Jonathan Lerros Die Überlebenden von Sagunt

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Inhaltsangabe zu „Die Überlebenden von Sagunt“ von Jonathan Lerros

Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden.

Viel verschenktes Potential...

— juergenalbers
juergenalbers

Für Historie-Fans ein Muss! Klare Leseempfehlung

— Helli
Helli

Spannend, informativ und unterhaltend. Ein gelungener historischer Roman entführt in die Antike.

— Erdbeerelfe1203
Erdbeerelfe1203

Spannender und unterhaltsamer Roman basierend auf historischer Ereignisse

— kabalida
kabalida

Toller Roman zu Zeiten Hannibals

— Pinoca
Pinoca

Guter Roman ,in historischer Kulisse . Spannend und unterhaltsam

— jawolf35
jawolf35

Ein wundervoller historischer Roman - in der geheimnisvollen, gefährlichen Welt zur Zeit von Hannibal

— tigerscurse
tigerscurse

Das Buch spielt in d er Zeit Hannibals. Es ist unterhaltsam und spannend geschrieben und vermittelt ganz nebenbei Geschichtskenntnisse.

— Lesewunder
Lesewunder

Eine Reise in die Antike, die sich lohnt

— Mystoriona
Mystoriona

Eine gutr Story, die aber noch Potential für mehr hat

— tenchy
tenchy

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    Die Überlebenden von Sagunt
    Eliza08

    Eliza08

    04. June 2017 um 10:54

    Eines muss ich vorweg sagen, Historische Romane, die in der Antike spielen, sind eigentlich nicht so mein Ding, doch dieser Roman hat mir gut gefallen, was nach meinem Empfinden vor allen Dingen an den beiden Protagonisten Kimon und Eirene liegt. Das Cover ist eher schlicht und dies gefällt mir bekanntermaßen ja immer recht gut und so verhält es sich hier auch. Das Cover verspricht auch nichts, was das Buch nicht halten kann und dies finde ich auch sehr gut. Das Schicksal der Zwillinge, die in die Gefangenschaft geraten, steht den ganzen Roman lang im Mittelpunkt, zwar gibt es auch militärisch oder strategisch-politische Passagen in dem Roman, aber sie nehmen nicht den Großteil der Erzählung ein, was mir sehr entgegen kam. Der Roman wird chronologisch erzählt, wechselt aber zwischendrin immer wieder die Perspektiven, sodass man als Leser mehr vom Gefühlsleben der Protagonisten mitbekommt, was auf der anderen Seite auch eine engere Bindung zur Folge hat. Die Eigenheiten in den antiken Romanen werden vom Autor gut erklärt. Die Feindschaft der Völker war zumindest mir nicht bekannt, dennoch konnte ich zu jedem Zeitpunkt dem Autor in seiner Geschichte folgen. Der Schreibstil ist sehr lebhaft gestaltet und durch die vielen Dialoge, besonders Eirene macht dem Leser Spaß, da sie doch ein sehr loses Mundwerk hat und für den einen oder anderen Schmunzler sorgt. Leider ist dieses Buch nur bei Amazon erschienen, sodass vor allen Dingen eBook-Leser, die keinen Kindle besitzen, im Nachteil sind. Ich wünsche diesem Buch und seinem Autor auf jeden Fall ein größeres Publikum. Eirene und Kimon haben es verdient eine große Lese- und Freundesschaar zu haben. Der Roman ist an sich schon nicht genderspezifisch, da es sowohl eine weibliche wie eine männliche Hauptfigur gibt, sodass man wirklich sagen kann, dieses Buch ist für Männer und Frauen geschrieben worden. Wer auf historische Romane steht, deren Schauplatz die Antike ist, muss hier sowie zugreifen, allen anderen kann ich nur raten, einen Versuch zu starten, mich hat der Autor mit dieser Story überzeugt.

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  • Meine Entdeckung von der Buchmesse in Frankfurt 2016...

    Die Überlebenden von Sagunt
    unclethom

    unclethom

    21. March 2017 um 14:57

    Mir ist das Buch auf der Buchmesse aufgefallen und da war klar für mich dass ich es lesen möchte. Nein vielleicht eher lesen muss!Und meine Ahnung hat mich nicht getäuscht, ich habe direkt einen neuen Lieblingsautor für mich entdeckt.Der Schreibstil von Jonathan Lerros ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Figuren und die Schauplätze sind sehr bildhaft beschrieben, so dass es nicht schwer fällt sich in die Figuren hinein zu versetzen. Sehr gut festgehalten ist die Atmosphäre der damaligen Zeit, dass man sich es sehr gut vorstellen kann wie man seinerzeit gelebt hat.Neben der Geschichtlichen Story ist in Buch eine schöne Liebesgeschichte verwoben die man sich durchaus genau so hätte vorstellen können.Mir erscheint das Buch mehr wie eine Erzählung über den „Privaten“ Hannibal, doch auch der Feldherr kommt hier nicht zu kurz. Daher bin ich auch sehr gespannt wie die möglichen folgenden Teile des Buches aufgebaut sind, sieht man da eher den Feldherrn oder auch wieder den Privaten Hannibal?Die Story an sich ist von Beginn an sehr spannend und es fiel schwer das Buch aus der Hand zu legen.Insgesamt fühlte ich mich von Beginn bis zur letzten Seiten sehr gut unterhalten und ich vergebe für das Buch 4,5 von 5 Sternen.

