Jonathan Freedland

 4.2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Intervention, Intervention und weiteren Büchern.

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Intervention

Intervention

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Erschienen am 20.02.2014
Das Jahr der Rache

Das Jahr der Rache

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Erschienen am 26.05.2017
Intervention

Intervention

 (1)
Erschienen am 01.03.2014

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Rezension zu "Intervention" von Jonathan Freedland

tödliche geheimnisse und psychologische kriegsführung: ein veteran sucht seine familie
Buecherspiegelvor 3 Jahren

Der Thriller von Jonathan Freedland „Intervention“ hat es in sich. Die in der Zeit 1936 und 1940 spielende Geschichte besticht durch seine vielen belegten Zitate und Begebenheiten dieser Kriegsjahre.

Aber nun erst mal zum Inhalt. Ein während des Spanienkrieges schwer verwundeter Wissenschaftler aus Oxford vermisst Frau und Kind. Wo sind sie hin, hat sie ihn wirklich verlassen? Und warum? Fiel sie einem Verbrechen zum Opfer? Aber warum hinterlässt sie einen Brief mit den einzigen drei Worten „Ich liebe Dich“? James Zennor, Wissenschaftler und ehemaliger Teilnehmer bei der alternativen Olympiade in Spanien, versucht alles, um seine Frau und seinen Sohn wiederzufinden. Zennor, der durch sein Kriegstrauma und seine nicht mehr voll einsetzbaren Schulter Dienstuntauglich ist, macht sich Vorwürfe, dass er durch sein Verhalten Frau und Sohn vertrieben haben könnte. Doch wo sind sie? Für ihn kommt es gar nicht infrage, England zu verlassen, wo doch die Truppen Hitlers vor der Tür stehen und er nicht mehr als Soldat dagegen ankämpfen kann. Je verzweifelter er sucht, umso näher kommt er Geheimnissen auf die Spur, die er sich nicht im Traum vorstellen konnte. Als er erfährt, dass um ihn herum eine Intrige gesponnen wurde, damit seine Familie von ihm fortkommt, macht er sich auf den Weg, sie zu finden. Für die damalige Zeit sehr schnell, ist er dann dennoch auf einem der letzten Schiffe Richtung Amerika, dem eigentlich verbündeten jungen Bruder Englands, der doch hoffentlich bald eingreifen wird, um England und den Rest der westlichen Welt im Krieg gegen Hitler zu unterstützen, oder? Und so findet er sich plötzlich in Yale wieder, der Eliteuniversität mit vielen Geheimbünden und ebensolchen Gedankenwelten.
Der Autor nutzt viele Informationen der damaligen Zeit, verbindet die traumatischen Veränderungen, die einem Mensch widerfahren, um einen sehr spannenden Thriller zu schreiben. Absolut lesenswert!

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Rezension zu "Intervention" von Jonathan Freedland

gutes Gesamtpaket
loewevor 5 Jahren

Verlagsinfo, Klappentext

“1940: Europa befindet sich im Krieg. Eines Morgens macht der junge Wissenschaftler James Zennor in Oxford eine schreckliche Entdeckung: Seine Frau und sein kleiner Sohn sind verschwunden. Urplötzlich und ohne jede Erklärung. Wurden sie entführt? Oder gar ermordet? Verzweifelt beginnt James nach ihnen zu suchen. Doch wen er auch fragt, er erhält keine Antwort. Eine mysteriöse Spur führt ihn schließlich in das noch neutrale Amerika, an die mächtige Eliteuniversität Yale. Und dort, im Forschungszentrum der freien Welt, stößt James auf ein dunkles Geheimnis, einen Plan der Alliierten, der die Welt für immer verändern könnte.”

Sprecher: Torben Kessler

Spielzeit: 446 Minuten

ISBN: 978-3-86231-381-5

D>A


Mein gehörtes

Ich mag die Stimme von Torben Kessler sehr gerne hören und ich gebe zu, dass der Sprecher hier auch ein Grund für das Hören war. Gelungen wurde von ihm die Geschichte eingelesen.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1940, James Zennor hätte sein Land gerne selber verteidigt, aber aufgrund einer nie verheilten Schulterverletzung wurde er ausgemustert. So fühlt er sich nun auch …sollte er wirklich zu nicht s mehr nütze sein? Und das wo der bereits 1936 erfolgreich gegen den Faschismus in Spanien kämpfte? Er ist schon ein wenig verzweifelt und glaubt nicht mehr an sich, so verfängt er sich im Jähzorn. Er  ist drauf und daran sich selber zu verlieren.

Gut dass es seine Frau Florence und seinen Sohn Harry gibt. Beide können ihm den nötigen Halt geben. Florence und James sind beide Wissenschaftler und waren früher begeisterte Sportler. Florence konnte sogar als Leistungsschwimmerin seinerzeit bei den Olympischen Spielen mitmachen.

Doch welcher Schreck…eines morgens, als James vom Rudertraining nach Hause kommt seine beide geliebten Menschen nicht mehr da…Wurden Sie entführt? Oder haben sie ihn verlassen, weil sie mit ihm nicht mehr klar kamen? James bleibt nichts anderes übrig als sich selber auf die Suche zu begeben.

Bei seiner ausgiebigen Suche findet er dann endlich eine Spur die nach Amerika führt. Also macht James sich auf den Weg nach Yale um dort auf ein großes Geheimnis zu stoßen. James ist auf eine ganz große  Sache gestoßen und er gerät zusätzlich auch noch unter Mordverdacht.

In der Gesamtheit finde ich diesen Thriller sehr spannend. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Tiefe für die Protagonisten gewünscht. Irgendwie sind mir die Personen immer ein wenig fremd geblieben.

Ich möchte für Sprecher und Geschichte knappe 4 Sterne vergeben.

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M

Rezension zu "Intervention" von Jonathan Freedland

Geheime Elite-Forschungen
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Geheime Elite-Forschungen

Nicht nur die Machthaber des dritten Reiches gingen in den Jahren kurz vor und zu Anfang des zweiten Weltkrieges bereits sehr geheimen und nicht sonderlich moralischen Forschungen nach, auch auf vor allem amerikanischer Seite gab es Haltungen im Verborgenen, die für deutlichen Aufruhr gesorgt hätten, wären sie öffentlich bekannt geworden.

Forschungen, ein geheimes Projekt, dem der Psychologie-Professor James Zennor in Oxford eher ungewollt und durch ein schmerzhaftes „Liebeserleben“ auf die Spur kommen wird.

Zennor, ein Mann mit verletzter und nie ganz wieder geheilter Schulter, ist bereits in innerem Ungleichgewicht, weil alle seine Versuche, seinem Land im Krieg gegen den Faschismus zu dienen, bisher nicht erhört wurden. „Ausgemustert“, so fühlt er sich.

Er, der doch schon 1936 in Spanien überzeugt und unter Einsatz seines Lebens den Faschismus bekämpfte, er ist einfach zu nichts mehr zu gebrauchen?

Innerlich angespannt, durchaus oft nahe daran, in einem inneren Schleier von Jähzorn und Wut die Haltung zu verlieren.

Sein einziger wirklicher Halt des ehemaligen Modellsportlers, der einzig wirkliche Wert in seinem Leben ist Florence, seine Frau, ehemalige Leistungsschwimmern, Olympiateilnehmerin und ebenfalls Wissenschaftlerin, wie er. Und sein kleiner Sohn Harry.

So wundert es nicht, dass Zennor völlig die Fassung verliert, als er eines Tages von seinem morgendlichen Rudertraining zurückkehrt und das Haus leer vorfindet. Frau und Kind verschwunden. Haben sie ihn verlassen ob seiner inneren Zerrissenheit und Distanz gerade zu seinem Sohn? Wurden die beiden entführt? Wohin überhaupt können sie verschwunden sein?

Zennor lässt nichts unversucht und findet eine Spur, die nach Amerika, in die weltbelkannte Yale Universität führt. Aber nicht nur in ein anderes Land geht sein Weg, auch hinter die Kulissen einer gefühllosen, rein rational begründeten geheimen Forschung. Mit der Florence und sein Sohn irgendetwas nicht wirklich Greifbares zu tun haben.

Und er wird feststellen, dass an dem ganzen Geschehen um das Verschwinden von Frau und Sohn wenig zufälliges ist und auch er schon lange im Blick der Hintermänner sich befindet.

„Sie sind da über etwas viel Größeres gestolpert, als ihnen klar ist. Es ist größer und gefährlicher“.

So groß, dass über Leichen gegangen wird, Zennor unter Mordverdacht gerät und einen weiten Weg bis zu „Wolfs Head“ gehen wird. Was immer sich dahinter verbergen mag.

Seine grundlegend journalistische Ausbildung und Arbeitsweise ist Jonathan Freedland auch in diesem Thriller deutlich anzumerken. Fundiert recherchiert legt ein Projekt und Programm des zweiten Weltkrieges zum Mittelpunkt der Ereignisse, in dem die Zweischneidigkeit der „rein rationalen“ Wissenschaft aufzeigt, was passiert, wenn Ethik und Moral als Komponenten menschlicher Kultur nicht mehr mit bedacht oder „mit gefühlt“ werden. Wenn der Krieg auch von „Opferseite“ her (jenen, die angegriffen werden) nicht nur negativ, sondern in seinen möglichen „Früchten“ als „nützlich“ betrachtet wird.

Das legt Freeeland intensiv und interessant als Frage dem Leser vor Augen.

Was allerdings die emotionale Dichte angeht, das Hereinziehen des Lesers in die Personen und in die Gefahren- und Spannungsmomente, da verbleibt Freeland im Stil letztlich zu kühl, zu rein berichtend und äußerlich beschreibend (auch wenn er teils ausgiebig versucht, innere Verzweiflung in Worte zu gießen), als dass der Leser inmitten des Geschehens auch emotional ankommen könnte.

Interessant, informativ, gradlinig und unterhaltsam aber allemal, wenn auch der letzte Kick an Leseenthusiasmus sich nicht einstellen will.

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