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kleine_welle

vor 4 Monaten

(30)

Vor 20 Jahren hat Jeff Bohner in Zodiac Island, einem Vergnügungspark, gemordet. Nun soll dort auf der Insel ein neuer Park entstehen: Murder Park.
Die Idee ist bei einem mörderischen Spiel sollen sich dort Singles verlieben. Um dieses Konzept zu testen kommen ein Wochenende lang 12 Leute auf die Insel. Doch einige von ihnen haben einen näheren Bezug zu dem ehemaligen Park und auf einmal werden die Teilnehmer wirklich verfolgt. Und es stellt sich nur noch eine Frage: Wer ist der Mörder?

Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Durch die Negativ Darstellung des Parks auf der Insel wirkt es direkt bedrohlich und man kommt einfach in die richtige Lesestimmung.
Was mir von Anfang an direkt sehr gut gefallen hat waren die Wechsel zwischen den Interviews, die im Vorfeld mit den Teilnehmern geführt wurde, und der eigentlichen Geschichte. Dadurch erfährt man dann doch näheres über die Charaktere und kann sich ein gutes Bild von den damaligen Ereignissen machen, als Bohner noch lebte und mordete.
Da ich eine fleißige Horrorfilmguckerin bin, war die Geschichte zwar nicht so wahnsinnig neu und erinnerte mich teilweiße schon etwas an ein paar Filme die ich gesehen habe. Eine bestimmte Anzahl an Leuten soll für ein paar Tage an einem gruseligen Ort verbringen und dann werden nach und nach alle umgebracht. Okay, als Film wirklich gut, aber was mich an Murder Park gereizt hat, war die Frage: Wie wurde das als Buch umgesetzt?
Murder Park ist wirklich stark gestartet und ich habe mich gut in die Story einfinden können. Denn wenn ich ein Buch beiseitelegen muss und doch nur ans Weiterlesen denken kann, dann hat es mich gefangen. :)
Doch leider verliert die Story ein klein wenig Spannung im mittleren Teil. Die Geschichte wurde etwas hektisch und wirr, denn es werden ziemlich viele Einschübe gemacht, mit Gedanken der Personen, insbesondere von Paul. Und dieser wirkt auf mich schon sehr verwirrt. Durch seine Kindheitserlebnisse scheint das schon irgendwie logisch, aber zum Lesen fand ich es stellenweise etwas schwierig.
Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte, das einige Personen lange Zeit den Ernst der Lage nicht sehen und immer nur über den Park nachdenken, obwohl sie doch offensichtlich nach und nach getötet werden. Dieses Verhalten fand ich nicht immer nachvollziehbar.
Außerdem fand ich es etwas viel mit den Andeutungen. Das hätten vielleicht auch weniger sein können.
Aber gegen Ende war ich wieder voll dabei, denn dann kommt die Spannung mit einem Paukenschlag zurück und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Auflösung ist schon sehr krass und um ehrlich zu sein hatte ich damit nicht so gerechnet und auch die ganzen Andeutungen ergaben dann einen Sinn und ich habe das Buch alles im allem zufrieden zugeklappt.
Ich bin froh, dass es hier eine andere Lösung gibt als in den einschlägigen Horrorfilmen meist gewählt wird. ;)
Während der Lektüre tauchten auch immer wieder einige Serienmörder auf und da ich ja viele Thriller lese waren mir die meisten auch ein Begriff, aber ich nutze solche Sachen immer um doch nochmal in meinem Buch Die große Enzyklopädie der Serienmörder von Michael Newton zu blättern. Und da habe ich dann auch nochmal einen kurzen Artikel zu dem Son of Sam und Fritz Haarmann nachgelesen. Ich mag es wenn ich durch ein Buch angeregt werde anderes nachzulesen oder zu recherchieren. :)

Mein Fazit: Zwar in der Mitte etwas langatmig, aber im Großen und Ganzen war ich doch gefesselt und das Ende hat mich dann doch überrascht. Ein sehr guter Thriller mit Suchtpotential. 

Autor: Jonas Winner
Buch: Murder Park
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