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  • Viel verschenktes Potential

    Die Überlebenden von Sagunt
    juergenalbers

    juergenalbers

    10. February 2017 um 15:22

    Jonathan Lerros Die Überlebenden von Sagunt Ich habe mich während meiner Schulzeit sehr für die Antike und speziell für die punischen Kriege interessiert. Das Ringen zweier großen Mächte im Mittelmeer, die scheinbar irrwitzige Alpen-Überquerung, der nahezu totale Untergang Karthagos bis in die Bedeutungslosigkeit, all das hat mich sehr interessiert und ist mit Gewissheit ein Stoff für eine ganze Anzahl an Romanen. Als sich die Möglichkeit ergab, ein Rezensionsexemplar zu bekommen, habe ich sofort zugegriffen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an den Autor für die Überlassung des Exemplars. In den „Überlebenden...“ geht es im Wesentlichen um die beiden vierzehnjährigen Zwillinge Eirene und Kimon, die nach der Eroberung ihrer Heimatstadt durch die Karthager versklavt werden. Wenngleich das Dasein eines Sklaven wohl nie ein Zuckerschlecken war und ist, so treffen es die beiden Protagonisten gut. Der Leibarzt Hannibals nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon, der ohnehin eine Liebe zur Medizin in sich trägt, darf im Hause des Arztes lernen. Seine Schwester wird Leibdienerin im feinsten Bordell Neu-Karthagos. Die Geschichte dreht sich um ihr weiteres Leben und um eine römische Verschwörung gegen das Leben des Feldherrn Hannibal. Der Autor hat unter seinem Klarnamen bereits eine lange Reihe historischer Romane verfasst. Für die Überlebenden von Sagunt hat er nun ein Pseudonym gewählt. Der Schriftstil verrät den erfahrenen Autor, alles lässt sich fließend lesen und nirgendwo sind logische Löcher zu entdecken. (Achtung! Spoilerwarnung. Teilweise wird auf Handlung Bezug genommen! Wer sich die Spannung erhalten will - nicht weiterlesen! ) Kommen wir zu der heiklen Frage, wie ich das Buch bewerte. Nun, ich muss gestehen, ich habe mich schwer getan mit der ersten Hälfte. Um es klar zu sagen: Nach der Eroberung der Stadt Sagunt, die mit wenigen Zeilen abgearbeitet wird, passiert erst einmal wenig Aufregendes. Natürlich ist da eine Menge Unsicherheit, was das Schicksal der beiden Kinder und ihrer kleinen Schwester angeht, die ebenfalls mit geraubt wurde. Aber - meiner Meinung nach vergibt der Autor mehrere Chancen, Spannung aufzubauen bzw. zu erhalten. Eine schier endlose Reihe von Kapiteln geht es nicht wirklich voran. Die Gefahr für die beiden Kinder, z.B. in Form eines rücksichtslosen und grausamen Sklavenhändlers wird so harmlos und kurz dargestellt, dass dadurch keine Spannung aufkommt. Warum? Hier wäre deutlich mehr Potential gewesen! Gleiches gilt für das Attentat auf Hannibal. Es dauert ewig und die ersten Ansätze der Römer wirken eher laienhaft und haben nicht wirklich dazu verführt, abends länger zu lesen. Es fehlt an einem dämonischen Antagonisten, der seine grausamen, heimtückischen Spiele treibt (mit Hannibal und den Nerven des Lesers). Der Agent Roms erscheint eher als genervte, blasierte Figur, dem auch später so ziemlich sämtliche Geheimdienstqualitäten abgehen. Kleinere Ansätze des Autoren, Spannung einzuziehen, durch Misstrauen gegenüber dem Leibdiener Hannibals oder Hannibals Reise zu einem Tempel bleiben harmlos. Durchgängig habe ich mich dabei erwischt, dass ich dem Autor sozusagen die Sporen geben wollte. Auch deshalb, weil die Grundgeschichte gut ist, die Charaktere weitgehend glaubhaft und die Hintergrund-Recherche makellos. Alles war eigentlich da, um einen spannenden historischen Roman zu schreiben. Aber irgendwie bekommt die Geschichte die Kurve nicht, um es einmal platt auszudrücken. Ab der Mitte des Buches kommt etwas mehr Fahrt in die Geschichte, aber auch hier laufen weiter potentiell gute Ansätze ins Leere. Dennoch reichte das Spannungslevel, um mich am lesen zu halten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, auch dem Autor ging es beim Schreiben so. Zuerst zögerlich, dann später besser und schneller. Eine Sache, die ich persönlich vermisst habe: Die Hauptpersonen werden wenig körperlich gemacht. Bis auf winzigste Details erfährt man nichts über ihr Äußeres. Da sind Frauen mal schön, Männer mal beeindruckend, aber ob jemand eine wilde rote Lockenpracht trägt oder sein Bein nachzieht, das fehlt völlig und lässt die Charaktere meines Erachtens nach blasser erscheinen als notwendig. Insgesamt macht sich der Autor zu wenig Mühe, Bilder zu zeichnen, den Leser mitzunehmen in die Landschaft, ihn sehen, schmecken, riechen zu lassen. Das ist, noch einmal, bei einer sehr guten Grundidee und einem enormen Kenntnisreichtum des Verfassers schade. Fazit: Gute Grundidee, nahezu perfekte Recherche, guter Schreibstil, aber ein durchgehender Mangel an wirklicher Hochspannung. Die wenigen Seiten des unmittelbaren Attentats sind an Spannung zu wenig. Ich bin ehrlich, derzeit würde ich mir eine Fortsetzung wohl nicht kaufen. Und das, obwohl ich durchaus an dem weiteren Schicksal der Protagonisten (und natürlich auch dem irrwitzigen Feldzug) interessiert bin!

