Jonathan Coe

 3,9 Sterne bei 286 Bewertungen
Autorenbild von Jonathan Coe (© Sophie Bassouls)

Lebenslauf

Jonathan Coe wurde 1961in Birmingham geboren. Er studierte an der King Edward's School in Birmingham und am Trinity College, Cambridge und lehrt heute an der University of Warwick in England. Er war als Film- und Literaturkritiker beim Guardian tätig und lebt heute als freier Schriftsteller in London. Seine oft humorvoll und satirisch geprägten Romane sind in erster Linie von der Beschäftigung mit sozialen Fragen geprägt. 1994 erschien sein erster Roman, "Allein mit Shirley", eine Satire über die Ära Margaret Thatcher.

Neue Bücher

Cover des Buches Mr. Wilder und ich (ISBN: 9783453428690)

Mr. Wilder und ich

 (2)
Erscheint am 11.06.2024 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Jonathan Coe

Cover des Buches Der Regen, bevor er fällt (ISBN: 9783328102946)

Der Regen, bevor er fällt

 (76)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim (ISBN: 9783442744824)

Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

 (60)
Erschienen am 10.12.2012
Cover des Buches Das Haus des Schlafes (ISBN: 9783492246828)

Das Haus des Schlafes

 (34)
Erschienen am 01.04.2006
Cover des Buches Bournville (ISBN: 9783852568850)

Bournville

 (22)
Erschienen am 22.08.2023
Cover des Buches Middle England (ISBN: 9783852568010)

Middle England

 (19)
Erschienen am 11.02.2020
Cover des Buches Klassentreffen (ISBN: 9783492047494)

Klassentreffen

 (9)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Mr. Wilder und ich (ISBN: 9783852568331)

Mr. Wilder und ich

 (7)
Erschienen am 10.08.2021
Cover des Buches Allein mit Shirley (ISBN: 9783955304737)

Allein mit Shirley

 (7)
Erschienen am 20.06.2014

Videos

Neue Rezensionen zu Jonathan Coe

Cover des Buches Mr. Wilder und ich (ISBN: 9783852568331)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Mr. Wilder und ich" von Jonathan Coe

Einer der letzten Großen bevor die "Milchbärte" kamen ...
engineerwifevor 4 Monaten

Mit dem Roman „Mr. Wilder und ich“ habe ich mir einen wirklich schönen Monatsabschluss beschert. Ich habe das Buch eben sehr zufrieden zusammengeklappt. 


Mr. Wilders Geschichte wird immer wieder in Rückblicken erzählt, bei dem der Dreh seines vorletzten Films „Fedora“ eine sehr große Rolle spielt. Hier kommt auch die junge Griechin Calista zum Einsatz, die zu ihrem Dolmetscherjob wie die Jungfrau zu dem Kinde kam. Das schüchterne junge Mädchen nimmt mit 18 Jahren all ihren Mut zusammen und begibt sich auf eine Rundreise durch die USA. Dort lernt sie durch Zufall eine gleichaltrige Engländerin kennen, die sie mehr oder weniger unfreiwilligerweise mit dem berühmten Regisseur Wilder und seinem Sidekick Iz Diamond bekannt macht. Calista, völlig naiv und weltfremd, steigt bei dem arrangierten Dinner der Alkohol zu Kopf und so verbringt sie eine Nacht im Hause Wilder. Noch ahnt sie nicht, dass sie damit den Grundstein für ihre Zukunft legt …


Der Autor Jonathan Coe, der mir schon durch seinen Roman „Das Haus des Schlafes“ ein Begriff war, hat dem berühmten Billy Wilder mit seinem biografisch angehauchten Buch posthum ein wunderschönes Denkmal gesetzt. Während das erste und letzte Drittel desselben in ganz normaler Romanform geschrieben ist, findet der Leser im Mittelteil des Buchs eine Art Drehbuch, das, ohne mit Informationen zu erschlagen, einen ganz großartigen Einblick in Wilders Leben gibt. Die Geschichte rund um Calista in der Vergangenheit wie in der Gegenwart verschafft dem Roman die nötige Leichtigkeit, um einen runden Lesefluss zu ermöglichen. Alles in allem fühlte ich mich nach dem Lesen wieder um viele Informationen klüger und zudem bestens unterhalten. Ich vergebe hier sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl und habe das Buch auch schon an eine liebe Kollegin und Lesefreundin weitergeben. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr gefallen wird. 

