Jonathan Coe Der Regen, bevor er fällt

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Inhaltsangabe zu „Der Regen, bevor er fällt“ von Jonathan Coe

Ein bewegender Roman über das verzweifelte Streben nach Liebe und dem Lebensglück Imogen ist seit frühester Kindheit blind. Als Rosamond, die Cousine von Imogens Großmutter merkt, dass ihr Leben zu Ende geht, hinterlässt sie Imogen eine Handvoll Fotos und einen Stapel selbst besprochener Tonbänder. Darauf enthüllt sie das furchtbare Geheimnis über jene Tat, die zu Imogens Erblindung führte. Es ist die Geschichte dreier Generationen von Frauen, ein bewegender Roman über das verzweifelte Streben nach Liebe und dem Lebensglück.

Gefühlvolle Familiengeschichte, die indirekt offenbart wird. Hat gelegentlich ein paar Längen.

— Arienn

Eine gute Geschichte, spannend erzählt.

— MonicaS

Ein berührendes Frauendrama.

— Sieben-Schwester

Ein wunderschönes Buch. Einfach lesen :-)

— Tatzentier

Familiengeheimnisse & ihre Folgen. Ein emotionales, melancholisches & faszinierendes Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte!

— AgnesM

Ich fand das Buch unglaublich berührend... Sehr lesenswert!

— dieLesende

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  • Bevor es zu spät ist

    Der Regen, bevor er fällt

    rallus

    10. June 2015 um 17:16

    Im Vordergund eine junge Frau die einen Hund an einer Leine hält. Beide stehen auf einer Eisfläche, die Frau mit Schlittschuhen, der Hund ist kniehoch und zieht stark an der Leine. Die Frau hat den Hund an der linken Hand, ihr Körper beschreibt ein C, ohne den Hund würde sie nach hinten fallen. Es ist Winter, im Hintergund sieht man noch weitere Schlittschuhläufer. Die Frau hat einen Schal an, aber keine Mütze, es wird wohl nicht so kalt sein. Dies ist eines der 20 Bilder, die Rosamond ihrer Großenkelin Imogen, aufgenommen auf Kassetten, beschreibt. Imogen ist blind und Rosamond möchte ihr die Geschichte ihrer Familie erzählen. Was ist passiert? Nach dem Tode von Rosamund, wird Gill zur Nachlassverwalterin bestimmt, sie soll Imogen finden und ihr die Aufzeichnungen aushändigen. Doch die Spur von Imogen kann nicht wieder aufegnommen werden, auf nach Wochen der Suche findet sich niemand. So hört Gill sich die Aufnahmen mit ihren Töchtern an und es beginnt eine aufwühlende und sehr einfühlsam erzählte Familiengeschichte. "Ich möchte dir, Imogen, einen Begriff von deiner Geschichte vermitteln. Du sollst ein Gefühl dafür bekommen, wo du herkommst und welches die Triebkräfte waren, die dich hervorgebracht haben." Jedes Bild deckt mehr von den Dingen und den unterlassenen Taten auf, die in den Jahren passiert sind. Ein Thema zieht sich durch die ganze Geschichte: Die fehlende Liebe von Imogens Großmutter Beatrix, die mit Rosamund befreundet war. Diese fehlende Liebe wurde durch die Generationen weitergereicht. "Auf der anderen Seite sollte man auf keinen Fall unterschätzen, was einem Kind angetan wird, wenn es mit dem Wissen leben muss, das es von seiner Mutter nicht erwünscht ist. Ausgerechnet von der eigenen Mutter - dem Menschen der dich zu Welt gebracht hat. Dieses Wissen frisst dein Selbstwertgefühl auf und zerstört die elementaren Grundlagen deiner Existenz. Es ist sehr schwer unter solchen Umständen eine heile Persönlichkeit zu entwickeln." Rosamund erkennt dies früh, ist aber selber mit ihrem andersartigen Leben, sie liebt Frauen, so beschäftigt, dass sie nur fassungslos verfolgen kann, wie die Gleichgültigkeit von Großmutter und Mutter weitergereicht wird. Ein berührender und literarisch hochwertiger Roman, gerade die Beschreibungen der Bilder lassen diese plastisch vor dem Auge erscheinen. Eine Geschichte durch die Zeiten und Generationen, immer nahe an den Figuren erzählt.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt"

    Der Regen, bevor er fällt

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    04. February 2015 um 21:07

