Jon Walter Mein Name ist nicht Freitag

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Inhaltsangabe zu „Mein Name ist nicht Freitag“ von Jon Walter

Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit.

Grrrrrrrooooooooooooßaaarrrtiiiiig!!!

— kathrineverdeen
kathrineverdeen

Wahnsinn! Ohne Worte" Ein Buch, das jeder lesen sollte!!!

— sweetpiglet
sweetpiglet

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  • Rezension zu "Mein Name ist nicht Freitag" von Jon Walter

    Mein Name ist nicht Freitag
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    18. May 2017 um 10:23

    Wie wertvoll Freiheit ist, erfährt man wahrscheinlich erst, wenn sie einem genommen wird. Damit meine ich nicht unbedingt, dass jemand eingesperrt oder in Ketten gelegt wird. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man jemanden in seiner Freiheit einschränken kann und einige wirken im Vergleich eher harmlos. Samuel die literarische Hauptfigur aus „Mein Name ist nicht Freitag“ wurde in eine Welt geboren, in der er jeden Tag aufs Neue gegen Rassismus, Diskriminierung und Verachtung zu kämpfen hat. Sein Glaube an einen gerechten Gott ist jedoch unerschütterlich, auch nachdem er in die Sklaverei verkauft wurde und fortan auf einer Plantage in Mississippi schwerste körperliche Arbeiten verüben muss. Auf der Plantage interessiert sich niemand für Samuels Wohlergehen. Es interessiert auch niemanden, dass er vorher ein freier Mensch war und lesen und schreiben kann. Auch nicht, dass Samuel einen kleinen Bruder hat, der darauf wartet, dass beide wieder vereint sind.In „Mein Name ist nicht Freitag“ von Jon Walter begleiten wir Leser einen Jungen auf einer für ihn sehr schwierigen Reise. Wir erleben, wie er von dem Rest seiner Familie - seinem Bruder - getrennt wird und bekommen eine Ahnung davon, wie es sich anfühlt, die eigene Identität zu verlieren. Wir durchleben mit Samuel schwere Zeiten auf den Feldern der Plantage und fürchten uns vor dem sich bedrohlich nähernden Krieg, der zugleich die Hoffnung auf Freiheit und ein Wiedersehen mit sich bringt.Es ist eines, wenn man harte Fakten und nackte Zahlen über den Amerikanischen Bürgerkrieg im Geschichtsunterricht vermittelt bekommt. Und noch ein anderes, wenn man durch die Lieblingsserie der Mutter den ersten sichtbaren Kontakt zur Sklaverei bekommt, welche nichts anderes ist, als ein romantisiertes Setting einer leidenschaftlichen und dramatischen Liebesgeschichte. Der Geschichtsunterricht hat mir ein sehr starres Bild und einen distanzierten Blick auf diese Ereignisse vermittelt. Die damalige Lieblingsserie meiner Mutter - „Fackeln im Sturm“ - hat meinen Blick auf die Geschehnisse während des Sezessionskriegs zusätzlich verklärt. Einen viel intensiveren und vielschichtigeren Einblick bekam ich durch Samuels Geschichte, denn er zeigte mir, wie ahnungslos und verblendet ich war.Erschreckend war es für mich zu erleben, mit welchem Hochmut viele Weiße in dieser Geschichte agieren. Für sie war es eine Tatsache, dass sie die wertvolleren Menschen sind und die Farbigen einfach nicht in der Lage für sich selbst zu sorgen, weil sie nicht die entsprechende Intelligenz besitzen. Ohne ihr Zutun wären sie längst verhungert. Wenn man sich bei all diesem Hochmut dann noch eine Religion zunutze machen kann, weil sich viele Aussagen anders deuten und auslegen lassen, braucht man auch keine Entschuldigungen mehr, weil man Menschen entrechtet, ihnen die Freiheit und die eigene Identität nimmt, um sie auf Plantagen zu knechten.Samuels Geschichte handelt aber nicht nur vom Verlust der eigenen Freiheit, der Sklaverei und dem Sezessionskrieg. Die Handlung lebt vor allem von seinem unerschütterlichen Glauben, der tief in ihm verankert ist. Samuel sieht in vielen Ereignissen eine neue Herausforderung, der er sich bedingungslos stellt. Und manchmal werden wir Leser Zeugen von kleinen Wundern und für diese Zeit unmögliche Freundschaften. Jon Walter hat mir mit „Mein Name ist nicht Freitag“ ein unerwartetes Lesevergnügen bereitet. Unerwartet, weil ich kein Liebhaber historischer Romane bin. Durch die Bildgewalt vieler so lebendig wirkender Kulissen, die Vielschichtigkeit der Themen und einer herausragenden literarischen Figur, konnte Walter mich für sein Buch gewinnen. Anfangs hatte ich jedoch einige Bedenken. Samuel ist dem Leser auf eine ungewöhnliche Weise sehr nah, deswegen hatte ich Angst vor verstörenden Ereignissen, die ich womöglich zu intensiv erleben würde. Doch Samuel ging sehr behutsam mit mir vor und durch seine Sicht auf die Welt und seinen festen Glauben, wirkten die Begebenheiten für mich nie zu bedrohlich oder hoffnungslos. Sehr überraschend empfand ich den Stil des Autors, denn ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, dass Jon Walter die Geschehnisse nicht bewertet. Vielmehr lässt er den Leser entscheiden, was richtig oder falsch ist, indem er Samuel seine Geschichte erzählen lässt. Die Sklaverei scheint überwunden doch der Rassismus ist geblieben. Aus diesem Grund sind Geschichten wie „Mein Name ist nicht Freitag“ so wichtig und ich möchte jedem dieses wunderbare Buch ans Herz legen.www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Grandioses Buch

