Jonas Lüscher Kraft

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Inhaltsangabe zu „Kraft“ von Jonas Lüscher

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford Uni versity, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen …
Komisch, furios und böse erzählt Jonas Lüscher in diesem klugen Roman von einem Mann, der vor den Trümmern seines Lebens steht, und einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann.

Erschlug die Jury des Deutschen Buchpreises mit einem Wortschwall. Darunter: eine dürre Story.

— wandablue

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

— Bibliomania

An einigen Stellen wirkt unser Kraft fast schon faustisch

— Jari

Leben wir in der besten aller möglichen Welten? eine alte Frage neu inszeniert.

— miss_mesmerized

Herrlich fieser, subtiler Humor, grandios unsympathischer Rhetorik Prof, Gesellschaftskritik meets Zeitgeschichte ... GREAT.

— thursdaynext

Das Buch hatte gute Einblicke in die 80er in die deutsche Geschichte und was macht ein gutes Leben aus. Etwas träge beim Lesen.

— Alexlaura

Stilistisch gewöhnungsbedürftig, ab Mitte entsteht Momentum. Fulminantes Ende, ebenso überraschend wie folgerichtig.

— alasca

Leider keine wirklich Geschichte, sondern nur intellektuelles Geschwafel (***).

— Insider2199

Eine furiose Abrechnung mit dem Neoliberalismus, ein philosophisch getränktes Buch, eine fulminante Sprache - was für ein Buch!

— hundertwasser

Kann man in 18 Minuten sein Leben ändern? Richard Kraft hat die Chance dazu, kann mich aber mit seinem Vorgehen nicht vom Hocker reißen.

— TochterAlice

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  • Überflüssiger Wortschwall.

    Kraft

    wandablue

    Überflüssiger Wortschwall. Von den elf von mir bisher gelesenen nominierten Romanen des Deutschen Buchpreises 2017 haben mich bisher überzeugt: „Die Hauptstadt“; Robert Menasse; „Das Floß der Medusa“, Franzobel; „Onkalo“, Kerstin Preiwuß und „Sieh mich an, wenn ich mit dir rede“, Monika Helfer. „Kraft“ gehört nicht dazu. Im Einzelnen: Inspiriert unter anderem durch einen eigenen mehrmonatigen Aufenthalt an der Stanford Universitiy, USA, Kalifornien, verbringt der Lüschersche Antiheld Richard Kraft zwei Wochen am Hoover Institution on War, Revolution and Peace. In der dortigen Bibliothek bereitet sich der Geisteswissenschaftler auf einen Vortrag vor, einen geisteswissenschaftlichen Contest, der von einem überspannten Milliardär mit einer Million Dollar dotiert ist. Gelöst werden soll die Frage nach der Theodizee, etwas gekürzt auf die Formel gebracht: Warum ist alles gut, was ist? Der Held Professor Kraft, ein Schwafler vor dem Herrn und ein Versager auf allen Gebieten, so lässt der Autor ihn auftreten, überdenkt in Assoziationen sein bisheriges Leben und präsentiert schließlich auf die eigentlich unlösbare Problemstellung hin eine überraschende Darbietung. Wenn man die Geschichte ihres Fleisches entkleidet, was heißt, Wortschwälle und Satzungetüme wegstriche, käme als Skelett durchaus eine originelle, aber sehr kleine Story heraus. Warum Richard aber so ist, wie er ist und warum er sein eigentlich ganz behagliches Leben in den Sand setzt, bleibt unbesprochen. Das Überkleiden mit Worten scheint das eigentliche Anliegen des Buches zu sein. Es streift in den Lüscherschen Satzergüssen  allerhand gesellschaftsrelevante Themen und zynisch schlaglichternd reichen die schwadronierenden Einstreuungen von der deutschen Politik der 70er Jahre bis hin zu den Auswüchsen der Technikhörigkeit Silikonvalleys. Darin enthalten sind ein gewisser Witz, Ironie, Zynismus und Gesellschaftskritik, aber im Gesamten gesehen, sind weder die Story per se noch Lüschers Anmerkungen zur Historie besonders erhellend oder interessant, auf den Punkt gebracht: zynisch und banal. Was dieser Roman deshalb auf der Longlist des Deutschen Buchpreises zu suchen hatte, ist mir unerklärlich. Fazit: Die Story ist ein bisschen witzig und enthält einige Überraschungseffekte, bleibt aber klein und ist psychologisch nicht unterfüttert, die Einbettung in einen gigantischen Redefluss nervig und überflüssig. Verlag: C.H. Beck, 2017Kategorie: Anspruchsvolle Literatur // Auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2017

