Jonathan Lenz

 3.8 Sterne bei 24 Bewertungen

Alle Bücher von Jonathan Lenz

12:48:00. Die Katastrophe beginnt

12:48:00. Die Katastrophe beginnt

 (12)
Erschienen am 01.08.2011
16:32 - Gegen die Zeit

16:32 - Gegen die Zeit

 (11)
Erschienen am 01.09.2012
12:48. Die Katastrophe beginnt

12:48. Die Katastrophe beginnt

 (2)
Erschienen am 01.06.2013

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Rezension zu "16:32 - Gegen die Zeit" von Jonathan Lenz

Rezension "16:32 Gegen die Zeit"
Katheyvor 4 Jahren

Klappentext: Los Angeles, 16 Uhr 32. Abby ist gerade in der U-Bahn, als es passiert: Metall kreischt, das Licht geht aus, über der Bahn bricht die Erde zusammen. Während eine Reporterin versucht herauszufinden, warum niemand vor dem Erdbeben gewarnt hat, kämpfen sich Andy und Binh durch die Labyrinthe des Vergnügungsparks. Die Angst, ob sie dem Sog der Tiefe entkommen können, ist ihr steter Begleiter.


Aufbau: Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Für mich haben sich hauptsächlich zwei Protagonisten heraus kristallisiert. Zum einen Andy und zum anderen Matt. Aber es gibt noch die Sicht von Abby, Binh, einer Reporterin und die Sicht des ZENTRUMS .. .Das Buch liest sich dadurch ein bisschen wie eine oberflächliche Geschichte oder wie ein Film. Aber das mag ich an den Büchern von Jonathan Lenz sehr. Man erfährt zwar nicht Unmengen über die Charaktere, aber man erfährt viel zum Geschehen, kann sich den Schauplatz sehr gut vorstellen und man erfährt wie bei so einer Katastrophe vorgegangen wird.

Gestaltung: Das Cover sieht meiner Meinung nach sehr unspektakulär aus und tut dem Buch leider einen Abbruch.

Charaktere: Wie oben schon beschrieben erfährt man nicht sehr viel über die Charaktere. Man erfährt ausschließlich Basisdaten. Nicht viel zu ihrer Vergangenheit, das wird nur Zwischendurch mal angerissen.Aber in dem Buch erwarte ich auch nicht viel Wissen über die Charaktere. In der Geschichte passiert sooo viel und das so schnell, dass man mit noch mehr Informationen zu den Charakteren, glaube ich, überfordert wäre.

Ende: Das komplette Ende kam leider nicht sehr überraschend, aber es war an sich nachvollziehbar.Aber für mich kam das Ende ziemlich abrupt. Es hat zwar gepasst, aber in dem Buch wurde teilweise echt ausschweifend aus verschiedenen Blickwinkeln das Vorgehen geschildert, was am Ende leider nicht nochmal aufgetreten ist. Dann frage ich mich als Leser natürlich: Wozu wird aus der Sicht einer Person einmalig 5 Seiten geschrieben und diese taucht dann nie wieder im Geschehen auf?Dem Ende hätten eindeutig mehr Seiten gut getan.

Fazit: Insgesamt ein Buch, welches man sehr gut lesen kann. Die Charaktere und die Handlung im Buch war nachvollziehbar und man hat es verstanden.Das Ende jedoch war ziemlich abrupt und meines Erachtens nach nicht vollständig. An sich war es aber der Handlung entsprechend und nicht unlogisch.

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oszillierens avatar

Rezension zu "16:32 - Gegen die Zeit" von Jonathan Lenz

Das Erdbeben ist beeindruckend, aber das Buch ... ?
oszillierenvor 4 Jahren



[Kleine Spoiler – aber der Handlungsverlauf ist sowieso spätestens ab Seite 15 voraussehbar.]

