Jon Walter

 4.6 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Mein Name ist nicht Freitag, Jenseits des Meeres und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jon Walter

Mein Name ist nicht Freitag

Mein Name ist nicht Freitag

 (19)
Erschienen am 24.03.2017
Jenseits des Meeres

Jenseits des Meeres

 (7)
Erschienen am 02.10.2015
Close to the Wind

Close to the Wind

 (0)
Erschienen am 05.02.2015

Neue Rezensionen zu Jon Walter

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Rezension zu "Jenseits des Meeres" von Jon Walter

Ergreifend und sehr lesenswert
-nicole-vor 5 Monaten

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Ein Land mitten im Bürgerkrieg. Mit viel Glück hat es der zehnjährige Malik zusammen mit seinem Großvater zum Hafen geschafft. Dort steht das letzte Schiff, das noch Flüchtlinge aufnimmt. Doch der Preis für die Überfahrt ist viel zu hoch. Schaffen die beiden es trotzdem, an Bord zu kommen? Malik hofft sehr auf den Einfallsreichtum seines Großpapas – er kennt schließlich viele Zaubertricks. Und das er endlich seine Mutter wiedersieht – ob sie es rechtzeitig schafft?
Seine vielen Ideen und eine kleine Katze sorgen dafür, dass er nicht die Hoffnung verliert…wird am Ende doch noch alles gut oder ist es doch so aussichtslos wie von manchen Menschen befürchtet? Malik gibt nicht auf…

„Großpapa zupfte an seinem Bart. So viele Fragen und zu wenige Antworten. Er hatte sich bemüht, den Jungen nicht zu beunruhigen. Er hatte ihm Antwort gegeben, wenn ihm eine einfiel, und die eine oder andere hatte auch gestimmt.“
– Seite 35

Vor kurzem habe ich Jon Walters berührenden Roman „Mein Name ist nicht Freitag“ gelesen und war nun gespannt auf sein Debüt. In „Jenseits des Meeres“ geht es um einen zehnjährigen Jungen und seinen Großvater, die zusammen aus einem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land fliehen wollen. Am Hafen wartet ein großes Schiff, das Flüchtlinge aufnimmt. Schaffen sie es an Bord? Auch die Suche nach Maliks Mutter gestaltet sich schwierig. Doch Malik gibt die Hoffnung nicht auf und glaubt fest daran, sie am Hafen wiederzusehen…
Die Geschichte ist sehr berührend. Die Hauptfigur ist unheimlich gut ausgearbeitet – man fühlt und leidet mit dem Jungen. Auch die Entwicklung der Geschichte hält einige Überraschungen bereit. Der Schreibstil ist feinfühlig – gerade traurige oder auch herzliche Szenen werden unheimlich gut dargestellt. Einzig schade finde ich, dass am Ende noch einige Fragen offenbleiben – zwar sind es eher Kleinigkeiten, aber es wäre schön gewesen, da noch mehr zu erfahren.

Er ballte die Hand zur Faust und legte sie auf sein Herz. „Hier drin, Malik. Verstehst du? Du darfst die Hoffnung nicht verlieren.“ Maliks Herz ruhte steinschwer in seiner Brust. Aber es war noch Platz für ein bisschen Hoffnung. Wenn er Hoffnung schöpfte, konnte er es vielleicht aushalten. Er musste nur Geduld haben. – Seite 170

Mein Fazit: Ein ergreifender Roman, der von Flucht und Hoffnung erzählt. Berührend und mit viel Feingefühl erzählt Jon Walter die Geschichte eines Jungen, der seine Hoffnung nie verliert. Von der ersten Seite an fesselnd – trotzdem ist es eine leise Geschichte, die von einer schweren Zeit erzählt. Wieder ein Buch aus dem wunderbaren Königskinder-Verlag, das mir sehr gefallen hat – ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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Rezension zu "Mein Name ist nicht Freitag" von Jon Walter

Ein berührendes Buch mit einer starken Hauptfigur
-nicole-vor 7 Monaten

Die Hoffnung auf Freiheit…

Amerika, in den Jahren des Bürgerkriegs: Der 12-jährige Samuel lebt zusammen mit seinem kleinen Bruder Joshua in einem Waisenheim. Doch plötzlich wird alles anders: Samuel wird in die Sklaverei verkauft – dort wird ihm alles genommen, selbst seinen Namen darf er nicht behalten. Von nun an heißt er Freitag. Fest entschlossen, irgendwann zu seinem kleinen Bruder zurückzukehren fügt Samuel sich in sein neues Leben auf einer Plantage in Mississippi ein. Zunächst ist es nicht leicht für den Jungen, denn als Sklave hat er keine Rechte mehr. Zudem darf niemand wissen, das er lesen und schreiben kann – und vor allem nicht, dass er den anderen Sklaven von nun an Unterricht gibt. Schließlich rückt der Bürgerkrieg näher und die Hoffnung von Gerechtigkeit und Freiheit rückt in weite Ferne…

Sie nimmt meine Hand und drückt sie fest. „Sie haben dir einen neuen Namen gegeben, bevor sie dich verkauft haben. Oder?“ Ich nicke und sie tätschelt mir den Handrücken, so als hätte sie es schon immer gewusst. „Also, wie ist dein richtiger Name?“
„Samuel.“ So, jetzt habe ich es ausgesprochen. Es ist schon lange her, dass ich meinen Namen gehört habe, aber es fühlt sich gut an.
– Seite 151

„Mein Name ist nicht Freitag“ ist der zweite Roman des Autors Jon Walter und spielt im 19. Jahrhundert, zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs. Hauptfigur ist der 12-jährige Samuel, der plötzlich von seinem kleinen Bruder getrennt und als Sklave verkauft wird. In der Ich-Perspektive aus Samuels Sicht geschrieben, erfährt man hautnah, wie es ihm ergeht und wie er bald beschließt, sein Geheimnis mit den anderen Slaven zu teilen – denn er kann lesen und schreiben und gibt den anderen von nun an Unterricht. Diese Szenen werden eindrucksvoll beschrieben und man merkt die kleine Freude, die mit dem neuen Wissen einhergeht. Doch alles in allem ist dieses Buch eher traurig, denn das zentrale Thema hier ist die damalige Sklaverei. Es ist erschreckend zu erfahren das diese Menschen keinerlei Rechte hatten und immer nur einen Wunsch – die Freiheit. Auch mit dem Bürgerkrieg wird Samuel konfrontiert…
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben – neben Samuels aktuellem Leben auf der Plantage gibt es auch immer wieder kleine Rückblicke von Momenten mit seinem kleinen Bruder. Ob er ihn je wiedersehen wird? Sehr lesenswert ist auch das Nachwort, in dem Jon Walter beschreibt, wie dieser Roman entstanden ist und liefert noch einige Fakten zur damaligen Zeit.

„Mit zusammengekniffenen Augen starre ich ihn an und versuche, den Mann wiederzuerkennen, für den ich ihn gehalten habe. Er sieht noch immer stolz aus, aber da ist keine Freundlichkeit, wie ich erst angenommen habe. Keine Freundlichkeit und kein Sinn für Gerechtigkeit.“ – Seite 89

Mein Fazit: Ein sehr berührendes Buch, das die Geschichte eines Jungen erzählt, der plötzlich als Sklave verkauft wird. Es wird traurig und ergreifend, aber es gibt auch immer wieder Momente voller Hoffnung und kleine Erfolgserlebnisse. Doch es wird auch dramatisch, der Handlungsverlauf hält einige Überraschungen bereit. Ein wichtiges und sehr lesenswertes Buch.

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Losnls avatar

Rezension zu "Jenseits des Meeres" von Jon Walter

Brisante Thematik, leicht in Szene gesetzt
Losnlvor 8 Monaten

Ein Land im Bürgerkrieg. Eine Hafenstadt in Flammen. Nur ein einziges Schiff nimmt noch Flüchtlinge auf. Doch der Preis für die Überfahrt ist für die meisten viel zu hoch. Wie sollen Malik und sein Opa an Bord kommen? Und wird Maliks Mutter es rechtzeitig zu ihnen schaffen? Malik muss all seinen Mut zusammennehmen, damit ihm die Flucht gelingt. Sein Erfindungsreichtum, eine streunende Katze und Opas besonderer Zaubertrick sorgen dafür, dass er dabei nie die Hoffnung verliert. Ein erstaunliches und zutiefst menschliches Debüt über Krieg und Hoffnung, Flucht und Heimat – erzählt durch die Augen eines Jungen. 

Die Vorstellung sein Zuhause, Mutter, Freunde durch einen Krieg zu verlieren ist für mich unerträglich. Bei dieser Thematik setzt das Buch „Jenseits des Meeres“ von Jon Walter an. Malik und sein Großvater flüchten vor einem Krieg in ihrer Heimat. Der einzige Rettungsanker für die beiden, sowie für viele andere Flüchtlinge, stellt das Schiff Samariter dar. Jedoch ist ein Ticket schwer erhältlich und der Preis dafür ist für viele unerschwinglich. Dennoch gelingt es dem Großvater, seinen Enkel als Waisenkind auf dem Schiff unterzubringen. Malik kann es kaum begreifen was ihm geschieht und ist sehr unglücklich und besorgt. Doch in dieser schwierigen Situation verliert er nie den Mut und die Hoffnung, diese belastende Zeit zu überstehen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir recht leicht, was an dem einfachen Schreibstil liegen mag. Die Geschichte wird aus Maliks Sicht geschildert und konnte mich zunächst nicht wirklich greifen. Ich musste mir hin und wieder vor Augen führen, in welcher Situation Malik und sein Großvater sich befinden, um auch wirklich mitfühlen zu können. Als Flüchtling aus dem eigenen Land fliehen zu müssen, um dem Tod zu entkommen, ergriff mich emotional erst ab der Hälfte des Buches. Anfangs verstecken sich Malik und sein Großvater noch in einem Haus, doch dann gelingt es dem Großvater, Malik als Waisenkind auf das Schiff einzuschleusen. Ab hier muss sich der Junge allein behaupten und durchsetzen, was ihm durch seine Katze recht gut gelingt.

Malik war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er ist sehr liebenswert und hinterfragt sehr viel. Erst durch ihn erhalten wir einen Blickwinkel auf die Umstände und Erfahrungen als Flüchtling.

Leider ist diese ernste Thematik immer noch aktuell. Doch dem Autor Jon Walter ist es gelungen, dieses Thema mit Hoffnung und ergreifenden Momenten zu verknüpfen, ohne jedoch bedrückend auf den Leser zu wirken. Trotz vieler trauriger und bewegender Einflüsse, habe auch ich nie die Hoffnung verloren.

Fazit

Bei dem Buch „Jenseits des Meeres“ von Jon Walter, verfolgen wir die Fluchtproblematik aus Sicht eines zehnjährigen Jungen, der trotz Verlust, Sorgen und Ängsten, nie die Hoffnung auf ein besseres Leben aufgibt. Der Inhalt konnte mich emotional nicht ganz mitreißen, ist aber dennoch lesenswert. 

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