Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

von Jonas Jonasson 
3,5 Sterne bei143 Bewertungen
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (76):
Mrs_Nanny_Oggs avatar

Sehr amüsant und unterhaltsam. Jonasson spielt mit seinen außergewöhnlichen Charakteren und einem nicht vorhersehbaren Plot.

Kritisch (21):
strickleserls avatar

Bleibt leider hinter den ersten beiden Büchern zurück

Alle 143 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind"

Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch 'Mörder-Anders' genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine 'Körperverletzungsagentur' mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …

Augenzwinkernd und respektlos nimmt Jonas Jonasson die menschliche Profitgier aufs Korn und hat mit Anders einen unvergesslichen Anti-Helden erschaffen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570585627
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:carl's books
Erscheinungsdatum:07.04.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.04.2016 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    strickleserlvor einem Monat
    Kurzmeinung: Bleibt leider hinter den ersten beiden Büchern zurück
    Eine Rechnung begleichen

    Jonas Jonasson ist bekannt geworden durch seinen Bestseller, „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Seitdem hat der schwedische Journalist weitere Bücher im selben Stil geschrieben. Das Muster seiner Bücher: Zufällig begegnen sich außergewöhnliche Menschen, und dann führt eins zum anderen auf ihrem ungewöhnlichen gemeinsamen Weg. Dabei ist die Handlung sowohl skurril als auch lustig, und auch an Spannung fehlt es nicht.

    In diesem Buch geht es um Per Persson, der als armer Rezeptionist in einem heruntergekommenen Hotel arbeitet. Als Mörder-Anders aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt er sich in diesem Hotel ein Zimmer. Dazu kommt eine enttäuschte Pfarrerin, Johanna, die von ihrer Gemeinde verjagt wurde und nun obdachlos ist. Johanna trifft Pers und hört von Mörder-Anders, der auf keinen Fall mehr morden will, und nun seinen Lebensunterhalt mit Auftrags-Körperverletzungen verdient. Da kommt sie auf den Gedanken diese Geschäftsidee auszubauen, und den Rezeptionisten und sich selbst am Gewinn zu beteiligen.

    Das Geschäft läuft gut, aber auf einmal interessiert sich Mörder-Anders für Jesus. Die Pfarrerin, die selbst voller Wut auf Gott und die Bibel ist, lässt ihn an ihre Zweifel teilhaben. Umso erstaunter ist sie, als Mörder-Anders beschließt ein neues Leben mit Jesus zu beginnen, und den Menschen nur noch Gutes zu tun.

    Eins führt zum anderen, und bald ist das Trio auf der Flucht vor einer Unmenge von Gangstern, die alle eine Rechnung mit ihnen zu begleichen haben. Gemeinsam durchleben sie Höhen und Tiefen, dabei sind Per und Johanna immer auf der Suche nach der besten Geschäftsidee.

    Wer die ersten beiden Bücher von Jonas Jonasson mag, wird beim Lesen dieses Buchs vermutlich enttäuscht sein. Die Erzählung zieht sich in die Länge, ohne dass viel geschieht. Das Lesen macht auch deshalb weniger Spaß, weil dieses Trio recht unsympathisch ist. Per und Johanna sind wegen ihrer Kindheit voller Hass und Wut auf alles und jeden. Sie suchen stets nur ihren eigenen Vorteil. Während die Wandlung von Mörder-Anders beeindruckend ist, scheint er meistens nicht so wirklich ganz da zu sein. Naiv und fast immer alkoholisiert folgt er dem geschäftstüchtigen Paar. Besonders störend beim Lesen ist aber die respektlose und geschmacklose Einstellung gegenüber Gott, dem Glauben und der Bibel. 

    Während es wirklich Spaß gemacht hat die ersten zwei Bücher zu lesen, ist dieses Buch leider eine Enttäuschung. Da kann man nur hoffen, dass Jonassons nächstes Buch wieder besser wird!

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    our-red-carpet-of-bookss avatar
    our-red-carpet-of-booksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein skurriles Trio, das jeder kennenlernen sollte.
    Auf geht die Reise mit Mörder Anders und seinen Freunden!

    ch habe schon sehr viel von Jonas Jonasson gehört. Als ich dann den Titel dieses Buches las, wurde mein Interesse sofort geweckt. 
    Ich bin ein Fan skurrilerer Protagonisten und Geschichten und wirklich alles in diesem Buch ist auf eine tolle Art und Weise total abgedreht und skurril.