Zur Handlung:
Ein schweres Erdbeben erschüttert Los Angeles. Etliche Leute sterben, noch mehr werden verletzt, Chaos bricht aus, manche werden durch das Beben getrennt, andere zusammengeführt. Erzählt werden die Ereignisse aus den Blickwinkeln diverser Romanfiguren: Da gibt es z.B. den Comicfan vom Lande, die karrieregeile Lokalreporterin oder den eigentlich schon pensionierten Koordinator des Katastrophenschutzes. Im Mittelpunkt der Handlung steht der frisch verliebte Flugzeugnarr Matt, der in diesem Chaos versucht, seine Angebetete wiederzufinden.
Das Buch ist Action pur. Ständig fällt etwas in sich zusammen oder entgleist oder wackelt. Bedrohliche Visionen einer Wahrsagerin. Zarte Gefühle flackern auf im Angesicht des Infernos. Klischees. Schreiende Frauen. Tapfere Männer. Noch mehr Klischees.
 

Die Charaktere:
Sie wirkten auf mich prinzipiell nicht uninteressant, ich empfand sie als sympathisch. Der anfänglichen Charakterisierung wird aber nichts nachgeliefert und sie bleiben flach. Man könnte auch sagen, das Erdbeben wird realistisch beschrieben, die Menschen aber umso weniger.
Bezüglich der Charaktere gibt es drei Punkte, die mich besonders gestört haben:
 
1.
Zwei weibliche Teenager lernen im Vorfeld der Katastrophe jeweils einen Jungen kennen und „hängen“ sich augenblicklich an ihn. Sie geben innerhalb der ersten zwei Minuten ihre Lebensgeschichte preis, verhalten sich komplett offen, leutselig und vertrauensvoll. Sorry, so naiv sind Mädchen nicht, schon gar nicht in einer amerikanischen Großstadt. Auch wenn einem ein Junge spontan gefällt, lässt man ein Mindestmaß an Vorsicht walten.
Die Gespräche zwischen den Pärchen sind komplett unrealistisch. Ich meine, Abby wird fast von Matt überfahren, gibt sich dann selbst die Schuld und lädt ihn zum Kaffee ein? Das hübsche, redegewandte Mädchen ist auf den ersten Blick *so* fasziniert von dem schüchternen, nicht attraktiven, total durchschnittlichen Jungen, dass sie ihm zum Abschied gleich noch nen Kuss auf die Wange gibt? Einem Wildfremden? (Ach nee, Moment, sie kennen sich zu dem Zeitpunkt ja schon eine halbe Stunde—also komplett normal!!!11!)
Und der Cheerleader verliebt sich in den kindlichen Freak vom Land. Nicht böse gemeint, aber das klingt nach der Erfüllung von Jungsphantasien, und ich lese eben lieber realistischere Charaktere, die zumindest annähernd realistisch handeln. Aber okay. Ist ja ganz niedlich.
(Dass es zwischen Abby und Matt funkt, wunderte mich übrigens nicht, ich hatte damit gerechnet seit Abby zum ersten Mal erwähnt wurde. Bei so vielen Klischees ist natürlich klar, dass auch dieses nicht ausgelassen wird: Wo auch immer ein Mann und eine Frau in einem Actionplot zusammentreffen, entwickelt sich eine Romanze.)
 
2.
Zunächst: Es ist romantisch, dass Matt die ganze Stadt nach Abby durchkämmt, obwohl die Chance gering ist, sie in dem Chaos zu finden. Es wird glaubwürdig geschildert, dass sie ihm seit der ersten Begegnung etwas bedeutet. Was ich leider unglaubwürdig finde, ist, dass sie der einzige Mensch ist, um den er sich sorgt. Ich gebe zu, ich habe vergessen ob und wie viele Freunde/Bekannte Matt in Los Angeles hat. Und ich weiß auch, dass man, wenn man verliebt ist, diese eine Person einfach nicht aus dem Kopf bekommt und Freunde in den Hintergrund rücken können. ABER, im Fall so einer großen Katastrophe hoffe ich persönlich, dass ich nicht plötzlich alle Menschen aus meinem alltäglichen Umfeld vergesse, mich nicht nach ihnen erkundige, nicht versuche, etwas über ihren Verbleib herauszufinden und davonrase, um nach einem Mädchen zu suchen, das ich gerade erst kennengelernt habe.
Matt besitzt zwar gewisse Eigenschaften (fleißig, arbeitet auf dem Campingplatz, interessiert an Flugzeugbau, verknallt in Abby), wirkt aber darüber hinaus unecht, weil er keine „Vergangenheit“ hat.
 
