Jon Svensson Nonni

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  • Abentheuer einer Schiffsreise

    Nonni
    grinselamm

    grinselamm

    24. August 2014 um 13:33

    Hintergrundinformationen: Das Buch wurde erstmals 1913 verlegt. Die Originalsprache ist deutsch. Es gibt insgesamt 12 Nonni-Bücher, die in 30 Sprachen übersetzt wurden. Jòn Svensson ging mit 12 Jahren im Herbst 1870 von seinem Heimatland Island zuerst nach Dänemark und später nach Frankreich zum Studieren. Ein reicher, französischer Adliger ermöglicht dies. Nach jahrzehntelanger Lehrtätigkeit musste Jòn Svensson seinen Beruf aufgeben und hat 1906 angefangen seine Geschichte aufzuschrieben. Es gibt 4 Bände, die in Island spielen. Zu den Erlebnissen mit seinem Bruder Manni gibt es einen Kinderserie und einen Kinderfilm. Buch und Meinung: In diesem Buch geht es um die Reise von Nonni (der Kindername von Jòn Svensson) von Island nach Kopenhagen. Es fängt man, wie die Mutter mit Nonni redet, dass Nonni vorgeschlagen wurde von einem franzöischen Edelmann ein Studium finanziert zu bekommen, der Jungen sucht, die fleißig sind und studieren wollen. Beide finden, dass dies einen große Gelegenheit ist, die man nicht abschlagen soll. Und so kommt es, dass Nonni mit dem Segelschiff Valdemar unter dänischer Flagge nach Kopenhagen mitreist. Er freundet sich mit dem Schiffsjungen Owe, dem Steuermann und dem Kapitän recht gut an, erlebt so einige Abentheuer, einen Sturm, den das Schiff schaukeln lässt, sie landen am Polarkreis zwischen Eisberge und kriegen es mit Eisbären zu tun. Dabei wird ein Matrose schwer verwundet, bekommt eine Blutvergiftung und meint, dass er sterben muss, wird aber noch gerettet. Am vermeindlichen Sterbebett begleitet Nonni den Matrosen, der ihm seine letzte Beichte erzählt. Hier kommt der spätere Priester bereits zum Tragen. Nonni betet so oft er dran denkt zu Gott, wie es ihm seine Mutter geraten hat. Denn, wenn er auch allein unter Fremden ist, Gott ist immer bei ihm. Sein Glaube ist für ihn wichtig und war es wohl bei vielen in der damaligen Zeit noch, aber es nimmt nicht Überhand. Man muss ihn einfach mögen, den Nonni. Er ist sehr aufgeweckt, freundlich, hilfsbereit und man hat das Gefühl, dass er noch nie etwas Böses gedacht hat. Er steht für die Schwächeren ein und hat ein offenes Ohr. Er ist aber auch gern alleine und hat eine kindliche Lust des Entdeckens in sich. Egal wie groß die Gefahr ist, er verliert nie den Mut. Jòn Svensson erzählt die Geschichte ja, als er schon erwachsen ist. Den Einzelheiten des Staunens tut das keinen Abbruch und man hat das Gefühl, dass er das Staunen sein lebenlang nicht vergessen hat. Die Sprache ist einfach, klar und etwas altmodisch für unsere Zeit. Doch es ist fast wie ein Lustwandeln durch die Sätze. Ein Beispiel: “Ich will dir aber sagen, wozu das ist. Bei den großen Stürmen kommt es zuweilen vor, daß die kleinen Schiffe sich so stark auf die Seite legen, daß die Wand zum Boden und er Boden zur Wand wird. Da hält man sich dann an dem gespannten Seil, damit man nicht umgeworfen wird.” Nun war es mir klar. Beim Lesen musst ich immer wieder schmunzeln und war ganz eingetaucht in die Geschichte. Bei so viel Güte wie dieser Junge hat, war ich oft gerührt. Ich werde wohl noch oft die Nonnis Welt abtauchen. Das ist wirklich wie eine Auszeit vom Alltag.

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