Jonathan Maberry Lost Land - Die erste Nacht

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Inhaltsangabe zu „Lost Land - Die erste Nacht“ von Jonathan Maberry

Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist. Biografie: Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als Jujitsu-Kämpfer eine Reihe von Horror-Romanen verfasst, ist "New York Times"-Bestsellerautor und wurde mehrfach mit dem "Bram Stoker Award" ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel Comics und Drehbücher für Spielfilme wie "Wolfman". Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky, und freut sich auf einen Besuch auf seiner Website www.jonathanmaberry.com.

Mitreißend, actionreich und voller guter Ideen. Aber das ewige Zögern der Guten nervt ein wenig und treibt die Handlung unnötig in die Länge

— kiki_gari
kiki_gari

Mitreißend geschriebener Postapokalpse-Roman mit großartigen Figuren und eindringlicher Botschaft. Absolut zu empfehlen!

— Ryadne
Ryadne

Das Buch ist der Wahnsinn! Selten wurde ich von einem Zombie-Roman so mitgerissen. Lest es!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannend und glaubhaft, allerdings etwas zu viel Edelmut auf der einen und zu viel plumpe Bosheit auf der anderen Seite.

— kornmuhme
kornmuhme

Ein Buch das mich sehr überrascht hat, weil ich bisher mit Zombies nichts am Hut hatte

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein fesselndes All –Age-Buch, das eine Mischung aus Endzeitthriller, Fantasy und Horror darstellt, nicht nur für Zombiefans.

— Buchraettin
Buchraettin

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    Lost Land -  Die erste Nacht
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    27. June 2014 um 13:40

    Das Buch bietet einen wirklich guten Schreibstil, der einen flüssig durch die Handlung geleitet. Außerdem finden wir hier drin (ausnahmslos) ausgefeilte Charaktere, mit je einer eigenen Geschichte. Die Handlung/Verlauf ist absolut nachvollziehbar, wenn auch an manchen Stellen fast ein wenig Comic-like. Das liegt vermutlich daran, dass der Autor bereits Graphic Novels für Marvel Comics verfasst hat. Selbst eine wirklich süße, aber keineswegs kitschige oder übertriebene Liebesgeschichte, lässt sich hier drin finden. Die gesamte Handlung der Geschichte ist wirklich gut ausgearbeitet und detailreich. An manchen Stellen fand ich sie aber ein wenig lang bzw. passierte nicht viel – die beiden Brüder laufen recht viel rum, ohne das so wirklich etwas spannendes passiert, aber langweilig war es trotzdem nicht!

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  • *Voll* Wanderbuch Lost Land - Die erste Nacht von Jonathan Maberry

    Lost Land -  Die erste Nacht
    buechermaus25

    buechermaus25

    Es gelten die üblichen Regeln für die Teilnahme am Wanderbuch: 1) Behandelt das Buch pfleglich, als wäre es euer eigenes. Sollte doch ein größerer Schaden entstehen, sagt bitte bescheid. 2) Jeder hat 2 Wochen Zeit, um das Buch zu lesen und dann an den nächsten weiter zu schicken. 3) Sollte es bei euch eng werden und ihr mehr Zeit benötigen, sagt einfach rechtzeitig bescheid. 4) Bitte erfragt selbstständig die Adresse eures Nächsten 5) Sollte das Buch verloren gehen, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. 7) Jeder verpflichtet sich dazu sich hier im Thread zu melden, wenn das Buch angekommen bzw. weitergeschickt wurde. Am besten benutzt ihr den "Thema folgen" Button links oben, dann verliert ihr das Thema auch nicht aus den Augen. Klappentext Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben.  Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird.  Zwei Brüder, die einander Feind sind.  Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen. In einer Welt, die zerstört ist. Teilnehmerliste: 1 fireez gelesen 2 gusaca gelesen 3 Kanya gelesen 4 Sophie333 gelesen 5 chatty68 erhalten 6 Aer1th  erhalten am 28.3.13 7 melanie_reichert 8  Moni-Que  9 something 10 Marakkaram  wieder zurück zu buechermaus25 Warteliste: 5. Nefertari35 7. Alchemilla

