Jonas Wolf Heldenzorn

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Inhaltsangabe zu „Heldenzorn“ von Jonas Wolf

Seit Jahrzehnten führen die Barbaren der Steppe einen verzweifelten Kampf gegen das übermächtige Dominum. Bei einem Scharmützel wird auch der junge Teriasch gefangen genommen. Als Sklave erfährt er die Grausamkeit des Dominums am eigenen Leib. Teriasch hat jedoch eine geheimnisvolle Begabung, die er gemeinsam mit dem gerissenen Halbling Rukabo zu erforschen beginnt. Nachdem er der schönen Julanesca das Leben gerettet hat, scheint die Freiheit zum Greifen nahe. Doch wird Teriasch Tausende anderer Sklaven in der Knechtschaft zurücklassen, oder wird er die Feuer der Revolution entfachen und dem dekadenten Imperium den Untergang bringen?

Fazit: Ein in jedem Fall lesenswerter Roman, der mit gut herausgearbeiteten Charakteren und einer unterhaltsamen, durchweg spannenden Story aufwarten kann. Allerdings ist die Geschichte auch mit vielen historischen Gegebenheiten versetzt, sodass man stellenweise das Gefühl hat, diese spielt nicht in einer Fantasy-Welt, sondern zur Zeit der Herrschaft des Römischen Reiches.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Heldenzorn" von Jonas Wolf

