Jonas T. Bengtsson

 4 Sterne bei 102 Bewertungen
Autor von Submarino, Wie keiner sonst und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jonas T. Bengtsson

Jonas T. BengtssonWie keiner sonst
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Wie keiner sonst
Wie keiner sonst
 (47)
Erschienen am 08.12.2014
Jonas T. BengtssonSubmarino
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Submarino
Submarino
 (48)
Erschienen am 11.10.2010
Jonas T. BengtssonAminas Briefe
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Aminas Briefe
Aminas Briefe
 (5)
Erschienen am 30.10.2013
Jonas T. BengtssonKugelfisch
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Kugelfisch
Kugelfisch
 (2)
Erschienen am 27.09.2017
Jonas T. BengtssonAminas Briefe
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Aminas Briefe
Aminas Briefe
 (0)
Erschienen am 30.10.2013
Jonas T. BengtssonWie keiner sonst
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Wie keiner sonst
Wie keiner sonst
 (0)
Erschienen am 25.08.2014

Neue Rezensionen zu Jonas T. Bengtsson

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DarthEnis avatar

Rezension zu "Submarino" von Jonas T. Bengtsson

Die andere, die dunkle Seite des Lebens
DarthEnivor 8 Monaten

Wir sehen die Welt so, wie wir sie sehen wollen. Wir ignorieren die Wahrheit und verdrängen alles Negative. Doch dieses Buch öffnet uns die Augen. Jonas T. Bengtsson knallt uns die Wahrheit, die Realität, das Leben knallhart auf den Tisch.

Anfangs erfahren wir etwas über Nick, in dessen Leben sich alles um Gewalt, Kriminalität und Alkohol dreht. Er saß bereits im Gefängnis und wohnt jetzt in einem Wohnheim. Sein Leben verläuft trost- und hoffnungslos, der Alltagstrott ist nicht zu durchbrechen. Jeder Tag läuft ähnlich ab: Erst geht er ins Fitnesscenter, dann trinkt er Alkohol. Und fast jeden Tag denkt er an seine Ex-Freundin Ana, die ihn verlassen hat, nachdem sie ihm erzählt hat, dass sie schwanger ist. Nick erstickt diese Gedanken durch Alkohol.

Ein kleiner Lichtblick in seinem Leben sind Sofie und Ivan, der Bruder seiner Ex. Sofie hat einen kleinen Sohn, den sie nicht sehen darf, und Nick versucht sie zu trösten - eben auf seine Weise. Auch den obdachlosen Ausländer Ivan, der die Erlebnisse während des Krieges nicht verkraftet hat, unterstützt er so gut es geht. Es scheint leicht aufwärts zu gehen, da geschieht etwas, was Nick wieder in ein tiefes, schwarzes Loch stürzen lässt ...

Aber auch Nicks Bruder hat es nicht leicht. Alles, was für ihn zählt, sind die Drogen. Fast alles. Denn da ist noch sein kleiner Sohn Martin, um den er sich so gut es geht kümmert. Es gelingt ihm jedoch nicht immer so, wie er es sich wünscht, denn im Drogenrausch kann er sich ja kaum um sich selbst sorgen. Er hat ständig Angst, dass ihm sein Sohn weggenommen werden könnte. Nicht nur Nicks Leben scheint winzige, kaum sichtbare Lichtblicke zu haben, auch bei seinem Bruder schien es bergauf zu gehen. Als seine Frau mit Martin schwanger war, hörten die beiden damit auf, Drogen zu nehmen. Doch seine Frau hielt nicht langfristig durch und starb, als sie im Drogenrausch vor ein Auto lief. Das hat Nicks Bruder nicht verkraftet - er nahm wieder Heroin. Und von Zeit zu Zeit geht es immer wieder bergab, obwohl er selbst denkt, dass er dabei ist, sein Leben auf die Reihe zu kriegen.

