Jonas Zauels

 4.7 Sterne bei 18 Bewertungen
Jonas Zauels

Lebenslauf von Jonas Zauels

Jahrgang 1992, wuchs in einem Dorf im Kreis Ahrweiler bei Bonn auf und entwickelte früh eine Bindung zu Literatur und Schreiben. Bisher verfasste er zwei Romane und diverse Kurzgeschichten. Neben dem Schreiben studiert er Germanistik und Philosophie an der Universität Bonn und spielt Bass in einer Indie-Rock Band.

Alle Bücher von Jonas Zauels

Jonas ZauelsAlle Farben der Nacht
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Alle Farben der Nacht
Alle Farben der Nacht
 (18)
Erschienen am 01.03.2017

Neue Rezensionen zu Jonas Zauels

Neu
RickysBuchgeplauders avatar

Rezension zu "Alle Farben der Nacht" von Jonas Zauels

Unbeschreiblich
RickysBuchgeplaudervor 8 Monaten

Rezension

Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels

Genre: Drama
Seiten: 175
Verlag: U.Helmer

Klappentext:
Schwarz. Wie immer. Die dicken Vorhänge sind zugezogen, das Licht ist aus und draußen greift die Nacht langsam, aber unaufhaltsam um sich.
Sie weiß, dass es falsch ist; dass sie eigentlich ein ganz normales Leben führen sollte. Sich Ziele setzen und diesen folgen sollte, doch fällt es ihr so schwer. Sie würde sich gerne treiben lassen, wie die anderen in ihrem Alter, von denen sie nicht einen richtig kennt. Sie hört ihnen manchmal heimlich zu.

Meine Meinung:
Das war mal was anderes. Es ist eine Geschichte über die ich erstmal nachdenken musste, bevor ich diese Rezension schreibe. Es geht um Emilia und ihr wirklich schweres Leben. Sie stürzt immer mehr ab und es passieren ihr auch wirklich schlimme Dinge. Aber nichts ist so wie es scheint. Mit Emilia bin ich leider nicht ganz warm geworden. Es lag jetzt aber eher an mir und nicht an der schaffensweise des Autors. Ich komme im echten Leben schon nicht mit solchen Menschen klar und kann sie nicht verstehen. Der Autor hat da echt Charaktere geschaffen die meiner Meinung nach stark polarisieren. Das Cover mag ich mit seinen kräftigen Farben sehr gerne obwohl ich nicht so genau sagen kann ob es zum Inhalt passt.

Fazit:
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen manchmal ein bisschen schockiert. Es ist nichts wie es scheint. Ich kann es Drama Liebhabern empfehlen, die auf wirren Tiefgang stehen. Ich brauchte am Ende eine Weile bis alles geordnet war. Wirklich toll!

Kommentieren0
1
Teilen
buchstabentraeumerins avatar

Rezension zu "Alle Farben der Nacht" von Jonas Zauels

Sprachgewaltiges und intensives Roman-Debüt, das erschüttert und berührt.
buchstabentraeumerinvor einem Jahr

Für manche Rezensionen fühle ich mich zu klein. Ich fühle mich ihnen nicht gewachsen, vor allem, wenn mich der Roman sprachlich und inhaltlich so sehr gefangennimmt und beeindruckt, wie dieses Debüt: „Alle Farben der Nacht“ von Jonas Zauels. Der Autor, gerade einmal Mitte zwanzig, schreibt so gut. Metaphorisch, philosophisch, nüchtern, poetisch, gleichzeitig jugendlich und reif – seine Worte fühlen sich schlicht energiegeladen an. Herrje, manchmal kann man einfach nur dankbar sein, auf ein Buch aufmerksam gemacht worden zu sein.


