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Ausgewählter Beitrag

Mauela

vor 1 Jahr

(50)

Sammy, ein elfjähriger Junge erkundet sein neues Zuhause und macht dabei eine schreckliche Entdeckung. Im Luftschutzbunker, dessen Zugang sich auf dem elterlichen Grundstück befindet, entdeckt er ein Mädchen das in einer Zelle gefangen gehalten wird. Sammy möchte dem Mädchen helfen, da er aber vermutet, dass sein eigener Vater das Mädchen gefangen hält, weiß er nicht genau wie er vorgehen soll. Das Schicksal nimmt ihm die Entscheidung dann ab, denn als er erneut nach dem Mädchen schaut, ist die Zelle leer und die Polizei, die zwischenzeitlich in Aktion getreten ist, kann keine Spur einer Entführung entdecken. Die Frage die sich stellt ist, ob Sammys Fantasie seltsame Blüten getrieben hat oder das Mädchen tatsächlich existiert hat. Und für Sammy wird es immer schwierig zu unterscheiden, wem er trauen kann und wem nicht.

Mit dem Roman Die Zelle, ist Jonas Winner eine wirklich erschreckende und psychologisch geschickt konstruierte Geschichte gelungen. Erzählt wird aus der Sicht Sammys und der Leser weiß nicht ob tatsächlich alles der Wahrheit entspricht oder nur der kindlichen Fantasie entsprungen ist. Die Geschichte ist stellenweise extrem krass und so beklemmend, dass dem Leser eine Gänsehaut garantiert wird und obwohl das Ende super konstruiert ist, scheint die Geschichte nicht vollständig aufgeklärt zu sein. Ich persönlich liebe solche Bücher, die nicht auf der letzten Seite enden, sondern Raum für die eigene Fantasie lassen. Einziger Wermutstropfen ist, dass mich das Buch etwas an Shining von Stephen King erinnert hat, wobei ich persönlich den Schreibstil von Jonas Winner definitiv angenehmer und flüssiger finde und auch die Geschichte insgesamt spannender ohne Leerlauf, die mich von Anfang bis Ende gepackt hat.

Von mir eine definitive Leseempfehlung an alle Gänsehautliebhaber und Thrillerbegeisterte.

Autor: Jonas Winner
Buch: Die Zelle
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