    Zum Inhalt: Nach dem Tod ihrer Tante Rosamond kümmert sich ihre Nichte Gill um ihren Nachlass. Beim Ausräumen des Hauses entdeckt sie, dass Rosamond kurz vor ihrem Tod eine Botschaft auf vier Tonband-Kassetten aufgenommen und zusammen mit einem Brief hinterlassen hat. In diesem Brief bittet sie Gill, die Enkelin ihrer Cousine Imogen ausfindig zu machen, und ihr die Tonbandaufnahmen auszuhändigen. Darauf sei ihr Erbe, die Geschichte ihrer Familie, die sie unbedingt erfahren solle… Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Catherine und Elizabeth macht Gill sich auf die Suche nach Imogen. Wer ist diese Imogen überhaupt? Nur eine ferne Erinnerung an ein kleines blindes Mädchen, das vor vielen Jahren allein auf dem Geburtstag ihrer Tante Rosamond auftauchte und danach nie wieder gesehen wurde, sind Gill als Erinnerung an sie geblieben. Und warum wurde sie von Rosamond in deren Testament bedacht? Als schließlich auch nach intensiven Recherchen Imogen nicht ausfindig gemacht werden kann, hört Gill sich gemeinsam mit ihren Töchtern die Tonbänder schließlich an, in der Hoffnung, darauf einen Hinweis auf ihren Verbleib zu finden. Rosamond erzählt darauf anhand von zwanzig ausgewählten Fotos ihre eigene Lebensgeschichte, die eng verknüpft mit der Geschichte von drei Generationen Frauen in der Familie ist - eine Geschichte, die während des zweiten Weltkriegs ihren Beginn hatte und bis in die Gegenwart reicht. Und plötzlich ist Gill mittendrin in einer Geschichte von gegenseitigen Grausamkeiten, Verletzungen der Seele die von einer Generation auf die nächste weitergegeben wurden, einer Geschichte, die sowohl Imogens als auch ihre eigene Familiengeschichte ist. Eigene Meinung: Immer wieder musste ich mir beim Lesen vor Augen halten, dass diese wunderbare Familiengeschichte, die so gefühlvoll und facettenreich erzählt wird und die in Form der Tonbänder Rosamond in den Mund gelegt ist, aus der Feder eines männlichen Autors geflossen ist. So sehr ist es dem Autor gelungen, die Figur Rosamond über immerhin sechs Lebensjahrzehnte darzustellen, ihre Sichtweise auf die dramatischen Ereignisse innerhalb der Familie und ihre eigene Hilflosigkeit zu schildern. Neben diesem Hauptplot hat Jonathan Coe mit Rosamond eine Protagonistin geschaffen, die in den Fünfziger und Sechziger Jahren, als dies noch ein großes gesellschaftliches Tabu war, ihre Homosexualität auslebte, dadurch selbst an den Rand der Gesellschaft rückte und in all ihren Schattierungen sehr authentisch dargestellt wird. Respekt! Durch diese Protagonistin beweist der Autor Jonathan Coe ein unglaublich starkes Einfühlungsvermögen, was für die Darstellung der den Leser durch die Geschichte führenden Rosamond aber auch ein unbedingtes Muss ist. Die Geschichte selbst lebt meiner Meinung nach davon, dass sie beim Leser ein ambivalenes Gefühl zu nahezu allen Frauen in der Geschichte hinterlässt – so sieht man doch bei Beatrix und Thea – Imogens Großmutter und Mutter – sowohl das emotional misshandelte und dadurch emotional verkrüppelte Kind, und gleichermaßen auch die Täter, deren innere Stärke einfach nicht ausreicht, um die Narben auf der eigenen Seele nicht durch Grausamkeit an ihre eigenen Töchter weiter zu geben. Die beiden Zeitebenen – die Gegenwart sowie Rosamonds Erzählung aus der Vergangenheit, die eine über sechzig Jahre reichende Geschichte wiedergibt, sind kunstvoll miteinander verwoben und greifen gut ineinander.  Die Geschichte wird in einem zügigen Tempo erzählt, hat dabei aber die Zeit, wunderschöne Bilder und Stimmungen entstehen zu lassen. Ausgesprochen gut hat mir gefallen, wie kunstvoll Rosamond der blinden Imogen beschreibt, was auf den zwanzig Fotos, die durch ihre Lebensgeschichte führen, zu sehen ist. Meine Empfehlung: beim Lesen unbedingt „Bailero“ aus den „Liedern der Auvergne“ anhören – die Melodie wird von Rosamond immer wieder erwähnt und ist mit ihren wichtigsten Erinnerungen verknüpft. Für mich konnte sie sehr schön die Stimmung des Buches spiegeln.

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  • Eine Geschichte auf vier Kassetten

    Der Regen, bevor er fällt

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    Als Gill Rosamunds Haushalt auflöst findet sie vier Kassetten, die Rosamund kurz vor ihrem Ableben besprochen hat. Eigentlich sind die Aufzeichnungen für Imogen bestimmt, die Enkelin von Rosamunds ehemaliger besten Freundin Beatrix. Doch da Gill nicht herausfinden kann, wo Imogen sich aufhält, hört sie sich die Kassetten gemeinsam mit ihren beiden Töchtern an. Vor ihnen öffnet sich eine Rosamund, die sie nie gekannt haben. Eine Familiengeschichte, die auch Gill am Rande betrifft. Wie tragisch kann ein Leben verlaufen, schwer nur zu begreifen, wie Eltern handeln, wie Kinder leiden, wenn sie damit leben müssen, nicht wirklich gewollt zu sein. Die alte Rosamund erzählt von ihrer Jugend, der Verschickung im Krieg, wo Beatrix zu ihrer besten Freundin wurde. Rosamund, die schon immer anders war, empfindet eine Art Heldenverehrung für Beatrix, die von ihrer Mutter mit so viel Gleichgültigkeit und Unwillen behandelt wird, dass es eigentlich kaum auszuhalten ist. Was kann eine Kinderseele ertragen, ohne Schaden zu nehmen. Oder welches Kind nimmt bei ähnlichem Umfeld mehr Schaden als ein anderes. Beatrix jedenfalls bleibt für ihr Leben gezeichnet, da hilft auch Rosamunds Freundschaft nicht, die schnell missverstanden werden kann. Wie kann es Beatrix möglich sein eine funktionierende Familie zu gründen. Hilflos muss Rosamund mit ansehen, dass auch Beatrix Tochter zu leiden hat. Und deren Tochter Imogen bleibt verschwunden. Emotional und mitreißend geschrieben ist dieser Roman sicher eine Perle seines Genres. Das dramatische Schicksal einer Familie über drei Generationen rührt an. Ein zwingendes Schicksal, vor dem es kein Entrinnen gab. Meiner Meinung nach allerdings hat der Autor hier mir als Leserin etwas zu viel zugemutet. Nach der Lektüre, die zwar packend und aufwühlend war, fühlte ich mich runter gezogen und ich brauchte einige Zeit, um etwas Positives zu entdecken. Andere Leser werden sich hier bestimmt eine eigene Meinung bilden und es möglicherweise auch anders empfinden.

