Jonas Lüscher

 4 Sterne bei 103 Bewertungen
Autor von Frühling der Barbaren, Kraft und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jonas Lüscher

Jonas Lüscher wuchs in Bern auf, wo er von 1994 bis 1998 eine Ausbildung zum Primarlehrer machte. Er verbrachte einige Jahre als Dramaturg und Stoffentwickler in der Münchner Filmwirtschaft bevor er 2005 bis 2009 an der Hochschule für Philosophie München studierte. Sein Studium schloss er mit dem Magister ab und arbeitete darauf als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut TTN (Technik-Theologie-Naturwissenschaften) an der LMU und als Ethiklehrer an der Staatlichen Wirtschaftsschule München/Pasing. 2011 wechselte Jonas Lüscher an die ETH Zürich, wo er an seiner Dissertation schrieb. Er verbrachte mit einem Stipendium neun Monate als Visiting Researcher am Comparative Literature Department der Stanford University und verliess 2014 die ETH, ohne seine Dissertation abzuschließen. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und lebt seit 2001 in München. Seine erste Novelle "Frühling der Barbaren" wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert, ebenso für den Schweizer Buchpreis, und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Alle Bücher von Jonas Lüscher

Frühling der Barbaren

Frühling der Barbaren

 (58)
Erschienen am 08.12.2014
Kraft

Kraft

 (45)
Erschienen am 09.07.2018
Reportagen #28

Reportagen #28

 (0)
Erschienen am 07.04.2016
Frühling der Barbaren

Frühling der Barbaren

 (0)
Erschienen am 01.01.2014

Neue Rezensionen zu Jonas Lüscher

Neu

Rezension zu "Kraft" von Jonas Lüscher

Viel Gerede, wennig Inhalt
misery3103vor 5 Monaten

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, wird zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage in die USA eingeladen. Er soll sich mit der Frage befassen, wie wir alles, was gut ist, noch besser machen können. Als Preisgeld winkt eine Millionen Dollar, die Kraft gut brauchen könnte, um sich aus seinem unglücklichen Leben freizukaufen. Doch die Antwort auf die gestellte Frage ist schwieriger als erwartet.

Das Buch hat mir nicht wirklich gefallen. Es wird geredet und geredet und geredet, ohne dass bei mir etwas von dem Gesagten ankommt. Während Kraft sich mit der gestellten Frage beschäftigt, wird sein Leben erzählt. Während er in beruflichen Dingen durchaus erfolgreich ist, ist sein Privatleben eine Katastrophe, was mir – während ich seinem Geschwafel lausche – durchaus verständlich ist.

Der Roman ist mir einfach zu hohl, alles nur Gerede und wenig Inhalt. Das Buch bietet durchaus viel Witz und Ironie, aber insgesamt kommt von der Geschichte wenig bei mir an. Ich war über weite Strecken einfach nur genervt von dem vielen Gerede und deshalb froh, das Buch endlich beenden zu können.

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Rezension zu "Kraft" von Jonas Lüscher

Ein schwafelnder Roman über einen schwafelnden Professor
Xirxevor 7 Monaten

Kraft, eigentlich erfolgreicher Professor in Tübingen, braucht dringend Geld. Seine zweite Ehe steht kurz vorm endgültigen Scheitern, vier Kinder und zwei (Ex)-Ehefrauen müssen versorgt werden. Und die teure Wohnung ist auch noch nicht abbezahlt. So nimmt er sich in den USA bei seinem ehemals besten Freund Ivan zwei Wochen Auszeit, um sich auf eine Preisfrage vorzubereiten, die als Gewinn eine Million Dollar bietet. Doch eine mögliche Antwort fällt ihm deutlich schwerer als er es sich vorgestellt hat.
Während sich Kraft in der Gegenwart mühsam mit der Beantwortung der Frage 'Why whatever is, is right und why we still can improve ist?' abmüht, wird parallel dazu sein Leben geschildert, das sich hauptsächlich an 'seinen' Frauen ausrichtete. Kraft ist ein Schwafler sondergleichen, was sich in seinem Berufsleben bislang eher positiv auswirkte, in seinem Privatleben hingegen verheerend. Obwohl in Wissenschaftskreisen seine Person hochgeschätzt wurde und wird, bleiben im Rückblick (so erschien es mir nach der Beendigung des Romans) in erster Linie für sein Leben seine Beziehungen bestimmend, die durchweg nicht glücklich endeten - seine Schwafelei hatte vermutlich keinen kleinen Anteil daran.
Der gesamte Roman ist in einem solch schwafelnden Tonfall geschrieben, wobei er durchaus mit einer Menge Ironie versehen ist wie in diesem Textauszug, als Kraft den Stanfordcampus durchquert, während dort ein Attentäter unterwegs sein soll:
"Andererseits, so rechnet er (Kraft) sich aus, wird er, wenn alles gut geht, den Schuss gar nicht mehr hören. Kraft versteht zwar nichts von Ballistik, aber er ist sich doch sicher, dass die Kugel schneller sein wird als der Schall … Überlegungen dieser Art anstellend, gelangt er zum Shopping Center, um etwas enttäuscht festzustellen, dass dort reger Betrieb herrscht und der Alarm für diese Gegend nicht gilt ... Allerdings so muss er zugeben, wäre es für seine Biographie kein besonders würdiger Schlusspunkt, zwischen Victorias Secret und einem Dunkin' Donut zu verbluten, zumindest wesentlich unpassender als der Tod auf einem Universitätscampus."
Doch irgendwann nutzt sich dieser Tonfall ab und die endlos langen Schachtelsätze (teilweise deutlich länger als eine Seite) wirkten trotz aller Ironie und Spott nur noch ermüdend. Schade, denn dem Autor gelingt es ohne jede Gehässigkeit zu zeigen, dass nicht hinter jedem erfolgreichen Start-up und Jungmillionär auch ein großer Geist steckt. Selbst in Silicon Valley findet sich jede Menge hohles Geschwätz und Geschwafel.

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Rezension zu "Kraft" von Jonas Lüscher

Kein Geld, kein Glück und auch noch schwaflerisch
simone_richtervor 9 Monaten

In diesem Debüt-Roman führt der Tübinger Rhetorikprofessor Richard Kraft eine unglückliche Ehe mit Geldsorgen. Ein 1-Million-Dollar-Preisgeldwettbewerb im Silicon Valley verspricht die Lösung seiner Probleme.

Die 2 Erzählebenen, worin „Kraft“ seine Vergangenheit und das Jetzt beschreibt, sind gespickt mit Gelehrtensatire und Kapitalismusanbiederung, mit welcher ich leider nicht übereinstimme. Zu viel neoliberales Wirtschaftsmodellanhängergetue und literarisches verschwurbeltes Essay mit gekünstelten pseudo- intellektuellen Schachtelsätzen, die das Lesen mehr als anstrengen. Irgendwie ist Lüscher - und ich sowieso nach dieser Lektüre - zu keinem vernünftigen Gedanken mehr fähig. So z. B. mit dem Gag einer Kanufahrt in den Staaten, wo der Protagonist nackig vom Freund gefunden wird und zum Schluss gipfelt das Ganze noch an den Glocken des Hoover Towers. Das Scheitern war allerdings schon vorbestimmt erst recht mit der Frage, wie wir alles noch verbessern können.

"Kraft" erzählt von einem Schwafler und ist auch weiter nichts als philosophisches, utopisches Geschwafel. Kraftlos arbeitet sich Lüscher an grundlegenden Menschheitsfragen ab. Das ist nicht jung, nicht optimistisch und nicht mit Frauen könnend.

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Gespräche aus der Community

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Zusammen mit dem C.H. Beck Verlag wollen wir Euch die Debütnovelle "Frühling der Barbaren" von Jonas Lüscher vorstellen:

Der Protagonist dieser raffiniert gebauten Debütnovelle von Jonas Lüscher, der Schweizer Fabrikerbe Preising, wird auf einer Geschäftsreise in einem gehobenen tunesischen Oasenresort Zeuge aufwendiger Hochzeitsvorbereitungen. 
Reiche junge Engländer aus der Londoner Finanzwelt haben Freunde und Familie für ein großes Fest um sich versammelt und feiern schon im Voraus ausschweifend, als sich die wirtschaftlichen Krisensignale zur Katastrophe verdichten: Das britische Pfund stürzt ab, kurz danach ist England bankrott, mit unabsehbaren Folgen, die auch Tunesien nicht unberührt lassen. Preising, als Schweizer zwar von den schlimmsten Folgen ausgenommen, muss miterleben, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, und lernt seine ganz eigene Lektion in Globalisierung, denn seine Firma lässt in Tunesien fertigen. Auch Preising bleibt nicht ungeschoren. Spannend, klug konstruiert, durchaus auch komisch, mit unvergesslichen Bildern und einer reichen, beweglichen Sprache erzählt, seziert dieses Buch menschliche Schwächen und zielt dabei mitten ins Herz der Gegenwart.
(Leseprobe)

Wir verlosen 10 Exemplare von "Frühling der Barbaren" unter Euch. Beantwortet einfach bis einschliesslich 03.02.2013 folgende Frage: Wie und wann spürt Ihr die Wirtschaftskrise oder habt sie in den letzten Jahren erlebt? Ich freue mich auf eine spannende Diskussion dieses Themas, das uns schlussendlich alle angeht!
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Jonas Lüscher wurde am 22. Oktober 1976 in Zürich (Schweiz) geboren.

Community-Statistik

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