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    • 7

    Insider2199

    19. November 2017 um 23:01
  • Leider keine wirkliche Geschichte, sondern nur intellektuelles Geschwafel.

    Kraft

    Insider2199

    Leider keine wirkliche Geschichte, sondern nur intellektuelles Geschwafel. Der 1976 in der Schweiz geborene Autor lebt in München. Seine Novelle „Frühling der Barbaren“ (C.H.Beck, 2013) entwickelte sich zum Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis. Sie wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und fürs Theater adaptiert. Lüscher erhielt u.a. die Literarische Auszeichnung des Kantons Bern, den Hans-Fallada-Preis und den Prix Franz Hessel. Zum Inhalt (Klappentext): Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizee-Frage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen … Meine Meinung: Wie bei vielen anspruchsvollen Romanen passiert inhaltlich nicht viel, dafür liegt der Fokus eindeutig auf der sprachlichen Ausarbeitung. Und gleich zu Beginn – ich verstehe es ein wenig als Anspielung auf Thomas Mann, der auch einmal vom Protagonisten Kraft erwähnt wird: „und Manns Ironie … nein, Mann würde er außen vor lassen, diesen halben Kalifornier.“ – beeindruckt der Autor mit folgendem „mannschen“ Endlossatz: „Es dauert immer nur wenige Atemzüge, bis sich die kalten Augen des Verteidigungsministers hinter der randlosen Brille ihr Recht verschaffen und eine Art Leitstrahl aussendend, sich Krafts Bewusstsein bemächtigen, ihn unwillkürlich zum Fokussieren zwingen, sodass sich die Farbflecken in einer einzigen schnellen, fließenden Bewegung zu einem konkreten Bild verdichten, die tiefen Nasolabialfalten hervortreten, der lippenlose Mundstrich, die etwas kurz geratene Nase – die so gar nicht zu der scharfen Ausdrucksweise, für die der alt- und ausgediente Falke berüchtigt war, zu passen scheint –, das akkurat gekämmte silberne Haar, der straffe Krawattenknoten, der den Hühnerhals fest umklammert hält und unter Zuhilfenahme des gestärkten Hemdkragens die selbstsichere, spöttische Visage daran hindert, dem nadelgestreiften Tuch zu entkommen, um auf den Adlerschwingen, die sich aus den Falten einer himmelblauen Fahne hinter dem rechten Ohr des berüchtigten Aphoristikers ausbreiten, in höhere Gefilde zu entschwinden.“ Da muss man als Leser erst einmal beeindruckt schlucken. Ich zumindest. Aber mit der Zeit empfand ich es fast ein wenig angeberisch, als wolle der Autor ständig darauf hinweisen, wie gut er doch schreiben kann. Und natürlich kann er schreiben und wie! Um dies zu verdeutlichen, möchte ich gleich noch meinen absoluten Lieblingssatz des Buches (der letzte Satz im folgenden Zitat) nachreichen, den ich mir mehrmals auf der Zunge zergehen ließ: „Kraft lässt sich also treiben, während er versucht, die gefiederten Köpfe auf seinem Display näher zu holen, in dem er ein ums andere Mal mit Daumen und Zeigefinger eine Geste, die ihm die Zwillinge beigebracht haben, ausführt, als wolle er dem Telefon die Lider auseinanderziehen, um darin nach einer verloren gegangenen Wimper zu suchen. Darüber, und weil Kraft die erreichte Vergrößerung nicht genügt und er sich deswegen weit über Bord lehnt, gerät das schmale Boot bedrohlich ins Schwanken, und Kraft muss nach den Rudern greifen, um ein Kentern zu verhindern. Aber es greife einer, der Kraft nun Tölpelhaftigkeit vorwirft, einmal blitzschnell nach zwei Rudern und mache uns dabei vor, wie er gleichzeitig ein Mobiltelefon in den Fingern behält und nicht, so wie unser Kraft, nachdem er das Gleichgewicht wiedererlangt hat, das leise Platschen mühsam mit der Tatsache in Verbindung bringen muss, dass ihm dieses Kunststück nicht gelungen ist.“ So gern ich solche Sätze gelesen habe, fehlt mir doch eine interessante Story. Das ganze Buch ist einfach nur, salopp gesagt, intellektuelles Geschwafel. Vielleicht mit voller Absicht, denn Kraft ist ebenfalls ein Schwafler, und vielleicht wollte der Autor diese Eigenschaft seines Helden in der Erzählweise spiegeln, aber gestört hat es mich dennoch. Auch führt der Klappentext eindeutig auf die falsche Spur: zumindest erwartete ich die thematische Auseinandersetzung mit der Theodizee-Frage bzw. wie sich der Professor auf seinen Vortrag vorbereitet, kurz: Philosophie als vorrangiges Thema. Stattdessen geht es seitenweise – und das Buch ist mit seinen 240 Seiten schnell zu lesen – um Krafts Leben und v.a. seine Frauen und Kinder. Sicher, diese Background-Stories sollen seine Motivation bzgl. des Vortrags erklären, aber deswegen fand ich sie dennoch obsolet und teilweise ziemlich langweilig. Tja und der Schluss – was soll ich sagen – hätte nicht bescheuerter sein können. Daher klappte ich das Buch mit sehr gemischten Gefühlen zu. Fazit: Beeindruckend, fast angeberisch in seiner Sprache, aber inhaltlich für mich leider sehr enttäuschend, der Klappentext führt hier völlig aufs Glatteis. Inhaltlich würde ich 2 Sterne vergeben, sprachlich 4 Sterne, bleibt als Resultat ein Durchschnitt von 3 Sternen übrig. Empfehlen kann ich es Lesern wie mir, die mannsche Sätze mögen, aber mir fehlte eindeutig eine interessante Story.

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    • 7
  • Jonas Lüscher | KRAFT

    Kraft

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 08:05

    INHALT: Nicht weniger als eine Million Dollar wartet auf denjenigen, der die beste Antwort auf die Frage liefert, warum alles, was ist, gut ist und wie es dennoch verbessert werden kann. Perfektes Timing, denn Richard Kraft, angesehener Rhetorikprofessor an der Universität Tübingen, steht das Wasser bis zum Hals. Sowohl finanziell als auch privat ist es nicht gut bestellt um Kraft, dem eine teure Scheidung droht. Also macht er sich auf den Weg an die Stanford University nahe San Fransisco um am Philosophenwettstreit teilzunehmen und die Freiheit nach Hause zu holen. Doch in Kalifornien angekommen, stellt sich bei Kraft sofort eine lähmende Schreibblockade ein, die ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. FORM: Jonas Lüscher (*1976) hat mit Richard Kraft eine Figur geschaffen, wie sie einem nur selten unterkommt. Kraft ist selbstverliebt und egoistisch, ein penetranter Schwätzer, der sich oft in tragisch-heroischen Szenen vorstellt, am Ende des Tages aber genauso ein Loser ist wie wir alle. Lüscher schafft es, beim Leser Gefühle für einen totalen Unsymphaten zu wecken und man merkt gleich nach zwanzig Seiten – hier ist ein Zyniker am Werk, jemand, der sein Umfeld genau beobachtet, um es später mit großem Genuss vorzuführen. Allein der Aufhänger des Romans – die Beantwortung einer der philosophischsten Fragen überhaupt, mit so etwas Unphilosophischem wie einer Million Dollar zu bewerten – zeigt den bissigen Humor Lüschers. Der Schreibstil ist, passend zum elitären Personal, hochgesteckt und verschwafelt. Lange verschwurbelte Sätze, die ich manchmal – zugegebenermaßen – mehrmals lesen musste, um zu erkennen, was da eigentlich erzählt wird. So dick wie Sirup, nur nicht so süß, ist die Sprache, die den Leser durch das Geschehen drückt – das erinnert ein wenig an die Upper-Class-Romane Martin Walsers. Leider wurde ich bis zum Schluss nicht so recht warm mit Lüschers Duktus, der auch in FRÜHLING DER BARBAREN schon anklang – einer der Gründe, warum ich sein Debüt vor ein paar Jahren in der Buchhandlung liegen ließ. FAZIT: Ein hellsichtiger Roman mit einer grandiosen Hauptfigur. Nur … es muss nicht mehr Butter als Schinken auf der Stulle sein. Vier Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1884
  • Anspruchsvoll mit einer kraftvollen Sprache, aber für mich manchmal nicht so fesselnd

    Kraft

    Buchraettin

    25. September 2017 um 07:58

    Kraft. So heißt die Figur dieses Romans. Es geht hier um das Leben von Kraft. Erinnerungen an Ehe, Kinder, Studium, Beziehungen, Freunde. Es geht um Zweifel an der Ehe, Zweifel an Rollen, wie Vaterschaft, Ehemann. Er erzählt von seiner Arbeit, seiner Forschung, seine Bestrebungen und immer wieder Zweifeln. Es ist eine anspruchsvolle Sprache, die hier verwendet wird. Durch seine Sichtweise erhalte ich als Leser ein Bild von Kraft.Ich musste anfangs erst ankommen in diesem Buch, der Geschichte des Mannes namens Kraft, der hier nur beim Nachnamen genannt wird. Es sind bandwurmartige Sätze. Fremdwörter werden hier viel verwendet. Beschreibungen, Überlegungen, Rückblenden erzählt. Manchmal war es mir zu ausschweifend. Ich empfand es als anstrengend zu lesen. Dann gab es kleine Szene, wo ich schmunzeln konnte. Ein ganz leichter Humor, wie er beschreibt, dass er eine Beziehung zu einer Frau hat, die nebenbei eine Beziehung zu Hefe aufrecht erhält, natürlich aus beruflicher Sicht. Es dreht sich in diesem Buch viel um seine Frauen, sein Leben, seine Kinder, seine Freunde aus Studienzeiten. Beim Lesen war das für mich ein wenig ein Auf und Ab. Ich fand es gut zu lesen in sein Leben einzutauchen. Aber manchmal war es mir zu viel, es wiederholte sich, ich fand es manchmal etwas anstrengend. Mir kam es manchmal ein wenig vor, als werde ich von den Worten erschlagen. Ich habe das Buch anfangs nur stückchenweise gelesen, weil ich Schwierigkeiten hatte, anzukommen. Aber es lohnt sich einfach weiterzulesen und anzukommen in der Geschichte und dem Erzählstil. Was mir auffiel, es gab immer wieder eine Art Innehalten der Geschichte. Es kam mir vor, als ob der Autor den Leser zwinge innezuhalten und zusammen mit ihm über Kraft nach zu denken.Kraft als Figur, als Mensch, literarische Figur zu analysieren. Dann springt die Geschichte zurück. Sie wird übrigens im Präsens erzählt. Das war auch anfangs etwas ungewöhnlich, vermittelt mir als Leser aber auch das Gefühl hautnah dabei zu sein.Zu Beginn der Kapitel finden sich Zitate. Hinten im Anhang findet man auch eine Übersicht, einen Zitatnachweis.Anspruchsvoll mit einer kraftvollen Sprache, aber für manchmal nicht so fesselnd und eher schwierig zu lesen.

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  • Jonas Lüscher - Kraft

    Kraft

    Jari

    06. July 2017 um 13:49

    Nach meinem traumatisierenden Erlebnis mit Paul Auster fürchtete ich mich vor einem weiteren Ausflug ins literarische Feuilleton, trotzdem sah meine Leseliste für den Monat Juni Jonas Lüschers aktuellen Roman "Kraft" vor. Da an der Leseliste grundsätzlich selten was zu Rütteln gilt, nahm ich mir das Buch vor. Lüscher hat mir vor einigen Jahren bereits stark imponiert, als er "Frühling der Barbaren" veröffentlichte. Dann war es lange ruhig um den Autoren und kommt er mit voller Wucht zurück. Herr Lüscher, vielen Dank, dass Sie anstelle einer Dissertation dieses Werk geschrieben haben. Vielen Dank dafür, dass Sie mein blutendes literarisches Herz geheilt und wieder ganz gemacht haben. Wie ihr seht, bin ich mehr als nur begeistert von Lüscher und seinem Protagonisten Kraft. Lüscher webt ein feines Netz, mit dem er mich bereits nach den ersten Sätzen gefangen hatte. "Kraft" ist eines jener Bücher, die mir auch jetzt noch im Kopf herumgeistern. Und wie auch schon das Erstlingswerk wirft das Buch elementare Fragen auf, reisst uns den Boden unter den Füssen weg und dringt bis tief in den Kern des Wesentlichen vor. Dabei haftet diesem Werk schon etwas Metaphysisches an. Schafft es Kraft, inmitten einer Lebenskrise, zu beweisen, dass alles gut ist? Ist überhaupt alles, das ist, gut? Nicht nur Lüschers Hauptcharakter schlägt sich mit diesen Fragen um - früher oder später kommt auch der Leser nicht umhin, sich ebenfalls mit diesen Themen zu beschäftigen. Auch die Umgebung, in der sich Kraft bewegt, greift diese Gedanken auf und spiegelt sie auf den Leser zurück. Kraft, unterdessen kraftlos, irrt durch das Silicon Valley, wo er auf eine junge Generation trifft, die in völlig anderen Dimensionen denkt. Hier knallen Welten aufeinander, diese Erschütterungen übertragen sich aufs Papier und so auch auf den Leser. An einigen Stellen wirkt unser Kraft fast schon faustisch - er sammelt sein Wissen, häuft es an, und kommt doch nicht vom Fleck. Er scheitert an einer Aufgabe, von der alle erwarten, dass er sie lösen kann. Er wälzt alle Fakten und Vorlagen, dennoch bleibt ihm die Antwort verborgen. István dagegen wirkt fröhlicher, aufgestellter, lebendiger. Er ist immer wieder der Auslöser, übernimmt somit die Rolle des Mephisto, wenn auch in einer weicheren, sanfteren Form. Was mich danach umso mehr überraschte, war Lüschers Humor. Trotz des schweren Themas des Buches dringt immer wieder der Schalk durch. Der Autor teilt immer wieder kleine Seitenhiebe aus, nimmt vieles nicht so Ernst wie es Kraft tut und sieht das Absurde in unserem Alltag. Nur schon die Geschichte, wie István zum Desserteuer wurde, ist eine kleine erzählerische Glanzleistung. Lüschers "Kraft" ist für mich definitiv ein Jahreshighlight, sodass sich der Autor spielerisch und ohne Mühe in den Rang eines Lieblingsautoren hochgeschrieben hat. Dort kann er nun den Platz ausfüllen, der zuvor Paul Auster gehört hatte. So geht es nun mal zu im Leben und in der Literatur.

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  • Kraft

    Kraft

    Alexlaura

    06. June 2017 um 22:37

    Der Rhetorikprofessor Kraft bekommt das Angebot eine Antwort auf die Frage zu finden, warum alle, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Dazu wird er auf die kalifornische Eliteuni eingeladen und es winkt ein Preisgeld in Höhe von 1 Million. Mit diesem könnte er sich und seiner Frau von der unglücklichen Ehe befreien.   Das Buch beginnt mit der Einladung und arbeitet mit vielen Rückblendungen aus der Vergangenheit von Kraft bis in die 80er Jahre. Hier werden auch die politischen Verhältnisse der Zeit dargestellt. Dies macht der Autor sehr gut und man bekommt nebenbei auch etwas von den politischen Verhältnissen mit.   Das Buch beginnt sehr stark und hat mich in seinem Sog gezogen. Leider wird es ab dem ersten Drittel langatmiger und die philosophischen Exkurse werden länger und damit nimmt die Spannung ab. Insgesamt eine gute Idee, aber zu viele Abbiegungen in der Geschichte.

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  • Sprachlich auf den Punkt und wunderbar zu lesen

    Kraft

    michael_lehmann-pape

    29. May 2017 um 11:50

    Sprachlich auf den Punkt und wunderbar zu lesenNicht ohne Hintersinn nennt Lüscher in diesem anregenden und treffenden Roman seine Hauptfigur „Kraft>“. Denn auch um die Kräfte, denen der Mensch sich „entgegenneigt“ geht es im Buch (da, wo eine Reisegruppe und auch Kraft auf der Spitze eines Turms stehen und über das Silicon Valley schauen. Und die neuen, modernen „Kraft-Namen“ erschallen wie ein kirchlicher Chor. „Google. Facebook“. „APPLE!!!!“).„Kraft ist nur mit seiner Verachtung alleine“. So sieht es aus, der Blick des Mannes Richard Kraft. Auf die Welt. Auf seinen Berufsstand. Wo er gerne „gegen den Strich bürstet“, aber das Ganze als unnütz ermattend auch langsam sein läst.„Einer Provokation, die allerdings in der Runde seiner Kollegen ihre Wirkung verliert, denn sie ignorieren sie ebenso routiniert, wie er sie vortrug“.Nicht aus persönlichen Gründen wird er ignoriert, sondern weil scheint´s unter Professoren kaum noch etwas überhaupt allgemeine Erregung hervorruft. Satt und saturiert, eher zynisch denn interessiert, so stellt sich seine berufliche Welt als Rhetorik-Professor ihm dar.Was aber auch an ihm liegen könnte. Denn wenn einer „Abendland“ und „“Untergang“ recht oft und schnell, fast nur, zusammendenkt als Begriffe, ist er ja selber bereits ein stückweit untergegangen im System.Persönlich wird es allerdings da, wo seine Frau ins Spiel kommt. Da reichten ein paar Worte Lüschers, was die Bewertung der Füße seiner Frau durch Kraft angeht. Selten hat man solch zunächst einfach bildlich wirkendes mit doch vernichtender Kraft (da ist sie wieder, die Doppelbedeutung des Namens) gelesen. Wie überhaupt die Bildsprache Lüchers eine durchgehende Freude der Lektüre darstellt und der Autor sehr genau die feinen Nuancen zwischenmenschlicher (fast) Verzweiflung darzustellen vermag.Wenn Kraft im Rahmen eines Wettbewerbs (den besten Vortrag halten zum Thema „Warum alles, was ist, gut ist und warum wir es trotzdem verbessern sollen?“ und, wenn einem der beste Vortrag gelingt, eine Million Dollar Preisgeld bekommen) nicht nur sich am Thema fast die Zähne ausbeißt, sondern immer tiefer seine Person, seine Zukunft mit dem Wettbewerb verknüpft (denn nur mit der Million Dollar kann er sich von seiner Frau und den Schulden seines aktuellen Lebens „Freikaufen“) und gerade bei diesem wichtigsten Akt seines bisherigen Lebens einfach keine Ruhe findet (äußerlich zunächst verstanden), das nimmt teils schon surreale Züge an.Seite für Seite mehr aber wird klar, dass Lüscher vor allem mit den klassischen Vorstellungen eines „gelungenen Lebens“ aufräumt. Denn, oberflächlich, ist einer als Professor und verheiratet ja auf der „Siegerseite“, oder?Und doch einer, dem der Leser von der ersten Seite an beim Scheitern zuschaut. Mit Sprachwitz und in sich logischen Wendungen. Und gerade damit jener Satz „Alles, was ist, ist gut“ bestens konterkariert wird. Und auch die zunächst romantisierenden Erinnerungen an die damalige Studienzeit und Wohngemeinschaft mit seinem „alten Freund Istvan“, der ihm auch in Stanfort ein Bett anbietet, werden sich mehr und mehr in Wohlgefallen auflösen.Eine Auflösung, der man, wird sie auf solch anregende, sprachliche Weise geschildert, gerne beiwohnt.Zumindest für eine Weile, denn trotz der eher überschaubaren Kürze des Romans beginnen sich nach einer Weile die Ironie und die „Zielgruppe“ derselben doch zu wiederholen und das Leben samt der mäandernden, inneren Assoziationen von Kraft bieten, letztlich, nicht unbedingt eine sonderliche Vielfalt an Stoff. Dennoch flüssig und anregend zu lesen. Bei der sich der Leser nebenbei fragt, was denn noch tragfähige Kräfte in der modernen Zeit sein könnten. Die digitale Welt zumindest hält, was Lüscher angeht, solche Kräfte nicht bereit.

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  • Jonas Lüscher - Kraft

    Kraft

    miss_mesmerized

    21. May 2017 um 17:08

    „Theodicy and Technodicy: Optimism for a Young Millennium“ – diese Fragestellung ist es, die den Rhetorikprofessor Richard Kraft aus seiner finanziellen Not retten soll. In einer guten Viertelstunde soll in der ehrwürdigen Stanford Universität von den Bewerbern die Frage erörtert werden, dem Sieger winkt eine Million Dollar gestiftet von einem Internet Milliardär. Da er sich in seinem Tübinger Zuhause nicht in der Lage sieht, angemessen konzentriert an die Arbeit zu gehen, fliegt Kraft schon zwei Wochen vor der Veranstaltung nach Kalifornien und wohnt dort bei seinem Freund István, mit dem er einst in der Westberliner Enklave das Leben studierte und die Politik diskutierte. Bei der Suche nach der Frage, weshalb alles, das ist auch notwendigerweise gut ist, kehrt Kraft gedanklich auch immer wieder in seine Vergangenheit zurück und lässt seine Zeit mit István ebenso Revue passieren, wie die Zeit mit den drei Frauen, die sein Leben geprägt haben. Je näher der Tag der Präsentation rückt, desto weiter entfernt sich Kraft von der Überzeugung, dass in seinem Leben und in der Welt alles zum Besten steht.Der Roman des Schweizer Autors Jonas Lüschers ist vom Feuilleton direkt nach Erscheinen begeistert aufgenommen worden. Es ist vermutlich die erstaunliche Verbindung, die Lüscher in „Kraft“ schafft zwischen der philosophischen Frage nach der Gerechtigkeit Gottes, der politischen Lage eines geteilten Deutschlands, das dem angloamerikanischen Neoliberalismus zu Beginn der 80er Jahre nur Helmut Kohl entgegensetzen kann, den weltbeherrschenden Internetgiganten des Silicon Valley und dem Leben eines einzelnen Mannes, der immer dann beruflich auf der Karriereleiter emporsteigt, wenn gleichzeitig die Frau an seiner Seite den Abstieg hinnehmen muss. Hierin Sinn zu finden und zu begründen, dass dies die bestmögliche aller Welten ist – kein leichtes Unterfangen, wie der Protagonist zunehmend verzweifelt feststellen muss.Der sprechende Name des Protagonisten dient hervorragend als Ausgangspunkt zur Dekonstruktion des Romans. Richard Kraft – steht der Vorname für die Eigenschaften reich, mächtig und stark, fügt der Nachname diesen Einfluss, Wirkungsfähigkeit und Veränderungsfähigkeit hinzu. Sieht man sich die Figur an, so ist Kraft zunächst einmal finanziell abgebrannt. Zwei Ehen und vier Kinder haben ihn ruiniert, er ist dringend auf eine Geldspritze angewiesen. Macht und Stärke hat er eigentlich qua Profession, er war im frisch vereinten Deutschland eine Größe auf seinem Gebiet, scheint aber seine große Zeit hinter sich zu haben und nur wenige ergiebige Gedanken produzieren zu können. Mit dem Vortrag in Stanford erhält er die Chance seinen Einfluss geltend zu machen, eine positive Wirkung auszuüben und etwas an den bestehenden Verhältnissen zu ändern. Doch statt in der Ferne neue Gedanken zu kultivieren, sinkt er Grübelei und hängt der Vergangenheit nach. Eine Lücke klafft zwischen dem, was ist und dem, was sein könnte; ein Riss, der den Protagonisten selbst durchläuft und sehr passend auch auf dem Cover stilisiert ist.Der eigentlich leistungsstarke und intelligente Mann wird überrollt – so wie in seinen Gedanken San Francisco von einer mörderischen und zerstörerischen Welle erfasst und zerstört wird, kann auch er den globalen Trends gesteuert durch die Ökonomie der Internetfirmen nichts entgegensetzen. Hat Gott den Menschen nach seinem Bild erschaffen, so erschafft nun der Mensch den Roboter, der alsbald droht die Macht zu übernehmen und als das bessere Wesen zu regieren. An dieser Stelle wird Kraft zum Sinnbild des modernen Menschen, der sich machtlos ausgeliefert fühlt und für den sich nicht erschließt, weshalb diese Welt, die bestmögliche sein soll.Ein starker Roman, der sich nicht einfach nebenbei weglesen lässt, sondern immer wieder komplexe Diskurse mit dem Leser führt und ihn so mit der Ausgangsfrage konfrontiert. 

