Jonathan Coe

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Jonathan Coe

Lebenslauf von Jonathan Coe

Jonathan Coe wurde 1961in Birmingham geboren. Er studierte an der King Edward's School in Birmingham und am Trinity College, Cambridge und lehrt heute an der University of Warwick in England. Er war als Film- und Literaturkritiker beim Guardian tätig und lebt heute als freier Schriftsteller in London. Seine oft humorvoll und satirisch geprägten Romane sind in erster Linie von der Beschäftigung mit sozialen Fragen geprägt. 1994 erschien sein erster Roman, "Allein mit Shirley", eine Satire über die Ära Margaret Thatcher.

Alle Bücher von Jonathan Coe

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Nummer 11

Nummer 11

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Erschienen am 05.09.2017
Replay

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Klassentreffen

Klassentreffen

 (9)
Erschienen am 01.02.2006
Liebesgrüße aus Brüssel

Liebesgrüße aus Brüssel

 (2)
Erschienen am 24.03.2014
Das Haus des Schlafes

Das Haus des Schlafes

 (32)
Erschienen am 01.04.2006
Expo 58

Expo 58

 (1)
Erschienen am 02.09.2014
Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

 (60)
Erschienen am 09.11.2010

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Neue Rezensionen zu Jonathan Coe

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Rezension zu "Ein Hauch von Liebe" von Jonathan Coe

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
Duffyvor 2 Monaten

Robin und Ted sind zwei verschiedene Charaktere. Während Ted geschäftlich recht erfolgreich ist und sein Leben in geregelten Bahnen verläuft, schreibt Robin schon seit Jahren an seiner Doktorarbeit. Außerdem hat er schriftstellerische Ambitionen, die in erster Linie in einem vierteiligen Kurzgeschichtenzyklus ihren Ausdruck finden. Eines verbindet die beiden Männer jedoch und ist das ist ihre Liebe zu Katherine, die seinerzeit von Ted geehelicht wurde, von Robin jedoch nie vergessen. Diese komplizierte Liebe ist auch der Schlüssel zu seinen Kurzgeschichten. Als die beiden Männer sich nach längerer Zeit wiedersehen, werden beide von Ereignissen betroffen, die unterschiedliche Konsequenzen haben.

Vielschichtig arbeitet Coe vor allem die Psyche von Robin auf, dokumentiert dessen Kurzgeschichtenzyklus als Teil des Romans und knüpft alle Enden der unterschiedlichen Reaktionen und Gegenreaktionen zu einem Teppich, durch den am Schluss keine Masche mehr passt. Dennoch lässt der Ausgang der Geschichte genug Platz für Spekulationen und Überraschungen.

Ein dichtes Werk auf 180 Seiten, das einen subtilen Coe zeigt und die Fähigkeit, auch auf mehreren Ebenen ein komplexes Buch vorzulegen, dessen Spannung unverändert auf einem Level bleibt.

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Rezension zu "Klassentreffen" von Jonathan Coe

Trotters Club - Die Zweite
Duffyvor 2 Monaten

Buch Nr.2 aus der Reihe „Trotters Club“. Das ist aber für den Neuleser nicht von Belang, denn alle für den Inhalt relevanten Fakten werden in diesen Roman eingeflochten.

Es beginnt in Birmingham zur Jahrtausendwende. Benjamin Trotter ist ein unscheinbarer Buchhalter, der allerdings auch noch Talente in Musik und Literatur pflegt. Doch nun, in der Lebensmitte angekommen, hegt er Zweifel an seinem Werdegang, sowohl beruflich, als auch im Privatleben. Seiner großen Liebe Cecily trauert er genauso nach wie den möglichen Chancen, seinen mittlerweile über tausend Seiten starken Roman zu veröffentlichen.

Der Gegenentwurf dazu ist sein Bruder Paul, der eine politische Karriere eingeschlagen hat und auf dem besten Weg nach oben ist. Hindernisse baut er sich selbst in den Weg, als er mit seiner Medienberaterin eine Liebesaffäre hat, die weitreichende Konsequenzen hat. Das bringt sowohl für ihn, als auch für seinen Bruder die Dinge ins Rollen, die sie an die Vergangenheit fesselt.

Mit einem erstaunlichen Gefühl für Dramaturgie lässt Coe auch in diesem Roman die Stränge zusammenlaufen. Das ist eine stilistische Gabe, die er perfekt beherrscht und so kommt auch hier keine Langeweile auf. Dass auch diesmal das Ende wieder eine handfeste Überraschung birgt, mit der niemand gerechnet hat, kennt man von ihm mittlerweile schon. Nicht nur deswegen lässt sich das Buch nicht mehr aus der hand legen, es ist auch hochinteressant, wie z.B. Presse und Politik miteinander umgehen. Ganz nebenbei zeichnet Coe ein genaues Bild der britischen Gesellschaft, wie sie sich den Herausforderungen New Labour und Irak-Krieg stellt.

Aus dem ersten Band der Reihe „Allein mit Shirley“ treffen wir fast alle Protagonisten wieder und was aus ihnen in den letzten zwanzig Jahren geworden ist.

Ein tolles Buch von Coe, der mittlerweile zu den besten Belletristikschreibern der Insel zählt. Unbedingte Leseempfehlung und man kann auch beide Teile hintereinander lesen.

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Rezension zu "Allein mit Shirley" von Jonathan Coe

Eine schrecklich skrupellose Familie
Duffyvor 5 Monaten

Die erfolgreiche Familie Winshaw ist an nichts so sehr interessiert wie an Macht und Geld. Dafür gehen die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Mitglieder über Leichen, sogar über die eines Familienmitglieds. Doch dieses Geheimnis soll wohlbehütet bleiben, denn nur die alte Tante Tabitha weiß, dass ihr Bruder Godfrey im Auftrag eines Familienmitglieds ermordet wurde. Dafür muss sie den Rest ihres Lebens vorsorglich in einer Irrenanstalt verbringen.Doch als 1990 der Schriftsteller Michael Owen den Auftrag bekommt, die Winshaw-Biografie zu erstellen, recherchiert er Dinge, die ihn selbst zu einer Figur dieser Familie werden lassen. Die Angelegenheit lässt ihn nicht mehr los und so rollt sich die Geschichte fast von selbst auf, nur nicht in die Richtung, die der Familie gefallen kann.

Coe ist ein begnadeter Erzähler und Ränkeschmied. Obwohl er Erzählperspektiven, Orte und die Hauptpersonen wechselt, kommt der Leser nicht durcheinander, im Gegenteil, immer enger werden die Stränge verflochten und fließen auf das Ende hin, das, wie bei Coes Romanen üblich, einige unvorhergesehene Überraschungen bietet. Nebenher zeichnet Coe auch wieder ein Sittenbild des englischen Kapitals, immer verflochten mit der politischen Lage und den Skrupellosigkeiten, die sich hier bei der Vermischung von Geld, Macht und Gier ergeben.

Coe ist ein Autor, der süchtig macht. Mit einem ausgezeichneten Gespür für Dramaturgie und dem rechten Maß an Aktion schafft er es in seinen Büchern, niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Gleichbleibend hohes Niveau auch in diesem Buch. Es ist egal, mit welchem Werk man diesen Autoren entdeckt, sie sind alle gleich gut.

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Jonathan Coe wurde am 18. August 1961 in Birmingham (Bromsgrove), Worcestershire (Vereinigtes Königreich) geboren.

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