Jonathan Lethem

 3,6 Sterne bei 196 Bewertungen
Autor von Chronic City, Die Festung der Einsamkeit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jonathan Lethem (© Keke Keukelaar)

Lebenslauf

Ein Verfächter der amerikanischen Pop-Kultur: Der 1964 in New York geborene Schriftsteller ist bekannt für seine gesellschaftskritischen Science-Fiction Romane. Zu Studienzeit fing er an erste Kurzgeschichten zu schreiben und zu veröffentlichen. 

Doch erst mit seinem Debütroman „Gun with Occasional Music“ schaffte er seinen internationalen Durchbruch. Hierfür wurde er mit dem Nebula Award und dem Locus Award für den „Best First Novel“ ausgezeichnet. 

Vor allem seine Vorliebe für amerikanische Pop-Kultur finden sich in seinen Inhalten sowie seinem Schreibstil wieder. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen Preisen wie dem 'National Book Critic‘s Award' und dem 'Gold Dagger' geehrt.

 Er arbeitet als Professor für Creative Writing am Pomona College.

Alle Bücher von Jonathan Lethem

Cover des Buches Die Festung der Einsamkeit (ISBN: 9783608503883)

Die Festung der Einsamkeit

 (42)
Erschienen am 26.01.2019
Cover des Buches Motherless Brooklyn (ISBN: 9783608503890)

Motherless Brooklyn

 (41)
Erschienen am 26.01.2019
Cover des Buches Chronic City (ISBN: 9783596191611)

Chronic City

 (52)
Erschienen am 20.06.2013
Cover des Buches Du liebst mich, du liebst mich nicht (ISBN: 9783442542635)

Du liebst mich, du liebst mich nicht

 (23)
Erschienen am 16.01.2009
Cover des Buches Der wilde Detektiv (ISBN: 9783608503852)

Der wilde Detektiv

 (9)
Erschienen am 26.01.2019
Cover des Buches Der Garten der Dissidenten (ISBN: 9783596033089)

Der Garten der Dissidenten

 (8)
Erschienen am 20.08.2015
Cover des Buches Der kurze Schlaf. (ISBN: 9783453877948)

Der kurze Schlaf.

 (6)
Erschienen am 01.01.2004

Neue Rezensionen zu Jonathan Lethem

Cover des Buches Der Stillstand (ISBN: 9783608502428)
PunktundKommas avatar

Rezension zu "Der Stillstand" von Jonathan Lethem

Entdecke eine Welt im Chaos
PunktundKommavor 3 Monaten

„Der Stillstand“ von Jonathan Lethem ist ein postapokalyptischer Roman und spielt in einer neuen Ära der Menschheit. 

Irgendwann in der näheren Zukunft hören mit einem Mal alle technischen Geräte auf zu funktionieren, der Stillstand ist eingetreten: Autos, Telefone, Internet, Industrie. Die Menschheit wird zurückgeworfen in eine vorindustrielle Zeit.
In dieser Welt hat sich auf einer Halbinsel in den Vereinigten Staaten eine Gruppe von Menschen mit der Situation arrangiert. Jeder übernimmt wichtige Aufgaben, die das Zusammen- und Überleben der Gemeinschaft sichern. Und auch Journeyman und seine Schwester Maddy sind hier heimisch geworden.
 Die Idylle wird gestört, als Journeymans Collegefreund und ehemaliger Geschäftspartner Todbaume mit einem monströsen, atombetriebenen Gefährt namens „Blue Streak“ auf der Halbinsel auftaucht. Und sein Auftauchen verändert alles …

Das Buch lässt mich ratlos zurück. In der Summe ist mir im Roman „Der Stillstand“ zu vieles zu schwammig und nicht bis zum Ende ausgearbeitet. Die Grundidee hätte so viel Potenzial für ein mit skurrilem Humor gewürztes Endzeit-Drama gehabt, mit ausreichend Platz für philosophische Betrachtungen, Spannung und ein furioses Finale. Das wurde leider verschenkt.
Der Autor versteht sein Handwerk und die Geschichte ist reizvoll, dennoch hat das Buch mich nicht komplett überzeugt. Warum und weshalb? Das kann man ganz ausführlich auf meinem Buch-Blog nachlesen: https://www.buchleserin.de/2024/04/26/der-stillstand/