    Mein Name ist nicht Freitag
    Lovinbooks4ever

    Lovinbooks4ever

    12. May 2017 um 21:57

    Kennt ihr den Film "12 years a slave"? Fandet ihr ihn auch so genial wie ich? Ja? Dann lest dieses Buch! "Mein Name ist nicht Freitag" handelt von einem dreizehnjährigen farbigen Jungen, der zu unrecht in die Sklaverei verkauft wird. In den USA gab es im 19 Jahrhundert in verschiedenen Staaten noch Sklaverei. Abraham Lincoln wollte die Sklaverei abschaffen und somit kam es zu einem Bürgerkrieg. Und genau zu dieser Zeit spielt das Buch. Samuel ist ein lieber Junger und ich mochte ihn von Anfang an unwahrscheinlich gerne. Er ist wohl erzogen und gläubig. Auch wenn er in einem Waisenhaus groß geworden ist, so ist er ein sehr anständiger junger Mann. Im Prinzip hat er sogar noch Glück, dass er von Gerald gekauft wurde. Denn als er auf der Plantage in Mississippi ankommt, merkt er schnell, dass hier nicht so ein strenger und rauer Ton herrscht, wie auf den anderen Plantagen. Hubbard wurde sogar noch nie ausgepeitscht und darauf ist dieser sehr stolz. Gerald möchte sich gerne mit Samuel anfreunden. Er ist im gleichen Alter und wenn er alt genug ist die Plantage von seinem Vater zu übernehmen, möchte er allen die Freiheit schenken. Sie sollen freiwillig für ihn arbeiten. Gerald ist so goldig und verspielt und dennoch hat er einfach die richtigen Ansichten. Das was den meisten Erwachsenen der damaligen Zeit leider fehlte. Der Schreibstil von Jon Walter ist flüssig und sehr einnehmend. Ich war sofort in dem Buch drin und die Seiten flogen nur so dahin. Die Charaktere, die er erschaffen hat sind alle toll und ich war immer wieder geschockt und erstaunt, was zu dieser Zeit alles schlimmes passiert ist. Der Film "12 years a slave" hat mich schon sehr berührt und genau diese Stimmung vermittelt auch dieses Buch. Es wühlt auf, es berührt und es unterhält! Ein Buch, welches aufwühlt und einen unterhält. Aussergewöhnliche Freundschaften und ein toller Protagonist machen "Mein Name ist nicht Freitag" zu einem wundervollen Leseerlebnis!5 von 5 Puntken für dieses wundervolle Buch!

