Jonathan Meese

von Jonathan Meese 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Jonathan Meese
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Inhaltsangabe zu "Jonathan Meese"

Texte von Jonathan Meese und Jan Bauer. Mit eingelegter DVD mit Performance-Videos „Die Diktatur der Kunst ist das Radikalste, das jemals seit Menschengedenken formuliert wurde.“ Was Jonathan Meese zur Veröffentlichung dieser Behauptung veranlasst, ist aus seinem wohl bisher frechsten und radikalsten Künstlerbuch zu erfahren. Schonungslos wettert er gegen alle historischen und gegenwärtigen Gesellschaftsordnungen und erklärt sie für gescheitert und auch für die Zukunft völlig unbrauchbar. Meese wäre jedoch nicht Meese, würde er es nur wie viele seiner Zeitgenossen beim Anprangern bzw. „schöngeistigen Refl ektieren“ der bestehenden Verhältnisse belassen. Seinem metabolischen Denken und Handeln verdankt er schließlich die Erkenntnis von der Herrschaft einer Sache. Dieses Prinzip legt Meese auf alle unsere politischen Herrschaftsformen um und proklamiert, dass weltweit alle Menschenmachtsfanatistenpolitiker abdanken und ihre Macht einer Sache übertragen sollen. Und diese alles überragende, von Menschenmacht vollkommen unabhängige Sache sieht Jonathan Meese in nichts anderem als in der Kunst. Der Sache Kunst jegliche politische Menschenmacht zu schenken und von da an über alle und alles diktatorisch regieren zu lassen, sagt Jonathan Meese, sei die ultravisionärste Totalutopie aller Zeiten. Mit der Herausgabe dieser Kampfschrift, sagt er, könne niemand mehr behaupten, dass er von nichts „was gewusst“ haben will.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783865606327
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:Distributed Art Pub Inc
Erscheinungsdatum:10.02.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Jonathan Meese" von Jonathan Meese

    Jonathan Meese hat ein Vater-, ein Mutter-, ein Führerproblem oder aber gar keins, das kann ja auch sein, kann man nie wissen. Vielleicht vollkommen problemlos unterwegs, der Johnny. Es ist irgendwann im März 2007 als ich in seiner Galerie sitze, seine Haare bewundere und eine Zigarette nach der anderen rauche. Er rennt durch die Etagen und sucht ein Verlängerungskabel. Dann reden wir, 30 Minuten, 60 Minuten, irgendwann sind die Fragen vorbei. Ich greife nach meinen Zigaretten und sage: "Hier kommt meine allerletzte Frage, sie ist etwas ganz besonderes: Nehmen wir an, du dürftest den Ring der Nibelungen aufführen, in Bayreuth, und in der Loge sitzen Hitler und Nietzsches Schwester, die dämliche Kuh. Als was würdest du dich inszenieren?". Meese: "Als Baby de Large, definitiv". Danach reden wir noch weitere zwei Stunden, Messe lässt nicht mehr locker, ich rauche, er redet, wir beide machen nur Unsinn. Seine Galeristin stürzt herein: "Johnny, scheiße, wir haben keine Zeit mehr", dann gehen wir ins Foyer und Meese stürzt auf zwei Rentnerinnen zu, denen er erst einmal die erworbenen Poster vollmalt "Und? Pflegeleicht?" Die Galeristin verdreht die Augen. Zum Abschied bekam ich diesen Katalog geschenkt, dazu noch eine Zeichnung mit Daddy, Pimmel und Adolf. So, und jetzt?

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