Cover des Buches Der Stillstand (ISBN: 9783608502428)
S

Rezension zu "Der Stillstand" von Jonathan Lethem

Ungewöhnliche Dystopie
Sanne54vor 3 Monaten

„Sandy“, Journeyman, Protagonist des Romans, lebt in einer Welt in einem Dorf bzw. einer Art Gemeinschaft, in der die
Zivilisation wie wir sie kennen, einfach aufgehört hat zu funktionieren - warum erschließt sich auch nicht in den Rückblenden in unsere Jetzt-Zeit. Wie sieht es in der Welt außerhalb aus - auch das lässt sich nur erahnen. Fakt ist, dass einige Menschen sicher besser damit zurecht kommen als andere, z.B. Sandys Schwester Maddy, die einen Bio-Bauernhof betreibt, Fakt ist auch, dass alle Menschen ihnen nahestehen verloren haben - und sei es nur, weil der Kontakt zu ihnen durch diesen relativ plötzlichen Stillstand der Welt abgebrochen ist. Plötzlich taucht ein alter Bekannter, der exzentrische Produzent Todbaume aus der Vergangenheit in einem supermodernen Gefährt auf, KI-gesteuert und atombetrieben, irgendwie surreal Übt es gleichzeitig Faszination auf die Bewohner aus und macht ihnen Angst. Mit ihnen kommt auch ein wenig der Welt von draußen in die Gemeinschaft, aber natürlich nur in Todbaumes Erzählungen, der sich gerne als „Geschichtenerzähler“ im Mittelpunkt stellt. Maddy und „Sandy“ begegnen ihm vorsichtig bis ablehnend. 

Leider gibt es von mir nur 3 Sterne.
Zur Begründung: Der Roman liest sich alles in allem gut (wie zu erwarten), hat aber -wegen des Autoren und der Kritiken, die ich gelesen habe (Fehler!)- meine Erwartungen nicht erfüllt. Der Aufbau ist interessant, super kurze und wieder längere Kapitel wechseln sich ab, die Gruppendynamik wird konsequent entwickelt, die Fokussierung auf diese isolierte Gemeinschaft ist spannend und auch die Figuren sind echt interessant, dennoch wurde ich mit keiner der Figuren warm (was vielleicht auch gar nicht so wichtig ist), aber leider hat mich dann auch der als Lethem-typisch beschriebene Humor nicht gepackt, der mich auf dem Einband versprochen wurde. Auch die Rückblenden in die Vergangenheit der Hauptfiguren waren zur postapokalyptischen Lage kontrastreich, dennoch hätte mich ein Blick aus der Gemeinschaft in die aktuelle Außenwelt mehr interessiert - die etwas eigenwilligen Beschreibungen Todbaumes waren mir zu wenig. Und das Ende fand ich, aber da will ich nicht zu viel verraten, etwas enttäuschend Und auch etwas eigenartig. Ich hatte stets das Gefühl, dass ich das Buch einfach nicht ausreichend verstehe oder anders: dass ich an vielen Stellen mehr erfahren hätte, dass vieles nur angerissen und angedeutet wurde, was mir zu wenig war.
Kurz um: Dieser sicherlich großartige Roman und ich, wir wurden nicht warm miteinander.

