Jon Ronson The Men Who Stare at Goats

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Inhaltsangabe zu „The Men Who Stare at Goats“ von Jon Ronson

Why are Iraqi prisoners of war being forced to listen to Barney the Purple Dinosaur's theme tune repeatedly, at top volume? Has the US army really enlisted the help of Uri Geller? This book searches for answers to these and other questions, revealing some of the beliefs at the core of the War on Terror. (Quelle:'Flexibler Einband/01.07.2005')
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  • Rezension zu "The Men Who Stare at Goats" von Jon Ronson

    The Men Who Stare at Goats
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    01. March 2010 um 19:53

    In den Siebzigern machte das Amerikanische Militär Geldmittel für ein sehr obskures Projekt locker. Das “First Earth Battalion”. Dieses Battalion war eine Gruppe ausgebildeter Soldaten die fähig waren mit purer Willenskraft ihren Widersacher zu stoppen, ihn kampfunfähig zu machen oder, die Königsdisziplin, den Aggressor nur durch konzentriertes anstarren zu Tode zu bringen. Außer dem Hellsehen und der Fähigkeit durch Wände zu gehen war das töten durch Gedanken nur einem einzigen Mann je wirklich gelungen. Und exakt den sucht der britische Journalist Jon Ronson in seinem Buch [i]The Men wo stare at Goats[/i] (Männer die auf Ziegen starren) doch muss er gleich am Anfang seiner Regerge feststellen das der sagenumwobene Ziegentöter selbst, vor Jahren, bei einer Militäroperation ums Leben gekommen ist. So bleibt Ronson nichts anderes übrig als sich mit dem Gründer des Battalions und ehemaligen Kollegen zu unterhalten. Die Einleitung und auch die Folgekapitel verlangen hier etwas Albernheit vom Leser. Meist bekommt man zu lesen das Jon sich mit jemanden in Verbindung setzt, der zwar plaudert aber dann nach einigen Minuten sagt das dies alles nur Gerüchte sind und in Wirklichkeit ganz wer anderer die Versuchsziegen gekillt hat. Dann wird eben der angerufen und auch der schwafelt wieder seinen Tant runter nur um am Ende anzumerken -aber in Wirklichkeit hat ja ein ganz anderer-. Das ist etwas zäh und die Feder des Autors mag nicht wirklich zu unterhalten. Infotainment auf wirklich sehr geringem Niveau. Aus den Versuchen des Earth Battalions ging damals ein knapp 160 Seiten starkes Handbuch hervor das, nach der Auflösung der Spezialeinheit, lange das einzige Zeugnis der Existenz der Truppe war. Darin fanden sich Ergebnisse von Versuchen verschiedenster Natur. Angefangen von Meditation über Beeinträchtigungen des Gegners mittels Kräutern und sonstigen Pflanzen bis hin zu Techniken von Kampfmönchen und, ja, Jedi Kriegern. Nun mag es so manch einen fast erstaunen das dieses Handbuch bis heute Einsatz findet, vor allem im Kampf gegen den Terror. Immer da wo die CIA oder das FBI Verdächtige Subjekte zur Kooperation bewegen will blättert man in der Fundgrube nicht tödlicher Techniken mit denen sich so nebenbei auch die Genfer Konvention umgehen lässt. Hier verbeißt sich Ronson vor allem in jener Technik in der versucht wird mit lauter Dauerbeschallung und irritierenden Lichteffekten (Stroboskop) den Willen eines zu Verhörenden zu brechen. Er nennt Beispiele aus Al Qa´im, Abu Ghuraib oder Guantanamo. Wobei er in England einen ehemaligen Insassen des Lagers in Guantanamo Bay traf und mit ihm sprach. Diese Passagen sind mit die interessantesten im ganzen Buch. Jon Ronson macht darin auch noch einen kurzen Schlenker zur Davidianer -Sekte, rund um David Koresh, bei deren Belagerung ihrer eigenen Kirche, 1993 in Waco (Texas), auf Grund des Fehlverhaltens der Behörden 86 Menschen in einem Flammensturm ums Leben kamen. Auch da versuchte man, mittels des Handbuches, die Sektenmitglieder zur Aufgabe zu bewegen. Im letzten Teil des Buches kramt der Schreiberling den Fall eines tödlichen Unfalles hervor in dem, angeblich, ein ehemaliger CIA Wissenschaftler aus dem 10ten Stock eines Hotels gefallen war. Über die Jahrzehnte hinweg hat der älteste Sohn des Verstorbenen nun versucht diesen “Unfall” aufzuklären und ist immer weiter in ein Netz voller Lügen und Intrigen vorgestoßen. Am Ende seiner Suche stieß der Mann dann auf Beweise dafür das sein Vater ermordet wurde…von der CIA selbst. Hier hebt Ronson nun total ab. Der Fall des ermordeten Wissenschaftlers datiert nämlich auf das Jahr 1953, also 20 Jahre vor! dem Earth Battalion und hat wirklich so rein gar nichts, aber auch wirklich nichts mit dem eigentlichen Thema des Buches zu tun. Zwar wird eine Versuchsreihe angesprochen in der sich Wissenschaftler der CIA im Selbstversuch Drogen verabreichten um zu prüfen ob wichtige Informationen aus dem Probanten zu pressen sind, und wenn ja unter welchen Drogen, aber eine Verbindung zum Handbuch der Jedi Krieger lässt sich hier kaum ausmachen. Auch die Aussage das ein damals (in den Fünzigern) höherer CIA Fuzi in den Siebzigern zum Earth Battalion gestoßen ist ist eher nur lapidar eingestreut. Viel mehr wirken die letzten Kapitel wie ein Freundschaftsdienst für irgend einen Bekannten der die CIA nicht mag. Das Buch ist für sich (als Sachbuch) schon sehr schlecht strukturiert aber dieser Beitrag zu den Drogenversuchen des CIA´s liest sich völlig Zusammenhanglos und wie aus einem anderen Buch. Unterm Strich ist dies hier nur eine grob zusammengeschusterte Anhäufung obskurer Tatsachen und Vermutungen die Ronson versucht wie einen Sack Flöhe zusammenzuhalten. Wer neue Erkenntnisse in der nicht tödlichen Kriegsführung oder gar Insiderberichte erwartet wird bitter enttäuscht. Einziger Lichtblick dürfte der anstehende Kinofilm mit selbigen Namen sein der, dem Trailer nach, Gott seis gedankt kaum bis gar nichts mit diesem schlechten Sachbuch zu tun haben dürfte.

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