Jonathan Lerros

 4.4 Sterne bei 36 Bewertungen
Jonathan Lerros

Lebenslauf von Jonathan Lerros

Jonathan Lerros ist ein Pseudonym des Schriftstellers Günter Krieger, der bereits mehr als zwanzig Historienromane veröffentlicht hat. Mit „Die Überlebenden von Sagunt“, Auftakt einer Reihe um das epische Ringen des Karthagers Hannibal gegen Rom, betritt er nun die Schlachtfelder der Antike. Lerros lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln.

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Die Überlebenden von Sagunt

Die Überlebenden von Sagunt

 (36)
Erschienen am 09.08.2016

Neue Rezensionen zu Jonathan Lerros

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Eliza08s avatar

Rezension zu "Die Überlebenden von Sagunt" von Jonathan Lerros

Unter Feinden
Eliza08vor einem Jahr

Eines muss ich vorweg sagen, Historische Romane, die in der Antike spielen, sind eigentlich nicht so mein Ding, doch dieser Roman hat mir gut gefallen, was nach meinem Empfinden vor allen Dingen an den beiden Protagonisten Kimon und Eirene liegt.

Das Cover ist eher schlicht und dies gefällt mir bekanntermaßen ja immer recht gut und so verhält es sich hier auch. Das Cover verspricht auch nichts, was das Buch nicht halten kann und dies finde ich auch sehr gut.

Das Schicksal der Zwillinge, die in die Gefangenschaft geraten, steht den ganzen Roman lang im Mittelpunkt, zwar gibt es auch militärisch oder strategisch-politische Passagen in dem Roman, aber sie nehmen nicht den Großteil der Erzählung ein, was mir sehr entgegen kam. Der Roman wird chronologisch erzählt, wechselt aber zwischendrin immer wieder die Perspektiven, sodass man als Leser mehr vom Gefühlsleben der Protagonisten mitbekommt, was auf der anderen Seite auch eine engere Bindung zur Folge hat.

Die Eigenheiten in den antiken Romanen werden vom Autor gut erklärt. Die Feindschaft der Völker war zumindest mir nicht bekannt, dennoch konnte ich zu jedem Zeitpunkt dem Autor in seiner Geschichte folgen. Der Schreibstil ist sehr lebhaft gestaltet und durch die vielen Dialoge, besonders Eirene macht dem Leser Spaß, da sie doch ein sehr loses Mundwerk hat und für den einen oder anderen Schmunzler sorgt.

Leider ist dieses Buch nur bei Amazon erschienen, sodass vor allen Dingen eBook-Leser, die keinen Kindle besitzen, im Nachteil sind. Ich wünsche diesem Buch und seinem Autor auf jeden Fall ein größeres Publikum. Eirene und Kimon haben es verdient eine große Lese- und Freundesschaar zu haben.

Der Roman ist an sich schon nicht genderspezifisch, da es sowohl eine weibliche wie eine männliche Hauptfigur gibt, sodass man wirklich sagen kann, dieses Buch ist für Männer und Frauen geschrieben worden.

Wer auf historische Romane steht, deren Schauplatz die Antike ist, muss hier sowie zugreifen, allen anderen kann ich nur raten, einen Versuch zu starten, mich hat der Autor mit dieser Story überzeugt.

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Rezension zu "Die Überlebenden von Sagunt" von Jonathan Lerros

Meine Entdeckung von der Buchmesse in Frankfurt 2016...
unclethomvor 2 Jahren

Mir ist das Buch auf der Buchmesse aufgefallen und da war klar für mich dass ich es lesen möchte. Nein vielleicht eher lesen muss!
Und meine Ahnung hat mich nicht getäuscht, ich habe direkt einen neuen Lieblingsautor für mich entdeckt.
Der Schreibstil von Jonathan Lerros ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Figuren und die Schauplätze sind sehr bildhaft beschrieben, so dass es nicht schwer fällt sich in die Figuren hinein zu versetzen. Sehr gut festgehalten ist die Atmosphäre der damaligen Zeit, dass man sich es sehr gut vorstellen kann wie man seinerzeit gelebt hat.
Neben der Geschichtlichen Story ist in Buch eine schöne Liebesgeschichte verwoben die man sich durchaus genau so hätte vorstellen können.
Mir erscheint das Buch mehr wie eine Erzählung über den „Privaten“ Hannibal, doch auch der Feldherr kommt hier nicht zu kurz. Daher bin ich auch sehr gespannt wie die möglichen folgenden Teile des Buches aufgebaut sind, sieht man da eher den Feldherrn oder auch wieder den Privaten Hannibal?
Die Story an sich ist von Beginn an sehr spannend und es fiel schwer das Buch aus der Hand zu legen.
Insgesamt fühlte ich mich von Beginn bis zur letzten Seiten sehr gut unterhalten und ich vergebe für das Buch 4,5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Die Überlebenden von Sagunt" von Jonathan Lerros

Viel verschenktes Potential
juergenalbersvor 2 Jahren

Jonathan Lerros
Die Überlebenden von Sagunt
Ich habe mich während meiner Schulzeit sehr für die Antike und speziell für die punischen Kriege interessiert. Das Ringen zweier großen Mächte im Mittelmeer, die scheinbar irrwitzige Alpen-Überquerung, der nahezu totale Untergang Karthagos bis in die Bedeutungslosigkeit, all das hat mich sehr interessiert und ist mit Gewissheit ein Stoff für eine ganze Anzahl an Romanen. Als sich die Möglichkeit ergab, ein Rezensionsexemplar zu bekommen, habe ich sofort zugegriffen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an den Autor für die Überlassung des Exemplars.
In den „Überlebenden...“ geht es im Wesentlichen um die beiden vierzehnjährigen Zwillinge Eirene und Kimon, die nach der Eroberung ihrer Heimatstadt durch die Karthager versklavt werden. Wenngleich das Dasein eines Sklaven wohl nie ein Zuckerschlecken war und ist, so treffen es die beiden Protagonisten gut. Der Leibarzt Hannibals nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon, der ohnehin eine Liebe zur Medizin in sich trägt, darf im Hause des Arztes lernen. Seine Schwester wird Leibdienerin im feinsten Bordell Neu-Karthagos. Die Geschichte dreht sich um ihr weiteres Leben und um eine römische Verschwörung gegen das Leben des Feldherrn Hannibal.
Der Autor hat unter seinem Klarnamen bereits eine lange Reihe historischer Romane verfasst. Für die Überlebenden von Sagunt hat er nun ein Pseudonym gewählt. Der Schriftstil verrät den erfahrenen Autor, alles lässt sich fließend lesen und nirgendwo sind logische Löcher zu entdecken.
(Achtung! Spoilerwarnung. Teilweise wird auf Handlung Bezug genommen! Wer sich die Spannung erhalten will - nicht weiterlesen! )
Kommen wir zu der heiklen Frage, wie ich das Buch bewerte. Nun, ich muss gestehen, ich habe mich schwer getan mit der ersten Hälfte. Um es klar zu sagen: Nach der Eroberung der Stadt Sagunt, die mit wenigen Zeilen abgearbeitet wird, passiert erst einmal wenig Aufregendes. Natürlich ist da eine Menge Unsicherheit, was das Schicksal der beiden Kinder und ihrer kleinen Schwester angeht, die ebenfalls mit geraubt wurde. Aber - meiner Meinung nach vergibt der Autor mehrere Chancen, Spannung aufzubauen bzw. zu erhalten. Eine schier endlose Reihe von Kapiteln geht es nicht wirklich voran. Die Gefahr für die beiden Kinder, z.B. in Form eines rücksichtslosen und