Jonathan Franzen

 4.1 Sterne bei 1.155 Bewertungen
Autor von Die Korrekturen, Freiheit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jonathan Franzen (© Greg Martin)

Lebenslauf von Jonathan Franzen

Jonathan Franzen wurde 1959 in Western Spings in Illinois geboren und wuchs in einer Vorstadt von St. Louis auf. Er studierte sowohl am Swarthmore College als auch an der Freien Universität in Berlin. 2010 wurde Franzen, der sehr gut deutsch spricht, Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Bekannt wurde er mit seinem Debütroman »The Twenty-Seventh City«. Für seinen dritten Roman »The Corrections« erhielt er 2001 den National Book Award und schaffte somit den internationalen Durchbruch. Schon vorher hatte ihn die Zeitschrift "The New Yorker" auf die Liste der wichtigsten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts gesetzt. Im Januar 2013 erschien in deutscher Sprache unter dem Titel "Weiter weg". Sein Werk "Unschuld" erschien im September 2015 bei Rowohlt. Franzen lebt und arbeitet in New York.

Alle Bücher von Jonathan Franzen

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Cover des Buches Die Korrekturen9783499255496

Die Korrekturen

 (471)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Freiheit9783499252549

Freiheit

 (255)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Unschuld9783499267758

Unschuld

 (70)
Erschienen am 21.09.2016
Cover des Buches Schweres Beben9783644010611

Schweres Beben

 (54)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Die 27ste Stadt9783644010314

Die 27ste Stadt

 (62)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Die Unruhezone9783644010512

Die Unruhezone

 (47)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Anleitung zum Alleinsein9783644441811

Anleitung zum Alleinsein

 (25)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Weiter weg9783499259517

Weiter weg

 (15)
Erschienen am 01.07.2014

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Neue Rezensionen zu Jonathan Franzen

Neu

Rezension zu "Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?" von Jonathan Franzen

Im Tal der Ahnungslosen ist das Selbstvertrauen besonders hoch
R_Mantheyvor 2 Monaten

Das ist – etwas vereinfacht ausgedrückt – die Kernaussage des sogenannten Dunning-Kruger-Effekts, der ein faszinierendes Phänomen innerhalb des menschlichen Panoptikums beschreibt. Jonathan Franzen ist ein bekannter amerikanischer Schriftsteller, der, wenn man seinem offiziellen Lebenslauf Vertrauen schenken kann, keine besonders tiefgehenden Kenntnisse in den Naturwissenschaften besitzt. Folglich kann er nicht belastbar einschätzen, ob es demnächst zu einer "Klimakatastrophe" kommen wird, ob man sie verhindern kann, oder ob sie "menschengemacht" ist. Er glaubt das nur, weil er zu mehr nicht fähig ist. Dafür aber lehnt er sich weit aus dem Fenster. Auf Seite 51 dieses Machwerks findet man folgende Aussage Franzens: "Menschen, die der Klimaforschung keinen Glauben schenken, sind das Letzte vom Letzten."

Mancher dieser für Franzen verabscheuungswürdigen Zeitgenossen mag diese Beleidigung annehmen. Bei mir hat sie eher Heiterkeit ausgelöst. Wissenschaft ist keine Glaubenslehre, sondern genau das Gegenteil. Ihr Motor ist der Zweifel. Insofern ist Franzens Aussage lediglich ein Beweis für seine komplette Ahnungslosigkeit, die er mit diesem intellektuellen Offenbarungseid dokumentiert. Dass der Rowohlt Taschenbuch Verlag so etwas druckt, ist dagegen bezeichnend für den Zeitgeist. Und lustig erscheint mir darüber hinaus, dass sich Franzen mit seinen Aussagen auch noch zwischen alle Stühle setzt.

Die Kernaussage dieses schmalbrüstigen Werkes ist so flach wie Franzens Kenntnisse der Klimaforschung. Wir sollen uns endlich eingestehen, dass die wir die "Klimakatastrophe nicht verhindern können". Stattdessen sollten wir uns lieber auf sie vorbereiten.

Letzten Sommer war Franzen in Deutschland und erlebte dort nach seinen Worten ein apokalyptisches Feuer-Inferno bei Jüterbog. Gewissermaßen "ein eindeutiger Vorbote künftiger Katastrophen". Selbstverständlich gehören dazu auch nach Franzens festem Glauben die letzten beiden trockenen und heißen Sommer. Dass das erst einmal Wetter ist und noch kein Klima, geht ihm nicht in den Kopf. Die meisten Bewohner dieses Landes werden nicht einmal wissen, wo Jüterbog überhaupt liegt, noch werden sie diesen Waldbrand in Erinnerung haben. Übertreibungen gehören allerdings zum Handwerk von Schriftstellern. Und manchmal können sie es auch im wahren Leben nicht lassen.

Irgendwo in der Mitte seines Textes steht folgende Bemerkung: "Psychologisch betrachtet, ist diese Leugnung von Fakten verständlich." Dabei ging es Franzen um den von ihm geglaubten und von anderen bestrittenen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Ausstoß von Kohlendioxid und der Klimaveränderung. Ich werde darauf nicht weiter eingehen, weil dieses kleine Büchlein sich eben nicht mit Wissenschaft, sondern mit Glaubensfragen befasst. Es sei nur so viel gesagt: Die Klimaforschung kennt bisher nur wenig Gewissheiten. Allein schon deshalb existiert die in den Medien verbreitete Einigkeit in den Erkenntnissen nicht. Vielmehr ist das Bild sehr widersprüchlich.

