"Wenn der Schnee kommt" von Jonathan Allen ist für mich eine wirklich hübsche und rundum gelungene Wintergeschichte für die Kleinsten. Schon beim ersten Vorlesen hat mich das Buch durch seine ruhige, zugleich neugierig machende Erzählweise begeistert – und später die Kinder ebenso.
Die Geschichte macht großen Spaß, die Zeichnungen sind süß, die Figuren liebevoll und sympathisch. Ganz nebenbei vermittelt sie verschiedene Strategien, mit denen Tiere den Winter überstehen: sich ein warmes Fell zulegen, Vorräte anlegen, in wärmere Gegenden ziehen oder Schutz vor kalter Witterung suchen. Das passiert spielerisch und ohne belehrend zu wirken – genau so, wie ich es mir bei einem Bilderbuch für Kleinkinder wünsche.
Als Vorleser*in sollte man allerdings ein kleines bisschen Hintergrundwissen mitbringen, denn nicht alle Tiere in der Geschichte sind bei uns heimisch. Besonders der Yak oder der Pfeifhase könnten Fragen aufwerfen. Ich habe das aber als schöne Gelegenheit empfunden, kurz zu erklären, wo diese Tiere leben und warum gerade sie so gut an Kälte angepasst sind.
Die Illustrationen sind auf das Wesentliche reduziert, wirken dabei aber sehr liebevoll und stimmungsvoll. Sie unterstützen die Geschichte hervorragend, ohne zu überladen zu sein, und laden zum gemeinsamen Betrachten und Entdecken ein.
Insgesamt ist "Wenn der Schnee kommt" für mich ein wunderbares Winterbilderbuch: warmherzig, lehrreich und einfach schön.



