Jonathan Franzen Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Freiheit“ von Jonathan Franzen

Patty und Walter Berglund – Vorzeigeeltern und Umweltpioniere – geben ihren Nachbarn plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer raren Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar.
Hat Walters bester Freund, der Rockmusiker Richard, damit zu tun? Auf einmal führt Patty ein Leben ohne Selbstbetrug – und ohne Rücksicht auf Verluste.

In diesem großen Roman einer Familie erzählt Jonathan Franzen von Freiheit – dem Lebensnerv der westlichen Kulturen – und auch von deren Gegenteil.

Konnte es nicht mehr aus der Hand legen, obwohl es "nur" um eine Familie ging

— vk_tairen

Sehr gut geschriebenes Buch und macht deutlich, welche Abgründe in einer Familie entstehen können.

— SenfKorn1993

Franzen versteht sein Handwerk. Purity und Die Korrekturen mochte ich dennoch lieber.

— ElyseoDaSilva

Gelungenes und ehrliches Familienporträt. Leider konnte das Ende überhaupt nicht überzeugen. Dennoch sehr lesenswert.

— letusreadsomebooks

Leben, mit all seinen Facetten, Unzulänglichkeiten, Wut, Frust und Fehler. Menschen. Die versuchen etwas daraus zu machen. Oder auch nicht.

— Buchstabenliebhaberin

Wie alles von Franzen: sehr gut

— hannes42

Spannend, treffend, präzise, beißend-kurzum hervorragend

— Manuela_Martini

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  • Komplex. ehrlich und toll geschrieben

    Freiheit

    vk_tairen

    31. July 2017 um 23:39

    Auf den ersten Blick ist es "nur" die Geschichte einer Familie, aber dieses "Nur" streicht man aus der Beschreibung des Buches, wenn man sich ansieht, wie komplex diese Geschichte erzählt wird. Kein Charakterzug ist einfach da, er erklärt sich aus Erfahrungen und dem Erwachsenwerden.  Da sind vier Menschen, deren Leben näher betrachtet werden. Patty und Walter Berglund, ihr Sohn Joey und der Sänger Richard Katz. Das "normale" Familienleben wird bei näherer Betrachtung analysiert und regelrecht bloß gestellt. Denn die glückliche Familie entpuppt sich bald als kaputt und Liebe als Kompromiss. Dazu kommt Richard, der beste Freund Walters, eine Freundschaft, die nur möglich ist, weil sie in der Jugend wachsen konnte, denn die Männer sind gänzlich verschieden.  Wirren und Irrungen, Kompromisse, die das Leben eben verlangt und die große Frage, was wahres Glück ist, was Freiheit uns bringt und mit uns macht. Eine wirklich spannende Analyse einer Familie, aber auch der amerikanischen Geschichte von den 70er Jahren an.  Das Buch ist schnell zu lesen. Tatsächlich baute sich eine solche Spannung auf, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, ich musste wissen, wie es mit diesen ehrlichen, realistischen Charakteren weiter geht. Denn im klassischen Sinn gibt es hier keine Helden oder eben viele Helden, denn sie alle meistern das Leben und finden irgendwie ihren Weg. Ob es der beste ist, ob sie ihn bis zum Ende gehen? Das muss man jedoch selber lesen - es lohnt sich! 

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  • Freiheit

    Freiheit

    rallus

    03. April 2017 um 13:29

    "Ist das nicht der Sinn der Freiheit? Dass man das Recht hat zu denken was man will? Naja, zugegeben, manchmal geht einem das schon auf den Zeiger.' Rings um den Tisch wurde darüber gekichert.' Das ist vollkommen richtig', sagte Jennas Vater.' Freiheit geht einem voll auf den Zeiger. Und genau deswegen ist es so unabdingbar die Gelegenheit zu ergreifen, die sich uns in diesem Herbst geboten hat. Wir müssen eine Nation freier Menschen dazu bringen, von ihrer schlechten Logik abzulassen und sich einer besseren anzuschließen, welche Mittel dazu auch nötig sind.'" Eine Familie - vier Personen, Walter und Patty Berglund. Er ein notorischer Gutmensch, mit dem Hang zum selbstzerfleischenden Idealismus, sie eine ungeliebte Tochter die alles richtig machen und es allen Recht machen will, und ihren Kindern dann doch nicht die ganze Liebe geben kann. Jessica (von der wir im Buch nicht viel erfahren) und Joey der irgendwie dann doch nicht das wird, was seine Eltern erhoffen und sich mühsam freistrampeln muss. Und natürlich Richard. Walters bester Freund, auf den Patty ihr ganzes Leben scharf ist. Richard der Rockmusiker, der Freund der Familie. Von jedem schreibt Jonathan Franzen eine Art Tagebuch der Ereignisse. Franzen ist dabei der, der über den Dingen Erzähler, in den Personen ihre Gefühle Gedanken Wissender, aber nicht, die Situation bewertend. So ergibt sich für den Leser ein komplexes, aber immer übersichtliches Bild, zuweilen schraubt sich Franezn auch im Blickwinkel etwas höher und greift in die Zukunft oder Vergangenheit wenn die Geschichte zu komplex wird. Im Grunde genommen geht es nur um diese 4 Personen, eine Geschichte über die Jahrzehnte, deren Entwicklung, ihre Wünsche, Träume und was daraus wird. Nur ist gut gesagt. Denn Jonathan Franzen hat so eines der komplettesten Bücher über unsere neuere Gesellschaft geschrieben, das ich kenne. Über Krieg, Feminismus, Aufwachsen, Liebe, Tod, Hass, Ökologie, Politik und und und... Wenn man es liest taucht man sofort in diese Gedankenwelt ein, Franzen zieht den Leser regelrecht durch die 730 Seiten. Wegen mir hätte das Buch auch noch länger dauern können, ich habe keine Längen entdeckt, keine Schwachstellen. Selbst am Schluss - gerade bei solchen epischen Büchern ist das Ende meist abrupt (als hätte der Autor plötzlich keine Lust mehr zu schreiben) - kommt er zu éinem Ende, das einem das Herz noch einmal öffnet und die ganze Familiengeschichte zu einem Abschluss für alle bringt. Und hätten alle die Gelegenheit zu überlegen, ob sie ihr Leben nocheinmal genauso leben wollten, sie hätten sicher alle ja gesagt. Und welcher Protagonist in einem Roman kann das schon von sich behaupten. Eines der ganz großen Erzählromane des 21.Jahrhunderts        

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  • Jonathan Franzen - Freiheit

    Freiheit

    SenfKorn1993

    31. October 2016 um 12:54

    In dem Buch wird besonders Pattys Leben in den Fokus gestellt. Trotz einiger, für mich, langweiligen Passagen ist das Buch sehr gut geschrieben. Meiner Meinung nach merkt man gegen Ende, dass der Autor eventuell selbst keine Lust mehr hatte zu schreiben, da auf den letzten 25 bis 30 Seiten die Handlung sehr schnell, im Gegensatz zum restlichen Buch, erzählt wird. Frei nach dem Motto: Ich muss jetzt zum Schluss kommen.Das Buch ist aber sprachlich sehr gut aus dem Englischen übersetzt worden und erhält von mir 4/5 Sterne.

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  • Präzise Charakterstudie der amerikanischen Familie