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  • Mein Name ist nicht Freitag

    Mein Name ist nicht Freitag
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    28. April 2017 um 17:56

    Wie fasst mein Buch in Worte, welches eine der schlimmsten Zeiten der USA zeigt. Ein Buch, dass dem Leser entführt in eine Zeit, als nicht jeder Mensch das Recht hatte frei zu sein? Ich finde es unglaublich schwer zu beschreiben, wie ich "Mein Name ist Freitag" finde, was dieses Buch in mir auslöst. Da mir aber das Thema, und das Buch selbst, sehr wichtig ist möchte ich euch "Mein Name ist nicht Freitag" vorzustellen. In einer kurzen Vorgeschichte erfahren wir von Samuel, wie er und sein Bruder Waisen wurden. Nach einem Umzug ins Waisenhaus beginnt Samuels Geschichte. Samuel war ein interessanter und toller Protagonist, vor allem weil er ganz anders dargestellt wurde, als man es zunächst gedacht hätte. Er ist gehorsam gegenüber Gott, und besonders gut im lesen und schreiben. Diese Information scheint zunächst trivial, ist aber dennoch wichtig, denn "Mein Name ist nicht Freitag" spielt im Bürgerkrieg in den USA. Und zu dieser Zeit ist es nicht üblich, dass ein farbiger Junge schreiben und lesen kann. Eigentlich ist es sogar verboten, und es wird immer zu angezweifelt, dass Farbige dies überhaupt erlernen können, sind sie doch Menschen zweiter Klasse. Diese Thematik, Unterdrückung der Farbigen, zieht sich durchgängig durch die Geschichte, ist jedoch nicht der primäre Handlungsstrang, denn dieser beschreibt viel mehr, wie ein Junge in den Wirren des Bürgerkrieges versucht seinen Glauben an Gott und seinen Bruder wiederzufinden. Die historischen Fakten im Buch sind wirklich gut recherchiert und haben mir erneut schockierend vor Augen gehalten, wie grausam der Mensch sein kann. Allgemein schafft es Jon Walter durch die naiven Augen eines Kindes, und einem einfachen aber prägnanten Schreibstil, eine einprägsame und erschütternde Reise in die amerikanische Vergangenheit. Ich möchte nicht zu viel vom Ende verraten, dennoch muss ich sagen, dass ich einige Wendungen und Entwicklungen nicht vorhergesehen habe. Jon Walter wechselt in seiner Erzählung geschickt zwischen Raffungen und Dehnungen, so dass die kleinen scheinbar unbedeutende Momente viel mehr  Beachtung finden, da sie die Thematik des Buches wunderbar einfangen. Fazit: Man muss dieses Buch einfach selbst lesen um zu verstehen, was es zu etwas besonderem macht. Der Plot, das Setting, der Handlungsstrang und die vielen, kleinen Hinweise darauf, die die Menschenwürde zur damaligen Zeit keinen Wert hatte, machen dieses Buch zu einem Highlight. "Mein Name ist nicht Freitag" ist ein wirklich gut recherchierter, historisch-fikitonaler Roman, der durch vor allem durch seine Perspektive und seinen Schreibstil brilliert.

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  • Mein Name ist nicht Freitag

    Mein Name ist nicht Freitag
    juliaaholic

    juliaaholic

    19. April 2017 um 12:19

    Schon durch die anderen Titel des Programmes "Zweisamkeit" habe ich eine tiefe Liebe zu dem Königskinder Verlag entwickelt. Jedes Buch spricht ein Thema auf eine sehr bewegende Art und Weise an, sodass man nach dem Lesen erst einmal darüber nachdenken muss, um auch die Geschichte sacken zu lassen. Dennoch ist jedes einzelne Buch so etwas wie ein Unikat und ich war gespannt auf welche emotionale Reise mich "Mein Name ist  nicht Freitag" von Jon Walter mitnehmen würde.In diesem Buch geht es um den jungen Samuel, welcher entführt und als Sklave unter dem Namen Freitag verkauft wird. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi und muss erst einmal die strengen Regeln die dort herrschen lernen. Immerhin war er bisher ein freier Junge und hat noch nie die Peitsche bekommen, weil ihm das falsche Wort herausgerutscht ist. Samuel darf nicht einmal darüber reden, dass er Lesen und Schreiben kann, denn so etwas können Sklaven nicht. Doch mit dem Bürgerkrieg rückt auch seine Freiheit immer näher.Das besondere an Samuel war, dass er egal was für schlimme Dinge ihm geschehen sind, immer nur zu seinem kleinen Bruder zurück wollte. Seine Mutter ist damals bei der Geburt von Joshua gestorben und von seinem Vater hat Samuel keine Ahnung, wo er ist und deswegen liegt es an ihm auf seinen Bruder aufzupassen. Nichts war ihm wichtiger als zu seinem Bruder zurückzukehren und diesen in Sicherheit zu wissen. Das Buch ist auch sehr religiös gehalten, aber es passte, denn ich glaube, in so einer Situation braucht jeder etwas an das er glauben kann und vielleicht hilft es ja auch. Ich mochte es, dass Samuel sich in Teilen des Buches als Mose sah und auch wie schlau er für sein Alter schon geredet hat. Was mir also besonders an diesem Buch gefallen hat, waren die einzelnen Komponenten, die zusammengespielt haben und schlussendlich zusammen diesen wunderschönen, aber auch lehrreichen Roman hervor gebracht haben. "Mein Name ist nicht Freitag" hat mir auf sehr klare und realistische Weise gezeigt, wie ungerecht die Verhältnisse zwischen Schwarz und Weiß damals waren. Immer wieder habe ich den Kopf geschüttelt, weil ich nicht glauben konnte wie Mrs. Allen gehandelt hat, aber wenn ich in dieser Zeit gelebt hätte, dann wäre dies ganz normal für mich gewesen. Ich bin froh, dass sich die Dinge etwas geändert haben. Natürlich gibt es noch immer viel zu viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt, aber wenn wir mal genau nachdenken, dann sind wir doch alle gleich.Dieses Buch war intensiv und bewegend und ich werde wohl kaum noch etwas über dieses Buch sagen können ohne Euch zu Spoilern. Deshalb kann ich Euch nur raten das Buch so schnell es geht zu lesen, es lohnt sich wirklich!

