zu bringen ohne zu ahnen, dass sie etwas mit dem Killer verbindet.

Ich fand die Idee hinter diesem Buch faszinierend. Man kopiert bereits beinahe perfekte Morde und korrigiert sie um die Fehler, die damals dafür gesorgt haben, dass man den Mörder geschnappt hat. Mir fiel es nicht mal schwer zu begreifen, wie Nathan nicht eine einzige Kleinigkeit an den Tatorten zurückgelassen hat weil sein Perfektionismus und seine (offensichtliche) Zwangsstörung so offensichtlich dargestellt worden sind. 

Auch die Verbindung zwischen ihm und Dana hat sich sehr sehr langsam aufgeklärt. Man bekommt als Leser immer nur ganz wenige Happen, die einem so zusammenhanglos vorkommen und deren Ergebnis man im Grunde erst am Ende so richtig erkennt. Das hat Spannung aufgebaut, aber es hat hin und wieder dafür gesorgt, dass sich dieses Buch unglaublich gezogen hat. 

Ich fand auch generell den Einstieg sehr schwierig. Ich hab fast das halbe Buch gebraucht, bis ich einigermaßen in der Geschichte drin war und verstanden hab, was da eigentlich passiert. Ich verstehe, dass man ein paar Informationen zurückgehalten hat um das Buch spannend zu gestalten aber es waren doch ein paar Details zuviel, die man dem Leser vorenthalten hat.

Auch an Klischees wird sich hier stark bedient mit der Agentin Dana, die eine schwere Kindheit hatte, ein prägendes Erlebnis in ihrer Kindheit hatte, dass Sie dazu animiert Verbrechen zu jagen, natürlich deswegen die absolut Beste in ihrem Fach ist und auch gerne mal zur Flasche greift um von ihrem Alltag runterzukommen. Außerhalb dessen ist sie ziemlich leer und ich fand es relativ schwer, mit ihr als Charakter warm zu werden. Da hatte Nathan definitiv mehr Tiefe, wenn er auch immer wieder widersprüchliches von sich gegeben hat.

Insgesamt war das Buch nicht schlecht, aber nunmal auch nicht gut. Die Idee war definitiv gut aber die Umsetzung eher schwach.

Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783785760659)
lesehaeschens avatar

Rezension zu "Töte mich" von Jon Osborne

Ein blutiger Thriller
lesehaeschenvor 3 Jahren

Der knappe und etwas nichtssagende Klappentext hat mich neugierig gemacht, ebenso wie das schlichte Cover und der „krasse“ Titel.
Das Buch erzählt abwechselnd von der Jägerin, der FBI-Ermittlerin Dana, und dem Gejagten, dem Serienmörder Nathan. Bisher habe ich noch kein Buch mit so einer Konstellation gelesen und es war sehr faszinierend, diese zwei unterschiedlichen Perspektiven abwechselnd zu lesen. Durchmischt wird alles noch durch viele Rückblenden der beiden Hauptfiguren, wo wir sie noch näher kennenlernen und sie noch authentischer werden.
Vor allem Nathans Perspektive ist brutal und explizit. Man erlebt seine Morde hautnah mit, was ich als hartgesottene Thrillerleserin teilweise doch echt krass fand. Erschreckend ist dabei, dass er gar nicht so unsympathisch ist und man teilweise sogar mit ihm mitfühlt. Blut und Grausamkeit kommen hier auf jeden Fall nicht zu kurz. Auch das Tempo steigt mit jedem Mord: Viele Ortswechsel halten das Buch lebendig.
Am Anfang hatte ich kurze Zeit einige Schwierigkeiten, reinzukommen und am Ende bleiben doch einige Dinge unklar. Aber der größte Teil des Buches war rasant und packend.
Mein Fazit: Ein blutiger Thriller, der sich immer mehr zusammensetzt wie ein Puzzle und auf dramatische Figuren und explizite Brutalität setzt.
Ich vergebe für mein Lesevergnügen ⭐️⭐️⭐️⭐️!

Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783785760659)
Angelsammys avatar

Rezension zu "Töte mich" von Jon Osborne

Ist Rache ein Gericht, das kalt genossen werden will?
Angelsammyvor 3 Jahren

Nathan Stiedowe wie von großem Ehrgeiz angetrieben. Er möchte Richard Ramirez, den BTK - Killer, Richard Speck, den Son of Sam und John Wayne Gacys Verbrechen nachahmen, aber mit einem entscheidenden Unterschied. Die Fehler, die ihnen zum Verhängnis wurden, wird er nicht wiederholen. Er geht präzise und akribisch vor, geradezu unheimlich. 

Special Agent Dana Whitestone, Ende 30, Single, ohne Kinder, nur mit Kater Oreo lebend, arbeitet in der Außenstelle des FBI in Cleveland / Ohio. Sie jagt den Cleveland Slasher, der schon fünf kleine Mädchen auf dem Gewissen hat. Als ob diese Jagd nicht schon alptraumhaft genug wäre, findet sich am jüngsten Tatort ein Bild einer Hand, mit einem Pentagramm in der Innenfläche. Zuerst können sie das nicht zuordnen, aber als in Los Angeles eine ältere Frau ermordet wird, in genau derselben Weise wie Ramirez, der Nightstalker seinen ersten Mord beging, zieht der Fall erschreckende Kreise.

Dana ahnt noch nicht, daß sie quer durch die USA wird reisen müssen, immer darauf aus, den Killer zu schnappen. Sie argwöhnt schon bald, daß eine wie auch immer geartete Verbindung zum Serienkiller bestehen könnte. Aber sie kann sich nicht einmal in ihren düstersten Alpträumen ausmalen, wie diese ist und daß sie schon bald den heißen Atem des Killers im Nacken spürt. Wer ist nun Jäger, wer Gejagter? Und was ist der ganze Zweck dahinter? Denn der Killer hat einen Masterplan ..

Jon Osborne ist hier ein wahrhaft fieser Serienkillerthriller gelungen. Beide sind traumatisiert. Dana und Nathan, der in Finsternis wandelt. Die Kindheit beider war schlimm, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nur nach und nach enthüllt der Autor die Hintergründe von Danas Vergangenheit und ihrer Nemesis Nathan. Heißt er überhaupt Nathan? Gute Frage! 

Er schreibt in einem atemlosen, unmittelbaren Schreibstil, der einen direkt an die Nieren geht und die Nerven ordentlich beben läßt. Das Timing ist nahezu perfekt und was er über diverse Serienkiller schreibt, ist sehr gut recheriert. 

Sehr gewiefte Thrillerleser werden einen entscheidenden Twist vorhersehen, aber das tut dem Leseerlebnis keinen Abbruch, weil man dann erst recht wissen will, wie es weitergeht. 

Beide, Dana als auch ihr Antagonist Nathan sind im Grunde genommen gebrochene Menschen. Dana spricht dem Alkohol ein wenig zu sehr zu, was aber unter den Umständen nicht weiter verwunderlich ist. Nathan hat nicht nur eine grauenhafte Kindheit hinter sich, sondern mußte als junger Erwachsener einen weiteren unsäglichen Horror erleben, der etwas in ihn zerbrochen hat und ihn endgültig triggerte die Dunkelheit in sich auszuleben. 

Der Autor jedoch entschuldigt keineswegs die Taten Nathans. Er behält die Perspektive des neutralen Erzählers bei. Dana ist diejenige, die expressiv ihre Emotionen äußert. 

Die Spannung ergibt sich aus der Jagd auf den Täter, aber ebenso aus den Innenansichten verschiedener Finsternisse - Danas, bei der aber Hoffnung auf eine Dämmerung besteht und Nathans, der scheinbar in der ewigen Nacht verloren ist. 

Das Buch ist fesselnd und unheimlich bis zum Ende!

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