Cover des Buches Mr. Wilder und ich (ISBN: 9783852568331)
M

Rezension zu "Mr. Wilder und ich" von Jonathan Coe

Wie war Wilder zu Zeiten von Fedora
Madamebiscuitvor 5 Monaten

„Manche mögen‘s heiß“ ist der einzige Berührungspunkt, den ich bisher mit Billy Wilder hatte. Umso mehr war ich auf den Roman von Jonathan Coe gespannt, in dem er Fiktion und Wirklichkeit gekonnt kombiniert hat.

Calista, eine junge Griechin, lernt durch einen Zufall im Jahr 1976 den Regisseur bei einem zwanglosen Dinner kennen und wird kurz darauf seine Dolmetscherin bei den Dreharbeiten zu „Fedora“. Einer seiner letzten Filme, zu einer Zeit, als Wilder seinen Zenit in Hollywood bereits überschritten hatte.

Das ist ihm und seinem Freund und Partner Iz Diamond bewusst, sie hadern damit und wollen mit Fedora noch einmal einen Film schaffen, der bleibt.

Erzählt wird die gesamte Handlung in Rückblenden durch die Ich-Erzählerin Calista. Parallel dazu erfahren wir einiges über das Leben und Schaffen der Protagonistin, denn in der Gegenwart ist auch sie bereits in ihren 50gern. Ihre beiden Töchter sind quasi erwachsen und Calista beruflich nicht so erfolgreich, wie sie es gerne wäre. Sie hat einen respektvollen und bewundernden Blick auf den großen Regisseur. Teilweise schwingt eine gewisse Wehmut in ihren Erinnerungen mit, die ganz wunderbar den Vibe der 1970ger heraufbeschwören. Es wird deutlich wie sehr sie die Zusammenarbeit und diese Chance mit den beiden Männern arbeiten zu dürfen, genossen hat.

Coes Schreibstil liest sich flüssig und angenehm. Er beschreibt seine Figuren sehr menschlich mit ihren Charaktereigenschaften und Marotten. Durch den gewählten Zeitpunkt des Romans, nutzt der Autor die Möglichkeit Wilder nicht nur als gefeierten Autor zu zeigen, sondern auch die Person dahinter sichtbar zu machen. Wie wichtig ihm „Fedora“ war, wie sehr ihn seine jüdischen Wurzeln beeinflusst haben und wie eng er mit Iz Diamond war.

Es ist keine Biografie über Billy Wilder, aber es steckt sehr viel Recherche in diesem Roman, auf die Jonathan Coe auch im Nachwort eingeht.

Für mich war es ein gelungenes Leseerlebnis, eine runde Geschichte mit genügend Tiefgang und doch mit einer gewissen Leichtigkeit. Es macht Spaß sie zu lesen und nebenbei die Person Billy Wilder (besser) kennenzulernen.