grausamen Sklavenhändlers wird so harmlos und kurz dargestellt, dass dadurch keine Spannung aufkommt. Warum? Hier wäre deutlich mehr Potential gewesen! Gleiches gilt für das Attentat auf Hannibal. Es dauert ewig und die ersten Ansätze der Römer wirken eher laienhaft und haben nicht wirklich dazu verführt, abends länger zu lesen. Es fehlt an einem dämonischen Antagonisten, der seine grausamen, heimtückischen Spiele treibt (mit Hannibal und den Nerven des Lesers). Der Agent Roms erscheint eher als genervte, blasierte Figur, dem auch später so ziemlich sämtliche Geheimdienstqualitäten abgehen. Kleinere Ansätze des Autoren, Spannung einzuziehen, durch Misstrauen gegenüber dem Leibdiener Hannibals oder Hannibals Reise zu einem Tempel bleiben harmlos. Durchgängig habe ich mich dabei erwischt, dass ich dem Autor sozusagen die Sporen geben wollte. Auch deshalb, weil die Grundgeschichte gut ist, die Charaktere weitgehend glaubhaft und die Hintergrund-Recherche makellos. Alles war eigentlich da, um einen spannenden historischen Roman zu schreiben. Aber irgendwie bekommt die Geschichte die Kurve nicht, um es einmal platt auszudrücken. Ab der Mitte des Buches kommt etwas mehr Fahrt in die Geschichte, aber auch hier laufen weiter potentiell gute Ansätze ins Leere. Dennoch reichte das Spannungslevel, um mich am lesen zu halten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, auch dem Autor ging es beim Schreiben so. Zuerst zögerlich, dann später besser und schneller.
Eine Sache, die ich persönlich vermisst habe: Die Hauptpersonen werden wenig körperlich gemacht. Bis auf winzigste Details erfährt man nichts über ihr Äußeres. Da sind Frauen mal schön, Männer mal beeindruckend, aber ob jemand eine wilde rote Lockenpracht trägt oder sein Bein nachzieht, das fehlt völlig und lässt die Charaktere meines Erachtens nach blasser erscheinen als notwendig. Insgesamt macht sich der Autor zu wenig Mühe, Bilder zu zeichnen, den Leser mitzunehmen in die Landschaft, ihn sehen, schmecken, riechen zu lassen. Das ist, noch einmal, bei einer sehr guten Grundidee und einem enormen Kenntnisreichtum des Verfassers schade.
Fazit: Gute Grundidee, nahezu perfekte Recherche, guter Schreibstil, aber ein durchgehender Mangel an wirklicher Hochspannung. Die wenigen Seiten des unmittelbaren Attentats sind an Spannung zu wenig. Ich bin ehrlich, derzeit würde ich mir eine Fortsetzung wohl nicht kaufen. Und das, obwohl ich durchaus an dem weiteren Schicksal der Protagonisten (und natürlich auch dem irrwitzigen Feldzug) interessiert bin!


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Gespräche aus der Community

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JonathanLerross avatar
Hallo an alle Historienfans,

weil  ich noch einen Stapel von Leseexemplaren zur Verfügung habe, möchte ich zum zweiten Mal eine Leserunde zu meinem Historienroman "Die Überlebenden von Sagunt" ins Leben rufen.

Es muss ja nicht immer Mittelalter sein! Der Roman ist der Auftakt einer neuen Reihe: Hannibal, der größte Feldherr der Antike, bringt das aufstrebende Rom an den Rand des Untergangs. Unsere Welt sähe heute anders aus, wäre er erfolgreich gewesen.
Aber es gibt nicht nur Kämpfe und Schlachten in dem Buch, natürlich kommen auch die Gefühle nicht zu kurz  - wie könnte es auch sonst sein? ;-)

Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr auch zeitnah mit der Lektüre beginnen könnt, sprich Mitte November. Auf Wunsch bekommt ihr das Buch auch als Epub.
Da Amazon-publishing mein Verlag ist, bitte ich, eure Rezensionen später zudem bei amazon zu veröffentlichen.

Herzliche Grüße und vielleicht bis bald,
Jonathan Lerros


Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Jonathan Lerros wurde am 29. Januar 1965 in Langerwehe (Deutschland) geboren.

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