Jonathan Barnes Das Königshaus der Monster

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Inhaltsangabe zu „Das Königshaus der Monster“ von Jonathan Barnes

Dieser Roman kündet vom Untergang des britischen Königshauses, vom letzten Krieg, von der Vernichtung unserer Welt. Serienkiller in Schuluniformen treiben ihr Unwesen genauso wie Männer mit Fischköpfen, mörderische Rockmusiker und körperlose Agentinnen. Und da ist Henry, ein gelangweilter Archivar im öffentlichen Dienst. Er ist auserwählt, dem Grauen Einhalt zu gebieten. Doch Sie, verehrte Leser, dürfen ihm nicht vertrauen! Er ist ein Lügner. An seinen Händen klebt Blut – das Blut der ganzen Welt … Jonathan Barnes erschafft eine einmalige Mischung aus Fantasy, Horror und Literatur. »Großes Kino zwischen zwei Buchdeckeln!« Kölner Stadt-Anzeiger

Ganz nett, aber nichts überragendes.

— once-upon-a-time
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  • Eine düstere, kleine Überraschung

    Das Königshaus der Monster
    SnowRoss

    SnowRoss

    03. August 2017 um 17:44

    Eines Tages sind meine Eltern mit zwei Büchern nach Hause gekommen, die sie billig irgendwo kaufen konnten. Eines davon war diesesObwohl ich anfangs skeptisch war, weil ich von dem Buch noch nie etwas gehört habe, und Bücher, die man für gewöhnlich in solchen „aussortierten, billig Buchstapeln“ findet, oft fürchterlich schlecht sind, hat mich das Buch positiv überrascht.Ich mochte einzigartige Handlung – der Protagonist Henry Lamb ist ein ehemaliger Kinderstar und arbeitet nun als Archivar. Sein Großvater war der Macher der Sendung, in der er mitgespielt hat.Und der Tod seines Großvaters bringt die Handlung ins Rollen.Vor vielen Jahren hat Königin Victoria von Großbritannien ihr Land an einen Dämonen verkauft – und nun läuft der Vertrag aus und der Dämon holt sich, was ihm versprochen wurde.Henry muss nun einen Weg finden, dies aufzuhalten. Einen Weg, den sein Großvater bereits kannte.Auf seiner Reise trifft Henry auf eine ganze Reihe merkwürdiger Gestalten – darunter auf zwei Mörder, die in Schuluniformen herumrennen, namens Boon und Hawker.Der Roman ist absolut skurril und bizarr. Die Figuren sind einmalig und sonderbar. (Einer davon ist eine Parodie von Prince Charles und ich musste lachen, als er zum ersten Mal auftauchte!) Die Handlung ist unglaublich vielschichtig und das Ende rundet alles wundervoll ab und erklärt und greift Dinge auf, die vor vielen, vielen Zeiten kurz angeschnitten oder nur erwähnt wurden. Einige Stellen machen den Roman aber nicht für jüngere Leser geeignet.Es ist wirklich schade, dass dieser Roman kaum Aufmerksamkeit bekommt, da er erfrischend anders ist.Anmerkung: Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Der erste Teil heißt im Deutschen „Das Albtraumreich des Edward Moon“ und spielt im Viktorianischen Zeitalter zu den Anfängen des Fluchs! Ich wusste das selber nicht, als ich „Das Königshaus der Monster“ gelesen habe, habe es nur im Nachhinein erfahren. Das hat mein Leseverständnis aber nicht wirklich beeinträchtigt, weswegen man den Roman auch einzelnd lesen kann.

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  • Ein düsteres Kuriositätenkabinett

