Jonathan Lee

 4.1 Sterne bei 50 Bewertungen
Autor von Wer ist Mr Satoshi?, High Dive und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jonathan Lee

Eine junge Stimme aus Großbritannien: Der britische Autor Jonathan Lee wurde 1981 in der Grafschaft Surrey geboren und studierte Englische Literatur an der University of Bristol. Anschließend war er mehrere Jahre als Anwalt tätig. Als Schriftsteller machte er im Jahr 2010 mit seinem Debütroman „Who is Mr. Satoshi?“ erstmals auf sich aufmerksam. In deutscher Übersetzung erschien das Werk um Foss, Chiyoko und die Suche nach dem mysteriösen Mr. Satoshi in Japan erstmals 2015 unter dem Titel „Wer ist Mr. Satoshi?“. 2012 folgte sein zweiter Roman „Joy“ um den überraschenden Selbstmord einer erfolgreichen jungen Anwältin in der Londoner City. High Dive: Der Terroranschlag von Brighton Sein bislang größter Erfolg gelang Jonathan Lee 2015 mit „High Dive“ (2018 auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht). Darin schildert er den Bombenanschlag der IRA auf das Grand Hotel in Brighton 1984, mit dem Premierministerin Margaret Thatcher und ihr konservatives Kabinett ausgelöscht werden sollten, aus der Sicht von fiktiven Hotelangestellten. Für das Buch wurden bereits die Filmrechte verkauft. Seit 2012 lebt Jonathan Lee in New York und arbeitet dort an weiteren Romanen.

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Jonathan LeeWer ist Mr Satoshi?
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Wer ist Mr Satoshi?
Wer ist Mr Satoshi?
 (49)
Erschienen am 12.12.2016
Jonathan LeeHigh Dive
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High Dive
High Dive
 (1)
Erschienen am 11.06.2018
Jonathan LeeHigh Dive
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High Dive
High Dive
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Erschienen am 22.10.2015
Jonathan LeeJoy
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Joy
Joy
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Erschienen am 01.01.2014
Jonathan LeeJoyun Son Günü
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Joyun Son Günü
Joyun Son Günü
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Erschienen am 01.05.2014
Jonathan LeeWho is Mr Satoshi?
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Who is Mr Satoshi?
Who is Mr Satoshi?
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Erschienen am 07.07.2011
Jonathan LeeService Life Cycle Tools and Technologies
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Service Life Cycle Tools and Technologies
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 (0)
Erschienen am 30.11.2011
Jonathan LeeBologna
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Bologna
Bologna
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Erschienen am 15.09.2008

Neue Rezensionen zu Jonathan Lee

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Haverss avatar

Rezension zu "High Dive" von Jonathan Lee

Das Attentat von Brighton
Haversvor 3 Monaten

Am 12. Oktober 1984 detoniert im Grand, einem Hotel in Brighton, mitten in der Nacht eine Bombe. 5 Menschen werden getötet, 31 Personen verletzt. Zum Zeitpunkt des Anschlags befinden sich sowohl die Premierministerin Margaret Thatcher als auch die Mitglieder des Kabinetts in diesem Hotel, da dort der Parteitag der Konservativen abgehalten werden soll. Deren Politik der Ungerechtigkeit hat dafür gesorgt, dass das Land im Aufruhr ist: Nordirland strebt nach Unabhängigkeit, in den Kohlerevieren streiken die Bergarbeiter – und in beiden Fällen schlägt die Tory-Regierung mit Gewalt zurück. Diese gesellschaftspolitische Situation bildet den Hintergrund für Jonathan Lees Roman „High Dive“, in dem er Fakten und Fiktion zu einer spannenden Story rund um das Thema „Brighton Bomb“ zusammenführt. 

Vier Wochen vor dem Anschlag. Die Vorbereitungen für den hohen Besuch im Grand laufen auf Hochtouren, wenngleich auch der normale Hotelalltag von dem Personal bewältigt werden muss. Die einen Gäste reisen ab, die anderen checken ein. So auch Roy Walsh (aka Patrick Magee), der drei Tage im Grand logieren und in seiner Badezimmerwand eine Sprengladung platzieren wird, die von Dan, einem jungen Bombenbauer der IRA hergestellt wurde.

Dan, Walshs Komplize, ist eine der drei zentralen Figuren in diesem Roman, aus deren Perspektive abwechselnd die Ereignisse geschildert werden. Des Weiteren  Philip „Moose“ Finch, ehemaliger Spitzensportler mit gesundheitsbedingten Einschränkungen, nun als Hotelmanager tätig, sowie dessen Tochter Freya, Rezeptionistin, die gerade die Schule beendet hat und noch auf der Suche nach der neuen Richtung in ihrem Leben ist plus das übrige Hotelpersonal in Nebenrollen. Lee wechselt nicht nur gekonnt zwischen diesen Protagonisten sondern auch zwischen Belfast und Brighton, den beiden für die Story wichtigen Städten hin und her, was das Interesse des Lesers fesselt und die Spannung bis zum Schluss hoch hält.

