Jonas Karlsson Das Zimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Zimmer“ von Jonas Karlsson

Der moderne Mensch im Hamsterrad und seine Suche nach Glück Von unausstehlichen Kollegen umgeben, in ein Großraumbüro gepresst, kann Björn sein Glück kaum fassen, als er eines Tages ein kleines, geheimes Zimmer entdeckt. Ein Büro nur für sich, auf demselben Stockwerk, im Flur gleich neben der Tonne für das Altpapier und dem Aufzug. Hier drinnen sind das Chaos und die Enge der Bürowabenwelt vergessen, Björn hat plötzlich Spaß an seiner Arbeit. Alles wäre gut, gäbe es da seine Kollegen nicht. Die treibt Björns bizarres Verhalten fast zur Verzweiflung. Und zu allem Übel tun sie auch noch so, als existiere dieses Zimmer überhaupt nicht. Witzig und scharfsinnig beschäftigt sich Jonas Karlsson mit der Konformität in der modernen Arbeitswelt und mit der Frage, wie man als kleines Rädchen im großen Getriebe glücklich werden kann.

Das Buch hat mich sehr beschäftigt, es ist sehr symbollastig. Die Aussage des Buches finde ich jedoch fragwüdig.

— CocuriRuby

Ganz anders als erwartet, verwirrend und dennoch sehr gut! Absolute Leseempfehlung!

— hannipalanni

Super schräg und mitreissend!

— Geraldius

Das Buch ist gespickt mit sarkastischen Sprüchen und spielt mit der Phantasie des Lesers. Ein gelungenes Verwirrspiel.

— AgnesM

Wunderbarer Roman über Selbst- und Fremdwahrnehmung. Definitiv lesenswert!

— Nil

Björn kommt in eine neue Abteilung einer Behörde und findet ein geheimes Zimmer, das sonst keiner sehen kann.

— Mona87

Ein psychisch labiler Mann findet einen Rückzugsort vor den Kollegen und der Arbeitswelt. Kafkaesk.

— Gruenente

im Zimmer nichts Neues

— derMichi

Kafkaesk angehauchter Roman mit Schwächen

— bibliotaph

Eine bizarre Vision die beängstigend-verwirrende Mischung aus Konformität, Macht, Chaos und Entfremdung in der modernen Arbeitswelt.

— JulesBarrois

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    Das Zimmer

    CocuriRuby

    09. June 2017 um 14:07

    Der Schreibstil benutzt eine einfache, unemotionale Sprache. Es lässt sich gut und schnell lesen – ist letztendlich auch nicht sonderlich viel Text vorhanden. Der Protagonist ist ein sehr unangenehmer Mensch. Er ist fast schon pedantisch mit seiner akribischen Ordnung und detaillierten Tagesordnung, indem sogar die Toilettengänge nach Termin erfolgen. Eine Vorliebe dafür Dinge zu zählen ist ebenfalls vorhanden. Er ist ein fürchterlicher überheblicher Besserwisser – er korrigiert und verbessert alle um sich herum, die er sowieso für weit unterlegen hält (zumindest in Gedanken). Sozial ist er ziemlich unbeholfen – er kann auch nicht die Stimmungslage seines Gegenübers erkennen, geschweige denn nett oder umgänglich sein. Es verwundert also nicht, dass seine Kollegen ihn eher als Sonderling betrachten, zumal er von einem Zimmer redet, dass keiner außer ihm sieht. Es sei aber auch dazu gesagt, dass die Kollegen ebenfalls unangenehme Menschen sind. Sympathieträger lassen sich meines Erachtens im gesamten Buch nicht finden.   Darauf ist das Buch aber auch nicht ausgelegt, die Figuren sind viel mehr Symbolfiguren. Es lässt sich von diesem Großraumbüro und dessen Innensassen auf die Gesellschaft schließen. Das Buch zeigt auf, was diese Gleichschaltung (gerade auch im Arbeitsleben) mit einem Menschen macht, wie einen das auslaugen kann und was passiert, wenn einer „es wagt“ sich außerhalb dieses Kastendenkens zu bewegen, das Muster zu durchbrechen. Das ließ mich an ein japanisches Sprichwort denken: „Der Nagel der heraussteht wird eingeschlagen“. Aufgrund der Symbollastigkeit, lässt einen das Buch sehr viel Interpretationsspielraum. Das finde ich sehr gut, allerdings kann ich mir dementsprechend nicht sicher sein, ob ich es richtig interpretiere oder ob mir nicht sogar mehrere Anspielungen/Andeutungen entgangen sein könnten. Vermutlich, denn so wie ich es interpretiere, finde ich die Aussage dieses Buch nicht nur schwarzmalerisch, sondern fast schon katastrophal. Denn für mich sagt dieses Buch: „Wenn du jemand bist, der das Muster durchbricht, du dich von der Einheitsmasse abhebst, dann bist du verloren. Die Obrigen werden dir immer deine Grenzen aufzeigen und das einzige was dir dann bleibt ist, dich der Realität zu entziehen.“ Na Glückwunsch. Im Werbetext heißt es auch: „Witzig und scharfsinnig (…)und beschäftigt sich mit der Frage, wie mal als kleines Rädchen im Großen Getriebe glücklich werden kann“. Das sehe ich tatsächlich gar nicht. Falls es sowas wie „Witz“ gab, dann ist er mir vollkommen entgangen, denn das einzige was ich auf eine fast schon zynische Art etwas amüsant fand, war die Verlogenheit der Kollegen im Laufe des Buches. Wo dieses Buch etwas über das „glücklich werden“ erzählt, siehe ich noch viel weniger. Ich empfinde diese Geschichte fast schon als Tragödie. Ich sehe nicht einmal einen Hauch von Glück – wo sollte das Glück zu finden sein? In der Realitätsflucht? Das die einzige Wahl die man hat ist, sein Gefängnis selbst zu wählen bzw. die Art wie man der Realität entflieht? Auch hier wieder: Na Glückwunsch.   Fazit Das Buch hat mich durchaus sehr beschäftigt – das ist ihm positiv anzurechnen. Ich finde die Symbolhaftigkeit ebenfalls gut, aber die Aussage die das Buch meines Erachtens trifft, finde ich sehr fragwürdig. Außerdem blieb zwischen mir und dem Buch ein großer (emotionaler) abstand – ich empfand das Buch als kalt.

