Jonathan Lethem

 3.6 Sterne bei 178 Bewertungen
Autor von Chronic City, Die Festung der Einsamkeit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jonathan Lethem (© Keke Keukelaar)

Lebenslauf von Jonathan Lethem

Ein Verfächter der amerikanischen Pop-Kultur: Der 1964 in New York geborene Schriftsteller ist bekannt für seine gesellschaftskritischen Science-Fiction Romane. Zu Studienzeit fing er an erste Kurzgeschichten zu schreiben und zu veröffentlichen. 

Doch erst mit seinem Debütroman „Gun with Occasional Music“ schaffte er seinen internationalen Durchbruch. Hierfür wurde er mit dem Nebula Award und dem Locus Award für den „Best First Novel“ ausgezeichnet. 

Vor allem seine Vorliebe für amerikanische Pop-Kultur finden sich in seinen Inhalten sowie seinem Schreibstil wieder. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen Preisen wie dem 'National Book Critic‘s Award' und dem 'Gold Dagger' geehrt.

 Er arbeitet als Professor für Creative Writing am Pomona College.

Alle Bücher von Jonathan Lethem

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Chronic City (ISBN: 9783608501070)

Chronic City

 (55)
Erschienen am 21.02.2011
Cover des Buches Die Festung der Einsamkeit (ISBN: 9783608503883)

Die Festung der Einsamkeit

 (41)
Erschienen am 31.01.2019
Cover des Buches Motherless Brooklyn (ISBN: 9783608503890)

Motherless Brooklyn

 (40)
Erschienen am 31.01.2019
Cover des Buches Du liebst mich, du liebst mich nicht (ISBN: 9783442542635)

Du liebst mich, du liebst mich nicht

 (23)
Erschienen am 16.01.2009
Cover des Buches Als sie über den Tisch kletterte (ISBN: 9783608500561)

Als sie über den Tisch kletterte

 (12)
Erschienen am 01.09.2002
Cover des Buches Der wilde Detektiv (ISBN: 9783608503852)

Der wilde Detektiv

 (9)
Erschienen am 31.01.2019
Cover des Buches Der Garten der Dissidenten (ISBN: 9783596033089)

Der Garten der Dissidenten

 (8)
Erschienen am 20.08.2015
Cover des Buches Der kurze Schlaf. (ISBN: 9783453877948)

Der kurze Schlaf.

 (5)
Erschienen am 01.01.2004

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Jonathan Lethem

Neu

Rezension zu "Der wilde Detektiv" von Jonathan Lethem

Das war nicht meins
Ana80vor 2 Monaten

 Klappentext: 

Als die arbeitslose Phoebe Siegler erfährt, dass die Tochter ihrer besten Freundin vermisst wird, bricht sie von Brooklyn aus auf, um in der kalifornischen Provinz nach dem Teenager zu suchen. Im dunklen Herzen der Wüste trifft sie auf Aussteiger, die jenseits von Recht und Gesetz in Stammesgruppen leben. Der Einzige, der ihr Zugang zu diesen ehemaligen Hippie-Kommunen verschaffen kann ist Charles Heist - genannt "der wilde Detektiv"

Klang für mich spannend und interessant anders, aber...:

Die schräge und manchmal herausfordernde Schreibweise gefielen mir noch ganz gut. Das Buch lässt sich leicht weg lesen. Die Idee fand ich prinzipiell auch ansprechend. Die Umsetzung allerdings konnte mich nicht fesseln.

Die wirre Protagonistin Phoebe, eine Frau auf dem Selbstfindungstrip und der wilde, total in sich ruhende Detektiv, von dessen Wildheit und unkonventioneller Arbeitsweise ich irgendwie nichts mitbekommen habe, weil es nicht wirklich beschrieben wird, blieben mir beide viel zu oberflächlich und fremd. Der Blick auf das Aussteigerleben in der kalifornischen Wüste war mir doch etwas zu abgedreht und unglaubwürdig. Die Vermisstensuche ließ bei mir einen Spannungsbogen vermissen, da die Suche nach der Vermissten eher so nebenbei lief und es keine Detektivarbeit oder irgendwelche Hinweise gegeben hat, die mich hätten mitgrübeln lassen. 

Ein wilder Genremix aus Abenteuerroman, New-Age-Story, Liebesgeschichte und Krimi der vielleicht das Problem ist. Denn keinem Genre wird dieses Buch wirklich gerecht, da jeder Bereich für mich zu oberflächlich behandelt wird. Schade.

Kommentieren0
1
Teilen
S

Rezension zu "Der Garten der Dissidenten" von Jonathan Lethem

Zu viel Individuum - zu wenig Gesellschaft
sKnaerzlevor 5 Monaten

Angeblich erzählt der Roman eine "linke Geschichte der USA", aber ich finde die Hauptfiguren sind viel zu individualistisch, um etwas anderes als ihre eigene Geschichte zu verkörpern.

Es dauerte lange, bis ich in das Buch "reinkam", Ich interessierte mich nicht für die erste Hauptperson, Rose Zimmer, weil sie mir als ziemlich durchschnittliche Arbeiterin erschien, während der Erzähler immer behauptet, sie sei irgendwie dämonisch, und in der Tat versucht sie einmal ihre eigene Tochter umzubringen, was irgendwie hochsymbolisch ist, auf der Handlungsebene aber unmotiviert und doof. 

