Jonathan Lee

 3,8 Sterne bei 247 Bewertungen
Autor von Der große Fehler, Wer ist Mr Satoshi? und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jonathan Lee (©Beowulf Sheehan  )

Lebenslauf

Jonathan Lee, 1981 in Surrey, England, geboren, studierte Literatur, lebte eine Zeitlang in Südamerika und arbeitete in einer Anwaltskanzlei in London und Tokio. Inzwischen ist er in New York für einen renommierten Verlag tätig, verfasst Drehbücher und steht frühmorgens auf, um an seinen Romanen zu schreiben. Der ›Guardian‹ nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«. 

Quelle: Diogenes

Sein Buch "Der große Fehler" erscheint im März 2022 bei Diogenes.

Alle Bücher von Jonathan Lee

Cover des Buches Der große Fehler (ISBN: 9783257247053)

Der große Fehler

 (181)
Erschienen am 24.01.2024
Cover des Buches Wer ist Mr Satoshi? (ISBN: 9783442714544)

Wer ist Mr Satoshi?

 (55)
Erschienen am 12.12.2016
Cover des Buches Joy (ISBN: 9783257072426)

Joy

 (9)
Erschienen am 24.01.2024
Cover des Buches High Dive (ISBN: 9783442756315)

High Dive

 (2)
Erschienen am 11.06.2018
Cover des Buches Joy (ISBN: 9788377585832)

Joy

 (0)
Erschienen am 01.01.2014
Cover des Buches Who is Mr Satoshi? (ISBN: 9780099537687)

Who is Mr Satoshi?

 (0)
Erschienen am 07.07.2011

Videos

Neue Rezensionen zu Jonathan Lee

Cover des Buches Joy (ISBN: 9783257072426)
mimitati_555s avatar

Rezension zu "Joy" von Jonathan Lee

Dieser eine Tag
mimitati_555vor 7 Tagen

Joy Stephens wird mit Mitte dreißig die Ehre zuteil, in ihrer Londoner Anwaltskanzlei zur Partnerin ernannt zu werden. Aus Gründen, die in der Vergangenheit, aber auch in ihrem Privatleben liegen, bereitet Joy für diesen Tag ihren Abgang vor, allerdings anders, als man es sich vorstellen könnte; sie will nicht mehr leben und hat einen Plan, wie sie dies bewerkstelligen wird. Bei der Ernennung zum Partner stürzt Joy vor versammelter Mannschaft zehn Meter in die Tiefe und wird lebensgefährlich verletzt. Der Verdacht liegt nahe, dass ihr Kollege und Ex-Geliebter etwas mit ihrem Sturz zu tun hat, oder war es doch etwas anderes?

Minutiös durfte ich verfolgen, wie Joy ihren Abgang plant und was ihr in der Zwischenzeit widerfährt. In den Kapiteln dazwischen ist das Unglück bereits passiert und es erfolgten Befragungen verschiedener Personen, die unmittelbar mit ihr zu tun hatten; im Privatleben, überwiegend aber im geschäftlichen Bereich. Der Schreibstil war fordernd, Sätze über eine ganze Seite, verschachtelt und mit Fußnoten versehen, die auch gerne mal die komplette Seite beanspruchten, erforderten meine gesamte Konzentration. Dies war anspruchsvoll, stellenweise sogar recht anstrengend, besonders wenn Dennis, der Ehemann von Joy, sich in seinen ausschweifenden Gedanken verlor und regelrecht schwadronierte. Die eigentliche Geschichte war irgendwo dazwischen zu finden, sie verlor sich fast in den vielen unwichtigen Erzählungen der Befragten. Dies empfand ich als tragisch, denn das Buch hatte viele interessante Momente, die allerdings fast wellenförmig mal da, mal weg waren. Es war schwierig für mich, konzentriert zu bleiben.

Letztendlich blieb ich am Ball, weil ich unbedingt erfahren wollte, welches Ende sich der Autor einfallen lassen würde, hatte die Hoffnung darauf, doch noch überrascht zu werden. Das wurde ich, aber anders als erwartet. Vielleicht aber habe ich es auch einfach nur nicht verstanden.

Cover des Buches Joy (ISBN: 9783257072426)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Joy" von Jonathan Lee

wie eine Studie
Tilman_Schneidervor 2 Monaten

Joy Stephens führt nach außen ein echtes Traumleben. Scheinbar keine Sorgen, ein toller Ehemann und eine sehr gute Stelle und eine baldige Beförderung in Aussicht. Warum sollte sie unglücklich sein? Warum stürzte sie aus dem Fenster? Ausgerechnet am Tag der Beförderung. Viele Personen werden befragt und allen voran ihr Ehemann Dennis. Sie führten anfangs eine super Beziehung, aber der Alltag holte sie ein und so wurde es eine offene Beziehung man wollte wieder Spannung haben. Dann gibt’s da Peter. Einst ihre große Liebe und jetzt wieder da und er wird zum Liebhaber und der Affaire und seine Frau Christine zur beten Freundin von Joy. Barbara berichtet ganz anders über Joy und ist seit vierzig Jahren in der Firma und hört vieles, auch was nicht ausgesprochen wird. Samir ist der Wachmann und hat ein besonderes Auge auf Joy. Und dann ist da eben Joy, die wir am Tag des Sturzes/Falls begleiten und ihr so ganz besonders nah kommen. Mord oder Selbstmord oder Unfall?

Jonathan Lee hat ein vielschichtiges, ein spannendes und bitteres Buch geschrieben. Keiner ist unfehlbar und jeder hat seine Probleme und seine Vergangenheit. Manchmal wird man vom Karrieredruck, von der Gesellschaft aber getrieben und vergisst sich selbst und nach seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu schauen. Das heran führen aus verschiedenen Perspektiven ist Jonathan Lee großartig gelungen und man bekommt so ein ganz besonderes Bild auf Joy und das Ereignis. Verdrängte Erinnerungen, geschluckte Verletzungen, Affairen und angebliche Offenheit und vor allem auch Druck auf der Arbeit und das ständige sterben nach Perfektion, all dies kann einen Mensch kaputt machen, kann jemand nieder reisen und kann jemand zum stürzen bringen. Vielschichtig und sehr gut geschrieben und ein Buch das lange nachhallt und für Gesprächsstoff sorgt.

Cover des Buches Joy (ISBN: 9783257072426)
K

Rezension zu "Joy" von Jonathan Lee

Mord- oder Selbstmordversuch?
Kerrstinvor 4 Monaten

Wie gut kennen wir die Menschen, mit denen wir tagtäglich zusammen sind? Mit denen wir zusammen arbeiten und über die wir uns beschweren, wenn wir abends nach Hause kommen... .
Joy. Eine junge Frau, Mitte 30, die augenscheinlich ein wunderbares Leben führt. Ehe, Beruf, Aussehen - alles stimmt. Dann stürzt sie an dem Tag, der den Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere darstellt, von einer Empore in die Tiefe. Oder wurde sie gestossen? War es ein Selbstmord- oder ein Mordversuch? Von verschiedenen Blickwinkeln aus wird der Tathergang geschildert, wird die Person Joy beschrieben. Mann, Schwester, Kollegen, etc. Jede/r hat ein eigenes Bild. Und parallel dazu erfahren wir auch den tatsächlichen Ablauf der Geschehnisse.
Unheimlich spannend und packend ist das. Ausserdem hat mich Lee mit seinem trockenen Humor voll abgeholt. Auch seine Sprache mag ich sehr. Jede der Personen hat hier ihre eigene Art wie sie erzählt.
Am Ende bleibt uns die Frage vom Anfang: Wie gut kennen wir unsere Mitmenschen? Würde es sich manchmal lohnen, etwas genauer hinzuschauen oder hinzuhören?
Von mir eine klare Leseempfehlung!

Gespräche aus der Community

Ohne ihn hätte es keinen Central Park, kein Metropolitan Museum of Art und keine New York Public Library gegeben: Andrew Green. 

Jonathan Lee begibt sich in seinem neuen fulminanten Roman auf die Spuren des einstigen New Yorker Stadtplaners, der 1903 am helllichten Tag auf der Park Avenue ermordet wurde. Wie konnte es dazu kommen? Und wer hat ein Interesse daran
den Mann umzubringen, der das moderne New York erschaffen hat?

1.233 BeiträgeVerlosung beendet
Sommerkindts avatar
Letzter Beitrag von  Sommerkindtvor 2 Jahren

Ja die Lösung des eigentlichen Falls ging auf einmal ganz schnell. Aber die Beschreibung wie man zu seiner Bank kommt ja das war noch mal so ein Moment für sich. Ich hatte nur das Gefühl, dass der Autor plötzlich keine Lust mehr auf den Roman hatte weil es auf einmal holta di polta zum Finale ging.

Zusätzliche Informationen

Jonathan Lee wurde am 24. April 1981 in Surrey (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

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auf 29 Merkzettel

von 4 Leser*innen aktuell gelesen

von 2 Leser*innen gefolgt

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