    Das Königshaus der Monster
    Wortmagie

    Wortmagie

    07. May 2015 um 11:54

    Den Autor Jonathan Barnes habe ich vor Jahren kennengelernt, als mir sein Roman „Das Albtraumreich des Edward Moon“ in die Hände fiel. „Das Königshaus der Monster“ ist eine lockere Fortsetzung dieses Romans. Barnes selbst verdient unter anderem genau damit sein Geld, was ich mir für meine eigene Zukunft wünsche: er schreibt Rezensionen. Es ist ein seltsames Gefühl, eine Kritik zu einem Buch zu schreiben, das ein Kritiker geschrieben hat. Aber gut, wenn jemand versteht, dass nicht jedes Buch fabelhaft ist, dann wohl er. Vor kurzem ist übrigens auch Barnes‘ dritter Roman „Cannonbridge“ erschienen. Nach der Lektüre von „Das Königshaus der Monster“ bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob ich es lesen möchte. Henry Lamb führt ein durchschnittliches, austauschbares Leben. Früher war er ein Kinderstar, aber die Tage seiner Schauspielerei liegen schon lange zurück. Heute ist er ein einfacher Archivangestellter. Bis sein Großvater einen Herzinfarkt erleidet und seitdem im Koma liegt. Plötzlich tritt eine mysteriöse Behörde an Henry heran, die sich als das Direktorium vorstellt und behauptet, nur er könne London vor dem Untergang bewahren. Seit Jahrhunderten kämpft das Direktorium gegen die königliche Familie Windsor, die die Stadt dem Dämon Leviathan opfern will. Nun nähert sich der Kampf seinem blutigen Höhepunkt und alles steht auf der Kippe. Henry muss Estella finden, die einzige, die Leviathan aufhalten kann. Doch dafür muss er mit den Dominomännern sprechen. Der Wettlauf um die Seele Londons beginnt. Meine Güte, was für ein abgefahrener Genre-Mix. Jonathan Barnes hält sich nicht mit dem zarten, sachten Vermischen von Details auf, die typisch für bestimmte Genres sind. Nein, er mixt die ganz großen und schlägt sie seinen LeserInnen um die Ohren: Fantasy und Science Fiction. Bis zum Ende war ich überzeugt, es mit einem reinen Fantasy-Roman zu tun zu haben, weil alles darauf hinwies. Aber dann – Boom! Überraschung! Science Fiction! Erst war ich total verwirrt, da ich allerdings sowieso das ganze Buch über ständig verwirrt war, konnte ich das Gefühl schnell überwinden und freute mich einfach darüber, dass meine Erwartungshaltung gekippt wurde. Ich habe mich köstlich amüsiert. Das wurde auch Zeit, denn während der Geschichte kam ich nicht sonderlich oft zum Lachen. Ich stolperte durch sie hindurch und hatte nie das Gefühl, überhaupt irgendetwas zu verstehen oder zu durchschauen. Ich kann mir mittlerweile vorstellen, dass Jonathan Barnes das so wollte, damit der unvermeidliche Höhepunkt umso heftiger wirkt. Vielleicht wollte er undurchsichtig und mysteriös sein. Damit machte er es allerdings nicht nur mir schwer, sondern auch seinem Protagonisten Henry. Der Ärmste ist völlig ahnungslos und garantiert kein Held, obwohl er London retten soll. Er ist ein Jedermann; leidenschaftslos und ersetzbar. Dementsprechend hatte ich nicht wirklich eine Verbindung mit ihm, er ist einfach so durchschnittlich. Auch hier denke ich, dass Barnes das durchaus beabsichtigte. Henry trifft auf haufenweise skurrile Charaktere und wirkt inmitten dieser Verrückten wie ein Zengarten der Normalität. Außerdem vermittelt das den Eindruck, dass es anstatt Henry auch jede andere beliebige Person hätte treffen können. Die Spitze der ganzen Freaks sind eindeutig die Dominomänner. Ich liebe sie! Sie sind so böse. Verschlagene, intelligente, hinterlistige, mordende Lügner, die Spaß daran haben, Menschen zu quälen. Was Henry fehlt, haben sie im Überfluss: Charakter. Ich bin sicher, dass sie eindeutig nicht menschlich sind, aber was sie sind – ich habe keinen blassen Schimmer. Sie können aus dem Nichts auftauchen, wissen Dinge, die sie nicht wissen können und sind offenbar uralt. In ihren altmodischen Schuljungen-Uniformen empfand ich sie als extrem bedrohlich und gefährlich. Sie sind wie Raubtiere, die ihre Beute geduldig und unsichtbar aus dem Unterholz beobachten, bevor sie brutal und lustvoll zuschlagen. Und sie passen in diese Handlung, so temporeich, actiongeladen und unvorhersehbar wie sie ist. Manchmal dachte ich, ich hätte das Buch verstanden. Ich freute mich schon und klopfte mir selbst gedanklich auf die Schulter. Zufrieden blätterte ich um und musste all meine Annahmen wieder über Bord werfen, weil es plötzlich einen neuen Erzähler gab. Einen völlig anderen Erzähler. Jemanden, der Henry nicht besonders mag und behauptet, alles, was er als Ich-Erzähler bis dahin geschildert hat, sei gelogen. „Das Königshaus der Monster“ ist ein düsteres Kuriositätenkabinett. Jonathan Barnes verbreitet keine sonnige Fröhlichkeit, sondern unheimliche, verstörende Absurdität. Wer dieses Buch liest, darf nicht erwarten, alles zu verstehen. Es ist eine dieser Geschichten, auf die man sich unvoreingenommen einlassen muss. Wenn ihr das schafft, werdet ihr eine verrückte Show erleben, in der alles möglich ist: Serienkiller in Schuljungen-Uniform, ein alter Mann mit Kiemen, drogenabhängige Royals und ein Dämon, der etwas Ungeheuerliches mit London vorhat!