    Zu Beginn des Buches erfahren wir die Geschichte von Per Persson, dessen Großvater eigentlich mal reich war aber aufgrund einiger ungünstiger Umstände blieb davon nichts mehr für Per Persson übrig also wurde er Rezeptionist in einem sehr zwielichtigen Hotel.

    Während seiner Mittagspause trifft er auf die Pfarrerin Johanna Kjellander, die ihm für eine Fürbitte 20 Kronen abluchsen möchte, ihm anschließend seine Brotzeit wegfutter und sich schließlich auch noch in sein Hotel einnistet.

    Und dann wäre da noch Mörder Anders, der nur 5000 Kronen vom Graf bekommt anstelle von 10 000, weil er seine Auftrag nicht richtig ausgeführt hat und diese Botschaft sollen ihm Per Persson und Johanna Kjellander überbringen.
    Dadurch ensteht auch die erste Geschäftsidee. Mörder Anders bricht im Auftrag Beine, Arme ... je nach Wunsch des Kunden und der Rezeptionist und die Pfarrerin verwalten das Ganze, doch schließlich wird Mörder Anders gläubig und eine neue Geschäftsidee muss her. 
    Wichtig dabei ist nur, dass sich die Geldbeutel der drei besonders schnell füllen...

    Mehr möchte ich Euch zum Inhalt gar nicht sagen, aber ich denke ich konnte Euch einen kleinen Einblick ich diese lustige ,skurille Geschichte geben.

    Der Schreibstil von Jonas Jonasson ist gewöhnungsbedürftig. Man braucht einige Zeit um in die Geschichte hineinzukommen, da er aus der Erzählerperspektive schreibt.
    Aber nachdem man in die Geschichte gefunden hat, ist das kein Problem mehr.

    FAZIT: Eine tolle Geschichte mit skurillen und liebenswürdigen Personen, die ich Euch absolut empfehlen kann. Von mir gibt es vier Sterne aufgrund des Einstiegs in die Geschichte, dieser ist mir doch sehr schwer gefallen.

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    haberland86s avatar
    haberland86vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein amüsantes Abenteuer, das mit aberwitzigen Ideen für unterhaltsame Lesestunden sorgt.
    Amüsantes Leseabenteuer, das leider nicht an die Vorgänger heranreicht

    Per Persson arbeitet in einem heruntergekommen Hotel als Rezeptionist. Bereits sein Großvater hatte das einstige Familienvermögen verjubelt, was er ihm auch Jahre nach dessen Tod noch immer nachträgt.
    Auch Johanna Kjellander hat das Leben übel mitgespielt. Die Familientradition sah für sie ein Leben als Pfarrerin vor, sodass sie auf Druck ihres Vaters seine Gemeinde übernahm. Doch Johanna glaubt nicht an Gott und wird nach einer fatalen predigt von den Gemeindemitgliedern davongescheucht. Seither tingelt sie als Obdachlose durch Schweden und bietet ziemlich erfolglos Fürbitten gegen Geld an.
    Johann Anderson hat beinahe sein ganzes Leben im Gefängnis verbracht. Angeblich hat er im Suff Leute ermordet, was ihm den Spitznamen Mörder-Anders einbrachte. Auch wenn er sich an seine angeblichen Taten nicht erinnern kann, glaubt er, dass die schwedische Justiz mit ihrer Vermutung schon Recht haben wird.

    Die schrägen Protagonisten des Romans ließen einmal mehr auf ein lustiges Abenteuer in typischer Jonasson-Manier hoffen, der mich mit seinen ersten beiden Büchern "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" und "Die Analphabetin, die rechnen konnte" bereits gut zu unterhalten verstand. Dies gelang ihm - zum Teil - auch mit "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind", das aber bei Weitem nicht an seine Vorgänger heranreichte.

    Auch diese, moralisch zweifelhafte, Geschichte, war wieder flott geschrieben und äußerst kurzweilig. Die ersten 50 Seiten gefielen mir äußerst gut. Leider entschlossen sich die drei Freunde dann dazu ein florierendes Unternehmen im Bereich Körperverletzung aufzuziehen. Sicherlich hatten die Opfer einen Denkzettel verdient, aber die ganzen gebrochenen Arme und Beine waren mir irgendwann zu viel. Selbst wenn es ganz amüsant war, wie Mörder-Anders und seine Freunde die gesamte Stockholmer Unterwelt an der Nase herumführten, während sie ihnen das Geld aus der Tasche zogen, war die Story bei weitem nicht so lustig, wie ich das von Jonas Jonasson gewohnt bin.

