Jonathan Evison Umweg nach Hause

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Inhaltsangabe zu „Umweg nach Hause“ von Jonathan Evison

Eine bittersüße Geschichte über Freundschaft, einen verrückten Roadtrip und den Mut zu leben.
Ben geht’s nicht gut – weder persönlich noch finanziell. Nach einem Crashkurs in »häuslicher Pflege« heuert er bei Trevor an, einem zynischen Jugendlichen, der unheilbar krank ist und im Rollstuhl sitzt. Trevs Vater Bob suchte gleich nach der Diagnose das Weite, was ihm in der Familie natürlich keiner verzeiht. Doch Ben fühlt mit dem verstoßenen und reuigen Vater und überzeugt Trev, im VW-Bus quer durch die USA zu fahren, um ihn zu besuchen. Ein schräger Roadtrip voller überraschender Begegnungen und skurriler Abenteuer beginnt ...

Ein tolles Buch nur hätte ich den Roadtrip früher starten lassen

— Annabeth_Book

Ein absolut packendes, tolles Buch <3

— beautifulbookworld

Hab mir das Buch gekauft, nachdem ich begeistert von der Verfilmung war. Leider hat es mich enttäuscht..

— Eulogy

Humorvoll, berührend, tiefsinnig

— Alondria

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  • Für mich leider ein Fehlkauf...

    Umweg nach Hause

    WildRose

    01. November 2017 um 17:13

    "Umweg nach Hause" verspricht einen skurrilen Roadtrip durch die USA, unternommen vom schicksalsgebeutelten Pfleger Ben und seinem Schützling, den im Rollstuhl sitzenden Trevor. Ben erlitt in der Vergangenheit einen schlimmen Verlust und wurde eher aus der Not heraus Pfleger - irgendwie muss man ja Geld verdienen. Doch irgendetwas an dem pflegebedürftigen Jugendlichen Trevor berührt ihn und Mitgefühl hat er auch mit dem Vater des Jungen, der die Familie Jahre zuvor verließ und bislang erfolglos versucht, dafür Buße zu tun. Deshalb auch die Idee zum verrückten Roadtrip - denn nach einem Unfall kommen Ben und Trevor auf den Einfall, Trevors Vater zu besuchen, auch wenn das Vater-Sohn-Verhältnis bis dahin sehr angespannt ist...Aus der Grundidee hätte man sehr viel machen können. Leider ist dem Autor dies nicht gelungen. Der Schreibstil bleibt stets flapsig und oberflächlich, die Protagonisten werden eher schemenhaft charakterisiert, ihnen wird kein Leben eingehaucht. Der Roadtrip an sich lässt lange auf sich warten und wird eigentlich nur in einem eher kurzen Teil des Buches abgehandelt, was ich schade fand. Für mich war dieses Buch daher leider ein Fehlkauf.

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  • Umweg nach Hause

    Umweg nach Hause

    Annabeth_Book

    24. July 2017 um 12:56

    Klappentext: Ben geht´s nicht gut- weder persönlich noch finanziell. Nach einem Crashkurs in "häuslicher Pflege" heuert er bei Trevor an, einem zynischen Jugendlichen, der unheilbar krank ist und im Rollstuhl sitzt. Trevors Vater Bob suchte gleich nach der Diagnose das Weite, was ihm in der Familie natürlich keiner verzeiht. Doch Ben fühlt mit dem verstoßenen und reuigen Vater und überzeugt Trev, mit dem Auto quer durch die USA zu fahren, um ihn zu besuchen. Ein schräger Roudtrip voller überraschender Begegnungen und skurriler Abendteuer...Autor:Jonathan Evison wurde 1968 in Kalifornien geboren und wurde mit seinen Roman "Alles über Lulu" bekannt. "Umweg nach Hause" wurde mit Paul Rudd, Selena Gomez, und Craig Roberts verfilmt.nhalt:Das Leben von Ben ist ein einziges Chaos, er scheint am Abgrund seinen Lebens zu stehen, doch dann trifft er auf Trevor in seinem Job und lernt dessen Familiegeschichte kennen. Er hat Mitleid mit dem "verstoßenen" Vater. Er will wieder die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Vater und Sohn herstellen.Erster Satz:Als ich beschloss , mich um Menschen zu kümmern, die weniger Glück im Leben haben als ich, war ich pleite , also bin ich vielleicht nicht gerade Florence Nightingale.Meine Meinung:Ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch von blanvalent Verlag zugeschickt bekommen habe. Ich fand den Klappentext im allgemeinen schon sehr ansprechend.Das Cover springt einem mit seiner orangen Farbe alleine schon ins Auge, obwohl ich mir gerne eine realistisches Cover gewünscht hätte, und nicht ein Bully der iwo auf dem Cover rumschwebt zwischen Wolken.Aber nun zum Inhalt:)Man lernt als erste Ben kennen, er wurde gerade von seiner Frau verlassen und ist arbeitslos. Er will endlich wieder arbeiten und nach einem Kurs mit dem Thema Pflege landet er dann bei Trevor.Trevor ist schwer Behindert, sitzt im Rollstuhl und an eine alleinige Versorgung kann er nur Träumen. Außerdem ist er nicht gut auf seinen Vater zu sprechen, da er ihn im Stich gelassen hat, nach dem die Eltern die Diagnose erhalten hat.Die beiden Hauptcharakteren könnten unterschiedlicher nicht sein, doch auch das macht sie wiederum zu etwas besonderem.Man macht auch immer wieder einen Sprung in die Vergangenheit, wo man mehr über Bens Leben davor erfahren hat, über seine Frau und über seine Kinder. Man erfährt auch das irgendwas schlimmes passiert sein muss. Was ich schade finde, das nicht wirklich raus kommt was genau passiert ist und es für den Leser ein großes Rätsel bleibt.Wen man auch vor dem Roadtrip kennen lernt, ist Bob der Vater von Trevor. Er will alles wieder gut machen was er zerstört hat, aber Trevor und dessen Mutter geben ihm einfach keine Chance. Was mir auf der einen Seite ein wenig leid tut und auf der einen Seite kann ich es auch total nachvollziehen. Er gibt sich wirklich Mühe alles besser zu machen und nach dem er von Ben gehört hat, das Trevor die verrücktesten Orten auf einer Landkarte markiert, fährt er nach einer weiteren Abfuhr zu den ganzen Orten und schickt Trevor von jedem Ort eine Postkarte was ich wirklich sehr schön finde.Was ich wiederum schade finde, das die beiden sich erst nach über 100 Seiten auf den Roadtrip begeben, ich hätte es mir wirklich viel früher gewünscht, da es ja auch das eigentlich Hauptthema des Buches ist. Deswegen vermisse ich auch eine Karte in dem Buch wo die verschieden Städte und die Route zeigt von den Zwei.Auf dem Trip treffen die zwei auf Dot, ein Mädchen das von ihrem Vater abgehauen ist und wieder in ihre alte Heimatstadt möchte.Man merkt von Anfang an, das die Harmonie zwischen Trevor und Dot stimmt und nach einer Weile fängt er auch an zwischen den zwei zu knistern. Hier sieht man wieder das Liebe keine Grenzen kennt, leider erfährt man im Buch nicht mehr was aus den beiden jetzt geworden ist.Auch Gabeln sie ein Pärchen auf ihrer Reise auf, sie hochschwanger und er ein Freigänger. Mit ihnen zusammen wird der Roadtrip zu einem richtigen Abenteuer. Doch bevor sie zu Trevors Vater kommen, verabschiedet sich einer nach dem anderen von ihnen. Bis sie wieder zu zweit sind. Als sie auf Bob wieder treffen, merkt man das doch ein bisschen Vater-Sohn-Beziehung vorhanden sind. Und es ist wirklich schön zu sehen das Trevor seinem Vater eine zweite Chance gibt.