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    Alchemilla

    Alchemilla

    26. April 2014 um 11:45
  • Ein etwas anderes Zombiebuch

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Fanny2011

    Fanny2011

    08. April 2014 um 18:47

    Als ich mich unter meinen lieben Bloggerkollegen mal so umhörte, welches Zombiebuch empfehlenswert sei, wurde mir Lost Land genannt. Es war mir schon ein paar Mal begegnet, aber das schreckliche Cover hatte mich bisher immer abgeschreckt. Doch als ich dann den Klappentext lag, merkte ich schnell, dass das Buch sich gar nicht so schlecht anhörte. Aber erstmal will ich euch ein bisschen zum Inhalt verraten, da der Klappentext nicht die ganze Situation widerspiegelt. Die Katastrophe, von der dort die Rede ist, spielte sich vor 14 Jahren ab. Nur durch die Erzählungen der älteren Menschen erfahren wir, das damals – in der ersten Nacht – geschah. Durch den Zombieangriff starben Milliarden von Menschen weltweit. Einige Menschen haben es geschafft, eine Stadt aufzubauen, in der sie durch einen Zaun von den Untoten geschützt sind. Hier leben der Protagonist Benny und sein großer Bruder Tom. Benny wird zu Anfang des Buchs 15. Nach den Regeln der Stadt muss er sich jetzt einen Job suchen, damit er weiterhin genug zu essen hat. Er probiert vieles aus, ist aber mit keiner Stelle zufrieden, da er zumeist anstrengende oder stumpfe Tätigkeiten sind, wie Zombies verbrennen oder den Zaun überprüfen. Als letzten Ausweg wendet Benny sich an seinen Bruder Tom, der als so genannter Kopfgeldjäger einer der wenigen Dorfbewohner ist, die in das Gebiet hinter dem Zaun gehen: Das Leichenland. Jedoch ist das Verhältnis der Brüder nicht besonders gut und Bennys Vorstellung von Toms Arbeit erweist sich als ziemlich falsch… Doch als Nix, eine gute Freundin von Benny, von skrupellosen Kopfgeldjägern ins Leichenland verschleppt wird, müssen die Brüder zusammenhalten, um sie zu retten. So viel erstmal dazu :D Das war kein Spoiler, sondern einfach die allgemeine Situation. Schon an der Länge meiner Erklärung lässt sich erkennen, dass das Buch ziemlich komplex ist. Ja, es ist ein Zombiebuch. Aber eben nicht nur. Es ist eigentlich sehr viel mehr und der Autor beschäftigt sich manchmal schon fast auf philosophische Weise mit den Themen Ethik, Menschlichkeit und Moral. Der wahre Konflikt zeigt sich erst nach der Hälfte des Buches, weshalb ich im Mittelteil eine klitzekleine Länge hatte. Die Brüder reden halt ziemlich viel miteinander. Auch wenn es dabei keineswegs um belanglose Dinge geht, passiert halt stellenweise nichts und ich habe das Buch zwischenzeitig beiseite gelegt. Das ist aber wirklich nur ein gaaanz, ganz kleiner Kritikpunkt! Bennys Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Er ist erst 14 und lebt praktisch sein ganzes Leben in der sicheren Stadt. Anfangs kam er mir noch ein bisschen sehr unbedacht, naiv und teilweise sogar dumm vor. Was in dem Alter vermutlich nicht verwunderlich ist. Doch nachdem Tom ihn das erste Mal mit ins Leichenland genommen hat, macht er eine sehr große Entwicklung durch, wird härter und erkennt, dass die eigentlichen Monster in dieser postapokalyptischen Welt gar nicht wirklich die Zombies sind. Auch Tom war ein sehr interessanter Charakter. Anfangs konnte ich ihn nur durch Bennys Augen sehen und bekam ihn noch nicht zu fassen. Nach und nach merkte ich jedoch, wie tiefgründig und schlau Tom ist und war oft beeindruckt von ihm. Ich fand die Vorstellung vom Leichenland wirklich spannend. Der Autor konnte die Bilder in meinem Kopf zu einem Film werden lassen und ich hätte diese trostlose Einöde am liebsten selbst gesehen. Das Besondere an diesem Buch ist unter anderem die Sichtweise auf die Zombies. Sie werden nicht unbedingt als Wesen angesehen, die man mit viel Blutvergießen niedermetzeln muss. Vielmehr stellt der Autor sie als ehemalige Menschen dar, die kein kaltblütiges Abschlachten, sondern eine sanfte Art zu Sterben verdient haben. Auch die Spannung kam nicht zu kurz. Trotz vieler tiefgründiger Gespräche zwischen den Brüdern oder Monologe von Benny gab es sehr viele Situationen, in denen ich am liebsten schneller umgeblättert hätte, um zu wissen, wie diese brenzlige Situation ausgeht. Das Ende hat zwar keinen Cliffhanger, aber mich interessiert brennend, wie es weiter geht.  Fazit:  Wer einen gewöhnlichen Zombie-Thriller erwartet, der ist bei diesem Buch falsch. Vielmehr glänzt es durch eine andere Sichtweise auf die Untoten, durch ethische Fragen, die beim Umgang mit ihnen auftauchen und eine Realitätsnähe, die fesselt. Wer sich darauf einlassen kann, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen!

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  • Lost Land - Die erste Nacht - Jonathan Maberry

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Nefertari35

    Nefertari35

    17. February 2014 um 14:00

    Leseeindruck (keine Rezension): Ich bin ja inzwischen großer Fan von Dystopien und auch von Zombiegeschichten. Lost Land - Die erste Nacht beschreibt ein wirklich authentisches Szenario, wie es, im Falle, einen plötzlich auftretenden Virus, der bis auf den Hirnstamm, das Gehirn ausschaltet, passieren könnte. Auch die Reaktion der Überlebenden, die Panik, das Massensterben, das Verleugnen usw, ist mehr als vorstellbar. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, hätte mir nur manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht und etwas mehr Hintergrundinfos zur ersten Nacht. Allen Liebhabern düsterer Dystopien kann ich dieses Buch empfehlen und gebe vier Sterne!

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  • Ein tiefgründiger Zombie-Roman

    Lost Land -  Die erste Nacht
    daniel_bauerfeld

    daniel_bauerfeld

    12. February 2014 um 11:55

    Eigentlich ist es den Kennern guter Zombie- und Endzeitgeschichten schon lange bewusst: Die eigentliche Geißel der Menschheit sind nicht die wandelnden Toten, sondern der Mensch selbst. Dies ist auch die Grundaussage, welche den Erfolg von The Walking Dead in mittlerweile 17 Comicbänden und drei TV-Staffeln begründet. Die Zombieplage fungiert so gesehen eigentlich nur als Aufhänger und Hintergrund der eigentlichen Story. Jonathan Maberry legt nun ein durchaus auch für Erwachsene geeignetes Jugendbuch vor, das genau in diese Richtung marschiert, aber dennoch so ganz anders ist. Der weltweite Beginn der Zombie-Apokalypse – fast schon poetisch als die Erste Nacht betitelt – liegt mittlerweile 14 Jahre zurück. Die Überlebenden haben sich mit ihrem Dasein arrangiert und es ist ihnen gelungen, eine Art neue Zivilisation zu errichten. So liegt, mitten im schaurigen Leichenland, durch Zäune und Wachtürme geschützt, die kleine Enklave Mountainside. Das dortige soziale Miteinander ist durch klare Gesetze streng geregelt. So muss etwa jeder, der 15 Jahre alt wird, für seinen Unterhalt selbst sorgen. Sprich: Die Jugendlichen haben die Pflicht, einen Beruf zu ergreifen. Vor diese Tatsache wird auch Benny Imura gestellt. Doch das Auffinden der passenden Profession erweist sich als gar nicht so einfach. Schließlich landet der junge Mann genau dort, wo er so ganz und gar nicht enden wollte: In der Lehre seines Bruders Tom. Dieser ist einer der bekanntesten Zombiejäger. Da Benny Tom für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, ist das Verhältnis der beiden Brüder alles andere als harmonisch. Tom jedoch erweist sich als ein Zombiejäger, der vollkommen anders agiert, als Benny ist sich vorgestellt hat. Dieser sieht hinter den toten Augen der Zombies noch immer die einstigen Menschen. Dementsprechend veranstaltet er auch keine blutige Hetz- und Treibjagden, sondern sorgt dafür, dass die Untoten einen würdevollen Frieden finden. Und als Monster erweisen sich die, die mitten unter den Lebenden weilen: kaltblütige Menschen wie der Clan von Rotaugen-Charlie. Doch als dieser Nix, die Freundin von Benny, entführt, merkt die Bande, dass sie sich mit den Falschen angelegt haben. Mit Tom an seiner Seite zieht der jugendliche Held auf der Spur der Entführten mitten hinein in das Leichenland. Lost Land ist einerseits ein waschechter Zombieroman (der zudem momentan auf vier Bände ausgelegt ist) und andererseits steckt er doch voller Menschlichkeit. So sagt der Autor in einem Interview: „Lost Land ist ein Roman über den Wert des Lebens – den Wert eines einzelnen Lebens und die Bedeutung alles Lebens – auch wenn dieses Leben genommen wurde. Für Benny Imura, den 15jährigen Protagonisten, bedeutet es, sich über seine Wertvorstellungen klar zu werden. Das Verständnis und die Wertschätzung von Menschlichkeit gehen in blutrünstigen Actiongeschichten oft verloren.“ Wie recht der Jonathan Maberry mit seiner letzten Aussage doch hat. Natürlich kann bei einem solchen Thema und dem apokalyptischen Hintergrund nicht auf Blut, Splatter und Kämpfe verzichtet werden. Doch wer ausschließlich auf solche Szenen wartet und nur deswegen das Buch liest, der ist in der Welt von Lost Land vollkommen falsch aufgehoben. In dem Werk geht es sehr viel tiefgründiger zur Sache und so besitzt der Roman zahlreiche Stellen, an welchen die Leser förmlich gezwungen werden, innezuhalten, um ernsthaft darüber nachzudenken, was sie hier gerade gelesen haben und welche Konsequenzen sich daraus für unser heutiges Lebens und Handeln ziehen lassen. Einen solchen Endzeitroman hält man nicht alle Tage in der Hand. Und vergessen wird man ihn so schnell auch nicht mehr.