    Heldenzorn
    horrorbiene

    horrorbiene

    14. August 2012 um 10:30

    Heldenwinter hat mir sehr gut gefallen. Der Roman war spannend und vor allem abgeschlossen. Nun ist Heldenzorn erschienen. “Ist das jetzt eine Fortsetzung, oder was?”, habe ich mich gefragt. Die Antwort erhielt ich im Nachwort: Nein, Heldenzorn ist keine Fortsetzung, sondern ein Roman, der in derselben Welt spielt. Eine Welt in der das Metall Skaldat besonders wertvoll und wichtig ist. Deshalb trägt das Buch auf Seite drei auch den Beisatz “Ein Roman aus der Welt des Skaldat”. Die Idee finde ich faszinierend: Der Autor kreiert eine Welt und lässt verschiedene Charaktere in verschiedenen Romanen andere Abenteuer bestehen. Denn, so habe ich das Nachwort verstanden, wird Heldenzorn nicht der letzte Roman aus dieser Welt sein. Das erste, was mir beim Lesen aufgefallen ist, ist dass hier keine Karte beigefügt war. Da das Buch ja nun einmal auf derselben Welt spielen soll, hätte ich beim Lesen doch schon gern gewusst, wo genau auf der Welt die Handlung sich zuträgt und in welchen Bezug dieser Teil zu dem Weltenteil aus Heldenwinter hat. Da Heldenzorn ja keine Karte besitzt, habe ich die Karte aus Heldenwinter zu Rate gezogen und es hat sich mir daraus nicht ergeben, wie das alles zusammenhängt. Zwar scheint Heldenzorn in der Pferdesteppe zu starten, doch weitere Anhaltspunkte bekam ich nicht bzw. weitere Ortsbeschreibungen und -namen habe ich einfach nicht wieder finden können. Da hat der Autor die glorreiche Idee, immer dieselbe Welt als Schauplatz zu nehmen und DANN KANN MAN SIE AUF DER KARTE NICHT WIEDERFINDEN!!! Furchtbar. Wieso dann das Ganze? Oder fehlte die Karte gar deshalb?! Ich dachte mir, ich lese dann einfach trotzdem weiter. Der Einstieg wurde mir jedoch sehr schwer gemacht. Zu Beginn lernen wir Teriasch kennen, einen Schamanen aus einem Steppenvolk und von den “Harten Menschen” als “Wilder” oder “Barbar” bezeichnet. Er ist der Hauptcharakter und aus seiner Sicht erleben wir die Geschichte. Zwar ist Teriasch sympathisch, keine Frage, doch da er keine Ahnung hat, von den Dingen, die in einer zivilisierten (Fantasy-) Welt “normal” sind, ist es zunächst schwierig ihn zu verstehen. Er kennt nur seine Riten, Geister und Lebensweisen und lernt den Rest erst nach und nach kennen. Durch die vielen seltsamen Namen musste ich mich ersteinmal in die Geschichte hineinfuchsen. Doch mit der Zeit lernt Teriasch die zivilisierte Welt kennen – er kennt zum Glück schon die Sprache der “Harten Menschen” – und das Buch liest sich einfacher. Zwar ist diese Konstruktion der Geschichte dem Kenntnisstand Teriaschs angepasst und daher eingentlich auch sehr geschickt gemacht, nur mir hat es den Einstieg erschwert. Danach liest sich das Buch einfach und es ist spannend geschrieben. Die Charaktere sind, trotz der geringen Seitenzahl, gut ausgearbeitet. Nur bei den Kriegerinnen der Scharlachroten Rose, habe ich mich stark an die Mord-Sith aus Das Schwert der Wahrheit von Terry Goodkind erinnernt gefühlt. Die Namen (Cara und hier Carda) und ihr Aufreten waren sich einfach zu ähnlich. Ich konnte mich nicht davon abhalten mir Carda mit einem roten Anzug und einem Strafer vorzustellen. Da wäre vielleicht ein anderer Name geschickter gewesen. So wirkte es nicht wie eine Hommage, sondern eher wie schlecht abgeschaut. Gegen Ende entwickelte sich die Geschichte rasant und näherte sich dem Finale und ich habe mich immer gefragt, wie Teriasch es nun anstellen will, das Böse zu besiegen. Mir haben sich seine Pläne, die Hintergünde und Zusammenhänge jedenfalls nicht erschlossen. Und so kam es, wie es kommen musste: Im Finale überschlugen sich die Ereignisse und ich hatte das Gefühl nur die Hälfte von dem mitzubekommen, was gerade geschieht. Wupps war etwas passiert und schwupps wussten sie, wo es als nächstes hingehen sollte und huch – vorbei. Mit anderen Worten: Es ging alles viel zu schnell und zu leicht. Unter einem spannenden, befriediegenden Ende verstehe ich etwas anderes. Dann muss ich noch etwas hervorheben. Auf dem Buch ist ganz groß “Tolkien-Fans aufgepasst – jetzt beginnt das größte Abenteuer der Halblinge” abgedruckt, ebenso ist es auf der Verlagsseite zum Buch zu finden. Ja, es spielt ein Halbling mit. Ja, dieser Halbling mag auch als Hauptfigur durchgehen. Und ja, wir sehen sogar noch andere Halblinge. Aber: DIESES BUCH DREHT SICH NICHT UM HALBLINGE!!! Jeder, der das Buch durch diese Zeilen angeregt in der Hoffnung kauft, er könne eine Geschichte um das kleine Volk lesen, wird bitter enttäuscht werden. Ein Buch über Halblinge sollte entweder einen Halbling als wirklichen Hauptcharakter haben oder dauerhaft in dem Gebiet spielen, aus dem die Halblinge kommen. Doch eines MUSS ein solches Buch liefern: Hintergrundwissen über dieses Volk, Geschichten, Legenden und es muss ihren eigenen Charme aufleben lassen. Dies jedenfalls hat Heldenzorn nicht. Der Halblingscharme wird zumindest angerissen. Doch, es ist nicht Fehler des Buches oder des Autors was für ein Murks hinten auf das Buch gedruckt wird. So, wenn ich schon am wettern bin: Das Cover hat überhaupt gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Es gibt nämlich keine Schlacht, wie das Cover suggeriert. Zwar reitet der Halbling einmal auf einem weißen Pferd, doch niemals so. Und außerdem ist das auf dem Cover meines Erachtens kein Halbling. Im Buch wurde sooft die Symbolik des Löwen beschrieben. Wieso ist da nicht ein z.B. Stadttor mit den Löwen im Hintergrund zu sehen… Zumindest eines ist gelungen: Der Titel Heldenzorn findet sich in der Geschichte wieder. Es ist Teriaschs Zorn, der ihn zu etwas Besonderem macht. Um den Zusammenhang der Bücher herzustellen musste eben noch ein “Helden” vor den “Zorn”. Fazit: An die gewillte Leserschaft: Lasst euch vom Cover und von der Verlagswerbung nichts versprechen, was ihr nicht bekommt. Dieses Buch beinhaltet keine epischen Schlachten und ein Halbling kommt zwar vor, doch das Buch dreht sich nicht um sie. Stattdessen solltet ihr euch lieber auf einen guten und spannend geschriebenen Roman über einen Schamanen aus der Steppe einstellen, der als Sklave in die Hauptstadt des Dominum kommt und die Welt dort auf den Kopf stellen will. Dem Buch fehlt leider ein übersichtliches und nachvollziehbares Finale, ansonsten ist es wirklich lesenswert!

