Jonas T Bengtsson Aminas Briefe

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Inhaltsangabe zu „Aminas Briefe“ von Jonas T Bengtsson

Viele Jahre waren für den schizophrenen Janus, der zu Beginn des Romans aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen wird, die Briefe seiner kurdischen Klassenkameradin Amina die einzige Verbindung zur Außenwelt. Doch eines Tages bricht der Kontakt ab. Er erfährt, dass seine Freundin mit einem gewalttätigen Kurden verheiratet ist. Und so macht sich Janus auf den Weg. Die Reise führt ihn an die Grenzen seiner Kultur, seines Verstehens und seiner seelischen Möglichkeiten, konfrontiert ihn mit Konflikten und Gewalt. "In einem Bus hat auch alles angefangen. Damals wusste ich nicht, dass ich krank war, ich dachte bloß, ich würde mich langweilen."

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  • Rezension zu "Aminas Briefe" von Jonas T Bengtsson

    Aminas Briefe
    Clari

    Clari

    16. May 2010 um 14:50

    Eine Liebesgeschichte zwischen Wahn und Wirklichkeit! Janus ist schizophren, und Schizophrenie ist eine Krankheit der Seele und des Geistes. Vier Jahre hat Janus in einer Anstalt zugebracht! Endlich hat er seine Entlassung erreicht. Wie aber fühlt man sich, wenn man so lange aus dem realen Alltag ausgeschlossen war? Janus tastet sich zurück in die Gegenwart. Vorsichtig und ahnungsvoll bewegt er sich auf den Wegen, die ihm bekannt sind. Eine frühere Mitschülerin hatte mit ihm über die Jahre Kontakt gehalten, Amina, die aus einer kurdischen Familie stammt. Zuerst am Telefon, später mit ihren Briefen war sie ihm wie eine Brücke zur Welt. Dann ist sie auf einmal spurlos für ihn verschwunden! Der Januskopf stammt aus der griechischen Mythologie. Er ist Symbol für die Zwiespältigkeit und mag hier für die wechselnden Befindlichkeiten des Schizophrenen stehen. Denn auch nach seiner Entlassung zeigen sich bei Janus sehr bald die Merkmale des verwirrten Geistes und des mit bösen Ahnungen Gezeichneten. Auf der Suche nach seiner Freundin Amina schaut Janus zurück. Unbeirrt verfolgt er ihre Spuren, die ihn in ausweglose Situationen führen. Jonas Bengtsson hat mit tiefem Verständnis für die Verirrungen der Seele einen Roman entworfen, in dem zwei Welten aufeinander treffen: die kurdische Welt mit ihren anachronistischen Ehrengrundsätzen und die Innenwelt der verirrten Seele des empfindsamen Janus. Zart und behutsam ist die Liebe zwischen ihm und Amina, brutal und grausam die Realität, in der ihre Liebe keinen Platz haben darf. Mit eindringlichen Ausführungen beschreibt Bengtsson das Gefängnis der Seele, in dem Janus sich verfangen hat. Gefangen aber ist auch Amina, die schüchterne Liebende, für die als Brücke zur Welt möglicherweise auch Janus gedient hat. Ihr Außenseitertum vereint und trennt sie gleichermaßen. Beklemmend und fesselnd ist die Geschichte der ungleichen Partner. Die sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte hat Bengtsson in einen spannenden Psychothriller eingebunden, der menschlich anrührend und psychologisch einfühlsam abgefasst ist. Der Autor gilt als Shootingstar der jungen dänischen Literaturszene und wurde für diesen Roman 2005 mit dem dänischen Debütantenpreis ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Aminas Briefe" von Jonas T Bengtsson

    Aminas Briefe
    Anin

    Anin

    20. December 2008 um 09:58

    Diese Geschichte trifft mitten ins Herz! Janus, an einer Schizophrenie erkrankt, verlässt nach 4 Jahren die psychiatrische Klinik und macht sich auf die Suche nach seiner kurdischen Freundin Amina. Sie hat ihm während des Klinikaufenthaltes Briefe geschrieben, die ihm während der schweren Zeit die nötige Kraft und den Willen um wieder „aufzustehen“ gaben. Doch Amina lebt in einer anderen Welt und ist nicht mehr auffindbar. Janus hat grosse Mühe sich zurück ins Leben zu kämpfen und vergisst auch bald seine Medikamente einzunehmen. Er will die Zeichen für die Verschlechterung seines psychischen Zustandes nicht wahrnehmen und gerät somit immer mehr an seine psychischen und physischen Grenzen. Auch lernt er die Grenzen der verschiedenen Kulturen kennen und begibt sich in grosse Gefahr, worauf er die Suche nach Amina beinahe mit seinem Leben bezahlen muss. Ich habe Janus bereits nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen. Ich habe mit ihm geweint und gelitten und hätte ihn mehrmals einfach nur in den Arm nehmen können und ihn vor diesem schwierigen Weg und den tragischen Ereignissen beschützen wollen. Ein grandioses Werk!

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