Jonathan Freedland Intervention

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Inhaltsangabe zu „Intervention“ von Jonathan Freedland

1940: Europa steht in Flammen. Die Alliierten haben einen geheimen Plan.Der hochbrisante Thriller über ein dunkles Geheimnis der Aliierten im zweiten Weltkrieg.James Zennor, ein junger Wissenschaftler in Oxford, macht eine schreckliche Entdeckung: Eines Morgens sind seine Frau und sein Sohn verschwunden. Urplötzlich. Ohne Erklärung.Wurden sie ermordet? Entführt? Verzweifelt forscht James nach ihnen, stößt auf eine Mauer des Schweigens bei den Behörden, bei Freunden. Eine mysteriöse Spur führt ihn aus dem kriegsdunklen England in das noch neutrale Amerika, an die mächtige, reiche Eliteuniversität Yale. Und dort, im Forschungszentrum der freien Welt, entdeckt James eines der dunkelsten, tödlichsten Geheimnisse einer Welt im Krieg…»Ein großes Thema, großartig erzählt.« John Grisham

Thriller, der mit psychologischen Elementen und interessanten Einblicken in die Welt der Eliteuniversitäten im 2. WK punktet

— irismaria
irismaria

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  • tödliche geheimnisse und psychologische kriegsführung: ein veteran sucht seine familie

    Intervention
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    26. July 2015 um 11:47

    Der Thriller von Jonathan Freedland „Intervention“ hat es in sich. Die in der Zeit 1936 und 1940 spielende Geschichte besticht durch seine vielen belegten Zitate und Begebenheiten dieser Kriegsjahre. Aber nun erst mal zum Inhalt. Ein während des Spanienkrieges schwer verwundeter Wissenschaftler aus Oxford vermisst Frau und Kind. Wo sind sie hin, hat sie ihn wirklich verlassen? Und warum? Fiel sie einem Verbrechen zum Opfer? Aber warum hinterlässt sie einen Brief mit den einzigen drei Worten „Ich liebe Dich“? James Zennor, Wissenschaftler und ehemaliger Teilnehmer bei der alternativen Olympiade in Spanien, versucht alles, um seine Frau und seinen Sohn wiederzufinden. Zennor, der durch sein Kriegstrauma und seine nicht mehr voll einsetzbaren Schulter Dienstuntauglich ist, macht sich Vorwürfe, dass er durch sein Verhalten Frau und Sohn vertrieben haben könnte. Doch wo sind sie? Für ihn kommt es gar nicht infrage, England zu verlassen, wo doch die Truppen Hitlers vor der Tür stehen und er nicht mehr als Soldat dagegen ankämpfen kann. Je verzweifelter er sucht, umso näher kommt er Geheimnissen auf die Spur, die er sich nicht im Traum vorstellen konnte. Als er erfährt, dass um ihn herum eine Intrige gesponnen wurde, damit seine Familie von ihm fortkommt, macht er sich auf den Weg, sie zu finden. Für die damalige Zeit sehr schnell, ist er dann dennoch auf einem der letzten Schiffe Richtung Amerika, dem eigentlich verbündeten jungen Bruder Englands, der doch hoffentlich bald eingreifen wird, um England und den Rest der westlichen Welt im Krieg gegen Hitler zu unterstützen, oder? Und so findet er sich plötzlich in Yale wieder, der Eliteuniversität mit vielen Geheimbünden und ebensolchen Gedankenwelten. Der Autor nutzt viele Informationen der damaligen Zeit, verbindet die traumatischen Veränderungen, die einem Mensch widerfahren, um einen sehr spannenden Thriller zu schreiben. Absolut lesenswert!

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  • Geheime Elite-Forschungen

    Intervention
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. March 2014 um 10:54

    Geheime Elite-Forschungen Nicht nur die Machthaber des dritten Reiches gingen in den Jahren kurz vor und zu Anfang des zweiten Weltkrieges bereits sehr geheimen und nicht sonderlich moralischen Forschungen nach, auch auf vor allem amerikanischer Seite gab es Haltungen im Verborgenen, die für deutlichen Aufruhr gesorgt hätten, wären sie öffentlich bekannt geworden. Forschungen, ein geheimes Projekt, dem der Psychologie-Professor James Zennor in Oxford eher ungewollt und durch ein schmerzhaftes „Liebeserleben“ auf die Spur kommen wird. Zennor, ein Mann mit verletzter und nie ganz wieder geheilter Schulter, ist bereits in innerem Ungleichgewicht, weil alle seine Versuche, seinem Land im Krieg gegen den Faschismus zu dienen, bisher nicht erhört wurden. „Ausgemustert“, so fühlt er sich. Er, der doch schon 1936 in Spanien überzeugt und unter Einsatz seines Lebens den Faschismus bekämpfte, er ist einfach zu nichts mehr zu gebrauchen? Innerlich angespannt, durchaus oft nahe daran, in einem inneren Schleier von Jähzorn und Wut die Haltung zu verlieren. Sein einziger wirklicher Halt des ehemaligen Modellsportlers, der einzig wirkliche Wert in seinem Leben ist Florence, seine Frau, ehemalige Leistungsschwimmern, Olympiateilnehmerin und ebenfalls Wissenschaftlerin, wie er. Und sein kleiner Sohn Harry. So wundert es nicht, dass Zennor völlig die Fassung verliert, als er eines Tages von seinem morgendlichen Rudertraining zurückkehrt und das Haus leer vorfindet. Frau und Kind verschwunden. Haben sie ihn verlassen ob seiner inneren Zerrissenheit und Distanz gerade zu seinem Sohn? Wurden die beiden entführt? Wohin überhaupt können sie verschwunden sein? Zennor lässt nichts unversucht und findet eine Spur, die nach Amerika, in die weltbelkannte Yale Universität führt. Aber nicht nur in ein anderes Land geht sein Weg, auch hinter die Kulissen einer gefühllosen, rein rational begründeten geheimen Forschung. Mit der Florence und sein Sohn irgendetwas nicht wirklich Greifbares zu tun haben. Und er wird feststellen, dass an dem ganzen Geschehen um das Verschwinden von Frau und Sohn wenig zufälliges ist und auch er schon lange im Blick der Hintermänner sich befindet. „Sie sind da über etwas viel Größeres gestolpert, als ihnen klar ist. Es ist größer und gefährlicher“. So groß, dass über Leichen gegangen wird, Zennor unter Mordverdacht gerät und einen weiten Weg bis zu „Wolfs Head“ gehen wird. Was immer sich dahinter verbergen mag. Seine grundlegend journalistische Ausbildung und Arbeitsweise ist Jonathan Freedland auch in diesem Thriller deutlich anzumerken. Fundiert recherchiert legt ein Projekt und Programm des zweiten Weltkrieges zum Mittelpunkt der Ereignisse, in dem die Zweischneidigkeit der „rein rationalen“ Wissenschaft aufzeigt, was passiert, wenn Ethik und Moral als Komponenten menschlicher Kultur nicht mehr mit bedacht oder „mit gefühlt“ werden. Wenn der Krieg auch von „Opferseite“ her (jenen, die angegriffen werden) nicht nur negativ, sondern in seinen möglichen „Früchten“ als „nützlich“ betrachtet wird. Das legt Freeeland intensiv und interessant als Frage dem Leser vor Augen. Was allerdings die emotionale Dichte angeht, das Hereinziehen des Lesers in die Personen und in die Gefahren- und Spannungsmomente, da verbleibt Freeland im Stil letztlich zu kühl, zu rein berichtend und äußerlich beschreibend (auch wenn er teils ausgiebig versucht, innere Verzweiflung in Worte zu gießen), als dass der Leser inmitten des Geschehens auch emotional ankommen könnte. Interessant, informativ, gradlinig und unterhaltsam aber allemal, wenn auch der letzte Kick an Leseenthusiasmus sich nicht einstellen will.

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