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  • Rezension zu Umweg nach Hause

    Umweg nach Hause

    Katirs

    13. February 2017 um 20:55

    http://kati-readsbooks.blogspot.de/2017/02/rezension-umweg-nach-hause.html

  • Umweg nach Hause von Jonathan Evison

    Umweg nach Hause

    Bücherwahnsinn

    13. February 2017 um 13:56

    Die Geschichte Nun, es geht um Ben, er ist Ende 30 und kriegt sein Leben irgendwie nicht auf die Reihe. Psychisch und finanzielle am Ende, durch den Umfall, der sein ganzes Leben zunichte gemacht hat. Doch ist es an der zeit, das weiss er und so nimmt er einen Crashkurz in „häuslicher Pflege“ und nimmt einen Job an in dem er Trevor, einen 19 jährigen Jugendlichen mit Muskeldystrophie pflegen soll. Was sich alles andere als leicht heraus stellt. Denn Trev ist zynisch, aber wer kann ihm verdenken. Die Mutter ist alles andere als überzeugt von Ben und doch sieht sie das er es gut kann mit ihrem Sohn, also lässt sie ihn seinen Job machen. Bis zu dem Tag an dem sie erfährt das Treff seinen Vater besuchen will und dazu quer durchs Land reisen muss. In der Vermutung das Ben ihm diese Floh ins Ohr gesetzt hat entlässt sie ihn, doch sie sollte ihre Meinung noch ändern. Und so beginnt ein Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen.   Leider konnte das Buch nicht mit neuen Ideen aufwarten, mir schwirrte immer der Vergleich von „Ziemlich beste Freunde“ durch den Kopf. Ich hatte immer etwas das Gefühl das der Autor da ein wenig Ideen geholt hat. was ich aber nicht schlimm finde. Doch die Geschichte wurde soweit gut umgesetzt, insofern das sie nachvollziehbar und sinnvoll ist.  Und doch konnte mich das Buch jetzt nicht vom Hocker reissen. Es war sicher nicht langweilig aber es war auch nicht so spannend. Es hat mich einfach gut unterhalten. Das wars aber auch schon. Der Schreibstil machte mir, vor allem am Anfang, ziemlich zu schaffen. Warum? Nun, der Autor wollte sicher die Verzweiflung und der Frust von Trevor rüber bringen. Vor allem in Sachen Sex,denn den wird er wohl nie haben. Und so sprachen sie ziemlich abfällig über Frauen. Und das fand ich total unnötig. Das hat mich echt mega gestört und wär es nicht besser geworden, hätte ich das Buch echt Reitweg geschmissen, aber er hat grade mal noch die Kurve gekriegt, man muss einfach etwas Geduld haben und über die 150 Seiten hinaus kommen. Die Geschichte kann ja nicht mit rasanten Wendungen ausarten, aber das muss sie auch nicht, denn das hätte wirklich nicht zur Geschichte gepasst. Die Kapitel sind kurz, und zwischen drin erzählt uns Ben auch noch was in seinem Leben passiert ist, und man versteht war er so aus der bahn geworfen wurde und man wünscht ihm nur das Beste, das er es endlich hinter sich lassen kann und sein leben neuen Auftrieb bekommt. Tja, und der Schluss… Fand ich irgendwie komisch. Nicht grade ein klassischer Cliffhanger sondern einfach so wischt wasche. So Zack, fertig.  Da hätte ich mir doch einen anderen Schluss gewünscht. Es müsste ja auch kein Happy End sein aber einen den man erkennen kann. Als ich beschloss, mich um Menschen zu kümmern, die weniger Glück im Leben haben als ich, war ich pleite, also bin ich vielleicht nicht grade Florence Nightingale. Und wenn man bedenkt, was mit Piper und Jodi passiert ist, bin ich vielleicht nicht mal besonders gut dafür geeignet, mich um Menschen zu kümmern. Seite 7 (Ben)   Prota- und Antagonisten & Co Egal um welche Personen es geht, sie haben mich alle auf ihre Art berührt. Sei das Trevor, der mit seinem Schicksal hadert, Ben, der ebenso sein Packet mit sich rum schleppt. Die Mutter die sich ständig und immer sorgen macht und übervorsichtig ist. Aber auch Tresors Vater, der vor Jahren schon abgehauen ist aber seit Jahren versucht ein besserer Vater zuwenden. Oder Dot, die sie auf ihrer Reise aufgabeln und ein Stück ihres Weges mit nehmen. Aber auch Peaches und Elton. Sie sind alle liebenswert auf ihre Art. Müsste man jede einzelne Person mit einem Schlagwort auszeichnen würde das so aussehen… Ben – verloren / Travor – wütend / Die Mutter – überfürsorglich / Dot – rebellisch / Peaches – naive / Elton – unterbelichtet und Tresors Vater – verpeilt. Wie ihr seht, eine alles anders als einfache Mischung, doch alle verhalten sich dem Alter gerecht und können so die Geschichte unterstützen und immer mal wieder mit einer überraschende Wendung aufwarten. In einer guten Geschichte hofft ma ja das sich die Figuren entwickeln, und in dieser machen wohl Ben und Trev die grösste Veränderungen durch. Jeder schliesst auf seine Weise frieden mit der Vergangenheit, auch wenn das für beide alles andere als leicht war. Evison ist es gelungen die Emotionen und Gefühle gut rüber zu bringen. Und das macht die Geschichte dennoch lesenswert, wie ich finde. Da die Geschichte eigentlich Ben’s Geschichte ist, bekommen wir vor allem von ihm Hintergrundwissen zugesteckt. Immer mal wieder zwischen den Kapitel gibt es eins das uns über die Vergangenheit aufklärt, warum Ben so ist wie er eben ist. Was sein Leben so dermassen aus der Bahn gehauen hat.   