Dieses Buch zeigt deutlich, dass Menschen sowohl von der Gegenwart, aber auch von der Vergangenheit geprägt werden. Sie bestimmen nicht nur selbst über ihr Handeln, sondern werden von ihrer Umwelt, von ihrem sozialen Umfeld beeinflusst. Was wird aus einem Menschen, der schon seit seiner Kindheit nichts anderes als Gewalt, Einsamkeit, Drogen und Alkohol kennen gelernt hat? Die Antwort auf diese Frage wird durch "Submarino" beantwortet.

Obwohl das Buch von der Stimmung her negativ ist, kann man es nicht aus der Hand legen. Manche Stellen sind so bildhaft beschrieben, dass man eigentlich erst einmal ein wenig Abstand von dem Buch bekommen möchte, aber man kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören.

Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da die Sätze ziemlich abgehakt sind, passt aber zum Inhalt. Auf den ersten Seiten muss man sich noch durchbeißen, weil noch nicht ganz klar ist, um wen es überhaupt geht. Aber irgendwann lässt einen das Buch nicht mehr los. Spätestens im zweiten Kapitel wird es interessant, weil man erfährt, warum die Brüder so geworden sind, wie sie jetzt sind.

Fazit: Wer keine Angst vor der rücksichtslosen Realtität, vor der hoffnungslosen, düsteren Seite des Lebens hat, der kann dieses Buch lesen. Menschen, die in ihrer Traumwelt leben und das Offensichtliche - die Wahrheit - verdrängen, obwohl sie uns von allen Seiten umgibt, sollten dieses Buch eher nicht lesen, da es brutal und schonungslos die Seite des Lebens zeigt, die viele von uns selbst noch nicht erlebt haben und hoffentlich auch nie selbst näher kennen lernen werden.

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Lilli33s avatar

Rezension zu "Kugelfisch" von Jonas T. Bengtsson

Eindringliche "Milieustudie"
Lilli33vor einem Jahr

Gebundene Ausgabe: 187 Seiten
Verlag: Kein & Aber (4. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3036957647
Originaltitel: Sus
Preis: 18,00€
auch als E-Book erhältlich


Kaufen könnt ihr das Buch hier.



Eindringliche „Milieustudie“


Inhalt:
Wieder einmal nimmt uns Jonas T. Bengtsson mit in ein sozial benachteiligtes Viertel. Die neunzehnjährige Sus lebt allein im sogenannten „Block“. Hier trifft man vor allem Ausländer und Kleinkriminelle. Ihr Bruder liegt im Koma, ihr Vater sitzt im Gefängnis. Als dessen Entlassung bevorsteht, trainiert Sus eisern, um sich dafür zu wappnen. Es ist nicht nur ein körperliches Training, sondern auch ein geistiges. Sie muss ihre Angst überwinden …


Meine Meinung:
Jonas T. Bengtsson begeistert mich immer wieder mit seinem Schreibstil. Seine knappen, aber sehr präzisen Sätze bringen es auf den Punkt. Hier ist kein Schnörkel zu viel, jedes Wort ein Treffer. Und genau damit erschafft er eine Atmosphäre, die so dicht ist, dass man als Leser einfach hineingezogen wird. Dazu trägt sicher auch bei, dass Sus’ Geschichte im Präsens erzählt wird. So fühlt es sich an, als wäre man beim Lesen direkt an Sus’ Seite und würde alles mit ihr gemeinsam erleben.


Sus ist ein Mädchen, wie es sie auch in der Realität geben könnte. Mit einem Schicksal, vor dem man nicht die Augen verschließen darf. Bengtsson legt dar, warum es so schwer ist, der Abwärtsspirale zu entkommen, wie jemand zum Drogendealer werden und doch Mensch bleiben kann. Und dass man nicht einfach aus seiner Haut kann, auch wenn man es gerne möchte.