Voller Energie sein – das passt zum Mitte zwanzig sein. Ein Alter, in dem übrigens auch die Protagonistin Emilia ist. Das ist die Zeit der intensiven Gefühle: Die ungestüme und nicht immer glückliche Liebe, Nachdenklichkeit und Schwermut, die einen ab und an befällt, die Verrücktheit und Freiheit der durchwachten Nächte, die Schmerzhaftigkeit des Erwachsenenlebens und die Grenzenlosigkeit der Möglichkeiten. In „Alle Farben der Nacht“ geht es um all das, das Erwachsenwerden, mit seinen Hürden und Schwierigkeiten – und um so vieles mehr.

Emilia ist eine verlorene junge Frau. Sie irrt ohne Familie und Freunde durch Tage und Nächte, betäubt sich mit Drogen und Alkohol. Schwierigkeiten, Sorgen und traumatische Erlebnisse lassen sich so verdrängen. Sie muss sie verdrängen, da sie sonst zerbricht. Der Leser erfährt nach und nach die ganze Bandbreite des Unglücks. In unscheinbaren Nebensätzen, unterkühlt und dabei kristallklar, spielen sich die Tragödien der Protagonistin ab. Die Tragweite wird einem dadurch nur umso bewusster.

DAS LEBEN ZIEHT SICH WIE DICKFLÜSSIGER KLEBSTOFF DURCH DIE DUNKLEN STRASSEN UND NIMMT HIER UND DA EIN STÜCK DRECK MIT, DER LANGE FÄDEN HINTER SICH HERZERRT, GLEICHZEITIG SO NAH UND SO VERSCHWOMMEN WEIT WEG, BEDROHLICH UND UNBARMHERZIG DIE VERFOLGUNG AUFNIMMT UND SICH UNLÖSBAR IN DER ERINNERUNG FESTSETZT. (SEITE 60

Ich tauchte in den Kopf von Emilia ein und kam nicht mehr raus. Das war faszinierend und schmerzhaft und jetzt, wo ich am Ende angelangt bin, möchte ich von vorne beginnen. Denn ich bin mir ganz sicher, ich kratze gerade nur an der Oberfläche all dessen, was in diesem Roman drin steckt. Ich möchte den Text markieren, Gedanken und Zusammenhänge notieren, analysieren und jede Zeile sezieren – und das macht nur ein richtig gutes Buch mit mir. Davon gibt es nicht viele, eines wäre zum Beispiel „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger.

AN DIESEM ABEND WAR ES EMILIA, ALS BREITE SICH IN IHR EINE KLIRRENDE KÄLTE AUS, DIE SIE IN TAUSENDE UND ABERTAUSENDE TEILE ZERBERSTEN LIESSE. SPLITTER FÜR SPLITTER SPRANG VON IHR AB, VERLIESS SIE, BRACHTE SICH IN SICHERHEIT, BIS NUR NOCH EIN SCHANDFLECK AUS KNOCHEN UND HAUT ÜBRIG WAR, IN EINER SALZIGEN PFÜTZE AUF DEM BODEN. (SEITE 15

Doch zurück zu „Alle Farben der Nacht“. Das obere Zitat ist nur ein Beispiel von zig Metaphern, die mich nicht mehr loslassen. Sie machen es dem Leser teilweise schwer, dem Geschehen zu folgen. Überhaupt ist es nicht immer leicht, zu unterscheiden, was nun Wirklichkeit und was Einbildung ist. Was findet nur in Emilia’s Kopf statt, was geschieht tatsächlich? Doch das entfachte bei mir nur den Wunsch, noch tiefer einzusteigen und mich noch mehr auf die Geschichte einzulassen.

Ich schwärme zu sehr? Ach, ich habe nicht mal richtig angefangen! Doch jedes weitere Wort würde zu viel vom Inhalt vorwegnehmen.  Jonas Zauels – Hut ab. Ich benutze dieses Wort nicht gerne, aber ich bin ein Fan geworden. Schreibe bitte noch ganz, ganz viele Bücher, ich möchte sie alle lesen.