Die Sache mit dem Text Das Buch ist angenehm zu lesen. Flüssig aber ohne all zu viel Spannung. Was ich für diese Geschichte auch nicht angemessen fände. Schliesslich ist es kein Triller  Auch die Längen der Kapitel find ich total passend, nicht zu lang, grade richtig. Ih als Legasthenikerin achte natürlich auch auf andere Merkmale, wenn es sie dann gibt. Doch in diesem Buch hatte ich weder mit zu langen Sätzen noch mit eigenwilligen Wortkreationen zu kämpfen, was für mich der Lesefluss natürlich angenehm gestaltet hat. Der Text ist verständlich also für Erwachsene sicher kein Problem. Auch für jüngere Leser wäre es kein Problem nur das Thema ist wohl eher für Leute in meinem Alter interessant und nicht für 15 Jährige. Was das Schriftbild angeht, der text ist im Blocksatz gehalten und für mich daher aufgerauter und angenehmer zu lesen. Die Schrift hat eine angenehme gösse, doch ich hätte gern eine etwas anderen Font. Wenn ich etwas müde bin, stehen mir die Buchstaben meist ein bist zu dich beieinander. Vielleicht wirkt das traurig, irgendwie erbärmlich – ein arbeitsloser Hausmann und Vater, der von seiner Frau Taschengeld bekommt, steht da breitbeinig mit zwei kaputten Knien auf dem zweiten Base wie auf dem Mount Everest. Aber das ist es nicht. Traurig ist, dass ich es nicht zurückholen kann. Erbärmlich ist, das ich es nach all der Zeit immer noch versuche. Seite 366 (Ben)   Weitere persönliche Gedanken zum Buch Das Cover find ich toll. Es ist leicht, luftig und versprüht ne Sorglosigkeit die die Geschichte zwar auch in sich trägt aber nicht ganz verscheuchen kann. Wie schon oben geschrieben ist es ein Buch für zwischendurch, trotz der nicht ganz einfachen Thematik war es mir zu wenig tief, manchmal. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich froh es nicht abgebrochen zu haben. Ob ich jetzt noch mal ein Buch es Autors lesen werde  Das kann ich leider nicht sagen, bin eher etwas kritisch eingestellt aber wer weiss, vielleicht kann er mich doch noch mal neugierig machen und schafft es mich mehr zu begeistern. Doch kann ich jene gut verstehen die das Buch abgebrochen haben. Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht. Denke verpasst hat man nicht wirklich etwas.

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  • Jonathan Evison - Umweg nach Hause

    Umweg nach Hause

    beautifulbookworld

    01. February 2017 um 16:05

    Hallo ihr Lieben,  Hier kommt meine Rezension zu "Umweg nach Hause" von Jonathan Evison. Das Buch ist ein Taschenbuch und hat 375 Seiten. Die Qualität des Buches ist gut und das Cover gefällt mir von der Gestaltung her. Erschienen ist das Buch im blanvalet Verlag.  Zum Klappentext: Ben geht's nicht gut - weder persönlich noch finanziell. Nach einem Crashkurs in "häuslicher Pflege" heuert er bei Trevor an, einem zynischen Jugendlichen, der unheilbar krank ist und im Rollstuhl sitzt. Trevs Vater Bob suchte gleich nach der Diagnose das Weite, was ihm in der Familie natürlich keiner verzeiht. Doch Ben fühlt mit dem verstoßenen und reuigen Vater und überzeugt Trev, mit dem Auto quer durch die USA zu fahren, um ihn zu besuchen. Ein schräger Roadtrip voller überraschender Begegnungen und skurriler Abenteuer beginnt... Der Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht und ich bin definitiv nicht enttäuscht worden. Die Einführung in das Buch war etwas lang, aber das war auch nötig, um die Handlung richtig verstehen zu können. Die Spannung stieg immer mehr an und es war an keiner Stelle langweilig. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und hat mir persönlich gut gefallen. Die Charaktere passten alle super in die Handlung und waren auch wichtig dafür. Sie haben mir gut gefallen und es hat Freude gemacht, ihren Weg quasi mit zu erleben. Die Idee des Buches ist sehr gut umgesetzt und ich habe so etwas in die Richtung sich vorher nie gelesen. Ein roter Faden war stellenweise durch Sprünge in die Vergangenheit unterbrochen und man musste sich schon konzentrieren, um in der Handlung zu bleiben. Die Handlung an sich hat mich aber völlig überzeugt und das Ende war so nicht absehbar und hat mir aber total gut gefallen. Es ist am Anfang auch nicht klar, wie das Buch endet.  Ich gebe hier eine absolute Leseempfehlung ab und wer das Buch haben möchte, wird auf folgendem Link fündig:  http://www.thalia.de/shop/home/suggestartikel/ID40414917.html?sswg=ANY&sq=Umweg%20nach%20Hause&stype=productName Liebe Grüße  Nadine 

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  • ✬ Umweg nach Hause ✬ - Jonathan Evison: [Rezension] :

    Umweg nach Hause

    sonja1998

    18. December 2016 um 22:39

    Dieses Buch ist mir zufällig ins Auge gesprungen, weil ich den Film einfach grandios fand. Deswegen danke ich dem bloggerportal & dem blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar, welches Sie mir zur Verfügung gestellt haben.Das Cover finde ich persönlich sehr ansprechend, weil es direkt zeigt, dass dieses Buch einen Roadtrip beinhaltet & damit auch Lust auf´s Reisen macht. Außerdem ist orange in meinem Bücherregal eine selten vorkommende Farbe, was es ebenfalls zu einem besonderen Hingucker macht.Was ich außerdem richtig gut finde ist, dass die Kapitel richtige Namen haben & nicht einfach durch Nummern oder die Sicht des Charakters benannt wurden! (:Inhaltlich steht im Buch (im Gegensatz zum Film) der Pfleger Ben im Vordergrund & die ersten 200 Seiten wird eigentlich nur aus seinem Leben vor dem Roadtrip berichtet. Es zeigt sich, dass er aufgrund eines Vorfalls in der Vergangenheit beziehungsgestört ist, was dem Buch eine interessante Komponente verleiht. Dieser Vorfall wird innerhalb einiger Zeitsprünge während des Roadtrips aufgelöst.Dadurch, dass Benjamin im Vordergrund steht ist Trevor meiner Meinung nach fast ein bisschen untergegangen. Man hat nicht so viel von seinem ironischen Humor gespürt, wie ich mir das gewünscht hätte & auch ansonsten bekommt man wenig von Trevors Emotionen mit. Ich könnte mir das Buch in Trevors Sicht noch besser vorstellen. Der Roadtrip hat wirklich Lust gemacht zu verreisen, auch wenn Benjamin, Trev & ein paar neue Bekanntschaften nicht die populärsten Reiseziele ansteuern. Man merkt, dass Benjamin vieles aus der Reise mitgenommen hat, was für mich zeigt, wie inspirierend es sein kann neue Orte zu erforschen.Das Ende, welches ich am Film so geliebt habe, wird in dem Buch leider ausgelassen. Dabei wäre ich sehr gespannt darauf gewesen, wie der Autor dieses geschrieben hätte.Die Nebencharaktere (eben genannte Bekanntschaften) Dot & Peaches haben mir sehr gut gefallen, weil sie sehr sympathisch gewirkt haben & noch mehr Leben in die Geschichte bringen.Das Buch war insgesamt sehr flüssig & teilweise humorvoll geschrieben. Es konnte mich zwar auf diese Reise mitnehmen, aber es konnte mich nicht komplett fesseln.

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  • Ein Roadtrip mit Herz

    Umweg nach Hause

    Alexandra_Luchs

    16. November 2016 um 16:38

    Weil für mich Bücher auch immer eine Reise und ein Aufbruch ins Unbekannte sind, lese ich unheimlich gern Roadtrips. Einen ganz Besonderen habe ich in „Umweg nach Hause“ gefunden. Eigentlich möchte Ben, der nach einem Schicksalsschlag eher orientierungslos vor sich hin lebt, nur wieder zu Geld kommen. Nach einem kurzen Lehrgang bekommt er kurzfristig einen Job als Pfleger des schwerbehinderten Trevor. Dieser ist ein mürrischer Teenager wie er im Buche steht und hat „ganz nebenbei“ noch ALS. Statt Trevor weiterhin in seiner Komfortzone zu betreuen (die primär aus Waffeln und dem Wetterbericht im TV besteht), möchte Ben ihm die Welt zeigen… oder doch zumindest das größte Erdloch der Welt. Ein wenig erinnert die Geschichte an den Kinoerfolg „Ziemlich beste Freunde“, ein billiger Abklatsch ist sie in meinen Augen dennoch nicht. „Umweg nach Hause“ wirkt etwas chaotischer und planloser und ist insgesamt jugendlicher als „Ziemlich beste Freunde“. Das macht sich schon durch die Sprache und die Gedanken der Figuren bemerkbar. Ich mag so etwas und fühlte mich von dem unkonventionellen, frechen Ton gut angesprochen. Die Witze gehen manchmal fast unter die Gürtellinie, die Situationen scheinen bizarr aber genau dadurch ist die Geschichte so lebendig. Außerdem spielt neben Behinderung und Pflege vor allem das Thema Elternschaft in all seinen Facetten eine zentrale Rolle. Das Buch handelt vom Eltern werden, vom (Über)Behüten, vom Loslassen und Versöhnung. Für meinen Geschmack ist es wunderschön gelungen, wie dieses Thema durch die unterschiedlichen Charaktere immer neue Aspekte gewinnt. Auch Trevor ist in der Geschichte nicht „nur der Behinderte“. Seine schwierige Beziehung zum Vater und die Kraft, die Verzeihen manchmal kostet, sind gelungene Aspekte der Geschichte und lassen ihn als Protagonisten angenehm normal wirken. Gerade das macht die Geschichte für mich einzigartig. Natürlich steht Trevors Behinderung und sein Charakter insgesamt im Mittelpunkt der Geschichte ist aber für meinen Geschmack angenehm unkompliziert in die Handlung eingewoben. Ich kann nicht beurteilen, in wie weit das einer so schwerwiegenden Erkrankung gerecht wird und ob der Ton in dieser Hinsicht immer angemessen ist. Es schafft für mich aber den Spagat zwischen schwierigem Thema und unterhaltsamer, unverkrampfter Darstellung. Gelungen ist in meinen Augen auch die Art, wie Ben als Pfleger genügend Raum in der Geschichte bekommt. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden erfahren wir seine (tragische) Geschichte. Er ist nicht der konturlose Typ, der Trevor aufs Klo hilft, sondern bekommt ein ganz eigenes Gesicht, Träume und Probleme. Erst dadurch wurde die Handlung in sich wirklich nachvollziehbar. Ihr merkt, insgesamt habe ich wirklich wenig bis nichts zu meckern. Die Geschichte mag erzählerisch nicht jedermanns Geschmack sein, dafür sind Ton und Stil vielleicht ein bisschen derb. Für mich bildet all das aber genau die richtige Einheit.

