Jonas Moström

 4 Sterne bei 285 Bewertungen
Autor von Mitternachtsmädchen, Eisige Dornen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jonas Moström

Schriftsteller und Lebensretter: Jonas Moström, geboren 1973 in Schweden, studierte Medizin an der Universität Uppsala und arbeitete anschließend mehrere Jahre als Arzt im Praktikum im Krankenhaus Sundsvall. Heute rettet Moström nur noch halbtags Leben: Er arbeitet als Arzt in einem Pflegezentrum. 2004, als er Elternzeit nahm, schrieb er seinen Debütroman „Herzversagen“. Mit seinem zweiten Buch, „Svart Cirkel“ (dt. etwa „Schwarzer Kreis“), gelang ihm der große Durchbruch. Zu seinen beliebtesten Büchern, auch in Deutschland, zählen heute vor allem die Bände über die Psychiaterin Nathalie Svensson, deren Auftakt 2014 mit „So tödlich nah“ erschien. Moström lebt gemeinsam mit seiner Familie in Kungsholmen, einem Bezirk der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Alle Bücher von Jonas Moström

Cover des Buches Mitternachtsmädchen (ISBN: 9783548291239)

Mitternachtsmädchen

 (97)
Erschienen am 22.02.2019
Cover des Buches Eisige Dornen (ISBN: 9783548291246)

Eisige Dornen

 (92)
Erschienen am 31.01.2020
Cover des Buches Dominotod (ISBN: 9783548288925)

Dominotod

 (68)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches So tödlich nah (ISBN: 9783548613284)

So tödlich nah

 (20)
Erschienen am 13.01.2017
Cover des Buches Herzversagen (ISBN: 9783442461134)

Herzversagen

 (7)
Erschienen am 09.10.2007
Cover des Buches Eisesschatten (ISBN: 9783548291826)

Eisesschatten

 (0)
Erscheint am 27.09.2021
Cover des Buches Herzversagen (ISBN: 9783869744636)

Herzversagen

 (0)
Erschienen am 07.08.2020

Neue Rezensionen zu Jonas Moström

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Cover des Buches Dominotod (ISBN: 9783548288925)PoldisHoerspielseites avatar

Rezension zu "Dominotod" von Jonas Moström

Dominotod (Jonas Moström)
PoldisHoerspielseitevor 4 Tagen

Gleich zwei Ärzte eines nordschwedischen Krankenhauses verschwinden beinahe gleichzeitig. Doch während von Erik Jensen keine Spur zurückbleibt und lediglich ein Dominostein neben seinem Namensschild zurückbleibt, wird Thomas Hoffmann grausam ermordet aufgefunden und vor seinem Tod offenbar mehrere Tage lang gequält. Auch bei ihm wird ein Dominostein gefunden. Psychiaterin Nathalie Svensson soll ein Täterprofil erstellen, doch sie wird bei ihren Ermittlungen gehemmt – ihre eigene Schwester scheint in den Fall verwickelt zu sein…

Mit „Dominotod“ legt der schwedische Autor Jonas Moström bereits seinen zweiten Band um die Psychiaterin Nathalie Svensson vor, nachdem ihm mit „So tödlich nah“ ein durchaus überzeugender Auftakt gelungen ist. Das Privatleben der Hauptfigur nimmt dabei etwas weniger Raum ein als zuvor, wird aber dennoch vertieft, da ihre Schwester eine gute Freundin des verschwundenen Arztes war und sie so selbst zu einer Verdächtigen wird. Die dadurch entstehende Brisanz sorgt für einen zusätzlichen Schub, ist bei näherer Betrachtung aber wohl so nicht möglich – sei es drum. Nathalie Svensson bleibt wie im ersten Band auch sehr kühl und abweisend, sie zeigt nur wenige freundliche oder verletzliche Seiten, sodass es schwerfällt, eine wirkliche Bindung zu ihr einzugehen. Auch hier habe ich wieder einige Zeit benötigt, um mit ihr wirklich warm zu werden. Anders sieht es da schon bei Johan Axberg aus, der als Kommissar in dem Fall ermittelt und eng mit Nathalie zusammenarbeitet, er wirkt positiv, optimistisch und zugänglich. Dieser Kontrast ist reizvoll und bereichert den Fall auf persönlicher Ebene.

