Cover des Buches Deadlands - Ghostwalkers (ISBN: 9783959620017)
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Rezension zu Deadlands - Ghostwalkers von Jonathan Maberry

Verrückte und blutgie Mischung

von Annabel vor 7 Jahren

Kurzmeinung: Es ist schwer, Worte für das zu finden, was dieses Buch ist. Am besten passen wohl: Spannend, verrückt, neu und brutal.

Rezension

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Annabelvor 7 Jahren

Grey, einer der Hauptprotagonisten schlittert schon auf den ersten Seiten selbstverschuldet in eine Menge Probleme, die sich nach und nach immer weiter aufbauschen und ihn so erst in sein neues Abenteuer bringen. Er ist genau so, wie ich mir einen „Lonely Cowboy“ vorstelle: Abgebrüht, kurz angebunden, unglaublich mutig und mit einer gewaltigen Portion trockenem Humor. Jemand zum Liebhaben eben.
Ganz so „lonely“ ist er allerdings nicht lange, denn Tomas-Schaut-Weg-Von-Den-Oglala-Tiyospaye, kurz: Schaut-Weg, heuert ihn an. Der englische Indianer, der allzu gern auf die Söckchen und Unterhosen der Queen zusprechen kommt, ist so ziemlich das komplette Gegenteil von Grey und bringt dadurch eine Menge Humor mit in die Story, ohne ihr den Ernst zu nehmen.
Beide Männer habe ich von Anfang an sehr gemocht, denn sie sind trotz ihrer Eigenschaften nicht nur zum Lachen gut, sondern auch in düstere Machenschaften um den „Geisterstein“ verstrickt. Dieses Gestein ist nicht nur sehr selten und eine gefährliche Waffe in den falschen Händen, sie erweckt auch Tote wieder zum Leben. Allerdings hat „Deadlands“ mehr zu bieten, als nur wankende Untote, die langsam vor sich hin verwesen: Auf ihrem Weg durch die Wüste geraten Grey und Schaut-Weg an übernatürliche Kreaturen und kommen in Kontakt mit Schwarzer Magie und Wahrsagerei. Und gerade unter Letzterem leidet vor allem Grey, denn er hat eine sehr düstere Vergangenheit, die jedoch nur nach und nach aufgedeckt wird.
Das Grey und der Sioux sich so sehr gleichen wie Schwarz und Weiß bringt, wie bereits erwähnt, eine humoristische Nuance mit sich, allerdings überwiegen in diesem Buch Brutalität und blutige Kämpfe. Dennoch würde ich „Deadlands“ nicht als „Wilde Action“ bezeichnen. Es passiert viel. Es passiert vor allem viel, was nichts für schwache Nerven ist. Aber durch gemächlichere Stellen bin ich beim Lesen nie wirklich aus der Ruhe geraten.- Ganz im Gegenteil. Zwar möchte ich es nicht „entspannend“ nennen. Aber dieses Buch hat so etwas an sich, das mich sehr gut aus dem Alltagsstress holen konnte.

Jonathan Maberry hat einen wirklich tollen Schreibstil. Er ist vollkommen schnörkelfrei und treibt die Handlung recht schnell voran. Zwar werden immer wieder über einige Seiten hinweg Geschichten aus der Vergangenheit der beiden Männer in längeren Dialogen erzählt, allerdings sind diese sehr bildhaft und keinesfalls träge. Es war eher spannend zu erfahren, was für Dinge die beiden zu dem gemacht haben, was sie geworden sind. So macht der Autor selbst die Wüste von Nevada lebendig.
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