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  • Rezension zu "Das Zimmer" von Jonas Karlsson

    Das Zimmer

    marcelsarman

    21. April 2017 um 17:54

    55 Minuten Arbeit und dann 5 Minuten Bildschirmpause – Björn, der neue Mitarbeiter in einer riesigen schwedischen Behörde, hat sich vorgenommen dieses Schema einzuhalten. Auch ansonsten folgt seine Arbeit festen Mustern, schließlich möchte er einen guten Eindruck machen und möglichst rasch in der Hierarchie aufsteigen. Das ist aber nicht leicht, in einem riesigen Großraumbüro mit 22 Kollegen, die alle ihre Macken und nervigen Angewohnheiten haben. Björn will durchsetzungsfähig und souverän wirken und hat sich deshalb vorgenommen, sich mit den richtigen Kollegen zu unterhalten und sich nicht mit den falschen Kollegen anzulegen. Eines Tages entdeckt er ein geheimes Zimmer in dem riesigen Bürokomplex, das er fortan häufiger aufsucht, um sich ein wenig zu entspannen. Das Zimmer ist schlicht möbliert und stets gut aufgeräumt. Doch warum wissen die anderen nichts von diesem Zimmer, obwohl es in der Nähe der Toiletten liegt und sie täglich daran vorbeigehen? Björn wundert sich, warum er das Zimmer bereits nach 2 Wochen entdeckt hat und alle anderen diese Entdeckung, teils in mehreren Jahren, nicht gemacht haben. Björn besucht das Zimmer immer häufiger und nimmt auch manchmal Kollegen mit, doch diese scheinen sich danach nie an das Zimmer erinnern zu können. Schließlich gibt es eine Besprechung und Björn wird ultimativ dazu aufgehört, nicht mehr minutenlang an der Wand zu lehnen und ins Leere zu starren. Björn versteht die Welt nicht mehr. Warum kennt nur er dieses Zimmer? Schließlich findet er einen Weg sein ramponiertes Ansehen in der Behörde wieder zu verbessern.   Bewertung: Karlsson Sprache ist nüchtern und schmucklos. Die Humorlosigkeit und der heilige Ernst der Romanfiguren sind bei genauerem Hinsehen sehr komisch. Die Sprache ist vordergründig sachlich, doch auf einer zweiten Ebene schwingt eine feine, distanzierte Ironie mit. Obwohl die handelnden Personen fest davon überzeugt sind einer höheren Mission zu dienen, geht es schlussendlich nur um die Bearbeitung von Akten. Die Büroangestellten sind in ihrer eigenen Welt gefangen und erkennen selbst die einfachsten Zusammenhänge nicht mehr. Die Logik der Behörde blockiert den gesunden Menschenverstand. Karlsson Buch dreht sich um die Frage, ob eine gewisse Verrücktheit schädlich  oder gar die Voraussetzung ist, um in einer riesigen Behörde Akten bearbeiten zu können. Das Buch regt zum nachdenken an und ist noch dazu unterhaltsam, deshalb vergebe ich 5 Sterne.     