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  • Die Grausamkeit der Toten verblasst im Angesicht des Menschen

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Maran-Wortsaat

    Maran-Wortsaat

    04. January 2014 um 18:08

    Inhalt: Vierzehn Jahre nach der Ersten Nacht, in der die Toten als Zombies zurückkehrten, hat sich alles verändert. Fast die gesamte Weltbevölkerung wurde dezimiert, die letzten Überlebenden verbarrikadieren sich hinter Zäunen und versuchen die Erinnerungen an diese Nacht zu verdrängen. Der fünfzehnjährige Benny Imura lebt zusammen mit seinem älteren Bruder Tom in dem kleinen Städtchen Mountainside, umgeben von einem Ödland voller Zombies. Nach all den Jahren hat sich die Situation einigermaßen stabilisiert. Die Menschen haben sich eingezäunt und verdrängen alles, was sich außerhalb der Stadt befindet. So sieht auch niemand genau hin, als Benny eine besondere Zombiekarte erhält, auf dem ein Mädchen mit schneeweißen Haaren abgebildet ist, das man Das verlorene Mädchen nennt. Die Kopfgelgjäger, die er immer für Helden gehalten hatte, entpuppen sich als das genaue Gegenteil, denn ein Geheimnis umgibt das verlorene Mädchen Lilah und sie wollen dieses um jeden Preis bewahren, sogar mit Bennys Leben. Meinung: Ich hatte nicht damit gerechnet ein Jugendbuch in der Hand zu halten, besonders nicht bei dem Cover. Es wirkt düster, genau wie es für eine Dystopie sein sollte. Erst nach dem Lesen unterhielt ich mich mit einer Freundin darüber und sie verwies mich darauf. Im Endeffekt muss ich sagen, die Geschichte ist grausam, aber nicht was blutige Szenen von zerreißenden Innereien betrifft, sondern man bekommt einen Eindruck vermittelt, zu was manche Menschen fähig werden. Wie einige sich womöglich verhalten, wenn nach einer solchen Katastrophe jegliche Gesetze nichtig würden und nur das Recht des Stärkeren gilt. Die Geschichte wird aus Bennys Sicht erzählt. Die Stadt, in die er aufwächst, gibt ihm Sicherheit. Er hört von dem Ödland, von den vielen Toten, sieht sie auch oft an der Umzäunung, aber noch nie war ihm so sehr bewusst, was mit der Welt geschehen ist, bis er mit seinem Bruder das Städtchen verlassen muss, um einen Angehörigen zu befrieden. So wird ein Abschluss genannt, wenn eine Familie bereit ist einen, zu einem Zombie mutierten Angehörigen, endgültig sterben zu lassen. Die Welt hinter der Umzäunung, welche die Stadt umschließt, ist nicht wie er sich vorgestellt hat. Helden entpuppen sich als ein Ausbund an Grausamkeit und sein Bruder, den er immer für einen Feigling hielt, erscheint ihm mit einem Mal wie ein fremder Mensch. Die letzte Stütze der Gerechtigkeit in einer verlorenen Welt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl in einem Western zu sein. Vielleicht lag das an dem Ödland, oder an den Pferden, vielleicht auch daran, dass die Überlenden so gut wie jeden Fortschritt wegen ihres Aberglaubens hinter sich gelassen haben. Nichts soll sie an die alte Welt und besonders an die erste Nacht erinnern. Keiner spricht darüber. Die nächste Generation wächst in diesem selbst auferlegten Käfig auf, aber man merkt gleich, die Kinder werden sich auf keinen Fall in der Stadt verstecken und den gleichen Weg wie ihre Eltern gehen. Ich würde gerne viel mehr von dem Inhalt schreiben, möchte aber nicht zu viel verraten. Charaktere: Die Charaktere im ersten Bandes von Lost Land sind vielschichtig und brillant ausgearbeitet. Benny ist der typische Teenager, der zu Beginn für seinen Bruder nur Geringschätzung übrig hat. Dies gründet darauf, da seine jüngste Erinnerung ihm zeigt, wie Tom vor vierzehn Jahren mit ihm in den Armen floh und seine Mutter zurückließ. Man erlebt nach und nach wie er an den Geschehnissen wächst. Wie seine unbeschwerte Kindheit verschwindet und er sich langsam in einen jungen Mann verwandelt, der bereit ist alles zu geben für jene die er liebt. Tom Imura steckte vor der ersten Nacht mitten in der Ausbildung zum Polizisten. Heute ist er ein Krieger. Mit seinem Katana zieht er durch das Ödland um Zombies nach Auftrag zu befrieden. Man merkt ihm förmlich seine Einsamkeit an. Von Anfang an wird dem Leser vermittelt, wie gefährlich er sein kann, wenn man sich mit ihm anlegt. Im Nachwort las ich, dass Tom der Favorit vieler war, ich gehöre eindeutig dazu! Er ist moralisch korrekt, kümmert sich die ganze Zeit um seinen Bruder und sieht auch nicht weg, wenn vor seinen Augen ein Unrecht geschieht. Diesen Gerechtigkeitssinn versucht er Benny zu vermitteln. Der nächste Charakter, Nyx, wird ebenso gut dargestellt. Das Mädchen weiß, die Leute in dem Städtchen verschließen die Augen. Sie sind nicht bereit ihre heile Welt zu verlassen, oder sich zu erinnern. Mir kam Nyx trotz ihrer Jugend sehr weise vor. Besonders als ein harter Schicksalsschlag sie trifft, verkümmert sie nicht, sondern entwickelt sich zu einer starken jungen Frau. Über das Verlorene Mädchen erfährt man in dem ersten Teil nur sehr wenig. Gerüchte ranken sich um sie. Sie soll eine sehr gute Zombiejägerin sein. Außerdem muss sie etwas Schlimmes durchlebt haben. Benny kennt sie nicht, doch als er sie auf der gezeichneten Karte zum ersten Mal sieht, spürt er eine tiefe Verbundenheit zu ihr, denn in ihren Augen erkennt er einiges wieder. Sie ist der rote Faden, der die Geschichte zusammenhält, der die Geschicke Bennys und seines Bruders lenkt. Bewertung: Trotz der schwierigen Thematik bin ich der Meinung, Lost Land kann durchaus von Jugendlichen gelesen werden, aber nicht nur. Mit gut durchdachten Charakteren und einem sehr guten Plot ist Lost Land auch etwas für die Erwachsenen. Das Besondere an dieser Geschichte und was sie für mich so einzigartig macht, hier erkennt man: Der Hunger der Zombies verblasst im Angesicht der Bosheit mancher Menschen. Ich kann diese Geschichte guten Gewissens weiterempfehlen. Jonathan Maberry ist New-York-Times-Bestseller und wurde bereits mehrfach mit dem Bram-Stoker-Award ausgezeichnet. Meiner Meinung nach, zu Recht! Falls Eltern sich unsicher sind, ob dieses Jugendbuch etwas für ihre Kinder wäre, empfehle ich es ihnen zu lesen. Ich bin auch Mutter und wurde bestens von dem Buch unterhalten. Meine Bewertung: 5/5

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  • Themenlesen im Oktober 2013 - Thema: Gespenstisches und Übersinnliches

    samea

    samea

    Hallo ihr Lieben, nun ist Oktober und ich habe mir ein neues Thema ausgedacht. Ich hoffe es gefällt euch. Im Oktober ist ha Halloween, und so habe ich gedacht wir lesen Bücher in denen im weitesten Sinn etwas übernatürliches oder gespenstisches vorkommt. Ich hänge einige Beispielbücher an. Wer noch nicht dabei war, darf natürlich sehr gern einsteigen. Beim Themenlesen geht es ganz grob darum, dass man bisher noch ungelesene Bücher zu einem bestimmten Thema liest und sich hier darüber austauscht. Jeden Monat kann man sich von einem anderen Thema inspirieren lassen.

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    • 103
  • "Lost Land" von Jonathan Maberry

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Melissa2901

    Melissa2901

    03. October 2013 um 01:10

    Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist. Da ich ein großer Fan von Zombieromanen bin, konnte ich mir Lost Land nicht entgehen lassen. Und es hat sich gelohnt... Die Geschichte ist von Anfang bis Ende super spannend geschrieben, mit sehr sympathischen Charakteren und an keiner Stelle vorausschaubar. Vor allem gefiehl mir der Humor, der sich durch das ganze Buch gezogen hat, was auch für den guten Schreibstil von Jonathan Maberry spricht.  Das Buch bekommt von mir fünf Sterne, weil ich es echt klasse fand. Ich bin sehr gespannt wie es in Teil 2 weiter gehen wird. 

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  • Zombies im postapokalyptischen Amerika