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  • ein bewegendes Buch

    Mein Name ist nicht Freitag
    Pearsson

    Pearsson

    18. April 2017 um 15:28

    Zitate:"Joshua war schlecht, schon vom Tag seiner Geburt an, und Old Betty muss das gewusst haben, als sie ihm eins auf den Hintern gab." Seite 20"Und in diesem Augenblick stirbt ein kleines Stück von mir. Ich spüre, wie es mich verlässt, als ich die Stimme hebe. >>Freitag. So heiße ich.<<" Seite 48"Im Dunklen wird niemand sehen, wenn ich weine." Seite 99Meinung:Samuel und sein Bruder Joshua sind Waisen. Sie haben früh ihre Eltern verloren und leben im Waisenhaus. Doch auch hier hält das Leben so manche Prüfung für Samuel bereit. So gottesfürchtig, wohlerzogen und gut er ist, sein Bruder Joshua ist genau das Gegenteil davon, was die beiden bei Pater Mosely des Öfteren in Ungnade fallen lässt. Doch auch dadurch lässt sich seine Liebe zu Joshua nicht erschüttern. Selbst dann nicht, als er eines Tages dessen Schuld auf sich nimmt, damit Joshua nicht bestraft wird, und sich auf dem Weg zum Sklavenmarkt wiederfindet. Von nun an lautet sein Name Freitag und jegliche Rechte und Annehmlichkeiten scheinen für immer vorbei zu sein...Die Geschichte um Samuel spielt in Mississippi, zur Zeit des Bürgerkrieges. Dieses Thema hat der Autor gekonnt in Szene gesetzt. Mit jeder Seite, jedem Absatz und jeder traurigen Geschichte, kann man das harte Los der Farbigen in diesen Zeiten spüren. Das Leben gezeichnet von Demütigung, Verlust und Intoleranz nehmen sie alles auf sich, nur um zu überleben. Wobei "Leben" ein dehnbarer Begriff ist...In Samuels Fall hilft ihm einzig sein Glaube zu Gott dabei, stark zu bleiben und nicht die Hoffnung zu verlieren, dass er -wenn er nur auf dem richtigen Weg bleibt- irgendwie seinen Bruder Joshua retten kann. Obwohl dieser religiöse Aspekt glaubwürdig und geschichtlich gesehen natürlich korrekt ist, war das der einzige Punkt der Geschichte, den man für meinen Geschmack etwas hätte schmälern können. Samuels Glaube ist wie gesagt recht ausgeprägt und dementsprechend findet er sich auch ab und an im Zwiespalt zwischen Gut und Böse wieder. Ein paarmal weniger hätten es für mich auch getan ;)Als ich das erste Mal mit dem Thema Sklaverei in Berührung kam, war ich entsetzt darüber, wie menschenunwürdig "Menschen" sich tatsächlich verhalten. Ja, ihr habt richtig gelesen, ich schreibe im Präsens. Denn auch wenn es Sklaverei im ursprünglichen Stil offiziell nicht mehr gibt, ist Rassismus dennoch nach wie vor ein schwieriges Thema. Und auch heute ist die Einordnung von Menschen anderer Ethnien in unterschiedlich Klassen keine Seltenheit. Auch, wenn es vielleicht nicht ganz so offensichtlich erscheint, aber von einer tatsächlichen Gleichberechtigung kann in vielen Regionen der Erde noch immer nur geträumt werden... Macht euch das nicht auch traurig? Also mich schon. Aus diesem Grund habe ich auch schon immer ein Faible für "Geschichten" dieser Thematik. Und das, obwohl ich oftmals aus dem Unglauben und Kopfschütteln nicht herauskomme.Aber genau aus diesem Grund finde ich es auch so wichtig, solche Bücher zu lesen und anderen nahezubringen. Wenn sie es auch nur ein Stück weit schaffen, die Menschen etwas zu sensibilisieren, kann das nur hilfreich sein!Mein Name ist nicht Freitag ist ein bewegendes Buch voller Emotionen -guten wie schlechten-, unerwarteten Wendungen und Tiefgang. Eine klare Empfehlung.  