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    • 5
  • Intensiver Generationenroman über das Leben

    Der Regen, bevor er fällt

    Kerstin-Scheuer

    12. April 2014 um 19:20

    Als Rosamond nach einem langen und erfüllten Leben stirbt hinterlässt sie weder Kinder noch einen Ehemann. Daher kümmert sich ihre Nichte Gill um Rosamonds Nachlass. Sie findet u.a. einige besprochene Kasetten und einen Brief ihrer Tante, in dem diese bittet, die Kasetten einer junge Frau namens Imogen zukommen zu lassen. Aber wer ist Imogen? Und was ist auf den Kasetten? Nachdem Gills Suche erfolglos bleibt, hört sie die Kasetten selbst und hofft, dort Hinweise darauf zu bekommen, wo sich Imogen aufhält. Was sie erfährt, ist die Geschichte ihrer Familie und einige Geheimnisse. Mit "Der Regen, bevor er fällt" ist Jonathan Coe ein sehr intensiver und gefühlvoller Familienroman gelungen, der drei Frauengenerationen umspannt. Er handelt von Lügen und Wahrheiten, Mutter-Tochter-Beziehungen und der Freundschaft. Und er zeigt, dass die Dinge nicht immer so sind, wie es zunächst scheint. Zum Schluss gelangt der Leser zu der Einsicht, dass zwei (scheinbare) Gegensätze sich nicht immer ausschließen müssen, sondern gleichzeitig wahr sein können. Damit ist "Der Regen, bevor er fällt" ein wunderschöner Roman über das Leben. Jonathan Coe bedient sich einer sehr bildhaften Sprache. Er lässt nicht nur weit zurückreichende Zeiten wieder auferstehen, sondern beschreibt auch Personen und Landschaften so plastisch, dass man ein sehr genaues Bild vor dem geistigen Auge sieht. Trotzdem lässt der Roman angenehm und leicht lesen. Zusätzliche Spannung erhält der Roman dadurch, dass Rosamonds Geschichte unterbrochen wird, um die Rahmenhandlung erneut aufzugreifen. Coe wählt die Stellen dabei so geschickt, dass ein toller Spannungsbogen entsteht. So fand ich den Schluss dann leider etwas enttäuschend, da hier ein zeitlicher Sprung erfolgt, um alle losen Handlungsfäden zu einem Abschluss bringen zu können. Hiervon abgesehen ist jedoch ein sehr schönes Buch, dass den Leser von Anfang an fesselt. Die EBook-Version hat aber leider einige Schwächen. Zum einen sind die Kapitel weder nummeriert noch mit Überschriften versehen. Dies macht die Navigation innerhalb des Ebooks über die Kindle-Funktion "gehe zu" unmöglich. Zudem vielen mir auch hier öfter fehlende Leerzeichen auf; meistens jedoch nach einem Satzzeichen, sodass sich die Worte trotzdem recht schnell erkennen ließen. Auch die Kapiteleinteilung scheint an einigen Stellen nicht zu stimmen. An ein oder zwei Stellen konnte ich nur aus dem Inhalt des Gelesenen darauf schließen, dass ein neues Kapitel begonnen hatte. Das EBook lässt sich trotzdem gut lesen. Ich hatte es schon mit wesentlich schlechter erstellten EBooks zu tun.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    schokoloko29

    02. September 2012 um 11:11

    Gills Tante, Rosamond, stirbt. In ihrem Nachlass findet Gill besprochene Tonbandaufnahmen. Diese sind Rosamonds erblindeten Nichte Imogen bestimmt. Da diese nicht auffindbar ist, hört sich Gill diese Tonbandaufnahmen an. Mit Hilfe von Fotos, die Rosamond auf den Tonbändern beschreibt, versucht Rosamond die Lebensgeschichte und die Beziehung von Imogen, ihrer Mutter und Oma zu erzählen. Imogen selbst weiß wahrscheinlich nicht viel darüber, da sie aufgrund von Vernachlässigung und Misshandlung bei Pflegeeltern aufgewachsen ist. Eigene Meinung: Mir fiel es anfangs sehr schwer in diese Geschichte hineinzukommen. Es schien als wenn kein Funken vom Inhalt zum Leser rüberspringt. Es werden die Bilder bis ins kleinste Detail beschrieben und das war anfangs sehr ermüdend. Auch die Protagonisten waren nicht sehr sympatisch. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Erzählweise und die Geschichte ließ mich bis sie zuende war nicht mehr los. Doch die ersten 50 Seiten waren sehr mühevoll.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    marilynmystery

    22. July 2012 um 20:16

    Als Gill’s Tante Rosamund stirbt, findet sie in ihrem Nachlass von ihr besprochene Tonbänder, die eigentlich für Imogen, der blinden Enkelin ihrer Cousine, bestimmt sind. Da diese aber nicht auffindbar ist, beschliesst Gill, sie sich selber anzuhören. Rosamund berichtet anhand von 20 Fotos aus ihrem Leben. Es ist zum Teil ihre eigene Geschichte, die sie erzählt, hauptsächlich geht es aber um Imogens Grossmutter Beatrix, und ihre Mutter Thea. Denn die Geschichten dieser beiden Frauen führen schliesslich zu Imogen, und sollen ihr eine Erklärung geben, warum heute alles so ist wie es ist und warum sie selbst so ist wie sie ist. .„Der Regen bevor er fällt“ ist ein leiser und doch sehr tiefgründiger, melancholischer Roman, der ohne viel Kitsch und sprachlichem Firlefanz eine Familiengeschichte über drei Generationen hinweg erzählt. Es ist eine Geschichte über Liebe, Hass und Schuld, über das verzweifelte Streben nach Lebensglück und Erfüllung. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie eng die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenhängt, und wie tiefgreifend die Muster einer Familie sein können. Während des Lesens hatte ich tatsächlich das Gefühl, als würde ich Rosamund’s Erzählungen lauschen, fühlte mich fast so, als wäre ich bei einer älteren Dame zum Tee eingeladen, und würde mir ihre Lebensgeschichte anhören. Dementsprechend ist dieses Buch nicht übermässig spannend oder vollgepackt mit Handlung, aber genau diese Schlichtheit und die stille Tragik haben mir sehr gut gefallen. Wer also nicht bloss nach seichter Unterhaltungslektüre sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Beagle

    07. June 2012 um 10:23

    Mit dem Tod eines Menschen endet immer auch eine Geschichte. Sei es eine langweilige, oder eine aufregende Lebensgeschichte, eine, die offensichtlich für jeden war, oder auch eine, von der niemand etwas wusste. Eine solche Geschichte erzählt Rosamond. Sie hat sich dazu entschlossen, vor ihrem Tod für die Enkelin ihrer Cousine, Imogen, Licht in so manches dunkle Familiengeheimnis zu bringen. Beim Ausmisten von Rosamonds Haus findet Gill, ihre Nichte, verschiedene, besprochene Kassetten. In einem Brief schrieb Rosamond, dass Gill Imogen ausfindig machen sollte, die seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr zu Rosamond hatte. Doch, dies gelingt Gill nicht und so hört sie sich schließlich selbst die Kassetten an. In 20 Bildern beschreibt Rosamond ihr Leben und das der Familie für die blinde Imogen. Angefangen mit dem Kennenlernen ihrer Cousine Beatrix während des Krieges auf der Farm ihrer Eltern. Beatrix heiratet viel zu früh und wird mit Thea schwanger, die Ehe geht in die Brüche und sie zieht mit einem Fremden los, im Wohnwagen durch Irland. Eine besondere Zuneigung zu Thea entwickelt Rosamond während des fast 2-jährigen Aufenthalts bei ihr, als Beatrix aus Irland zurück ist und einem Mann nach Kanada hinterherreiste, den sie noch in Irland kennenlernte. Thea lässt sie während dieser "kurzen" Zeit bei Rosamond und deren Lebensgefährtin Rebecca. Doch danach kommt es anders, als jeder von ihnen es sich dachte. Nach dieser schönen, gemeinsamen Zeit bricht mit einem Mal das Unglück über sie herein. Jonathan Coe erzählt in 20 Bildern die Geschichte von 3 Frauen. Dies mag sehr wenig erscheinen, doch es gelingt ihm, alles Wichtige zu sagen und dies sehr spannend zu schildern. Ein Buch, das fesselt, bei dem man mitfiebert. Absoluter Lesetipp!

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Fantasie_und_Träumerei

    26. March 2012 um 09:37

    KLAPPENTEXT: Imogen ist seit frühester Kindheit blind. Als Rosamond, die Cousine von Imogens Großmutter merkt, dass ihr Leben zu Ende geht, hinterlässt sie Imogen eine Handvoll Fotos und einen Stapel selbst besprochener Tonbänder. Darauf enthüllt sie das furchtbare Geheimnis über jene Tat, die zu Imogens Erblindung führte. Es ist die Geschichte dreier Generationen von Frauen, ein bewegender Roman über das verzweifelte Streben nach Liebe und dem Lebensglück. ZUM AUTOR: (Quelle: btb) Jonathan Coe wurde 1961 in Birmingham geboren. Für seine Bücher wurde er u.a. mit dem John Llewellyn Rhys Prize, dem Prix du Meilleur Livre Étranger und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zwei seiner bisher neun Romane wurden verfilmt. Zuletzt erschien bei DVA "Der Regen, bevor er fällt" (2009). Jonathan Coe lebt heute mit seiner Familie in London. EIGENE MEINUNG: „Der Regen, bevor er fällt“ zu lesen ist als würde man selbst Rosamonds Erzählungen lauschen. Und auf einmal wundert man sich, dass schon so viel Zeit vergangen ist. Rosamond nimmt während des Kriegs an der Überlandverschickung teil und lebt einige Zeit bei ihrer Cousine Beatrix. Bea ist die ältere der beiden und wird von der jüngeren Cousine angehimmelt. Rosamond verehrt Beatrix geradezu, was auch lange nach ihrer Heimkehr noch so ist. Doch Bea hat es nicht ganz leicht. Ihre Mutter ist sehr steif und kühl, hegt eine gewisse Abneigung gegenüber ihrer Tochter. Beim kleinsten Fehltritt wird Beatrix beschimpft und auf übelste nieder gemacht. Vor allem bekommt sie das Gefühl vermittelt, dass sie weder geachtet, noch geliebt wird. Um diesem Leben möglichst schnell zu entkommen, und auch, um endlich einmal geliebt zu werden, heiratet sie den ersten Mann, der ihr Aufmerksamkeit schenkt. Sie bekommen ein kleines Mädchen namens Thea. Auch sie erfährt das Schicksal der ungeliebten Tochter. Rosamond, die sich der Familie immer noch eng verbunden fühlt, versucht ein bisschen Liebe in Theas Leben zu bringen und nimmt sie zu sich, als Beatrix wieder einmal versucht Liebe und Anerkennung zu finden und mit einem Mann nach Irland durchbrennt. Doch auch Rosamond trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum, das schwer auf ihrem Herzen lastet. Erst als sie stirbt und ihre Nichte Gill ihre Aufzeichnungen in Form von Kassetten findet, kommen die dunklen Familiengeheimnisse ans Tageslicht und helfen irgendwie der ganzen Famile ihre Probleme aufzuarbeiten. Mit viel Gefühl und Tiefgang hat Autor Jonathan Coe ein Buch geschrieben, das aufzeigt, wie ausgreifend sich ein Problem über mehrere Generationen hinweg ziehen kann. Wie stark Menschen von den Erlebnissen ihrer vorherigen Generationen beeinflusst werden und wie schwer es ist, etwas dagegen zu tun. Aufgrund der Ausdrucksstärke des Autors könnte man meinen, dass es sehr schwer ist, dieses Buch zu lesen, was jedoch gar nicht der Fall ist. Gern und zügig habe ich Rosamonds Geschichten verfolgt. Ein wenig Abzug bekommt das Buch jedoch dafür, dass mich nicht alle Erlebnisse immer in ihrer vollen Ausführlichkeit interessiert haben. Dennoch bin ich froh, Jonathan Coe entdeckt zu haben und werde auch weitere Bücher von ihm lesen. FAZIT: „Der Regen, bevor er fällt“ ist ein ausdrucksstarker Generationen Roman, der mit viel Tiefgang zu überzeugen weiß.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Ailis

    09. December 2011 um 09:56

    Dieser Titel schlummerte schon lange auf meinem Wunschzettel und ich muss sagen, dass sich das Warten vollkommen gelohnt hat. Jonathan Coe ist ein ehrlicher, aber dennoch einfühlsamer Erzähler, dem es gelungen ist, eine zu Herzen gehende Geschichte über Liebe, Hass und Schuld zu schreiben, die man so schnell nicht vergessen wird. Die Geschichte beginnt mit dem Tode Rosamonds, und Gill, ihre Nichte, wird damit beauftragt, sich um den Nachlass zu kümmern. Als sie in Rosamonds Haus zu räumen und zu sortieren beginnt, findet sie vier Kassetten, die Rosamond selbst besprochen hat und die für Imogen sind, eine entfernte Verwandte Gills, die sie nur ein einziges Mal in ihrem Leben gesehen hat. Das war auf Rosamonds 50. Geburtstag und Imogen war das kleine, blinde Mädchen, mit dem Gill sich den ganzen Abend über unterhielt. Auf diese Kassetten nun hat Rosamond die Geschichte gesprochen, die in ihrem Ergebnis letztlich zu Imogen führte. Drei Generationen von Frauen, angefangen bei Imogens Großmutter Beatrix, haben durch ihr Handeln und Fühlen dazu beigetragen, dass es kam, wie es kam, und Rosamond möchte Imogen vermitteln, warum ihre Geburt unvermeidlich war. Der Geschichte dieser Frauen möchte ich nun nicht im Detail vorweggreifen, doch es geht um Mütter und Töchter und darum, wie es ist, wenn Mütter ihre Töchter nicht lieben können. Dieser Roman hat mich sehr berührt. Die Geschichte geht ans Herz, ohne dabei kitschig zu sein. Jonathan Coe hat Figuren geschaffen, an denen man sich reiben kann. Sie sind nicht aalglatt, nicht eindimensional oder schnell zu durchschauen, nein, sie haben Tiefe, mal liebt man sie, mal hat man nur Abscheu übrig. Sie befinden sich im Wandel, sind dynamisch und authentisch. Kurzum: dieser Roman hat Tiefe und hat mich dennoch unterhalten, das findet man selten.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    emeraldeye

    18. October 2010 um 13:35

    Nur 20 Fotos braucht Jonathan Coe, um drei Generationen von Frauen einer Familie vom 2. Weltkrieg bis heute lebendig werden zu lassen. Diese 20 Fotos bedeuten für Rosamond ihr eigenes Leben und das ihrer Cousine Beatrix, die sie zum ersten Mal trifft, als sie während des 2. Weltkriegs aufs Land evakuiert wird und nach Warden Farm zu ihrer Tante Ivy kommt. So viel, dass sie sich, Jahrzehnte später und trotzdem sie allein und krank in ihrem abgelegenen Haus lebt, daran macht, ihre Geschichten zu erzählen. Und damit versucht, Imogen, dem jüngsten Mitglied der Familie, ein Gefühl für ihre Wurzeln und ihre Identität zu vermitteln. Sie selbst weiß schon früh, wer sie ist und was sie will und versucht immer, sie selbst zu sein und selbstbestimmt zu leben. Ganz anders Beatrix, die sich treiben läßt, sich auf die falschen Männer einläßt und irgendwann jeden Halt verliert. Und so ist es lange Rosamond, die Beatrix auffängt und ihr hilft, wieder auf die Füße zu kommen. Ihre Treue geht so weit, das sie sogar Beatrix´ Tochter Thea bei sich aufnimmt, damit Beatrix den "Mann ihrer Träume" für sich gewinnen kann. Rosamond ist glücklich mit Thea und ihrem Leben, sie ist sich sicher, ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Doch das Glück dauert nur 3 Jahre, dann ist Beatrix wieder da und nimmt Thea mit..... Jonathan Coe schafft es, so zu schreiben, dass die Bilder, die die Grundlage seiner Erzählung bilden, wie von selbst vor dem inneren Auge entstehen können. Gleichzeitig flechtet er geschickt weitere Erinnerungen Rosamonds, die wie Schlaglichter über den Rand des jeweiligen Bildes hinausreichen, in die Beschreibungen mit ein, so dass sich für den Leser/die Leserin das Geschehen außerhalb des jeweiligen Bildes kurzzeitig erhellt. Damit gewinnen die Geschichte und ihre Protagonistinnen, allen voran Rosamond, an (tragischem) Profil, an Tiefe und an Spannung. Ich mag eigentlich keine Familiengeschichten, in denen das Leben mehrerer Generationen beschrieben wird. Aber hochgradig positiv vorbelastet durch andere Romane Jonathan Coes habe ich nicht gezögert, auch diesen Roman zu lesen. Und bin nicht enttäuscht worden.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    mehrsonntag

    24. June 2010 um 21:07

    Ein Hund läuft. Er läuft weg. Er läuft. Läuft, bis er fast nicht mehr zu erkennen ist, läuft, bis er den Horizont erreicht. Und kehrt nicht zurück. Ein anderer Hund läuft, viele Jahre später, urplötzlich laut bellend auf die Straße. Es passierte alles in Sekundenschnelle. Der Hund hat es geschafft, dem Verkehr auszuweichen, doch sie hatte überhaupt keine Chance. Die Geschichte einer Familie, verlaufend über mehrere Jahrzehnte, erzählt von einer alten Dame, die diese, ihre eigene Geschichte auf Kassetten aufgenommen hat. Der Leser hört, oder besser, er liest die Geschichte von Gill, Catherine, Thea, Imogen, Beatrix, Rebecca und Rosamund, die Geschichte ihrer Gedanken und Gefühle nach ihrem, Rosamunds Tod. Sie war auf der Suche. Sie vermachte einen Teil ihres Vermächtnisses einem damals jungen Mädchen. Imogen. Imogen ist blind und verschwunden. Imogen ist blind, weil ihre Mutter sie schüttelte, als sie ein kleines, unschuldiges Mädchen, gerade drei Jahre alt war, blond, lieb, gescheit. Die Mutter schüttelte das Kind, bis es sein Sehvermögen verlor. Ihre Mutter ist nun im Gefängnis gelandet, das Kind bei einer Familie, die sie aufnahm, sie adoptierte und ihr die Liebe zuteil werden ließ, die zu geben ihre Mutter nie in der Lage war. Eine Geschichte, die einen anrührt und die dem Leser die Vergänglichkeit von Gefühlen und Leben und die Bedeutung von Familie und der Liebe deutlich vor Augen führt.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Thaila

    20. March 2010 um 16:35

    Rosamund stirbt alt und einsam. Ihre Nichte Gill kümmert sich um ihren Nachlass und stösst dabei auf eine Reihe von besprochenen Kasetten, die an eine unbekannte Imogen gerichtet sind. Nachdem sie Imogen nicht finden kann, hört sie sich die Bänder an. Die enthüllen das bewegte und unkonvetionelle Leben der alten Frau. Und es verrät ihr die traurige Geschichte ihrer Familie. Rosamund berichtet von vier Frauengenerationen, die die Lieblosigkeit und das Desinteresse, das sie als Kind erlebt haben, an ihre Töchter weitergeben. Keine von ihnen ist in der Lage diesen Teufelskreis zu durchbrehen und so leben sie alle ein Leben voller Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, die sie nicht finden. Erst Imogen entkommt diesem Leben, allerdings zum Preis ihres Augenlichts, das sie bei einem Unfall verliert. Die Erzählsituation eines Erzälers der post mortem ein dunkles Familiengeheimnis weitergibt, ist nicht besonders originell. Aber Coe hat einen gewanten Sprachumgang und erzählt atmosphärisch dicht, so dass man ihm dies nachsieht. Besonders gefallen haben mir die Naturbeschreibungen und die Einblicke in Rosamunds Leben, die bereits in den 50er Jahren versucht, eine innige, lesbische Beziehung zu leben und damit immer wieder auf Abneigung und Widerstand stösst. Rosamund erzählt voller Respekt und Zuneigung von den Frauen und ihren Schicksalen, und so fühlt man mit ihnen mit, versteht ihre Gefühle, auch wenn es schwer ist, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Gerade heute, wo Kindesvernachlässigung so ein großes Thema ist, wirft dieser Roman in seiner differenzierten Perspektive ein erhellendes Licht auf diese Thematik.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. February 2010 um 20:28

    Selbst im digitalen Zeitalter haben Fotos, richtige, entwickelte Fotos eine geradezu unheimliche Magie. Die besonderen hängen hinter Glas und eingerahmt an den Wohnzimmerwänden, andere werden bei Feiern aus dickleibigen Alben herausgesucht. Jedes Bild birgt dabei eine Erzählung, eine Geschichte aus meist längst vergangenen Tagen, über Menschen und Geschehnisse. Über die Kraft der Bilder und ihre großen Inhalte hat der englische Autor Jonathan Coe einen Roman mit dem Titel „Der Regen, bevor er fällt“ geschrieben, der Frauenschicksale über mehrere Generationen verfolgt. FOTOALBUM Rosamund hinterlässt eine ganze Reihe Fotos. Und Tonbänder, die sie vor ihrem Tod besprochen hat. Für Imogen, die Enkelin ihrer Cousine Beatrix, zu der Rosamund in der Jugendzeit ein inniges Verhältnis hatte. Auf den Tonbändern erklärt sie Fotos der Familie. Denn Imogen ist seit ihrer frühesten Kindheit blind. Zudem ist sie schon seit vielen Jahren spurlos verschwunden. Gill, Rosamunds Nichte, soll Imogen ausfindig machen und ihr die Tonbänder übergeben. Denn darauf erzählt die Verstorbene nicht nur, was auf den Fotos aus der Vergangenheit zu sehen ist, sie erzählt zudem die wahre Geschichte der Familie, die zugleich eine sehr traurige ist. Gill hört gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Catharine und Elizabeth die Tonbänder an und erfahren, dass sich ein Merkmal in durch die ganze Familie zieht. Es ist die Lieblosigkeit von Mutter zu Tochter, die seelische Kälte, die von Generation zu Generation übertragen wird, verlorene Chancen im Leben. Bereits Beatrix, eigentlich in guten finanziellen Verhältnissen während dem Krieg und der Nachkriegszeit nahe Birmingham aufgewachsen, erlebt die Strenge und das fehlender Verständnis ihrer Mutter. Sie selbst wird ebenfalls keine Mutter für Thea, für die Mutter von Imogen sein. Um einen Mann zu gewinnen, lässt sie die Kleine bei Rosamund und ihrer Freundin Rebecca mehrere Jahre zurück, um sie schließlich später aus der mittlerweile kleinen gewachsenen Familie wieder herauszureißen. Thea für immer von diesen unsicheren Verhältnissen geprägt, stürzt ab: lebt zeitweise verarmt in besetzten Häusern und Wohnbungalows. Imogen wird nach einem Unfall, bei dem sie erblindet, in eine Pflegefamilie gebracht wird. Doch Rosamund blickt nicht nur auf dieses traurige Erbe zurück, das von der Großmutter sich bis zum Enkel zieht, sondern die Frau erzählt zudem ihre eigene, ungewöhnliche Geschichte. Eine Geschichte über die Liebe zum gleichen Geschlecht, zwei Beziehungen mit traurigem Ausgang. Ihrem eigenen Leben, zurückgezogen in der einstigen Heimat Shropshire, setzt sie schließlich ein selbst gewähltes Ende. Vielleicht aus Traurigkeit, aufgrund fehlender Lebenskräfte, die in den Jahren aufgebracht wurden, als sie versuchte, jeder der Frauen, Beatrix, Thea und Imogen, zur Seite zu stehen, mit ihrer Liebe und Geborgenheit. Aber die Suche nach Imogen gestaltet sich letztlich für Gill schwierig – aus tragischem Grund. FRAUENSCHICKSALE Frauenschicksale über mehrere Generationen literarisch in den Mittelpunkt zu stellen, ist nichts Neues. Vielmehr ist die Art, mit welchem Hintergrund - im wahrsten Sinne des Wortes - dieses Erzählen geschieht, etwas Neues. Autor Jonathan Coe wählt als Hintergrund für die Erzählungen Rosamunds Familienfotos. 20 sind es genau, die sie für Imogen beschreibt. Sehr detailliert mit Blick auf die Szenerie sowie Mimik und Gestik der dargestellten Personen. Dabei ist Rosamund eine Erzählerin, die sich sehr, sehr gut erinnern kann. An Stimmungen innerhalb einer Gruppe, an die Handlungen, die sich aus der auf jedem einzelnen Foto dargestellten Situation entwickelten. Auch wenn ihr Blick auf die damaligen Ereignisse und ihr Verhältnis zu den Personen immer ein subjektives und mit Gefühlen verbunden ist. So muss sie in besonders traurigen Situationen den Erzählfluss unterbrechen, sich einen Schluck Whiskey gönnen, um wieder zur inneren Ruhe zu kommen. Zeitlich spannt sich ein Rahmen von den ersten Kriegsjahren, in denen Rosamund in der Familie von Beatrix entfernt von der von Bomben bedrohten Stadt auf dem Land lebt, bis in die heutige Zeit. Neben diesem geschichtlichen Thema, der „Verschickung“ von Kindern in die Sicherheit, wird ein eher gesellschaftliches in den Fokus gerückt: Es ist das Problem, das gleichgeschlechtliche Beziehungen haben, in der Gesellschaft anerkannt und respektiert zu werden. Auch eine Gemeinschaft, in der Kinder erwachsen werden können. Coe setzt in all den kleinen Geschichten der Frauen einen besonderen Kontrast: In einer scheinbaren Idylle wächst eine emotionale Kälte aus Egoismus und Selbstzweifel, aus fehlendem Verständnis und Verantwortungslosigkeit heran. Dies muss Beatrix, genauso wie ihre eigene Tochter Thea erleben. Sie prägt im Übrigen jenen Satz, der zugleich Titel des Buches ist. Sie sah in der Kinderzeit mit ihrer Nachdenklichkeit und Neugier hinter die Dinge, auch wenn die besondere Gabe ihr nicht helfen konnte, ein zufriedenes Leben zu führen. Die geschilderten Ereignisse haben dabei eine Wucht, eine Kraft, die den Leser viel mehr beeindrucken, als die etwas dahinplätschernde Rahmenhandlung, in der Gill auf die Tonbänder stößt und diese abhört. Diese hat nur am Ende wirkliche Bedeutung, als die Geschichte von Imogen, ihr Leben in der Pflegefamilie, die Thea ausfindig macht, im Mittelpunkt steht. Eine Rezension hat dieses Buch etwas mit „Abbitte“ von Ian McEwan verglichen, da beide Romane hinter die Muster der Geschichte und den Generationen blicken, beschreiben, was eine Handlung für Auswirkungen hat. Allerdings schafft es „Der Regen, bevor er fällt“ nicht, an die immense Wirkung des kürzlich verfilmten Bestsellers des ebenfalls englischen Autors heranzukommen. Während dieser beschreibt, welchen Keil eine Aussage, eine Lüge eines Mädchens, zwischen zwei Menschen treiben und ihr Schicksal verändern, entsteht in Coes Roman vielmehr ein Puzzle aus ähnlichen Handlungen, die letztlich jedoch einen ebenfalls grausamen Einfluss auf das Leben engster Familienmitglieder haben. „Der Regen, bevor er fällt“ erscheint als ein sehr melancholischer und ergreifender Roman. Er ist ein besonderes Leseerlebnis für all jene, die Geschichten mit einer speziellen Erzählweise sowie Tiefgang mögen. Es sind Geschichten, die hinter die Dinge, hinter ein ganze Generationen und ein Stück Historie blicken, auch wenn dieser Blick schmerzen kann und wird. DER AUTOR Jonathan Coe zählt zu den bekanntesten englischen Autoren der Gegenwart. 1961 in Birmingham geboren, studierte Coe an der King Edwards School in Birmingham sowie am Trinity College in Cambridge. Mit seiner Promotion zu Henry Fieldings „Tom Jones“ lehrte er englische Literatur an der Warwick University. Zudem arbeitete er als Musiker, schrieb Jazz-Stücke und fürs Kabaret. Er debütierte 1987 mit dem Roman „The Accidental woman“. Seine literarischen Werke zeichnen sich vor allem durch ihre Satire und ihre Hinwendung zu sozialen Themen aus, mehrere sind zudem verfilmt worden. Zu den Auszeichnungen, die Coe bisher in Empfang nehmen durfte, zählen unter anderem der Writers' Guild Award und der Prix Médicis Etranger ( (The house of sleep). Für eine Biografie über B.S. Johnson erhielt der englische Autor den Samuel-Johnson-Prize. Jonathan Coe lebt mit seiner Familie in London.