Ach ja: Und ich bin echt permanent über die Namen der Nebenfiguren gestolpert … 🙈

Cover des Buches Der Stillstand (ISBN: 9783608502428)
Doreen_Klauss avatar

Rezension zu "Der Stillstand" von Jonathan Lethem

Zukunftsvision
Doreen_Klausvor 3 Monaten

Als die Welt stehengeblieben ist und die Dinge einfach aufhörten zu funktionieren, ist Drehbuchautor Journeyman gerade auf dem Bio- Bauernhof seiner Schwester Maddy zu Besuch. Wie sich herausstellt kein so schlechter Ort, um im Stillstand zurechtzukommen. Der Hof liegt idyllisch mit einigen Anderen auf einer Halbinsel, die Bewohner, Späthippies, Aussteiger, Eigenbrötler, sind es gewöhnt sich selbst zu versorgen. Was sie nicht gewöhnt sind ist, sich und ihre Enklave zu verteidigen, doch auch dafür gibt es Lösungen.

Autor Jonathan Letham schafft in diesem Roman eine Art Postapokalypse, mit einer kleinen Schar Überlebender, die sich recht gut in ihrem neuen Leben arrangiert haben. Was genau den Zusammenbruch, den Stillstand verursacht hat, wird nicht näher erläutert, wie es ausserhalb der kleinen Blase, in der die Gemeinschaft um Maddy lebt, aussieht wird nur angedeutet. Vieles bleibt hier der Fantasie des Lesers überlassen, man bekommt den Eindruck, dass auch die Figuren nicht wirklich an dem interessiert sind, was sich jenseits der Ortsgrenzen abspielt. Die Figuren sind alle etwas merkwürdige Charaktere, die man aus der Sicht Journeymans kennenlernt, der allerdings nicht als Ich-Erzähler fungiert. Ihre Interaktion miteinander beschränkt sich auf das Nötigste, was sich erst ändert, als Journeymans früherer Partner Todbaum auftaucht. Todbaums Figur ist hier eindeutig der Bösewicht, was besonders aus den Rückblicken deutlich wird, obwohl auch hier einiges etwas nebulös bleibt, wie die Vorkommnisse zwischen ihm und Journeymans Schwester Maddy.

Anhand des Klappentextes hatte ich mit einer Story im Stil von "Postman", oder "Waterworld" gerechnet, vielleicht sowas roadmovieartiges wie "Die Strasse", gern auch ein bisschen Komik wie in "Zombieland", aber irgendwie ist diese Geschichte nichts davon und doch von allem ein bisschen. Es ist schwer zu greifen, eben wie auch Todbaum, seine Intention, seine Geschichten schwer zu greifen sind. In Grundzügen ist die Story sehr spannend, gibt mir als Leser aber irgendwie nicht genug "Futter", um dranzubleiben. Das Potential wäre da, das atomgetriebene Ungetüm, mit dem Todbaum ankommt, die Hass zwischen ihm und Maddy, die Gruppe der Beschützer/Bewacher, immer wird etwas angedeutet, aber nicht konsequent zu Ende gebracht. Es hängt letztlich zu viel in der Luft, als würde man von mir als Leser erwarten, die Geschichte selber weiter zu spinnen (was im Übrigen gar kein so abwegiger Gedanke ist, schreibt Todbaum doch schon seit Ewigkeiten an einem Apokalypse-Drehbuch, das er wieder und wieder und wieder überarbeitet und ändert).

Stellenweise wurde ich richtig gut unterhalten, stellenweise fand ich die Story weitschweifend und langatmig, ganz abgesehen davon, dass keine der Figuren irgendwelche Sympathien bei mir wecken konnte. Ich habe wegen der Sternevergabe mit mir gehadert und lange zwischen 2 und  3 geschwankt, wobei zwei schon fast Totalausfall bedeutet hätte, allerdings wollte ich das Buch zu keinem Zeitpunkt abbrechen, es hat sich sogar ganz flott und flüssig lesen lassen. Wenn ich könnte würde ich wohl am ehesten 2,5 Sterne vergeben. 

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Jonathan Lethem wurde am 18. Februar 1964 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Jonathan Lethem im Netz:

Community-Statistik

in 291 Bibliotheken

auf 40 Merkzettel

von 9 Leser*innen aktuell gelesen

von 8 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks