Here I Am

von Jonathan Safran Foer 
3,2 Sterne bei27 Bewertungen
Here I Am
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Positiv (10):
wandablues avatar

Ein Familienroman und gleichzeitig eine Liebesgeschichte ans Jüdisch sein - von mir gibt es eine Leseempfehlung für anspruchsvolle Leser!

Kritisch (6):
Klene123s avatar

Viel Vorwissen benötigt und dann trotzdem nur Rede um den heißen Brei

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Inhaltsangabe zu "Here I Am"

In the book of Genesis, when God calls out, "Abraham!" to order him to sacrifice his son Isaac, Abraham responds, "Here I am." Later, when Isaac calls out, "My father!" to ask him why there is no animal to slaughter, Abraham responds, "Here I am."
How do we fulfill our conflicting duties as father, husband, and son; wife and mother; child and adult? Jew and American? How can we claim our own identities when our lives are linked so closely to others? These are the questions at the heart of Jonathan Safran Foer's first novel in eleven years - a work of extraordinary scope and heartbreaking intimacy.
Unfolding over four tumultuous weeks, in present-day Washington, D.C., Here I Am is the story of a fracturing family in a moment of crisis. As Jacob and Julia and their three sons are forced to confront the distances between the lives they think they want and the lives they are living, a catastrophic earthquake sets in motion a quickly escalating conflict in the Middle East. At stake isthe very meaning of home - and the fundamental question of how much life one can bear.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780241146187
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:592 Seiten
Verlag:Hamish Hamilton
Erscheinungsdatum:06.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    WildRoses avatar
    WildRosevor einem Jahr
    Enttäuschend...

    Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen und werde, nachdem mich auch "Extrem laut und unglaublich nah" nicht gerade restlos begeistern konnte, in Zukunft sehr genau überlegen, bevor ich mir einen Roman von J.S. Foer zulege.

    Was hat mich an diesem Buch gestört? Nun, vor allem, dass es so gewollt wirkte, so angestrengt, dass ich beim Lesen fast die ganze Zeit über das Gefühl hatte, der Autor habe unbedingt ein Werk von großer Bedeutung schaffen wollen. Mir mangelte es an "Echtheit", ich empfand das Buch als nicht wirklich authentisch, die Dialoge erschienen mir oft gekünstelt (und übertrieben in die Länge gezogen), die Beschreibungen so, als habe der Autor vor allem noch mehr Seiten herausschinden wollen - muss ich wirklich eine etwa dreiseitige Ausführung über die Masturbationstechniken eines Dreizehnjährigen lesen?
    Die Handlung konnte mich nicht mitreißen, die Protagonisten, bestehend aus einem jüdischen Ehepaar und dessen drei Kindern, blieben flach und platt, ihr Schicksal war mir gelinge gesagt gleichgültig. Ich fand die Kinder, die wohl eher frühreif und klug wirken sollten, sehr unrealistisch dargestellt und  stellenweise richtig nervtötend. 
    Interessanterweise las ich vor einigen Jahren Jonathan Franzens "The Corrections" und war davon eher wenig angetan. Kürzlich lass ich es erneut und war begeistert. Wenn ich nun "Here I am" mit Franzens "Corrections" vergleiche, dann besteht da ein himmelweiter Unterschied zwischen diesen beiden Büchern über dysfunktonale Familien, verknüpft mit Ausführungen und Überlegungen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Was bei Franzen authentisch wirkt und fesselt, langweilt bei Foer eher. Sein Herumphilosophieren kam mir auch sehr "gewollt" und konstruiert  vor. Für mich war dieses Buch Foers sehr enttäuschend.

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    dominonas avatar
    dominonavor 2 Jahren
    Warum so kompliziert?

    Ja, das Buch ist komplex, aber bei fast 600 Seiten schafft der Autor es leider doch sehr viel zu sagen, aber nicht allzu viel rüberzubringen. Man mag sich jetzt Gedanken machen, was jüdisch-amerikanisch bedeutet oder wann und wie sich eine Ehe auseinander gelebt hat, aber das geht auch mit Dialogen, die sich weniger im Kreis drehen und das Thema töten. Nicht falsch verstehen: das Buch hat so seine Momente, aber alles in allem waren mir die Protagonisten zu steif, weshalb sich die Darstellungen manchmal auch widersprochen haben. 
    Das Buch ist anspruchsvoll, wird aber in letzter Konsequenz leider seinem eigenen Ziel nicht gerecht.

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    wandablues avatar
    wandabluevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Familienroman und gleichzeitig eine Liebesgeschichte ans Jüdisch sein - von mir gibt es eine Leseempfehlung für anspruchsvolle Leser!
    Vielschichtig, komplex, beinahe perfekt

    Vielschichtig, komplex, beinahe perfekt.
    Sam ist eine Hauptfigur unter vielen. Er ist ältester, heranwachsender Sohn einer säkular-jüdischen, in den Staaten lebenden, gut situierten Familie mit lebender Verwandtschaft in Israel. Er steht kurz vor der Bar Mitzwah, auf die vor allem seine Mutter besteht, die Wert darauf legt, wenigstens äußerlich Reste jüdischer Tradition zu erhalten, während innerlich der Bezug verloren gegangen ist. Sind sie denn noch Juden? In den sich zuspitzenden Familienkonflikten scheint für eine Auseinandersetzung über die Ambivalenz der Familie gegenüber dem Jüdisch-sein, zunächst kein Platz zu sein.

    Sam wird erwachsen, doch lebt er noch mit sich selber im Clinch. Sexuelles Erwachen und intellektulles Begreifen der Umwelt bringt ihn in emotionale Nöte. Das Computerspiel „The other life“ hilft ihm, sich zu sortieren.

    Sams Eltern, Julia und Jacob, ringen um ihre Ehe. Sie sind dem amerikanischen Wunschtraum erlegen, das Streben nach persönlichem Glück sei das Höchste auf Erden, dem alles andere unterzuordnen sei. Dennoch spüren sie, dass dabei etwas nicht stimmig ist und dass es nicht so leicht ist, sich zu trennen. Da löst ein starkes Erdbeben in Israel eine politische Katastrophe aus und zwingt die Familie, sich stärker zu positionieren.

    J.S. Foer hat in einen Ehekonflikt hinein, ethische Fragen gestellt, die zunächst einmal nichts mit Judentum zu tun haben. Was darf ich und was darf ich nicht, wo ist meine Verantwortung, wieviel Schmerz bin ich bereit anderen zuzufügen, um mein persönliches Wohlbefinden zu steigern? Doch ein jüdisches Paar in den Staaten mag sich noch so sehr an seine nichtjüdische Umwelt angepasst haben, es bleibt ein jüdisches Paar und je mehr es versucht, sich von seinem Ursprung zu lösen, desto mehr fällt es immer wieder gerade auf sein Judentum zurück, unwillkürlich und zwangsläufig. Dies wird besonders deutlich, als Isaak, Sams Urgroßvater und Jacobs Großvater, inmitten der politischen Krise stirbt und die Familie beinahe widerwillig, die Shiva, eine mehrtägige Totenwache, an Isaaks Lager abhält und ihn ebenso widerwillig nach jüdischem Ritus begräbt. Allerdings hatte Isaak, die Shoah erlebend und überlebend, ein viel entschiedeneres Verhältnis zu Israel als seine Kinder:

    „When the destruction of Israel commenced, Isaac Bloch was weighing whether to kill himself or move to the Jewish Home“. Das ist der erste gewichtige Satz des Romans. Man vergißt ihn fast im Fortgang der Geschichte, doch er hat Bedeutung.

    Dass amerikanische und israelische Juden aus unterschiedlicher Sicht „die Situation“ des Staates Israel inmitten seiner arabischen Nachbarn betrachten, sollte nicht erstaunen. Wer inmitten des Raketenhagels sitzt und tagtäglich den Ausrottungsdrohungen der Nachbarn ausgesetzt ist, mag die Zweistaatenlösung weniger propagieren und sich weniger durch palästinensische Einzelschicksale anrühren lassen, als derjenige, der sicher jenseits des Großen Teichs Sprüche klopft. Das alles bringt J.S. Foer aufs Tapet. Es ist ein Roman aus jüdischer Perspektive, doch nicht nur und vor allem nicht nur für jüdische Leser. Foer hat mit „Here I am“ einen Roman geschrieben, der sich vielfältig damit auseinandersetzt, was oder wer eine jüdische Person ist. Nationalität, Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, Familie, Moderne Gesellschaft, Schicht, alles prägt. Aber was am meisten?

    Der Holocaust kann nicht ausgespart werden. Sam begreift ihn nicht, weil er unbegreifbar ist und in seiner Kindlichkeit identifiziert er sich mit dem Hass des Urgrossvaters, der zu ihm sagt:

    „.. a Jewish person should never buy a German product of any kind or size, never put money into a German pocket, never visit Germany, never not cringe at the sound of that vile language of savages, never have any more interaction than what simply could not be avoided with any German of any age. Inscribe that on the doorpost of your house and on your gate.“

    Denn
    „…when non-Germans had not intervened, the Germans would have murdered every single Jewish man, woman and child on the planet.“ Auch Sam. Das heißt, er ist Jude. Ob er will oder nicht. Er und seine Familie. Denn das Jüdisch-sein ist keine Wahl, die man hat. Nicht nach dem Holocaust. Was ihn am meisten ausmacht, ist: „It was the feeling of beeing Jewish.“

    Foers Stilmittel sind so vielschichtig wie seine Story. Wortspiele, Witz, spiralförmige Dialoge über Gott und die Welt, psychologisch exakte Beobachtungen, Schlagzeilen, Computerspiele, Nachrichten, jüdisches Brauchtum, Religion, Geschichte, Politik, alles kann er brauchen, und stellt es in der Figur des Jacob zur Disposition.

    Komplexe Figuren bewohnen den Roman, Ideenreichtum ist da, das Ganze ist sicher komponiert, nie läuft die Handlung aus dem Ruder, Foers Roman bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Sicher braucht man am Anfang Geduld, bis sich das vom Autor entworfene Bild richtig entfaltet hat und man sich an die oft langen Dialoge gewöhnt hat. Auch weiß der Leser nicht, auf was es hinauslaufen soll, die Figuren streiten miteinander, ringen aber auch mit sich selber!

    Herzstück des Romans ist der kontrovers geführte Dialog zwischen Familienvater Jacob und seinem Cousin Tamir, der in Israel lebt und der in den USA gestrandet ist. Tamir wirft Jacob vor, er beklage sich über sein Leben auf hohem Niveau (was genau meine Meinung widergibt) und dass seine vorgebliche Liebe zu Israel eine weichgespülte Version sei. Jacob dagegen behauptet, Jerusalem sei lediglich eine hehre Idee.

    Man hat in Foers „Here I am“, wenn man nicht so tief denken mag, gleichzeitig einen Familienroman über die Familie Bloch, einen Young adult bezüglich Sam Bloch oder einen Politthriller angesichts der geschichtlichen Tragödie. Aber letztendlich geht es um jüdische Identität in einer antisemitischen Umwelt.

    Alles in allem hat Foer jedoch die persönliche Nabelschau einer Ehe quantitativ und qualitativ über den politisch-historischen Zusammenhang gestellt, versehen mit krassen Zeitsprüngen hintenraus, was angesichts der vorher akribischen Erzählweise merkwürdig anmutet.

    Fazit: Vielschichtig, komplex, beinahe perfekt.

    Kategorie: Anspruchsvolle Literatur
    Verlag: Hamish Hamilton/Penguin Books, 2016

    Kommentare: 6
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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor 2 Jahren
    anspruchsvoll, aber anstrengend


    Jonathan Safran Foer ist kein Unbekannter für mich, aber dieses Buch ist definitiv das anspruchsvollste was ich von ihm bisher gelesen habe. In der US-amerikanisch-jüdische Familie rund um Jacob und Julia hat jeder so sein Päckchen zu tragen, was ellenlang ausdiskutiert wird. Ja, JSF kann die krisengeschüttelte Familie wirklich bis ins letzte Detail schwadronieren lassen.
    Für die 571 Seiten habe ich mehrere Wochen gebraucht, weil ich das Buch immer mal wieder weglegen musste. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich in die Geschichte hinein gefunden habe, denn es ist nicht das leichteste Englisch.
    Für meinen Geschmack war es deutlich zu sehr in die Länge gezogen. Es hätte locker gereicht, das Ganze auf ein Drittel zu reduzieren und der Autor hätte immer noch alles sagen können was er sagen wollte. Was das eigentlich ist? Keine Ahnung, ich denke, das ist Interpretationssache. Wer gerne rumrätselt und schwierige Figuren analysiert wird an Jacob, Julia und ihren Kindern seine Freude haben.
    Irgendwann ab der Mitte hat mich die Geschichte mehr gelangweilt denn gefesselt und so nahm mein Interesse immer mehr ab. Die Dialoge sind eine Sache, die ich aber loben möchte. Sie sind für die Leser sehr unterhaltsam.

    Fazit: für eingefleischte Fans von Foer und langatmigen, diskussionswürdigen Werken sicher eine tolle Sache, dennoch eher anstrengend anstatt pures Lesevergnügen.

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    mona_lisas_laechelns avatar
    mona_lisas_laechelnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Definitiv harte Kost - erfordert Leseausdauer!
    Vielschichtige, komplexe und kontroverse Lektüre

    Das Ehepaar rund um Jakob und Julia stellt den Mittelpunkt einer aufgeweckten, jüdisch-amerikanischen Familie dar. Ihre Ehe selbst ist eingefahren und die beiden versuchen sich und ihre Rolle im Leben in Mitten ihrer jüdisch-amerikanischen Identität und ihres Familienlebens wieder zu finden. Ihre drei heranwachsenden Kinder Sam, Max und Benjy sind gerade dabei sich selbst und ihre Einstellung zum Leben zu finden. Der Leser verfolgt auf rund 600 Seiten das Familienleben sowie die Gedankengänge der einzelnen Charaktere.

    Ich muss gestehen, dass das Buch in mir zwiespältige Gefühle hervorruft. Einerseits fand ich das Buch stilistisch sehr clever, der Autor hat einen interessanten Schreibstil, der definitiv zum Nachdenken anregt. Dabei spricht er viele verschiedene Themen wie Familie, Ehe, jüdisch/amerikanische Identität, Kindererziehung, Krieg, Politik und vieles mehr an und setzt sich mit diesen Aspekten schon fast philosophisch auseinander. Andererseits dreht sich die Geschichte jedoch auch viel im Kreis und folgt keinem klaren roten Faden. Dem Leser präsentiert sich hier ein Sammelsurium aus Ereignissen, Dialogen und inneren Monologen, die wild zusammengewürfelt sind. An sich gelingt das dem Autor ganz gut, manche Themen werden dabei jedoch leider überanalysiert und zu Tode geredet. Ich persönlich bin vielmehr ein Fan von klaren Worten und einer einfachen Ausdrucksweise, die gezielte Komplexität des Buches konnte mich deshalb nicht wirklich ansprechen. Im Gesamtpacket wirkt die Geschichte auf mich schon fast etwas zu abgehoben und gewollt, was sich auch auf die Charaktere übertragen lässt. Julia und Jakob sind sehr Ich-Bezogen und mit ihrer Intellektualität beschäftigt. Letzten Endes werden sie von ihrer "midlife crisis" und ihrem Wunsch nach Selbstdarstellung beherrscht und waren für mich zwei anstrengende Hauptprotagonisten. Aufgrund seiner Komplexität fordert das Buch eine erhöhte Lesezeit und konnte mich an manchen Stellen leider einfach nicht fesseln.

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    Joachim_Tieles avatar
    Joachim_Tielevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anspruchsvoll. Lohnend insbesondere für literatur- und lebenserfahrene Leser
    Ein Roman, schwierig wie das Leben

    Wenn man ein Buch erst Weltliteratur nennen möchte, nachdem es die Prüfung durch die Zeit bestanden hat, dann ist dieses schon jetzt große Menschheitsliteratur. Zugegeben, das Buch erfordert ein Literaturverständnis, das man jüngeren deutschen Lesern nicht so ohne weiteres zuschreiben kann. Schuld daran ist der aktuelle Literaturunterricht, wie er an deutschen Gymnasien in Deutsch wie in Fremdsprachen von der Generation von Philologen um die fünfundvierzig dargeboten wird. Hier entsteht die - auch und insbesondere auf Literaturportalen - weitverbreitete Lesererwartung nach leicht nachvollziehbaren, eindimensionalen Geschichten, sympathischen Charakteren (deren Nichtvorhandensein schon einmal zu heftigen Sternchenabzügen führen kann) und zu küchenpsychologischen Ausdeutungen der Protagonisten, die nicht selten zu Ratschlägen führen, wie ein Autor seine Figuren eigentlich hätte anlegen sollen. Und wehe, wehe, wehe, wenn ein Verfasser den Forderungen dieser qua Schulunterricht als illiterate erzogenen Leser nicht nachkommt. Dann kann ein Buch schnell mal als überflüssig oder sinnlos apostrophiert und bewertet werden.

    Ich schreibe diese Rezension am Ende einer Leserunde hier bei LovelyBooks, die ich - bis auf wenige Ausnahmen - in den Einzelbeiträgen wie in den bisherigen Rezensionen überwiegend als peinlich wahrgenommen habe. Lebensunerfahrene und kontrastierend altkluge Leser stuften die Protagonisten dieses Romans fast unisono als unreif ein, weil sie nicht dem neuzeitlichen Selbstoptimierungsschema folgen, sondern ihr Leben als Auseinandersetzung mit Lebensphilosophien und Moralkonzepten, der historischen Vergangenheit ebenso wie deren Spuren in der eigenen familiären Entwicklung, mit Lebensvorstellungen und deren Umsetzung und mit dem bereits in - für viele Jüngere unvorstellbar - recht jungen Jahren einsetzenden Alter begreifen und leben. Die Protagonisten des Romans sind Jacob und Julia, er Schriftsteller, sie Architektin, die in Washington, D.C. ein materiell erfolgreiches Leben führen, drei Söhne in verschiedenen Entwicklungsaltern haben, und eingebunden sind in eine säkulare jüdische Identität, die sich aus der Generation ihrer Eltern und Großeltern speist, sowie einem Zweig der Familie, der in Israel lebt und anlässlich der bar mitzwa des ältesten Sohns  zu Besuch kommt.

    Die Ehe von Jacob und Julia ist bereits mit Anfang vierzig in die Jahre gekommen, erkennbar am Abschmelzen des sexuellen Reizes und einer zunehmenden Sprachlosigkeit im Umgang miteinander, was die Dinge angeht, die sie im Inneren umtreiben, die sie sich teilweise verbieten, um als Eltern und Familienmitglieder funktionieren zu können. Here I Am zeigt die ersten Zweifel und Risse, teilweise dargestellt an unterschiedlichen Beurteilungen der gleichen Situationen, den Übergang zu zunächst unabsichtlichen und ungewollten Verletzungen, die Phase, in der eine Rettung der Ehe noch möglich gewesen wäre, aber an den tiefsitzenden Unsicherheiten der äußerlich ihrer selbst und ihres Wertes bewusst scheinenden Partnern scheitert, bis hin zu offenen Erniedrigungen und Bloßstellungen. Die Perspektive des Romans, sowohl auf das Innenleben der Protagonisten als auch auf die sozialen Interaktionen der Familienmitglieder, ist die eines Rasterelektronenmikroskops (der Begriff ist hier als Bild für das höchstauflösende technische Beobachtungsmedium gewählt), das feinste Nuancen der persönlichen wie familiären Entkoppelung ebenso wie den mit ihnen verbundenen Schmerz abbildet.

    In diese Situation platzt eine Naturkatastrophe; ein Erdbeben mit der Stärke und den Auswirkungen dessen auf Haiti im Jahr 2010 hätte den Nahen Osten verwüstet und würde zur Zerstörung des Staates Israel führen können. Die israelische Regierung fordert daraufhin alle wehrfähigen im Ausland lebenden Juden zur Heimkehr nach Israel auf, und auch Jacob (ein Pazifist ohne jede Waffenerfahrung) ist zusammen mit seinem israelischen Cousin bereits fast im Flieger dorthin, und bleibt dann doch, um seine Ehe auf eine Weise zu beenden, die den Söhnen am wenigsten schadet. In die Beschreibung des Taumelns eines einzelnen Menschen mit einer brüchigen Identität flicht der Verfasser eine Beschreibung der moralischen Identität des Staates Israel im Umgang mit seinen (im Roman vom gleichen Erdbeben betroffenen und auf gleiche Weise hilfebedürftigen) Nachbarn ein, die auf die wohl denkbar stärkste Kritik an der aktuellen Staatlichkeit Israels hinausläuft. Foer ist Jude und man wird ihm von Seiten Israels wohl kaum Antisemitismus vorwerfen können (zumal die Bedingungen aktueller jüdischer Identität kaum je so ausführlich und differenziert dargestellt werden), aber dennoch ist er damit ein Risiko eingegangen: durch das erfundene Erdbeben nur milde fiktionalisiert, beschreibt und kritisiert er das letzte militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen mit getöteten palästinensischen Kindern und dem Abschneiden der Bevölkerung von der Wasser- und Güterversorgung.

    Trotz seiner politischen Aspekte ist Here I am kein Tendenzroman, nicht einmal ein politischer Roman. Im Kern bleibt er genuin fiktional, auch wenn autobiographische Erlebnisse und Entwicklungskonflikte des Verfassers eine vermutlich nicht zu unterschätzenden Rolle spielen. Dennoch erscheint nichts daran als Nabelschau. Eher wird die Authentizität des Werkes dadurch erhöht, dass es in der Lebenserfahrung des Autors gründet. Dies verleiht dem Roman insgesamt die Stabilität, sich am Ende in die Zukunft vorzuwagen, als sei sie bereits in der Vergangenheit geschehen. Eine handwerklich großartige Beherrschung von Erzähl-, Wahrnehmungs- und Zeitperspektiven ermöglicht die Darstellung der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, die überschnittene Wahrnehmung der Trennung der Protagonisten und deren Folgen einige Jahre später, ohne dass der Roman die Jetztzeit des Jahres 2016 verlässt. Allein die visionäre Nuanciertheit einiger großer Renaissancegemälde scheint als Beispiel geeignet, um der Großartigkeit sowohl des Entwurfs als auch der Ausführung dieses Romans gerecht zu werden.

    Lebenserfahrung oder die Bereitschaft, diese zu erwerben (oder sich durch Literatur auf diese vorbereiten zu lassen) ist eine Grundvoraussetzung dazu, diesen Roman mit Gewinn und Genuss lesen zu können. Das amerikanische Bildungssystem wird aus europäischer Perspektive häufig gescholten. Auf den Literaturunterricht trifft dies eher nicht zu. Im Internet zugängliche College-Abschlussprüfungen oder Lehrbücher zum Literaturunterricht zeigen deutlich, dass klassische Philosophie, die Kenntnis griechischer Sagen und alttestamentarischer Stoffe (einschließlich ihrer Weiterverarbeitung in der modernen Psychologie) dort zu den Grundlagen des literaturbezogenen Englischunterrichts gehören. Und viele amerikanische Autoren orientieren sich daran, weil sie wissen, dass ihre Leser von der Mittelstufe der High School an damit umgehen können. Was literarische Bildung angeht, erscheint eher Deutschland als Entwicklungsland, gekoppelt mit zunehmend anspruchsloserer Literatur. Der Verlag Penguin Random House ist einerseits dafür zu loben, dass er immer wieder anspruchsvolle und voraussetzungsreiche englischsprachige Literatur für die Leserunden hier anbietet. Andererseits kann dies leicht schief gehen, wie die überwiegenden Rezensionen und Beiträge in der Leserunde zu Here I Am gezeigt haben.

    Der Roman ist inzwischen unter dem Titel Hier bin ich auf deutsch bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

    Joachim Tiele - 23.11.2016

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    Orishas avatar
    Orishavor 2 Jahren
    Eine Suche nach sich selbst

    Es gibt Bücher, die unterhalten einen. Bücher, die berühren. Es gibt wichtige Bücher, es gibt unwichtige. Fröhliche, betrübende, einen nachdenklich stimmende Bücher. Und es gibt Foers Bücher. Ja, ich bin ein Fan seiner Werke, und vielleicht sehe ich das Buch durch diesen Schleier der Bewunderung. Dann sei es so.

    Jacob und Julia könnten es nicht besser haben: er – mehr oder minder erfolgreicher Autor für Fernsehsendungen, sie – Innenarchitektin. Ein Haus, drei Söhne, ein Hund. Der Traum jedermanns, möchte man meinen. Und doch. Jacob und Julia sind unglücklich, ohne das ihnen bewusst wäre, warum. Sie leben ihr Leben. Nebeneinander. Doch gibt es noch ein Miteinander? Dieser großen Fragen müssen sich beide stellen. Und das tun sie, wenn auch widerwillig. Als dann auch noch Israel von einem Erdbeben heimgesucht wird, von seinen Nachbarn überrannt zu drohen scheint, muss sich vor allem Jacob fragen, wer er eigentlich ist. Wer ist er als Vater? Als Ehemann? Als Jude?

    Foer hat einen komplexen Roman geschrieben. Zu komplex? Vielleicht. Langweilig? Auf gar keinen Fall. Das Ende einer Ehe: Ein Ende für das es keinen Grund zu geben scheint. Und immer bleibt die Frage nach dem „warum“? Die quälende, sich im Kreis drehende Frage nach dem Grund des Auseinanderlebens. Schließlich verbindet Jacob und Julia doch viel und es sind nicht nur die drei Söhne. Nebenher verflechtet Foer, wie gewohnt, ein Stück jüdische Kultur und Geschichte in sein neuestes Werk. Auch hier steht die zentrale Frage im Raum: Wer sind die Juden von heute? Wer wollen Sie sein, Generationen nach dem Holocaust:

    „If you were to ask one hundred Jews what was the Jewish book of the century, you would get one answer: The Diary of Anne Frank. […] This despite it having been created neither as a book nor as a work of art, and not in the century in which the question was asked. […] But is it good for us? Has it been good to align ourselves with poignancy over rigor, with hiding over seeking, victimization over will? No one could blame Anne Frank for dying, but we could blame ourselves for telling her story as our own.“ Foer (2016), p. 349.

    Foers Buch ist schwierig, komplex, fröhlich, traurig, bedrückend und vieles mehr. Es ist kein Buch für Zwischendurch und die Kritik, er würde sich im Kreis drehen, finde ich unberechtigt: Ja er dreht sich im Kreis, weil Jacob und Julia sich im Kreis drehen. Weil die Frage nach dem „Warum“ so schwer wiegt, nach über 10 Jahre Ehe, dass sie nicht anders können, als ihre Beziehung und sich selbst von allen Seiten zu betrachten, denn schließlich ist eine Trennung ein großer Schritt. Gespiegelt wird die Situation auf globaler Ebene durch das Erdbeben in Israel und auf persönlicher Ebene durch Jacobs Cousin Tamir, einem Juden aus Israel. Gekonnt stellt Foer ihre Probleme gegenüber, die dann auf einmal gar nicht mehr so klein scheinen, für den jeweils involvierten, aber das Ende seines, bisher gekannten Lebens markieren.

    Fazit: Ein schwieriges, lohnenswertes Buch, mit ein paar Längen (ja, die gebe ich zu), aber wunderbaren Charakteren, die auf verschiedensten Ebenen zeigen, wie eine Suche nach Halt, Identität, Gemeinschaft aber auch Individualität aussehen kann. Lesen!

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    Helentonias avatar
    Helentoniavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nachdenklich, ambitioniert, grandios!
    Hineni - Hier Bin Ich

    In Jonathan Safran Foers neustem Roman "Here I Am" geht es um eine jüdische Familie, die in Amerika lebt. Julia und Jacob Bloch sind verheiratet und haben drei Söhne, in ihrer Ehe aber sind sie nicht mehr glücklich. Und während sie nun ihre Ehe noch zu retten versuchen, kommt es zu einem Erdbeben in Israel, das Juden in Gefahr bringt, und mit den dort voranschreitenden Konflikten und Zerstörungen, geht auch die Ehe in die Brüche.

    Mir gefällt die inhaltliche Dichte des Buches, die Vorgänge in der Familie sind eng verwoben mit denen in Israel und bieten schon so eine interessante Geschichte zum Verfolgen. Die Bedeutung des Judentums, der Bräuche und Israels werden intelligent thematisiert und auch mit biblischen Parallelen (Titel: "Here I Am") illustriert und boten mir so einen besonderen Lesespaß.

    Die Protagonisten bestechen durch ihre ehrliche Darstellung, die auf Verschönerungen und Verschweigen verzichtet. Die intelligenten Söhne bieten spannende Anreize zum Denken und die Gefühle, Ängste und Zweifel eines jeden Familienmitglieds werden auf eine Weise gezeigt, die man nur als besondere Stärke des Buches auslegen kann. Die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander, die inhaltlich im Fokus stehen, werden dabei toll mit all ihren Missverständnissen beschrieben.

    Auch die Sprache des Buches ist ambitioniert und überzeugt. So sind die Dialoge meiner Meinung nach das Grandioste an diesem langen Buch, sie machen die 600 Seiten erst richtig lesenswert, sind raffiniert und nie langweilig - sie bereiten eine große Freude am Lesen. Dass die Dialoge vom Anfangsthema abschweifen könnte für eine ereignislose Langweile sorgen - stattdessen ist aber gerade das Im-Kreis-Drehen der Figuren ausschlaggebend und aussagekräftig für die Familie Bloch. 

    Das Buch ist nachdenklich, ambitioniert und dabei grandios. 

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    Catties avatar
    Cattievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Story kommt nicht wirklich voran, alles bewegt sich auf der Stelle.
    Too much writing and not enough story

    "Here I Am" is my second book by Jonathan Safran Foer. "Extremely Loud & Incredibly Close" amazed me and therefore I had high expectations regarding his newest novel. Sadly, the story could not convince me this time.

    It starts with the introduction of the main characters, the Blochs. The Jewish family of five lives a quiet life in America, though it soon becomes clear that there are unsolved conflicts bubbling under the surface. So far, it sounds like a typical Foer story (if you can apply this phrase here).
    Being an atheist, I am not well versed when it comes to religion and I only know the couple of things about Judaism I was able to overhear from other books and tv shows, and, of course, its historical background. Always eager to broaden my horizons, I was open to everything Foer had included in the novel. As is often the case when one is not familiar with certain topics, expressions and traditions, I soon got lost on the way (to the Bat Mitzvah). Judaism can be named as the main theme of the story and religion always fails to interest me, though I believe that other readers can gain a lot from "Here I Am".

    I had difficulties getting involved with the protagonists and the middle son Max ended up being the person I could relate to most. Jacob turned out to be a childlike father who blocks out problems hoping they will mysteriously disappear when he ignores them. Julia is an overworked mother bored by her marriage who seeks adventure in an affair with a friend. Youngster Benjy is too innocent to see the chaos evolving around him and the eldest son Sam is caught up between his first love, a weird new online game called Other Life and the wish to not have his Bat Mitzvah.
    Before the background of a catastrophe in Israel endangering not only the Jews living there, but the ones all over the world as well, the Blochs seem to fall apart. As a family and as individuals.

    Even though I tried my best, I could not get into the story. I took me all of October to finish this 500+ long novel and it was not only the length that restricted me. Especially in the beginning, the story seemed to stand still and not move any further. Foer strings scene and scene together, squeezes in a dialogue here and there, but fails to get to the core of his story. It felt too constructed at times, too scripted (even though Jacob works as a scriptwriter), and forced. Some dialogues were funny to read, and the story gains traction towards the end of the novel, though by then it is too late. The reader is already lost in the tangled jungle of family relations, Judaism and stilistic characteristics. This is not particularly a bad thing. However, I could not find my way through this particular mix.

    Nevertheless, I once again have to praise Foer's writing style. He is a virtuoso when it comes to words and in some ways has given the expression "novel" a new meaning. I especially enjoyed the long dialogues, even if they often seem to not lead anywhere. Furthermore, the play with chapters, subtitles, headlines and spaces made it easy and interesting to read in some places.
    In general, the structure of "Here I Am" is carefully thought through and I can imagine why it took Foer years to finish this story. He probably put too much thought behind his words and lost track of the story on the way.

    I tried my best to enjoy "Here I Am" as I enjoyed "Extremely loud & incredibly close", but in the end the novel, as a whole, did not work for me. However, I will give Foer another chance and keep "Everything is illuminated" on my tbr-list.

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    suse9s avatar
    suse9vor 2 Jahren
    Reden, Imkreisreden, Zerreden

    Jacob und Julia stecken mitten in einer Ehekrise. Es ist wie so oft, sie scheinen alles zu haben, um glücklich zu sein, Achtung voreinander, wunderbare Kinder, eine solide finanzielle Basis, Familie und Freunde, die ihnen zur Seite stehen. Trotzdem fehlt etwas. Das Glücklichsein.
    Mitten in den Vorbereitungen zur Bar Mitzwa ihres großen Sohnes Sam erkennen sie, dass sie so nicht weiterleben wollen. Wie sie aber künftig ihr Zusammensein gestalten könnten, ist ihnen auch nicht klar. Dass die Familie zu den Feierlichkeiten anrückt, der Sohn kurz vor der Suspendierung aus der Schule steht und der Großvater sich sträubt, ins Pflegeheim überzusiedeln, macht die Situation nicht leichter.

    Ich freute mich auf mein erstes Buch von Jonathan Safran Foer. Die Verfilmung seines Romans „Extrem laut und unglaublich nah“ beeindruckte mich und das Thema von „Here I Am“ sprach mich an. Der Autor beschreibt innere Ängste, Zweifel und Missverständnisse der Protagonisten eindrucksvoll und detailliert. Dabei spielen religiöse Fragen eine große Rolle. Da es sich um eine jüdische Familie handelt, ging es vorrangig um deren Ansichten und Gedanken. Gerne erfuhr ich Neues, nahm Meinungen auf und beleuchtete sie von mehreren Seiten und verglich sie mit meinen. Bücher, die zum Nachdenken anregen, kontroverse Ansichten zur Diskussion stellen und den Leser miteinbeziehen, mag ich. Außerdem versteht es der Autor, mit Worten umzugehen, so dass die Lektüre fordert und Freude bereitet.

    Dennoch fühlte ich mich in dem Roman nicht gut aufgehoben. Zwar belebten viele kleine Rückblicke und Szenen die Handlung, aber die Diskussionen zwischen den Protagonisten führten zu oft ins Leere. Nicht selten drehten sie sich im Kreis. Es wurde geredet, geredet und geredet, ohne etwas aus- und anzusprechen. Bereits in den ersten Kapiteln wird klar, dass es sich um eine intelligente Familie handelt. Die Kinder selbst haben beeindruckende Gedanken, die die Erwachsenenwelt aufhorchen lassen sollten. Aber es fehlten hier die „normalen“ Gesten und Gespräche einer „normalen“ Familie. Alles ist wichtig, alles ist von Bedeutung, nichts simpel. Wie kann eine Familie zusammenfinden, wenn sie nicht in der Lage ist, über Gefühle zu reden oder sie zu zeigen, ohne dass dafür immer erst ein Fass aufgemacht werden muss?

    Wer gerne über das Leben philosophiert, Hintergründe beleuchtet, Gedanken über Weltgeschichte und – politik austauscht, wird das Buch „Here I Am“ sicher mögen und verstehen. Mir war es einfach zu anstrengend. Die Erwachsenen nahmen sich zu wichtig, die Kinder wurden nicht beachtet, auch wenn dies vorgegaukelt wurde. Niemand hört eigentlich auf den anderen. Jeder klagt darüber, dass niemand ihn versteht. Der Zwiespalt der jüdischen Nachkommen ist mir fremd geblieben. Ich habe so gut wie nichts aus dem Buch mitgenommen. Vielleicht bin ich auch nicht der Adressat. Die schriftstellerische Leistung des Autors erkenne ich an, sie ist mir aber zu ambitioniert.

    Ich vergebe 3 Sterne, da es ein gut geschriebenes Buch ist, das beachtet werden sollte, mir aber zu anstrengend war.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PenguinRandomHouseUKs avatar
    Liebe Leser,

    Das Buch des Monats im September ist Here I am von Jonathan Safran Foer.
    Here I am ist sein erster Roman seit vor zehn Jahren Extrem Laut und Unglaublich Nah erschienen ist.

    Das Buch umfasst fast 600 Seiten, deshalb fallen die Leseabschnitte dieses Mal sehr unterschiedlich aus. 


    DAS BUCH

    God asked Abraham to sacrifice his beloved son Isaac, and Abraham replied obediently, 'Here I am'.

    This is the story of a fracturing family in a moment of crisis. Over the course of three weeks in present-day Washington DC, three sons watch their parents' marriage falter and their family home fall apart. Meanwhile, a larger catastrophe is engulfing another part of the world: a massive earthquake devastates the Middle East, sparking a pan-Arab invasion of Israel. With global upheaval in the background and domestic collapse in the foreground, Jonathan Safran Foer asks us - what is the true meaning of home? Can one man ever reconcile the conflicting duties of his many roles - husband, father, son? And how much of life can a person bear?

    DER AUTOR

    Jonathan Safran Foer is the author of Everything Is Illuminated, Extremely Loud and Incredibly Close, and Eating Animals. He has also edited a new modern edition of the sacred Jewish Haggadah. He edited the anthology A Convergence of Birds and his stories have been published in the Paris Review, Conjunctions and the New Yorker. Everything Is Illuminated won the National Jewish Book Award and the Guardian First Book Award. Jonathan Safran Foer teaches Creative Writing at New York University.

    Zu gewinnen gibt es 25 Exemplare. In den Lostopf kommt jeder, der uns diese Frage beantwortet:

    Warum kauft ihr englische Bücher?

    HIER GEHT’S ZUR LESEPROBE

    Viel Erfolg und liebe Grüße,

    Svenja
    Joachim_Tieles avatar
    Letzter Beitrag von  Joachim_Tielevor 2 Jahren
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