„High Dive“ ist ein politischer Roman der leisen Töne, der nachdenklich macht und jedem Leser empfohlen wird, der an zeitgeschichtlichen Themen interessiert ist!

Zwei kurze Ergänzungen: Patrick Magee wurde zwei Jahre später zu einer Haftstrafe von 8 mal lebenslänglich, mindestens aber 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Entlassung aus dem Maze Prison erfolgte nach 14 Jahren Haft im Rahmen des Karfreitagsabkommens.
Der Bombenanschlag in Brighton wird auch in Adrian McKintys drittem Band der Sean-Duffy-Reihe „Die verlorenen Schwestern“ behandelt (ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Lektüre).
 

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unimatrix_zeros avatar

Rezension zu "Wer ist Mr Satoshi?" von Jonathan Lee

Roadtrip mit Punkgirl
unimatrix_zerovor 9 Monaten

Der neurotische Fotograf Robert Fossik verlässt nach dem Tod seiner Frau kaum noch das Haus, nur ein Mal im Monat besucht er seine demente Mutter in ihrer Wohnung in einem Pflegeheim. Als diese stirbt, hinterlässt sie ihm ein kleines Paket. „ „Dieses Päckchen ist für Mr. Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden ...“, hatte sie noch zu Lebzeiten darüber gesagt. Auf ihrer Beerdigung trifft er eine alte Freundin seiner Mutter, die ihn darüber aufklärt, dass Mr. Satoshi keineswegs Japaner ist, sondern eine große Jugendliebe, die nach dem Krieg mit dem Militär zur Unterstützung der aliierten Militärregierung nach der Besatzungszeit nach Japan ging. „Satoshi“ war nur sein Spitzname … 
In den alten Sachen seiner Mutter findet Robert einige alte anrührende Briefe aus Japan. 

Robert macht sich also tatsächlich auf den Weg nach Tokio um nach Satoshi zu suchen und das geheimnisvolle Päckchen zuzustellen. Die Zufallsbekanntschaft mit der Studentin Chiyoko, eine pinkhaariges durchgeknalltes Harajuku -Girl, hilft ihm dabei. 

Spannende Reise in die Vergangenheit von Roberts Mutter sowie in die Vergangenheit Japans. Man lernt Einiges über das ambivalente Japan kennen in dem sich tiefe Tradition mit westlicher Moderne vereint. 

Der Roadtrip dorthin hat mir trotz einiger Längen in der Mitte ganz sehr gefallen und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

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DoreenGehrkes avatar

Rezension zu "Wer ist Mr Satoshi?" von Jonathan Lee

Mit dem Blick durch die Kamera
DoreenGehrkevor einem Jahr

Der Autor, Jonathan Lee, beschreibt Ereignisse und Eindrücke des Protagonisten, Robert Fossick, detailreich und mitunter in einer neu entdeckten Sprache. Dabei ist die "neu entdeckte Sprache" nicht unbedingt ein Segen für das Erzählen. Die Wortwahl sowie das Zusammensetzen von Wörtern ist zwar gut gemeint, da der Autor versucht, eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Aber ich finde, dass es das Erzählen erschwert, und ich fühle mich im Lesefluss gestört: „ein feiner Lichtstrahl laserte durch die Scheibe, fiel in das Glas in meiner Hand und brachte die Eiswürfel zum Vibrieren“, „das Gebrummel anderer Bewohner“, „das Wort Mutter, das sich in meiner Kehle staute und ins Zimmer ergoss“, „Stakkato von Schwarz-Weiß-Bildern“, „nur dieses Alien-Wesen, runzlig und pockennarbig, das sie noch hält“, „ließ gerade Eiswürfel in ein Glas klimpern“, „Ich ging in Habachtstellung, aber die Scheibe hielt“, „in dieser leeren Sekunden, dieser Blanko-Stelle der Zeit, wusste ich, dass ich Aktionsmöglichkeiten hatte“, „Zeitlupenmundbewegungen“. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte interessant. Es stellt sich für mich aber die Frage, warum Robert Fossicks Mutter sich gerade einen japanischen "Decknamen" für ihre englische Jugendliebe Reggie ausgedacht hatte. Und ich habe mich zudem immer gefragt, ob der eine oder andere es überhaupt aushalten kann, wenn man beim Lesen mit sich kämpfen muss. So heißt es z. B. „grazil gedrehter Hals“, als der Ich-Erzähler das Stürzen seiner Mutter beschreibt – kann der Hals einer Sterbenden noch grazil sein? oder „verunkrautete Alice-Fossick-Gedächtnisloch“, als der Sohn von weitem dem Begräbnis seiner Mutter beiwohnt - für das frisch ausgehobene Grab seiner Mutter? Allein ein einziger Satz hat mir gefallen, der mich von seinem nachgesagten Talent aber nicht überzeugen konnte: „Jeder zurückgelegte Meter fühlte sich an wie ein Sieg des Willens über die Materie.“

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