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Das Zimmer

    Das Zimmer

    AgnesM

    16. December 2016 um 12:29

    Björn ist ein junger und engagierter Mann, der in der neuen Abteilung einer großen Behörde durch eine korrekte und effektive Arbeitsweise schnell beruflich aufsteigen möchte. Ziel ist es, früher oder später Chef ebendieser Abteilung zu werden. Björns Arbeitstag ist durchstrukturiert, die Pausen minutiös geplant und eine Abweichung von seinen Regularien ist unerwünscht. So hält er auch kaum Kontakt zu den neuen Arbeitskollegen und vermeidet unnötigen Small Talk. Die Fassade fängt an zu bröckeln, als Björn zwischen dem Fahrstuhl und den Toiletten der Abteilung ein Zimmer entdeckt. Dieses penibel aufgeräumte und saubere Zimmer irritiert ihn zunächst und wird dann zu seinem Rückzugsort. Verwundert darüber, dass kein anderer Kollege dieses Zimmer nutzt, erklärt er es zu seinem Ort der Ruhe und empfängt dort die besten Ideen. Tag für Tag geht Björn in das Zimmer – in sein wundervolles, stilles Zimmer. Als er zu einer Besprechung in das Büro seines Chefs gerufen wird, trifft er dort auch all seine Kollegen an. Diese verstehen nicht, warum Björn enorm viel Zeit auf dem Flur verbringt und wie ein Irrer vor sich hin starrt. Völlig irritiert erzählt er von dem Zimmer und kann es nicht glauben, als alle behaupten es gäbe dieses Zimmer gar nicht. Eine hitzige Diskussion entsteht und es steht Aussage gegen Aussage. Dieses sehr kurzweilige Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Thematik interessant. Die Story ist so schön verwirrend, dass man sich als Leser tatsächlich oft fragt, ob es dieses besagte Zimmer nun gibt oder eben nicht. Das Buch ist gespickt mit sarkastischen und witzigen Sprüchen und spielt mit der Phantasie des Lesers.

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  • Wie stark kann die Eigenwahrnehmung von der Fremdwahrnehmung abweichen?

    Das Zimmer

    Nil

    08. December 2016 um 10:03

    „Dummen Menschen ist häufig nicht bewusst, dass sie dumm sind. Sie spüren möglicherweise, dass etwas nicht stimmt, vielleicht merken sie auch, dass sich die Dinge nicht so entwickeln, wie sie sich das vorgestellt haben, doch nur wenige von ihnen ziehen den Schluss, dass dies an ihnen selbst liegen könnte." (Seite 43) Nun beziehen wir noch den Fakt ein, dass es Menschen gibt bei denen die Eigenwahrnehmung sehr stark von der Fremdwahrnehmung abweicht und das dieser Gedankengang vom Protagonisten des Romans geäußert wird. Ist er überheblich und arrogant oder hat er die Welt als solches nicht begriffen? Jonas Karlsson hat mit seinem Roman ‚Das Zimmer‘ einen unterhaltsamen Roman vorgelegt, der genau dieses Thema beleuchtet. Wie weit liegen Fremd- und Eigenwahrnehmung auseinander und was macht die eigene Perspektive aus simplen Fakten. Ich finde den Roman sehr gelungen, da er emotionslos eine emotionsaufgeladene Situation wiedergibt und sich auf nur einen Umstand konzentriert: Das Zimmer. Da ist dieser Mitarbeiter, Björn, der gerade die Abteilung gewechselt hat und sich schnellstmöglich einarbeiten möchte um Chef zu werden. In der ersten Zeit entdeckt er ein Zimmer neben den Fahrstühlen und damit beginnt eine große Auseinandersetzung mit den Kollegen in dieser Abteilung. Dieser Roman birgt herrliche Zitate, die uns Björn so lebendig und mit seiner ganzen Weltfremdheit näher bringt: „Er sah mich mit diesem müden, ignoranten, leicht dümmlichen Blick an, den man so häufig bei Menschen antrifft, die es nicht gewöhnt sind, die größeren Zusammenhänge im den kleinen Dingen zu sehen." (S 28) „Einzig und alleine, weil mir vollkommen bewusst ist, dass Intelligenz und Ausstrahlung allen Mittelmäßigen schon immer ein Dorn im Auge gewesen sind."( S 72) Fazit: Kurzweilig & pointiert, gut übersetzt. Ein richtiges gutes Buch! Uneingeschränkt empfehlenswert. Daher unbedingt lesen! PS: Wer "Die Tarnkappe" von Markus Orths mochte, wird auch diesen Roman gut finden!