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  • Rezension zu "Der Regen, bevor er fällt" von Jonathan Coe

    Der Regen, bevor er fällt

    Leserrezension_2009

    25. August 2009 um 18:11

    Erzählt wird die Geschichte mehrerer Generationen von Frauen, die eines gemeinsam haben: Die Lieblosigkeit ihrer Mütter, die von Generation zu Generation weitergetragen wird und die dazu führt, dass die Frau jeweils der nächsten Generation immer tiefer ins Unglück gerät. Soweit so gut (oder so schlecht). Der Fortgang der Geschichte liegt nahe. Sprachlich (fast zu) flüssig erzählt und - wegen der Länge des Zeitraums - im Zeitraffer zusammengefasst ist es ein leicht und rasch zu lesendes Buch. Manchmal erinnerte mich die Beschreibung der englischen Landschaft, der Farms und Cottages ein wenig an Rosamunde Pilcher ..... trotzdem - es ist nichts dagegen zu sagen. Eine Warnung an alle Mütter, mit ihren Töchtern liebevoll umzugehen, um das eigene erfahrene Unrecht nicht an kommende Generationen weiter zu vererben. Trotzdem, es fehlte mir eine andere Wendung der Geschichte: Interessiert hätte mich viel mehr, ob es auch Beispiele gibt, die dieses Schicksal durchbrechen - und auf welche Art. Die Geschichte einer Generation, welche dieses Negativkarma durchbricht wäre noch eine Erweiterung des Themas gewesen, die dem Buch gutgetan hätte. Wer hat dieses Buch ebenfalls gelesen und ist der gleichen - oder anderer Meinung als ich? Hier würde mich ein Feedback besonders interessieren. Diese Rezension hat Evelyn M.-G. eingereicht.

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