    Freiheit

    letusreadsomebooks

    08. September 2015 um 14:08

    Patty und Walter Berglund gelten in ihrer Nachbarschaft als Vorzeigeeltern und Umweltpioniere. Doch plötzlich verändert sich das scheinbar glückliche Leben der Berglunds: Ihr Sohn zieht zu den Nachbarn, die von den Berglunds als proletenhaft belächelt werden, Walter lässt sich auf Geschäfte mit der Kohleindustrie ein um eine seltene Vogelart zu schützen und auch Patty, Exsportlerin und Hausfrau, ändert ihr Leben. Hat Walters langjähriger Freund und Rockmusiker Richard mit diesem Wandel zu tun? Patty führt plötzlich ein Leben ohne Selbstbetrug und nimmt dabei keine Rücksicht auf Verluste. Freiheit ist der erste Roman von Jonathan Franzen, den ich gelesen habe. Ich hatte es in der Buchhandlung immer wieder in der Hand und wollte es schon mitnehmen, habe es aber dann doch wieder zurückgelegt, da ich amerikanische Familiengeschichten häufig eher langweilig finde. Zum Glück hat Freiheit hier für mich eine Ausnahme gemacht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie Berglund, vor allem das Ehepaar Walter und Patty. In Rückblenden werden die Kindheitsgeschichten der beiden erzählt und die Probleme, die sich mit ihren Eltern ergeben haben. Ihre Entwicklungen zeigen deutlich, wie sie zu den Personen geworden sind, die nun miteinander verheiratet sind. Die Blicke in die Vergangenheit lassen den Leser die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln betrachteten und so konnte ich die Entwicklung und den Werdegang von Patty und Walter gut nachvollziehen. Gekonnt gelingt es Franzen zwei Personen, mit ihren Schwächen und Fehlern, aber auch ihren guten Seiten zu entwerfen. Die Charaktere der Personen werden sehr detailliert ausgearbeitet und sehr präzise geschildert. Neben Walter und Patty spielt Walters bester Freund Richard eine wichtige Rolle. Charakterlich eher das Gegenteil von Walter, bleiben sie sich über die Jahre verbunden. Immer wieder beeinflusst Richard die Beziehung von Patty und Walter, mal negativ und mal positiv. Umrahmt wird die Geschichte auch von einem sehr guten Stil, der sich flüssig lesen lässt. Leider haben mir ein paar Aspekte des Romans nicht so gut gefallen. Gerne hätte ich mehr über die Kinder von Walter und Patty erfahren. Dem Sohn, Joey, wird zwar Platz in der Erzählung eingeräumt, dieser kann aber nicht so überzeugen wie die drei Hauptcharaktere. Joeys Schwester, Jessica, kommt nur selten zu Wort und ihre Sicht der Dinge wird nur durch die anderen Akteure dargestellt. Gerne hätte ich mehr zu ihr gelesen, als nur ein paar Bemerkungen. Daneben fand ich das Ende des Buches schwach. Es erscheint mir zu konstruiert und nicht konsequent genug, was für mich nicht stimmig war. Insgesamt hat mir Freiheit gut gefallen. Die große Stärke des Buches sind die präzisen Darstellungen der Charaktere, wobei die Kinder aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Aber trotz dieser Einschränkungen eine lesenswerte Familiengeschichte.

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  • Freiheit? Wer oder wo?

    Freiheit

    Buchstabenliebhaberin

    18. August 2015 um 20:05

    Eine ehrgeizige Exsportlerin, die den falschen Mann heiratet. Oder doch den richtigen? Ein Mann, der beschließt, diese Frau für immer zu lieben. Doch wie lange ist für immer und was passiert zwischendurch? Enttäuschende Eltern und enttäuschte Kinder, erfolglose Rockstars, die dann doch Erfolg haben. Lug, Betrug, Selbstbetrug. Enttäuschung, Depression, Illusion. Alles dabei. The American Way of Life? Way of Life ... Ich wollte schon lange einen Franzen lesen, da fiel mir "Freiheit" in die Hände. Der Anfang hat mich hellauf begeistert, ich liebte die unsympathische Patty mit ihrem blöden Sportfimmel und ihren noch unsympathischeren Eltern und Geschwistern, ihrer Psycho-Freundin Eliza und deren komischen Freunden Richard und Walter. Patty trudelt durchs Leben und irgendwie geht alles schief, ist falsch, ist nicht richtig. Beim heißen Richard, dem erfolglosen Musiker, Modell unglücklicher Egoist, kann sie nicht landen. Also nimmt sie Walter, der sie schließlich anbetet. Walter ist der personifizierte Gutmensch. Feminist, Umweltschützer, Humanist. Immer bemüht, es allen recht zu machen. Er selber bleibt dabei auf der Strecke. Doch mit zunehmendem Alter wird er immer wütender, erfolgloser, er verrennt sich, wäre er nicht so unglaublich wütend, würde er wohl resignieren. Gegen die Lebensgeschichten von Patty und Walter fällt Richards Geschichte schon deutlich ab, das Buch verliert an Fahrt. Darauf folgt die Geschichte von Joey, Pattys und Walters Sohn. Auch die kriegte mich nicht wirklich, kurz wurde sie interessant, als dieser sich als gewissenloser Karrierist, Spekulant und Ehebrecher versucht - doch der Sohn des Gutmenschen bricht durch und das Buch zieht sich wieder wie Kaugummi. Das kann auch Walters Ausflipper, der das Ende seines dubiosen Fake-Umweltschutz-Pro-Öl-Projektes bedeutet, nicht mehr retten.  Ab diesem Punkt hab ich nur noch quer gelesen, um das Buch zu Ende zu bringen. Das Happyend am Schluss hätte ich auch nicht gebraucht. Mein Fazit: Ein granioser Auftakt, zwei richtig tolle Charaktere, eine wunderbare Beschreibung einer Midlifecrises, die Zweifel in der Lebensmitte. Aber die Geschichte ist zu sehr aufgebauscht, die Richards, Joeys, Lalithas und Connies werden viel zu ausführlich behandelt. Schade, hier wäre, meiner Meinung nach, weniger mehr gewesen. Ein tolles Buch mit einer wunderbaren Sprache ist es trotzdem.

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  • Epochales Familiendrama

    Freiheit

    PaulTemple

    Der Leser lernt in "Freiheit" das Leben von Walter und Patty Berglund mitsamt ihren Kindern zwischen Ende der 1960er bis weit in die 2000er hinein kennen, eine Familie, welche nach außen hin Ideale vermittelt, insgeheim aber - wie wohl viele andere Familien auch - mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert wird. Das Ehepaar lebt sich auseinander, es kommt zu Affären, die politischen und gesellschaftlichen Ansichten des Sohns widersprechen den Ansichten Walters etc. Mit dieser Thematik steht der Autor mit seinem Roman nicht alleine da - Franzen versteht es jedoch geschickt, das gesellschaftliche Drumherum der jeweiligen Zeitepoche perfekt in die Handlung einzugliedern. Beispielsweise graben die Folgeereignisse von 9/11, der Krieg gegen den Terror der Bush-Administration einen tiefen Graben zwischen Eltern und Kinder, deren Vorstellungen von Moral und Gesellschaft sich immer weiter voneinander entfernen. Ich habe selten einen so tiefsinnigen und perfekt arrangierten Familienroman gelesen!  100% Leseempfehlung!

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    • 7
  • Nette Familiengeschichte

    Freiheit

    kathwie

    08. April 2014 um 19:42

    Amerikanische Familiengeschichte. Mir fiel es total leicht mich in die Geschichte und die Protagonisten hineinzufinden. Ich möchte alle Charaktere und konnte gut mit Ihnen fühlen. Das Rad wurde in dieser Story jedoch nicht neu erfunden. Im Großen und Ganzen geht es doch wieder um Liebe, Eifersucht, das Streben nach Erfolg und Ansehen und um die Familie. Eigentlich ist alles drin, vielleicht sogar ein bißchen zu viel. Das ganze Buch hätte gut und gerne 200 Seiten weniger umfassen können. Viele Dinge wurden für mich viel zu ausführlich beschrieben. Z.B. die Vögel und ihr Reisen gen Süden. Auch das Ende hat sich für mich ein wenig gezogen. Es wurde auf ein Mal von ausführlich über Pattys Familie berichtet, die vorher keine besondere Rolle gespielt hat. Alles in allem hat mir das Buch jedoch gut gefallen auch wenn die Familie schon sehr amerikanisch war und so in Deutschland wohl eher selten zu finden sein wird.

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  • Jonathan Franzen: Freiheit

    Freiheit

    DamonWilder

    25. June 2013 um 12:00

    Erstaunlich - mit welcher Radikalität Jonathan Franzen eine Familie zerlegt und erstaunlich wie einfühlsam er dabei mit seinen Figuren umgeht. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass sich so sehr in die Figuren eindenkt und glaubwürdig nachzeichnet. Und ganz nebenbei verarbeitet der Autor auch noch das große amerikanische Trauma von 9/11.

    Ein ganz großes Buch.

  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    UteSeiberth

    13. March 2013 um 19:13

    Dieser dicke Familienroman war ganz schön anstrengend für mich zu lesen!Diese wohl typische amerikanische Mittelstandsfamilie der letzten 30 Jahre zerfällt zeitweise, weil sich jeder in der Familie seine "Freiheiten" nimmt und meint,alles bleibe beim Alten.Der Roman wird abwechslend aus der Sicht des Vaters(Walter) ,der Mutter (Patty) und den beiden Kindern erzählt.Die ersten Blickwinkel,z.B. aus der Sicht der Frau, war mir einfach zu lang und zu weit ausholend und mühsam zu lesen.Meine Sympathie gilt dem etwas langweiligen,aber gutmütigen Vater, der sich fast durch keine Gemeinheiten seiner Umwelt aus seiner friedlichen Grundhaltung bringen lässt.Das hat mir imponiert und damit hat sich für mich die Lesenastren ung gelohnt!

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  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    Jonas77

    29. September 2012 um 13:01

    Ein weiterer großer Wurf von Jonathan Franzen, auch wenn der Roman einen Makel hat. Die Memoiren von Patti Berglund unterscheiden sich stilistisch nicht von dem Rest des Buches. Franzen schildert eine klassischen Familiengeschichte und das klassische Motiv eine Frau zwischen zwei Männern, die er jedoch nicht chronologisch erzählt. Franzen bietet in "Freiheit"ein sehr unterhaltsame Betrachtung der amerikanischen Gesellschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung Amerikas in den vergangenen Jahrzehnten.

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  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    Babscha

    Das Portrait einer amerikanischen Mittelschichtfamilie über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert. Da sind die Eltern, Walter und Patty Berglund, beide aus kalten bis problematischen Familienverhältnissen, in denen auf seiner Seite Alkohol und Geldknappheit, auf ihrer Gleichgültigkeit und Zynismus regieren. Nach Heirat in bereits jungen Jahren entwickelt sich Walter im Laufe der Jahre zunehmend zum verbohrten Umweltaktivisten mit teils lebensfremden Idealen, während Pattys Stern zunächst als Basketballstar hell leuchtet, mit der Zeit und an Walters Seite jedoch zunehmend in einer Welt aus innerer Verbiesterung und krankhafter Missgunst, in Selbstmitleid und Depression versinkt. Aus dieser netten, von einer ganz speziellen Hassliebe getragenen Verbindung entspringen die Kinder Joseph und Jessica, er Mutters Liebling, Egozentriker, Organisationsgenie und Lebenskünstler, sie ein ernsthaftes, stilles Mädchen mit ausgesprochenem Gerechtigkeitssinn und Harmoniebedürfnis. Die komplizierten Beziehungen dieser Personen untereinander und im Wechselspiel mit diversen weiteren Protagonisten bilden die Plattform der erzählten hochkomplexen Familiengeschichte. Wider jede Erwartung hat mich das Buch leider nicht in dem erhofften Maße beeindruckt. Dafür ist es zum einen viel zu lang geraten; wiederholte endlose und Franzen-typisch ausgewalzte Ausführungen zu umweltpolitischen und ornithologischen Sachzusammenhängen ohne direkten Bezug zum Buch lassen den eigentlichen, treibenden Handlungsstrang zerfasern und machen die Lektüre streckenweise ermüdend, wenn nicht gar langweilig. Man bekommt das Gefühl, als wollte sich der Autor hier regelrecht den Kopf „leerschreiben“. Für die Wucht eines echten Familienepos fehlt –ganz im Gegensatz zu seinen brillant geschriebenen „Korrekturen“- hier einfach auch die Tiefe und wirkliche Tragik der einzelnen Hauptpersonen, die zumeist und vor allem in der Figur der selbsternannten „Märtyrerin“ Patty offensichtlich immer nur triebgesteuert reagieren können (Sex als roter Faden des Buches) und damit irgendwie vorsehbar, eindimensional und weitgehend blass rüberkommen. Das nimmt dann leider auch der eigentlichen, von der Idee intelligent inszenierten Kernstory, nämlich der schwierigen Dreiecksbeziehung zwischen Patty, Walter und dessen Jugendfreund Richard, zunehmend ihren Reiz. Ungeachtet dessen beweist Franzen aber auch in diesem Buch zumindest streckenweise wieder seine schriftstellerische Klasse, insbesondere in den Dialogszenen zwischen den Eheleuten, ein lebensnahes Abbild der komplizierten Kommunikationsstrukturen einer heutigen Beziehung in der permanenten Zerreißprobe des Auslebens guter wie schlechter Charaktereigenschaften. In der Gesamtbewertung von mir 3 Sterne für ein Buch, dessen Lektüre sich trotz allem durchaus lohnt, jedoch zumindest bei mir großen Durchhaltewillen (wie selten) erforderte.

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    • 3
  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    GOOMPI

    22. July 2012 um 14:22

    Im Grunde vermag ich nicht, diesen epochalen Familienroman, in ein paar kurzen Sätzen zusammen zu fassen, geschweige denn zu rezensieren. Das Buch ist so gewaltig, mit so vielen Spektren gesegnet, dass mir gewissermaßen die Spucke weg bleibt. Die ganze Geschichte dreht sich im wesentlichen nur um Patty und Walter, die ein liebevolles und aufopferndes Ehepaar sind, aber dennoch gelegentlich etwas bedauernswert erscheinen. Walter ist von dem Zeitpunkt an, als er Patty das erste mal sah, prompt in sie verliebt. Wohingegen Patty sich über Jahre hinweg den Kopf zermartert, ob den Walter der richtige für ihr Leben ist. Später kommen dann noch Pattys und Walters Kinder hinzu, Joey und Jessica. Die Kinder spielen natürlich eine tragende Rolle im Buch. Dann wäre da noch Richard, der beste Freund von Walter, der ohne böse Absicht mit daran beteiligt ist, die Familie etwas zu zerrütten. An und für sich sind mir stellenweise langatmige Texte zu wider. Doch in dem empathischen Kontext des Buches, entwickeln die jeweiligen Passagen eine gewisse Plastizität. Da Franzen die vielen Charaktere bis ins kleinste Detail beschreibt, und dies auf eine Art die keine Langeweile zulässt. Dabei unterstützend ist, dass er nicht chronologisch schreibt, auch mal in der Zeit dermaßen weit zurück springt, um eine Person anhand ihrer Kindheit besser zu erklären und bekannt zu machen. Auf dieser Weise erfährt man auch etwas über die Geschichte und noch mehr über das Wesen des Menschen an sich. Dieses hin und her springen zwischen den Personen und/oder den überlegten Situationen, ist noch ein Garant für jenen literarischen Hochgenuss. Mir ist unerklärlich wie scharfsinnig Franzen hier die Emotionen, die Gefühle und die Psyche des Menschen aufklamüsert und irgendwie mit ein leicht dahinschwebenden Melancholie, wiedergibt und dazu noch alles mit gesellschaftskritischem Inhalt füllt. Das alles mit einer Eloquenz, wie ich sie bisher nur von Autoren wie: David Foster Wallace, Jonathan Lethem oder Johann Safran Foer, kenne. Kein Wunder also, dass der Familienroman schon vor der Veröffentlichung für Furore und gespanntes warten, sorgte. Dieses epische und dramatische Drama, ist wirklich ein Meisterwerk der Schreibkunst. Wenn ich dem Buch ein Musiktitel zuordnen sollte, würde ich “Primavera” von Ludovico Einaudi wählen. Das auf und ab des Liedes, spiegelt die Gemüter und Zustände des Buches wieder. Auch zu lesen auf http://buchpiraten.blogspot.de

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  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    Cibo95

    15. July 2012 um 13:17

    nach 200 zähen, langweiligen Seiten abgebrochen ... ich dachte immer, vielleicht wird es ja noch gut? Schade ... war wohl nix B-)

  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    crooks

    11. March 2012 um 07:40

    Regt zum nachdenken über die persönliche Freiheit, respektive Unfreiheit in einer so genannt freien Gesellschaft an.

  • Rezension zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit

    awogfli

    08. March 2012 um 16:12

    Freiheit ist der typische große amerikanische Roman, episch breit und ein bisschen lang, leicht zu lesen aber für micht sicher nicht meisterhaft sondern nur Mittelmaß. Der Autor versucht meiner Meinung nach so verzweifelt den perfekten Amerikanischen Roman zu schreiben, dass es schon traurig ist. Alle Figuren sind total neurotisch und depressiv, so wie man es von Amerikanern erwartet aber gerade so mittel durchgeknallt, dass es mit einer kleinen Gesprächsterapie repariert werden könnte, auch ein ausgeglichenes Kaleidoskop politscher amerikanischer Ansichten und das zwangsläufige Aufeinanderprallen derselben ist ausgezeichnet inzeniert, dann noch gewürzt mit a bisserl Umwelt, Ehekrieg, Familiengeschichte, Freundschaften, Betrug und Kindererziehung, Geschichte... und fertig ist der "Perfekte Amerikanische" Roman. So was lese ich locker flockig in einem Rutsch durch, vor allem weil es handwerklich ausgezeichnet gemacht ist. Aber wo ist die Innovation habe ich das nicht schon X-male viel früher genauso gelesen: Irving, Wolfe, Readers Digest? Moment - ich will nicht gemein sein, Readers Digest habe ich noch nie gelesen, sondern nur in Regalen stehen gesehen. Somit ist dieser Vergeleich unfair, aber lasst mich mal bösartig sein, ob der enthusiastischen Kritiken über dieses Buch. Fazit sehr gut gemacht - einfach und spannend zu lesen aber für mich weder innovativ noch grossartig. Ich verstehe den Hype um dieses Buch nicht so ganz.

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