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    • 3
  • Seltsame Geschichte über das Arbeiten in einem Großraumbüro

    Das Zimmer

    Mona87

    24. November 2016 um 12:38

    Wir begleiten Björn, einen sehr motivierten Mitarbeiter in einer Behörde, zu der er versetzt wurde. In seinen Gedanken klingt es, als wäre er für seinen früheren Posten überqualifiziert gewesen, zwischen den Zeilen erkennt man aber dann doch, dass er wohl eher Zwangsversetzt wurde. In dem Großraumbüro läuft es genauso, wie man es sich in einer Behörde vorstellt; Kaffeepausen, Lästereien und Klatsch, Papierkram. Doch Björn entdeckt ein Zimmer in dem Flur, das wohl nicht benutzt wird. Es ist ein simples Bürozimmer, nichts besonderes, doch immer wenn sich Björn in dem Zimmer befindet, ist er kreativer, produktiver und er fühlt sich einfach besser. Schnell werden die Kollegen unruhig, denn sie behaupten, dass es das Zimmer nicht gibt. Immer wenn Björn denkt, er sei in dem Zimmer, steht er laut seiner Kollegen wie in Trance vor der Wand und bewegt sich nicht. Ist Björn verrückt oder ist das Ganze eine wohlgeplante Mobbing-Aktion seiner Kollegen?Zunächst einmal möchte ich sagen, dass Björn einer der unsympathischsten Protagonisten ist, aus dessen Sicht ich jemals ein Buch gelesen habe. Er ist total von sich selbst überzeugt, überheblich, glaubt alle anderen seien Idioten und ist Asozial. Die Ironie ist dabei, dass allem Anschein nach er der Idiot unter den Normalen ist. Je weiter das Buch fortschreitet desto mehr war ich überzeugt davon, dass Björn unter Asperger Syndrom leidet, oder einer ähnlichen Krankheit. Was zunächst klingt, als wäre er ein unentbehrlicher Mitarbeiter entpuppt sich schnell als das Gegenteil. Er bekommt nur das Minimum an Verantwortung übertragen und darf regelmäßig den Toner der Kopiergeräte und Drucker überprüfen. Wenigstens wurde mir Björn mit der Zeit wenigstens ein bisschen sympatischer als er seine Selbstgefälligkeit ein wenig ablegt. Dennoch legt es Björn auch nicht gerade darauf an, gemocht zu werden. Er analysiert alles genau und handelt nur dann, wenn er es als absolut unumgänglich sieht.Dennoch muss ich sagen, dass ich das Buch mitunter sehr schwierig fand. Es hat mich einfach nicht wirklich unterhalten. Der erste Teil am wenigsten, dann wurde es wenigstens etwas besser. Immerhin ist der Schreibstil flüssig und durch die kurzen Kapitel kommt man auch schnell in der Geschichte voran. Natürlich kann man in so ein Thema und die Schreibweise des Autors sehr viel interpretieren. Zum Beispiel, dass das Zimmer dafür steht in einer sehr eintönigen Gesellschaft anders zu sein und sich gegen den Norm aufzulehnen. Oder, dass sich die Frage auftut, wer denn nun verrückt ist: Björn, weil das Zimmer nicht existiert oder seine Kollegen weil sie ihn aus ihrer eingeschweißten Gemeinde des Großraumbüros vertreiben wollen.Ich finde es schwierig abschließende Worte für das Buch zu finden, ohne auf das Ende einzugehen. Aber wirklich gefallen oder Spaß gemacht hat mir das Buch eher nicht. Dadurch, dass es so kurz ist und dennoch die Geschichte gut transportiert wird, kann man es recht einfach und flüssig lesen. Ich würde aber dennoch sagen, dass ein gesellschaftskritisches Buch wie dieses noch einmal einen besonderen Punkt für die originelle Idee, die gut herausgearbeiteten Charaktere und den schrägen Ablauf der Geschichte bekommt.

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  • Kafka im Großraumbüro

    Das Zimmer

    Gruenente

    09. November 2016 um 08:55

    Ein Mann bekommt eine neue Stelle. Er sitzt jetzt mit anderen Kollegne in einem Großraumbüro. Er hat Ziele. Will der beste werden. Will der Leiter werden! Doch das klappt nicht so ganz. Er wird nur zu niederen arbeiten herangezogen, Beschäftigungstherapie. Er benimmt sich seltsam, die Kollegen wollen ihn wieder loswerden. Da findet er, in der Nähe der Toiletten einen Raum. Ein Einzelbüro mit allem, was man zum ruhigen Arbeiten braucht. Dort zieht es ihn hin, dort kann er Kraft tanken, dort hat er Ideen. Das Problem ist: ausser ihm sieht keiner diesen Raum... Ich arbeite selbst seit 30 jahren im Großraumbüro. Richtig groß. Zur zeit itzen wir mit ca. 150 Kollegen auf einer einzigen riesigen Etage. Das klappt meist ganz gut. Aber manchmal wünsche ich mir auch einen ruhigen Rückzugsort, die Möglichkeit die Tür zu schliessen und alleine, konzentriert arbeiten zu können.  Ich möchte mich nicht mit dem Protagonisten des Romans vergleichen, aber dieses beschriebene Büro hat auch etwas von einem Sehnsuchtsort. Und so verstehe ich das  Buch auch. Als Geschichte über unsere globale, laute, schnelle Welt. Eine Welt, in der wir auch ruhige Inseln für einzelne Menschen oder Auszeiten schaffen müssen. Doch diese Paradiese müssen wir uns selbst suchen. Und das geht auch in einem Großraumbüro.  

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  • im Zimmer nichts Neues

    Das Zimmer

    derMichi

    24. October 2016 um 09:20

    Die Prämisse dieses Romans erinnert stark an Lars Berges "Der Büro-Ninja", in dem ebenfalls ein Angestellter eines großen Unternehmens mit der Beliebigkeit des Alltags im Großraumbüro nicht mehr zurechtkommt. Jonas Karlssons Antiheld Björn steigert sich allerdings erst so richtig in seine Arbeit hinein, nachdem er das geheime Zimmer entdeckt hat. Was dieses von der Kritik einhellig gefeierte Buch aber am Ende eigentlich aussagen will, muss sich der Leser selbst zusammenreimen.Die Handlung verläuft ohne allzu große Höhepunkte, die zentrale Frage, ob das Zimmer denn nun wirklich existiert oder nicht, verliert schließlich an Bedeutung. Die Krisengespräche mit dem Chef, das Intrigieren der Mitarbeiter, die sofort misstrauisch werden wenn jemand Spaß bei der Arbeit hat, indirekte Belobigungen vom Direktor und gezwungen lustige Weihnachtsfeiern mag manch einer aus dem eigenen Büroalltag kennen, sie wurden aber auch schon kurzweiliger in Szene gesetzt. Immerhin entlarvt Karlsson die postmoderne Bürowelt als vermutlich absurdeste Erfindung aller Zeiten. Eine Umgebung, in der eigentlich niemand arbeiten will, was aber zugleich niemanden davon abhält, es doch zu tun.Früher oder später wahnsinnig zu werden, die Wirklichkeit auszublenden und sich in mehr oder weniger imaginäre Zimmer zurückzuziehen scheint also nur die logische Konsequenz aus der unemotionalen Gleichschaltung der Arbeitsplätze zu sein. Das alle vermittelt der Autor mit sparsamer Sprache in kurzen Kapiteln, die bis zum Ende des kaum zweihundert Seiten langen Romans leicht zu lesen sind. Interpretationsfreudigen Literaturkritikern dürften sich noch tiefere philosophische Schichten in der Handlung offenbaren, als die beworbene scharfsinnige Parodie oder gar Satire taugt "Das Zimmer" allerdings nur bedingt.Originaltitel: "Rummet" ("Der Raum"/"Das Zimmer")Seitenzahl: 176Format: 13,5 x 20,5 cm, gebundenVerlag: Luchterhand

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  • Ein Lesevergnügen erster Klasse

    Das Zimmer

    variety

    28. September 2016 um 20:19

    Ein kurz geratener Roman, der mich unheimlich gepackt hat. Auf den knapp 170 Seiten beschreibt Karlsson den Erzähler Björn, wie er tagtäglich in seinem eigenen Rhythmus arbeiten geht. Man ahnt schon bald, dass die Situation eskalieren muss - was auch stimmt. Björn entdeckt ein "geheimes Zimmer", das nur er sieht und für sich in Anspruch nimmt. Die anderen Arbeitskollegen, welche die Türe zum Zimmer nicht sehen, denken, dass er einfach so dasteht. Natürlich spitzt sich die Lage zu und ihm wird verboten, weiterhin von seinem Rückzugsort zu sprechen oder gar dort hinein zu gehen.Die klare und unverblümte Sprache des Autors bereitet grosses Vergnügen. Den Schluss verrate ich hier nicht, sondern gebe nur die Empfehlung ab, unbedingt dieses Buch zu lesen.

