Jonathan Franklin 438 Tage

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Inhaltsangabe zu „438 Tage“ von Jonathan Franklin

17. November 2012, José Salvador Alvarenga und sein Begleiter brechen in einem kleinen Boot zum Fischen vor der Küste Mexikos auf. Doch nach einem Unwetter wird die Routinefahrt zu einer 11800 Kilometer langen Odyssee, auf der der Fischer von Haien angegriffen wird und mit ansehen muss, wie sein Gefährte stirbt. Und zwischen Todessehnsucht und der Hoffnung auf Rettung trinkt er das Blut von Vögeln, bessert mit Fischgräten seine letzte Kleidung aus und schützt sich mit Schildkrötenpanzern vor der Sonne – bis die Irrfahrt auf den Marshallinseln schließlich ein Ende hat. Brillant und einfühlsam schildert Jonathan Franklin das nervenzerreißende Drama an Bord. Dabei erklärt er eindrücklich, wie man als Mensch fast 14 Monate auf dem Meer überleben kann.

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    438 Tage

    anushka

    19. March 2016 um 22:25

    Der Fischer José Salvador Alvarenga und sein Aushilfsmaat Ezequiel Córdoba befinden sich 30 Kilometer vor der mexikanischen Küste als während eines Sturms der Motor ihres Fischerboots ausfällt. Als der Sturm nach 6 Tagen endlich nachlässt, ist das Boot bereits 450 Kilometer nach Westen abgetrieben und treibt auf dem offenen Pazifik ohne Land weit und breit. Die beiden Fischer sind der Strömung, der Sonne und allen Wetterlagen hilflos ausgeliefert. Für einen der beiden endet die Fahrt tödlich, der andere treibt über ein Jahr auf dem Meer, bevor die Medien weltweit seine Rettung verkünden."438 Tage" ist ein überaus spannendes Buch und besticht durch seine Naturbeschreibungen und die Beschreibungen von Alvarengas Alltag auf See. Ergänzt werden die Schilderungen Alvarengas durch Aussagen von Experten (z.B. Klimaforscher, Mediziner, Survival-Experten) und vereinzelte Karten. Das, was Alvarenga erlebt hat, ist so packend, dass es über die schrifstellerischen Schwächen des Journalisten, der dieses Buch letztlich geschrieben hat, hinwegtrösten kann. Denn der Autor spart nicht mit Superlativen und Übertreibungen. Er greift eher zu den reißerischen Formulierungen als zu den neutralen, bspw. heißt es auf einer der Karten "tosendes Meer" statt "offenes Meer" oder "offene See". Zudem werden gerade am Anfang permanent Haie erwähnt und erklärt, man würde kene zwei Minuten im Wasser überleben, ohne von Haien "zerrissen" oder "zerfleischt" zu werden. Zwischendurch wird dann tatsächlich einmal erklärt, dass sich Haie von Fischerbooten angezogen fühlen und sich um sie herum sammeln. An manchen Stellen ist dies auch passend, aber gerade am Anfang wirkt es, als glaubte der Autor, zusätzlich Spannung aufbauen zu müssen. Hinzu kommt eine ziemliche Überhebung Alvarengas, der man die Bewunderung des Autors deutlich anmerkt und Alvarenga schon beinahe wie einen Superhelden wirken lässt. Manche Szenen dagegen wirken schöngefärbt, gerade die mit dem Begleiter, als er noch lebt. Ich könnte mir vorstellen, dass man in manchen Situationen mit jemandem auf so engem Raum auch mal so richtig ausflippt, aber davon ist eigentlich nie die Rede bzw. wird es nicht weiter ausgeführt. Auch hätte ich mir an manchen Stellen eine Auflösung gewünscht. So blieb z.B. für mich unklar, ob die ein oder andere Sichtung eine Halluzination Alvarengas war oder tatsächlich stattfand.Trotzdem lässt dieses Buch (und letztlich ja auch der Autor) tolle Szenen im Kopf entstehen von einer unglaublichen Lebensvielfalt in den Kalmen, von unheimlichen Tiefseeungeheuern, die die alten Legenden nachvollziehbar machen und auch der inneren Landschaft Alvarengas während dieser Tortur. Thematisiert wird auch die Umweltverschmutzung, die Alvarenga erst dadurch bewusst wird, dass ihm fernab jeglicher menschlichen Siedlung auf dem offenen Ozean ganze Müllteppiche begegnen. Für mich war das Buch so spannend, dass ich tatsächlich etwas enttäuscht war, als Alvarenga endlich gerettet wurde. Mich haben Handlung und Schiffbrüchiger sehr beeindruckt.

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  • 'Und das war sein letzter Kontakt mit der Küste.'

    438 Tage

    sabatayn76

    23. December 2015 um 16:10

    Inhalt: José Salvador Alvarenga flieht aus seiner Heimat El Salvador und lässt sich nach einem langen und beschwerlichen Fußmarsch im mexikanischen Dorf Costa Azul nieder. Hier arbeitet er als Fischer und erlangt in den nächsten Jahren viel Wissen über das Meer und seine Bewohner. Eines Tages fährt Alvarenga mit dem jungen und unerfahrenen Ezequiel Córdoba ins offene Meer, um dort zu fischen, und wird von einem gewaltigen Sturm überrascht. Das Fischerboot und die beiden Männer werden immer weiter ins Meer getrieben, doch den beiden gelingt es, wieder näher an die Küste zu gelangen. Dort versagt der Bootsmotor, und Alvarenga ruft über sein Funkgerät um Hilfe. Doch da sein GPS-Gerät kaputt ist und er seine Position nicht angeben kann, kommt die erhoffte Hilfe nicht. Stattdessen werden die beiden Männer weiter und weiter von der Küste getrieben und müssen sich schließlich von rohen Schildkröten, Fischen und Vögeln ernähren, ihren Urin trinken und darauf hoffen, irgendwann von vorbeiziehenden Schiffen entdeckt oder an einer Küste angespült zu werden. Mein Eindruck: Ich fand das Buch von Anfang bis Ende großartig: von der schönen Vorsatz-Gestaltung und den vielen Karten mit der Lage des Bootes und verschiedenen Landmarks über die Angabe der jeweiligen Mondphasen und der Entfernung von der Küste Mexikos bis zum spannenden Inhalt des Buches, dem gelungenen Nachwort des Autors und den vielen Farbfotos. Die Handlungsorte (Costa Azul, das Schiff etc.) und die Protagonisten wurden vom Autor genau beobachtet (bzw. in etlichen Interviews erfragt) und so sehr authentisch und überzeugend beschrieben. Überlebenskampf und Depression, Hunger und Durst, Angst und Verzweiflung, Halluzinationen und Suizidgedanken, Stille und Einsamkeit, Freundschaft und Verlust wurden vom Autor in anspruchsvoller Sprache, detailreich und lebendig geschildert. Mich hat die Geschichte von Alvarenga unglaublich beeindruckt und bewegt. Das Buch liest sich durchweg wie ein Krimi und ist so spannend, dass man es fast nicht aus der Hand legen kann. Dabei steckt es zudem voller Informationen über Mexiko, den Ozean, den menschlichen Körper und voller Weisheit, was im Leben wirklich wichtig ist. Mein Resümee: Liest sich spannend wie ein Krimi und ist lehrreich wie ein Sachbuch. Eines meiner Lesehighlights 2016. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, was jedoch keinen Einfluss auf meine Bewertung hat.

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