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  • Hier wird Geschichte sehr anrührend, authentisch und bewegend wiedergespiegelt !!

    Mein Name ist nicht Freitag
    BlueOcean8519

    BlueOcean8519

    17. April 2017 um 18:31

    Inhalt:"Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit."Meine Meinung:"Mein Name ist nicht Freitag" ist das erste Werk, welches ich vom Autor Jon Walter gelesen habe. Der Inhalt hat mich gleich angesprochen. Der Autor arbeitet hier ein wichtiges und trauriges Stück der (amerikanischen) vergangenen Geschichte auf. Sklavenhandel und vor allem die Tatsache, dass schwarzfarbige oder dunkelhäutige Menschen wie Vieh oder schlechter behandelt wurden, keine Rechte hatten, empfinde ich immer wieder als erschreckend grausam. Wie kann sich denn bitte herausnehmen, einen Menschen an seiner Hautfarbe zu beurteilen, zu messen? Noch schlimmer finde ich es, dass es durchaus auch einen aktuellen Bezug zu den heutigen Geschehnissen in der Gesellschaft hat. Vorurteile bestimmen so manch einen Alltag, Wertungen erlebe ich selbst auch bei der Arbeit immer wieder. Ich kann und will mich nicht so ein Verhalten einlassen, geschweige denn möchte ich es nachvollziehen können.Samuel, der Protagonist, dieses Werks, hat nicht einmal das Recht seinen eigenen Namen behalten zu dürfen, als er verkauft wird. Fortan wird er Freitag genannt. Er ist ein liebenswerter, intelligenter Junge, der eine schlimme Vergangenheit mit sich herumträgt und seinen jüngeren Bruder stets vermisst. Samuel fühlt sich für Joshua, seinen kleinen Bruder, verantwortlich und sein ganzes Handeln wird durch die Gedanken an ihn bestimmt. Ich habe Samuel sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ihm widerstrebt Gewalt bis aufs Äußerste und er lernt erst im Laufe der Jahre, wem er vertrauen kann. Dabei kann man sagen, dass es Freitag auf der Farm, auf der er arbeitet, noch recht gut angetroffen hat, denn die Besitzer gehen größtenteils noch "human" mit ihren Sklaven um. Jon Walter lässt Samuel/Freitag seine Lebensgeschichte selbst, aus der Ich-Perspektive, erzählen, was mir sehr zugesagt hat. Es fiel mir, trotz der grausamen Taten, nicht schwer mich auf seine Gedanken einzulassen. Ich hatte keine Probleme mich in ihn hineinzuversetzen. Der Autor hat es geschafft mich innerhalb weniger Seiten total an das Buch zu fesseln. Sein Schreibstil beschönigt die Lebensumstände von Freitag nicht, dennoch gibt es nur wenig Situationen, die ich als körperlich brutal empfunden habe. Die größten Verletzungen finden hier seelisch statt, schon alleine die Tatsache, dass den Sklaven soviel Misstrauen entgegengebracht und die Freiheit genommen wird, stellt Jon Walter sehr anschaulich dar. Die Handlung hat mich sehr berührt und bewegt, die Ungerechtigkeit hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Es ist ganz sicher kein Buch, welches man nachdem man es beendet hat, einfach so zur Seite legt und vergisst. Aber genau diese Nachhaltigkeit macht für mich ein wirklich gutes Werk aus, ich kann es Euch nur wärmstens empfehlen !!

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