Dann kommen viele Anspielungen auf Baseball und was Bob Dylan der Folk-Musik angetan hat, bzw. wie er sie weiterentwickelt hat, was mir alles aber nichts sagt.

Roses Tochter Miriam lebt als Hippe in einer Kommune in New York, kifft zu viel, weiß das auch und verbringt ihre Zeit bei Demonstrationen und der Besetzung einer Feuerwache, was wohl ein bedeutendes historisches Ereignis war.

Dann gibt es noch einen angepassten Universitätsdozenten, der seinen nicht vorhandenen Nonkonformismus pflegt - bzw. vielleicht steckt auch mehr dahinter und ein sehr einsames Kind. 

Dieser Personen fand ich dann ganz interessant und damit ließ sich das Buch auch gut lesen.

In Wahrheit sind viele Figuren erstaunlich spießig. Miriam ist verheiratet und hat ein Kind und bleibt ihrem Mann treu, obwohl sonst jeder mit jedem schläft und Rose verschafft einem Jungen aus der Nachbarschaft ein Universitäts-Stipendium, der dann später, als sie in einem Pflegeheim lebt, Verantwortung für sie übernimmt und sie regelmäßig besucht.

Mehr gehört hätte ich gerne von der Gemeinschaftssiedlung Sonny-Side mit den Gemeinschaftsgärten. die am Ende privatisiert sind. Wie lebt es sich in solch einer Gemeinschaft? Aber für Gemeinschaften interessieren sich Letheems Superindividualisten nicht die Bohne - sie leben in einer möglch kleinen Zelle, in der sie sich paranoid einschließen und gehen zu recht unter





Kommentare: 1
3
Teilen
M

Rezension zu "Alan, der Glückspilz" von Jonathan Lethem

Bestechend auf den Punkt erzählt
michael_lehmann-papevor 6 Monaten

Bestechend auf den Punkt erzählt


„Es war eine verletzende Freundschaft, wenn denn überhaupt eine“.


Das ist, was Blondy, der für Grahame, den Ich-Erzähler, gerade ungemein interessant erscheint als Regisseur am Theater, der gerade meint, an sich im Leben eine gute Strähne zu haben, mit Alan Zwelish verbindet. Der ihm gerne mal hier und da, verbal, „das Messer in den Bauch rammt“.


Sei es nun die „urbane Frau von heute“, sei es die Anregung, mal eine „Oper über Donald Trump zu schreiben. So sehen Helden aus!“, neben den Sticheleien gehört eben auch das Geplänkel, der Austausch, die aktuelle politische Lage und das Leben an sich, in dem Blondy hier und da seine Zweifel bekommt, auch wenn es ihm gar nicht schlecht ergeht.


Bis dann ein Ereignis eintritt, das erst einmal alles verändert. Und ebenfalls, präzise beobachtet, die Nachteile solcher „Alltagsbeziehungen“ mit „On-Off-Charakter“ beleuchtet.


„Hier nun zeigten sich die Abgründe einer Beziehung, die sich auf zufällige Begegnungen verlassen hatte, dann aber vollständige Entfremdung erlebt hatte“.


Und was alles sonst noch zwischen Personen an Desinteresse, Interesse, Gereiztheit und Zugewandtheit im Raum schwingen kann, auch das deutet Lethem in der ersten Geschichte seines Erzählbandes immer wunderbar an und nimmt den Leser so unmittelbar mit in die Verwirrungen seiner Personen und deren Lebensalltag, der eher hin- und hergeworfen erscheint, als einer stringenten Linie zu folgen.


Eine Geschichte mit eher philosophisch-beiläufigen Betrachtungen, einem klaren Blick auf das moderne Leben und die verdeckte Boshaftigkeit so mancher Menschen.


Demgegenüber steht Kromer, der vieles von dem, mit dem er seinen Ruf untermauert, nur angelesen und geschickt sich zu eigen gemacht hat und es damit geschafft hat, in seinem Manhattaner (ein wenig dekadentem) Freundeskreis als „Heiliger der Verkommenheit“ gefestigt hat.


Ob allerdings seine reguläre Arbeit bei „Sex-Machines“ als ebenso sexy und interessant gelten könnte, das sei dahingestellt, in dem Kromer eher zufällig und wieder wegen seiner Selbsterhöhenden Bemerkungen zum „Porno-Rezensenten“ eingeteilt wurde.


„Das fortwährende Mysterium lag darin begründet, wie viel man zu wissen glaubte, bevor man überhaupt etwas wusste“.


Und selbst, als Kromer „ans Ziel“ gelangt, bleibt das alles vage und wenig befriedigend.


Am Ende sind es in den Geschichten im Buch durchweg gebrochene Menschen, die in der modernen Welt des „Molochs Stadt“ sich irgendwie einen Weg suchen, der meist nicht gerade verläuft, sondern sich durchschlängelt. Mit Folgen für alle Beteiligten auch des Umfelds und mit Folgen für den Leser, der sich einer gewissen Melancholie über das „Leben an sich“ am Ende nicht erwehren kann. Und dennoch mit Schmunzeln, mit Ärger und immer ein wenig fasziniert diesen Protagonisten auf ihren Wegen und Irrwegen folgt.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Jonathan Lethem wurde am 18. Februar 1964 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Jonathan Lethem im Netz:

Community-Statistik

in 265 Bibliotheken

auf 42 Wunschzettel

von 8 Lesern aktuell gelesen

von 9 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks