Jonas Lauströer

 4,8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Jonas Lauströer

Jonas Lauströer, geboren 1979 in Hamburg, schloss sein Studium an der Hamburg University of Applied Sciences 2006 als Diplom Designer ab. Seiher arbeitet er als freier Illustrator und Lehrbeauftragter. Einem größeren Publikum wurde er im vergangenen Jahr mit seinem Bilderbuch zu Wilhelm Buschs ›Hans Huckebein‹ bekannt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jonas Lauströer

Cover des Buches Der Hase und der Igel (ISBN: 9783865662699)

Der Hase und der Igel

 (3)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Monster (ISBN: 9783789184215)

Monster

 (2)
Erschienen am 26.08.2008
Cover des Buches Mondschein über dem Deich (ISBN: 9783596854721)

Mondschein über dem Deich

 (2)
Erschienen am 07.10.2011
Cover des Buches Das Elefantenkind (ISBN: 9783865663320)

Das Elefantenkind

 (1)
Erschienen am 09.11.2018
Cover des Buches Reinecke der Fuchs (ISBN: 9783865661524)

Reinecke der Fuchs

 (1)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Vom dem Fischer und seiner Frau (ISBN: 9783865661722)

Vom dem Fischer und seiner Frau

 (1)
Erschienen am 17.10.2013
Cover des Buches Der alte Schäfer (ISBN: 9783865661425)

Der alte Schäfer

 (1)
Erschienen am 01.11.2021
Cover des Buches Wie fing alles an? (ISBN: 9783794191383)

Wie fing alles an?

 (0)
Erschienen am 22.01.2009

Neue Rezensionen zu Jonas Lauströer

Cover des Buches Reinecke der Fuchs (ISBN: 9783865661524)B

Rezension zu "Reinecke der Fuchs" von Jonas Lauströer

Ein atemberaubendes Bilderbuch!
Brigitte_Wallingervor einem Jahr

Der König, Löwe Nobel, lädt alle Tiere zur alljährlichen Versammlung ein, auf der ihm jede(r) seine/ihre Nöte und Sorgen vortragen darf. Isegrim, der Wolf, tritt als erster vor den König und beschwert sich über Reineke Fuchs, der seine Familie mehrfach belogen und übers Ohr gehauen habe. Nach ihm tritt Henning der Hahn den Festplatz und erzählt, wie Reineke Fuchs ihn überlistet und seine Familie stark dezimiert hat. Als dann noch Pardel der Panther berichtet, wie Reineke Lampe den Hasen übertölpelt und beinahe gefressen habe, hat der König genug gehört. Er schickt seinen Vertrauten, Braun den Bären, aus, um Reineke Fuchs zu holen und über ihn Gericht zu halten. Doch den gewieften Reineke zum König zu bringen ist keine leichte Aufgabe…

 

Mal hat man mit den Überlisteten Mitleid, mal muss man lachen. Jedenfalls ist es bewundernswert, wie Reineke Fuchs es immer wieder schafft, die anderen für dumm zu verkaufen und seinen Kopf stets aus der Schlinge zu ziehen. Ein herrliches Vergnügen für alle ab 4 Jahren.

 

Übrigens ist diese wunderbare, von Renate Raecke fein gesponnene Geschichte nicht neu. Den schlauen Fuchs kennen wir ja schon aus den 2600 Jahre alten Fabeln von Äsop (dazu HIER ein paar ausführlichere Worte). Im Mittelalter, um ca. 1149, verfasste dann ein flämischer Autor, vermutlich Magister Nivardus, das aus einzelnen Fabeln bestehende Tierepos Ysengrimus, in dem es um den Wolf und seinen Gegenspieler, den Fuchs, ging. Der Dichter verlieh den Tieren Namen, die man noch bis heute kennt (z. B. Isegrim Wolf). Davon ausgehend erschienen in Frankreich in den folgenden Jahrzehnten diverse Varianten, in denen es vor allem um den gewitzten Fuchs ging. Der französische „Roman de Renart“ (um 1200) war der Beginn von Reinekes Ruhm. (Seitdem ist übrigens das französische Wort für Fuchs „renard“ und nicht mehr, wie ursprünglich, „goupil“.) Es folgten Übersetzungen und Neufassungen in England, im Elsass, in Flandern und in Deutschland. 1498 erschien in Norddeutschland „Reynke de vos“.

Reineke der Fuchs ist ein Tunichtgut und Schelm, ähnlich seinem Zeitgenossen Till Eulenspiegel. Seine Streiche sind oft auch in ironische Beschreibungen von höfischem Leben und kirchlicher Macht eingebettet. Der Stoff wurde auch übersetzt ins Dänische, Schwedische und Lateinische: ein echter Bestseller!

Schließlich schrieb Johann Wolfgang von Goethe 1793/94 sein berühmtes Versepos „Reineke Fuchs“ und verlieh Reineke vollends Kultstatus.

All das führte dazu, dass Reineke auch im modernen Deutschunterricht seinen fixen Platz hat. Die Geschichte von Reineke, der die Wölfin im Winter dazu animiert, ihre Rute zum Fischen in den See zu halten (er friert natürlich ein), war zum Beispiel im Grundschul-Lesebuch meiner Tochter enthalten.

 

Da es seit Jahrhunderten listige und dumme Menschen gibt, ist der Stoff nach wie vor relevant und selbst für die Kleinen höchst unterhaltsam. Renate Raecke erzählt die Geschichte von Reineke Fuchs zeitgemäß, spannend und pointiert. Ein echter Leckerbissen für geschichtenhungrige Kinder!

 

Jonas Lauströers Illustrationen zu Reineke der Fuchs sind atemberaubend! Seine Figuren sind herrliche Mischungen aus Mensch und Tier, zum Beispiel die jammernd heulende Wolfsfamilie, hinter denen sich schon die nächsten Ankläger, die zornige Familie Hahn, abzeichnet. Alle Illustrationen beinhalten genau jenes feine Augenzwinkern, das auch Raeckes Geschichte so lebendig macht. So schleicht sich eine prachtvolle Entenbrust weg, als Familie Fuchs zum Schluss mit einem Entenbraten feiert, dass sich Reineke wieder einmal erfolgreich aus dem Schlamassel befreit hat.

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Cover des Buches Das Elefantenkind (ISBN: 9783865663320)W

Rezension zu "Das Elefantenkind" von Rudyard Kipling

Der Klassiker - neu Illustriert
WinfriedStanzickvor 3 Jahren


 

Irgendwann vor langer Zeit hat der Autor des Dschungelbuchs, Rudyard Kipling, einem „allerliebsten Liebling“ eine andere Geschichte aus Afrika erzählt. Die Geschichte „Das Elefantenkind“ ist zum Klassiker geworden, obwohl sie vielen modernen Menschen nicht gefällt. Sie kritisieren, dass ein Kind in diesem Buch für seine Neugier und  seinen Wissensdurst immer wieder von anderen, denen er Fragen stellt, verprügelt wird.

 

Doch diese Kritiker seien gefragt, wie denn heute wirklich neugierige Kinder, die mit ihren Fragen nicht locker lassen, von Erwachsenen behandelt werden. Sei`s drum. Heutige Kinder werden deshalb an der Geschichte keinen Schaden nehmen, sondern sich den kleinen mutigen und neugierigen Elefanten zum Vorbild nehmen, nicht nachzulassen, wenn sie wirklich etwas wissen wollen.

Vor langer Zeit, so erzählt Kipling, hatten die Elefanten noch keinen Rüssel, sondern nur eine knubbelige Nase. Das kleine Elefantenkind ist neugierig, es sieht, dass viele andere Tiere in der Steppe ganz besondere Körpermerkmale haben und fragt sie danach. Dass er dabei sowohl beim Strauß, als auch bei der Giraffe und dem Flusspferd auf Unwillen stößt, hatten wir schon erwähnt. Doch dann trifft er den kleinen Kolokovogel, der ihn zu einem Fluss schickt.

 

Dort trifft er eine Schlange und ein Krokodil, das ihm in die Nase beißt und ihn fressen will. Doch durch tapferen Widerstand und mit der Unterstützung der Schlange verlängert sich seine Nase zu einem Rüssel. Stolz kehrt er damit heim und kann sich nun  auch besser gegen seine Brüder wehren.

 

Das amüsante und lehrreiche Märchen vom Autor des Dschungelbuchs Rudyard Kipling wird durch die detailreichen, großformatigen Illustrationen von Jonas Lauströer zu einer spannenden Fantasiereise zum Vor- und Selberlesen.

 

 

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Cover des Buches Vom dem Fischer und seiner Frau (ISBN: 9783865661722)W

Rezension zu "Vom dem Fischer und seiner Frau" von Jonas Lauströer

Phantastische Illustrationen
WinfriedStanzickvor 8 Jahren


 

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje, Buttje in der See,

myne Fru de Ilsebill

will nich so, as ik wol will.

 

Dieser Ausspruch des alten Fischers und dem durch die Aufnahme in das Grimm`sche Märchenbuch sehr bekannt gewordenen Märchen von Philipp Otto Runge aus dem Jahr 1806 ist geradezu sprichwörtlich geworden, während das Märchen selbst eher unbekannt und ungelesen blieb, das hing auch damit zusammen, dass es im Grimm`schen Märchenbuch in seinem plattdeutschen Original angedruckt war.

 

Nun  hat  Minedition eine wunderbare Ausgabe dieses Märchen veröffentlicht, für die Renate Raecke den plattdeutschen  Text sehr ansprechend ins Hochdeutsche übertragen und das Märchen auch auf seinen wichtigen Kern gekürzt hat.

 

Zentral und absolut beeindruckend sind jedoch neben dem Text in dieser Neuausgabe die dunklen, schwermütigen und in die heutige Lebenswelt übersetzten Illustrationen von Jonas Lauströer, die dem Märchen eine überraschende Aktualität geben.

 

Ein erklärendes Nachwort von Renate Raecke informiert über die Entstehungs-und Wirkungsgeschichte dieses alten Märchens.

 

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