Cover des Buches Bournville (ISBN: 9783852568850)
I

Rezension zu "Bournville" von Jonathan Coe

Mir hat der Roman sehr gut gefallen
Insel56vor 6 Monaten

Dieser Roman spielt in England, größtenteils in Bournville, und zwar über einen Zeitraum von meheren Jahrzehnten (Mai 1945 - September 2020), wobei in Rückblicken auch noch aus früheren Zeiten erzählt wird. Im Mittelpunkt der weitverzweigten Familie,  von der ausgehend erzählt wird, steht Mary, die 1934 geboren wurde. Anhand Ereignisse wie dem Kriegsende, Ereignisse im Könighaus, Fußball und Pandemie wird das Leben von Mary und ihren Familienmitgliedern erzählt, d. h. was ist genau bei ihnen zu dieser Zeit passiert. Ich erfahre viel über Familienleben, die Rivalitäten untereinander bzw. die Rollen, die einzelne Familienmitglieder einnehmen und wie sie sich entwickeln.
Zu Beginn des Buches ist glücklicherweise ein Familienstammbaum gestellt, der mich erst aufgrund seiner vielen Verwzeigungen fast ein wenig abschreckte, aber den ich dann kurze Zeit später "lieben" lernten, obwohl er leider auch einzelne Entwicklungen wie Ehe und evtl. Kinder schon im Vorfeld verriet.
Mich hat der Roman aufgrund der tiefen Einblicke, die er in das Familienleben, aber auch in die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, gab, äußerst fasziniert. Mir war auch nicht bewusst, wie traditionell und konservativ die Menschen in England sind. Klar, habe ich die erwähnten Ereignisse auch im Fernsehen gesehen, aber mir war nicht klar, dass die Engländer ihr Könighaus so sehr lieben. Es wird und wurde zwar häufiger in der Presse erwähnt, aber dieses Ausmaß, was auch in Marys Familie durch das Treffen mit Familie und Freunden vor dem Fernseher stattfand, hatte ich mir nicht vorgestellt. Dieser Roman hat sehr gefallen, da er ein Stück Zeitgeschichte widerspiegelt und gleichzeitig auch durch kritisch ist. Fünf Sterne

Gespräche aus der Community

Eine phantastische Heraufbeschwörung der 70er Jahre – eine Komödie, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt..

Mitten in den wilden Siebzigern versuchen sich vier Freunde und Redakteure der Schülerzeitung, eher schlecht als recht, auf dem laufenden zu halten und zu begreifen, was es auf sich hat mit Rassismus, Klassenkampf und Punk Rock..

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54 BeiträgeVerlosung beendet
K
Letzter Beitrag von  Katl2vor 3 Jahren

Der zweite Teil bringt die Charaktere und die Zeit noch viel näher. Politik und Musik prägen die Interaktionen der verschiedenen Personen und ihren Umgang miteinander. Mir gefällt gut, dass auf alle möglichen Sichten und Positionen eingegangen wird. Dadurch ergibt sich ein Geflecht der unterschiedlichen Lebensweisen. Was sie beschäftigt hat und was sie motiviert.

Auch das Gespräch zwischen den beiden Jungen fand ich sehr aufschlussreich. Sie wiederholen Dinge, die sie eigentlich nicht verstehen, stellen Fragen auf die sie keine Antworten haben, ehe sie sich wieder dem zuwenden, das sie verstehen.

Mitten in den wilden 70ern gehen die Freunde Trotter, Harding, Anderton und Chase in Birmingham zur Schule - Tony Blair, Lady Di und Handys kennt man noch nicht, dafür aber Roxy Music, Schallplatten und Schlaghosen. Als Redakteure der Schülerzeitung sind sie Rassismus, Klassenkampf und Punkrock auf der Spur. Doch im privaten beschäftigen sie auch noch ganz andere Dinge ...

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23 BeiträgeVerlosung beendet
Edgar_Bernardis avatar
Letzter Beitrag von  Edgar_Bernardivor 3 Jahren

Ich denke an WOODSTOCK, aber nicht nur an die Musik, sondern das Chaos bei der Konzertplanung und -Durchführung, aber vor allem die Dynamik, welche die Hippiebewegung damals entwickelte. Kaum vorstellbar, dass so etwas nochmal passiert.

Zusätzliche Informationen

Jonathan Coe wurde am 18. August 1961 in Birmingham (Bromsgrove), Worcestershire (Vereinigtes Königreich) geboren.

Community-Statistik

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von 4 Leser*innen aktuell gelesen

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