Das Leugnen von Fakten ist hingegen ein sehr interessantes Thema. Besonders wenn man es selbst betreibt oder wenigstens nacherzählt. Weil sein Text so kurz und dürftig ist, wurde ihm noch ein Interview angehängt, das mit der Erwähnung des sogenannten "Hockeyschläger-Diagramms zur globalen Erwärmung" beginnt. Dieses Diagramm ist gewissermaßen die Geburtsurkunde der "Klimaretter". Und es ist eine hemmungslose Fälschung. In Kanada wurde sein Schöpfer auf die Herausgabe der Rohdaten verklagt, weil ein anderer Wissenschaftler zu einer ganz anderen Kurve kam. Diese Herausgabe wurde verweigert. Und tatsächlich gab es in den letzten 2000 Jahren in Europa zwei Phasen mit ähnlichem Temperaturverlauf wie heute: einmal zur Zeit des Römischen Reiches und das zweite Mal im Mittelalter. In beiden Fällen kam es zu keinen Katastrophen, sondern zu Phasen von wirtschaftlicher Prosperität, die rein gar nichts mit der Verbrennung von Kohlenstoff zu tun hatten. Im Hockeyschläger-Diagramm existieren diese Phasen nicht, weil die Temperaturkurve einfach glattgelogen wurde. Wie beim Hockeyschläger sieht man nur eine ewige Gerade und am Ende eine schnell ansteigende Kurve in den letzten 150 Jahren. Der tatsächliche Temperaturverlauf stellt sich ganz anders dar.

Unter Physikern und auch unter Klimaforschern gibt es Zweifel daran, dass Kohlendioxid so klimasensitiv ist, wie das vom IPCC dargestellt wird. Vielmehr liegt ein umgekehrter Zusammenhang viel näher, nämlich erst die Erwärmung und dann eine Erhöhung des Kohlendioxidanteils an der Atmosphäre. Die "kommende Klimakatastrophe" beruht lediglich auf "Berechnungen" innerhalb zweifelhafter Computermodelle, die noch nie wirklich überzeugend gestimmt haben, wenn man sie mit Daten aus der Vergangenheit fütterte, um Voraussagen für einen späteren Zeitpunkt aus der Vergangenheit "auszurechen". Ein Computermodell ist keine Ein-zu-Eins-Verkleinerung der Wirklichkeit, sondern eine Vergröberung derselben, die so grob und falsch sein kann, dass sie mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Wer glaubt eigentlich daran, dass man auf mehrere Jahrzehnte hinaus die Temperatur voraussagen kann, wenn das noch nicht einmal für den nächsten Monat einigermaßen präzise gelingt?

Um es kurz zu machen: Dieses in jeder Beziehung schmale Werk ist ein faszinierendes Beispiel für die Selbstüberschätzung von Intellektuellen, die auf einem kleinen Gebiet erfolgreich waren und nun meinen, sie hätten überall den kompletten Durchblick. Tatsächlich jedoch wiederholen sie nur einen Glauben, der in ihr Weltbild passt.

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Rezension zu "Das Ende vom Ende der Welt" von Jonathan Franzen

Tolle Gedanken
dominonavor 10 Monaten

Franzen ist ein Vogelliebhaber und hat ein, aus meiner Sicht, unfassbares Wissen zum Thema. Es kann sein, dass seine häufigen Essays über Vögel den einen oder anderen Leser verschrecken, aber er schreibt allgemein sehr besonnen und legt den Finger gerne in Wunden. Ich mag den Autor, finde seine Romane dann aber doch besser, weil er komplexe Gedanken besser ausformulieren kann, als auf ein paar wenigen Seiten. 

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K

Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

Kaugummiartige Familiensaga
Kaffeesatz19vor einem Jahr

Es ist das Lieblingsbuch meines Bruders und wurde mir von mehreren Seiten wärmstens empfohlen. Doch trotz des großartigen Erzählstils, konnte mich der Roman nicht überzeugen. Es passiert so wenig, dass ich jetzt nicht mal sagen könnte, worum es eigentlich geht. Ehrlich gesagt, habe ich mich schrecklich gelangweilt!

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Gespräche aus der Community

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hat jemand vielleicht eine englische leseprobe ich würd es gern im original lesen bin aber nicht immer sehr konsequent wenn ich zu konzentriert übersetzen muss da würd ich gern mal was rauslesen damit ich dann weiß wie es klingt
2 Beiträge
Letzter Beitrag von  bianca_magratheavor 9 Jahren
danke das ist lieb
Zum Thema
L
Hallo, ist das neue Buch "Freiheit" von Jonathan Franzen eigentlich genau so gut wie sein letzter Roman "Die Korrekturen"? Ich habe mich schon durch ein paar Rezensionen zu dem Buch durchgeblättert, bin mir aber noch unschlüssig, ob ich mit dem Buch (ist ja schon umfangreich ;-) anfangen soll.
7 Beiträge
Zum Thema
L
Hat jmd schon Freiheit von Franzen gelesen? Wie sind die Kapitel aufgeteilt? Wird immer noch aus einer Sicht beschrieben oder variiert es von Kapitel zu Kapitel sprich, spricht in einem Kapitel mal die Mutter, im nächsten dann der Vater usw. oder tritt nur ein Erzähler auf?
2 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Jonathan Franzen wurde am 17. August 1959 in Western Springs (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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