Der Plot an sich ist dem Autor sehr gut gelungen und enthält einige spannende Elemente – allein die Idee des Dominosteins bringt gleich zu Beginn ein großes Rätsel mit ein, das erst wesentlich später gelüftet wird. Die Handlung ist sehr unterhaltsam und packend geschrieben, ein stetiger Informationsfluss und ein paar gekonnte Wendungen sorgen für aufregende Momente. Mir gefällt, dass sich der Thriller eher auf der psychischen Ebene abspielt und allzu blutige Details oder aufgesetzte Actionszenen ausgespart wurden, so kann man sich völlig auf die Personen konzentrieren. Mit weiteren Zeitebenen, die in Form von Rückblicken eingebaut sind, wird die Dynamik der Handlung erhöht und sorgt für einen abwechslungsreichen Ausdruck.

„Dominotod“ ist mit seinem packenden Verlauf und der dichten Atmosphäre sehr lesenswert geraten – übrigens auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, die wesentlichen Grundlagen ergeben sich aus den Zusammenhängen. Das ermittelnde Duo aus Psychiaterin und Kommissar ist konträr zueinander angelegt, was den Reiz der Handlung deutlich erhöht. Spannung wird schnell aufgebaut und kann dann durchgängig gehalten werden.

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Cover des Buches So tödlich nah (ISBN: 9783548613284)PoldisHoerspielseites avatar

Rezension zu "So tödlich nah" von Jonas Moström

So tödlich nah (Jonas Moström)
PoldisHoerspielseitevor 11 Tagen

In ihrer Freizeit genießt die Psychiaterin Nathalie Svensson nach der
Trennung von ihrem Mann das neu gewonnene Singledasein, auch wenn sie
die Gesellschaft von Männern weiterhin sucht. Die Nachricht, einen
Liebhaber in Stockholm zu treffen, folgt sie deswegen ohne nachzudenken,
muss dann aber mit ansehen, wie dieser auf offener Straße stirbt und in
ihren Armen stirbt. Das reißt alte Wunden wieder auf, denn auch vor
zehn Jahren wurde bereits einer ihrer Partner auf ähnliche Art getötet…

Der
schwedische Autor Jonas Moström hat über seine Figur Nathalie Svensson
mittlerweile eine ganze Buchreihe verfasst, „So tödlich nah“ ist dabei
der erste Fall für die Psychiaterin und geht noch stärker auf ihr
Privatleben ein als die anderen Bände. Einerseits ist das natürlich
geschickt gemacht, da die Grundlagen für die kommenden Bände bereits
hier gelegt werden, andererseits ergibt sich dies sehr organisch, da der
Fall eben in ihrem direkten Umfeld angesiedelt ist. Dabei wird die
Hauptfigur nicht einmal sonderlich sympathisch dargestellt, sondern eher
schroff und kühl, sodass es mir anfangs schwerfiel, eine wirkliche
Verbindung mit ihr aufzubauen. Sicherlich hat sie auch zugänglichere
Seiten, ich musste mich dennoch erst an Nathalie gewöhnen. Die Stimmung
in Schweden, insbesondere in Stockholm, kommt dabei gut zur Geltung,
hier wird ein solides Fundament geschaffen, um die Geschichte wirken zu
lassen.

Der oben beschriebene Ausgangspunkt ist sehr interessant
verfasst, auch die eingebauten Rückblicke auf die Ereignisse vor zehn
Jahren mit dem ersten Mord in Nathalies Umfeld sind sehr gelungen. Die
Verwebung dieser beiden Erzählstränge sorgt für eine intensive Stimmung,
da sich immer mehr Übereinstimmungen ergeben. Leider ist allerdings
schon deutlich vor dem Finale klar, wer der Täter ist, auch sein Motiv
ist dann keine Überraschung mehr. Leider kann die anfängliche Spannung
deswegen nicht durchgängig gehalten werden. Auch wenn die Handlung
durchgängig kurzweilig ist, kommt eben keine Aufregung auf. Zudem hätte
ich mir ein wenig mehr Individualität gewünscht, die den Roman wirklich
einzigartig machen, einiges ist mir dann doch seltsam vertraut
vorgekommen.

„So tödlich nah“ ist mit der Zweiteilung der
Handlung und den beiden eng miteinander verknüpften Fällen interessant
und unterhaltsam geschrieben, kann allerdings wegen einiger zu
offensichtlicher Fährten die Spannung nicht durchgängig halten.
Hauptfigur Nathalie Svensson ist komplex beschrieben und eine markante
Figur – vielleicht auch gerade, weil sie nicht immer sympathisch ist und
ich ein wenig Zeit braucht, um mit ihr warm zu werden.

 

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Cover des Buches Mitternachtsmädchen (ISBN: 9783548291239)Woerterkatzes avatar

Rezension zu "Mitternachtsmädchen" von Jonas Moström

Jonas Moström - Mitternachtsmädchen
Woerterkatzevor 2 Monaten

Nathalie Svensson, Psychologin und Mitglied eines Profilerteams, dass in ganz Schweden eingesetzt wird, steckt in einen schwierigen Sorgerechtsstreit mit ihrem Mann Hakån, als in Uppsala eine junge Studentin ermordet aufgefunden wird.
Mit der Protagonistin habe ich zu Beginn so meine Probleme gehabt, das mag zu einem daran liegen, dass ich die beiden Vorgängerbände nicht gelesen habe, und zum anderen auch daran, dass ich nicht mit ihrer Art zu Recht kam. Aber das hat sich während des weiteren Lesens gebessert und zum Ende hin mochte ich sie immer mehr. Ihre ruhige Denkweise zieht sich durch den ganzen Krimi.
Überhaupt hat Moström seine Charaktere sehr gut gezeichnet. Da ist Schytt, der Leiter der Ermittlung, bei dem man nie weiß, was er überhaupt weiß oder stochert er nur im Nebel herum. Granstam, der unter Schlafstörungen leidet und daher etwas schwerfällig daher kommt. Außerdem Johan, der als Ermittler in Stockholm tätig ist und zum Team dazu gestoßen ist. Mein besonderer Liebling ist allerdings Tim Walter, der Kriminaltechniker und Computergenie, seine analytische Denkweise und auch seine Unsicherheit außerhalb seines geschützten Bereichs macht ihn direkt sympathisch.

Das Setting finde ich gelungen. Uppsala nördlich von Stockholm als Schauplatz eines Kriminalfalls zu haben und nicht immer die schwedische Hauptstadt ist eine Abwechslung. Moström beschreibt in “Mitternachtsmädchen” auch Teile der Stadt und so wird sie greifbar gemacht mit der Universität, der Bibliothek, dem Linee-Park, Gustavinum und dem Dom.  Gerade die Beschreibung von Uppsala hat mich in die Story hineingezogen und ich konnte förmlich die Stadt vor mir sehen.

Seine bildhafte Beschreibung des Ortes lebt Jonas Moström zum Glück nicht in der Darstellung der Taten aus. Er beschreibt weder die Verbrechen, noch greift er zu einer plastischen Darstellung zurück. Die Spannung kommt unterschwellig zutage und wird nicht künstlich durch Actionszenen hochgezogen.  Vielmehr gelingt es ihm durch die stetige Erzählung der Ermittlung, den Gesprächen von Nathalie mit den Eltern der toten Studentin und ihrer besten Freundin,  den zwischenmenschlichen Begebenheiten, die Spannung im Laufe der Handlung ansteigen zu lassen.

Gerade dieser ruhige Erzählstil und die kurzen Kapitel, die logisch aufeinander aufgebaut sind, ohne etwas zu verraten, machen diesen Krimi zu einem Lesevergnügen. Cliffhanger hat Moström gekonnt eingesetzt, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ein richtig genialer Pageturner, den ich auch ohne Vorkenntnisse der beiden ersten Bände lesen konnte, da die Fälle immer abgeschlossen sind und nur die Rahmenhandlung übernommen wird.

Fazit

“Mitternachtsmädchen” von Jonas Moström ist ein ruhiger schwedischer Krimi um ein Emittlerteam, das sich sehr von den sonst düsteren skandinavischen Teams abhebt. Ein Krimi von mehr als 500 Seiten, den man nicht mehr aus der Hand legen will, bis Nathalie und ihr Team den Täter gefasst hat.

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Zusätzliche Informationen

Jonas Moström wurde am 06. Mai 1973 in Bräcke (Schweden) geboren.

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