Fazit

„Alle Farben der Nacht“ von Jonas Zauels ist ein absolut bemerkenswertes und anspruchsvolles Debüt, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Ich war sprachlos und bin es – um ehrlich zu sein – auch jetzt noch. Diese Coming-of-Age Geschichte ist hart, ungewöhnlich und geht an die Substanz. Doch sie ist gleichzeitig so reich an intensiven Gefühlen, dass man sie nicht hoffnungslos verlässt. Von mir eine ganz klare und dringende Empfehlung.

Kommentieren0
6
Teilen
Kuhni77s avatar

Rezension zu "Alle Farben der Nacht" von Jonas Zauels

Was ist Wirklichkeit und was ist Phantasie?
Kuhni77vor 2 Jahren

INHALT:

Emilia hat in ihren jungen Jahren schon vieles erlebt. Der Vater hat die Familie früh verlassen, die Mutter ist an Krebs gestorben und das Leben bei ihrer Oma ist alles andere als angenehm. Sie bekommt Privatunterricht und ist eigentlich nur das Dienstmädchen ihrer Oma. Das Haus darf sie nur sonntags verlassen, um zum Bäcker zu gehen. Hier wird sie eines Tages niedergeschlagen und vergewaltigt. Diese ganzen Erfahrungen prägen das Leben von Emilia.

Mit 17 Jahren bekommt sie vom Jugendamt eine Wohnung und ist ab diesem Zeitpunkt auf sich alleine gestellt. Emilia fängt an zu trinken, nimmt Drogen und wird von vielen Männern einfach nur ausgenutzt und benutzt.

An einem Abend lernt sie Theo kennen. Mit ihm kann sie reden und er hört ihr einfach nur zu. Aber der Abend endet mit einem schlimmen Unfall. Theo weicht nicht von Emilias Seite, auch wenn sie gar nicht wirklich weiß, was er von ihr will.

Als Emilia Rebecca, kurz nur Becks oder B. genannt, kennenlernt, hat sie endlich 2 Personen um sich, die sie aus ihrer Einsamkeit holen. Emilia und Becks verlieben sich ineinander, streiten sich oft, trennen sich und können aber doch nicht ohne den Anderen. Theo ist Emilias Schatten – er ist immer da, wenn sie alleine ist.

Immer öfter tauchen alte Erinnerungen auf. Emilia lernt langsam zu vertrauen und die Düsternis ihres Lebens wird mehr und mehr vom Licht verdrängt – sie beginnt endlich Farben zu sehen.

MEINUNG:

Diesen Debütroman von Jonas Zauels konnte ich nicht so schnell lesen, wie ich sonst ein Buch lese.
Der Roman erzählt schonungslos das Leben von Emilia.
Ich musste immer wieder eine Pause machen und meine Gedanken sortieren. Emilia lebt in ihrer eigenen Welt und man weiß oft nicht, ob sie träumt bzw. Wahnvorstellung hat, oder ob es gerade ihr wahres Leben ist.
Ihr Leben dreht sich um Party, Alkohol, Drogen und Sex. Ich habe Emilia oft gewünscht, dass sie jemand an die Hand nimmt und ihr endlich den richtigen Weg zeigt.

Theo und Becks waren zwar für sie da und haben ihr Leben mit ihr geteilt, aber wirkliche Hilfe war von ihnen nicht zu erwarten. Ich habe beide oft mit „böser“ und „lieber“ Engel verglichen.

Becks, der böse Engel, die sie immer wieder mit auf Partys begleitet hat und auch den Drogen nicht abgeneigt war. Die Emilia aber auch etwas Geborgenheit und Liebe geschenkt hat.
Theo war der gute Engel, der immer da war, wenn Emilia alleine gewesen ist. Der auf sie aufgepasst und ihr Halt gegeben hat.

Aber beide konnten Emilia nicht die Hilfe geben, die sie so dringend benötigt hätte.