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  • Leserunde zu "Umweg nach Hause" von Jonathan Evison

    Umweg nach Hause

    DieSchwarzeKathatze

    Ans Ziel kommt man immer - es kommt nur darauf an wie! Als "the funniest and most tough-minded novel I've read in a long time" beschreibt ein Kritiker Jonathan Evisons dritten Roman und er hat recht: "Umweg nach Hause" steht den beiden vorherigen Bestsellern in nichts nach! Evison, der mit "Alles über Lulu" weltberühmt wurde, schreibt mit berührender Komik und einem Sinn für das Wesentliche eine Geschichte über die Dinge, die wirklich im Leben zählen... Das Buch Ben geht’s nicht gut – weder persönlich noch finanziell. Nach einem Crashkurs in "häuslicher Pflege" heuert er bei Trevor an, einem zynischen Jugendlichen, der im Rollstuhl sitzt. Gemeinsam fahren sie mit dem VW-Bus quer durch die USA, um Trevs Vater zu besuchen – eine Reise voller skurriler Abenteuer beginnt. Ben hat einen schrecklichen Schicksalsschlag hinter sich und besitzt keinen Penny mehr, als er die Pflege von Trev übernimmt, der unheilbar krank ist. Sein Vater Bob, ein hoffnungsloser Tollpatsch, sucht gleich nach der Diagnose das Weite, was ihm in der Familie natürlich keiner verzeiht. Doch Ben fühlt mit dem verstoßenen und reuigen Vater und überzeugt Trev, im Auto von Washington State nach Salt Lake City zu fahren, um ihn zu besuchen. Auf dem Weg nehmen sie die Anhalterin Dot mit und kommen an den verrücktesten Sehenswürdigkeiten vorbei. Sie gabeln eine reifenwechselnde Schwangere auf, werden von einem Auto verfolgt, in dem ganz jemand anderes sitzt als vermutet, und lernen schließlich, dass man sich irgendwann seinen Problemen stellen muss. Ein bewegender Roman voller skurriler Situationskomik, der glücklich macht. Hier geht's zur Leseprobe! Der Autor Bekannt wurde Jonathan Evison durch seinen Roman "Alles über Lulu", für den er den Washington State Book Award erhielt und der zum internationalen Besteller wurde. Evison wurde mit Autoren wie Charles Dickens oder John Irving verglichen. Derzeit lebt er auf Bainbridge Island in Washington. Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Aber gern! Hier ist der Trailer: Ihr wollt wissen, wie sich Bens und Trevs Freundschaft entwickelt? Was die beiden erleben und was sie verbindet? Dann bewerbt euch jetzt für eines von 15 Leseexemplaren, das der KiWi Verlag gemeinsam mit uns verlost, und nehmt damit an der Leserunde teil!* Um euch zu bewerben, hätten wir gerne von euch gewusst: Was gibt euch immer wieder neue Energie und Lebensmut? *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Leserunde in allen Leseabschnitten und Diskussionsunterthemen, sowie zum Schreiben einer Rezension verpflichtet.

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    • 397
  • Mehr als nur ein Roadtrip...

    Umweg nach Hause

    Berrit

    22. February 2016 um 20:32

    Um eins gleich vorneweg zu nehmen: Ich dachte erst, das ich dieses Buch nie auslesen würde. Im Klapptext war von einem skurrilen Roadtrip die Rede, der aber einfach nicht beginnen wollte. Zuerst wurde ausführlich die hoffnungslosen Situationen der beiden Hauptfiguren Ben und Trev beschrieben. Ben hat eigentlich keine Freude im und am Leben, er ist sozusagen der typische Verlierer. Bei Rückblenden in seine Vergangenheit wird dem Leser gezeigt, dass es eine Zeit vor diesem Leben gab, in dem er richtig glücklich war. Leider ist es durch einen schweren Schicksalsschlag zerstört worden, von dem sich Ben einfach nicht erholen kann. Da ihn zusätzlich Geldsorgen plagen, macht er einen Kurs in häuslicher Pflege. Daraufhin tritt Trev in die Geschichte ein. Der hat täglich einen Schicksalsschlag der anderen Art zu bewältigen: Er leidet an Duchenne-Muskeldystophie (Muskelschwund). Auch seine Tage sind von Eintönigkeit geprägt, da er immer auf fremde Hilfe angewiesen ist und er auch kein Interesse zeigt, neue Dinge zu erfahren oder zu erleben. Ben wird als sein Pfleger eingestellt. Zuerst ändert sich nicht viel, aber im Laufe der Zeit werden die beiden Freunde und Ben kann Trev dazu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren. Was auch letztendlich dazu führt, das sie (trotz großer Bedenken von Trevs Mutter Elsa) einen Roadtrip unternehmen, der als Ziel einen Besuch bei Trevs Vater in Salt Lake City hat. Unterwegs kreuzen noch andere Figuren ihren Weg, durch die die weitere Geschichte wesentlich beeinflusst wird. Das Buch ist so aufgebaut, das sich ein Kapitel in der Gegenwart und das Nächste in der Vergangenheit von Ben spielt. Ich denke allein schon deswegen kommt es dem Leser unheimlich lange vor, bis sich die beiden Hauptfiguren endlich auf den Weg machen. Ich habe sehr lange gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden und auch dran zu bleiben. Dabei wählt Jonathan Evison, einen schönen Schreibstil der leicht zu lesen ist. Zeitweise haben mich die vulgären Dialoge zwischen Pfleger und Patient gestört. Zum Glück bekommt das ganze etwas mehr Tiefgang, besonders an den emotionalen Stellen (von denen es nicht wenige gibt). Und etwas zu lachen gibt es auch! Wenn Sie sich also nicht so sehr auf einen Roadtrip fixieren, ist „Umweg nach Hause“ ein wundervolles und unterhaltsames Buch. Lesen! :)

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  • Umweg nach Hause

    Umweg nach Hause

    Alondria

    16. December 2015 um 14:52

    Inhalt Trevor ist 19 Jahre jung, interessiert sich total für Mädchen und sitzt im Rollstuhl. Diagnose in der Kindheit: Muskelschwund. Sein neuer Pfleger, Benjamin, steckt irgendwie in einer Lebenskrise, denn seine Frau hat ihn verlassen und seine zwei Kinder wird er nie wieder sehen können. Ben bewirbt sich auf den Job bei Trevor zunächst nur aus der Not heraus, da er pleite ist und dringend etwas verdienen muss. Doch je länger er mit diesem außergewöhnlichen jungen Mann zu tun hat, umso mehr entsteht zwischen den beiden eine feste Freundschaft. Als die beiden sich schließlich mit dem Van auf den Weg quer durch die USA machen, um Trevors Vater zu besuchen, läuft einfach mal so gar nichts nach Plan - und die ungeplanten Mitreisenden machen die Reise nicht immer nur leichter. Meine Meinung Die Leseprobe zu diesem Buch hatte ich bei vorablesen.de gelesen und sie hat mich ziemlich neugierig gemacht. Jetzt kam ich endlich dazu, es zu lesen und ich muss ehrlich sagen: trotz der Lebenskrise, in der Ben steckt und den Problemen, die Trevor anhand seiner Behinderung hat, ist dieses Buch einfach gut! Teilweise eher ernst, hauptsächlich aber zum Schmunzeln und (Mit)Lachen. Die Reise der beiden durch Amerika wird gleichzeitig eine Reise zu sich selbst. "Umweg nach Hause" regt zum Nachdenken an, lässt aber die eigenen Alltagsprobleme auch kleiner werden.

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  • Ben und Trevor

    Umweg nach Hause

    Isabell47

    29. August 2015 um 08:58

    Beschreibung; "Ben hat einen schrecklichen Schicksalsschlag hinter sich und besitzt keinen Penny mehr, als er die Pflege von Trev übernimmt, der unheilbar krank ist. Sein Vater Bob, ein hoffnungsloser Tollpatsch, sucht gleich nach der Diagnose das Weite, was ihm in der Familie natürlich keiner verzeiht. Doch Ben fühlt mit dem verstoßenen und reuigen Vater und überzeugt Trev, im Auto von Washington State nach Salt Lake City zu fahren, um ihn zu besuchen. Auf dem Weg nehmen sie die Anhalterin Dot mit und kommen an den verrücktesten Sehenswürdigkeiten vorbei. Sie gabeln eine reifenwechselnde Schwangere auf, werden von einem Auto verfolgt, in dem ganz jemand anderes sitzt als vermutet, und lernen schließlich, dass man sich irgendwann seinen Problemen stellen muss. Ein bewegender Roman voller skurriler Situationskomik, der glücklich macht." (von der Beschreibung von vorablesen übernommen) Als ich das Buch las, auf das ich mich gefreut hatte, fiel es mir ziemlich schwer, es auch bis zum Ende zu lesen. Obwohl der Autor tolle Beschreibungen der Personen und Situationen abliefert und in meinen Augen über einen tollen Schreibstil verfügt, bin ich mit dem Buch nicht "warm" gworden. Die Idee derGeschichte an sich gefällt mir sehr, jedoch es treffen zu viele Zufälle aufeinander und auch die Zahl der Personen mit Schwierrigkeiten ist mir zuviel. Das Buch hatte für mich keine Spur von Situationskomik oder ich habe diese mir völlig anders vorgestellt.

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  • Wundervoll melancholisch

    Umweg nach Hause

    silencia86

    24. August 2015 um 11:23

    Ben macht einen Crashkurs in häusliche Pflege und heuert bei dem an Muskeldystrophie erkrankten Trev an, der zwar jung, aber an den Rollstuhl gefesselt ist und Tag für Tag die selbe Routine erlebt, inklusive ewigen Wetterberichten. Ben hat eigentlich nichts mehr zu verlieren, denn er hat bereits alles verloren. Was das genau ist, erfährt man aber erst nach und nach durch kurze Rückblenden aus seinem Leben. Schlussendlich begeben Ben und Trev sich auf einen Roadtrip und sammeln so einige komische Gestalten ein.... Ben ist unheimlich melancholisch, nahezu depressiv und die schwere seiner Last drückt dem Leser schmerzhaft aufs Gemüt. Der Autor lässt einen so tief in Bens Seelenleben und seine Gefühlswelt blicken, dass man gar nicht anders kann als mit ihm zu leiden und seinen Schmerz mit ihm zu durchleben. Er macht diesen Job, weil er nichts anderes kann und seine Kreditkarte leer ist. Und genau daher - eben weil er keine Erwartungen mehr an sich stellt - erreicht er, dass Trev ihn mag. Außerdem hat er einen sehr trockenen Humor, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Auch die anderen Charaktere haben es in sich, sind vom Autor unheimlich gefühlvoll gezeichnet und auf ihre Art wunderbar. Die Beziehungen untereinander werden mit viel Fingerspitzengefühl beschrieben und die vielen Metaphern und Bilder runden dieses Erleben sehr gut ab. Wie Ben mit Trev umgeht, auf seine ganz eigene, unvoreingenommene und authentische Art lässt einen einfach nicht kalt. Für mich war es noch einmal etwas ganz Besonderes, da ich auch mit Menschen mit Behinderung arbeite und dies mich ganz besonders berührt hat. Die Reise an sich rückt eher in den Hintergrund und es wird viel Wert auf Beziehungen, Schicksalsschläge und der Unbeständigkeit des Lebens gelegt und genau dies gelingt dem Autor hervorragend. Das Ende ist sehr versöhnlich - mit einfach allem und hallt bei mir immer noch nach. Dies ist ein ganz besonderes Buch und ich kann es jedem einfach nur ans Herz legen.

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  • Mittelmäßiges Buch mit einigen Schwächen

    Umweg nach Hause

    Maggi

    23. August 2015 um 02:01

    Ben Benjamin ist am Ende. In jeglicher Hinsicht. Er ist absolut pleite, seine Ehe am Ende und am schlimmsten von allem: seine beiden Kinder sind bei einem Unfall zwei Jahre vor Einsetzen der Geschichte umgekommen. Das hat er nicht verwunden. Sein Leben ist ein schwarzes Loch, das ihn scheinbar unaufhaltsam immer tiefer reißt. Auch beruflich hat er keine Perspektive. Seine Exfrau hat in der Vergangenheit das Geld für die Familie verdient. So macht er eine vom Amt vermittelte Fortbildung zur Krankenpflegekraft. Und durch diese Fortbildung lernen wir Leser die zweite Hauptfigur kennen: Trevor, er ist 17 Jahre alt und leidet an Muskeldistrophie. Ben wird sein Pfleger. Anfänglich sind sich die beiden alles andere als sympathisch. Trevor hat bereits mehrere Pfleger gehabt und hat sich angewöhnt, besser keine zu nahen Bindungen zu diesen aufzubauen. Doch Ben und Trevor erkennen schnell, dass sie einiges gemeinsam haben. Sie eint das Verständnis darüber, wie hilflos einen das Leben manchmal machen kann, wie ausgeliefert man sich fühlt und wie sehr man sich in sich selbst zurück zieht, um nicht daran zu Grunde zu gehen. Nach und nach erfahren wir mehr von der Vergangenheit der beiden, von Bens Ehe, seiner Zeit als Vater und Hausmann, seinen Problemen mit seiner Position im Leben glücklich zu sein. Und von Trevors gestörter Vaterbeziehung, einem Mann der mehrere Staaten entfernt in Salt Lake City wohnt und den er kaum kennt, dessen Annäherungsversuche Trevor, unterstützt von seiner überbesorgten Mutter, aber stets abblockt. Als Trevor erkennt, dass seine Sehnsucht seinem Vater zu begegnen und eventuell – so lange er noch kann – eine Beziehung aufzubauen größer ist, als all das Negative, dass in der Vergangenheit passiert ist, machen sich Ben und Trevor auf die Reise zu ihm. Dann beginnt der Roadtrip-Teil, mit dem das Buch beworben wird. Unterwegs sind natürlich zahlreiche Dinge zu bedenken und zu organisieren, denn wenn man mit einem schwerkranken Menschen reist, wird alles viel komplizierter. Reisegefährten gesellen sich dazu und sorgen für weitere Komplikationen, vor allem emotionale. Die Beschreibungen der Reise durch die Weite Amerikas und den Besuch einiger Sehenswürdigkeiten sind interessant zu lesen, haben es aber nicht gänzlich vermocht, mich zu fesseln. Vor allem aber bleiben die Protagonisten fremd. Das hat mich gewundert, denn beide haben so ergreifende Schicksale, müssen so schlimmes ertragen und verarbeiten. Ich hatte mir sowohl von Trevor, als auch von Ben wohl tiefere Gedanken erhofft. Zwar reflektieren sie ihr Leben, vor allem Ben, mit dem wir Leser immer tiefer in sein Leben und die Einzelheiten des Unfalls eindringen. Aber trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig packen. Ich konnte mich, so sehr ich auch mit den beiden mitfühlte, nicht mit ihnen identifizieren. Sprachlich ist das Buch einfach geschrieben, so dass sich das Buch schnell und flüssig lesen lässt, ohne all zu große Anforderungen an den Leser zu stellen. Obwohl das Buch mit 384 Seiten wirklich alles andere als ein dicker Schinken ist und sich schnell lesen lässt, zieht sich die Handlung manchmal etwas. Humorvolle, hoffnungsvolle und auch traurige Betrachtungen des Lebens bietet das Buch durchaus. Ich hatte aber stets das Gefühl, dass ich diese Lebensweisheiten auch schon in zahlreichen anderen Büchern gelesen habe. So war das Buch für mich leider nur Mittelmaß und blieb hinter den Erwartungen, die das ansprechende Äußere, das coole Cover und das hübsche Vorsatzpapier weckten, zurück.

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  • unterhaltsam

    Umweg nach Hause

    monster

    24. July 2015 um 08:54

    Ben Benjamin ist absoltu pleite. Seine Kreditkarte ist leer. Er braucht dringend einen Job. Also macht er einen Crashkurs in Krankenpflege. So was kann es auch nur in Amerika geben, denke ich. Aber bald hat er einen Job bei dem 19-jährigen Trevor, der an schwerem Muskelschwund leidet und bereits im Rollstuhl sitzt. Eigentlich ist Ben depressiv und eigentlich ist Trev unglücklich-pupertär. Aber die beiden passen dennoch hervorragend zusammen. Vielleicht weil sie Männer sind und Ben Trevor nicht wie ein rohes Ei behandelt, sondern wie einen ganz normalen Teenager. Auf jeden Fall verstehen die zwei sich auf Anhieb. Und das ist gut so, denn sie geben einander Halt und holen sich gegenseitig aus ihren Tiefs heraus. Während Trevors Probleme offensichtlich sind, dauert es etwas, bis der Leser genaueres über die Dramatik in Ben’s Leben erfährt. Nach dem Tod seiner kleinen Kinder hat er sich von seiner Frau getrennt und soll nun die Scheidungspapiere unterschreiben. Schließlich begeben sich die beiden auf den angekündigten Tripp durch Amerika, um Trevors Vater zu besuchen. Dabei lernen sie neue Leute kennen und deren Probleme sind auch nicht von Pappe. Und sie besuchen Orte, die wegen ihrer Skurillität Trevor schon immer sehen wollte. Die Erlebnisse und die Begegnungen erweitern ihren Horizont und schweißen die beiden enger zusammen. Es handelt sich also um ein richtiges Roadmovie. Der Schreibstil ist sehr angenehm, teilweise sarkastisch, teilweise humorvoll und die beiden Helden sind einem ebenso sympathisch wie die diversen Nebendarsteller und –darstellerinnen. Natürlich ist es trotz dem leichten Tiefgang ein Unterhaltungsroman. Man sollte also nicht jede Situation zu ernst nehmen, nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Es ist mehr Komödie denn Drama und liest sich schnell und leicht. Mir gefällt auch die schöne Aufmachung des Buches gut und ich würde das Buch bedenkenlos jedem empfehlen, der mal etwas fürs Herz und die Unterhaltung sucht.

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  • Rezension zu "Umweg nach Hause"

    Umweg nach Hause

    MrsAmy

    09. July 2015 um 06:32

    Vor zwei Jahren verlor er alles, was er liebte: Benjamin Benjamin. Der 40-jährige schleppt sich seit jenem Tag, an dem seine zwei Kinder starben und ihn seine Frau verließ nur mehr schlecht als recht durchs Leben. Er weiß, er hat schuld an dem tragischen Unfall. Um überhaupt irgendwas zu machen, und weil er bald kein Geld mehr hat, besucht er einen Kurs zur Pflege kranker Menschen und bewirbt sich um eine Stelle bei Trevor. Trevor ist 19-Jahre alt, hat nur Mädchen im Kopf und seine Tage sind von unerträglicher Einförmigkeit. Er hat Muskelschwund, sitzt im Rollstuhl und ist auf permanente Hilfe angewiesen. Während Benjamin zuerst nur eine bloße Pflegekraft ist, entwickelt sich mit der Zeit ein kleines Band der Freundschaft zwischen ihm und Trevor. Es ergibt sich, dass Trevor seinen Vater, den er eigentlich möglichst ignoriert in Salt Lake City besuchen möchte. Trevors Mutter aber hat keine Zeit für diese Reise und so fährt Benjamin allein mit seinem Patienten. Es beginnt eine Reise, die Freundschaft und Liebe bringt und das Gefühl, dass es nie zu spät ist, sein Leben in die Hand zu nehmen. Immer jedoch bleibt die Vergangenheit präsent, denn sie ist wichtig und macht uns letztlich zu dem Menschen, der wir sind. „Umweg nach Hause“ ist zur Hälfte der Roman eines Roadtrips. Eigentlich mag ich keine Roadtrips, aber dieses Buch hat mich wirklich überrascht, denn es offenbart eine Tiefe, die man ihm nicht zutraut. Der Hauptcharakter Benjamin ist vom Leben gezeichnet und kann den Tod seiner Kinder nicht verarbeiten. Zu schaffen macht ihm vor allem, dass ihn seine Frau Janet verlassen hat, er kein Teil ihrer Familie mehr ist und sie nun anscheinend mit jemand anderem ein neues Leben lebt. Er kann das nicht verstehen, den er ist unfähig überhaupt irgendwie am Leben teilzuhaben. In dieser Situation lernt er Trevor kennen, der sterben wird und bis dahin noch einen harten Weg zu gehen hat. Sein Leben ist langweilig, jeden Tag macht er dasselbe, während seine Muskeln schwinden. Benjamin erkennt, dass Trevor noch weniger Möglichkeiten hat als er und er möchte ihn aus seiner Starre lösen, ihm das Leben, das Land zeigen. Der Roadtrip ist eine Reise nach vorn und eine Reise in die Vergangenheit. Stück für Stück erlebt der Leser den letzten Tag, den Benjamin mit seinen beiden Kindern verbrachte, und am Ende bricht es einem selbst das Herz. Benjamin ist kein einfacherer Charakter. Er ist ungehobelt und unangepasst, er trinkt mitunter zu viel und er leidet schrecklich. Auch Trevor ist kein zarter Jugendlicher, der an seinem Schicksal erstickt. Er träumt gerne von Menschen, spricht vulgär über sie und ist am Ende doch sehr schüchtern. Gerade diese ungeschliffenen Charaktere machen diesen Roman zu dem, was er ist: Ein wirklich lesenswertes Buch, das uns zeigt, wie viel Freundschaft und der Mut, einen Schritt im Leben zu wagen bedeuten.

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