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  • Rezension zu "Heldenzorn" von Jonas Wolf

    Heldenzorn
    lostpage

    lostpage

    09. August 2012 um 18:44

    Inhalt: Teriasch gehört den Clan der Pferdestämme an und nennt die Weiten der Steppen sein zu Hause. Doch schon lange ist den Steppenbewohnern kein Frieden mehr gewährt, denn es kommt immer wieder zu Angriffen von den Harten Menschen. Frauen und Kinder werden regelrecht abgeschlachtet und die Männer werden verschleppt und als Sklaven verkauft. Dieses Schicksal ereilt auch Teriasch. Er wird in das Reich Dominum gebracht um dort versteigert zu werden. In der Gefangenschaft lernt er den Halbling Rukabo kennen und freundet sich mit ihm an. In dieser Zeit der Knechtschaft, erkennen die beiden Freunde, dass eine besondere Gabe in Teriasch geschlummert hat und durch den Zorn seines gegenwärtigen Lebens geschürt wird. Ist er in der Lage, gegen die Grausamkeiten des Dominums zu rebellieren und ihm und den anderen Sklaven die Freiheit zu schenken? Als er durch einen Zufall, die schöne Julanesca kennenlernt, scheint die Möglichkeit des Gegenschlags zum Greifen nahe... Meinung: Ehrlich gesagt musste ich mich erst einmal auf dieses Buch einlassen. "Heldenzorn" ist ein typisches High-Fantasy Buch und dieses Genre gehört eigentlich nicht zu meinen Favoriten. Da mir aber "Heldenwinter", ebenfalls vom Autor Jonas Wolf, ziemlich gut gefallen hat, habe ich meine Scheu dann doch überwunden und angefangen zu lesen. Und siehe da, hat doch ganz gut geklappt! "Die Frau, die mir nicht mehr aus dem Kopf will, ist die Tochter des Mannes, der all dies zulässt. Sie ist die Tochter eines Mörders. Sie ist die Tochter eines Monstrums." "Heldenzorn" kann durch eine gelungene Geschichte, überzeugenden Charakteren und einem guten Schreibstil punkten. Es erinnert im ersten Moment vielleicht an "Heldenwinter", ist aber auf keinen Fall eine Fortsetzung, oder hat sonst irgendetwas mit dem Erstling des Autors zu tun. Ganz im Gegenteil! In diesem Werk ist mir besonders der Umbruch des Schreibstils aufgefallen. Während in "Heldenwinter", die Ausdrucksweise doch stark vulgär daherkommt, so ist dies in "Heldenzorn" schon stark dezimiert worden. Ich habe mit so einer schlüpfrigen Sprache zwar keine Problem, aber anderen hat dieser Aspekt vielleicht gestört. Seid beruhigt, denn hier geht es weitgehend gesittet zu. Was jedoch bleibt, ist die schöne Beschreibung von Umgebungen und Personen. Das hat mir natürlich wieder die Möglichkeit gegeben, wunderbar in die Geschichte eintauchen zu können. Toll! "Alles in der Welt ist ein Ausdruck des ewigen Zusammenspiels der Elemente, indem sie zueinander finden und voneinander scheiden [...] Unsere Eigenschaften, die guten wie die schlechten, sind ein Spiegel der Elemente in uns." Jonas Wolf hat sich für den Part des Helden jemanden ausgesucht, dem diese Rolle meines Erachtens wahnsinnig gutsteht. Teriasch glänzt im ersten Moment überhaupt gar nicht wie ein solcher, eher "normal" und sympathisch. Ebenfalls Rukabo kann durch sein Auftreten bestechen. Durch seine witzige und unkeusche Art, wertet er die Geschichte noch einmal schön auf. Julanesca, oder einfach Nesca genannt, ist die Schöne, die Unnahbare, die ihre Rolle ziemlich gut spielt. Wie schon erwähnt, gehört "Heldenzorn" eigentlich nicht zu den Gewässern, in denen ich schwimme. Doch die Geschichte fesselt auch "Nicht-mit-Schwimmer". Besonders gut gefallen mir Herr Wolfs Prologe. Die sind so schön spannend und aufregend, dass man einfach Lust bekommt, in dieses Werk einzutauschen. Wie es sich für ein High-Fantasy Buch gehört, tauchen jede Menge Kämpfe, Schlachten und Raufereien auf. Kreaturen, wie Drachen, wird man auch hier nicht missen müssen. Die Idee, mit der besonderen Gabe, die Teriasch langsam in sich zu finden scheint, ist wirklich gut und verleit der Erzählung das gewisse Etwas. Ein bisschen enttäuscht bin ich aber von Ende. Es kommt zwar zum Showdown, der auch durch Spannung brilliert, jedoch hätte ich mir mehr Informationen von Bösewicht erhofft. Der war mir immer irgendwie zu fern und viel zu schnell wird hier gesiegt. Fazit: 4/5 möglichen Punkten. High-Fantasy Fans kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen! Auch als nicht regelmäßiger Leser solcher Lektüren konnte mich die Geschichte rund um Teriasch in den Bann ziehen.