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  • Interessant, allerdings mit kleinen Schwächen

    Das Zimmer

    bibliotaph

    22. July 2016 um 14:21

    Joans Karlsson, Jahrgang 1971, ist nicht nur Autor, sondern auch Schauspieler. „Das Zimmer“ erschien 2016 auf Deutsch und wurde von Paul Berg aus dem Schwedischen übersetzt. Björn, der Ich-Erzähler des Romans, arbeitet seit Kurzem in „der Behörde“. Wofür diese Behörde nun genau zuständig ist, erfährt man nicht. In seinem vorherigen Job wurde ihm nahegelegt zu gehen und nun hat er einen Arbeitsplatz in einem Großraumbüro, in dem er Akten bearbeitet. Er ist sehr ehrgeizig und sieht seine Chance, in der Behörde aufzusteigen, hält er sich doch für intelligenter und arbeitsamer als seine Kollegen. Jedoch unterscheidet sich Björn auch in anderer Hinsicht von ihnen: Er ist sozial inkompetent und wenn ihn etwas an seinen Kollegen stört, dann sagt er es ihnen frei heraus, er nimmt keine Rücksicht auf die Empfindlichkeiten seines Umfelds. Auch legt er keinen Wert auf nähere Bekanntschaften mit seinen Kollegen und macht das durch seine kurzsilbigen Antworten deutlich. Er fühlt sich von dem Verhalten seiner Umgebung abgelenkt, es bringt ihn in seinem Arbeitsrhythmus mit fest gelegten Pausen durcheinander. Eines Tages entdeckt er aber auf dem Weg zur Toilette eine Tür, hinter der sich ein kleines Büro befindet. Sobald er dieses Zimmer betritt, fühlt er sich ruhig und kann sich danach wie er ungestört seinen Aufgaben widmen. Allerdings behaupten seine Kollegen, dass dieses nicht existiert und Björn vermutet, dass sie das sagen, um ihn zu mobben. Er besucht weiterhin das Zimmer und macht sich damit noch mehr zum Außenseiter dieses Büros, es wird ihm sogar von seinem direkten Vorgesetzten verboten, das Zimmer nochmals zu betreten. Also besucht er es heimlich, wenn alle gegangen sind und arbeitet darin unglaublich produktiv. „In ihm herrschte die gleiche Art von Entspannung und begrenzter Freiheit. Jede Linie schien perfekt mit der nächsten verzahnt zu sein. Alles Turbulente, Unruhige verschwand. Die Präzision kehre zurück.“ Doch was macht dieses Zimmer zu so etwas Besonderem? Existiert es überhaupt? Dieses Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es ist leicht und flüssig zu lesen, vielleicht auch dank der sehr kurzen Kapitel. Es ist zu einem gewissen Grad kafkaesk, Karlsson erreicht zwar nicht die sprachliche Virtuosität Kafkas, doch der Leser befindet in einer undurchschaubaren Situationen, da erst am Ende geklärt wird, ob sich das Zimmer nur in Björns Kopf befindet oder er aufgrund seines ungewöhnlichen Verhaltens das Opfer einer großangelegte Mobbingaktion seiner Kollegen ist, auch das Unwissen, für welche Dinge diese ominöse Behörde zuständig ist und warum eine mögliche Schließung droht, trägt dazu bei. Björn ist nicht durchschnittlich, meiner Meinung nach könnte es sein, dass er das Asperger Syndrom hat, denn das würde sein Benehmen gegenüber den Kollegen erklären. Da diese sich darüber keine Gedanken machen, sondern ihn wahrscheinlich als Sonderling abstempeln und meiden und ab einem gewissen Zeitpunkt auch einfach nur „loswerden“ wollen, zeigt, dass die (Arbeits-) Gesellschaft doch weniger Platz für anders denkende Menschen hat, als man gemeinhin annimmt. Björn erfährt erst Anerkennung und auch eine gewisse soziale Akzeptanz, als er (dank der heimlichen Arbeit in dem Zimmer) Erfolg hat, wobei ihm da auch klar wird, was den Unterschied zwischen ihm und den anderen Büromitarbeitern ausmacht. „Ich war ihnen immer etwas voraus. Ungefähr zwei Wochen. Sie benötigten diverse Gelegenheiten, um wahrzunehmen, was ich bereits beim ersten Versuch sah. War es mit dem Zimmer vielleicht das Gleiche?“ Um meine Kritikpunkte an dem Buch zu schildern, müsste ich auf das Ende näher eingehen, was ich aber hier nicht tun möchte. Abschließend bleibt zu sagen, dass „Das Zimmer“ ein Roman mit guten Ideen (z.B. dass beruflicher Erfolg auch gesellschaftlichen Erfolg bedeutet, der unabhängig ist von den positiven und negativen Eigenschaften der erfolgreichen Person) und einer gut zu lesenden Umsetzung ist, ich allerdings einen anderen Ausgang interessanter gefunden hätte.

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  • Wofür steht "Das Zimmer" von Jonas Karlsson?

    Das Zimmer

    storiesonpaper

    20. July 2016 um 17:29

     „Das Zimmer“ ist ein kleines Büchlein, das mit 176 Seiten schnell gelesen ist- dies ist kein Vorwurf, denn auf diesen wenigen Seiten entfaltet sich Karlssons ganze surreale Erzählkraft. Viel erfährt der Leser nicht über den Protagonisten und ist so dessen Überlegungen und Beschreibungen vollends ausgeliefert. Nie kann man sich sicher sein, was real und was Träumerei ist. Das kleine Büro wird zum Symbol der Ruhe inmitten des Chaos der Arbeitswelt und plötzlich stellt sich die Frage, ob diese überhaupt existieren kann und soll.  Die Handlung ist gespickt von kollegialem Misstrauen und Neid und ich habe mit Spannung verfolgt, wie der Protagonist mit den Vorwürfen des Wahnsinns umgeht. Als Leser wird man mit zahlreichen Fragen konfrontiert. Gibt es das Zimmer wirklich? Wofür steht es? Was passiert mit dem Protagonisten, wenn er den vermeintlichen Raum betritt? Wieso kann nur er diesen Raum betreten? Karlssons Erzählung ist höchst aufregend und nur zu gerne wünscht man sich, es gäbe das berühmte Happy End mit der Erklärung. So muss sich jeder Leser sein eigenes Fazit erarbeiten. Fazit: Trotz oder gerade aufgrund der Surrealität macht es Spaß, „Das Zimmer“ zu lesen und man verfolgt den Entwicklungen rund um das Büro, das keines sein soll, über die gesamte Handlung voller Spannung. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Kafkaesker Roman über moderne Arbeitswelten

    Das Zimmer

    JulesBarrois

    03. July 2016 um 08:25

    Das Zimmer von Jonas Karlsson (Autor), Paul Berf (Übersetzer), 176 Seiten, Luchterhand Literaturverlag (11. April 2016), 17,99 €, ISBN-13: 978-3630874609 Der Icherzähler Björn wechselt oder wird gewechselt von einer Behörde in eine andere. Diese Behörde scheint neu und groß zu sein, aber auch gesichtslos, unfreundlich, uninteressant und nicht greifbar. An irgendwelchen Beschlüssen wird gearbeitet. Nach kurzer Zeit macht Björn eine seltsame Entdeckung: Zwischen der Toilette und dem Aufzug befindet sich eine Tür, die von seinen Kollegen offenbar gemieden wird. Sie führt in ein kleines, fensterloses Büro. Das ist der Beginn des Romans. Björn, ein Einzelgänger, strebt etwas an: die Kontrolle übernehmen, über die Abteilung, über seinen Chef, über … ja, eigentlich über jeden. Sehr diszipliniert und ausgeprägter Taktik arbeitet er daran. Aber wieso will niemand einsehen, dass er einfach der Beste ist, der Einzige, der klar denkt. Nur er hat den Überblick. Vollkommen überzeugt von seiner eigenen Überlegenheit, ist Björn ein Alleswisser, mit ausgeprägter fehlender Selbsterkenntnis oder Hybris. Ein flüchtiges Wesen, verwirrenden und perplex, nicht in der Lage, sich zu erklären, unfähig, sich wohl in der Welt zu fühlen, und dazu bestimmt, allein zu sein. Paranoid, schüchtern und unbeholfen hat er für seinen Arbeitsplatz und seine Kollegen eine abgrundtiefe vollständige Verachtung. Björn ist die Art von nerviger Person, die jedem bekannt ist, der schon einmal einen Fuß in eine Schule, Krankenhaus, Call Center, Kirche, Behörde, Unternehmen oder in der Tat überall dort, wo Menschen zusammenkommen, gesetzt hat. Die sterile Natur des Bürolebens, in der Arbeit als eine Form von Institutionalismus, Totalitarismus und Sozialkontrolle fungiert, wird so gut dargestellt, das der Leser das Gefühl hat, wirklich in einer solchen Institution zu arbeiten. Das Zimmer ist ein einfaches Buch über fast nichts, ohne Bezug auf etwas außerhalb seiner selbst. Eine bizarre Vision die beängstigend-verwirrende Mischung aus Konformität, Macht, Chaos und Entfremdung in der modernen Arbeitswelt. Aber es bereitet ungeheures Vergnügen dieses Buches zu lesen, das wie eine Art Witz daher kommt, oder als Tragödie oder als Komödie. Es ist einfach nicht zu klassifizieren Der Schreibstil von Jonas Karlsson ist minimalistisch und kalt; gleichzeitig kunstvoll, intensiv, grotesk und fesselnd. Er versteht es, auch wenn keine wirklichen Ereignisse da sind, eine ungeheure Spannung zu schaffen, die bis hin zum fantastischen Ende anhält. Ein kurzer, aber aufregender Roman, der den Leser von der ersten Seite an in den Bann einer verwirrenden und chaotischen Welt hineinzieht. Eine Welt, von einer Kultur möchte ich nicht reden, die immer schlimmer zu werden scheint. Lesen Sie dieses Buch und beschäftigen Sie sich mit den Fragen, die offen bleiben. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Luchterhand Verlages http://www.randomhouse.de/Buch/Das-Zimmer/Jonas-Karlsson/Luchterhand-Literaturverlag/e448522.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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  • Jonas Karlsson - Das Zimmer

