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Elizzy

vor 2 Wochen

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Zusammengefasst
Als Paul zu einem Pressetermin eingeladen wird, denkt er noch nicht gross darüber nach, was ihn im Murder Park erwarten wird. Ein Park der verspricht einem „ein Killer Wochenende“ zu verschaffen – wie wörtlich er dies nehmen muss wird ihm erst klar, als der erste Mord geschieht.
Doch schon früher hatte Paul mit dem Tod zu tun. Genau wegen dieser Vergangenheit wird er zusammen mit 11 anderen in den Murder Park eingeladen. Denn jeder von ihnen kam einmal mit dem alten Vergnügungspark Zodiac Island in Kontakt und hat eine spezielle Verbindung zur Insel.
Was Anfangs eine harmlose Führung zu sein scheint entwickelt sich aber rasant in eine Jagd auf Leben und Tod. Plötzlich weiss Paul nicht mehr wem er noch trauen soll und seine Vergangenheit scheint ihn von neuem zu überrollen. Denn schliesslich ist dies die Insel, auf der Jeff Bohner vor 20 Jahren gewütet hat.
Wird er herausfinden, wer hinter den Morden steckt?
Wieso mussten sie alle im Vorfeld zu Dr. Lazarus?
Und was hat Jeff Bohner wirklich getan?
Darüber Gedanken gemacht
Als ich das Buch aufschlug und das erste Kapitel las, war es bereits geschehen. Ich war süchtig nach diesem Buch. Es hatte einen unglaublichen Sog und ich verschlang ein Kapitel nach dem anderen. Es wurde immer spannender und es tauchten viele Fragen auf.
Wenn man Murder Park liest, setzt man sich gezwungenermassen mit Serienmördern auseinander. Es war interessant zu erfahren, wie die Psyche von Jeff Bohner auseinander genommen wurde und wie brutal und abstossend seine Denkweise war. Jonas Winner konnte dies wirklich sehr realistisch rüber bringen und es gab einige Szenen, die so grausig beschrieben wurden, dass ich es kaum ertragen konnte diese ganz zu lesen!
Besonders brutal fand ich auch die Geschichte um Paul selbst, er war als Protagonist grossartig, denn ich konnte mich in ihn hineinversetzen, litt und rätselte mit ihm gemeinsam um seine Vergangenheit und hoffte, dass ihm nichts geschehen möge. Obwohl es auch hin und wieder Situationen gab, in denen ich dachte, dass er doch etwas seltsam ist – war ich trotzdem auf seiner Seite und glaubte ihm.
Wer es schafft solche Charakteren zu erschaffen – ist für mich ein unglaublich toller und begabter Autor!
Gefiel mir sehr
Wie oben erwähnt mochte ich Paul wirklich sehr, er ist für mich ein Charakter, der zugleich mutig ist aber auch am Rande des Wahnsinns balanciert. Ausserdem gefiel mir die Kapitel Aufteilung richtig gut. Es wechselte immer wieder zwischen „Interviews“ und der laufenden Geschichte ab und so konnte man sich immer wieder neu ein Bild vom ganzen Geschehen machen. Ausserdem mochte ich die Verwirrung die Murder Park in mir hinterliess – man wusste nie genau, wem man noch vertrauen konnte und was nun wirklich echt war. Und natürlich gefiel mir das Ende richtig gut, doch darüber möchte ich nicht allzu viel erzählen, da ich auf gar keinen Fall spoilern möchte!
Gefiel mir nicht
Einzig die Grundidee, die im Murder Park präsentiert wird gefiel mir moralisch nicht wirklich aber darüber kann man bis zum Ende hin dann wirklich drüber hinweg sehen.
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil war fantastisch, denn er konnte fesseln und war leicht zum Lesen. So machte es wirklich Spass von einem Kapitel zum nächsten zu rasen.
Das Cover gefällt mir richtig gut, besonders das Gelb hat es mir irgendwie angetan!
Fazit
Ein unglaublich spannender Thriller der einen auf jeden Fall überraschen kann. Eine klare Leseempfehlung von mir!
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

Autor: Jonas Winner
Buch: Murder Park
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