Jonathan Lethem The Fortress of Solitude

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Inhaltsangabe zu „The Fortress of Solitude“ von Jonathan Lethem

30 Jahre Brooklyn, von den 70ern bis heute, umfasst diese epische Geschichte der Freundschaft von Dylan und Mingus, ihren Familien und der gesamten Nachbarschaft. Dabei erzählt Lethem geistreich auch die Geschichte der Soulmusik, der Graffiti-Kunst, der Comics und des Experimentalfilms. Ein mitreißender Gesellschaftsroman.
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  • Rezension zu "The Fortress of Solitude" von Jonathan Lethem

    The Fortress of Solitude

    Textravaganzen

    10. January 2012 um 21:25

    Dylan ist ein weißer Junge unter vielen schwarzen Kindern im Brooklyn der 70er Jahre. Von den meisten anderen Nachbarskindern ausgegrenzt, freundet er sich ausgerechnet mit dem berühmt-berüchtigten Mingus an, Sohn des noch berühmteren und berüchtigteren Barrett Rude Jr., einer Funk und Rap Legende. Wie Dylan, dessen Vater Maler ist und experimentelle Filmaufnahmen macht, kommt auch Mingus aus einem eher ungeregelten Haushalt. Außerdem sind die Mütter beider Jungen abwesend. Obwohl diese Abwesenheit allgegenwärtig ist, wird sie jedoch nie explizit thematisiert. Vielmehr flüchten die beiden sich in die Musik, die Kunst des Graffitis, in den Drogenrausch und in die Welt ihrer Comic-Superhelden. Ein Ring, den Dylan von einem sterbenden Obdachlosen geschenkt bekommt, verleiht den Jungs magische Kräfte; so können die beiden, denen bereits in jungen Jahren so viel Schlechtes widerfuhr, zumindest versuchen, mit der gemeinsamen Kreation des Helden ‚Aeroman’ etwas Gutes zu tun. Doch als die beiden aus dem Kinderalter herauswachsen, trennen sich ihre Wege nach einem tragischen Vorfall, der Mingus ins Gefägnis bringt und über den sein bester Freund sein Leben lang Stillschweigen bewahren wird. Dylan, der zuvor oftmals schon hin und her gerissen war zwischen der Funk- und Rapmusik seiner schwarzen Nachbarskinder und dem Punk und Rock seiner weißen Mitschüler, hat auch auf dem College Anpassungsprobleme. War Dylan in Brooklyn nicht schwarz genug, ist er in Camden nicht weiß genug. Und obwohl es ihm gelingt nach einem weiteren Ortswechsel ein Studium abzuschließen, kann er seine Vergangenheit nicht vergangen sein lassen. Um endlich Frieden mit sich selbst zu schließen, zieht es nach zwanzig Jahren nicht nur Dylan, sondern auch ‚Aeroman’, nach Brooklyn, in die ‚Fortress of Solitude’, zurück… Jonathan Lethems ,coming-of-age novel’ versieht den Realismus des Ghettos mit ein bisschen Magie, ohne dabei an Authentizität einzubüßen. Außerdem ist die Perspektive eines weißen Jungen als Außenseiter inmitten des afro-amerikanisch geprägten Brooklyns sehr interessant. Dabei ist die Art und Weise, wie (pop-)kulturelle Güter wie Musik und Graffiti Identitäten produzieren, allgemeingültig und macht so diese einzigartige Geschichte universell.

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  • Rezension zu "The Fortress of Solitude" von Jonathan Lethem

    The Fortress of Solitude

    Moni

    18. November 2007 um 18:25

    Zwei Buben, Dylan Ebdus und Mingus Rude, wachsen im Brooklyn des Jahres 1970 Tür an Tür auf. Der eine ist schwarz, sein Vater ist Musiker, der andere ist weiß, sein Vater ist Maler und Graphiker. Sie sind verbunden durch ihre Begeisterung für Comic Hefte, Superhelden und Graffity Kunst und durch den Umstand, dass beide von ihren Vätern unter schwierigen Bedingungen erzogen werden. Sie geraten an einen Ring, der ihnen Superkräfte verleihen zu scheint und ihr Leben durcheinanderbringt. Der Titel bezieht sich auf die Festung im Eis, in die Superman sich zurückzieht, wenn er verletzt ist. Sehr interessante Geschichte, aber ziemlich schwer zu lesen. Mit meinem zwar guten aber doch limitierten Englisch musste ich ganze Kapitel doppelt in Angriff nehmen. Es hat sich gelohnt.

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