    Lost Land -  Die erste Nacht
    kornmuhme

    kornmuhme

    20. September 2013 um 13:28

    Inhalt: Benny muss sich langsam einen Job suchen. In der kleinen Enklave Mountainside ist es Gesetz, dass jeder Einwohner ab dem 15. Lebensjahr einer festen Tätigkeit nachgeht, ansonsten wird die Essensration gekürzt. Benny nimmt schließlich das Angebot seines älteren Bruders Tom an, bei ihm in die Lehre zu gehen: Tom ist offizieller Kopfgeldjäger und tötet Zombies im Leichenland, der unendlichen Weite, die Mountainside umgibt. Das Problem ist nur: Benny kann Tom nicht ausstehen, hält ihn für einen Feigling, weil in seiner Erinnerung Tom in der sog. Ersten Nacht, als die Zombies Amerika überranten, die gemeinsamen Eltern im Stich gelassen hat. Viel lieber lauscht Benny den großmauligen Erzählungen von Charlie und Hammer, die mit ihren Ausflügen ins Leichenland und den Zombietötungen prahlen. Doch Benny muss langsam und schmerzhaft erkennen, dass nicht alles so ist, wie es scheint, dass hinter seinem Bruder mehr steckt als gedacht und dass Charlie und Hammer ordentlich Dreck am Stecken haben ... Meinung: Ich bin superschnell Teil dieser Geschichte geworden! Der Schreibstil ist süffig und packend und Benny ist ein Jugendlicher, wie er im Buche steht: keine Lust auf Verantwortung, auf den Ernst des Lebens, also wählt er das kleinere Übel und geht bei seinem verabscheuten Bruder in die Lehre. Viel lieber verbringt er Zeit mit seinen Freunden und sammelt Zombiekarten. Der Autor gibt einen lebendigen Einblick in die Welt und Gedanken des Protagonisten und ich fand Benny von Anfang an sympathisch. Auch die Welt, die Maberry entwirft, ist authentisch gezeichnet. Mountainside ist eine ziemlich isolierte Stadt, umringt von Zombies, die eine öde Landschaft bevölkern, seit vor etwa 15 Jahren, in der Ersten Nacht, die Verstorbenen wieder auferstanden sind und ganz Amerika ausgerottet haben. Nur wenige konnten entkommen. Auf den ersten etwa 300 Seiten begleiten wir Benny und Tom bei ihrer "Arbeit", lernen mehr über das Verhältnis der beiden und erfahren einiges über das Leben und die Menschen in Mountainside. Auch werden immer wieder Blicke in die Vergangenheit gewagt. Dieser Teil der Geschichte liest sich richtig gut und macht echt Spaß, weil Welt und Charaktere einfach stimmig sind. Vor allem Benny macht glaubhafte Entwicklungen in seinem Denken und seiner Weltsicht durch. Die übrigen etwa 250 Seiten verengen m.E. die Perspektive und der Autor fährt eindeutig auf der Actionschiene. Benny und Tom befinden sich nun auf einem Rache- und Befreiungstrip, verfolgen ihre Gegner und werden selbst verfolgt. Hier driftet das Buch meiner Empfindung nach zu sehr in oberflächliche Actionmuster und Schwarz-Weiß-Unterscheidung ab. Ein Beispiel: Töten ist schlecht, wenn es die Bösen tun, aber Töten ist gerechtfertigt, wenn es die Guten tun. Da gibt es keine Differenzierung, leider. Überhaupt wurde gerade zum Ende zu stark mit dem moralischen und pädagogischen Zeigenfinger gefuchtelt, was viel zu platt daherkam! Vor allem Tom entwickelt sich zum edlen Samurai mit übermenschlicher Weisheit und Ruhe. Und auch Benny entwickelt sich zum taffen Superheld, dem sein eigenes Leben egal ist. Pfff, viel zu dick aufgetragen ... Leider verkommt der an sich spannende Zombie-Plot zu einem bloßen Hintergrundrauschen. Wirklich gefährlich erscheinen die lebenden Toten nicht mehr, vor allem weil Benny und Co. oftmals mehr Glück als Verstand haben. Auch tun sich an der ein oder anderen Stelle Ungereimtheiten auf, über die ich nicht so einfach hinwegsehen kann. Fazit: Ein Buch, das für mich leider in 2 Teile zerfällt, einen starken und einen eher schwachen. Hatte ich zu Anfang wirklich Spaß am Lesen und konnte mich wunderbar mit der Welt und den Figuren anfreunden, verflog die Hochstimmung langsam, aber sicher, und am Ende musste ich tatsächlich hin und wieder mit den Augen rollen. Drama pur! Aufgrund eines Vorkommnisses am Ende des Buches werde ich aber wohl mit großer Sicherheit den 2. Band lesen. Insegesamt 3,5 von 5 Sternen, aufgerundet auf 4.

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  • Unser Buch des Monats

    Lost Land -  Die erste Nacht
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    Als ich die ersten Seiten der Geschichte gelesen hatte, dachte ich mir „Das kennst du doch schon?“. Und ja, ich kannte es, denn „Lost Land“ kommt als Kurzgeschichte in der Zombie-Anthologie von Christopher Golden vor, allerdings mit anderem Titel. Was der Geschichte als solchen aber weder den Reiz noch die Spannung oder Emotionen nimmt. Von Beginn an war ich begeistert von Benny und seinem Bruder Tom Imura, die zusammen in einer vor den Zombies gesicherten Stadt leben. Benny verachtet seinen Bruder, da er denkt er sei ein Feigling. Er wirft seinem Bruder vor, die Mutter zurück gelassen zu haben, als die Toten auferstanden sind. Im Grunde weiß er gar nicht, was Tom eigentlich macht, wenn dieser die sicherere Zone des Geländes verlässt und ins Niemandsland geht. Erst als Benny denkt, er hat seinen Bruder verloren, geht ihm auf, dass Tom nicht der ist, für den er ihn gehalten hat. John Maberry hat mit „Lost Land“ keinen reinen Zombieroman geschaffen. Es geht viel mehr darum, in der neuen Welt zu überleben. Die Menschen haben sich mit den Zombies arrangiert, leben ihr Leben hinter einem Zaun und  blenden den Tod auf der anderen Seite schlichtweg aus. So einfach es klingt, so leicht ist es natürlich nicht. Die Welt ist düster, trostlos und es scheint, das sich nur die Starken wirklich behaupten können. Der Autor zeigt auf eindrucksvolle Art, das es unter den Menschen schlimmere Gestalten gibt, die eigentlich die Zombies verkörpern sollten. Es geht um ein respektvolles Miteinander, nicht nur zwischen den Lebenden. Zombiefans kommen in „Lost Land“  voll auf ihre Kosten und einige Stellen sind wirklich nichts für schwache Nerven. Und das heißt nicht, dass die Zombies besonders … nun ja, eben Zombiemäßig sind. Das Verhalten einiger Überlebender gegenüber ihren Mitmenschen und vor allem gegenüber den Zombies, lässt den Leser manchmal zurückschrecken und erstmal tief Luft holen, damit man weiter lesen kann. Die Darstellung der Welt wie z. B. die Veränderungen, die seit der ersten Nacht statt gefunden haben, sind sehr detailliert dargestellt und bis ins Kleinste ausgearbeitet. Es gibt andere Berufe, das Schulsystem hat sich den Gegebenheiten angepasst. Auch die Vorstellungen und Erwartungen der Jugendlichen sind von Grund auf verschieden, im Gegensatz zu den Vorstellungen der Menschen aus der damaligen, intakten Welt. Durch die ganze Geschichte zieht sich natürlich ein dünner, kleiner Hoffnungsstrahl, bildlich dargestellt in der Freundin von Benny Imura, der seinen finalen Auftritt in dem erscheinen eines Flugzeugs hat. Seit Jahren sind keine mehr am Himmel geflogen und die Generation um Benny und seine Freunde kennen diese nur aus Erzählungen. Womit auch der Grundstein für den zweiten Teil gelegt ist. Ich, als wirklich großer Zombie und Weltuntergangsgeschichten-Fan, kann „Lost Land“ jedem empfehlen, der auf verdammt gute postapokalyptische Romane steht, die sich nicht nur auf menschenfressende Untote versteift haben, sondern auch einen Blick auf die menschlichen Abgründe der Seele werfen. John Maberry hat dem Zombie-Genre mit „Lost Land“  einen Roman beigesteuert, der anderen Geschichten in nichts nachsteht und in meinen Augen, in keinem Zombiefan-Bücherregal fehlen sollte. Für mich gehört „Lost Land“  zu den besten Zombiegeschichten, die ich bis jetzt gelesen habe. Zusatz Nachdem ich nun auch den zweiten Teil gelesen habe, kann ich diesen meiner Empfehlung nur hintendran stellen. Der zweite Teil „Lost Land:Der Aufbruch“ ist erwachsener, älter und reifer. Benny ist an seinen Erlebnissen gewachsen und das merkt man dem Buch an. Er lernt, auf sich selbst und seinen Instinkt zu hören. Kämpft verbissen um ein Leben, das sein Bruder sich für ihn nie gewünscht hat und kommt am Ende des Buches als ein ganz anderer zwischen den ganzen Zombies hervor, als er in Teil eins gestartet ist. John Maberry hat diese Entwicklung fantastisch zwischen den Worten untergebracht und schafft es, den hohen Erwartung, die man nach dem Lesen des ersten Teils hatte, gerecht zu werden. Die Welt, die er uns im ersten Teil präsentierte, bekommt durch neue, fantastische  Charaktere und düstere Schauplätze mehr Substanz und wirkt authentischer. Der zweite Teil ist noch blutiger als der Erste und lässt auch in Sachen Zombies nichts vermissen. Ohne Probleme hält der Autor die Leser mit einem von Anfang bis Ende straff gespanntes Spannungsbogen in der Geschichte. Wer also einen wirklich sehr guten Zombie-Roman lesen möchte, kann sich mit beiden Teilen von „Lost Land“ auf ein spektakuläres Leseabenteuer freuen, ein Must-Read für alle Zombie-Fans In diesem Sinne: Augen auf und leise sein im Niemandsland, denn dort herrschen die Untoten! Viele Grüße

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    • 2
  • Reise durchs Zombieland

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Nabura

    Nabura

    03. September 2013 um 20:07

    Seit der ersten Nacht vor dreizehneinhalb Jahren erwacht jeder Tote als Zombie wieder zum Leben. Der Großteil Amerikas und auch der Rest der Welt wird nun von Zombies bevölkert. Einige Menschen haben jedoch überlebt, so auch der fünfzehnjährige Benny. Gemeinsam mit seinem Halbbruder Tom lebt er in der streng abgeriegelten Stadt Montainside. Tom ist Zombiejäger, und weil Benny mit fünfzehn einen Job aufnehmen muss, geht er bei ihm in die Lehre. Zum ersten Mal sieht er die Welt außerhalb des Zauns – und muss feststellen, dass die Zombies in den Weiten des Leichenlandes die geringere Bedrohung darstellen.   Die Geschichte beginnt kurz nach Bennys fünfzehntem Geburtstag. Wie alle fünfzehnjährigen muss er wenigstens halbtags einer Arbeit nachgehen, um die volle Nahrungsration zu erhalten. Gemeinsam mit seinem Freund Chong versucht er sich zunächst recht erfolglos an den verschiedensten Arbeiten. So erhält man einen guten Überblick, wie die Stadt aufgebaut ist und funktioniert. Schließlich jedoch sieht er ein, dass eine Lehre bei seinem Halbbruder Tom die interessanteste Alternative ist, und die Handlung kann durchstarten.   Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die thematisch leicht in sich abgeschlossen sind. Der erste Teil erzählt von Bennys erstem Besuch im Leichenland. Endlich erfährt er, was seinen Halbbruder von den coolen Zombiejägern Rotaugen-Charlie und Motor City Hammer unterscheidet und wie die Realität außerhalb des Zaunes aussieht. Der Leser kann beobachten, wie nach und nach eine bisherige Sicht auf die Welt völlig umgekrempelt wird. Im zweiten Teil wird es dann noch spannender: Bennys Freundin wird ins Leichenland entführt, und gemeinsam mit Tom versucht er, sie zu retten.   Was den Leser erwartet, ist ein gefährliches Abenteuer in den Weiten des Leichenlandes. Benny und Tom müssen sich gegen zahlreiche Zombies verteidigen, doch auch gegen Menschen, bei denen im Vergleich die Zombies regelrecht harmlos wirken. Dramatische Szenen und spannungsgeladene Aufeinandertreffen sind garantiert! Gleichzeitig geht die Handlung aber auch in die Tiefe und dreht sich Themen wie Ethik, Loyalität, Vertrauen und Freundschaft. Auch wenn der Fokus des Buches für mich eher auf der Spannung lag, haben mir die ruhigeren Szenen, die immer wieder eingebaut wurden, gefallen.   „Lost Land: Die erste Nacht“ erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, die im zombiefizierten Amerika durch das Leichenland ziehen. Zu sinnlosem Niedergemetzel kommt es eher selten, stattdessen darf sich der Leser auf eine spannende Verfolgungsjagd und die Frage nach der Würde eines Zombies freuen. Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es gerne an Leser weiter, die Dystopien und Zombies mögen.

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  • Ein erster Band, der Lust auf den zweiten macht

    Lost Land -  Die erste Nacht
    melanie_reichert

    melanie_reichert

    21. August 2013 um 21:21

    “Die Erste Nacht” ist der erste Band rund um die Imura-Brüder der Serie “Lost Land”. Wir bekommen diese postapocalyptische Geschichte aus der Er-Perspektive erzählt. Abwechselnd nehmen wir die Sicht von Benny und Tom wahr. Die Wahl der Perspektive ist angebracht, weil zwischen den Charakteren gewechselt wird. Die beiden Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein: Schon alleine das Alter macht diese Unterschiede deutlich, denn zwischen den beiden liegen mehr als 10 Jahre. Während Tom schon erwachsen ist und sich auch so verhält, steckt Benny noch mitten in der Pubertät. Er ist nach der “Ersten Nacht” groß geworden und kennt somit keine Welt vor der Zombie-Apokalypse. Dadurch hat er eine ganz andere Sicht auf die Dinge als sein großer Bruder. Für ihn ist es normal, jeden Tag ums Überleben zu kämpfen. Während Tom die Gefahren der Zombies kennt, ist Benny ganz wild darauf selber gegen welche zu kämpfen. Einen dicken Pluspunkt vergebe ich an die Atmosphäre und das Setting. Ich konnte mich sehr gut in die Menschen der improvisierten Stadt hineinversetzen. Ich konnte die Ödnis quasi vor meinem Auge sehen, den Stacheldrahtzaun, der die Zombies von einem Angriff zurückhält und die überwucherten Gegenden, die außerhalb der sicheren Zonen liegen.  Die Angst und Zweifel der Menschen waren greifbar, ebenso wie gefährliche Stimmung außerhalb des Zauns. Allerdings gibt es auch etwas zu mecker: die Spannungskurve. Leider hat die Spannung für mich viel zu spät eingesetzt. Teilweise hatte ich schon überlegt, abzubrechen, weil in der ersten Hälfte nicht wirklich viel passiert. Vielmehr wird auf die Vergangenheit der Brüder eingegangen, sowie die Stadt, Umgebung und deren Bewohner beschrieben. Die zweite Hälfte war dann aber super spannend, weswegen ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue. Man könnte die erste Hälfte auch als “Vorgeschichte” betrachten, denn danach geht es richtig los. Für mich ein gelungener erster Band einer Zombie-Endzeit-Geschichte, in der es die Menschen endlich mal geschafft haben, sich mit der Situation zu arrangieren. Hier sind es nicht nur die Untoten, die den Überlebenden das Dasein erschweren … auch Menschen können grausam sein.

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  • Absolute Überraschung!

    Lost Land -  Die erste Nacht
    katie1984

    katie1984

    07. August 2013 um 20:29

    Wenn mich etwas überraschen konnte, dann diese Geschichte um zwei Brüder in einer Welt die dem Ende geweiht ist... Format: Hardcover Autor: Jonathan Maberry Erscheinungsdatum: 28. September 2012 Seitenanzahl: 528 Altersempfehlung: 13-16 Jahre Verlag: http://cms.thienemann.de Über den Autor: Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als Jiujitsu-Kämpfer eine Reihe von übernatürlichen Horror-Romanen verfasst, ist New-York-Times-Bestseller-Autor und wurde mehrfach mit dem Bram-Stoker-Award ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel Comics und Drehbücher für Spielfilme wie "Wolfman". Mit „Lost Land – Die erste Nacht“ startet er eine post-apokalyptische Serie für Jugendliche. Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky. Inhalt/Klappentext: Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist. Gestaltung: Ein stabil verarbeitetes gebundenes Buch, mit Liebe zum Detail. Der Umschlag, wie auch der Buchdeckel sind bedruckt. Das Motiv passt perfekt zum Inhalt. Positiv fand ich auch die zusätzlich illustrierten Seiten innerhalb des Buches. Bei jedem neuen Kapitel wurde die Zahl von dem Stacheldraht eingerahmt und auch die Krähe hatte ihren Einsatz bei jedem neuen Teil dieser Geschichte. Benny ist 15 und kennt keine Freiheit. Er kennt keine Welt, wie wir sie kennen. Denn Benny lebt in einer Siedlung umgeben von einem Zaun. Die einzige Hürde die ihn und alle Anderen dort Lebenden von der grausamen Weite des Todes trennen, der Welt der Untoten! Niemand weiß wie es passierte, aber es passierte als Benny ein Kleinkind war. Die Toten erwachten wieder zum Leben und rannten Alles nieder was einen Puls hatte. Er erinnert sich noch immer an die folgenschwere erste Nacht, als seine Mutter am Fenster stand und schrie, während hinter ihr ein Infizierter nach ihrem Leben trachtete. Sein Vater. Auf dem Arm seines großen Bruders Tom beginnt sein "neues" Leben. Sie flüchten und schaffen es in die sichere Siedlung Mountainside. Bennys Bruder erarbeitet sich dort einen angesehenen Status als "Zombiekiller" und auch er will seinen ganzen, angestauten, Hass an diesen Kreaturen auslassen und das so früh wie möglich. Benny möchte mehr über die Außenwelt und die erste Nacht erfahren. Seine Neugier ist unbändig und er saugt alle Geschichten rund um dieses Thema auf, egal von wem sie stammen. Aber Derjenige, der am Meisten zu wissen scheint, Tom, teilt nichts mit Benny von seinem Wissen. Benny versteht es nicht und ist wütend. Er versteht nicht wieso sein Bruder nun Untote beseitigen kann, aber damals nicht versucht hat seiner Mutter zu helfen. Für ihn ist er ein Feigling. Als sein Bruder ihm schließlich mit 15 Jahren, im arbeitsfähigen Alter, das Angebot unterbreitet ihn als "Jäger" auszubilden hat Benny längst aufgegeben und reagiert trotzig. Nach einer langen erfolglosen Jobsuche innerhalb der Stadt gibt sich Benny widerwillig geschlagen und nimmt Tom´s Angebot an. Der erste Auftrag, im Todesland, an der Seite seines Bruders wird Benny´s Leben verändern. Er wird einsehen, dass die Welt hinter dem Zaun nicht so ist wie er sie sich vorgestellt hat, der Job ihn an Grenzen bringt, die er nie für möglich gehalten hätte und sein Bruder nicht Derjenige ist zu dem er ihn verurteilt hat. Ein Abenteuer voller Lehren, Erfahrungen, verwirrenden Gefühlen, Überraschungen und düsterer Tiefen der menschlichen Existenz warten auf ihn... Charaktere: Die Hauptcharaktere Benny und Tom, so wie auch die Nebencharaktere (Freunde, Bösewichte etc.) die in diesem Buch eine Rolle spielen wurden meist sehr gut und bildhaft gestaltet. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind nachvollziehbar und ausführlich erklärt. Jeden einzelnen Charakter konnte ich mir problemlos vorstellen und in seine Welt eintauchen. Die Rolle von Tom hat mich am Meisten angesprochen. Geheimnisvoll, mit Schwächen und einer unbändigen Tapferkeit ist er der sexy Held in diesem Abenteuer. Benny zeigt sich vielschichtig. Anfangs unerfahren und naiv reift er zu einem jungen Erwachsenen heran mit all seinen Facetten und Eigenschaften. Die Verbindung zu den Charakteren war bei mir dauerhaft präsent. Schreibstil: Auch der Schreibstil hat mich durchweg überzeugt. Das Geschriebene ist leicht, flüssig und verständlich zu lesen. Immer wieder wurden Spannungsbögen eingebaut und Erklärungen interessant und vielseitig zu Papier gebracht. Der Autor ist ein Meister der Wendungen und schafft es immer wieder die Neugier auf die weitere Handlung anzutreiben, indem er bestimmte Ereignisse vorweg nimmt, ohne zuviel vom ,zukünftigen, Geschehen preiszugeben. Mich hat seine Schreibweise mitten in die Geschichte hineingezogen und nicht mehr losgelassen. Fazit: Dieses Buch ist für mich eine absolute Überraschung, im positiven Sinne. Der Autor konnte mich kontinuierlich an die Geschichte, um die beiden Brüder Benny und Tom, fesseln. Es gab brutale Szenen, erschütternde Einblicke in die dunklen Tiefen der menschlichen Seele, viele traurige Seiten, aber auch Humor und Wortwitz. Dieses Buch ist nicht mein erster Roman über Untote, aber ganz anders als Alles was ich zuvor unter die Nase bekommen habe. Es geht nicht um 08/15 Zombies metzeln und Überleben, sondern um Lernen, Verständnis, Mitgefühl, Ängste besiegen, Hoffnung und eine Prise (unkitschige) Liebe. Absolute Leseempfehlung von mir! Bewertung: Inhalt: 5/5 Gestaltung:5/5 Charaktere:4/5 Schreibstil:5/5 Aufbau:5/5                                  Band 2 ist am 15. 07. 2013 erschienen. Ich freue mich auf die Fortsetzung...