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  • Rezension zu "Das Königshaus der Monster" von Jonathan Barnes

    Das Königshaus der Monster
    sabisteb

    sabisteb

    13. August 2010 um 12:31

    Henry Lamb ist ein Antiheld wie er im Buche steht. Fast 30 arbeitet er in der staatlichen Archivverwaltung und ist ein Absoluter Beginner, also eine männliche Jungfrau. Dabei fing sein Leben so gut an. Er war Kinderstar in einer Serie, auch wenn er immer nur einen Satz sagen musste "Ich war's nicht. Großvater war's." Henry ist unsterblich in seine Hauswirtin Abbey verliebt und hofft jeden morgen, dass er sie sieht, bevor er zur Arbeit geht. Das einzige, was ihn wirklich belastet ist, dass sein geliebter Großvater im Koma liegt. Henrys Leben könnte so wunderbar langweilig weitergehen, wenn er nicht plötzlich versetzt würde und zwar zu einer Abteilung namens "Das Direktorium". Plötzlich findet Lamb sich als Agent dieser geheimen Organisation wieder und soll die Welt retten. Auch die beruhigende Zusprache seiner Kollegin Barbara "Das Direktorium nimmt nur die Besten. Die Spitzentalente. Die Wunderkinder [...] Und natürlich Sie Henry" (S. 294) kann ihn nicht wirklich beruhigen, denn nichts in seinem Leben ist Zufall und hinter allem steckt sein Großvater, der dummerweise im Koma liegt. Diese Geschichte ist keine direkte Fortsetzung von "Das Alptraumreich des Edward Moon", sondern spielt 2007. Dennoch begegnen einem einige bekannte Gesichter aus "Edward Moon" wie der Chef des Direktoriums, der nun 175 Jahre alt ist und in einem riesigen Tank im "London Eye" schwimmt oder die mörderischen Zwillinge Hawker und Boon. Jonathan Barnes erweitert sein Kabinett an kuriosen Charakteren um ehemalige Professoren, die nun als Taxifahrer arbeiten, drogensüchtige Prinzen, aus dem Jenseits zurückgekehrte Agentinnen und töpfernde Agentinnen im Ruhestand. Auch die Darstellung von Gewalt bleibt wie im ersten Teil sehr drastisch. "[...] als Hawker und Boon an seine Seite traten, mit einem wohlgezielten Schlag das Schutzgitter seines Ventilators wegbrachen und den Kippschalter betätigten. Und dann drückten sie Mister Strathams Gesicht in die wirbelnden Ventilatorblätter [...]" (S. 311) Es gibt auch einige lustige Szenen, wie die Sicherheitseinweisung für Büroangestellte "Jedes Büro ist eine potentielle Todesfalle" (S. 33) Die Geschichte wird als Rückblick von Henry Lamb geschrieben. Er beschreibt was er erlebte und wie er es erlebte mit einigen Einschüben einer anderen Persönlichkeit, die für ganze Kapitel übernimmt und die Geschichte des ampersandsüchtigen englischen Thronfolgers erzählt. Schon, dass eine Droge Ampersand, also Et-Zeichen "&" genannt wird ist bezeichnend für das Buch. Nach und nach vermischen sich diese beiden Handlungsstränge bis sie verschmelzen und man erahnt wie Henrys andere Persönlichkeit entstand. Diese Erzählweise verrät schon durch ihre Konzeption einiges von den zukünftigen Ereignissen, jedoch rettet sich der Autor in diesem Fall mit einem deus ex machina, bzw. in Form eines total abgedrehten Schlusses, den niemand auch nur ansatzweise erahnen oder wirklich verstehen kann. Ähnlich wie "Das Alptraumreich des Edward Moon" beginnt das Buch recht interessant, mit einem eigenwilligen Helden und streckenweise recht witzig, lässt aber mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr nach, bis es sich zum Schluss in absoluter Abstrusität verliert, die möglicherweise als missglückte Hommage an Douglas Adams gedacht war, die jedoch nicht funktioniert. Wirklich gelungen ist das Bild der Dominomänner zu Beginn des Buches, die beiden sind sehr gut getroffen und hätten ein deutlich besseres Titelbild abgegeben als das Gewählte, das mit dem Inhalt nur bedingt etwas zu tun hat.

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  • Rezension zu "Das Königshaus der Monster" von Jonathan Barnes

    Das Königshaus der Monster
    Violet Baudelaire

    Violet Baudelaire

    09. June 2010 um 20:45

    Henry Lamb ist ein gewöhnlicher Londoner Archivar. Noch weiß er nicht das er eine entscheidende Rolle bei einem jahrzentewährenden Bürgerkrieg spielt. Den die Queen hat London an ein Monster verkauft.

  • Rezension zu "Das Königshaus der Monster" von Jonathan Barnes

    Das Königshaus der Monster
    Babscha

    Babscha

    14. March 2010 um 21:38

    Wie jeden Morgen schleppt sich Henry Lamb, der Star der Geschichte, aus seiner untervermieteten Einzimmerbehausung in London zu seiner Arbeitsstelle, der Staatlichen Archivverwaltung, als er erfährt, dass sein Großvater, ein schillernder Exzentriker und finanzieller Dauerunterstützer der Londoner Pubszene, nach einem Sturz noch vor Ort ins Koma gefallen ist. Vom gleichen Tage an ereignen sich in Henrys Umfeld unerklärliche und geheimnisvolle Vorgänge. Erst nach und nach gelingt es ihm, die Tragweite des Schreckens, in dem sein Opa eine offensichtlich tragende Rolle spielt, und die unglaubliche Gefahr zu erkennen, die auf die ganze Stadt London zurast. Denn niemand geringerer als das Haus Windsor selbst hat vor Jahrhunderten dem Dämonen Leviathan gegen die Verschaffung von Macht und Sicherheit die ganze Stadt versprochen; dummerweise hat dieser sich jetzt entschieden, die Windsors ihren Teil der Abmachung einlösen zu lassen und befindet sich bereits auf dem Weg. Ein irrwitziger Wettlauf Gut gegen Böse beginnt…. Mit überbordender Phantasie lässt der Autor in seinem Buch eine Parade von Freaks aus dies- und jenseitigen Gefilden aufmarschieren, die keine Wünsche mehr offen lässt, ganz mit vorne die leicht debile Version eines allseits bekannten Thronfolgers. Bürohengste, Royals, Geheimdienstler, Discotypen, Politiker: in typisch britischer, also rabenschwarzer, respekt- und tabuloser Manier bekommen hier alle im Zuge der sich atemlos entwickelnden Geschichte ihr Fett weg. Dem Autor scheint wirklich keine menschliche Schwäche zu geringwertig, um sie nicht genüsslich platt zu walzen. Trotz der absolut irre ablaufenden Handlung erzählt Barnes seine story bis zum überraschenden Ende gut strukturiert, so dass der Leser durch den ich-erzählenden Henry immer hautnah auf dem Laufenden gehalten wird und wobei sich –als sehr gelungenen running gag- auch das Böse selbst immer wieder mit seiner Sicht der Dinge in die Erzählung einmischt. Ein absolut unterhaltsames Buch für unerschrockene Leser mit einem Faible für Fantasy, Horror und grenzwertigen Humor.

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