    Das Zimmer

    miss_mesmerized

    18. June 2016 um 07:40

    Ein modernes Büro, der klassische Großstadtalltag. Doch Björn, der neu zum Team gestoßen ist, entdeckt eines Tages ein geheimes Zimmer, zwischen Aufzug und Altpapiersammelstelle. Ein dunkler Kabuff, das offenbar den Kollegen bis dato verborgen blieb. Immer wieder zieht er sich dahin zurück, um Kraft zu sammeln. Doch je mehr er sich dort umsieht, desto seltsamer werden seine Kollegen – und er für seine Kollegen. Bald schon muss er beim Chef Rede und Antwort stehen. Aber weder dieser noch die anderen wollen das Zimmer wahrhaben und drohen mit Repressionen. Björn kann nicht glauben, wie alle die Augen vor der Realität verschließen und so tun, als wenn es das Zimmer gar nicht gäbe.Ein bizarrer Roman, der mit der Realität, der geglaubten und der vermeintlichen spielt. Man weiß nicht genau, ob der Erzähler klarsieht oder doch in einer psychischen Falle steckt, die ihm die klare Wahrnehmung unmöglich macht. Immer wieder ist man als Leser versucht den typisch verkannten Mitarbeiter, dessen Engagement und gut Vorschläge abgebügelt und ignoriert werden, zu erkennen, doch dann wiederum zeigen sich andere Seiten, die einem an dem Protagonisten und seiner Sicht der Dinge zweifeln lassen. Ein nicht aufzulösender Zwiespalt, der jedoch auch verdeutlicht, wie sehr man oftmals limitiert ist in seiner eigenen Welt und zwischen innen und außen kaum zu unterscheiden vermag.

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  • Alles nur Einbildung?

    Das Zimmer

    YukBook

    09. June 2016 um 07:32

    Nicht selten werden Mitarbeiter aufgefordert, „out of the box“ zu denken, d.h. ausgetretene Pfade zu verlassen, um kreativ und innovativ zu sein. Wäre es nicht ideal, wenn man dafür noch den richtigen Rückzugsort hätte? Genau das passiert Björn in diesem Roman von Jonas Karlsson. Er hat eine neue Stelle in einer Behörde angetreten und will so schnell wie möglich aufsteigen und zeigen, was er auf dem Kasten hat. Seltsamerweise gelingt ihm das besonders gut in einem kleinen Bürozimmer, das er ganz zufällig zwischen der Toilette und dem Aufzug entdeckt. Immer häufiger sucht er diesen Ort auf, zunächst nur um seine Ruhe vor den Kollegen im Großraumbüro zu haben, die nicht nur seine höchst effiziente Arbeitsweise beeinträchtigen, sondern ihn auch zunehmend nerven. Symbol für alles, was ihn dort abstößt ist, ist das hässliche Cordjacket des Kollegen Hakan, der ihm direkt gegenüber sitzt. Mit der Zeit richtet er sich in dem kleinen Zimmer seinen zweiten Arbeitsplatz ein und stellt fest, dass ihm dort selbst die schwierigsten Aufgaben leicht von der Hand gehen. Was er allerdings nicht versteht: warum alle, sogar sein Chef, behaupten, das Zimmer existiere nicht. Dieser Roman ist wie ein brillantes Kammerspiel und bietet viel Spielraum für Interpretationen. Mir kam es so vor, als ob das Zimmer für etwas steht, was motivierten Mitarbeitern in der Arbeitswelt oft versagt bleibt: eine Spielwiese, auf der sie kurzzeitig ihre Arbeitsroutine verlassen, unsinnige Regeln außer Acht lassen und experimentieren und Ideen entwickeln können. Oder viel einfacher gedacht: ein Raum, wo sie ungehindert ihre Arbeit verrichten können. Andererseits ist Björn ganz und gar kein Sympathieträger und macht sich mit seiner überheblichen Art schnell unbeliebt. Wollte der Autor nur aufzeigen, wie schnell man durch sinnlose Bürokratie, Mobbing und Machtspielchen Wahnvorstellungen unterliegen kann? Lest am besten selbst!

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