Jon Ronson So You've Been Publicly Shamed

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „So You've Been Publicly Shamed“ von Jon Ronson

From the Sunday Times top ten bestselling author of The Psychopath Test, a captivating and brilliant exploration of one of our world's most underappreciated forces: shame. 'It's about the terror, isn't it?' 'The terror of what?' I said. 'The terror of being found out.' For the past three years, Jon Ronson has travelled the world meeting recipients of high-profile public shamings. The shamed are people like us - people who, say, made a joke on social media that came out badly, or made a mistake at work. Once their transgression is revealed, collective outrage circles with the force of a hurricane and the next thing they know they're being torn apart by an angry mob, jeered at, demonized, sometimes even fired from their job. A great renaissance of public shaming is sweeping our land. Justice has been democratized. The silent majority are getting a voice. But what are we doing with our voice? We are mercilessly finding people's faults. We are defining the boundaries of normality by ruining the lives of those outside it. We are using shame as a form of social control. Simultaneously powerful and hilarious in the way only Jon Ronson can be, So You've Been Publicly Shamed is a deeply honest book about modern life, full of eye-opening truths about the escalating war on human flaws - and the very scary part we all play in it.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Shitstorms und was danach kommt - So You've Been Publicly Shamed

    So You've  Been Publicly Shamed

    N9erz

    11. May 2017 um 12:32

    Shitstorms und Public Shaming sind mittlerweile fast schon alltäglich im Internet. Anonymität, die Sicherheit der Massen und Interpretationsspielräume machen die Kommunikation im Internet einerseits zu einem sehr interessanten Medium, allerdings auch zu einem sehr gefährlichen. Denn oftmals wird das geschriebene Wort zu ernst genommen, die Message falsch verstanden und so schnell kann man sich gar nicht versehen wird der eigene Post zur Internetlachnummer oder gar zum Aggressions-Ziel. Doch was kommt danach? Was passiert nach dem Shitstorm und wie gehen Betroffene damit um? Das und einiges mehr um public shaming hat sich Jon Ronson angesehen. ----- Es könnte doch fast ein Wort der letzten Jahre sein - Shitstorm. Wer kennt sie nicht, beobachtet nur von außen oder ist live dabei. Ganz egal auf welcher Seite. Doch jetzt möge bitte jeder mal ehrlich zu sich selbst sein - wer denkt darüber nach was mit den angegriffenen Personen in weiterer Folge passiert? Wer würde die Dinge die er/sie im Internet sagt dem Betroffenen offen und von Angesicht zu Angesicht genauso sagen? Jon Ronson hat sich ein paar (extreme) Beispiele herausgesucht des public shamings. Autoren denen Lügerein in ihren veröffentlichten Büchern nachgewiesen wurden, Journalisten denen auf Grund von unbedachten sarkastischen Witzen Rassismus vorgeworfen wird oder auch Spaßfotos die im Internet komplett in den Dreck gezogen wurden. Von einer Seite betrachtet haben die Angriffe vielleicht immer ihre Art der Berechtigung, doch denk jemand daran, vielleicht mal genauer nachzufragen was dahinter steckt? Oder den Schreiber aufmerksam zu machen, dass die Wortwahl vielleicht nicht ganz so gut gewählt war? Kaum. Die Resultate die daraus folgen können sind schwerwiegend in den gefundenen Beispielen. Kündigungen, Umzug, Rückzug, finanzieller Ruin und fast schon Identitätsverlust. So weit kann public shaming die Betroffenen führen und das vielleicht nur durch ein Missverständnis. Es ist wirklich schon erschreckend diese Geschichten zu lesen, gerade weil aus so manch Mücke ein Elefant gemacht werden kann ohne das die angegriffene Intention dahinter stand. Oftmals kann man sich rechtfertigen was man möchte - wenn das Internet entschieden hat, dass ist das Urteil gefällt. Das Buch beschäftigt sich aber nicht nur damit was nach dem Shitstorm passieren kann, sondern auch damit wie die Betroffenen damit umgehen. Wie kommt man aus dem Dilemma vielleicht wieder heraus? Im besten Fall so unbeschadet wie möglich. Auf jeden Fall nicht sehr leicht, denn das Internet vergisst nicht. Nach dem Lesen von "So You've Been Publicly Shamed" muss ich zugeben mir so einige Gedanken über unsere Kommunikation und unseren Umgang im Internet gemacht zu haben. Es ist erschreckend zu sehen wie leicht die Massen hinter Anonymität und dem Gruppenzusammenhalt im Internet über so manche Grenze steigen. Ebenso wie man danach erst recht doppelt und dreifach überlegt was man im Internet postet und ob einem daraus nicht doch irgendwie ein Strick gedreht werden könnte weil es irgendwem in den falschen Hals kommt. Vielleicht versteht irgendwer meinen geschriebenen Sarkasmus irgendwann einmal nicht, vielleicht geht die versteckte Message in einem Post unter und das geschrieben Wort wir für gültig erklärt. Es kann so schnell gehen, und genau das ist man sich nach "So You've Been Publicly Shamed" auf jeden Fall bewusst. Wirklich empfehlenswert zu lesen und trotz des doch eher "trockenen" und harten Themas sehr flüssig zu lesen. Jon Ronson hat sich schon einige Gedanken gemacht und auf jeden Fall Augen öffnende Beispiele gebracht. Auch wenn es die sind, die für mich der einzige Minuspunkt sind - denn es sind fast schon zu viele Extremfälle. Hauptsächlich geht es um Personen die schon vor ihren Shamings zumindest öffentlich tätig waren und nur sehr selten um 0815 Menschne wie zum Beispiel mich. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Einsicht in das public shamin von nicht ganz so brenzligen Menschen gewünscht, was vielleicht auch ein wenig die Darstellung aller Shamin-Situationen entschärft hätte. Denn einerseits vergisst das Internet nie - es ist aber auch sehr schnell wieder gelangweilt und von etwas anderem abgelenkt. Was man jedoch auf jeden Fall mitnehmen kann: Einen respektvolleren Umgang miteineander - ganz egal ob von Angesicht zu Angesicht oder im Internet. Hinter jedem Posting stecken Menschen und ein Nachfragen wie Dinge gemeint waren oder ein Hinweis auf eventuell schlechte Formulieren kann hie und da nicht schaden. Nicht jeder schlecht formulierte und gepostete Witz outet sofort einen Rassisten, doch der Nachgeschmack bleibt hängen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks