Jonathan Safran Foer

 4.3 Sterne bei 2,745 Bewertungen
Autor von Extrem laut und unglaublich nah, Alles ist erleuchtet und weiteren Büchern.
Jonathan Safran Foer

Lebenslauf von Jonathan Safran Foer

Der Autor Jonathan Safran Foer wurde 1977 in Washington geboren. Er studierte in Princeton Philosophie und lebt und arbeitet heute in New York. Seit 2001 arbeitet Foer als Literat, nachdem er vorher als Ghostwriter tätig war. Er war Mitherausgeber einer Sammelschrift zu Ehren des New Yorker Künstlers Joseph Cornell. Sein erster eigener Roman „Alles ist erleuchtet“ machte ihn mit einem Schlag bekannt. Das Buch über die leicht autobiographische Reise zu den jüdischen Wurzeln hat die meisten Feuilletonisten einhellig zu dem Urteil eines der besten Bücher des Jahres verleitet.Der Roman wurde auch unter der Regie von Liev Schreiber verfilmt. Die Hauptrolle spielt Elijah Wood. Auch sein zweiter Roman "Extrem laut und unglaublich nah", brach wiederum sämtliche Verkaufs- und Kritikerrekorde. Sein erstes Sachbuch "Tiere essen" erschien im August 2010 im KiWi Verlag und behandelt den Vegetarismus sowie die Massentierhaltung. Sein neuester Roman "Hier bin ich" erschien im November 2016 nach einer elfjährigen Schreibpause. Darin behandelt er wichtige Fragen zu Familie und Heimat.

Alle Bücher von Jonathan Safran Foer

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Buchformat:
Extrem laut und unglaublich nah

Extrem laut und unglaublich nah

 (1,184)
Erschienen am 01.05.2007
Tiere essen

Tiere essen

 (481)
Erschienen am 16.05.2013
Alles ist erleuchtet

Alles ist erleuchtet

 (495)
Erschienen am 01.04.2009
Hier bin ich

Hier bin ich

 (50)
Erschienen am 23.05.2018
Alles ist erleuchtet: Roman

Alles ist erleuchtet: Roman

 (3)
Erschienen am 04.07.2011
Extrem laut und unglaublich nah

Extrem laut und unglaublich nah

 (29)
Erschienen am 01.10.2005
Alles ist erleuchtet

Alles ist erleuchtet

 (12)
Erschienen am 10.01.1970
Tiere Essen

Tiere Essen

 (11)
Erschienen am 30.08.2010

Neue Rezensionen zu Jonathan Safran Foer

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Y

Rezension zu "Eating Animals" von Jonathan Safran Foer

Informativ, lesenswert und erschreckend - jedoch mit einigen Mängeln und unbeantworteten Fragen
Yvonne-liestvor 12 Tagen

Der Inhalt von Jonathan Safran Foers Buch "Eating Animals" (deutscher Titel: "Tiere essen") wird im Klappentext folgendermaßen zusammengefasst:

"Eating Animals is a uniquely passionate, powerful and provocative exploration of what we eat and why. It is both a personal quest which goes to the very heart of what it means to be human and a riveting exposé of the horrors and dangers of factory farming."

Die Sprache ist immer klar und verständlich, wie es von einem solch erfolgreichen Autor zu erwarten ist. Die Hintergründe sind gut recherchiert: auch der informierte Leser kann hier noch sehr viel lernen. Foer geht hauptsächlich auf die Industriestandards und verschiedenen Praktiken und Arbeitsschritte bei der Produktion von Fleisch und Fisch ein, daneben aber auch auf die verherenden Folgen auf Umwelt, Klima und Gesundheit.

Das Buch ist ein klarer Appell gegen die Grausamkeiten der Massentierhaltungsbetriebe. Die recherchierten Fakten werden offen dargelegt, oft ist es schwer weiterzulesen. Man sollte es trotzdem tun. "Eating Animals" weißt darauf hin, dass wir dem Grauen, welches wir durch unser Konsumverhalten verursachen, ins Auge schauen müssen.

Als Alternative zu den verschmähten Massentierhaltungsbetrieben ("factory farms") stellt Foer kleine, familiär geführte Bauernhöfe dar. Dabei übersieht er, dass auch in solchen Betrieben äußerst ineffizient und klimaschädlich Nahrung hergestellt wird.

Leider geht Foer nicht ausreichend auf die moralische Fragestellung ein, weshalb es gerechtfertigt ist, Tiere zu essen. Nach seiner Darstellung ist es völlig ausreichend, den Tieren ein einigermaßen leidfreies Leben und einen kurzen Tod zu geben. Dies sollte keine genügende Rechtfertigung darstellen, da ja im Normallfall kein zwingender Grund besteht, das Tier überhaupt zu essen.

Die im Buch interviewten Vegetarier und Veganer geben als ihre Beweggründe ihr Mitgefühl mit den Tieren an. Diese sentimentale Darstellung geht an der Fragestellung vorbei. Beim Verzicht auf Tierprodukte geht es um fundamentale Gerechtigkeit. Tiere sollten nicht wie bloße Produktionsmittel behandelt werden. Zur weiteren Lektüre zu diesem Thema empfehle ich die Bücher von Gary Francione und Anna Charlton.

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L007s avatar

Rezension zu "Alles ist erleuchtet" von Jonathan Safran Foer

Atemberaubende Erleuchtungen
L007vor 4 Monaten

Jonathan Safran Foer hat mit "Alles ist erleuchtet" für einen wahrhaft appetitlichen Moment gesorgt, der selbst die gefürchtetsten Kritiker milde stimmte und Nachschlag verlangen ließ. So viel Hingabe im Miteinander der Figuren! Da erfindet ein Adoptivvater beispielsweise eine Mutter für seine Tochter, damit sie einen Bezug in ihrem Leben hat. Jeden Abend liest er aus nichtvorhandenen Liebesbriefen, erzählt fiktive Erlebnisse und Eigenheiten dieser Frau bis er selbst so stark von ihr überzeugt ist, dass ihn die Sehnsucht nach ihr fast verzehrt.

 

Man kann in Foers Audiobook an jeder Stelle beginnen, zuzuhören. Man kann von hinten nach vorne oder umgekehrt einsteigen - Erleuchtung findet man überall, auch in der Leere, mit der die Geschichte beginnt.

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Lostinwordss avatar

Rezension zu "Extrem laut und unglaublich nah" von Jonathan Safran Foer

Jonathan S. Foer schickt einen kleinen Jungen auf eine große Suche
Lostinwordsvor 4 Monaten

Warum ist es so leicht, diesem Audiobook über sieben Stunden am Stück zu lauschen? Weil man eines erfahren will: Wer hat dem Jungen so brutal das Herz gebrochen?

 

Eigentlich müsste man nach dem Hören des Audiobooks schweigen, sofern man nicht in Tränen und ein "So schön, so so schön"-Stammeln ausbricht. Denn Foers kleine Geschichte über einen Jungen in New York, der seinen Vater sucht, ist extrem leise, unglaublich nah und das, was man "Wohlfühl"-Literatur nennen könnte. Dieses Stück zieht den Hörer bedingungslos in eine andere Welt und spricht in einer belebenden Sprache, die man so vorher nie gehört zu haben meint. Jonathan Safran Foer drückt die richtigen Knöpfe, um sanfte, mitleidende, sehnende, verständnisvolle, witzige ach und was nicht alles an guten Emotionen beim Zuhören zu bewirken.

 

Hinzu kommt, dass der erfahrene Sprecher Alexander Khoun die Geschichte liest und Foers unterschiedlichst farbigen Figuren Leben einhauchen kann von extrem nachdenklich über furchtbar wütend bis jugendlich begeistert. Khoun beherrscht sein Handwerk spielend. Heraus kommt etwas so Wunderbares, dass man sich in dem Audiobook beinahe wie zu Hause fühlen kann.

 

Alles was von seinem Vater blieb, ist ein Schlüssel, der in einem Briefumschlag mit der Aufschrift "Black" in einer Vase steckte. Diesen findet der neunjährige Oscar ein Jahr nachdem sein Vater bei den Anschlägen vom 11. September im "Windows on the World", dem Café im obersten Stockwerk des World Trade Center, starb. Oscar: "Ich kann mich genau erinnern, wie ich mich nach dem 11. September fühlte. Und ich glaube, es ging vielen Leuten genau so: Ich fühlte mich sehr verwundbar und ungeschützt. Es passierte sogar, dass ich meinem Bruder sagte, wie sehr ich ihn liebe. Für viele Leute war es das erste Mal, dass sie weinten."

 

Mit dem Fund des Umschlags hat der Junge endlich eine Aufgabe in seinem Leben gefunden, einen Sinn, denn dieser Brief musste eine Botschaft seines toten Vaters sein. Für Oscar beginnt eine gigantische Suche: "Ich fand heraus, dass es in New York 472 Menschen namens Black gab. Sie hatten 216 verschiedene Adressen, weil ein paar Blacks unter einem Dach lebten, versteht sich von selbst. Ich stellte folgende Rechnung auf: Wenn ich jeden Samstag zwei Blacks aufsuchen würde, was durchaus im Bereich des Möglichen lag, plus die Ferien, plus die Proben für Hamlet und andere Sachen wie Münz- und Mineralienbörsen, dann würde ich ca. drei Jahre brauchen, um alle aufzusuchen."

 

Oscar trifft während dieser Suche auf merkwürdige Gestalten, bizarre Geschichten, irrwitzige Dialoge und seltsame Vorfälle, die immer auch etwas zum Schmunzeln übrig haben. Und all diesen Blacks erklärt Oscar, warum er das Schloss zu dem Schlüssel so dringend finden muss: weil er das Gefühl hat, seinen Dad erst dann richtig zu lieben, wenn er es schafft, dieses Rätsel zu lösen. Und endlich kann er auch jemandem sein größtes und bitterstes Geheimnis anvertrauen: dass er damals wie erstarrt am Anrufbeantworter stand, als sein Vater die letzten Versuche im World Trade Center unternahm, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Aber für ihn, den kleinen Oscar, war es schier unmöglich, den Hörer abzunehmen.

 

"Extrem laut und unglaublich nah" ist ein Entwicklungsroman, der sich mit seinem Protagonisten an den blechtrommelnden Oskar von Günter Grass anlehnt und eine Fülle von Themen abdeckt.  Vielleicht ist das Hinreißendste an diesem Stück von Jonathan Safran Foer jedoch nicht die Fülle, sondern dass es so unpolitisch mit den Ereignissen des 11. September umgeht.

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Gespräche aus der Community

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PenguinRandomHouseUKs avatar
Liebe Leser,

Das Buch des Monats im September ist Here I am von Jonathan Safran Foer.
Here I am ist sein erster Roman seit vor zehn Jahren Extrem Laut und Unglaublich Nah erschienen ist.

Das Buch umfasst fast 600 Seiten, deshalb fallen die Leseabschnitte dieses Mal sehr unterschiedlich aus. 


DAS BUCH

God asked Abraham to sacrifice his beloved son Isaac, and Abraham replied obediently, 'Here I am'.

This is the story of a fracturing family in a moment of crisis. Over the course of three weeks in present-day Washington DC, three sons watch their parents' marriage falter and their family home fall apart. Meanwhile, a larger catastrophe is engulfing another part of the world: a massive earthquake devastates the Middle East, sparking a pan-Arab invasion of Israel. With global upheaval in the background and domestic collapse in the foreground, Jonathan Safran Foer asks us - what is the true meaning of home? Can one man ever reconcile the conflicting duties of his many roles - husband, father, son? And how much of life can a person bear?

DER AUTOR

Jonathan Safran Foer is the author of Everything Is Illuminated, Extremely Loud and Incredibly Close, and Eating Animals. He has also edited a new modern edition of the sacred Jewish Haggadah. He edited the anthology A Convergence of Birds and his stories have been published in the Paris Review, Conjunctions and the New Yorker. Everything Is Illuminated won the National Jewish Book Award and the Guardian First Book Award. Jonathan Safran Foer teaches Creative Writing at New York University.

Zu gewinnen gibt es 25 Exemplare. In den Lostopf kommt jeder, der uns diese Frage beantwortet:

Warum kauft ihr englische Bücher?

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Viel Erfolg und liebe Grüße,

Svenja
Joachim_Tieles avatar
Letzter Beitrag von  Joachim_Tielevor 2 Jahren
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DieBuchkolumnistins avatar
Ich habe hier schon das Buch "Anständig essen" von Karen Duve wandern lassen und es kommt sehr gut an: http://www.lovelybooks.de/thema/Wanderbuch-Anst%C3%A4ndig-essen-von-Karen-Duve-643068294/753819921/?liste=modern Deswegen nun wegen dem großen Interesse am Thema hier das Wanderbuch zu "Tiere essen", dem heiß diskutierten Buch von Jonathan Safran Foer zur Tierhaltung, Massenproduktion von Lebensmitteln etc. Vielleicht möchtet ihr es auch lesen? Es ist ein Hardcover, deswegen möchte ich es mal als Wanderbuch auf den Weg schicken, vielleicht hat ja jemand Lust dann mit darüber zu diskutieren.... :-) Wie das Wanderbuch funktioniert: Ihr tragt Euch einfach der Reihe nach ein und in der Reihenfolge wird es dann auch verschickt! Ich schicke es am Montag hier los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. So, wer hat Lust dabei zu sein? Karla schickt los an: 1) reserviert für Queenelyza 2) reserviert für Frau Maus 3) 4) 5) ....
Zum Thema
Nicki81s avatar
Habt auch ihr Lust auf Gänsehaut, Emotionen und etwas Besonderes? Ich bin sicher, genau das erwartet uns hier! Seit ich "Extrem laut und unglaublich nah" – mein erstes Buch von Jonathan Safran Foer – gelesen habe, lässt es mich nicht mehr los. Ich hab selten etwas gelesen, das mich so dermaßen berührt, den Atem genommen und sprachlos zurück gelassen hat. Ein wunderbares und sehr bewegendes Buch. Und in seiner Machart einzig. Die Erzählstruktur und die vielen kleinen Besonderheiten...auf jeder Seite etwas zu Entdecken. Ich konnte es damals einfach nicht aus der Hand legen, weil ich so aufgeregt war und mit Oskar mit gefiebert und gerätselt habe. Total interaktiv...wirklich unglaublich. Ein kleines Kunstwerk. Ich bin nun sehr gespannt, ob „Alles ist erleuchtet“ daran anknüpfen kann und zu einem weiteren außergewöhnlichen Schatz wird. Zum Inhalt: Ein junger Amerikaner reist durch die Ukraine. Lebt sie noch, die Frau, die seinem jüdischen Großvater während der Nazizeit das Leben gerettet hat? In einem klapprigen Auto macht er sich auf die Suche nach einer gespenstischen Vergangenheit. Seine Reiseführer sind ein alter Ukrainer und dessen Enkel Alex, der ein herrlich verrücktes Englisch spricht. Ein wundersames Roadmovie, ein unwiderstehlich verspieltes Buch: herzzerreißend, komisch und tieftraurig. (Klappentext, Fischer Verlag, Taschenbuch, 2011) Start der Leserunde steht noch nicht fest. Ich würde Mitte/ Ende März vorschlagen. Je nachdem wie es euch passt. Mitmachen kann jeder, der Spaß an einem Buch mit besonders eigenem Reiz hat :) Hier noch ein Schmankerl. Ich habe eine Website entdeckt, die wohl zum Buch gehört – mit versteckten Räumen und Rätseln: http://www.whoisaugustine.com/ Wer lieber was für die Ohren mag. Es gibt auch ein Hörbuch! Nun wünsch ich uns viel Spaß :) Wünscht ihr euch andere Leserunden, dann schaut mal hier vorbei: http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-B%C3%BCcher-wollt-ihr-in-einer-Leserunde-lesen-Wunschliste-zum-Eintragen--831568944/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8/ZmlsdGVyc29ydD1uZXUmc2VjdGlvbj1mb2xsb3dpbmc%3D&liste=modern
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Zusätzliche Informationen

Jonathan Safran Foer wurde am 21. Februar 1977 in Washington D.C. (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 3,566 Bibliotheken

auf 483 Wunschlisten

von 155 Lesern aktuell gelesen

von 85 Lesern gefolgt

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