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  • Die Überlebenden von Sagunt von Jonathan Lerros

    Die Überlebenden von Sagunt
    Helli

    Helli

    06. February 2017 um 16:46

    Die Überlebenden von Sagunt von Jonathan Lerros Buch:     Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden.   Autor:     Jonathan Lerros ist das Pseudonym eines Autors, der bereits mehr als zwanzig vorwiegend mittelalterliche Historienromane veröffentlicht hat. Mit „Die Überlebenden von Sagunt“, Auftakt einer Reihe um das epische Ringen des Karthagers Hannibal gegen Rom, betritt er nun die Schlachtfelder der Antike. Lerros lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln. Quelle: https://www.amazon.de/Jonathan-Lerros/e/B01GCTRZXM/ref=ntt_dp_epwbk_0   Meinung:     Der Autor, Jonathan Lerros, entführt den Leser in die Zeit 218 v.Chr. mit seinem Roman, Die Überlebend von Sagunt. Es gibt viele Bücher, die Hannibal gewidmet sind, aber dieses zeichnet sich ab, da es indirekt um ihn geht, sondern eher den Überlebenden hervorhebt. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet, wodurch man sich in die Geschwister hinein versetzen kann. Ich konnte mich beim Lesen fallen lassen und in die Geschichte eintauchen, was dem bildhaften und flüssigen Schreibstil des Autors zu verdanken ist. Neben Fiktion zeichnet sich dieser Roman durch gut regergierte Geschichte aus, die dem Leser nahe bringt, wie es in damaliger Welt zuging. Nicht immer ging es rosig zu, ganz im Gegenteil, es herrschte ganz viel Böses, was dem Autor gelungen ist darzustellen, ohne dabei es zu „überladen“. Auch die jenigen Leser, die die Hannibals Geschichte nicht kennen, werden hier gut unterhalten und ihr Wissen erweitern können. Das einzige was mir nicht gefallen hat, ist das Ende, denn es bleiben viel zu viele offene Fragen, aber sie müssen wohl  sein, damit die Vorfreude auf Band zwei erhalten bleibt …   Fazit:     Für Historie-Fans ein Muss! Klare Leseempfehlung    Meine Bewertung:   Ich vergebe           ★★★★ ©Helli's Bücher-Land

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  • Reise in die Antike mit interessanter Geschichte.

    Die Überlebenden von Sagunt
    Erdbeerelfe1203

    Erdbeerelfe1203

    18. January 2017 um 22:32

    Ich lese vorwiegend historische Romane, viele von ihnen sind im Mittelalter angesiedelt, doch dieser spielt in der Antike und beschreibt ein historisch belegtes Ereignis.Der erste Satz: "Iberien, 234 v.Chr., Maharbal war Hannibals bester Freund."Mein EindruckHistorische Romane sind meine Leidenschaft und ich reise gedanklich gern in fremde Welten. Bisher habe ich keinen Roman dieser Zeitepoche gelesen, umso mehr war meine Neugier geweckt.Bereits das Cover in Verbindung mit dem Titel kurbelt meine Gedankenwelt an und ich kann mich auf eine spannende Reise in die Antike begeben.Der Roman bezieht sich auf ein historisch belegtes Ereignis. Die Stadt Sagunt wird von den Karthager erobert und zerstört. Doch es gibt Überlebende, darunter die Zwillinge Eirene und Kimon. Während viele versklavt werden, dürfen die beiden Kinder einem Wundarzt zur Hand gehen..... Es beginnt eine fesselnde, sowie dramatische Geschichte. Alles geschieht vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen Rom und Karthago. Die vorherrschenden Lebensbedingungen und die Praktiken der Wunderte sind authentisch und verständlich niedergeschrieben. Der etwas zu moderne Schreibstil ist schnell und fließend lesbar und trägt zum Erfolg des Romanes bei.Die Erlebnisse der Kinder wirken bedrückend machen traurig. Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind grausam und trotzdem informativ dargestellt. Auch das Thema Sklaverei wird von vielen Seiten beleuchtet und trotzdem gab es auch damals bereits Träume, welche wahr werden konnten.Mein UrteilFür mich ein sehr gelungener historischer Roman. Ich war fasziniert von den Schilderungen über Hannibals. Der Autor hat ein rundum zusammenhängendes und gut strukturiertes Buch vorgelegt, welches mir pures Lesevergnügen bereitet hat. Der Schluß ist offen gestaltet und Fragen werden nicht beantwortet, wann gibt es eine Fortsetzung??