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  • Rezension zu "Heldenzorn" von Jonas Wolf

    Heldenzorn
    Bellexr

    Bellexr

    19. July 2012 um 19:02

    Fantasyroman mit Anlehnungen an das Römische Reich . Schon seit Jahrzehnten leiden die Pferdestämme der Steppe unter der brutalen Herrschaft des übermächtigen Reiches Dominum. Immer wieder werden die Steppenbewohner von deren Krieger entführt und versklavt, ihre Frauen und Kinder ermordet. Eines Tages gerät auch der junge Schamane Teriasch in die Hände der harten Menschen und muss fortan als Sklave in der Hauptstadt Kalvakorum leben. Hier lernt er auch den Halbling Rukabo kennen, der ihm schon bald ein treuer Freund wird. Durch Zufall kann Teriasch eines Tages der Tochter des langlebigen Herrschers das Leben retten, seine Freiheit ist hierdurch zum Greifen nah. Doch die schöne Julanesca hat bereits andere Pläne mit dem angehenden Schamanen und dem Halbling. . Jonas Wolf’s Geschichte um den jungen Geisterseher Teriasch beginnt mit einem Überfall auf dessen Sippe, welcher er als 3-jähriger Junge nur leicht verletzt überlebt. Fortan wächst dieser bei seiner Ziehmutter Pukemasu auf, der Schamanin der Schwarzen Pfeile, die ihn zu einem Schamanen ausbildet. In die eigentliche Geschichte steigt der Autor ein, als der erwachsene Teriasch von einem feindlichen Trupp Menschenfänger des Reiches Dominum entführt und versklavt wird. . Beim Lesen hat sich bei mir schnell der Vergleich zu den Kelten und Römern aufgetan. Man entdeckt hier einige Ähnlichkeiten zwischen dem Leben der Kelten mit dem der Pferdestämmen der Steppe, wie z Bsp. dass auch die Kelten außerhalb der Dorfgemeinschaft in eine Schwitzhütte gingen, um ihren Geist zu reinigen. Und auch im weiteren Verlauf tauchen immer wieder Analogien zum Römischen Reich auf. So wird Teriasch gleich nach der Ankunft in Kalvakorum verkauft und muss als Kämpfer in der Arena um sein Leben bangen. Hier sind die Ähnlichkeiten zum Kolosseum und den Gladiatorenkämpfen in Rom nicht zu übersehen. Einige Namen bzw. Titel weisen ebenso auf die Römerzeit hin, wie Pollox, Dominex, Diantis etc. und zudem erinnern das dekadente Leben der Herrscherfamilie, sowie die gottgleiche Darstellung des Dominex an die Zeit einiger Cäsaren. Hier hat man oft das Gefühl, einen Historischen- anstelle eines Fantasy-Romans zu lesen. . Jonas Wolf erwähnt in seiner Danksagung jedoch, dass „Der letzte Mohikaner“, „Dune“ oder auch „Spartacus“ ein Teil der DNA von „Heldenzorn“ wären, also sollte man sich während des Lesens auf den Genrewechsel einlassen. Erst nachdem Teriasch das Leben von Julanesca rettet, verblasst dieser Eindruck wieder etwas und der Fantasy-Teil rückt wieder mehr in den Vordergrund. . Die abenteuerlichen Erlebnisse von Teriasch erzählt Jonas Wolf durchweg unterhaltsam, lebendig und farbenfroh und ihm gelingt es hierdurch zumeist, einem problemlos an das Buch zu binden. Im Gegensatz jedoch zu seinem Fantasy-Roman „Heldenwinter“ gestaltet sich die Story nicht ganz so fantasievoll, mysteriös und unvorhergesehen. Irgendwie war schon – zumindest für mich – früh ersichtlich, wie sich das weitere Leben des jungen Schamanen entwickeln wird, wobei seine gefahrvollen Abenteuer, die er zumeist mit Rukoba erleben darf, einiges an Spannungspotential zu bieten haben. . Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und detailreich beschrieben. Teriasch ist nicht der klassische Held schlechthin, was schon einmal überzeugt und geht neugierig, aufrichtig und kämpferisch seinem neuen Leben entgegen. Zudem verbirgt sich in ihm ein Geheimnis, dessen Kräfte selbst Teriasch neu sind und deren Umgang er erst nach und nach erlernen muss. Als ein Kind der Steppe tritt er dem Leben in der großen Stadt auch anfangs recht naiv gegenüber, was ihn äußerst sympathisch macht. . Julanesca beschreibt der Autor etwas rätselhaft, doch deren Ambitionen verrät Jonas Wolf seinen Lesern dann doch recht früh und so bleibt ihr Charakter nur kurz ein wenig undurchsichtig. Hierdurch erhält man aber auch schnell eine gute Vorstellung von der resolut und kämpferisch auftretenden Schönheit. Am besten hat mir allerdings der Charakter des Halblings Rukoba gefallen. Dieser kleine Dieb, dessen Raubzüge ihn in die Sklaverei geführt haben, ist ein durchtriebenes, gerissenes Kerlchen, der dennoch eine sehr liebenswerter und treue Seite hat, die er jedoch zumeist gut zu verbergen versteht. Mit seinem ständigen Gequassel nervt der Halbling regelmäßig den einen oder anderen Mitwirkenden und versteht es aber auch wunderbar, sich dadurch aus den unterschiedlichsten Situationen heraus zu winden. . Fazit: Ein in jedem Fall lesenswerter Roman, der mit gut herausgearbeiteten Charakteren und einer unterhaltsamen, durchweg spannenden Story aufwarten kann. Allerdings ist die Geschichte auch mit vielen historischen Gegebenheiten versetzt, sodass man stellenweise das Gefühl hat, diese spielt nicht in einer Fantasy-Welt, sondern zur Zeit der Herrschaft des Römischen Reiches.

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