Jonas Moström

 3.7 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Dominotod, So tödlich nah und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Mitternachtsmädchen

Erscheint am 22.02.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Jonas Moström

Dominotod

Dominotod

 (59)
Erschienen am 01.12.2017
So tödlich nah

So tödlich nah

 (13)
Erschienen am 13.01.2017
Herzversagen

Herzversagen

 (7)
Erschienen am 09.10.2007
Mitternachtsmädchen

Mitternachtsmädchen

 (0)
Erschienen am 22.02.2019

Neue Rezensionen zu Jonas Moström

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Rezension zu "Dominotod" von Jonas Moström

Überzeugend
MAZERAKvor 5 Monaten

Aufgrund der durchweg starken Bewertungen der Vorableser habe ich mir als Lesestoff “Dominotod” von Jonas Moström gekauft. Das Cover weist eindeutig auf einen Skandi-Krimi hin, reißt mich aber nicht gerade vom Hocker.
Das Buch selbst allerdings schon. Sehr spannend erzählt Jonas Moström vom Arzt eines Krankenhauses, der tot aufgefunden wird, während ein zweiter Kollege spurlos verschwunden ist. Psychiaterin Nathalie Svensson, Mutter zweier Kinder und in Scheidung lebend, steht unter Druck. Der Gerichtstermin zum Entscheid des Sorgerechts steht an. Und da wird sie zu dem mysteriösen Todes- und Vermisstenfall hinzugezogen. Es stellt sich heraus, dass ihre eigene Schwester Estelle, zu der sie nur einen lockeren Kontakt pflegt, die letzte Kontaktperson des Vermissten war…
Jonas Moström erzählt sehr fesselnd, lässt den Leser intensiv an den Ermittlungen, Vermutungen und Gedanken des Teams teilhaben. Die Protagonisten sind gut beschrieben und mit ihren persönlichen Hintergründen sehr menschlich und sympathisch. Die Spannung lässt nie wirklich nach, man meint, dem Täter näher zu kommen, landet dann in einer Sackgasse und gerät immer mehr in einen Wettlauf mit der Zeit, denn es gilt, den Vermissten, einen Freund von Ermittler Johan Axberg schnellstens lebend aufzufinden. Als dann auch noch Estelle, Nathalies Schwester, verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse. Ein insgesamt spannender Krimi, den man in einem Rutsch durchlesen kann, schlüssig und überzeugend - empfehlenswert!

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Aspasias avatar

Rezension zu "Dominotod" von Jonas Moström

Ein Schwedenhappen Mord & Entführung
Aspasiavor 7 Monaten

Jonas Moström hat mit Dominotod , im Dezember 2017 im Ullstein Verlag erschienen, seinen zweiten aus der Natalie-Svensson-Reihe vorgelegt, mit dem ich gestern bei strahlend blauen bayrischen Wetter auf der Gartenliege gen Schweden abgetaucht bin. 384 relativ unblutige Seiten, die aber eine solche Sogwirkung hatten, dass ich ihn erst aus der Hand legen konnte, als ich wusste, wer es war. Aber der Reihe nach ? In Dominotod geht es, wie in seinem Vorgänger (, den ich noch nicht gelesen habe, was zum Verständnis des Buches auch nicht notwendig) ist, um die renommierte psychiatrische Oberärztin und Professorin Natalie Svensson, 45, frisch geschieden und auf der Suche nach Streicheleinheiten fürs weibliche Ego, Mutter zweier Grundschulkinder aus Uppsala und im Sorgerechts-Clinch mit deren Vater, die mit ihrem Fachwissen eine Schweden weit operierendes Spezialeinheit OFA (Einheit für operative Fallanalyse) bei der Aufklärung schwerer Gewaltverbrechen unterstützt. In diesem Fall werden sie zur Verstärkung des Vorortteams in den waldreichen Norden Schwedens nach Sundsvall gerufen, wo ein am örtlichen Krankenhaus beschäftigter Arzt, Thomas Hofmann, nur mit einer Unterhose bekleidet im Wald tot aufgefunden wird. Er scheint vor seinem Tod mehrere Tage gefangen gehalten und gefoltert worden zu sein, bevor man ihn mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen hat. In seinem Rachen findet die Gerichtsmedizinerin einen Dominostein. Ein weiterer Stein taucht wenig später neben dem Namensschild des vermutlich vom selben Täter bzw. von den selben Tätern entführten Kollegen, Oberarzt Eric Jensen, auf. Er ist ebenfalls geschieden und seit Schultagen der beste Freund des für den Fall verantwortlichen Kriminalhauptkommissar Johann Azberg, 40. Azberg ist Vater eines gerade kränkelnden anderthalbjährigen Sohnes und lebt mit ihm und dessen Mutter, Carolina zusammen, die mitten in den Ermittlungen sehr engagiert dabei ist ?die Beziehung auf die nächst höhere Ebene? zu heben ? Der letzte Mensch hingegen, der Eric lebend gesehen hat, ist Natalies verheiratete, jüngere Schwester Estelle, zu der sie seit ein paar Jahren nur begrenzt Kontakt hatte. Zu den emotionalen Verstrickungen durch persönliche Beziehungen der Ermittler zu Opfer und Zeugen, kommt erschwerend der Zeitdruck hinzu, da sie schnell erkennen, dass die Opfer nach 3 Tagen Gefangenschaft getötet werden. Vom spannenden und stilistische gut konstruiertem Plot, der Leser nähert sich der Geschichte aus zwei Erzählperspektiven und Zeitebenen, und dem malerischem Setting abgesehen, finde ich das sozialpolitische Kolorit und die Figurenzeichnung besonders hervorhebenswert. Das Skandinavien, so auch Schweden, uns in Punkto Emanzipation und Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein gutes Beispiel sein kann, weil dort vieles schon diskussionslos als gesetzt gilt, was wir hier noch zäh verhandeln, zeigen nicht nur die Figuren, sondern auch der Autor. Moström, Jahrgang 73 und selbst Mediziner, hat in seiner Elternzeit zu schreiben begonnen. Überhaupt gefiel mir die (für mich typisch skandinavisch) Normalität der Ermittler. Die einzelnen, dezenten Verweise im Roman auf den ersten Teil der Reihe "So tödlich nah" hat mich so neugierig gemacht, dass ich mir jetzt wohl noch einen Schwedenhappen gönne. 

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Svanvithes avatar

Rezension zu "Dominotod: Kriminalroman (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 2)" von Jonas Moström

Dominotod
Svanvithevor 10 Monaten

Nathalie Svensson wird als Mitglied der OFA zusammen mit dem Leiter Ingemar Granstam und dem Kriminaltechniker Tim Walter nach Sundsvall gerufen. Sie sollen dem dortigen Kommissar Johan Axberg und dessen Kollegen mittels Erstellung eines Täterprofil helfen, ein seltsames Verbrechen aufzuklären.

Thomas Hoffmann, ein Arzt der psychiatrischen Abteilung, ist ermordet aufgefunden worden. Offensichtlich wurde er mehrere Tage gefangen gehalten und gefoltert, aus den Rückenmuskeln zu beiden Seiten der Wirbelsäule symmetrische Rechtecke geschnitten und in den Mund des Opfers einen Dominostein mit der doppelten Sechs platziert.

Erschwerend kommt hinzu, dass ein weiterer Arzt verschwunden ist: Erik Jensen, der beste Freund von Johan Axberg. Auch hier hat der Täter einen Dominostein hinterlassen. Mit jedem Tag, der ergebnislos verstreicht, wird die Gefahr für das Leben von Erik Jensen größer.

Und als ob das noch nicht reichen würde, scheint es so, dass Nathalie Schwester Estelle ebenfalls in die Sache involviert ist, weil sie, die eine Beziehung zu Erik Jensen hatte, ihn zuletzt gesehen hat.


Jonas Moström kehrt nach "So tödlich nah" mit „Dominotod“ zum klassischen Kriminalroman mit polizeilicher Ermittlungstätigkeit zurück und bleibt dabei seinem verhältnismäßig schwermütigen Schreibstil treu. In zunächst eher ruhiger Art und Weise versteht er es, im Verlauf der Geschichte zu verwirren, in dem er durch wechselnde Einschübe in die Gedankenwelt des Täters führt. Er legt raffinierte Spuren, erhöht mit dem Druck, der auf allen lastet, Erik zu finden, auch entsprechend das Tempo, so dass stetig die Spannung gesteigert wird. Daneben lässt er einige plausible und nachvollziehbare Möglichkeiten zu, wer der Mörder sein könnte, und verschafft so dem Leser einen vermeintlichen Vorsprung vor den eigentlichen Ermittlern.

Trotzdem lebt „Dominotod“ vor allem von den Beziehungsverflechtungen seiner Protagonisten. Für einen guten Überblick über die wichtigsten Figuren sorgt eine Aufstellung, die zudem mit Hintergrundinformationen aufwartet. Während im ersten Band der Reihe größtenteils Nathalie Svensson im Mittelpunkt stand, verschiebt sich dieser und rückt weitere Personen in den Fokus.

Unter anderem Johan Axberg, als ermittelnder Kriminalist den schwedischen Lesern bereits aus acht Bänden einer eigenen Reihe bekannt. Wenngleich bedauerlich ist, dass bisher lediglich „Herzversagen“ (Band 1) in Deutsch erschien, kann der Entschluss von Jonas Moström, seiner Hauptfigur Nathalie Svensson nach ihrer alleinigen Präsentation in „So tödlich nah“ ein Zusammentreffen mit Johan Axberg einzurichten, nur begrüßt werden. Denn trotz aller Unterschiede gelingt die Mischung, und Nathalie und Johan agieren gut zusammen und komplettieren einander.

Während Johan Axberg mehr kopflastig ist, seine Ermittlungen immer engagiert führt und sie mit fast an Besessenheit grenzender Beharrlichkeit zu einem erfolgreichen Ende führen will, worunter die Beziehung zu seiner Familie leidet, handelt und reagiert Nathalie eher emotional und subjektiv. Die vergangenen traumatischen Ereignisse sind nicht spurlos an ihr vorbeigegangen, so dass sie tatsächlich eine Zeit Ruhe für sich benötigt hätte, um wieder frei und zuversichtlich in ihr altes Leben zurückzukehren. Aus diesem Grund hat sie auch zunächst gezögert, nach Sundsvall zu fahren, sich aber dann wegen ihrer Schwester, die sie drei Jahre lang nicht gesehen hat, dazu entschlossen.

In „Dominotod“ gelingt es, sich Nathalie mehr anzunähern. Jonas Moström macht es dem Leser leichter, sie in ihrem Denken und Handeln zu verstehen und ermöglicht eine Identifikation und die Hoffnung zu, dass es ein Wiedersehen gibt.

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