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Briggs

vor 2 Wochen

(18)

Wir lernen die Protagonisten ganz allmählich kennen, durch Protokolle von Videogesprächen wie durch das eigentliche Geschehen.

Die Erzählungen aus den Interviews reißen uns sofort in das Grauen, in die schreckliche Vergangenheit des Parks, der nun buchstäblich zum Murder Park wird.

Wir beobachten alles aus Sicht eines der 12 Journalisten, die sozusagen eine Vorpremiere des Parks erleben sollen und sich offenbar auf ein interessantes Wochenende auf der Insel freuen.

Immer wieder ent_spannt der Autor die Situation, indem eine Weile nichts passiert. Und dann ist es plötzlich wieder soweit, inmitten dieser unterschwelligen, bösartigen Spannung, von einem Moment zum andern setzt er einen drauf.

Genau diese Spannung in den Momenten, da nichts passiert, macht den Thriller aus.

Wir wissen nicht, was passierte,

wir wissen nicht, was passieren wird,

wir wissen nicht, wem man trauen kann.

Kann man dem Hauptprotagonisten trauen?

Keinen Mord können wir selbst beobachten, wir sehen nur die Opfer.
Mich hat dieses Buch sofort in seinen Bann gezogen,
das Spiel mit Spannung und Entspannung ist meisterhaft,die evozierten Bilder sind so schrecklich, nahezu widerwärtig, dass man weiterlesen muss!

Wie bei Jonas Winners „Die Zelle“ bin ich zum Ende hin beinahe dem Effekt erlegen, dass ich beinahe nicht weiterlas, weil ich nicht wollte, dass das Buch bald endet. Aber gerade hier jagte ein Verdacht den nächsten, plötzlich zieht das Tempo extrem an, das Grauen steigt, die Zweifel wachsen, beinahe glaubt man, den Mörder zu kennen - -
denn einer der 12 muss es sein.
Oder nicht?

Autor: Jonas Winner
Buch: Murder Park
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