Jonathan Franzen Purity

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Inhaltsangabe zu „Purity“ von Jonathan Franzen

A magnum opus for our morally complex times from the author of FREEDOM and THE CORRECTIONS Young Pip Tyler doesn’t know who she is. She knows that her real name is Purity, that she’s saddled with $130,000 in student debt, that she’s squatting with anarchists in Oakland, and that her relationship with her mother – her only family – is hazardous. But she doesn’t have a clue who her father is, why her mother chose to live as a recluse with an invented name, or how she’ll ever have a normal life. Enter the Germans. A glancing encounter with a German peace activist leads Pip to an internship in South America with the Sunlight Project, an organization that traffics in all the secrets of the world – including, Pip hopes, the secret of her origins. TSP is the brainchild of Andreas Wolf, a charismatic provocateur who rose to fame in the chaos following the fall of the Berlin Wall. Now on the lam in Bolivia, Andreas is drawn to Pip for reasons she doesn’t understand, and the intensity of her response to him upends her conventional ideas of right and wrong. Jonathan Franzen’s Purity is a grand story of youthful idealism, extreme fidelity, and murder. The author of The Corrections and Freedom has imagined a world of vividly original characters – Californians and East Germans, good parents and bad parents, journalists and leakers – and he follows their intertwining paths through landscapes as contemporary as the omnipresent Internet and as ancient as the war between the sexes. Purity is the most daring and penetrating book yet by one of the major writers of our time.

Das Warten auf den neuen Franzen hat sich gelohnt! Dieses Mal sogar spannend!

— ichundelaine

Die übliche Franzensche Beobachtungsgabe verknüpft mit einer noch spannenderen Geschichte als gewohnt.

— ElyseoDaSilva
  • Rezensionen
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  • Insgesamt leider eine Enttäuschung

    Purity

    WildRose

    17. October 2017 um 21:26

    Nachdem ich Franzens "Freedom" und "The Corrections" als wahres Lesevergnügen empfunden hatte - wenngleich der Funke bei "The Corrections" erst nach dem zweiten Mal Lesen übersprang - war ich äußerst gespannt auf sein neuestes Werk, "Purity". Leider bin ich für mich zu dem Fazit gekommen, dass "Purity" hauptsächlich von dem wie gewohnt genialen Schreibstil des Autors lebt. Und ja, ich bin ein großer Fan von Franzens Schreibstil - aber das alleine reicht für einen Roman von mehreren hundert Seiten nun einmal nicht aus, um ein Buch zu einer grandiosen Lektüre zu machen.Dabei begann "Purity" noch sehr fesselnd. Einige Passagen gerade auf den ersten hundert bis 150 Seiten fand ich richtiggehend brilliant. Umso enttäuschter war ich dann vom Rest der Geschichte, die leider sehr farb- und lieblos auf mich wirkte. Ja, es wird eine Geschichte erzählt, aber diese Geschichte ließ mich völlig kalt. Normalerweise gefällt es mir sehr gut, wie Franzen auf die unterschiedlichen Protagonisten in seinen Büchern eingeht; hier aber interessierte mich kein einziger der Protagonisten abgesehen von der jungen Purity Taylor, genannt Pip - und leider kam diese Protagonisten über mehrere hundert Seiten lang fast nur als Randfigur vor. Als absolut nicht prüde Leserin hat mich an diesem Buch tatsächlich auch die "Versextheit" gestört: Ich habe nichts gegen Sex in einem Buch, nicht einmal gegen reichlich davon - aber es soll doch bitte irgendetwas zur Geschichte beitragen und nicht nur verwendet werden, um das Buch länger zu machen und einen "Schockeffekt" auszulösen. Und wie schon bei Franzens "Here I am" habe ich persönlich bei den meisten Büchern nicht das Gefühl, dass ständige Erwähnungen von männlichen Erektionen und Beschreibungen ihrer Masturbationspraktiken etwas Bedeutsames zum Plot beizutragen haben. Das Buch hat seine brillianten Passagen - aber leider auch seine Längen. Und als ich es zuklappte, war mir bereits bewusst, dass dies kein Buch sein wird, zu dem ich schnell wieder greifen werde. Abgesehen von Franzens gekonntem Erzählstil hat mir dieses Buch leider nicht gefallen.

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  • Jonathan Franzen - Purity

    Purity

    miss_mesmerized

    25. October 2015 um 12:32

    Pip Tyler, Anfang 20 mit horrenden Schulden aus dem Studium, weiß noch nicht so genau, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte, ihr aktueller Job ist es sicherlich nicht und die Unterkunft in einem besetzten und ziemlich heruntergekommenen Haus ist auch nicht gerade ein Traum. Aber sie weiß ja nicht einmal, wo sie her kommt, lediglich ihren richtigen Namen – „Purity“ – den sie aber nicht benutzt. Auch ihren Vater oder den richtigen Namen ihrer Mutter kennt sie nicht. Die Begegnung mit Annagret führt sie zu Andreas Wolf, dem Anführer des „Sunshine Projects“, einer Konkurrenten von Wikileaks, der sich in Bolivien niedergelassen hat. Auch Wolfs Vergangenheit ist mysteriös, dies ist aber beabsichtigt, denn immerhin hat er zu Zeiten der DDR einen Mord begangen und diesen bis dato vertuschen können. Doch es gibt einen Mitwisser, Tom Aberant, und Wolf ist sich sicher, dass dieser die Tat zu enthüllen droht. Er setzt Pip auf Tom und seine Freundin Leila an, die beide als Journalisten und Gründer für den „Denver Independent“ schreiben und dort investigativ Verfehlungen aller Art publizieren. Pip wurde nicht zufällig von Wolf ausgewählt, denn mit ihr hält er ebenfalls einen Trumpf gegen Tom in der Hand. Jonathan Franzens Roman ist nicht ganz einfach zu fassen. Man hat im Prinzip drei unabhängige Geschichten, die von Pip, Wolf und Tom, die schließlich miteinander verknüpft werden und so erst wirklich Sinn erhalten. So verschieden die drei Figuren angelegt sind, so verschieden sind auch die Erzählungen um sie und für mich klaffen schlichtweg Welt zwischen ihnen. Spannend und am überzeugendsten ist für mich die Episode in der DDR um den jungen Andreas Wolf. Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass mir die Handlung, weil sie in Deutschland spielt zugänglicher war, sondern eher, weil hier für mich die komplexen menschlichen Beziehungsstrukturen und Beweggründe am besten dargestellt wurden. Der später liegende Handlungsstrang um das Projekt in Bolivien fällt hiergegen auch deutlich ab. Die Handlung um Pip kann mich gar nicht überzeugen, was durchaus damit zusammenhängen kann, dass die junge Frau furchtbar planlos, antriebslos und unsympathisch ist. Sie nervt bisweilen einfach furchtbar und die Intelligenz, die ihr ja offenkundig doch mit auf den Weg gegeben wurde, kommt leider nur wenig zum Einsatz, was mich als Leser furchtbar nervt. Eine nörgelnde Göre, die fern davon ist, erwachsen zu sein. Bei Toms Lebensgeschichte bin ich indifferent, insgesamt bleibt mir dieser Teil aber zu schwach und zu gering, um mit Wolf mithalten zu können. Fazit: ein lesenswertes Werk mit interessanter Konstruktion, aber für mich nicht das Meisterwerk, zu dem ist von manchem Feuilleton gemacht wurde.

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