    Eines Tages findet Mörder-Anders zu Gott und weigert sich fortan die Aufträge seiner Kunden durchzuführen, womit das Knochenbrechen schließlich ein Ende nimmt. Den Kunden gefällt das natürlich überhaupt nicht und bald sind die dunkelsten Gestalten Stockholms hinter ihnen her. Sie fliehen in die schwedische Provinz und gründen eine Religionsgemeinschaft, die darauf basiert, die frommen Kirchgänger mit Wein abzufüllen, um ihre Geldbeutel zu öffnen. Während der dümmliche Ex-Mörder voll und ganz hinter seiner Sache steht und denkt, der Gemeinde durch die Verabreichung von Jesus' Leib und Blut den Weg in den Himmel zu ebnen, geht es der Pfarrerin und dem Rezeptionisten in erster Linie darum, sich selbst zu bereichern, da in ihren Augen nehmen seliger ist, denn geben.
    Es kommt, wie es kommen muss – eines Tages werden sie von den geprellten Gangstern aufgespürt, sodass sie einmal mehr die Flucht ergreifen müssen und wieder vor den Trümmern ihrer mühevoll aufgebauten Existenz stehen.

    Es dauert nicht lange, bis der Pfarrerin eine neue Geschäftsidee in den Sinn kommt. Da es kurz vor Weihnachten ist, soll Mörder-Anders sich als Weihnachtsmann verkleiden und arme, bemitleidenswerte Schweden beschenken,, wodurch die drei – wie soll es in diesem aberwitzigen Roman auch anders sein - ein Vermögen machen und bis an ihr Lebensende ausgesorgt haben.

    Fazit
    Ein amüsantes Abenteuer, das mit aberwitzigen Ideen und einem Augenzwinkern für unterhaltsame Lesestunden sorgt. Mir persönlich waren manche Ideen des Autors allerdings zu abstrus und realitätsfern. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und konnte wieder einiges über Schweden und seine Bewohner dazulernen. Dennoch war ich nach einem unbefriedigenden und langweiligen Finale nicht traurig darüber, das Buch schließlich zur Seite legen zu müssen.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Jonas Jonasson bei seinem nächsten Werk wieder zu alter Stärke zurückfinden wird.

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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    A
    Anna_Resslervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Viel Witz und sympathische Protagonisten
    Mörder Anders....

    Um es gleich vorweg zu sagen: Titel und Cover alleine hätten mich hier sicherlich nicht überzeugt. 

    Aber da ich "Der 100 Jährige der aus dem Fenster stieg und verschwand" sowohl in Buch- als auch in Filmform kenne und gut finde, habe ich hier zugegriffen. 
    Vom Klapptext konnte ich mir noch nicht richtig vorstellen in was für eine Richtung sich diese Geschichte entwickeln würde. 
    Ein Mörder, eine Frau Pfarrer und ein Rezeptionist als Geschäftspartner - hört sich doch vielversprechend an.  
    Durch den lockeren Schreibstil kommt man leicht in die Geschichte hinein. Die Protagonisten werden gut beschrieben und sie sind mir trotz ihrer manchmal zweifelhaften Einstellungen ans Herz gewachsen. Auch wenn Mörder -Anders mir schon ein bisschen zu sehr als Dummchen hingestellt wird. 
    Mit einer gehörigen Portion Witz werden ernste sowie auch skurrile Szenen geschildert. 
    Manchmal kam es mir aber trotzdem etwas langatmig vor.

    Insgesamt hat mir das Buch gefallen - konnte dem  100 Jährigen  aber -meiner Meinung nach- nicht das Wasser reichen. 

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    Sigismundvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Herrlich komisch, aber leider auch wahr
    Herrlich komisch, aber leider auch wahr

    Herrlich skurril und komisch ist auch der dritte Roman „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ (2016) des schwedischen Bestseller-Autors Jonas Jonasson (56), der 2016 bei carl's book als Hardcover und im September 2017 beim Penguin-Verlag als Taschenbuchausgabe erschien. Nach dem unvergleichlichen Erfolg seines auch verfilmten Erstlingswerks „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (2011) und dessen Folgeband „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ (2013) ist dies nun Jonassons dritter Roman in ähnlicher Erzählweise. Und wie bei allen Serien besteht auch hier die Gefahr der Routine und Gleichförmigkeit und beim Leser die Gefahr der Langeweile. Doch dem Schweden ist es tatsächlich noch einmal gelungen, auch mit diesem dritten Buch wieder zu begeistern. Vielleicht war auch der große zeitliche Abstand zu den Vorbänden ein Vorteil. Allein schon die Handlung und Jonassons anfangs dumm erscheinende, dann doch gewitzte Protagonisten lassen schmunzeln, sofern man nicht alles allzu ernst und wörtlich nimmt. Natürlich ist es im wörtlichen Sinne überhaupt nicht komisch, wenn Johanna, die gottlose und ständig fluchende Pfarrerin, und Per, der mit Gott und der Welt unzufriedene Rezeptionist eines zu einer Billigpension umgewandelten Billigbordells, gemeinsam mit dem brutalen Mörder Anders eine Knochenbrecher GmbH gründen, um mit Auftragsmorden reich zu werden. Doch Jonassons Figuren sind derart skurril und überzeichnet, andererseits so liebevoll beschrieben, dass man ihnen nicht wirklich böse sein kann. Im Gegenteil: Gerade im zweiten Teil des Romans, wenn alle drei, nachdem Mörder Anders zum Entsetzen seiner Geschäftspartner aus purem Zufall ein gottesfürchtiger Mann geworden ist, blitzschnell aus ihrer geschäftlichen Not eine „Tugend“ machen und ihre eigene Kirchengemeinde gründen, wird aus humiriger Fiktion fast traurige Realität, der Witz des Autors wandelt sich in Sarkasmus: Kennen wir doch alle jene Sekten unserer Welt, die tatsächlich nichts anderes im Schilde führen, als ihren Anhängern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie wollen wir es da dem vom Schicksal benachteiligten Pärchen Johanna und Per verübeln, dasselbe zu versuchen, um auch ein kleines Stück vom Glückskuchen abzubekommen? Man gönnt ihnen fast den Erfolg, wenn ihre Mitmenschen doch so dumm sind. Vordergründig mit Witz, aber hintergründig voller Sarkasmus verspottet der schwedische Autor so manche Fehlentwicklung unserer Gesellschaft, kritisiert unseren überzogenen Bürokratismus und überzeichnet menschliche Eigenarten, die uns so vertraut sind, bis ins Lächerliche. Andererseits erscheinen Jonassons Figuren aber doch so liebenswert, dass man weder dem Autor noch seinen Charakteren böse sein kann - selbst wenn sie morden. „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ist trotz des absurd langen Buchtitels ein überaus kurzweiliger Roman, der seinen Leser oft zum Schmunzeln bringen kann - vorausgesetzt, der Leser hat Sinn für Nonsens oder zumindest ein Fünkchen Humor.

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    Franzis2110s avatar
    Franzis2110vor 8 Monaten
    Amüsant aber schwächer als die bisherigen Bücher

    Wie immer eine vollkommen unrealistische aber amüsante Geschichte. Skurille und überspitze Charaktere, die das Buch genau zu dem unterhaltsamen Trip machen, das es ist. Dennoch war es für mich etwas schwächer als der Hundertjährige, da es mir ein bisschen zu lang wurde und diese typischen vollkommen wirren Verstrickungen fehlten. Mehr findet ihr hier: https://www.lovelymix.de/moerder-anders-und-seine-freunde-nebst-dem-ein-oder-anderen-feind-jonas-jonasson/

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    W
    wsnheliosvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Aufgrund der anderen Bücher das Autors hatte ich leider zu hohe Erwartungen. Aber kein schlechtes Buch.
    Aufgrund der anderen Bücher das Autors hatte ich leider zu hohe Erwartungen. Aber nicht schlecht.

    Inhalt: Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange.
    Mit Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand und Die Analphabetin, die rechnen konnte, hat Jonasson zwei großartige Werke geliefert. Dieses Buch hier steht diesen qualitativ in nichts nach, hat aber ein großes Manko, weshalb ich etwas enttäuscht zurück blieb. In Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand werden eigentlich zwei Geschichten erzählt, eine in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit, wo der Hauptcharakter auf witzige Art bei den bedeutendsten Momenten des Kalten Krieges dabei war. In Die Analphabetin, die rechnen konnte ist das gesamte Buch wie der Vergangenheitsteil im ersten Buch. Mörder Anders ist nun aber komplett wie der Gegenwartsteil im ersten Buch. Mir hat der Vergangenheitsteil beim Hundertjährigen sehr gut gefallen und dementsprechend auch die Analphabetin, der Gegenwartsteil hat mir hingegen nicht gefallen und daher genauso wenig dieses Buch.
    Wie immer ist das natürlich eine reine persönliche Geschmackssache. Ich finde, dieses Buch steht in seinem Schreibstil und Humor dem Gegenwartsteil vom Hundertjährigen in nichts nach, wem der also gefallen hat, wird auch hier seine Freude haben. Ich selbst habe erst sehr spät einige Momente witzig gefunden und gelacht. Das Buch hat sich eigentlich recht lang hingezogen, was halt darin liegt, dass dieser Humor mir nicht wirklich zugesagt hat.
    Der Plot selbst ist definitiv kreativ und auch spannend genug, dass ich bis zum Schluss gelesen habe, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Das Ende passt gut zum Buch und wer sich bis dahin gut unterhalten hat, wird damit auch zufrieden sein.
    Ich persönlich hätte mir wieder etwas Historisches erwartet, aber vielleicht geht der Autor ja im nächsten Buch wieder in diese Richtung.
    Fazit: Unter Vorbehalte empfehlenswert.
    >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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    Annejas avatar
    Annejavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte voller Überraschungen und schrägen Charakteren
    Wie ein Mörder zu Jesus fand

    Mein erster Jonas Jonasson wart gelesen. Eigentlich ich wollte ich die Bücher der Reihe nach lesen, da sie aber immer abgeschlossene Geschichten beinhalten, dachte ich mir doch einfach beim Neusten anzufangen. 
    Ich ging mit wenigen Erwartungen an das Buch und kam mit vielen wieder heraus, da ich selten solch eine Geschichte gelesen habe.
    Hier möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal von Randomhouse bedanken, die mir dieses Buch zukommen ließen. 
    So, dann wollen wir das Buch mal auseinander nehmen. 
    Viel Spaß.
    Eine interessante Geschichte? Anwesend. Humorvolle Szenen? Zu genüge vorhanden. Charaktere mit bleibenden Eindruck? An Bord. Tja, dann kann ja nix schief gehen. 
    Für mich leider doch. Denn auch wenn die Geschichte sehr ausgeklügelt war, so hatte sie an einigen Stellen einfach den Grad von humorvoll zu unglaubwürdig überschritten. Dies waren meist Stellen in denen einfach zu sehr übertrieben wurde. Auch konnte ich den Handlungen von Rezeptionist und Pfarrerin nicht immer folgen. Gerade die Situationen in denen sie Mörder Anders los werden wollten es aber nicht taten, konnte ich nicht immer nachvollziehen.
    Der Einstieg in das Buch und in die Geschichte gelang mühelos und sorgte dafür das ich bereits nach ein paar Seiten, das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Dies lag meist auch daran das man nie wusste wie sich die Geschichte weiter verändern würde, da die Charaktere im Buch immer neue Ideen an den Tag legten.
    Die Schreibweise des Autors sprach mich sehr an, da sie leicht zu lesen war und nur selten mit Fremdworten hantierte. Zudem sorgte der bereits genannte Witz für unterhaltsame Lesestunden. 
    Gerade die Darstellung von Schweden hatte für mich etwas anziehendes, da ich in diesem Land noch nie war. Auch die Beschreibungen ihrer Gesetze waren verblüffend und sorgten mit ihrer Auslegung für unterhaltsame Momente. Ob die Gesetze tatsächlich so bestehen, kann ich leider nicht sagen. 
    Allgemein ließ es sich der Autor nicht nehmen wichtige Orte, Gegenstände oder Personen sehr genau zu beschreiben. Damit schaffte er es spielend Bilder vor dem geistigen Auge zu ermöglichen. 
    Die 3 Hauptcharaktere im Buch waren eines der wohl ulkigsten Trio´s über die ich je etwas lesen durfte.
    Da wäre zum einen Per Persson, welcher zuerst in einem Freundenhaus an der Rezeption stand und später bei einem Hotel, wobei beide das selbe Gebäude waren. Per tat mir von Anfang an leid, da man ihn anscheinend ausnutzte. Besonders schön war bei ihm, das er im Laufe der Geschichte immer mehr aufblühte. Gerade zu Ende spürte man seine Lebenslust, die teilweise ansteckend war.
    Johanna Kjellander ist wohl mit die stärkste weibliche Charakterin, die ich je erlesen durfte. Gehasst von ihrem Vater, in einen Berufsstand gezwungen, aber eine Person mit Lebenswille. Wo findet man das schon? Tatsächlich ist ihre Geschichte sehr traurig und ich war fast froh sie nur stückchenweise im Buch wieder zu finden. Ihre Klugheit, ihre Ideen und ihre Ansichten sorgen dafür das die Geschichte seinem Lauf nehmen konnte.
    Johan Andersson, kurz gesagt Mörder Anders, würde ich nicht unbedingt als cleveren Mann bezeichnen. Tatsächlich hat er bereits Probleme damit rechts und links von einander zu unterscheiden oder gar zu zählen. Das dieser Mann zu Gott findet und nun statt Bier lieber Rotwein trinkt, da es mehr an Jesu Blut erinnert, war eine Geschichte voller Überraschungen. Zwischendurch wurde es mir aber hin und wieder zuviel mit ihm, da seine dauerhaft fehlende Schlauheit nicht nur für Unterhaltung sorgte.
    Eine wichtige Gruppe wäre noch zu nennen und zwar die Gangster, welche später hinter Mörder Anders her sind. Erst einmal sie selbst und dann ihre Diskussionen sorgten bei mir für einige Grinser. Sie sind nicht unbedingt die Hellsten, aber haben genug kriminelle Energie für drei in sich. Dies machte sie gefährlich, aber auch sehr unterhaltsam.
    Den Titel des Buches drei mal hintereinander, ohne Fehler, aufzusagen dürfte nur den wenigsten gelingen. Trotzdem war er sehr passend und wurde dementsprechend auffällig in Szene gesetzt. 
    Das Buch an sich fällt schon allein durch seine Hintergrundfarbe auf, erinnert dabei aber stark an seine Vorgänger, welche ebenfalls so ähnlich dargestellt wurden. Einzig die verschiedenen Farben und Tiere machen hier einen Unterschied.
    Eine Geschichte über Geld, Geld verdienen und Geld spenden. Wobei letzteres nicht immer so leicht von der Hand ging. Aber einen Mörder Anders widerspricht man nicht.

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    rike84s avatar
    rike84vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: ein gläubiger Mörder, eine ungläubige Pfarrerin und ein geschäftstüchtiger Rezeptionist verscherzen es sich mit der Unterwelt Schwedens..
    Einfach ein großer Spaß!

    Per Persson arbeitet in einem schäbigen Hotel, ist ständig pleite und hadert mit sich und seinem Schicksal. Zu allem Übel nistet sich dann auch noch Mörder Anders nach einem Gefängnisaufenthalt im Hotel ein. Als wäre das nicht schon schlimm genug, trifft er auf eine Pfarrerin, die wegen ihrer atheistischen Besinnung gerade gefeuert wurde und ihm zunächst Geld abnehmen will, dann nur sein Essen nimmt und schließlich auch in das heruntergekommene Hotel einzieht. Die Pfarrerin ist nicht dumm, Mörder Anders hingegen schon.Zunächst zu ihrem eigenen Schutz und später für einen guten Lebensunterhalt ziehen die drei wenig zusammenpassenden Charaktere dann ein einträgliches Business auf, wobei sie es sich leider mit der gesamten Schwedischen Unterwelt verscherzen. Als der Mörder dann seinen Glauben zu Gott entdeckt, während es den anderen beiden eher um die Liebe zum Geld geht, begibt sich das skurrile Trio auf eine abenteuerliche Flucht in einem Wohnwagen. Bis der Mörder dann zum Pastor wird..

     
    Stil, Machart, Meinung

    Schon das Buch „Die Analphabetin, die rechnen konnte“, hat mich mit einem ganz speziellen Humor begeistert. Dieses Buch ist schon einerseits ein riesiger Klamauk, andererseits aber auch eine Aneinanderreihung sehr intelligenter Sätze. Während der gesamten Lektüre hatte ich einfach sehr, sehr gute Laune und viel Spaß. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich beim Lesen grinste.

    Die Mischung machts! Dieses Buch ist nicht albern, sondern voll von einem Humor, der sich erfrischend anders und irgendwie schlau von der Masse abhebt. Neben recht überzeichneten Personen und Situationen fällt einem dann doch auf, wie lebensnah der Autor sein Umfeld beobachtet um es dann in dieser Art darzustellen.  Besonders gefallen hat mir in diesem Buch auch der Umgang mit dem Thema Glauben und Gott. Heute wird das Thema gefühlt viel zu ernst – oder gar nicht ernst genommen, und diese Herangehensweise finde ich ganz hervorragend, um mal ein bisschen Schwung in die Sache zu bringen.

     
    Der Plot ist tatsächlich auch gut gemacht, viele Verstrickungen lösen sich in der Geschichte schlüssig (bzw lustig..) auf und die Sache ist am Ende rund. Die Personen sind nicht strickt schwarz-weiß gezeichnet. Der Leser erlebt alles aus der Perpektive eines merkwürdigen Gauner- Trios und mag die Personen dann irgendwie doch.


    Fazit

    Ich bin eine Krimitante (/Thrillertante) und mir ist selten nach lustigen Romanen. Die Geschichten von Jonas Jonasson sind jedoch besonders. Die Bücher machen bei mir einfach wahnsinnig gute Laune und sind in einem einzigartigen Schreibstil verfasst, in dem jeder Satz irgendwie lustig, intelligent und mit viel Liebe gemacht wirkt. Ich habe zunächst überlegt, diesem Buch nur 4 Sterne zu geben, da „die Analphabetin, die rechnen konnte“ mich irgendwie noch einen kleinen Tick mehr begeistert hat. Dann habe ich mich allerdings unentschieden und vergebe schon wieder 5 Sterne – den dieser Stil und die Geschichte ist schon einzigartig und hebt sich so sehr von anderen Romanen ab, dass ich die Besonderheit einfach herausstellen und würdigen muss. Hach, wie schön..mehr davon!

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    Duffys avatar
    Duffyvor einem Jahr
    Der normale Wahnsinn aus Schweden

    Wenn ein Rezeptionist, der gar nicht Rezeptionist werden wollte, einem Mörder, der die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ein Zimmer vermietet, wenn eine Pfarrerin, die eigentlich nicht an Gott glaubt und ihre Gemeinde verlassen musste, verscucht, diesen Rezeptionisten übers Ohr zu hauen und dann trotzdem ein Hotelzimmer bekommt, dann fällt der Startschuss für eine Geschichte von Jonasson mit absurden Verzweigungen und skurrilen Abenteuern, denn die drei unterschiedlichen Charaktere schließen sich für eine geschäftliche Mission zusammen. Menschen sollen glücklicher und ihr eigener Geldbeutel dafür praller werden. Da die Geschäftspartner unterschiedliche Intelligenzquotienten haben, kann man auch keine einheitliche Vorgehensweise erwarten. So scheitern die ersten beiden Geschäftsmodelle, erst beim dritten scheint das Glück ein ständiger Begleiter zu werden.
    Auch im dritten Buch arbeitet Jonasson nach seinem bewährten Muster. Möglichst wundersame Menschen kommen zusammen und gehen ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam, der natürlich mit grotesken Erlebnissen gespickt ist. Warum sollte er diesen Rahmen auch verlassen, wenn er jedes Mal kraftvoll, mit viel Phantasie und dem gehörigen Quantum Humor seine Leser glücklich macht? Natürlich ist die Gefahr groß, wie seine Kollegen Paasilinna oder Sharpe im Laufe der Zeit abzuflachen, doch bei Jonasson sind noch keine Ermüdungserscheinungen sichtbar. Mit ungebremster Energie und diesmal mit ein paar schön versteckten Seitenhieben gegen die Kirche lässt er seine Figuren durch die Geschichte streunen und dürfte beim Schreiben selbst eine Menge Spaß gehabt haben.
    Gut für die Leser, die auch hier wieder ungetrübtes Vergnügen geniessen dürfen, inklusive herzhafter Lacher, wenn sich seine Helden in (fast) ausweglose  Situationen begeben. Unnötig zu erwähnen, dass auch dieser Roman nach einer Verfilmung schreit.

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