3.
Binhs Abstammung wird anfangs so oft betont, dass es schon absurd ist. Noch peinlicher, wenn vom Autor betont wird, dass sie fließend amerikanisch/englisch spricht. ECHT? Ich dachte immer, alle Menschen, die „asiatisch“ aussehen, kommen aus China und sprechen nur chinesisch [/Sarkasmus]. Sorry, ich kann es nicht leiden, wenn so verkrampft und rückständig über Nicht-Weiße geschrieben wird.
Apropos: Es wird wortwörtlich gesagt, dass in Los Angeles mehr Latinos als Amerikaner leben. *facepalm* Lieber Autor, eine Menge Latinos *sind* Amerikaner. Sie sind so amerikanisch wie Barack Obama und Kim Kardashian, nur eben mit einem anderen Hintergrund. (In diesem Zusammenhang amüsant: Im Klappentext wird erwähnt, dass der Autor viel in den USA recherchiert hat. Ein Blick in den vierzeiligen Wikipedia-Eintrag zu „Latino“ hätte hier als Recherche gereicht. Es ist wirklich nicht schwierig.)
 

Und der Schreibstil? Hm, leider lässt sich auch darüber wenig Gutes sagen. Tut mir Leid, aber hier war kein Wortschmied am Werk, sondern jemand, der sich auf dem Niveau eines mittelmäßigen Deutsch-Leistungskurses verwirklicht hat.
 
Einen Pluspunkt gibt es für das Ende des Buches. Es klingt in einem angenehmen Tempo aus, macht eine herrlich spannende, aber dezente Andeutung, dass es eine Fortsetzung geben könnte und lässt die Figuren—wie am Anfang schon—in einem sympathischen Licht erscheinen. Auch wenn es insgesamt nicht mein Ding war, konnte ich das Buch wenigstens mit einem Lächeln zuklappen.
 
Fazit:
Da es auf irgendeiner Empfehlungsliste auftauchte, bin ich mit gewissen Erwartungen an „16:32“ herangegangen. Als Erwachsene wollte ich mit einem interessanten und spannenden Katastrophenroman entspannen. Mir ist es i.d.R. egal, ob ein Buch für Erwachsene oder Jugendliche geschrieben wurde, denn es gibt Gutes für jede Zielgruppe. Ich muss nun wieder einmal feststellen, dass „Jugendbuch“ oft jedoch nur ein Synonym ist für „ohne jeglichen Anspruch an Handlung, Charaktere oder Schreibstil“.

Wem eine actionreiche Handlung wichtig ist—und wirklich nichts anderes—dem sei dieses Buch empfohlen.
 

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LeseratteXXLs avatar

Rezension zu "12:48:00. Die Katastrophe beginnt" von Jonathan Lenz

Eine Abwechslung zwischen Spannung und Langeweile
LeseratteXXLvor 5 Jahren

Als Jenn und eine Gruppe anderer Jugendlicher mit dem Ranger Bosworth eine 4 tägige Wanderung zum seit Jahren stillen Vulkan antritt, ahnen sie noch nicht, dass dieser bereits in wenigen Tagen um 12:48 Uhr ausbrechen wird. Das sagen zumindest ein greiser Indianer und ein junger Vulkanologe, aber niemand schenkt ihnen Glauben. Bis die Erde unter den Füßen der kleinen Gruppe zu beben und damit ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Ich habe das Buch recht spannend gefunden, es war an vielen Stellen aber auch sehr schwer, voran zu kommen. Für mich jedenfalls;) Im Großen und Ganzen ist das Buch ein Muss für diejenigen, die Abenteuer-Geschichten mögen, die wirklich passiert sein könnten:)

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