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  • Viel Kraft

    Kraft

    thursdaynext

    Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, Ehemann und Familienvater mit geringer Sozialkompetenz, wird mittels einer unvorhergesehen Chance aus seinem provinziellen Tübinger Trott gerissen. Ein Techno Milliardär hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Anlässlich des dreihundertsiebten Jahrestages des Leibnizschen Essays zur Theodizee über die Güte Gottes , die Freiheit der Menschen und den Ursprung des Übels gilt es in 18 Minuten im Theodicy and Technodicy: Optimism for a young Millenium darzulegen -Why whatever is, is right and why we still can improve it. - Unter den Augen und Ohren der per Livestream zugeschalteten Welt erwartet den Verfasser der preiswürdigsten Antwort eine Million Dollar.Diese Million, glaubt Kraft, könnte ihn befreien. Von der Frau die ihn nicht liebt, eher verachtet, den Zwillingstöchtern, die die Haltung ihrer Mutter zu teilen scheinen und so macht er sich auf ins gelobte Land des Silicon Valley um den geldschweren „Lorbeerkranz“ zu erringen. Schwafler der er ist geschickt mit Worten und versiert im Formulieren ist die Aufgabe dennoch nicht einfach für ihn. Allein schon aufgrund seines Charakters und seines Weltbildes, doch er braucht das Geld:„Aller irdischen Sorgen ledig, dürfte er sich ganz der Auslotung seiner eigenen Unzulänglichkeit widmen. Dafür ließe sich doch für ein Mal optimistisch sein. Alles ist gut. Hierzu müssen sich doch ein paar überzeugende Argumente finden lassen. Irgendwo in der Geschichte. ...“Jonas Lüscher erzählt in diesem kurzen Roman die Geschichte dieses Unsympathen grandios. Der Sog ist da und obwohl Rhetoriker Kraft niemand ist den man je ins Herz schließen wird, weckt Lüscher Mitgefühl für ihn.„Nie ist es einfach, nie und nichts! Dringt es wie ein ferner Ruf zu ihm. Das hatte er früh erfahren müssen.“Man ahnt Krafts Scheitern schon voraus, doch wie es sich geriert, das bleibt bis zuletzt hochspannend und erheiternd, wenn man bereits den nötigen Zynismus entfalten konnte diesen Roman trotz, oder wegen?, des frustrierenden Themas zu mögen. Das wiederum macht einem der Autor leicht, denn er brilliert mit seiner Erzählweise und seinen Schlüssen , die er aus dem IST - Zustand zieht der ihm die Argumentationslast komplett abnimmt. Lüscher formuliert nur das Gegebene, das aber großartig.Dabei lässt er den Leser in Zeitsprüngen in die Entwicklung des Antihelden Richard Krafts vom überzeugten Neoliberalen ein. Nebenbei man erfährt erhellende Details zum Lebensweg und Werdegang des durchweg negativ gestimmten Kraft, dessen Name im Laufe der Seiten eine Bedeutung erhält. So zu leben, sich immer wieder aufzurichten, erfordert Kraft. Bereits wie sich jener sein selbst gewähltes Weltbild der Segnungen des Marktliberalismus, welches doch bereits überzeugend widerlegt ist, aufrecht erhält, zusätzlich zu seinen Selbsttäuschungen im Privaten, das ist große urkomische Tragödie. En passant wird die deutsche, Politik der vergangenen Jahrzehnte unter die Lupe genommen, die dem Neoliberalismus den Weg bahnte bis hin zur derzeitigen Misere. Lüscher verknüpft diese verschiedenen Themen elegant. Sein subtiler Humor, der auf mich sehr britisch wirkte, überraschend für einen Schweizer, macht diesen kurzen Roman zu einem komplexen, bösartig amüsant nachdenklichen Lesevergnügen mit Oha Effekt.So unterhaltsam und komisch kann Scheitern, Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik sein.28 Dodos für diese bitterböse und hochgradig witzige Abrechnung mit dem herrschenden Wirtschaftssystem.Übrigens: "Kraft" erinnert mich stark an Einzlkinds hochgeschätze Lesehighlights Gretchen und Billy. Ist Lüscher womöglich ein Teil des geheimisvollen Autorenkollektivs, der sich hier ungebremst intellektuell solo auslebt? Egal wie, mehr davon!

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    • 5

    Bri

    10. May 2017 um 09:07
    thursdaynext schreibt Danke ;) ja, Lüscher macht das großartig diesen Schwafler und seine Lebensgeschichte zu erzählen, er erschafft ihn während des Lesens mit immer mehr Facetten, alles, so komplex es auch ist fließt ...

    Hört sich ja tatsächlich ganz nach einem Buch für mich an. Seufz ...Vor Geschwafel hatte ich ein wenig Angst bei dem Thema ...

  • Lesenswert!

    Kraft

    louzilla

    20. March 2017 um 17:04

    Wir begleiten Kraft zwei Wochen in Kalifornien bei seinem Arbeitsprozess der Abfassung seines Vortrags, der sich mit der Frage befasst, was gut ist in unserer Welt. Diese Frage schwebt über den Geschehnissen und lässt ihn schließlich scheitern. Dabei lässt Kraft uns immer wieder an seinen in Rückblenden erzählten Erinnerungen teilhaben, zum Beispiel wie er seinen Freund, bei dem er wohnt, und seine erste Liebe, die Mutter seines ersten Kindes, kennenlernt. Er gibt uns Einblicke in die Gedanken über seine scheiternde Ehe, sein Versagen bei seinen Töchtern und wir begleiten ihn bei Aktionen, die ihn immer mehr in die finanzielle Misere reißen und die zeigen, wie defizitär er eigentlich ist. Außerdem wird deutlich, wie skrupellos, gläsern, manipulierbar und nicht mehr beherrschbar unsere Welt tatsächlich ist. Sein Antrieb, diesen Vortrag zu schreiben ist einerseits das Preisgeld, dass ihm den Ausweg aus seiner finanziellen und ehelichen Katastrophe verspricht und die Besessenheit von seiner ersten Liebe, von der er nicht weiß, warum sie abgehauen ist, und er lediglich eine Ahnung seiner Schuld verspürt. Das Ganze wird uns in einer lebendigen, hinreißenden Sprache serviert, kurzweilig, humorvoll und voller Ironie – ein echter Genuss. Einziger Wermutstropfen sind die langatmigen und langweiligen politischen Exkurse in die 80er Jahre oder manch unglaubwürdiger Zufall, zum Beispiel Krafts Anwesenheit bei zahlreichen politischen Ereignissen und die dortigen Geschehnisse. Trotz der kleinen Kritikpunkte ist es ein Roman, der absolut lesenswert ist.

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  • 18 Minuten

    Kraft

    TochterAlice

    05. March 2017 um 10:06

    18 Minuten: Diese kurze Zeitspanne soll das Leben des Tübinger Rhetorikprofessors Richard Kraft ändern - zum Besseren natürlich. Er ist dazu ausgewählt worden, eine Kernfrage des Lebens zu beantworten. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt worden, diese benötigt Kraft, um die Scheidung von seiner Frau, nein, eigentlich von seiner Famlie finanzieren zu können.Zwei Wochen Zeit hat er zur Vorbereitung in den USA, dem für ihn im Moment gelobten Land und macht sich auf zu einer Reise, die ihn, wie es sich herausstellt, in die Vergangenheit führt. In seine eigene, in sein früheres Leben, man könnte auch sagen: in seine früheren Leben. Zunächst dadurch, dass sein Helfer in der Not, der ihm erst zu diesem Projekt verhilft, ein Weggefährte aus alten Zeit ist, als er im Neoliberalismus noch die Rettung sah.Aus der Chance auf ein neues Leben wird nicht nur durch diese Begegnung eine Rückkehr zu alten Zeiten. Kraft hinterfragt - zum ersten Mal, so scheint es - die Reaktionen und Aktionen verschiedener Schlüsselpersonen, die im Laufe der Jahre zu bestimmten Wendungen führten. Und dies führt den Kraft auf den Weg: Kraft hat endlich die Kraft, einen Entschluss zu fassen, von dem er nicht mehr abweichen wird.Ein kurzer, aber doch weitläufiger Roman ist es, den Jonas Lüscher uns hier beschert hat. Ich habe mich darauf gefreut, nachdem ich den Erstling "Frühling der Barbaren" noch in bester Erinnerung hatte, ob der originellen Ideen und der spritzigen Wortwahl. Im Folgeroman hält Lüscher dies - so finde ich - nur phasenweise durch. Stellenweise schwafelt er sich ebenso durch den Roman wie die von ihm geschaffene Figur Adam, ein Sohn des Protagonisten und von den Schachtelsätzen habe ich mich teilweise erschlagen gefühlt.Das Ende hat den Roman richtig rund gemacht, dennoch fühle ich mich nach Abschluss des Buchs in etwa so ermattet, als hätte ich einen 1000seitigen Klassiker, von Joyce zum Beispiel oder von einem der vielgerühmten Russen hinter mich gebracht, allerdings nicht demselben satten Gefühl der Befriedigung. Ich muss es nicht immer pragmatisch haben, aber angesichts der immer wiederkehrenden laaangen Sätze habe ich mich dann doch immer wieder nach Sachlichkeit gesehnt. Den Roman empfehle ich nur Lesern, die darauf für einige Zeit verzichten können.

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  • „Kraft“ ist ein Roman, der erzählt von einer aus den Fugen geratenen Welt

    Kraft

    WinfriedStanzick

    27. January 2017 um 08:59

    Der Schweizer Autor Jonas Lüscher, der schon lange in München lebt,  hatte 2013 mit seiner raffiniert gebauten Debütnovelle „Frühling der Barbaren“ gezeigt, dass man zur Bewältigung eines großen Themas nicht unbedingt einen 400 Seiten starken Roman braucht, sondern dass die alte Kunstform der kleinen Novelle durchaus genügend Möglichkeiten bietet. In einer stellenweise fast parabelhaften Erzählung betrachtete er die Innenwelt der Akteure, reflektierte darüber, was Menschsein bedeutet, und wie sich Menschen in extremen Situationen verhalten. Mit einer Sprache, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheint, bleibt er auch in seinem ersten Roman „Kraft“, der nur unwesentlich länger ist als die Novelle aus dem Jahr 2013, bei seinem Thema, zu zeigen, wie dünn die Decke der Zivilisation ist.„Kraft“ erzählt die Geschichte des Tübinger Rhetorikprofessors Richard Kraft. Als Nachfolger von Walter Jens auf dessen berühmten Lehrstuhl gekommen, ist er an der Spitze der intellektuellen Elite des Landes angekommen. Wie erbärmlich es um diese, in den siebziger und achtziger Jahren noch die öffentlichen Debatten bestimmende und den intellektuellen und politisch-gesellschaftlichen Diskurs dominierende Elite bestellt ist, ist ein wesentliche Aussage des Romans, die aber so nie ausgesprochen wird.Richard Kraft ist ein überzeugter Liberaler, der in den achtziger Jahren Graf Lambsdorff und Hildegard Hamm-Brücher verehrte. Lüscher lässt den Leser in vielen Rückblenden in diese Zeit Krafts Entwicklung Revue passieren. Er entwickelt sich in den folgenden Jahren zu einem gefragten Publizisten, der zu fast allen Fragen eine Meinung hat. Dies bringt ihm schlussendlich den ehrwürdigen Lehrstuhl ein.Doch der überzeugte Liberale ist enttäuscht vom Umschwenken des Sozialliberalismus und einen brutalen und marktgläubigen Neoliberalismus und gerät intellektuell immer mehr in jene Aporien, die auch viele andere seiner Zunft zu befallen haben scheint. Ein Gefühl, die Welt nicht mehr verstehen und erklären zu können, ausweglos zu sein angesichts einer Entwicklung,  lässt in ihn tiefe Zweifel fallen.Dazu kommt eine private Situation, die nicht viel besser ist. Er ist verheiratet, hat zwei pubertierende Töchter und hat sich mit dem Kauf eines Hauses in bester Tübinger Lage schwer verschuldet. Seine Ehe ist eigentlich am Ende, als Richard Kraft von dem ehemaligen Freund  Istvan, jetzt Professor an der Stanford University (die Geschichte der beiden und ihrer Freundschaft wird in den zahlreichen Rückblenden deutlich), eine Einladung in das Silicon Valley in Kalifornien erhält. Dort sollen die hochdekorierten Teilnehmer aus aller Welt eine wissenschaftliche Preisfrage beantworten in einem Wettbewerb, den ein Internetmogul namens Thomas Erkner mit einem Preisgeld von einer Million Dollar ausgelobt hat.In einem 18-minütigen Vortrag sollen die Teilnehmer in Anlehnung an die Theodizeefrage von Leibniz antworten auf die Frage: „Theodicy an Technodicy: Optimism for a Young Millenium. Why whatever is, is right and why we can still improve it?“ Mit einem Livestream sollen die Vorträge in alle Welt übertragen werden.Mehr noch als die intellektuelle Herausforderung reizt Kraft das Preisgeld, mit dem er seine Schulden tilgen und sich endlich aus einer unerträglich gewordenen Ehe lösen könnte. Um sich ordentlich vorzubereiten, reist er schon vier Wochen  vor dem Wettbewerb an, und kann sich in den Räumen der „Hoover Institution on War, Revolution and Peace“ einquartieren.Mit dem Vortrag selbst kommt er nicht voran. Seine Gedanken gehen immer wieder zurück in seine Vergangenheit, als ihm jedenfalls noch klar schien, was richtig ist und falsch. Lüscher lässt ihn an einer Stelle denken: „Nichts war einfach, nie, und darüber hatte er sich den Mund fusselig geredet und das Hirn wund gedacht. Er sehnte sich nach festem Grund, danach, nur noch eine Sache wissen zu müssen, auf der alles gründete, auf die sich alles andere beziehen ließ.“Für mich sind das die zentralen Sätze und Aussagen eines Buches, das von einer Sehnsucht handelt, die sich nicht erfüllt. Die Welt ist komplizierter, es gibt keine eindeutigen Erklärungen mehr, ja man kann nicht mehr tun „ als dass man sich selbst immer bewusst ist, dass das eigene Vokabular nicht abschließend ist, dass man also seinem eigenen Vokabular misstraut, und zwar in einem ständigen Prozess“, wie Lüscher selbst sagt.„Kraft“ ist ein Roman, der erzählt von einer aus den Fugen geratenen Welt, in der eine schamlose Machtelite zu jedem auch intellektuellen Tabubruch bereit ist, und der die Macht und die Kraft des Denkens nicht mehr entgegenzusetzen hat als ihre Selbstaufgabe und Kapitulation. Ein Buch, das passt in jene Tage seines Erscheinens, wo Lügen „alternative Fakten“ genannt werden und wo es nicht mehr um politische Inhalte geht, sondern nur noch um Personen und Umfragewerte.Doch, und davon ist der Rezensent überzeugt, es werden wieder Tage kommen, wo es wichtig ist, das viele Menschen das Denken und ihre Kritikfähigkeit nicht abgegeben haben vor lauter Resignation und Anpassung, Tage, wo genau diese Fähigkeiten wieder gebraucht werden, um die Trümmer eines sich hemmungslos ausbreitenden Autoritarismus überall auf der Welt zu beseitigen und eine demokratische Kultur wieder zu etablieren, die in diesen Zeiten vor die Hunde zu gehen droht.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2503
  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
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