Oft meint man den weiteren Verlauf der Handlung vorhersehen zu können, weil es einfach die logische Konsequenz wäre oder einfach weil man es sich so wünschen würde. Doch Jonas T. Bengtsson hat stets eine Überraschung auf Lager und die Handlung bekommt immer wieder eine neue Wendung.


Mag dieses kleine, schmale Buch auch äußerlich nach wenig aussehen, so bietet es doch im Inneren viel mehr. Lediglich am Schluss fühlte ich mich etwas allein gelassen. Für mich war die Geschichte noch nicht fertig erzählt. Aber natürlich kann man das auch ganz anders sehen.


★★★★☆


Ich bedanke mich ganz herzlich beim Kein & Aber Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zukommen ließ.


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Esme--s avatar

Rezension zu "Wie keiner sonst" von Jonas T. Bengtsson

Ein Buch wie ein Roadmovie
Esme--vor 4 Jahren

Inhalt:

Vater und Sohn sind mit wenig Geld unterwegs, kompensieren dies aber mit großem Improvisationstalent. Sie Reisen von einem Ort zum anderen. Der Vater sucht sich Gelegenheitsjobs und lehrt den Sohn in Eigenverantwortung das, was eine Schule ihm bieten sollte. Ständig, wie auf der Flucht, lernen sie gute und schlechte Menschen kennen, lassen sie an sich heran und verlassen sie ohne Wehmut. Als sich irgendwann auch der Weg zwischen Vater und Sohn trennt, findet der Sohn seinen Halt in der Malerei; etwas, was ihn an den Vater erinnert. Sein Leben verläuft weiterhin ziel- und rastlos.



Charaktere:

Die Geschichte wird aus der Sicht des Sohnes erzählt. Er ist von Natur aus ruhig. Nicht nur, dass er wenig Gefühlsregungen zeigt, er ist auch kein Meister der vielen Worte. Stattdessen beherrscht er das Schweigen umso mehr. Er urteilt nicht über die Menschen, denen er begegnet; er wertet nicht. Stattdessen nimmt er sie so, wie sie sind.


Der Vater ist ein wahrer Überlebenskünstler. Er versucht trotz wenig Geld, seinem Sohn alles zu bieten, was er sich wünscht.



Erzählstil:

Der Roman wird in einem ruhigem, unaufgeregtem Ton erzählt. Oftmals bleiben Erzählstränge offen. Vermutlich möchte der Autor damit zum Nachdenken und zum eigenen Interpretieren einladen.


Als Zeitform hat der Autor die Gegenwartsform gewählt. Die Kapitel hält er mit oftmals nur drei Seiten relativ kurz.


Jonas T. Bengtssons Roman lässt sich wohl am ehesten mit einem Roadmovie vergleichen. Der Leser reist mit den Protagonisten von einem Ort zum anderen. Er lernt Charaktere kennen und erhält keinerlei Wertung zu ihren Verhaltensweisen aufgedrängt. Vielmehr kann er sich seine eigene Meinung bilden und stellt vielleicht fest, dass ein erstmals fragwürdiger Mensch im weiteren Verlauf mit unerwartet positiven Zügen doch noch punkten kann.

Die Reise, die Vater und Sohn machen, bleibt eine solche. Der Handlungsstrang ist entsprechend schwach. Hier gibt es kein Ziel oder keinen stabilen roten Faden, dem der Leser folgen darf.



Kritiken:

Auf dem Taschenbuch findet man verschiedene Romankritiken. Im Nachhinein empfand ich diese als irreführend.

Der Roman hat den ansatzweisen Vergleich mit einem Thriller nicht verdient. Es gibt wenige Stellen, die aus der gleichmäßigen Ruhe ausbrechen. Wer Spannung sucht, der wird sie hier nicht finden.


Auch die Aussage, dass die Vaterfigur eine der großartigsten Romancharaktere aller Zeiten darstellt, ist überspitzt. Der Vater versucht seinem Sohn alles zu ermöglichen. Er versucht durch das Leben zu kommen.