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  • Schöne und fesselnde Reise in die Zeit von Hannibal Barcas

    Die Überlebenden von Sagunt
    Stranger

    Stranger

    30. December 2016 um 15:43

    "Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden."In seinem Roman "Die Überlebenden von Sagunt" entführt Jonathan Lerros seine Leser in die Zeit 218 v. Chr.. Damals als die Römer noch die Führungsmächte waren und Hannibals Schachzug grad begonnen hat.  Aber anders als in den meisten historischen Bücher steht hier nicht die Geschichte Hannibals im Vordergrund, sondern die der beiden Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon. Dennoch entwickelt sich die Geschichte Hannibals im Hintergrund dezent weiter und bevor man sich versieht steht Hannibal im Vordergrund. Alleine durch diese dezente Heranführung der Hauptgeschichte merkt man schon das Talent des Autors.Um den Einstieg in das Buch für den Leser zu vereinfachen beginnt Jonathan Lerros die damalige Situationsverhältnisse kurz und knapp, jedoch mit genug Information zu schildern. Dank diesen Startes fühlt man sich sofort in die damalige Zeit versetzt und kommt schonmal in die Stimmung. So können auch Leser, die nicht so viel Ahnung von der damaligen Zeit haben, schnell und einfach in das Geschehen mit eingebunden werden.Nachdem man nun in die richtige Stimmung versetzt wurde beginnt die eigentliche Story mit der Überlagerung von Sagunt und die Einführung der Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon. Wie der Buchtitel bereits sagt sind diese beiden Geschwister einer der wenigen Überlebenden der Belagerung. Wie es der Zufall will, erinnert Eirene den Feldarzt Synbalos an seine verstorbene Nichte. Dieser ist nicht nur Feldarzt, sondern auch Hannibals persönlicher Arzt und Freund. So entschließt er sich die Geschwister in seine Obhaut zu nehmen und diese somit vor der Sklaverei zu bewahren. Kimon beweist sich als talentierter Junge und wird somit von Synbalos zum Arzt ausgebildet, während Eirene zu einer Leibdienerin im Edelbordell der Stadt wird.Auch die Einführung der Charaktere übermittelt der Autor dezent im Hintergrund und man lernt durch das Benehmen und das Verhalten den Protagonisten näher kennen. Durch diesen flüssigen angenehmen Schreibstil lässt man sich einfach durch die Geschichte tragen und auch die Charaktere kann man sich trotz der etwas schwierigeren Namen merken.So begleitet man den Lauf der Geschichte der Charaktere in Neu-Karthago weiter. Die Geschichte ist jedoch nicht so ruhig wie man vermuten mag. Immer wieder kriegt man Anzeichen von einem Mordkomplett und auch darf man an den Kriegsbesprechungen Hannibals teilhaben. Man taucht in seine Gedankenwelt ein und sieht die Welt aus den Augen eines der größten Heerführers aller Zeiten. Als eines Tages jedoch ein Attentat auf Hannibalkurz davor ist zu geschehen, werden die Zwillingsgeschwister unwissentlich mit hineingezogen. Fazit: Mit seinem schreiberischen Geschick entführt Jonathan Lerrors hier den Leser in eine faszienierende und spannende Geschichte der damaligen Zeit. Die Charaktere sind gut herausgearbeit und auch an Recherchearbeit ist nichts auszusetzen. Anders als in den meisten historischen Roman, in denen man mit geschichtlichen Wissen erschlagen wird, führt Jonathan Lerros die Geschehenisse der damaligen Zeit einfühlsam und doch spannend ein ohne den Leser damit zu überschlagen.Das Buch ist für jeden geschichtlich und auch nicht geschichtlich Intressierten  zu empfehlen, denn die Handlung an sich ist spannend, einfühlsam, intressant und gut herausgearbeitet. Den geschichtlichen Background den man dazu noch erhält ist wie ein kleines schönes Geschenk, was mit einer schönen Schleife umwickelt wurde.Klare Leseempfehlung!

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  • Ein gelungener Roman über den Feldherr Hannibal

    Die Überlebenden von Sagunt
    kabalida

    kabalida

    12. December 2016 um 21:54

    Inhalt: Die Ereignisse zu Zeiten Hannibals wurden sehr verständlich und spannend dargestellt. Mir hat gefallen, dass nicht nur Hannibal im Vordergrund stand, sondern auch die vom Krieg Betroffenen. Historische Elemente wurden sehr gut eingearbeitet. Die Einführung zu Beginn des Buches führt den Leser in die damalige Zeit ein und gibt den nötigen Hintergrundwissen.Personen: Für die Hauptprotagonisten, Eirene und Kimon, empfindet man Mitleid, vorallem weil sie Kinder sind und sich mit dem jungen Alter in solch eine Situation befinden. Vorallem macht man sich Sorgen um Eirene, weil sie ein Mädchen ist und die Männer sie nicht als Kind, sondern als Frau sehen und sich ihr nähern wollen. Hannibal wird ausdrucksstark dargestellt,  man empfindet automatisch Respekt ihm gegenüber. Die Gespräche mit seiner Ehefrau zeigt, dass auch er ein Mensch ist und Gefühle hat. Synbalos ist sehr sympathisch und weise. Er ist die einzige Person, die keine Angst vor Hannibal hat und mit ihm ebenbürtig redet.Schreibstil: Die Erzählung aus mehreren Perspektiven schildert das Geschehen aus mehreren Sichtweisen der Betroffenen und zeigt ihre Meinung zum Feldherr und zu dem Krieg.Der Text ist fließend geschrieben und ist somit gut und leicht lesbar. Zwar werden Fremdwörter benutzt,  aber es wurde darauf geachtet, dass man die Bedeutung aus dem Kontext verstehen kann. Fazit : Ein sehr gelungenes Buch. Die auf ein historisches Ereignis basierte Geschichte wurde sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Man wartet als Leser auf die Fortführung der Geschichte. 

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  • Toller Roman zu Zeiten Hannibals

    Die Überlebenden von Sagunt
    Pinoca

    Pinoca

    06. December 2016 um 09:48

    Im Jahr 218 v. Chr. unterliegt Sagunt der Belagerung von Hannibals Heer und die Einwohner werden entweder getötet oder versklavt. Darunter auch die Zwillinge Kimon und Eirene. Beide haben jedoch die Möglichkeit in die Dienste der Karthager zu treten, jeder von Ihnen auf seine ganz eigene Weise. Zu gleicher Zeit folgt Hannibal seinen eigenen Plänen und macht nicht nur Freunde auf sich aufmerksam.Jonathan Leros webt hier eine spannende Geschichte, ingebettet in die geschichtlichen Abläufe dieser Zeit. Mit einen wunderbar flüssigen Schreibstil erweckt er diese Zeit erneut zum Leben und schafft eine lebendige Welt voller plastischer Charaktere, die dem Leser schnell ans Herz wachsen.Neben der fiktiven Geschichte um die Zwillinge werden die damaligen Umtände sehr detailgetreu dargestellt und entführen in eine andere Zeit und eine andere Welt.Die Wortgewandheit Hannibals wird in einer so bild- und wortgewaltigen Sprache geschildert, das man das Gefühl hätte, man stünde direkt an seiner Seite und würde die Jubelschreie der Armeen hören.Dabei rutscht Jonathan Leros nie komplett in eine Richtung ab. Es ist nie nur ein militärischer Roman, nie nur ein medizinischer Roman, nie nur eine Liebesgeschichte, nie nur ein historisches Abbild.Es ist eine ausgewogene Mischung die sowohl Laien als auch historisch bewanderte Leser fesseln kann.Der einzige kleine Wermutstropfen ist das Ende, in dem noch so viel offen steht und keinen wirklichen "Abschnitt" vor Allem im Leben der Zwillingen aufzeigt. Es ist eher ein Begleiten und ein plötzliches "Aus-den-Augen-verlieren". Bleibt nur, auf die Fortsetzung zu hoffen!Eine klare Empfehlung für alle historisch interessierten Leser!

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  • Gute Geschichte die ich gerne weiterverfolgen würde

    Die Überlebenden von Sagunt
    jawolf35

    jawolf35

    30. November 2016 um 18:46

    Normalerweise bin ich oft skeptisch was historische Romane angeht ,zwar interessiere ich mich für die Vergangenheit und Geschichte jedoch nicht wenn ich einen Roman lese .Oft überfordern mich diese zu gegebener Weise durch zu viele Fakten und Informationen so das mir die Story oftmals keinen Spaß mehr macht ." Die Überlebenden von Sagunt " jedoch war da anders .Wir befinden uns zwar zur Zeit Hannibals der auch eine Rolle in diesem Buch spielt ,jedoch ist die Hauptgeschichte eine andere .Vielmehr steht das Leben der Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunk,sicherlich bekommt man auch hier und da historisch wichtige Fakten vermittelt allerdings ohne davon erschlagen zu werden.Zum Inhalt .Im Vordergrund der Geschichte stehen die Zwillinge Kimon und Eirene .Als ihre Heimatstadt von kathargischen Truppen angegriffen und zerstört wird ,geraten sie in dessen Gefangenschaft .Dort wird der Leibarzt Hannibals auf die beiden aufmerksam und nimmt sich deren an .Wärend Kimon ganz in seinen Aufgaben als Wundarzt aufzugehen scheint ist dies nicht so Recht das was Eirene sich unter Arbeit vorstellt und so findet sie schließlich eine andere Anstellung die ihr gefällt .Sie kommt in der Stadt als Leibdinerin der geheimnisvollen Dido ,Besitzerin eines Edelbordells,unter .Doch als die beiden sich gerade eingewöhnt haben werden sie unwissentlich mitten in ein Mordkomplott an Hannibal hineingezogen ...Zum Buch Das Buch hat 350 Seiten die sich in 24 Kapitel unterteilen .Das Cover ist historisch gestaltet und passt sehr gut zur Geschichte .Der Schreibstil ist einfach und flüssig lesbar.Die Charaktere gut gewählt und passend zur Geschichte .Orte und Gegebenheiten wirken sehr authentisch und lassen einen in die Antike Geschichte eintauchen was mir sehr gut gefallen hat .Meine Meinung.Für mich ein rundum gelungener Roman welcher mir sehr großen Spaß gemacht hat zu lesen .Ich bin gespannt ob und wie es mit der Romanreihe weitergeht .Von mir eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne 

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  • Ein inszeniertes Mordkomplott...

    Die Überlebenden von Sagunt
    tigerscurse

    tigerscurse

    28. November 2016 um 20:32

    REZENSION: DIE ÜBERLEBENDEN VON SAGUNT (JONATHAN LERROS)Darum geht's:Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden.Zum Cover:Das Cover ist einfach gehalten, man erkennt römische Soldaten und einen Kriegselefanten, wie einer von denen, auf deren Rücken Hannibal die Alpen überquerte.Im Vordergrund steht eine junge Frau in einem wallenden weißen Gewand, vielleicht Imilko, die Geliebte Hannibals.Das Cover überzeugt mich durch die schöne Farbzusammenstellung von beigen Tönen, schwarz und weiß. Es weckt sofort Interesse für das Buch.Zum Schreibstil:Der Roman lässt sich gut und flüssig lesen, der Schreibstil ist angenehm. Die Namen sind zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig (Synbalos, Salicar, Rasbos,...) aber dennoch zeitlich passend und schön.Es wird aus der Perspektive von mehreren Personen geschrieben und man lernt den Alltag von verschiedenen Personengruppen kennen und damit auch die Unterschiede in der Gesellschaft und im Berufsleben und Umfeld der Personen.Zur Handlung:Man erfährt viel über das Leben Hannibals und seine Vergangenheit/Kindheit, was sehr spannend war.Das Buch ist nicht übermäßig spannend, aber keineswegs langweilig oder langatmig. Der Autor zieht Geschehnisse nicht in die Länge,Man kam gut in die Geschichte rein und wurde sofort gefesselt.Die Hauptcharaktere sind sympathisch und realitätsnah (damalige Sicht).Der Roman ist nichts für zart besaitete Leser, da einige Stellen hart an der Grenze zu grausam sind.Man kann sehr gut mit Eirene und Kimon mitfühlen.Abschließend lässt sich sagen, dass ich gespannt bin, wie es weitergeht! :)(Es soll ja eine Buchreihe werden!)Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Interesse an historischen Romanen und/oder Hannibal hat und gern mehr darüber erfahren möchte :)

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  • Leserunde zu "Die Überlebenden von Sagunt" von Jonathan Lerros

    Die Überlebenden von Sagunt
    JonathanLerros

    JonathanLerros

    Hallo an alle Historienfans,weil  ich noch einen Stapel von Leseexemplaren zur Verfügung habe, möchte ich zum zweiten Mal eine Leserunde zu meinem Historienroman "Die Überlebenden von Sagunt" ins Leben rufen.Es muss ja nicht immer Mittelalter sein! Der Roman ist der Auftakt einer neuen Reihe: Hannibal, der größte Feldherr der Antike, bringt das aufstrebende Rom an den Rand des Untergangs. Unsere Welt sähe heute anders aus, wäre er erfolgreich gewesen.Aber es gibt nicht nur Kämpfe und Schlachten in dem Buch, natürlich kommen auch die Gefühle nicht zu kurz  - wie könnte es auch sonst sein? ;-)Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr auch zeitnah mit der Lektüre beginnen könnt, sprich Mitte November. Auf Wunsch bekommt ihr das Buch auch als Epub.Da Amazon-publishing mein Verlag ist, bitte ich, eure Rezensionen später zudem bei amazon zu veröffentlichen.Herzliche Grüße und vielleicht bis bald,Jonathan Lerros

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    • 152
  • Leben und Liebe in Zeiten des 2. Punischen Krieges

    Die Überlebenden von Sagunt
    Lesewunder

    Lesewunder

    27. November 2016 um 18:10

    Wenn man den Namen Hannibal hört, fällt den meisten dazu nur seine Überquerung der Alpen mit den Elefanten ein. Wie die Menschen in dieser Zeit gelebt haben, ist dagegen nicht bekannt.Das Buch beginnt mit dem Fall der Stadt Sagunt, was zugleich den Beginn des 2 Punischen Krieges bedeutet. Unter den Gefangenen, die die Krieger Hannibals machen sind die 14jährigen Zwillinge Eirene und Kimon und deren 3jährige Schwester Lanike. Durch einen Zufall lernt der oberste Feldarzt Synbalos Eirene im Hospital kennen. Da sie ihn an seine verstorbene Nichte erinnert, nimmt er die Geschwister auf, um sie vor dem Verkauf als Sklaven zu retten. Kimon ist von der Tätigkeit eines Arztes fasziniert und da er einige Geschickt beweist, bietet Synbalos ihm an, ihn auszubilden. Eirene wird angewiesen, Hilfstätigkeiten wie z.B. die Latrineneimer zu leeren auszuüben, was ihr gar nicht gefällt. Dort lernt sie den Arzt Salicar kennen und verliebt sich in ihn. Zu ihrem Leidwesen sieht es so aus, als ob diese Liebe nicht erwidert wird. Zurück in Neu-Karthago wird Eirene auf Vermittlung Synbalos, der erkannt hat, wie unglücklich sie ist,  die Leibdienerin Didos, der Geliebten des Arztes und Inhaberin des besten dortigen Bordells.Durch Zufall belauscht sie das Gespräch zweier Kunden, das  auf Latein geführt wird. Dies berichtet sie ihrer Herrin, die erkennt , dass wohl ein Attentat auf Hannibal geplant ist. Die näheren Umstände sind nicht bekannt.In der Zwischenzeit hat sich Kimon in eine Patientin - Reza - verliebt, die ihn an ein Mädchen aus Sagunt erinnert. Sie war mit einer Pfeilverletzung ins Spital gebracht worden .Da sie offensichtlich unter einen Gedächtnisverlust leidet, wird ihr angeboten, die früheren Pflichten Eirenes zu übernehmen, was sie gerne annimmt.Zur gleichen Zeit plant Hannibal den Einmarsch  seines Heeres in Italien von der Landseite her.Das Buch endet mit dem Attentat auf Hannibal.Zwar wird auch eine Liebesgeschichte erzählt, aber der Autor nimmt sich dennoch Zeit eingehend die damaligen Lebensumstände zu schildern. So wird die Zeit lebendig und gibt einen guten Einblick in die damaligen Verhältnisse und Denkweisen.

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    • 2
  • Eine Reise in die Vergangenheit, die sich lohnt!

    Die Überlebenden von Sagunt
    Mystoriona

    Mystoriona

    27. November 2016 um 15:32

    Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von karthagischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden. Sofort als ich das Buch begonnen hatte, war ich auch schon darin gefangen. Es ist eine tolle, spannende und interessante Geschichte, die in der Antike spielt. Man begleitet die Geschwister Eirene&Kimon, wie sie ein neues Leben in Neu-Karthago beginnen müssen. Beide der Hauptpersonen waren mir unglaublich sympatisch. Es lag nicht nur an deren Art, sondern auch wie der Autor sie beschrieben hatte. Er hat ihnen viel Tiefe gegeben und sie gut ausgearbeitet. Aber nicht nur die beiden, sondern auch alle Nebenpersonen mochte ich sehr gern. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Man bekommt nicht nur Eirenes und Kimons Einblicke, sondern auch von anderen, unter denen sich auch Hannibal befindet. So bleibt man immer über alle Geschehnisse auf dem Laufenden und muss nicht herumrätseln, was beispielsweise Hannibal vorhat. Den Verlauf der Geschichte mochte ich auch. Obwohl der Attentat von dem im Text gesprochen wird, erst sehr spät auf den Plan tritt, war das Buch kein bisschen langweilig. Mir persönlich hat es die Antike ja sehr angetan, weshalb ich nur so durch das Buch geflogen bin. Es hat einen richtigen Suchtfaktor. Nicht nur die Story, sondern auch der Schreibstil lässt einen schnell durchs Buch kommen. Er ist sehr flüssig und leicht. Außerdem hat der Autor einen guten Ausgleich zwischen wahren Ereignissen und der fiktiven Geschichte gefunden. Er hat beides sehr schön in einen Einklang gebracht. Die historischen Fakten waren gut recherchiert und glaubhaft. Vom offenem Ende war ich ein wenig enttäuscht, allerdings muss man sagen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Daher sehe ich darüber hinweg:)

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  • Schöne Geschichte

    Die Überlebenden von Sagunt
    nirak03

    nirak03

    25. November 2016 um 18:25

    218 v. Christus wird die Stadt Sagunt von den Karthagern erobert und dem Erdboden gleichgemacht. Die Zwillinge Eirene und Kimon hatten Glück, sie haben überlebt. Ihr Glück ist sogar noch größer, während andere grausam getötet wurden, oder die Überlebenden in die Minen zu Sklavenarbeit verschleppt wurden, dürfen die Beiden dem Wundarzt Synbalos helfen. Dieser erkennt schnell, dass vor allem Kimon ein Talent hat, mit Verwundeten umzugehen. So kann der Junge seinen Traum, davon einmal Arzt zu werden, weiter träumen. Seine Schwester Eirene hat es da schon schwerer. Sie ist mit der Wundversorgung überfordert, aber auch für sie wird eine Lösung gefunden. Sie tritt in die Dienste Didos, diese betreibt das vornehmste Bordell in Neu-Karthago. Der Autor Jonathan Lerros erzählt hier eine Geschichte aus längst vergangenen Tagen. Die Auslöschung Sagunts ist historisch belegt. Der große Feldherr Hannibal ist dafür verantwortlich. Der historische Rahmen stimmt somit. Die Geschichte der Zwillinge spielt vor dem Hintergrund des Zerwürfnisses zwischen den Karthagern und Rom. Hannibal plant hier seinen nächsten großen Einsatz. Ob die Menschen damals wirklich so handelten, wie hier beschrieben, lässt sich schwerlich nachvollziehen. Die beiden Kinder wurden in der Stadt gefangen genommen und sollten, wie es damals eben üblich war, in die Sklaverei gehen. Nur das Eingreifen des Wundarztes hat dies verhindert. Synbalos hatte Mitleid mit den beiden und ihnen dann eben selbst Arbeit gegeben. Egal ob nun so gehandelt wurde in dieser Zeit oder eben nicht, es hat Spaß gemacht, hier zu lesen. Die Umstände der Zeit und auch die Praktiken eines Wundarztes sind gut beschrieben. Der Erzählstil vielleicht ein bisschen zu modern, aber dadurch eben auch gut und schnell lesbar. Eirene muss schnell erkennen, will sie überleben und weiterleben muss sie sich mit dem verhassten Feind verbünden. Lerros hat gerade das Gefühlschaos von Eirene wunderbar eingefangen. Ihre bekannte Welt ist in sich zusammengebrochen und sie muss sich im Leben ganz neu orientieren. Dies ist für so ein junges Mädchen nicht immer einfach und wird hier gut geschildert. Auch für ihren Bruder Kimon hat sich die Welt verändert. Für ihn hält das Leben allerdings auch eine große Chance parat. Er kann seinen Traum verwirklichen und vielleicht einmal selbst Wundarzt werden. Warum soll ein, für ein Sklavenleben bestimmter Mensch, nicht davor bewahrt werden und einen anderen Weg einschlagen können? Ich finde, diese Möglichkeit hat der Autor hier gut eingeräumt. Der Krieg an sich war schon grausam genug, da kann es sicher nicht schaden, wenn auch positive Dinge geschehen. Natürlich gibt es auch hier die eine oder andere Liebelei, aber eben nicht zu vordergründig sondern in logischer Konsequenz des Lebens und der Begegnungen der Menschen. „Die Überlebenden von Sagunt“ ist ein schöner, historischer Roman, der ein wenig aus dem Leben des großen Hannibal erzählt. Aber eben noch mehr davon, was es heißt Sklave zu werden und wie schnell sich ein Leben ändern kann. Ich hatte einige sehr nette Lesestunden. Das Ende dieses Romans ist offen und lässt einige Fragen zu. Es ist bereits ein Folgeband in der Planung und vielleicht wird es auch eine ganze Reihe werden, Stoff dafür dürfte gerade der Feldherr Hannibal genug bieten.  

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  • Eirene und Kimon

    Die Überlebenden von Sagunt
    Rosenmadl

    Rosenmadl

    24. November 2016 um 17:58

    Inhalt: Die Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon verlieren beide Elternteile bei der Zerstörung ihrer Heimatstadt Sagunt. Die kathargischen Truppen haben alle Bewohner getötet oder als Sklaven weitergereicht. Doch Eirene, Kimon und ihre kleine Schwester Lanike können fliehen und finden Unterschlupf bei einem Medicus namens Synbalos. Während Kimon nun die Möglichkeit geboten wird, sich den Beruf des Wundarztes näher zu betrachten und seine Leidenschaft dafür zu entwickeln, weiß Eirene nichts rechtes mit ihrem Leben anzufangen. So landet sie irgendwann einige Zeit später als Leibdiener einer Frau namens Dido, in deren Besitz das vornehmste Bordell der Stadt befindet. Dort hört sie ein Gespräch zwischen zwei Männern mit, in denen es sich um einen Mordkomplott gegen den großen Feldherrn Hannibal handeln könnte. Meine Meinung: Da ich schon einige historische Romane lesen durfte und ich meist nicht richtig in die Vergangenheit eintauchen konnte, war ich äußerst überrascht, dass dieser Hannibal-Roman mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Aber ist ja in dem Sinne auch kein großes Wunder, denn hier geht es vor allen Dingen doch eher um die zwischenmenschlichen Beziehungen der Zwillingsgeschwister und deren Leben. So verliebt sich Eirene in Salicar, dem jungen Wundarzt und Kimon sich in eine unbekannte Fremde, die er verletzt auffand. Die Szenen, in denen wir von Hannibal lesen, sind da eher seltener vorhanden und dennoch bekommt man ein gewisses Gefühl für den damaligen Feldherrn und seine Beweggründe Rom zu überfallen. Mir ist besonders der leichte, warme, recht interessante Schreibstil des Autors aufgefallen, in dessen Erzählweise ich mich teilweise so gut hineinfallen lassen konnte, dass ich oft die Zeit vergaß. Ich muss aber zugeben, dass mich das Ende dieses Romans doch ein wenig enttäuscht zurücklässt, denn ich hätte gerne gewusst, was nun aus der Liebe zwischen Eirene und Salicar geworden wäre, wie die Geschwister sich allgemein noch entwickelt hätten und wäre gerne auch noch mit Hannibal auf seinen großen Feldzug aufgesprungen, aber leider endet die Geschichte so abrupt und lässt für mich zu viele Fragen offen. Hier würde sich definitiv eine Fortsetzung lohnen und ich würde mich sogar riesig darauf freuen. Die meisten Protagonisten wurden so beschrieben, dass man sich ein fast genaues Bild von ihnen erschaffen konnte und so wurde mir auch schnell bewusst, wen ich gern mochte und wen nicht. Das ist in einem Roman auch immer sehr wichtig, denn wenn ich mich nicht für die Charaktere erwärmen kann oder sie einfach nichtssagend sind, kann ich der Geschichte auch nicht wirklich folgen, nein ich mag ihr dann ganz einfach nicht folgen. Hier hat der Autor es aber geschafft mir ein gutes Gefühl zu vermitteln und ich oftmals sogar gerne, am liebsten Eirene, in den Arm genommen hätte. Man kann sich zwar kaum vorstellen, dass eine so junge Person schon so ein Handeln beschreibt oder solche Gedanken hegen kann, aber 218 n.Chr. war es sicher üblich schon so jung so erwachsen sein zu müssen. Und deswegen hat mich ihre Art und Weise auch überrascht und bewundern lassen. Solche Charaktere sucht man manchmal oft vergebens. Denn sie machen eine Geschichte erst so richtig lesenswert. Fazit: "Jonathan Lerros" hat mir mit diesem historisch angehauchten Roman um die Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon eine nette Geschichte beschert, die ich sehr gerne gelesen habe. Da ich aber eigentlich eher erwartet habe mehr von Hannibal und seinen Feldzügen zu lesen, kann ich jedem, der hauptsächlich an diesen Ereignissen interessiert ist, dieses Buch nicht unbedingt empfehlen. Für mich handelt es sich hierbei eher um Träume, Wünsche und Liebe zweier Kinder, die schon in ihrem frühen jungen Leben den Verlust ihrer Eltern begreifen mussten und von nun an auf sich selbst gestellt sind. Nur weil etwaige Fragen für mich persönlich noch offen sind und ich gerne noch ein großes Happy-End erwartet hätte, dies mir aber nicht präsentiert wurde, möchte ich unbedingt eine Fortsetzung. Und aus diesem Grund vergebe ich auch gerne 4 Sterne !

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