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  • Ein Buch das mich sehr überrascht hat, weil ich bisher mit Zombies nichts am Hut hatte

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2013 um 20:53

    Titel:   Lost Land – Die erste Nacht   Autor:   Jonathan  Maberry   ISBN:   9783522201513   Erscheinungsdatum:   September 2012   Cover:   Einfach genial, Feuer, Maschendraht, ein Rabe im Flug und das nicht nur am Cover außen sondern auch wenn man den Umschlag abnimmt ist dieses Bild mit dem Raben zu sehen.   Kurzbeschreibung laut Buch:   Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist.   Meine Kurzbeschreibung:   Zwei Brüder, Benny und Tom,  in einer unwirklichen Welt. Es ist etwas passiert und keiner in der Stadt will wirklich darüber reden. Sie leben in einer Stadt um die ein Zaun steht. Wenn man über den Zaun hinaussieht, dann sieht man Untote, Zombies. Der eine Bruder hat einen Beruf, Kopfgeldjäger und versucht damit sich und seinen Bruder durchzubringen. Der kleine Bruder jedoch glaubt sein großer Bruder ist ein Feigling weil er die Eltern im Stich gelassen hat. Die Welt ist unwirklich und „unmenschlich“ und keiner will es sehen. Doch dann gehen beide Brüder durch den Zaun und der kleine Bruder bekommt einen neuen Einblick und lernt das Leben und die Untoten neu kennen.   Schreibstil:   Klar, deutlich, spannend. Das Buch ist perfekt zu lesen und man verliert meines erachten nie den Faden.   Fazit:   Lost Land war mein erstes Zombiebuch. Und was soll ich sagen, ich will mehr davon und freue mich schon auf die Fortsetzung. Ein Buch in dem es nicht nur um Zombies geht, nein, es geht um Gefühle, Verlustängste, Wut, Verdrängung, Liebe, Mut, Kampf usw. einfach alles was das Herz sich wünscht. Ich kann nur sagen lesen und selbst entscheiden.   Sterne:       *****             von 5 Sterne

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  • Jugendbuch meets Zombie

    Lost Land -  Die erste Nacht
    Alix

    Alix

    30. July 2013 um 12:19

    "Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist." Als ich dieses Buch in die Hände bekommen habe war klar, dass ich es lesen muss..... Zombies! Und dann auch noch ein Jugendbuch! Also schnell eingepackt und zuhause direkt angefangen zu lesen. Doch dann kam die Ernüchterng. Es war sehr schwerfällig, hat mich überhaupt nicht mitgerissen. Der Protagonist Benny lebt zusammen mit seinem älteren Halbbruder und seinen Freunden innerhalb der Enklave. Seine größte Sorge ist es keinen Job zu finden, denn dann würden sie ihm die Essensrationen streichen. Er könnte bei seinem Bruder in die Lehre gehen, einem Jäger, doch das will er nicht. Er hasst ihn, hält ihn für einen Feigling, weil er in der ersten Nacht als alle Zombies kamen geflohen ist, ohne ihrer Mutter zu helfen. Ja der Benny, der war mir doch wirklich arg unsympatisch. Obwohl, das ist ein wenig zu weit gegriffen. Es war ein neutraleres Gefühl. Er hat mich nicht wirklich interessiert. Ich konnte nicht mit ihm mitfühlen und das zog sich bis zum Ende des Buches hin. Dann kam jedoch ein Lichtblick. Sein Bruder Tom wurde zu einem wichtigen Charakter und ihn mochte ich wirklich gerne. Ein toller Charakter mit Ecken und Kanten, ein junger Mann mit einer schweren Aufgabe. Als Bennys Freundin Nix entführt wird, ziehen die beiden ins Leichenland um sie zu suchen. Doch nicht nur sie. Denn Tom sucht schon seit Jahren jemanden ganz bestimmtes. Ein verlorenes Mädchen. Alles in allem ein Buch bei dem ich Anfangs echt Probleme hatte reinzukommen, ab Mitte hat es mir ( mit Toms Auftritten) wirklich gut gefallen. Ob ich den zweiten Teil ( der bereits erschienen ist) lese weiß ich jedoch nicht ( was aber an den Unmengen von Büchern liegt die ich noch hier habe)

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