Fazit:

Auch wenn Jonas T. Bengtsson einen anschaulichen und intensiven Schreibstil pflegt, der dem Leser die Bilder nahezu vor die Augen zaubert, empfand ich seine Geschichte als sehr langatmig. Immer wieder lernt man neue Charaktere kennen, man reist von einem Ort zum anderen und ist nirgendwo zu Hause.

Zwar animiert die Lektüre zum Nachdenken und zur Eigeninterpretation, doch oftmals landet man auch gerade durch die offenen Enden kurzzeitig in der Luft, bis man wieder Halt in der weiteren Reise des Hauptcharakters findet.

Auch wenn man in der Mitte des Romans einen Wendepunkt als Leser erhält – nämlich den, dass Vater und Sohn voneinander getrennt werden -, so sucht man Aufruhr und Spannung in diesem Roman vergebens.

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Gespräche aus der Community

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KEIN & ABER Verlags avatar

Liebe Lovelybooks-Freunde!

»Wie keiner sonst« ist die Geschichte einer ergreifenden Beziehung, über ein Band, das stärker ist als alles andere. Erzählt wird sie von einem der interessantesten Autoren der jungen dänischen Literatur.
Mit seinem Vater lebt er am Rande der Gesellschaft. Warum er nicht zur Schule geht, keine Freunde hat und ständig umziehen muss, weiß der Junge nicht. Doch er weiß, dass es ihm an nichts mangelt, dass sein Vater ihn die wichtigen Dinge des Lebens lehrt, ihn beschützt und bedingungslos liebt. Zehn Jahre später: Etwas Unerklärliches ist vorgefallen, und der mittlerweile junge Mann schlägt sich nunmehr allein durch die Straßen von Kopenhagen. Allein, und doch immer begleitet von seinem Vater, von dessen Worten und Gedanken. Er fasst den Entschluss, die dunkle Vergangenheit des Vaters zu beleuchten, und begibt sich auf eine Reise, die ihn durch ganz Dänemark und schließlich nach Berlin führt. Warum ist sein Vater so, wie er ist? Und kann sein Sohn aus diesem Schatten heraustreten?

Die klare und eindringliche Sprache von Jonas T. Bengtsson lässt Freiräume für mannigfaltigste Schattierungen entstehen. Eine bildstarke Geschichte, die ohne Sentimentalität auskommt und tief unter die Haut geht.

Wir suchen 20 neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, Bengtssons Roman zu lesen und eine Rezension zu schreiben. Hierfür verlosen wir Bücher inklusive eBook-Download, damit Ihr »Wie keiner sonst« klassisch gebunden oder praktisch auf Eurem Reader lesen könnt! Dazu beantwortet uns bis zum 10. März folgende Frage:

Was verbindest Du mit Dänemark?

Die Gewinner des Bengtsson-Pakets werden am 11. März an dieser Stelle bekannt gegeben!

Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!

Euer Kein & Aber Team

Literaturs avatar
Letzter Beitrag von  Literaturvor 6 Jahren
Nachdem ich den Roman noch etwas nachwirken lassen musste, hier nun meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Jonas-T.-Bengtsson/Wie-keiner-sonst-1013717101-w/rezension/1038941459/ Herzlichen Dank an den Kein & Aber Verlag, an Lovelybooks und alle Mitleser, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.
Zur Leserunde
Ines_Muellers avatar
Hallo! Ich hab vor kurzem das Buch Submarino von Jonas T. Bengtsson entdeckt und möchte euch nun fragen, ob ihr so ähnliche Bücher kennt, in denen vom Leben von Süchtigen erzählt wird. Das Buch sollte von Drogen (Heroin, Kokain, usw) oder Alkohol handeln. Schon mal danke für eure Antworten! (:
Sassys avatar
Letzter Beitrag von  Sassyvor 8 Jahren
Frag mal Alice ist so eine art tagebuch einer süchtigen ;-)
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von 3 Lesern aktuell gelesen

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