Der Roman ist sehr düster und traurig geschrieben. Man merkt das Emilia in ihrer eigenen Welt lebt und es um sie herum dunkel ist.  Der Autor beschreibt Emilias Seelenleben so genau, dass man als Leser oft nicht weiß, ob sie es gerade wirklich erlebt oder nur träumt.

Deswegen ist es mir oft schwergefallen, dem Ganzen zu folgen, aber trotzdem hat mich der Roman gepackt und ich wollte wissen, wie es ausgeht.
Diese 150 Seiten brauchen Zeit – Zeit zum Lesen, zum Nachdenken und Sacken lassen. Es ist ein Buch, dass einen auf eine Art berührt, verwirrt und nachdenklich stimmt.

Das Ende habe ich so nicht erwartet. Hier bin ich mir immer noch nicht sicher, ob wir Emilia zum Schluss nicht doch einfach nur in ihren Tagträumen begleitet haben.

FAZIT:

Auch wenn ich oft verwirrt war und oft nicht wusste: „Was passiert hier gerade“ / „Träumt Emilia oder erlebt sie es wirklich?“ – hat mich dieser Roman mitgezogen und nicht mehr losgelassen.
Ein gelungener Debütroman, der auf jeden Fall nachdenklich macht und einen noch länger beschäftigt. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen, diesen Roman zu lesen. Für Zwischendurch ist er auf keinen Fall geeignet.

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
UlrikeHelmerVerlags avatar
Lest den Debütroman »Alle Farben der Nacht« von Jonas Zauels vor der Veröffentlichung! Für die Vorab-Leserunde verlosen wir 10 eBooks.

Zum Inhalt

Eine junge Frau namens Emilia irrt durch das Dunkel ihres Lebens – blind gegenüber Verlusterfahrungen, denen sie ebensowenig Macht über sich geben will wie den offensichtlichen Spuren erfahrener Missachtung. Sie trinkt viel, isst wenig, nimmt Drogen und erleidet schließlich einen schweren Unfall. Ihr Weg gibt allen Anlass zur Sorge – wäre da nicht Theo, der ihr wie ein Schatten folgt, die Richtung weist. Und wäre da nicht außerdem die Streunerin Rebecca, der Emilia sich langsam öffnen kann. Die beiden Freundinnen gehen mit einer Rockband auf Tour, verlieren und suchen sich. Allmählich wächst Vertrauen, verleugnete Erinnerungen kehren zurück ...
(Buchumfang: ca. 176 Seiten)

Leseprobe

Über Jonas Zauels

Jahrgang 1992. Er wuchs in einem Dorf im Kreis Ahrweiler bei Bonn auf. Neben dem Schreiben studiert er Germanistik und Philosophie und spielt Bass in einer Indie-Rock-Band.
Jonas Zauels wird an der Leserunde teilnehmen. Er freut sich auf Diskussionen, Fragen und Anmerkungen ;o)

So wanderst du in den Lostopf

Bewirb dich einfach indem du auf den blauen »Jetzt bewerben«-Button drückst und uns deine Meinung zu folgender Frage verrätst:

Wem kann man Probleme am besten anvertrauen: Freunden, dem Partner/ der Partnerin, der Familie oder am liebsten niemanden?

Wir bitten alle Gewinnerinnen und Gewinner um eine aktive Beteiligung und eine anschließende Rezension. Es wäre schön, wenn du bereits mindestens eine Rezension auf Lovelybooks verfasst hast.

WICHTIG: Du erhältst das Buch als eBook (ePub). Bitte nimm also nur an der Verlosung teil, wenn du über einen Reader verfügst (die Konvertierung ins mobi-Format (z.B. Kindle) geht zum Glück ganz einfach).


Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Glück!
Euer Ulrike Helmer Verlagsteam
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Jonas Zauels wurde am 15. Juli 1992 in Deutschland geboren.

Jonas Zauels im Netz:

Community-Statistik

in 23 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks